05.07.2005 18:15:42
Schwerste ethische Bedenken gegen künstliche Befruchtung
In einem Leserbrief der Tageszeitung "Die Presse" nimmt Prof. Dr. Enrique H. Prat vom Institut für medizinische Anthropologie und Bioethik (IMABE) in Wien auf folgende Weise Stellung zu neuen genetischen Entwicklungen ("Presse"-Bericht über "Gentests vor der Befruchtung" vom 2. Juli 2005):
Herr Hengstschläger verteidigt die PID-Methode, die auf einer genetische Untersuchung des Polkörpers beruht, mit dem Argument, die Zellkerne wären in diesem Stadium noch nicht verschmolzen und daher sei noch kein neuer Mensch entstanden. Die Methode befinde sich daher nach Hengstschläger "im ethisch diskussionsfreien Raum". Abgesehen davon, dass es sehr diskutabel ist, dass hier noch kein Individuum der Spezies Mensch und daher keine Person besteht, scheint Hengstschläger zu vergessen, dass diese Methode schon deshalb ethisch bedenklich ist, weil ihre Anwendung die künstliche Befruchtung voraussetzt und diese sich nicht im ethisch diskussionsfreien Raum befindet. Die vom jetzigen Papst geleitete Glaubenskongregation hat 1987 eine Instruktion mit dem Namen "Donum Vitae" herausgegeben, in der klar und nachvollziehbar dargelegt wird, dass diese künstliche Reproduktionsmethode die Würde des Embryos und auch die der Eltern schwer verletzt. Papst Johannes Paul II. ebenso wie bei verschiedenen Gelegenheiten die deutsche und die österreichische Bischofskonferenz haben wiederholt auf die schweren ethischen Bedenken gegen die künstliche Befruchtung hingewiesen. - Homepage: http://www.imabe.org
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