23.11.2008 16:44:24
"Petrus hat gesprochen"
(bistum-chur.ch/news.stjosef.at) Mit einem klaren Bekenntnis hat sich der Churer Diözesanbischof Vitus Huonder zur sakramentalen Einzelbeichte bekannt. Unter anderem erklärte er am 19.11.2008 vor dem Priesterrat der Diözese: "Eben auf Grund der hierarchischen Verfasstheit gibt es Weisungen im Leben der Kirche, die - um der Einheit der Gemeinschaft und ihrer Verbundenheit mit Jesus, dem Haupte willen - vom Felsen Petri ausgehen und uns auf diesem Felsen Sicherheit und Gewissheit des Glaubens schenken. So gibt es kritische Momente in der Kirche, in denen wir, mit dem heiligen Ambrosius (+ 397) gesprochen, sagen müssen und sagen dürfen: Ubi Petrus, ibi Ecclesia. Es sind Momente, da wir, von den verschiedenen Meinungen und Praktiken hin und her gerissen, in nicht endende Auseinandersetzungen verwickelt, uns eigens um Petrus sammeln, um so dem Leben und der Lehre der Kirche treu sein zu können. Die Thematik, die wir angehen, fordert uns auch heraus, uns um Petrus zu sammeln, eben im Sinne des Wortes: Ubi Petrus, ibi Ecclesia. Petrus hat in der Frage der Bußdisziplin gesprochen und wieder gesprochen und uns das letzte Mal sein Wort im Schreiben "Misericordia Dei" (2002) mitgeteilt. Von daher haben wir eine klare Vorgabe für das, was wir nun bei unserer Arbeit überlegen und zusammentragen. Es muss also um die Frage gehen, wie wir die Vorgaben der Kirche, das klare Wort des Nachfolgers Petri in der Frage des Sakramentes der Versöhnung, in einer guten Pastoral für das Heil der Seelen umsetzen und handhaben. Buße tun, umkehren, sich versöhnen, gehört zur Grundhaltung des christlichen Lebens. Jesus selber leitet seine Tätigkeit mit dem Ruf nach Bekehrung ein. Das Umdenken öffnet den Menschen für Gott und seinen Anspruch. Deshalb muss unsere Verkündigung diesem wichtigen Thema der Predigt Jesu Raum geben, und dies wiederum im Sinne des Weges der Kirche. Der Buße des Menschen entspricht von Seiten Gottes die Vergebung. Der Mensch, der sich durch die Umkehr Gott öffnet, darf die Vergebung Gottes erfahren, eine Zuwendung Gottes, welche den Menschen ganz erneuert. Deshalb ist ein fehlendes Bewusstsein für Gottes Versöhnung auch eine fehlende Kenntnis des Sakraments der Sündenvergebung, ein großer Mangel im Glaubensleben eines Menschen, ein Schaden, den wir Seelsorger versuchen müssen zu heilen. Wir würden, wenn ich an das Evangelium vom vergangen dreiunddreissigsten Sonntag denke, ein Talent vergraben." - Link: Ansprache in vollem Wortlaut.
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