| | 06.11.2004 06:15:23 | | Papst trauert über Tod von Kardinal Joos | | (www.zenit.org) Johannes Paul II. hat seine Trauer über den Tod des belgischen Kardinals Gustaaf Joos bekundet. Joos starb am Dienstag in Landskouter im Alter von 81 Jahren. Er war ein langjähriger Freund des Papstes. In einem Telegramm an Kardinal Godfried Danneels, Erzbischof von Brüssel, erinnerte Johannes Paul II. an die Zeit, als er und Joos in Rom studierten und eine Freundschaft zwischen ihnen entstand. Kardinal Joos habe ein Leben geführt, das „pastoralen Zielen“ verpflichtet gewesen sei, erinnerte der Papst. Beim letzten Konsistorium am 21. Oktober 2003 war Joos einer der Überraschungskandidaten bei den neuen Kardinalsernennungen. Wenige Wochen vor dem Konsistorium nannte der Papst seinen Namen erstmals öffentlich und viele wussten nicht, von wem er sprach. Gustaaf Joos, geboren am 5. Juli 1923, wurde im Jahr 1946 zum Priester geweiht. Er studierte in Rom und schloss mit einem Doktorat in Kirchenrecht an der Gregoriana ab. Während seiner Zeit im belgischen Kolleg wohnte auch ein polnischer Priester dort, Karol Wojtyla, der seine Dissertation schrieb, die von Dominikanerpater Reginald Garrigou-Lagrange betreut wurde. Kardinal Joos hat drei Brüder, die Priester sind. Auch als Karol Wojtyla Erzbischof von Krakau und später Papst wurde, blieb er mit Joos freundschaftlich verbunden; sie trafen einander etwa einmal im Jahr. Kardinal Joos war unter anderem Professor für Moraltheologie und Kirchenrecht in Gent. Mit seinem Tod gibt es noch 186 Kardinäle im Kollegium. Davon sind 122 unter 80 Jahre alt und somit berechtigt, an einer möglichen Papstwahl teilzunehmen. - Homepage von Gustaaf Kardinal Joos auf "Catholic Hierarchy". |
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