17.10.2006 05:22:44
Vatikan bestätigt Türkeireise des Papstes
(radiovatikan.de) Der Vatikan hat offiziell die Türkeireise Papst Benedikts XVI. bestätigt. Es war spekuliert worden, ob Benedikt seine geplante Reise in die Türkei wegen der missverstandenen Rede in Regensburg zurückzieht. Nun ist es amtlich! Papst Benedikt wird zu seiner vierten Pastoralreise ins Ausland Ende November in die Türkei reisen! Am 28. November wird Benedikt von Rom in die türkische Hauptstadt Ankara fliegen. Für den folgenden Tag ist die Weiterreise über Izmir und das antike Ephesus nach Istanbul geplant, von wo es der Papst am 1. Dezember wieder nach Rom zurückfliegt. Details sollen erst später bekannt gegeben werden. Es kann davon ausgegangen werden, dass der Papst in der Hauptstadt Ankara mit staatlichen Vertretern zusammentreffen wird. In Ephesus - heißt es – wolle Benedikt ein Marienheiligtum besuchen. Einer orthodoxen Tradition nach ist dort die Mutter Jesu gestorben. Im Jahre 431 fand hier das Konzil von Ephesus statt, das das erste wichtige Mariendogma definierte und Maria als "Theotokos", als Gottesgebärerin, qualifizierte. Zum Fest des Apostels Andreas am 30. November wird der Papst mit dem Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I. zusammentreffen. Bisher war jedes Jahr eine päpstliche Delegation anlässlich des Andreasfests nach Istanbul gereist, um den ökumenisch bedeutsamen Gedenktag zu begehen. - (kathpress.at/news.stjosef.at) Inzwischen hat eine Gruppe von dreißig islamischen Rechtsgelehrten aus aller Welt auf die "Regensburger Rede" und die nachher erfolgten Klarstellungen von Benedikt XVI. reagiert (Originaltext der Stellungnahme, Englisch). Einerseits danken die islamischen Gelehrten dem Papst für die Klarstellung, dass das Zitat des oströmischen Kaisers Manuel II. über den Propheten Mohammed nicht seine eigene Meinung darstelle. Andererseits aber werfen sie dem Papst "Fehler und Simplifizierungen" in seinen Darlegungen vor. Der "Offene Brief" wurde an den Apostolischen Nuntius in Amman übergeben und zugleich vom in Los Angeles erscheinenden "IslamicaMagazine" publiziert. Die Unterzeichner des Schreibens an Benedikt XVI. streben ein Gespräch auf theologischer Ebene an, um "verbreiteten Fehlurteilen über den Islam in der westlichen Welt" zu begegnen.
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