| | 22.06.2004 04:50:09 | | Stellungnahme des Heiligen Stuhls zur neuen europäischen Verfassung | | ZENIT dokumentiert die Stellungnahme, die Vatikansprecher Joaquín Navarro-Valls am Samstag veröffentlichte, im Anschluss an die Entscheidung der europäischen Staats- und Regierungschefs in Brüssel, den Entwurf des Verfassungsvertrages für die Europäische Union zu unterstützen. „Die Medien haben die einstimmige Annahme des europäischen Verfassungsvertrags durch die Staats- und Regierungschefs der 25 Mitgliedsstaaten gemeldet. Der Heilige Stuhl drückt seine Zufriedenheit mit diesem neuen und wichtigen Schritt auf dem Weg zur europäischen Integration aus, der vom römischen Papst immer unterstützt und gefördert worden war. Ein weiterer Grund zur Zufriedenheit ist, dass der Vertrag die Maßnahme beinhaltet, die den Status der religiösen Konfessionen in den Mitgliedsstaaten wahrt und die Union dazu verpflichtet, einen offenen, transparenten und regelmäßigen Dialog mit ihnen zu pflegen und ihre Identität und ihren besonderen Beitrag anzuerkennen. Der Heilige Stuhl kommt nicht umhin, seiner Sorge über den Widerstand mancher Regierungen gegen die explizite Anerkennung der christlichen Wurzeln Europas Ausdruck zu verleihen. Es ist eine Frage der Missachtung der historischen Spuren und der christlichen Identität der europäischen Völker. Der Heilige Stuhl drückt jenen Regierungen seine tief empfundene Wertschätzung und Dankbarkeit aus, die im Bewusstsein der Vergangenheit und des historischen Horizonts, unter dem das neue Europa Form annimmt, darauf hinarbeiteten, sein anerkanntes religiöses Erbe deutlich auszudrücken. Nicht vergessen werden darf das intensive Engagement verschiedenster Einrichtungen, das christliche Erbe Europas in diesem Vertrag zu benennen, welches ein Nachdenken bei den Spitzenpolitikern, Bürgern und in der öffentlichen Meinung zu einer Frage anregte, die im gegenwärtigen nationalen, europäischen und globalen Zusammenhang zweitrangig ist.“ |
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