| | 20.06.2009 04:49:32 | | Pfarrer Friedl kehrt zum Zölibat zurück | | (kath.net/kathpress.at/dioezese-linz.at/news.stjosef.at) Der Pfarrer von Ungenach, Josef Friedl, hat sich entschlossen, zur zölibatären Lebensweise zurückzukehren. Dies teilte der Linzer Diözesanbischof Ludwig Schwarz am Freitag bei einer Pressekonferenz in Linz mit, wie das Bistum Linz bekannt gab. Bereits vor der Begegnung österreichischer Bischöfe mit Papst Benedikt XVI. und dessen leitenden Mitarbeitern sei eine entsprechende "schriftliche Erklärung" von Pfarrer Friedl vorgelegen, berichtete Schwarz. Darin habe Friedl betont, er wolle wieder "mit ungeteiltem Herzen als Priester der Kirche dienen" und auch "all jene Verpflichtungen wieder ernst nehmen", die er vor der Priesterweihe übernommen habe. Dazu gehöre auch die zölibatäre Lebensform, betonte Schwarz. Wörtlich sagte der Linzer Bischof: "Ich nehme sein Wort ernst". Bischof Schwarz sprach von einer "sehr positiven Wendung" und berichtete von insgesamt sechs Begegnungen in den vergangenen zwei Monaten mit dem Pfarrer von Ungenach. Dabei habe man die Situation besprochen und auch gemeinsam gebetet. Die schriftliche Erklärung Friedls übergab Bischof Schwarz auch dem Papst und den römischen Kardinälen. - In Medienberichten wurde im Anschluss an die Pressekonferenz von Bischof Ludwig Schwarz in Linz am 19. Juni 2009 kolportiert, dass Pfarrer Friedl nichts von so einem Schreiben wisse. Mit "Verwunderung" hat der Linzer Diözesanbischof Ludwig Schwarz auf die medial verbreitete angebliche Äußerung von Pfarrer Josef Friedl reagiert, dass dieser nicht bereit sei, zölibatär zu leben. Wie Bischof Schwarz am späten Freitagabend im Gespräch mit "Kathpress" sagte, stehe diese Aussage im Widerspruch zu den Begegnungen mit Pfarrer Friedl in den letzten Monaten. Pfarrer Friedl habe von sich aus - vor der Reise von Bischof Schwarz in den Vatikan - eine schriftliche Erklärung abgegeben, in der er seine Rückkehr zur zölibatären Lebensweise betont. Bischof Schwarz unterstrich im Gespräch mit "Kathpress" seine Feststellung bei einer Pressekonferenz am Freitagmittag: "Diese Worte nehme ich sehr ernst". Bischof Schwarz betonte, er habe sich inzwischen bemüht, mit Pfarrer Friedl in Kontakt zu treten, um die nun im Raum stehenden Widersprüche aufzuklären. Wörtlich sagte der Linzer Diözesanbischof: "Meine Absicht ist es, die Situation so rasch wie möglich mit Pfarrer Friedl persönlich zu klären und die notwendigen Konsequenzen zu ziehen". - Diözesansprecher Ferdinand Kaineder stellte in diesem Zusammenhang später klar: „In diesem Fall liegt ein Missverständnis vor. Pfarrer Friedl war in den letzten beiden Wochen in Israel und nach der Rückkehr gestern gleich wieder voll im pastoralen Einsatz (zB. Begräbnis). Es kam daher zu keinem direkten Kontakt zwischen Bischof und Pfarrer Friedl, wo ihm der Bischof das Ergebnis aus Rom hätte mitteilen können. Insofern hat Pfarrer Friedl in einzelnen sehr kurzen Telefonaten reagiert mit: ‚Ich weiß von nichts’ oder ‚Mir ist kein Schreiben (aus Rom) bekannt’. Er hatte bis dahin noch keine Nachricht davon erhalten, dass seine Erklärung, die er dem Bischof gegenüber abgegeben hat, in Rom behandelt und angenommen wurde.“ |
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