14.01.2011 17:11:23
Stellungnahme in 'Theologisches' zu David Berger
(kathnews.de/news.stjosef.at) Der Vorstand der Fördergemeinschaft 'Theologisches' nimmt Stellung zu Vorwürfen des Kölner Theologen David Berger. Berger war sieben Jahre Herausgeber der renommierten Zeitschrift. Als sich im April des vergangenen Jahres aufgrund seines Facebook-Profils Bergers Verwurzelung im homosexuellen Milieu bestätigte, musste er von seinem Amt zurücktreten und begann Vorwürfe gegen seine bisherigen Kollegen und Förderer zu erheben. Diese gipfelten in dem Buch „Der heilige Schein“, in dem er an zahlreichen Stellen seinen Bruch mit der Lehre der Kirche dokumentiert und mit Anschuldigungen gegen die Fördergemeinschaft „Theologisches“ sein über zwei Jahrzehnte währendes Doppelleben entschuldigt. - In der Stellungnahme der Fördergemeinschaft "Theologisches" wird von einem "fatalen Bruch in der Lebensgeschichte" Bergers gesprochen. Wörtlich heißt es:
Ende November des vergangenen Jahres veröffentlichte der ehemalige Herausgeber der Zeitschrift „Theologisches“, Dr. David Berger, ein Buch unter dem Titel „Der heilige Schein. Als schwuler Theologe in der katholischen Kirche“. Berger fordert von der Kirche, ihre Haltung gegenüber der Homosexualität zu revidieren und wirft ihr einen „heiligen Schein“ vor: sie lehne zwar sexuell ausgelebte Gleichgeschlechtlichkeit ab, aber ein großer Teil des Klerus sei selbst homosexuell und kämpfe gegen eine Wirklichkeit, die ihn selbst innerlich bedränge. Der Autor nennt hier frei erfundene Zahlen, und projiziert den von ihm selbst lange Zeit gelebten „heiligen Schein“ auf andere Menschen. Zahlreiche Personen und Ereignisse erscheinen dabei wie in einem Zerrspiegel. Erinnern mag man sich hier an eine Beobachtung von Viktor Frankl: „Ein Auge, das sich selber sieht, ist krank“.
Zwischen dem, was Berger vor dem April 2010 veröffentlicht hat, und dem im November erschienenen Buch liegen Welten. In seinen zahlreichen früheren Publikationen fand sich nicht einmal eine Andeutung einer Kritik an der verbindlichen Glaubenslehre oder Moral der Kirche und schon gar keine Schmähung des Papstes – jetzt erfolgt ein allgemeiner Rundumschlag. Vor diesem Bruch hat er sich um eine Syntonie mit der Kirche bemüht, während er nun allen kirchenfeindlichen Massenmedien um den Hals fällt und mit einer intellektuellen Abdankung sondergleichen fast sämtliche nur denkbaren Vorurteile bedient. Er polemisiert beispielsweise gegen den Glaubensartikel von der Heiligkeit der Kirche (S. 12), wendet sich gegen die (obendrein noch falsch dargestellte) Unfehlbarkeit des Papstes (S. 30f, 58, 284, 292), lobt die „fortschrittliche“ Haltung der Freimaurerei (S. 98), lehnt das Gebet um die Bekehrung der Juden ab (S. 164) und kritisiert an einer Internetseite (kath.net), dass sie entschieden vorgehe gegen den „gesetzlich erlaubten Schwangerschaftsabbruch“ (S. 211; NB: die Abtreibung ist in der Bundesrepublik Deutschland keineswegs gesetzlich erlaubt, sondern unter bestimmten Umständen straffrei). In die Darstellung von Personen und Ereignissen mischt er eine Fülle von verdächtigenden Anspielungen. Das bezieht sich auf überzogene, wertende Adjektive, wie z.B. „erzkonservativ“; das betrifft Personen, die ihn gefördert und unterstützt haben, die er aber jetzt wegen menschlicher Eigenarten niedermacht oder bloßstellt. Damit bewegt er sich außerhalb unserer Zivilisation und demontiert seinen eigenen Ruf. Überraschend sind nicht zuletzt die zahlreichen Seitenhiebe auf den Heiligen Vater.

- Lesen Sie die ganze Erklärung auf http://www.theologisches.net
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