| | 31.10.2010 14:51:10 | | Gerufen zur Gemeinschaft aller Heiligen | | (stjosef.at/predigten) Von der Liturgie der Kirche ausgehend steht am Hochfest Allerheiligen nicht der Tod im Mittelpunkt, sondern das Leben. Gott ruft alle Menschen aller Völker und aller Zeiten in die ewige Gemeinschaft seiner Liebe. Jesus Christus ist der Erlöser aller Menschen, und wir alle sind von Gott gerufen, heilig zu werden! Gewiss: Schon der Allerheiligentag ist gekennzeichnet durch das nachmittägliche Totengedenken, und dies setzt sich morgen am Allerseelentag und in der Allerseelenwoche noch fort. So manche Trauer um liebe Menschen, die durch den Tod von uns geschieden sind, erfüllt unser Herz. Wo sind die Menschen, die von uns gegangen sind? Welches Schicksal erwartet auch uns einmal, wenn wir gestorben sind? Der christliche Glaube gibt uns hier Trost und Zuversicht: Gott will uns Menschen zum ewigen Leben in seiner Herrlichkeit führen. Er möchte uns in seiner Liebe vollenden, sodass wir mit reinem Herzen Gott schauen und im Himmel auf unverlierbare Weise die Fülle seiner Gaben empfangen. - Lesen Sie die Predigt zum Hochfest Allerheiligen im Wortlaut! | | |    |
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| | 29.10.2010 10:37:44 | | Christlich glauben und leben - ein moderner Beichtspiegel | (die-tagespost.de) Moderner Beichtspiegel. Josef Spindelböcks Leitfaden der christlichen Moral erschließt Zugänge zum Bußsakrament. Rezension von Monika Metternich, in: Die Tagespost, 28.10.2010, S.7. Das Leben des Christen müsse das Leben Christi ausstrahlen, sagte Papst Benedikt XVI. bei der Mittwochsaudienz nach seiner fulminanten Reise nach England. Sein Ziel sei es gewesen, zu den Herzen ausnahmslos aller Einwohner Großbritanniens „von der wahren Wirklichkeit des Menschen, seinen tiefsten Bedürfnissen und seiner letzten Bestimmung“ zu sprechen. In der Tat haben die Impulse des Papstes nicht nur viele Katholiken nachdenklich gemacht und sie ganz neu zu der Frage geführt, wie ein Leben aus dem Glauben eigentlich konkret aussehen und inwiefern es einen Unterschied machen könnte. Der kürzlich im Verlag St. Josef erschienene kleine Band „Christlich glauben und leben. Ein Leitfaden der katholischen Moral“ des Moraltheologen Josef Spindelböck könnte eine geeignete Handreichung für all jene sein, bei denen auch im deutschsprachigen Raum ein neues Interesse an einer gut lesbaren Hinführung zu einem erfüllten, guten Leben aus dem christlichen Glauben geweckt wurde. „Christlich glauben und leben“ ist ausdrücklich nicht mit streng wissenschaftlichem Anspruch verfasst, sondern für die kirchlich-katechetische Praxis bestimmt. Die vier Überkapitel signalisieren zunächst einen klassisch-katholischen Angang und setzen bei der Heiligen Schrift, bei Konzils- und Lehramtstexten und der Systematik Thomas von Aquins an. Davon sollte sich jedoch niemand ängstlich vom Lesen abhalten lassen, da in komprimierter und angenehm zu lesender Form die Neuentdeckung einer inzwischen für viele Katholiken ziemlichen „terra incognita“ wartet. „Die Grundlage der christlichen Moral“ entpuppt sich dabei – für den einen oder anderen vielleicht eher unerwartet – nicht etwa als hartleibiges, den Menschen in seiner freien Bewegung einschränkendes Korsett, in welches er widernatürlich eingezwängt werden soll, sondern als befreiende, frohe Botschaft: „Am Anfang steht Gottes Gabe, dann erst folgt die Aufgabe des Menschen. Zuerst ist Gott der schenkende und der Mensch der Empfangende. Die Gnade Gottes geht aller menschlichen Leistung voraus.“ Spindelböck zeigt sodann Schritt für Schritt die Basis auf, aus welcher christliches Leben erwächst: Dass die Würde des Menschen ein Gottesgeschenk ist, welches Konsequenzen zeitigt. Die christliche Ethik nimmt den Menschen also in seiner vollen Würde wahr, die er sich nicht selbst geben kann und führt ihn zu seiner Bestimmung: Einem Leben in Fülle, wie Gott es sich für seine geliebten Kinder wünscht. Im Kapitel „Die Tugenden und das Gesetz der Freiheit in Christus“ führt Spindelböck den Faden behutsam weiter. Er stellt zunächst die menschlichen Leidenschaften den aristotelischen Tugenden gegenüber und arbeitet sodann das neue und umwälzende christliche Verständnis der gottgegebenen Menschenwürde heraus: „Die Kindschaft Gottes ist nicht nur eine äußere, rein rechtliche Adoption, sondern besteht in der inneren Umwandlung des Menschen. Wir empfangen das Geschenk eines ‚neuen Herzens’.“ Die göttlichen Tugenden Glaube, Hoffnung und Liebe werden so gleichsam zum Katalysator und geben dem Menschen Richtung und Ziel – immer jedoch in der Ambivalenz von göttlichem Wirken und menschlicher Freiheit. Was theoretisch anziehend klingt, ist in der Praxis jedoch oft hartes Brot: Im Kapitel „Sünde, Bekehrung und Streben nach Heiligkeit“ zeigt Spindelböck das umfassend zerstörerische Grundproblem der Sünde auf: „In ihr missachtet der Mensch die Bestimmung der eigenen Person, die Liebe zu den Mitmenschen und die Verantwortung für die Schöpfung.“ Dieser Bruch mit der eigenen Bestimmung wirkt somit entfremdend auf die volle menschliche Integrität. Der Verlust der Grundlage führt daher häufig dazu, dass Schuld eher negiert und kleingeredet als angenommen und freimütig bekannt wird. Der Blick auf den dem Menschen zugewandten, liebenden Gott öffnet jedoch die Perspektive auf die zuvorkommende göttliche Gnade, welche Reue, Umkehr und damit umfassende Versöhnung erst ermöglicht. Spindelböck entwickelt so den Zugang zu dem von vielen längst vergessenen Geschenk des von Gott geschenkten und angebotenen Neuanfangs: zum Bußsakrament. Im letzten Kapitel behandelt Spindelböck „Spezielle Fragen der christlichen Moral“ und orientiert sich dabei an den Zehn Geboten. Dieser Teil zieht nicht nur gut verständlich den Verbindungsfaden zwischen der Bedeutung der einzelnen Gebote und vielen sehr zeitgemäßen Problemstellungen, sondern bietet sich nachgerade auch als moderner Beichtspiegel an. Dieser Teil gibt ausgesprochen gute und handfeste Anregungen gerade für Fragen, die man selten im Zusammenhang mit christlicher Moral antrifft: Die Problematik des Kirchenaustritts wird beispielsweise unaufgeregt differenziert, Magie und Okkultismus werden angesprochen, ebenso die schwierigen Themen Stammzellentherapie, therapeutisches Klonen, künstliche Befruchtung sowie Sterbehilfe und viele andere Anfragen an den Christen von heute. Sehr differenziert und gelungen sind auch die Erwägungen zur Homosexualität und zur ehelichen Treue. Interessant und eingängig wird selbst der Umgang der Medien mit der Wahrheit sowie deren verantwortliche Nutzung in ein Gesamtbild gefügt, das in sich stimmig ist – und einen christlichen Lebensstil als anspruchsvolle, befreiende Antwort auf das Geschenk der Freundschaft Gottes erkennen lässt. Auf nur 111 Seiten gelingt es dem St. Pöltener Professor für Moraltheologie Josef Spindelböck, für Katholiken ohne theologische und philosophische Vorkenntnisse ein klares und geradezu von Schönheit erfülltes Bild der inneren Logik und Harmonie eines Lebens aus dem christlichen Glauben zu zeichnen. Josef Spindelböck: Christlich glauben und leben. Ein Leitfaden der katholischen Moral. Verlag St. Josef 2010, gebunden, 111 Seiten, ISBN 978-3-901853-19-7, € 8,90. Bestellen Sie direkt bei http://verlag.stjosef.at oder in jeder Buchandlung! | | |    |
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| | 29.10.2010 10:13:44 | | Christen droht Vertreibung aus Stammländern der Kirche | (apa-ots.at/kathpress.at) Wenn sich die Situation der Christen im Nahen Osten nicht grundlegend verbessert, droht ihnen die völlige Vertreibung aus Regionen, in denen es seit den Anfängen der Kirche christliche Präsenz gab: Diese eindringliche Warnung verbunden mit einem Appell zur Solidarität mit den bedrängten Glaubensgeschwistern in Ländern wie dem Irak, Iran, Ägypten oder dem Libanon äußerten Fachleute aus Österreich bei einem von Christian Solidarity International (CSI) veranstalteten Pressegespräch am Freitag in Wien im Anschluss an die jüngst in Rom zu Ende gegangene Nahost-Synode. Der Wiener Weihbischof Franz Scharl, der syrisch-orthodoxe Chorbischof Emmanuel Aydin, KOO-Geschäftsführer Heinz Hödl und Pro Oriente-Sprecherin Pia de Simony waren sich darin einig, dass die Kirchen im Orient mehr Zusammenarbeit und ehrliche Dialogpartner im Islam brauchen. CSI-Vertreter Elmar Kuhn untermauerte den rasant anwachsenden Exodus der orientalischen Christen mit Zahlen: Im Nahen Osten sei der Anteil der Christen an der Gesamtbevölkerung im vergangenen Jahrhundert von 20 auf zwei Prozent gesunken, im Libanon von 60 Prozent auf rund ein Drittel, in der Türkei von einem Fünftel auf unter einem Prozent. Auch auf der Nahost-Synode habe es geheißen, in 50 Jahren könnte es in vielen - vor allem muslimisch dominierten - Ländern überhaupt keine Christen mehr geben. Der aus der Südosttürkei stammende Chorbischof Aydin bekannte, ein "Skeptiker" zu sein, was die Dialogbereitschaft des Islam betrifft. Im Koran fänden sich Passagen, die zur Gewalt, ja sogar zur Ermordung von Andersgläubigen aufrufen - Aussagen, auf die sich Extremisten immer wieder beziehen würden. Der Islam betrachte Nichtmuslime als "unrein" und Fremdkörper in muslimisch beherrschten Ländern, und an dieser in der Lehre grundgelegten Haltung ändere auch nichts, dass es auch im Islam Vertreter gebe, die mit Christen in Frieden leben wollten. Aydin wies darauf hin, dass im christlich-muslimischen Dialog beachtet werden müsse, dass Begriffe wie "Frieden" oder "Toleranz" im Islam nicht dasselbe bedeuteten wie im Menschenrechtsverständnis des Westens. Der Dialog beruhe somit oft auf "Täuschungen". Sogar im religionstoleranten Österreich habe er schon unliebsame Erfahrungen mit muslimischem Anpassungsdruck gemacht, erzählte der Chorbischof: An einer von Pro Oriente jüngst in Istanbul veranstalteten Tagung habe er nach einem Anruf des türkischen Botschafters nicht teilgenommen; der Diplomat hatte durchklingen lassen, Aydins Teilnahme an einer Protestkundgebung syrisch-orthodoxer Jugendlicher könne dem Geistlichen bei der Einreise in die Türkei zum Nachteil gereichen. Der Chorbischof hofft aber, wie er sagte, im Gefolge der Nahost-Synode auf die Fürsprache von Papst Benedikt XVI., der die Politik im Sinne der verfolgten Christen positiv beeinflussen könnte. Die Synode sei eine "großartige" Initiative des Vatikans gewesen. Weihbischof Scharl, der vor zwei Jahren im Auftrag der Bischofskonferenz eine Solidaritätsreise zu den Christen im Irak leitete, betonte, die Nahost-Synode habe einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der christlichen Identität in der Krisenregion geleistet. Vor allem der Zusammenhalt der oftmals zerstrittenen Kirchen im Orient könnte nachhaltig gefördert worden sein. Wichtiger als Analysen und Papiere sind nach den Worten Scharls konkrete Beiträge zur Existenzsicherung der verfolgten Christen. Wie Solidarität aussehen sollte, stellte Heinz Hödl von der Koordinierungsstelle der Bischofskonferenz für internationale Entwicklung und Mission dar: Wichtig seien Begegnungs- und Pilgerreisen nach Israel und Palästina, wo die christliche Präsenz ebenfalls schwinde: "Die palästinensischen Christen sind, weil sie Christen mitten unter den Muslimen und Palästinenser gegenüber den Israelis sind, in zweifacher Weise benachteiligt", so Hödl. Weiters solle durch konsequente Anwaltschaft und Menschenrechtsaktionen die oft ignorante Öffentlichkeit in Österreich sensibilisiert werden; und schließlich gelte es die bereits bestehende finanzielle Unterstützung fortzusetzen und auszubauen. Laut Hödl gab es im vergangenen Jahr 127 Hilfsprojekte, die mit insgesamt 3,2 Millionen Euro unterstützt wurden. Österreich müsse auch auf internationaler Ebene - etwa im UN-Sicherheitsrat oder im UN-Menschenrechtsrat - seinen Beitrag leisten, "um das Verschwinden vieler der ältesten christlichen Gemeinden der Welt zu verhindern", unterstrich Hödl. Pro Oriente-Sprecherin de Simony skizzierte in Vertretung des in Rom als Beobachter eingeladenen Salzburger Fachmannes für die Kirchen des Alten Orients, Prof. Dietmar Winkler, die wesentlichsten Ergebnisse der Nahost-Synode. Die Präsenz des Papstes, der weit länger selbst an der Synode teilnahm als ursprünglich geplant gewesen sei, habe das "Wir-Gefühl" zwischen der Kirche des Westens und jenen des Ostens deutlich gestärkt. Bestehende Spannungen seien bei der Synode sehr konkret benannt worden, und kontrovers sei die Grundsatzfrage diskutiert worden, ob ein Dialog mit dem Islam überhaupt möglich sei. De Simony wies darauf hin, dass von 100 wegen ihres Glaubens verfolgten Menschen weltweit 75 Christen seien. In 50 Staaten - mehrheitlich islamisch dominiert - gebe es einen regelrechten "Krieg" gegen die christlichen Minderheiten. - Link: http://www.csi.or.at | | |    |
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| | 29.10.2010 10:11:36 | | Bei Zachäus zu Gast! | (stjosef.at/predigten) Das Evangelium vom reichen Zollpächter Zachäus, bei dem Jesus zu Gast sein will, zeigt uns auf erschütternde und berührende Weise, wie sehr Gott einem jeden Menschen nahe ist und gerade dem Sünder nachgeht, um ihn zur Bekehrung einzuladen. Als Jesus Christus ausgerechnet den beim Volk denkbar unbeliebten Steuerpächter Zachäus auswählt, um in seinem Hause einzukehren, weckt das zuerst Unverständnis. Zachäus war allen wohlbekannt; doch sein Ruf war nicht der beste. Wer im römischen Reich als Steuer- oder Zollpächter sein Einkommen suchte, stand im Verdacht – und dies war auch oft traurige Wirklichkeit –, dass er sich dadurch eigene Vorteile verschaffte, indem er völlig überhöhte Steuern eintrieb. Ungerechtigkeit, Korruption und Geldgier verbanden sich zu einer unheiligen Allianz. Sollte man einen solchen Menschen achten oder gar lieben können? So gut es ging, mieden alle den zwar reichen, aber überhaupt nicht gern gesehenen Zachäus! Und nun geschieht das Aufsehenerregende: Zachäus interessiert sich für Jesus; weil er klein ist, steigt er dazu sogar auf einen Baum, um ihn zu hören und zu sehen. Und als Jesus vorbeikommt, wendet er sich ausgerechnet diesem so verschrienen Mann zu und verkündet ihm: „Zachäus, komm schnell herunter! Denn ich muss heute in deinem Haus zu Gast sein.“ - Lesen Sie die Predigt zum 31. Sonntag im Jahreskreis C! | | |    |
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| | 28.10.2010 14:13:24 | | Integration bedeutet nicht Assimilation | (radiovatikan.de) Der Heilige Stuhl warnt vor übertriebenen Erwartungen an Einwanderer. Eine vollständige Anpassung von Migranten an die Kultur ihres Aufnahmelandes könne nicht das Ziel von Integration sein, sagte der Präsident des Päpstlichen Migrantenrates, Erzbischof Antonio Maria Veglio, bei der Vorstellung der Papstbotschaft zum Migrantentag (So. 16.01.11.) im Vatikan. Wer dies erwarte, trage zu einem kulturellen Identitätsverlust der Betroffenen bei. „Eine vollständige Anpassung von Migranten an die Kultur ihres Aufnahmelandes kann nicht Ziel von Integrationsbemühungen sein. Eine Assimilation würde einen Verlust der Kultur und der Persönlichkeit bedeuten. Eine Assimilation ist ebenso wie die Ghettoisierung, der kulturelle Pluralismus und die Verschmelzung unterschiedlicher Kulturen unter Verlust der jeweiligen Identität Ausdruck einer gescheiterten Akkulturation.“ | | |    |
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| | 28.10.2010 14:11:16 | | Botschaft der Sondersynode für den Mittleren Ostern an das Volk Gottes | | (zenit.org) ZENIT dokumentiert nun eine deutschsprachige Übersetzung der in arabischer Sprache verfaßten Botschaft, welche den Synodenvätern der Außerordentlichen Nahost-Synode am vergangenen Freitag in französischer Sprache verlesen und zur Abstimmung vorgelegt worden war. Diese deutschsprachige Übersetzung ist hauptsächlich anhand der englischen, vom Vatikan zu Verfügung gestellten Version von "Nuntius", einer vorläufigen Arbeitsübersetzung von MMag. Gabriela Maria Mihlig erstellt worden. Die akkreditierte Romkorrespondentin für das Lateinische Patriarchat Jerusalem zur Synode übernimmt angesichts der fehlenden, offiziellen Übersetzung von Nuntius keine Gewähr für den Inhalt, der nicht als offzieller Text zitiert werden kann. - Link zum Dokument. | | |    |
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| | 28.10.2010 14:07:02 | | Kardinal Schönborn segnet fertig gestellten Campus des ITI in Trumau | (kathpress.at) Die Bedeutung der Familie für die gesellschaftliche Entwicklung hat Kardinal Christoph Schönborn neuerlich unterstrichen. Die Familie sei jener zentrale Ort, von dem die geistige Erneuerung der Gesellschaft ausgehe, sagte Schönborn am Mittwochnachmittag bei der Eröffnung der Studenten-Wohngebäude auf dem neuen Campus des "International Theological Institute" (ITI) in Trumau. Schönborn erinnerte an Papst Johannes Paul II., auf dessen Initiative hin das ITI 1996 gegründet wurde. Dieser sei "geradezu besessen" gewesen von der Idee der Familie. Heute könne der Staat durch sein soziales Netz nicht mehr alles leisten, deshalb brauchen wir die Familien, "keine Institution ist so sicher wie die Familie". Vor allem in der Familie werde der Glaube weitergegeben, deshalb sei die Familie auch der erste Ort der Evangelisierung. Gleichzeitig sei die Familie aber auch jener Ort, wo Scheitern und Trennung schmerzlich erlebt würden "und wo geholfen werden muss, wenn es schwierig wird". Im ITI- Trumau werde verwirklicht, was Johannes Paul II. als "Theologie der Familie" bezeichnet und vorgegeben habe. Die Eröffnung der vier Wohngebäude für die Studenten des ITI erfolgte nach nicht einmal 18-monatiger Bauzeit. Mehr als 70 Studenten und ihre Familien sowie auch einige Professoren ziehen noch bis Ende Oktober ein. Damit werden wieder alle ITI-Angehörigen gemeinsam wohnen und studieren. Bei der Eröffnung wurde die gute Zusammenarbeit aller beteiligten Institutionen - Heiliger Stuhl, Erzdiözese Wien, Bundesregierung, Land Niederösterreich, Gemeinde Trumau - vom Trumauer Bürgermeister und Nationalratsabgeordneten Otto Pendl gewürdigt. Staatssekretär Reinhold Lopatka dankte namens der Bundesregierung dafür, dass mit dem ITI ein wissenschaftliches Kraftzentrum im südöstlichen Niederösterreich geschaffen werden konnte. Und er räumte ein: "Die Regierung beschäftigt sich derzeit mehr mit der älteren Generation in unserem Land. Daher bin ich der katholischen Kirche sehr dankbar, dass sie dieses 'Kraftzentrum' in Trumau errichtet hat, das sich ganz den jungen und künftigen Generationen verpflichtet fühlt." Es brauche Orte wie das ITI Trumau, "von dem eine geistige Erneuerung für die Gesellschaft, in religiöser, intellektueller und geistiger Hinsicht ausgeht", so Lopatka. Stellvertretend für Landeshauptmann Erwin Pröll übergab Landtagsabgeordnete Erika Adensamer die Schlüssel der neuen Wohnhausanlage an Kardinal Schönborn, der sich für die Unterstützung des Landes beim Bau bedankte. Auch Adensamer betonte, dass für das Land Niederösterreich das ITI eine weitere "Kraftquelle des Glaubens" sei, die weit über die Grenzen Österreichs ausstrahle. Die Baukosten für die Wohngebäude auf dem Campus betrugen insgesamt 8,2 Millionen Euro. Kardinal Schönborn erinnerte bei der Eröffnung der Wohnanlage daran, dass das ITI für seinen Betrieb keine Unterstützung aus öffentlichen oder kirchlichen Geldern erhalte, sondern ganz auf private Spenden angewiesen sei. Das Institut verdanke seine Existenz großzügigen Spendern aus Österreich, Europa und Amerika - "und der göttlichen Vorsehung". Der neue Campus befindet sich auf einem rund vier Hektar großen Areal rund um Schloss Trumau im Bezirk Baden. Den Grund hat das ITI vom Stift Heiligenkreuz erworben. Die Vorlesungs- und Seminarräume des ITI sind im benachbarten Schloss Trumau untergebracht. Im Herbst 2009 wurde der Studienbetrieb im Schloss aufgenommen, nachdem das ITI im Sommer 2009 von der Kartause Gaming nach Trumau übersiedelt war. Die theologische Hochschule bietet u.a. ein "Studium generale" an: ein einjähriges Studium zur Lebensorientierung mit Philosophie, Theologie und wissenschaftlicher Arbeit in kleinen Gruppen. Vorbild ist dafür das Gespräch von Professoren und Studenten in der Antike. Schwerpunkt des ITI ist allerdings das volle Theologiestudium mit den Abschlüssen als Magister, Lizenziat oder Doktor. Weiters wird auch ein Post-graduate-Studium angeboten mit Schwerpunkt auf "Ehe und Familie". Alle Abschlüsse sind auch in Österreich staatlich voll anerkannt. Kardinal Schönborn ist Großkanzler des ITI: "Als Student habe ich immer von so einem Campus geträumt, wo die Studenten gemeinsam studieren, leben und beten. Dadurch bilden sie eine 'Formungsgemeinschaft', die eine Ausstrahlung auf die gesamte Gesellschaft hat". Mit der Eröffnung der vier Wohnhäuser kann das ITI in Trumau bis zu 120 Studenten aufnehmen. Viele ITI-Studenten kommen aus den ostmitteleuropäischen oder osteuropäischen Reformstaaten, aber auch aus Nordamerika. - Link: www.iti.ac.at | | |    |
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| | 27.10.2010 13:00:40 | | Bischof Küng protestiert gegen finanzielle Kürzungen bei den Familien | kath.net) Der österreichische "Familien"-Bischof DDr. Klaus Küng übt in einem offenen Brief schwere Kritik am österreichischen Finanzminister Josef Pröll und an der ÖVP, weil diese den Kürzungen im Familienbereich zugestimmt hat. Kath.Net dokumentiert das Schreiben im Wortlaut: Sehr geehrter Herr Minister, Erlauben Sie mir, mich in der Angelegenheit des Budgets und der Reduktion der Familienleistungen persönlich an Sie zu wenden. An der sehr heftigen Reaktion der letzten Tage auf die jüngsten Ankündigungen, besonders was die Familienbeihilfe betrifft, haben Sie sicherlich selber gemerkt, dass hier ein Nerv getroffen wurde. Auch ich habe in meiner Funktion als Familienbischof ein lebhaftes Echo erhalten und kann mich daher den Bemerkungen des Kardinals nur anschließen: wer bei denen spart, die durch den Mut zu Kindern einen außerordentlichen Beitrag zum "Österreich von morgen" leisten, setzt ein falsches Signal. Wer sich heutzutage für Kinder entscheidet, verzichtet ohnehin schon auf sehr vieles. Dass man unter diesen Umständen gerade die einkommensschwachen Familien mit der Streichung des Mehrkindzuschlags trifft, bedrückt mich besonders. Ich würde es mir gerade von der ÖVP wünschen, dass sie die eigentliche Not des Landes wahrnimmt und es Menschen hier ermöglicht, "Ja" zu sagen zu mehr Kindern. Ich wäre dankbar, wenn Sie die geplanten Kürzungen gerade im Familienbereich noch einmal sehr ernsthaft überdenken und biete an, über dieses Thema mit Ihnen auch zukünftig im Gespräch zu bleiben. Ihr Klaus Küng | | |    |
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| | 27.10.2010 12:57:56 | | Das Wertefundament Europas - Vergangenheit und Zukunft | Die Johannes-Messner-Gesellschaft und das Intitut für Ehe und Familie laden ein zu einer Podiumsdiskussion mit dem Thema: "Das europäische Wertefundament - Vergangenheit und Zukunft". Es sind vertreten: Abg. z. NR Univ.-Prof. Dr. Alexander van der Bellen (Die Grünen); Abg. z. NR Mag. Ewald Stadler (Bündnis Zukunft Österreich); Abg. z. NR Dr. Walter Rosenkranz (Freiheitliche Partei Österreichs) sowie jeweils ein angefragter Vertreter der SPÖ und der ÖVP. Am Anfang steht ein Impulsreferat: „Die Frage nach Recht und Gerechtigkeit in der Politik" mit Prof. Dr. phil. Dipl.-Theol. Thomas Heinrich Stark, ordentlicher Professor für Philosophie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Pölten. Die Gesprächsleitung hat Prof. Günter Danhel, Direktor des IEF. Die Veranstaltung findet statt am Mittwoch, dem 03. November 2010, um 19.00 Uhr (s. t.), im Stefanisaal, Curhaus, 1010 Wien, Stephansplatz 3. - Links: http://www.univie.ac.at/messner-gesellschaft/ und http://www.ief.at | | |    |
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| | 27.10.2010 12:54:58 | | Kathedrale von Peking in ursprünglichem Glanz | | (fides.org) Die Kathedrale von Peking wird zu ihrem ursprünglichen Glanz aus dem Jahr 1887 zurückkehren und wieder zum Zentrum des Lebens der katholischen Glaubensgemeinschaft in Peking werden. Wie chinesische Nachrichtenagenturen berichten, wurden die Restaurierungsarbeiten der Kirchenanlage (rund 7.000 qm) offiziell am 23. Oktober beendet. Die Restaurierung des größten Kirchengebäudes in Peking, das gleichsam auch Nationaldenkmal ist, kostete rund 30 Millionen Yuan (umgerechnet rund 6 Millionen Euro). Das Gebäude stammt aus dem 17. Jahrhundert und wurde auf einem Grundstück neben der „Verbotenen Stadt“ errichtet, das eine Schenkung von Kaiser Kang Xi zum Dank für die Genesung von einer Malariakrankung war, nachdem er durch die von den Jesuitenpatern Jean de Fontaney (1643-1710) und Pater Claude de Visdelou (1665-1737) verabreichten westlichen Medikamente geheilt wurde. Die Kirche mit einem angeschlossenem Observatorium und einer Bibliothek wurde am 9. Dezember 1703 offiziell eröffnet. Nach der Auflösung der Ordensgemeinschaft der Jesuiten wurde die Kathedrale 1773 von den Lazaristen übernommen. Während der Christenverfolgung des Jahres 1827 wurde sie zerstört und 1860 wieder aufgebaut. Infolge der Erweiterung des Kaiserpalastes wurde die Kathedrale und der angeschlossene Komplex nach Westen versetzt. Während der Boxer-Revolution wurde der Glockenturm zerstört, gleichsam war die Kirche jedoch Zufluchtsort für rund 3.000 Katholiken, die von Bischof Pierre Marie Alphonse Favier (cm) dort untergebracht wurden. Bis 1949 lebten 8 Diözesanbischöfe im Bischofshaus, darunter auch der erste chinesische Kardinal, Thomas Tian Geng Xin (1946-1949). Im Verlauf der chinesischen Kulturrevolution wurde die Kathedrale schwer beschädigt. Am 12. Februar 1985 wurde sie neu aufgebaut und an Weihnachten desselben Jahres eingeweiht. Vor zwei Jahren wurden schließlich die größten und umfangreichsten Restaurierungsarbeiten seit dem vergangenen Jahrhundert auf den Weg gebraucht. - Link: Wikipedia. | | |    |
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| | 26.10.2010 16:39:30 | | Trauer über Tod von Altlandeshauptmann Maurer | | (presse.kirche.at) Tief betroffen vom Tod des niederösterreichischen Altlandeshauptmanns Andreas Maurer zeigte sich der St. Pöltner Diözesanbischof Klaus Küng. Andreas Maurer war am Montag im 92. Lebensjahr gestorben. Er war von 1966 bis 1981 Landeshauptmann von Niederösterreich. Er habe Maurer als "jemanden kennengelernt, der im Umgang immer angenehm und freundlich war und wegen seines redlichen Charakters und wegen seines Sinnes für Gerechtigkeit allseits in hohem Ansehen stand", so Küng. Maurer habe die Grundlage für das heutige Niederösterreich gelegt. Die Ecksteine seien dabei die christlichen Werte gewesen, erinnerte der Bischof. - Mehr zum Tod von Altlandeshauptmann Maurer auf ORF Niederösterreich. | | |    |
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| | 26.10.2010 16:07:55 | | Bischöfe betonen am Nationalfeiertag marianische Prägung Österreichs | (kathpress.at) Auf die marianische Prägung Österreichs haben die Bischöfe Elmar Fischer und Paul Iby am Nationalfeiertag hingewiesen. Fischer, Diözesanbischof für Vorarlberg, feierte im Wiener Stephansdom eine Marienmesse mit anschließender Lichterprozession. In seiner Predigt betonte Fischer die Bedeutung der Wertevermittlung in der Familie für eine funktionierende Demokratie. Die Familien schenkten dem Staat junge demokratiefähige Bürger, die zu vollem Menschsein geformt wurden. Eine wesentliche Rolle spiele dabei der christliche Glaube, sagte Fischer. Die Glaubenspraxis in den Familien sei oft noch lebendig, allerdings dürfe man nicht die Augen verschließen, dass Österreich diesbezüglich heute eine Phase der Schwächung erlebe. Medial würden falsche Bilder von Liebe vermittelt; viele Menschen übernähmen Ideen aus der Esoterik und dem Aberglauben, bedauerte der Bischof. Fischer hob die Bedeutung der Weihe an die Gottesmutter Maria hervor. Der Glaube an die Fürbitte Mariens habe die Geschichte Österreichs tief geprägt. Auch der burgenländische Altbischof Paul Iby erinnerte am Nationalfeiertag in Mariazell an die Bedeutung des Bittgebets zur "Großen Schutzfrau Österreichs". Iby erwähnte in diesem Zusammenhang den Franziskaner P. Petrus Pavlicek, der in der Besatzungszeit für das Anliegen einer Rosenkranzsühnebewegung zu werben begonnen habe. Viele Gläubige sähen einen Zusammenhang zwischen Staatsvertrag 1955 und den großen Bittprozessionen mit bis zu 40.000 Teilnehmern, die Pavilcek organisiert habe. Es dürfe aber nicht bei der Erinnerung an den damaligen Idealismus bleiben, so Iby: "Wirken wir mit, das Leben der Menschen sinnvoll und verantwortungsvoll zu gestalten", appellierte der Bischof. | | |    |
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| | 24.10.2010 15:45:11 | | Neuer Bischof von Augsburg in Amt eingeführt | (bistum-augsburg.de) Bischof Dr. Konrad Zdarsa ist am 23.10.2010 feierlich in Anwesenheit von über 2500 Gläubigen im Hohen Dom zu Augsburg in sein Amt als Diözesanbischof von Augsburg eingeführt worden. Der neue Oberhirte wurde am Bronzeportal des Domes durch den Augsburger Dompropst Weihbischof Dr. Dr. Anton Losinger willkommen geheißen. Diözesanadministrator Weihbischof Josef Grünwald begrüßte den neuen Bischof von Augsburg mit den Worten: „So begrüßen wir Bischof Konrad und heißen ihn in unserer Mitte herzlich willkommen.“ Der Apostolische Nuntius Erzbischof Dr. Jean-Claude Périsset überreichte die Ernennungsurkunde, die sodann von Dompropst Weihbischof Losinger verlesen wurde, und geleitete den neuen Bischof von Augsburg gemeinsam mit dem Metropoliten der Kirchenprovinz München-Freising, Erzbischof Dr. Reinhard Marx, zur Kathedra. Mit dem Platznehmen auf der Kathedra hat Bischof Konrad Zdarsa die Leitung der Diözese Augsburg übernommen. Aus den Händen des Nuntius empfing er sodann den Bischofsstab gestaltet von dem Münchner Künstler Max Faller, den ihm das Augsburger Domkapitel zu seiner Amtseinführung geschenkt hatte. Mit Blick auf die Dogmatische Konstitution des Zweiten Vatikanums „Lumen Gentium“ gab der Apostolische Nuntius Erzbischof Périsset dem neuen Bischof von Augsburg folgende Wünsche mit auf den Weg: „So sollen Sie, lieber Bischof Konrad, als Oberhirte der Ortskirche von Augsburg, als ‚sakramentale Anwesenheit’ Christi, des Hohepriesters Mittler der Einheit und des Friedens in der Kirche von Augsburg sein.“ Alle anwesenden Bischöfe umarmten Bischof Zdarsa zur Bekundung der Gemeinschaft im Bischofskollegium. Mit der Treuebekundung des Domkapitels, des Presbyteriums und der Gläubigen war die feierliche Amtseinführung vollzogen. Im Anschluss an die Amtseinführung feierte Bischof Zdarsa sein erstes Pontifikalamt als Bischof von Augsburg. In seiner Predigt sagte er: „Ich glaube daran und möchte mit Gottes Hilfe immer wieder davon ausgehen dürfen, dass es hier wie anderswo unzählige Menschen gibt, die ihren Glauben leben und bezeugen. Unzählige Brüder und Schwestern, die sich nicht haben verwirren lassen und, von Gott selber vor Sünde und Verwirrung bewahrt, das Kommen unseres Herrn erwarten.“ Es komme für Jeden Einzelnen darauf an, so der Bischof, sich auf seine Berufung und Erwählung zu besinnen und sich immer wieder von Neuem dafür zu entscheiden, um sich bewusst zu werden, was er auf Erden zu tun habe. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, wandte sich in einem Grußwort an die anwesende Gemeinde, was den neuen Bischof von Augsburg auszeichne, seien Glaubenskraft, Zuversicht und die in Wort und Tat überzeugte und überzeugende Nachfolge Jesu Christi. „Deshalb, liebe Gläubige des Bistums Augsburg, nehmt Euren Bischof mit offenen Armen auf!“ Der Oberbürgermeister der Stadt Augsburg, Dr. Kurt Gribl, gratulierte Bischof Zdarsa mit den Worten: „Ihre Amtseinführung hier im Dom und das Fest der Begegnung, das Sie mit zahlreichen Gästen im Haus St. Ulrich heute Nachmittag feiern werden, setzt nicht nur für Sie persönlich, sondern auch für Augsburg Zeichen: Zeichen der Hoffnung, der Erneuerung und der Begegnung unter der ‚Schirmherrschaft’ des heiligen Ulrich.“ Weitere Grußworte sprachen der Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Dr. Johannes Friedrich, sowie die Bayerische Staatsministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, Dr. Beate Merk. www.bistum-augsburg.de | | |    |
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| | 24.10.2010 15:43:18 | | Abschlussbotschaft der Bischofssynode für den Nahen Osten | (radiovatikan.de) An diesem Samstag hat der Vatikan die Schlussbotschaft der Sonderbischofssynode im Vatikan veröffentlicht. Das Schreiben wurde am Freitagnachmittag von den Synodenvätern gebilligt; es trägt den Titel „Nuntius, Botschaft an das Volk Gottes“ und gibt Rechenschaft über die Beratungen und Themen, die in den letzten zwei Wochen auf dem Weltbischofstreffen zur Sprache kamen. Adressaten sind alle Gläubigen, Geistlichen, Schwestern und Laien in den Ländern des Nahen Ostens. Nach dem Dank an Papst Benedikt XVI. für das Einberufen dieser ersten großen Sonderbischofssynode zum Nahen Osten unterstreichen die Synodenväter einleitend das pastorale Anliegen der Synode. Weiter wird auf den Orient als Wiege der ersten christlichen Gemeinschaft verwiesen. Im Folgenden kommt man schnell auf „Herausforderungen und Erwartungen" zu sprechen, vier an der Zahl, die die Völker des Nahen Ostens betreffen. Erste Herausforderung ist dem Schreiben nach die innere Einheit der Kirche. Es gehe darum, die Einheit jeder Kirche, darunter auch die innerhalb der verschiedenen katholischen Traditionen, zu stärken und durch Gebet und Akte der Nächstenliebe die Einheit aller Christen zu erreichen. Als zweite Herausforderung werden politische Bedingungen, Sicherheit und religiöser Pluralismus im Nahen Osten genannt. Im Mittelpunkt stehe hier vor allem der Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern, der Auswirkungen auf die gesamte Region, insbesondere auf die Bewohner der besetzten Palästinensergebiete habe. Hier werden zahlreiche Einschränkungen wie etwa die Militärbarrieren oder der Abriss von Häusern aufgezählt. Auch die Unsicherheit der Israelis und die Situation der Stadt Jerusalem sei Teil der Reflektionen gewesen, heißt es danach weiter. Mit Blick auf die Einschränkung des Wohnrechtes von Palästinensern in Jerusalem durch jüdische Israelis zeigen sich die Synodenväter „besorgt“ über „unilaterale Initiativen“, die die Bevölkerungszusammensetzung und den Status Jerusalems „riskieren zu verändern“. Nur ein „gerechter und endgültiger Frieden“ könne das Wohl der gesamten Region und ihrer Völker sichern, erinnern sie. Als weiterer Brennpunkt wird der Irak genannt: Hier erklären sich die Synodenväter solidarisch mit dem gesamten irakischen Volk und deren Kirchen und appellieren für Unterstützung der Flüchtlinge, die gezwungen sind, das Land zu verlassen – solange, bis diese wieder in ihre Länder zurückkehren könnten und dort in Sicherheit leben könnten, so heißt es. Eine andere große „Baustelle" betrifft das Verhältnis von Christen und Moslems. Die Synodenväter unterstreichen, dass die „christliche Vision als ursprüngliches Prinzip“ dieses Verhältnis bestimmen müsse. Es gehöre zur christlichen Mission und Berufung, mit Moslems nach dem „Gebot der Liebe und der Kraft des Geistes“ zusammenzuleben. Als integraler Bestandteil der Gesellschaften des Nahen Osten seien alle Gläubigen – Moslems, Juden und Christen – zur Entwicklung der Region beizutragen. Ein weiterer Abschnitt der Botschaft widmet sich dem Dialog mit Juden und Moslems. Hier kommt die Hoffnung zum Ausdruck, dass der christlich-jüdische Dialog auch zur konkreten Lösung des politischen Konfliktes beitragen könne. Dieser dürfe keinen Keil zwischen die Religionen treiben. Schließlich sei der Dialog zwischen Vertretern des Juden- und Christentums seit Jahren in Gang – nicht erst seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil. Auch wird an die gemeinsamen Wurzeln der drei abrahamitischen Religionen Christentum, Judentum und Islam erinnert. Erneut mahnen hier die Synodenväter, sich gemeinsam für einen „ehrlichen, gerechten und endgültigen Frieden“ einzusetzen. Der Dialog zwischen Moslems und Christen sei eine die gemeinsame Zukunft bestimmende „Lebensnotwendigkeit“, heißt es weiter mit Hinweis auf Papst Benedikts Kölner Rede an die Muslime vom August 2005. Trotz einiger „Schieflagen“ im Verhältnis in Vergangenheit und Gegenwart müsse es darum gehen, der Weltgemeinschaft ein positives Modell des Zusammenlebens und der Kooperation zu geben. Die Synodenväter rufen die internationale Gemeinschaft, insbesondere die Vereinten Nationen, in ihrer Abschlussbotschaft dazu auf, „aufrichtig“ an einer Lösung für die Region zu arbeiten und dort „gerechten und endgültigen Frieden“ zu garantieren. Um die Besetzung der verschiedenen arabischen Gebiete zu beenden, müssten die Entschlüsse des Sicherheitsrates angewendet und „notwendige juristische Schritte“ unternommen werden, heißt es weiter. Es folgt ein klares Plädoyer für die Zweistaatenlösung und die Einrichtung eines „unabhängigen und autonomen“ palästinensischen Staates. Dieser könne der Volksgruppe ein Leben „in Würde und Sicherheit“ garantieren. Der Staat Israel könne seinerseits „innerhalb der international anerkannten Grenzen“ Frieden und Sicherheit genießen, heißt es weiter. Und schließlich könne die Stadt Jerusalem dann zu einem Status finden, der dem religiösen Erbe von Juden, Christen und Moslems gleichermaßen gerecht werde, so die Synodenväter. Einstimmig wird in der Botschaft „Gewalt und Terrorismus jeder Herkunft“ und „jeglicher religiöser Extremismus“ verurteilt, ebenso Rassismus, Antisemitismus, Anti-Christianismus und Islamophobie. Alle Religionen seien aufgefordert, in der Region den Dialog der Kulturen voranzutreiben, heißt es dazu abschließend. | | |    |
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| | 24.10.2010 15:39:11 | | Papst Benedikt XVI. zum Abschluss der Synode | (kath.net/as) Alle Getauften sind dazu berufen, die Frohe Botschaft des Heils zu verkündigen. Mit diesen Worten rief Benedikt XVI. in seiner Ansprache zum traditionellen Gebet des Angelus den Weltmissionssonntag in Erinnerung, der heute begangen wird und dieses Jahr unter dem Motto steht: „Der Aufbau der kirchlichen Gemeinschaft
ist der Schlüssel der Mission". In den Spuren seines Vorgängers Paul VI. betonte der Papst, dass die Kirche in ihrem Wesen missionarisch sei: „Sie ist da, um zu evangelisieren, d. h. um zu predigen und zu unterweisen, Mittlerin des Geschenkes der Gnade zu sein, die Sünder mit Gott zu versöhnen, das Opfer Christi in der heiligen Messe immer gegenwärtig zu setzen, welche die Gedächtnisfeier seines Todes und seiner glorreichen Auferstehung ist“ (Apostolisches Schreiben „Evangelii nuntiandi“. 8.12.1975, Nr. 14). Immer und überall sei die Kirche gegenwärtig und wirke, um alle Menschen zu versammeln und ihnen in Christus die Fülle des Lebens anzubieten. Der Christ erwarte das ewige Leben nicht alleine oder ohne etwas zu tun, sondern er lebe in Gemeinschaft mit Christus, „um in Gemeinschaft mit den anderen zu sein und der Welt die Verkündigung des Evangeliums zu bringen“. Die Aufgabe der Mission bestehe nicht darin, die Welt zu revolutionieren, sondern sie zu verklären und dabei die Kraft aus Jesus Christus zu schöpfen, „der an den Tisch seines Wortes und der Eucharistie lädt. Auf diese Weise lässt er uns in den Genuss des Geschenks seiner Gegenwart kommen und lehrt uns, immer bewusster vereint mit ihm, unserem Herrn und Meister, zu leben“ (vgl. Botschaft zum Weltmissionssonntag 2010). Auch die Christen von heute würden an den Tag legen, wie wunderbar und außerordentlich ihr Gemeinschaftsleben sei. Sie lebten auf der Erde, doch sie seien „Bürger des Himmels“. Sie gehorchten, wie dies im Diognetbrief geschrieben stehe, den festgelegten Gesetzen, doch mit ihrer Lebensweise würden sie über die Gesetze hinausgehen. „Sie sind zum Tode verurteilt, doch aus ihm schöpfen sie Leben. Obwohl sie das Gute tun, werden sie verfolgt und wachsen jeden Tag an der Zahl“. Benedikt XVI. forderte abschließend alle auf, für die Missionare zu beten, die ihr Werk oft unter großen Schwierigkeiten verrichteten. Nach dem Gebet des Angelus erinnerte der Papst daran, dass gestern in Vercelli (Italien) Schwester Alfonsa Clerici (1860-1930) aus der Kongregation des kostbarsten Blutes von Monza seliggesprochen worden ist. Die Pilger aus dem deutschen Sprachraum grüßte Benedikt XVI. mit den folgenden Worten: „Sehr herzlich grüße ich die Pilger und Besucher deutscher Sprache, besonders die Teilnehmer und Gäste des Festivals Pro Musica e Arte Sacra. Heute feiern wir den Weltmissionssonntag. Die Kirche hat von Christus den Auftrag erhalten, allen Völkern in aller Welt das Evangelium zu verkünden und Botschafter seines Heils und seines Friedens zu sein. Wir alle haben teil an dieser Sendung und tragen Verantwortung dafür, daß Gottes Wort die Menschen erreicht. So wollen wir die Mission der Kirche durch unser Gebet und unseren persönlichen Einsatz unterstützen. Dabei helfe uns allen der Heilige Geist.“ Lesen Sie auch die Predigt zur Abschlussmesse der Synode im Wortlaut! | | |    |
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| | 23.10.2010 05:28:51 | | Katholiken Pro Life statt Pro Choice | (news.stjosef.at) Eine „Allianz für die ungeborenen Kinder“ hat eine Online-Petition mit dem Titel "Katholiken Pro Life statt Pro Choice" gestartet. Der Brief, den die Unterzeichner mittragen, wendet sich direkt an Papst Benedikt XVI. und hat das Ziel, die ideelle, personelle und institutionelle Zusammenarbeit der Katholischen Kirche Österreichs mit der „Aktion Leben Österreich“ (organisiert als überkonfessioneller Verein) zu beenden. „Aktion Leben Österreich“ bekundet auf der eigenen Homepage, „die“ Lebensschutzbewegung in Österreich darzustellen und sich seit mehr als 50 Jahren „für den umfassenden Schutz menschlichen Lebens von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod“ einzusetzen. Die „Allianz für die ungeborenen Kinder“, zu deren Initiatoren der Gesundheitspsychologe Dr. Josef Preßlmayer (derzeit für das Anliegen der Petition im Hungerstreik vor der Apostolischen Nuntiatur in Wien) und DI Andreas Kirchmair sowie der Arzt Dr. Karl Zeller gehören, kritisiert die „ergebnisoffene Beratung“ der „Aktion Leben Österreich“. Außerdem sei durch Detektive dokumentiert, dass im Einzelfall eine Weitervermittlung von Frauen in Not zu Stellen erfolge, wo eine Abtreibung durchgeführt werde. Von den Bischöfen, ja selbst vom Nuntius sehen sich die Initiatoren der Petition bisher im Stich gelassen, weshalb sie nun den direkten Weg einer Petition an den Heiligen Vater wählen. Dieser möge der katholischen Kirche Österreichs ab sofort jede Zusammenarbeit mit der „Aktion Leben Österreich“ untersagen. - Link: http://www.kath-prolife.at | | |    |
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| | 23.10.2010 05:13:20 | | Ärztekammer kritisiert geplanten Verkauf von Leichenteilen | | (apa-ots.at) "Mit großem Unverständnis" reagiert die österreichische Ärztekammer auf den von Gunther von Hagens geplanten Online-Shop von plastinierten Verstorbenen. Es handle sich dabei zweifellos "um einen weiteren Tabubruch, der wohl kaum durch neue anatomische Erkenntnisse gerechtfertigt werden kann", betonte der Referent für Ethik und Palliativmedizin der Ärztekammer für Wien, Michael Peintinger. Schon früher hat die Ärztekammer die Zurschaustellung von Leichenplastinaten in der Ausstellung "Körperwelten" kritisiert. Nun geht von Hagens einen Schritt weiter, indem er entsprechende Konservierungen von Toten in einem Online-Shop anbieten will. Von Hagens betont zwar, dass der Erwerb nur jenen Nutzern möglich sei, welche in Forschung, Lehre oder als niedergelassener Arzt tätig sind. "Hier stellt sich schon die Frage, welchen Sinn dieses Angebot für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte wohl haben könnte", so Peintingers rhetorische Frage. Vielmehr hätte ein solcher "Leichenteile-Online-Shop" massive Auswirkungen auf die Wahrnehmung "des in seiner Verletzlichkeit schutzwürdigen Menschen im Sinne einer weiteren Instrumentalisierung". Es scheine ein wissenschaftlicher Deckmantel benützt zu werden, um Geschäfte mit präparierten Verstorbenen zu ermöglichen. "Damit aber wird der Mensch posthum zur Handelsware degradiert, wodurch seine Würde zutiefst verletzt wird", lautet die Kritik Peintingers. | | |    |
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| | 23.10.2010 05:11:35 | | Weltmissionssonntag, Sonntag der Weltkirche | (stjosef.at/predigten) Auch heuer begehen wir wieder den Weltmissionssonntag, der als „Sonntag der Weltkirche“ bezeichnet wird. Die Päpstlichen Missionswerke bemühen sich besonders, den Sinngehalt dieses Tages lebendig zu halten und für das Anliegen der Mission und der ideellen und materiellen Unterstützung aller damit betrauten Personen und Institutionen Verständnis zu wecken. Die österreichischen Bischöfe wenden sich einem eigenen Hirtenwort an die Gläubigen, ebenso gibt es eine Botschaft des Heiligen Vaters. Ein Schwerpunkt der Hilfe ist heuer für die Diözesen in Kambodscha vorgesehen. Dort ist das Land immer noch von der Schreckensherrschaft der Roten Khmer unter Pol Pot und dem Mord an 1,7 Millionen Menschen gezeichnet. Auch fast alle Priester und Bischöfe wurden damals Opfer des Terrorregimes. Gesellschaft und Kirche befinden sich aber heute wieder im Aufbau. Es gibt nur 24.000 Katholiken in Kambodscha; die Bevölkerung ist mehrheitlich buddhistisch. Gerade die katholische Kirche setzt sich aber unermüdlich für die Opfer ungerechter Gewalt ein und verkündet ihnen die Botschaft von der rettenden Liebe Christi. Dies entspricht dem Inhalt der ersten Lesung des 30. So. i. Jkr. C aus dem Buch Jesus Sirach, wonach Gott „das Flehen des Bedrängten hört“ und aller Not ein Ende bereitet. Gott „schafft Recht als gerechter Richter“, heißt es. Gewiss ist dies eine Verheißung, die in ihrem Vollsinn für die eschatologische Wirklichkeit gilt. D.h. am Ende der Tage wird Gott als Richter der Lebenden und der Toten allem Unrecht ein Ende bereiten und das Reich der Liebe und des Friedens aufrichten. Und doch sind wir schon in dieser Weltzeit aufgerufen mitzuhelfen, dass sich das Reich Gottes den Weg in die Herzen der Menschen und in die Lebensstrukturen ihrer Welt bahnen kann. - Lesen Sie die Predigt im Wortlaut! | | |    |
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| | 22.10.2010 05:40:37 | | Neuer Ethik-Codex der Barmherzigen Brüder vorgestellt | (kathpress.at) Die Führung von Krankenhäusern in christlicher Trägerschaft „ist in der heutigen Zeit nicht einfach“, hat der St. Pöltner Bischof Klaus Küng am Donnerstag bei einem Symposion der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt betont. Küng ist in der Österreichischen Bischofskonferenz u.a. für die katholischen Krankenanstalten zuständig. „Es braucht die nötige wissenschaftliche Qualität, die nötigen finanziellen Mittel, aber auch die Beachtung der christlichen Prinzipien“, so Küng wörtlich. Und es brauche die Festschreibung „klarer ethischer Richtlinien, mit Weitblick und Mut“. Fachliche Kompetenz gepaart mit christlichem Geist sorge schließlich für Vertrauen. Im Mittelpunkt des zweitägigen Symposions in Eisenstadt und Rust standen das ethische Fundament und die ethischen Rahmenbedingungen der Arbeit in den Einrichtungen der Barmherzigen Brüder in Österreich. Dabei wurde der neue Ethik-Codex „Orientierung an Hospitalität und Professionalität“ des Ordens vorgestellt, der als Leitfaden und Orientierungshilfe für schwerwiegende Entscheidungen in der Sorge um kranke, behinderte und alte Menschen dient. Der Eisenstädter Bischof Ägidius Zsifkovics betonte dabei, dass die Liebe zum menschlichen Individuum und die christliche Ethik für die Barmherzigen Brüder keine leeren Phrasen sondern Bestandteil ihres Alltags seien. Der neue Ethik-Codex sei eine gute Grundlage für die weitere Arbeit. Der burgenländische Landeshauptmann Hans Niessl betonte in seinen Ausführungen, dass eine Gesellschaft danach beurteilt werde, „wie sie mit alten und kranken Menschen umgeht“. „Gutes gut tun in Kombination mit einem modernen Gesundheitswesen ist das Erfolgsrezept der Barmherzigen Brüder“, sagte Niessl. Wie der Sekretär der Ordensprovinz-Ethikkommission, Reinhard Pichler, betonte, seien Organisationen im Sinne „bürokratischer Maschinen“ im Gesundheitsbereich nicht weiter aufrechtzuerhalten. Jeder Mitarbeiter müsse bereit sein, „über seine eigene Kompetenz hinauszugehen um den Patienten zu versorgen“. Medizinisches Wissen müsse ebenso ständig durch Fortbildung erweitert werden. Pichler: „Wenn eine Organisation lebt, dann wird sie Verantwortung übernehmen, dann muss sie ethisch reflektieren, dann benötigt sie dafür Orientierungshilfe.“ Der Ethik-Codex stellt sich dieser Herausforderung. Er wolle dabei aber nicht sklavisch verengen, sondern Orientierungshilfe sein. Er könne und dürfe das eigenverantwortliche Handeln nicht ersetzen. Der Grazer Moraltheologe Walter Schaupp, Vorsitzender der Provinzethikkommission, sagte, dass es im Gesundheitsbereich derzeit einen Ethikboom gebe. Schaupp: „Es gibt heute einen Zuwachs an Handlungsmöglichkeiten. Man kann immer mehr tun. Aber ist auch alles gut was wir tun können?“ Dazu komme die Herausforderung, dass es keine moralisch einheitliche Identität mehr gebe. Unterschiedliche Werthaltungen, Religionen und Kulturen prägten die Gesellschaft. „Ein aufmerksamer Blick auf den Menschen wird nötig sein. Was ist sein Weltbild? Wie kann ich ihm helfen? Dazu muss man auch selber wissen, wo man stehen möchte“, so der Moraltheologe wörtlich. Es brauche für eine ethische Urteilsbildung und ethisches Handeln aber nicht nur Wissen und Information sondern auch Kommunikation und Dialogfähigkeit sowie Mut zur Zivilcourage. Schaupp: „Eine gute ethische Kultur setzt voraus, dass Menschen den Mut haben, Dinge beim Namen zu nennen und dort aufzuschreien, wo ethisch was schief läuft.“ Den Festvortrag des Symposions hielt der Wirtschaftsseelsorger und Unternehmensberater P. Benno Kuppler SJ zum Thema „Das Ethos der Hospitalität in einer achtsamen Organisation“. Er wies u.a. darauf hin, dass man Achtsamkeit im Umgang mit Patienten stets neu lernen müsse. Kuppler: „Es sind Kleinigkeiten, die institutionell gar nicht mehr wahrgenommen werden in Sachen Achtsamkeit. Gehe ich zum Arzt und der sagt mir, ich soll mich setzen, ich komme gleich dran, dann stelle ich mich drauf ein. Muss ich aber dann eine Stunde warten, dann ist das nicht achtsam. Dann soll man mir sagen, es gibt mehrere Notfälle, dann stelle ich mich psychisch darauf ein und vertreibe mir die Zeit.“ Die Barmherzigen Brüder betreiben in Österreich Spitäler in Wien, Eisenstadt, Graz-Marschallgasse, Graz-Eggenberg, St. Veit/Glan, Salzburg und Linz. Dazu kommen Pflegezentren und Heime in Kainbach bei Graz, Kritzendorf bei Wien und Schärding sowie eine Pflegeakademie in Wien. In den Einrichtungen arbeiten über 4.400 Personen in Voll- und Teilzeitbeschäftigung und betreuen jährlich mehr als 100.000 stationäre Patienten. Dies entspricht einer Leistung von über einer Million Pflegetagen.
(news.stjosef.at, Kurzvorstellung von Prof. Josef Spindelböck, Mitarbeiter des Ethik-Codex) Der nun in gedruckter Ausgabe vorliegende „Ethik-Codex“ der Barmherzigen Brüder wurde im Bemühen um eine Stärkung des katholischen Profils der betroffenen Institutionen im Dienst der medizinischen Krankenfürsorge bzw. der pflegerischen und menschlichen Betreuung behinderter, kranker und alter Menschen erstellt. Nach dem Motto des Ordensgründers Johannes von Gott (1495-1550) soll Gutes gut getan werden. Professionalität soll sich mit Hospitalität verbinden. Die Autoren des „Ethik-Codes“, der gegenüber einer früheren, teilweise umstrittenen Fassung eine gründliche Neubearbeitung, ja praktisch eine Neukonzeption und Neuerstellung erfahren hat, sind Jürgen Wallner, Walter Schaupp, Reinhard Pichler und Provinzial Ulrich Fischer OH. Als Mitarbeiter werden genannt: Lothar C. Fuith, Adolf Inzinger, Peter Költringer, Elisabeth Kretschmer, Ronald Kurz, Kurt Lenz, Hermann Major, Johannes G. Meran, Enrique Prat, Christa Santner, Josef Spindelböck, Kurt Remele, Johann Seethaler und Michael Zink. Das Imprimatur der Österreichischen Bischofskonferenz (BK 230/10) wurde durch den Referenten für bioethische Fragen, Diözesanbischof DDr. Klaus Küng, am 9. April 2010 erteilt. Inhaltlich geht es um ethische und spirituelle Grundlagen der Krankenversorgung, ethische Grundlagen klinischer Entscheidungen und des entsprechenden Handelns, Empfängnisregelung, Sterilisation, Reproduktionsmedizin, pränatale Diagnostik, Abtreibung, künstliche Ernährung und Hydrierung, Zwangsernährung und Zwangshydrierung von Häftlingen, klinische Forschung, Pharmazieethik, Bluttransfusion, Intensivmedizin, Organtransplantation, Therapiezieländerung und Behandlungsbegrenzung, Gerechtigkeit und Allokationsethik, Organisationsethik, Kinder und Jugendliche, Menschen mit geistiger bzw. mehrfacher Behinderung, ethische Fragen rund um den alternden Menschen (Geroethik) sowie freiheitsbeschränkende Maßnahmen. Im Anhang finden sich Checklisten und Dokumentationsblätter für den klinischen Alltag. Ein rechtliches Normenverzeichnis, Literaturangaben sowie ein Sachregister beschließen das 206 Seiten umfassende Werk. Unter dem Titel „Ethik-Codex“ sind nicht nur ethische Analysen und praktische Handlungsempfehlungen enthalten, die vor allem die aktuellen medizinischen Herausforderungen widerspiegeln, sondern auch viele Bezugnahmen auf die rechtliche Situation in Österreich. Von daher ist so manches Spannungsmoment in der Darstellung zu erklären. Beispielsweise heißt es eindeutig in Bezug auf das katholische Profil der von den Barmherzigen Brüdern geführten Apotheken: Sie „führen keine pharmazeutischen Präparate, die im Widerspruch zur kirchlichen Glaubens- und Sittenlehre stehen, und berufen sich dabei auf das Grundrecht der korporativen Religionsfreiheit.“ Einspruch muss der katholische Moraltheologe jedoch erheben, wenn dann mit Hinweis auf die rechtlich bestehende Verweispflicht angemerkt wird, dass dem Patienten nach Erklärung und Hinweis darauf, „dass das Produkt aufgrund des katholischen Profils der Apotheke nicht geführt bzw. abgegeben wird“, „die nächste diensthabende Apotheke zu nennen“ sei. – Bibliografische Angabe: Barmherzige Brüder Österreich (Hg.), Ethik-Codex. Orientierung an Hospitalität und Professionalität, Wien 2010 (Facultas Verlags- und Buchhandels AG), ISBN 978-3-7089-0649-2, EUR 19,00 | | |    |
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| | 22.10.2010 04:46:11 | | Christentum und Islam - zwei Welten im Widerspruch | | (news.stjosef.at) P. Josef A. Herget CM hat eine Kleinschrift mit dem Titel „Christentum und Islam. Zwei Welten im Widerspruch“ herausgebracht, die jetzt schon in 4. Auflage vorliegt. Es geht ihm darum, den Islam als religiöse und politische Wirklichkeit realistisch darzustellen und zugleich die Unvereinbarkeit grundlegender islamischer Glaubensinhalte mit dem christlichen Glauben aufzuzeigen. Dennoch, ja gerade deswegen tritt P. Herget für ein Verhältnis gegenseitigen Respektes zwischen Christen und Muslimen ein. Der Islam ist von seinem Selbstverständnis her von Anfang an nicht nur Religion, sondern „ein sozialpolitisches, religiöses und militärisches Projekt“, das es ernst zu nehmen gilt. Der islamische Monotheismus stellt sich nicht nur dem heidnischen Polytheismus, sondern auch dem christlichen Dreifaltigkeitsglauben radikal entgegen. Im Islam steht der Mensch Gott nur als Geschöpf, ja als Sklave gegenüber, während im christlich-jüdischen Verständnis Gott sich dem Menschen in Liebe zuneigt. Ja, noch mehr: Gott ist in Jesus Christus Mensch geworden, um uns zu Kindern Gottes zu machen und uns zu Freunden Gottes, ja durch die heilig machende Gnade zu Teilhabern an Gottes eigener Natur zu berufen. Auch das in Europa weithin säkularisierte Verständnis der Menschenwürde ist ohne seine jüdisch-christlichen Wurzeln nicht begründbar. Die Gottesebenbildlichkeit des Menschen (vgl. Gen 1,27) lässt jedem einzelnen Menschen eine besondere Würde zukommen. Im Islam kann die Würde des Menschen nicht auf diese Weise begründet werden, was Folgen für das Verständnis der darauf bezogenen Menschenrechte hat. Die höchste Autorität, der auch die Menschenrechte untergeordnet sind, kommt dort dem Koran und der darauf bezogenen Scharia zu. Von daher werden auch Muslime und Nichtmuslime prinzipiell ungleich behandelt. Dies gilt nicht nur für den religiösen Bereich, sondern auch für die Gesellschaftsordnung. P. Herget: „Wo der Islam die Macht ergreift, verändert sich die gesamte Kultur radikal. Es ist eine Illusion zu meinen, es gebe ein konfliktfreies multikulturelles Miteinander.“ – Bestellt werden kann die Broschüre beim Institut St. Justinus, Postfach 53, 8630 Mariazell, Email: justinusmariazell@ready2web.net , www.katechisten.org | | |    |
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| | 20.10.2010 15:23:58 | | Papst ernennt neue Kardinäle | (kath.net/as) Am kommenden 20. November 2010, Samstag, dem Vortag des Hochfestes Christkönig, wird das dritte Konsistorium zur Kreierung von Kardinälen des Pontifikats Benedikts XVI. abgehalten werden. Dies teilte der Papst am Schluss der heutigen Generalaudienz auf dem Petersplatz mit. Am Festtag Christkönig werden die neu ernannten Kardinäle an der feierlichen Konzelebration im Petersdom teilnehmen und aus den Händen des Papstes den Kardinalsring empfangen. Von den 24 neuen Purpurträgern sind 20 wahlberechtigte Kardinäle. Dazu kommen vier Kardinäle, die die Altersgrenze von 80 Jahren überschritten haben. Jeweils zehn Kardinäle werden für den Dienst an der Römischen Kurie sowie an Kardinalssitzen der Welt ernannt. Es handelt sich um: I. Römische Kurie: Angelo Amato, Präfekt der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse; Mauro Piacenza, Präfekt der Kongregation für den Klerus; Fortunato Baldelli, Großpönitentiar; Velasio De Paolis, Präsident der Präfektur für die wirtschaftlichen Angelegenheiten des Heiligen Stuhles; Paolo Sardi, Pro-Patron des Souveränen Malteserordens; Francesco Monterisi, Erzpriester der Päpstlichen Basilika St. Paul vor den Mauern; Gianfranco Ravasi, Präsident des Päpstlichen Rates für die Kultur; Raymond Leo Burke, Präfekt des Obersten Gerichtshofes der Apostolischen Signatur; Kurt Koch, Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen; Robert Sarah, Präsident des Päpstlichen Rates „Cor Unum“. II. Welt Raymundo Damasceno Assis, Erzbischof von Aparecida; Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising; Medardo Joseph Mazombwe, emeritierter Erzbischof von Lusaka (Zambia); Laurent Monsengwo Pasinya, Erzbischof von Kinshasa; Antonio Naguib, Patriarch von Alexandrien der Kopten; Kazimierz Nycz, Erzbischof von Warschau; Malcom Ranjith Patabendige Don, Erzbischof von Colombo; Paolo Romeo, Erzbischof von Palermo; Raul Eduardo Vela Chiriboga, Erzbischof von Quito (Ecuador); Donald W. Wuerl, Erzbischof von Washington. III. Nicht wahlberechtigte Kardinäle: Domenico Bartolucci, Emeritierter Chormeister der „Cappella Sistina“; Walter Brandmüller, emeritierter Präsident des Päpstlichen Komitees für Geschichtswissenschaften; Elio Sgreccia, emeritierter Präsident der Päpstlichen Akademie für das Leben; Josè Manuel Estepa Llaurens, emeritierter Militär-Erzbischof. | | |    |
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| | 19.10.2010 14:58:19 | | Fachtagung Psychotherapie und Beichte in Heiligenkreuz: Rückblick | (erzdioezese-wien.at) Auf zahlreiche Berührungspunkte zwischen Psychotherapie und Beichte hat der Wiener Psychiater und Neurologe Raphael M. Bonelli bei der Fachtagung "Psychotherapie & Beichte", am Samstag, 16. Oktober 2010, hingewiesen. Die Tagung fand auf Initiative des "Instituts für Religiosität in Psychiatrie & Psychotherapie" (RPP) im Stift Heiligenkreuz statt. Die Sündenvergebung in der Beichte habe eine "psychodynamische Ebene" und diene dazu, "das Drückende der Schuldgefühle abzuwerfen". Die Beichte könne - ähnlich einer Psychotherapie - dazu beitragen, "durch bewusstes pointiertes Aussprechen vor einem Vertreter Gottes innere Konflikte zu neutralisieren", so Bonelli. Unter den Referenten waren neben Bonelli auch Missio-Nationaldirektor Leo Maasburg, die Dresdner Religionsphilosophin Hanna Barbara Gerl-Falkovitz, Zisterzienserpater Bernhard Vosicky sowie der Wiener Psychologe Michael Linden. Der produktive Umgang mit Schuldgefühlen in der Beichte weise die Psychotherapie außerdem auf eine wichtige Leerstelle hin, insofern diese Schuldgefühle "zu lange mit Pathologien gleichgesetzt" habe und nicht die "moralisch-ethische Dimension" beachtet worden sei, so Bonelli. Gerade das Aussprechen der eigenen Schuld in der Beichte sei psychologisch gesehen heilsam, da man sich bewusst zu seiner Tat bekennt. Problematisch sei laut Bonelli die "Abschaffung des Sündenbegriffs", was mit einer "anstrengenden Verdrängungsarbeit der eigenen Fehlerhaftigkeit" einhergehe. Die Folge seien Neurosen durch einen überzogenen Anspruch auf die eigene Fehlerlosigkeit - nicht zuletzt, "weil das Heilmittel, die Beichte, im Alltagsleben praktisch abgeschafft oder persönlich aufgegeben wurde". Dagegen müsse festgehalten werden, dass ein Mensch, der regelmäßig beichtet, "im Normalfall einen hohen Grad an Selbsterkenntnis erreicht, weil er die Fähigkeit entwickelt, seine Emotionen, Gefühle, Leidenschaften und Taten zu hinterfragen". Lesen Sie noch mehr! | | |    |
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| | 19.10.2010 14:56:01 | | Christliche Antworten auf die Fragen der Gegenwart | (presse.kirche.at) Mit acht Beiträgen zur Theologie Papst Benedikts XVI. stellt die Philosophisch-Theologische Hochschule der Diözese St. Pölten (PTH) den ersten Band einer eigenen Schriftenreihe vor. Diese sei ein „wesentlicher Beitrag für die öffentliche Positionierung“ der Hochschule, wie Rektor Josef Kreiml erklärt. Es ist geplant, jährlich einen neuen Band herauszubringen: „Dabei wird aus dem Gesamtgebiet der Philosophie und Theologie jeweils ein thematischer Schwerpunkt gewählt.“ Die Schriftenreihe soll dokumentieren, was an der Hochschule gelehrt und geforscht wird. Die Publikationen sollen zwar wissenschaftlich fundiert, dabei aber allgemein verständlich sein. Der Band „Christliche Antworten auf die Fragen der Gegenwart“ befasst sich mit den Grundzügen der Theologie Josef Ratzingers und gibt damit den „intellektuellen Rahmen“ der Schriftenreihe vor, so der Rektor: „Es geht um Glaube und Vernunft und die Vermittlung der katholischen Glaubenslehre.“ An der PTH beschäftigen sich seit längerer Zeit einige Lehrende intensiv mit dem Denken Josef Ratzingers. „Wir sind stolz darauf, dass der heutige Papst als Regensburger Professor im Jahr 1977 an unserer Hochschule eine Vorlesung zum Thema ‚Kirche als Heilssakrament’ gehalten hat“, betont Kreiml. „Seit der Wahl dieses herausragenden Theologen zum Nachfolger Petri hat diese Beschäftigung neue Schubkraft erhalten“, schreibt Rektor Kreiml im Vorwort. An der Hochschule wurden seit 2005 verschiedene Abendvorträge über die Theologie Benedikts XVI. gehalten, die im vorliegenden ersten Band zusammengefasst und ergänzt wurden. Neben Rektor Josef Kreiml fungieren als Herausgeber Thomas Heinrich Stark, Professor für Philosophie, und Michael Stickelbroeck, Professor für Dogmatik. Rektor Kreiml eröffnet die Dokumentation mit dem Beitrag „Mitarbeiter der Wahrheit“ über die theologischen Grundüberzeugungen Ratzingers und schreibt in einem weiteren Artikel über dessen Jesus-Buch. In „Glaube und Vernunft“ nimmt Prof. Stark eine „Relecture“ der Regensburger Vorlesung des Papstes vor. Über den Anspruch der christlichen Offenbarung im Hinblick auf die Religionen der Welt geht es in Stickelbroecks Schrift „Christus und die Religionen“. Einblicke in die moraltheologischen und sozialethischen Schriften Ratzingers gibt der Moraltheologe Clemens Breuer in seinem Beitrag „Im Schnittpunkt von Gesetz und Gewissen“. Die Enzykliken „Deus caritas est“, „Spe salvi“ und „Caritas in veritate“ behandeln der Münchner Dogmatiker Christoph Binninger, Rudolf Vorderholzer, Dogmatiker in Trier und Leiter des Instituts Papst Benedikt XVI. in Regensburg, sowie der Moraltheologe Josef Spindelböck, St. Pölten. Die Schriftenreihe erscheint im Verlag Friedrich Pustet in Regensburg (ISBN 978-3-7917-2295-5). - www.pth-stpoelten.at | | |    |
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| | 18.10.2010 15:22:18 | | Papst-Berater Tadeusz Styczen verstorben | (kathpress.at) Der polnische Theologe Prof. P. Tadeusz Styczen, enger Freund von Papst Johannes Paul II., ist am Donnerstag im Alter von 79 Jahren gestorben. Styczen war Schüler von Karol Wojtyla und wurde 1978 dessen Nachfolger auf dem Lehrstuhl für Ethik an der Katholischen Universität Lublin. 1982 gründete er das "Institut Johannes Paul II." an der Lubliner Universität, das er bis 2006 als Direktor leitete und dessen Ehrendirektor er bis zuletzt war. Als enger Vertrauter des Wojtyla-Papstes begleitete Styczen Johannes Paul II. mehrmals bei dessen Urlaubsaufenthalten. Styczen zählt zu den Ghostwritern der Moralenzyklika "Veritatis splendor" von 1993. Weiters publizierte er das gesamte philosophische Werk von Karol Wojtyla auf Italienisch unter dem Titel "Metaphysik der Person". Styczen war auch unter denen, die am Sterbebett Johannes Pauls II. standen. Styczen war 2008 mit dem "Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse" geehrt worden. Die Auszeichnung wurde vom österreichischen Botschafter in Warschau, Alfred Längle, in der dortigen Botschaft überreicht. An der Feierstunde hatten von polnischer Seite u. a. der heutige Direktor des "Instituts Johannes Paul II.", Alfred Wierzbicki, und der Lubliner Ethiker Prof. Andrzej Szostek teilgenommen. Aus Österreich war der frühere Präsident des Bundesrates, em. Prof. Herbert Schambeck, zugegen. (news.stjosef.at) Die Totenmesse wird am 28. Oktober 2010 in Lublin gefeiert. Link: http://www.ethos.lublin.pl | | |    |
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| | 18.10.2010 15:20:12 | | Brief des Papstes an die Seminaristen: Seid Männer Gottes! | (radiovatikan.de) Papst Benedikt XVI. hat sich an diesem Montag in einem langen Brief an alle Priesteramtskandidaten der Welt gewandt. Als Grund für den Brief gab der Vatikan an, dass der Papst im zu Ende gegangenen Priesterjahr nicht nur zu den bereits Geweihten sprechen wollte, sondern auch zu den Seminaristen. Das tut er nun in diesem Brief. Es geht um fast alle Bereiche der Ausbildung zum Priester, um Eucharistie und Volksglauben, um Studium und Gebet. Auch die Themen Missbrauch und Zölibat werden angesprochen. Benedikt XVI. beginnt mit der persönlichen Erfahrung des jungen Joseph Ratzinger 1944, dem von seinem Kompaniechef entgegengehalten wurde, dass die Welt keine Priester mehr brauche. Auch in einer von 1944 völlig verschiedenen Welt denken viele Menschen heute, dass das Priestertum kein Beruf für die Zukunft sei, so Benedikt. Dagegen wendet der Papst ein: „Die Menschen werden immer, auch in der Periode der technischen Beherrschung der Welt und der Globalisierung, Gott benötigen - den Gott, der sich uns gezeigt hat in Jesus Christus und der uns versammelt in der weltweiten Kirche. Wo der Mensch Gott nicht mehr wahrnimmt, wird das Leben leer. Alles ist zu wenig. Er sucht dann seine Zuflucht im Rausch oder in der Gewalt, von der gerade die Jugend heute zunehmend bedroht wird. Gott lebt.“ - Link: Das ganze Schreiben auf Deutsch! | | |    |
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| | 18.10.2010 15:15:33 | | Durch Gottes Gnade auf den Weg des Lebens gerufen | (amazon.de-Rezension von Josef Spindelböck) Auf 272 Seiten schildert Dario Pizzano in seinem Buch „exzess. Meine zwei Leben“ den Prozess seiner Bekehrung zu Gott und der Annahme des katholischen Glaubens. Pizzano war ein Musik- und Eventmanager in der Nähe von Göttingen. Trotz äußerer Erfolge wurde die Not in seinem Herzen immer größer; auch durch Alkohol, Sex und Drogen konnte er sich nicht weiter betäuben, sodass er eines Tages erkannte: Mit seinen eigenen Kräften ist er am Ende. Auf unerwartete Weise holte ihn Gott selber heraus aus dem Dunkel, das er existenziell gleichsam als Vorhof der Hölle erlebt hatte: Mit einem Male begriff er die Gegenwart des ihn vorbehaltlos liebenden Gottes, und er beschloss ihm sein künftiges Leben anzuvertrauen. „Als ich Gott erkannte, wurde ich Mensch.“ (183) Verschiedene Personen halfen ihm dabei; unter anderem zeigte ihm ein Priester, der aus gesundheitlichen Gründen sein Amt nicht mehr ausüben konnte, den Weg zu Gott auf. Auch eine große Lebensbeichte konnte Dario Pizzano ablegen: „Gott zeigte sich mir in Wahrheit als der wahre Vergeber und Versöhner. Gott ist tatsächlich der barmherzige Vater, der mich ohne alle Bedingung annimmt und mir alle Schuld verzeiht, so dass sie wirklich aus der Welt ist.“ (255) Dario hat inzwischen eine gute Frau gefunden, die er vor kurzem geheiratet hat, und will mit Gottes Hilfe den guten Weg weitergehen. Das Buch ist ein echtes Glaubenszeugnis und wird Glaubende und Suchende in seiner Offenheit und Ehrlichkeit zugleich berühren. Es fehlt übrigens auch der Humor nicht, z.B. „Auf einer der hinteren Bänke knie ich nieder. Das mit dem Knien klappt ehrlich gesagt nicht so gut; ich hab schließlich noch keine Hornhaut an den katholischen Stellen.“ (219) Der Rezensent meint, es ist angebracht, Gott für dieses Wunder der Gnade zu danken und - im Gegensatz zu einer vorschnellen Heiligsprechung, die immer mit Gefahren verbunden ist - besonders für Dario Pizzano und seine Familie zu beten, damit er den guten Weg mit immer größerer Freude und Zuversicht gehen kann und viele andere zu Gott hinzuführen vermag! Bibliografische Angabe: Dario Pizzano, eXzess. Meine zwei Leben, München 2010 (Pattloch Verlag), ISBN 978-3629022424, EUR 16,95. | | |    |
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| | 17.10.2010 12:15:42 | | Masterplan zur pastoralen Erneuerung in der Erzdiözese Wien | (erzdioezese-wien.at) Kardinal Schönborn kündigt Leitlinien für einen "Prozess Masterplan" sowie regelmäßige Diözesanversammlungen an. Die Kirche stehe in diesem Jahr vor der größten Austrittswelle der Geschichte seit der Zeit des Nationalsozialismus. "Wir müssen zeigen, wie Gemeinden lebendig bleiben, auch wenn wir kleiner werden", sagte Kardinal Christoph Schönborn am Samstag, 16. Oktober 2010, dem dritten Tag der Diözesanversammlung. An erster Stelle des dafür notwendigen "Masterplans" müsse die Mission stehen ("mission first"), auch an zweiter Stelle stehe noch nicht die Reform der Strukturen, sondern eine "Jüngerinnenschulung" - dabei können man viel bei evangelikalen Gruppen oder neugeistlichen Bewegungen (Movimenti) lernen. Bei den Strukturreformen müsse man entsprechend der Situation in den drei Vikariaten vorgehen. So existieren im Vikariat Wien-Stadt für 700.000 Katholiken 172 Pfarren, hingegen hätten die 150.000 Orthodoxen Christen nur drei Gottesdienststellen: "Wir werden nicht 172 Pfarren halten können", sagte Kardinal Christoph Schönborn und forderte "ökumenische Offenheit": Aus einem gesellschaftlichen Interesse heraus müsse es der Kirche darum gehen, dafür zu sorgen, dass auch die christlichen Migranten "in der nächsten Generation noch Christen sind". Im Nord-Vikariat nannte der Wiener Erzbischof den geplanten Pfarrverband Poysdorf, wo sechs Pfarren - davon eine Zentralpfarre - zusammengelegt werden. Auch im Südvikariat seien Veränderungen notwendig und Kooperation unter den Pfarren besonders gefragt. Veränderungsprozesse bräuchten immer Kriterien und "Orientierungspflöcke", so Kardinal Schönborn. Vieles in der Kirche zähle nicht unbedingt zur "Wesensgestalt", man müsse das Wandelbare und das Unwandelbar unterscheiden. Eucharistie sei Höhepunkt und Quelle der Kirche, die Gestalt der Eucharistie und auch die Vielzahl der Feiern sei aber nicht "Wesensgestalt" der Kirche. Sehr wohl Teil dieser "Wesensgestalt" sei die Sammlung in "Gemeinden" beziehungsweise Gemeinschaften. Diese könnten selbstverständlich auch von Laien geleitet werden, so der Kardinal und betonte, damit nicht die geistlich-sakramentale Leitung der Pfarre in Frage zu stellen: "Die Pfarrgemeinde braucht immer einen Priester als Moderator", allerdings könne dieser auch gemeinsam mit einem Team leiten. Für den angekündigten "Masterplan" nannte Kardinal Schönborn vier Punkte: Es werde eine Steuerungsgruppe gebildet, die aus dem Bischofsrat und dem Team von "Apostelgeschichte 2010" bestehen wird: "Wir werden versuchen bis Ostern die Umrisse und Leitlinien für den Prozess Masterplan zu erarbeiten". Zweitens werde es augrund der positiven Erfahrung regelmäßig Diözesanversammlungen geben. Dies sei ein "synodales Element" von Kirche. Drittens müsse es auch auf der Ebene der Vikariate, der Dekanate und der Gemeinschaften ähnliche Versammlungen geben. Viertens kündigte Kardinal Schönborn eine weitere Diözesanwallfahrt an - wobei Orte besucht werden sollen, wo Paulus Gemeinden gegründet hat - "denn wir wollen, dass auch bei uns nicht nur Gemeinden schrumpfen, sondern auch Gemeinden gegründet werden." (kathpress.at) Ausdrücklich unterstrich Kardinal Schönborn seine Hoffnung, dass es in Zukunft in der Erzdiözese Wien viel mehr "Gemeinden" geben wird als heute; gemeint seien nicht Pfarrgemeinden, sondern Gemeinschaften von Menschen, die sich um Christus sammeln. Solche Gemeinschaften könnten auch von Laien geleitet werden. Dadurch werde das wesentliche Prinzip, dass Pfarrgemeinden von Priestern geleitet werden müssen, nicht in Frage gestellt. Aber auch der Priester, der eine Pfarrgemeinde leitet, "soll nicht allein sein", auf jeden Fall stehe ihm der Pfarrgemeinderat zur Seite. Es gebe aber auch "besondere Formen" der Leitung von Pfarrgemeinden, die dem Kanon 517, Absatz 2 des Kirchenrechts (CIC) entsprechen: Demnach kann der Bischof einen Diakon "oder eine andere Person, die nicht die Priesterweihe empfangen hat, oder eine Gemeinschaft von Personen" an der Wahrnehmung der Seelsorgsaufgaben einer Pfarre beteiligen, wenn er einen Priester bestimmt, der die Seelsorge letztverantwortlich leitet, aber nicht im Ort wohnen muss. | | |    |
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| | 17.10.2010 11:36:15 | | Benedikt XVI. spricht sechs Ordensleute heilig | (kath.net/as) Am heutigen Sonntagvormittag (17.10.2010) kanonisierte Papst Benedikt XVI. im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes auf dem Petersplatz sechs neue Heilige. Dabei handelt es sich im Stanisław Sołtys (Polen), André Bessette (Kanada), Cándida María de Jesús Cipitria y Barriola (Spanien), Mary of the Cross (Mary Helen) MacKillop (Australien), Giulia Salzano (Italien) und Battista (Camilla) Varano (Italien). Bei der Messe konzelebrierten fünf Kardinäle, zehn Erzbischöfe, dreizehn Bischöfe und zwanzig Priester. Ein Fest der Heiligkeit: mit diesen Worten beschrieb Benedikt XVI. diesen Tag der Heiligsprechungen. Dabei liefere die Liturgie des heutigen Sonntags eine grundlegende Lehre: die Notwendigkeit des ständigen und unermüdlichen Gebets. „Bisweilen werden wir es müde, zu beten; wir haben den Eindruck, dass das Gebet nicht sehr nützlich ist für das Leben, dass es wenig wirksam ist“, so der Papst. Daher seien die Menschen versucht, sich den Aktivitäten zu widmen, alle Mittel dafür aufzuwenden, um ihre Ziele zu erreichen, und dabei nicht auf Gott zurückzugreifen. Ausgehend vom Evangelium des Tages (Lk 18,1-8), das vom Gleichnis des Richters, der Gott nicht fürchtet, und von der Witwe berichtet, die Gerechtigkeit fordert, forderte Benedikt XVI. die Gläubigen auf, nie zu verzeifeln, sondern stets auf dem Gebet zu bestehen. Selbstverständlich müsse das Gebet Ausdruck des Glaubens sein, „andernfalls ist es kein echtes Gebet“: „Wenn einer nicht an die Güte Gottes glaubt, ist es ihm unmöglich, in angemessener Weise zu beten“. Der Glaube sei somit wesentlich als Fundament der Haltung des Gebets. In diesem Rahmen des Gebets, das aus dem Glauben komme, hätten auch die sechs Seligen gelebt, die heute zu den Ehren des Altares erhoben und der universalen Kirche zur Verehrung vorgeschlagen würden. Der Papst zeichnete dann wesentliche Charakterzüge der sechs Heiligen aus fünf Ländern nach. Der heilige Stanisław Kazimierczyk könne auch für die Menschen von heute als Beispiel und Fürsprecher gesehen werden. Sein ganzes Leben sei an die Eucharistie gebunden gewesen, dies in einer brennenden Liebe zu Christus, der in den Gestalten von Brot und Wein gegenwärtig ist. Der aus Quebec (Kanada) stammende heilige André Bessette habe sehr bald in seinem Leben das Leiden und die Armut erfahren müssen, was ihn dazu geführt habe, im Gebet auf Gott zurückzugreifen und ein intensives inneres Leben zu führen. Der Heilige habe stets versucht, die Leiden der Nächsten mit einer grenzenlosen Nächstenliebe zu lindern. Er habe in der „Glückseligkeit der reinen Herzen“ gelebt. Für ihn habe alles von Gott und seiner Gegenwart gesprochen. Cándida María de Jesús Cipitria y Barriola habe sich dazu entschlossen, nur für Gott und seinen Willen zu leben. Sie habe alle erreichen wollen, um ihnen die Hoffnung zu bringen. So sei die Kongregation der „Töchter Jesu“ entstanden. Mary MacKillop, die erste Heilige Australiens, sei für lange Jahre für zahllose junge Menschen im Land das Beispiel eines eifrigen und heiligen Lehrers gewesen. Die Heilige habe sich der Erziehung der Armen gewidmet, dies in der schwierigen Situation des ländlichen Australiens. Mary MacKillop habe an den Bedürfnissen aller ihre anvertrauten Jungen Menschen Anteil genommen. Die heilige Giulia Salzano, die im 19. Jahrhundert in Kampanien (Italien) gelebt hatte, sei eine junge Grundschullehrerin gewesen, die der Ruf des Herrn zum Apostel der christlichen Erziehung gemacht habe. So habe sie die Kongregation der Schwestern vom Heiligsten Herzen Jesu gegründet. Schwester Giulia habe die Wichtigkeit der Katechese in der Kirche verstanden und sich mit Hingabe der Ausbildung von Menschen jeden Alters und sozialer Herkunft gewidmet. Die heilige Battista Camilla Varano, eine Klarissin des 15. Jahrhunderts, habe zutiefst den vom Evangelium bestimmten Sinn des Lebens verstanden, dies vor allem durch ihre Beharrlichkeit im Gebet. Die Heilige sei Teil der Reformbewegung der weiblichen franziskanischen Spiritualität gewesen, der es vor allem um eine neue Bekräftigung des Charismas der heiligen Klara von Assisi gegangen sei. „In einer Zeit, in der die Kirche einen Sittenverfall erlitt, schlug sie entschlossen den Weg der Buße und des Gebets ein, beseelt vom glühenden Wunsch nach der Erneuerung des mystischen Leibes Christi.“ Nach der heiligen Messe grüßte der Papst zum Gebet des Angelus die Pilger aus dem deutschen Sprachraum mit den folgenden Worten: „Ganz herzlich heiße ich die Pilger und Besucher deutscher Sprache willkommen. Heilige sind das lebendige Abbild der Liebe Gottes. So freuen wir uns heute über sechs neue Heilige, Stanislaw Kazimierczyk Sołtys, André Bessette, Cándida María Cipitria, Mary MacKillop, Giulia Salzano und Camilla da Varano. Sie seien uns Vorbilder und Fürsprecher für unser Leben als Christen. Der Herr segne Euch alle.“ (news.stjosef.at) Die "Gemeinschaft vom heiligen Josef" freut sich besonders, dass zwei der heilig gesprochenen Personen besondere Verehrer des hl. Josef waren: Mary MacKillop und André Bessette. | | |    |
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| | 15.10.2010 16:24:18 | | Kinder gehören nicht ins Gefängnis | (orf.at) Bundespräsident Heinz Fischer hat sich für die rasche gesetzmäßige Verankerung der Kinderrechte ausgesprochen. Es dürfe nicht mehr passieren, dass Kinder in Gefängnisse und Schubhaftanstalten kämen, sagte er vor Vertretern mehrerer Hilfsorganisationen, die er am Donnerstag zu einem Gespräch empfangen hatte. Anlass dafür waren die jüngsten Fälle von Abschiebungen bzw. Abschiebeversuchen, bei denen auch Kinder betroffen waren. „Mit größter Korrektheit und Bedachtnahme“ müsse man in Österreich mit Kindern umgehen, so Fischer. „Ich finde, dass Kinder in Gefängnissen nichts verloren haben.“ Aus diesem Grund schloss sich der Bundespräsident der gemeinsam vorgetragenen Forderung von Caritas, Diakonie, Amnesty, Volkshilfe und SOS Kinderdörfer an, die UNO-Kinderrechtskonvention in die Verfassung aufzunehmen. Diese sei zwar auch in Österreich ratifiziert, allerdings noch nicht vom Parlament beschlossen worden. Michael Landau, Caritas-Direktor der Erzdiözese Wien, gab sich in einem kurzen Statement zuversichtlich, dass man mit dem Wunsch nach gesetzlich verankerten Kinderrechten breiten Rückhalt in der Bevölkerung genieße. Für Christian Moser von den SOS Kinderdörfern wäre das sogar ein „Meilenstein“. Der österreichische Amnesty-Generalsekretär Heinz Patzelt betonte, dass es sich bei der Konvention um ein Dokument internationalen Ranges handle. „Man darf Familien nicht zerreißen“, warnte Diakonie-Direktor Michael Chalupka, für Christian Fenninger von der Volkshilfe ist es wichtig, dass Kinder angstfrei aufwachsen. Die Forderungen der gemeinsamen Initiative „Gegen Unrecht“ wurden am Donnerstagvormittag von Vertretern der NGOs im Parlament abgegeben. In persönlichen Briefen wurden die 183 Mandatare aufgefordert, sich dafür einzusetzen, dass die Kinderrechtskonvention uneingeschränkt in die Verfassung aufgenommen und eine Inhaftierung von Kindern unmöglich wird. „Es kann für die Sicherheit der Republik nicht notwendig sein, zwei Kinder von ihrer Mutter zu trennen und mit Gewalt außer Landes zu schaffen“, heißt es im Brief der Menschenrechtsorganisationen an die Abgeordneten. Nach einem Fall wie dem der Abschiebung der achtjährigen Zwillinge dürfe nicht zur Tagesordnung übergegangen werden, denn aus der täglichen Arbeit wisse man, dass das kein Einzelfall sei, heißt es weiter. Wenn es die Rechtslage erfordere, „Familien auseinanderzureißen und kleine Kinder frühmorgens mit gezücktem Sturmgewehr aus den Betten zu holen, um sie abschieben zu können“, dann gehörten diese Gesetze geändert: „Über alle Parteigrenzen hinweg fordern wir daher das Bekenntnis, dass Kinder nicht ins Gefängnis gehören.“ Es sei nur schwer zu begreifen, dass gut integrierte Familien, deren Kinder den größten Teil ihres Lebens in Österreich verbracht hätten und die besser Deutsch als ihre Muttersprache sprächen, kein humanitäres Bleiberecht erhielten, argumentieren die Hilfsorganisation und glauben, dass im aktuellen Fall der Familie K. offensichtlich anerkannte Menschenrechte verletzt worden seien und gegen die Kinderrechtskonvention verstoßen worden sei. Österreich habe zwar die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen bereits im Jahr 1992 ratifiziert, an eine Verankerung im Verfassungsrang für Kinder im Asyl- oder Bleiberechtsverfahren sei aber nicht gedacht worden: „Die Kinderrechtskonvention verlangt den Vorrang des Kindeswohls bei jeder Form staatlichen Handelns und sieht ausdrücklich den Schutz von Kindern im Asylverfahren und Fremdenrecht vor.“ Das Vorgehen der Polizei, die Zerreißung von Familien durch Einsperren und getrennte Abschiebung zeigten aktuell die Missachtung dieses Grundsatzes. Link: http://www.gegen-unrecht.at (news.stjosef.at, Kommentar): Die Initiative als solche ist gewiss begrüßenswert. Der Schutz der Kinder schließt aber auch die ungeborenen Kinder mit ein - und dies muss auch in der Rechtsordnung verwirklicht werden! | | |    |
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| | 15.10.2010 16:21:30 | | Gott hört und erhört uns in Liebe | (stjosef.at/predigten) Im Rosenkranzmonat Oktober laden uns die Texte der Lesungen und des Evangeliums vom 29. Sonntag im Jahreskreis C ein zum vertrauensvollen und beharrlichen Beten! Wunderbar ist die Verheißung: Gott wird „seinen Auserwählten, die Tag und Nacht zu ihm schreien … unverzüglich ihr Recht verschaffen“ (Lk 18,7-8). Das mag uns wohl etwas zu gewagt erscheinen: Erhört Gott die Betenden wirklich immer, und noch dazu „schnell“ oder „unverzüglich“, wie es heißt? Dass Gott wirklich jedes Gebet erhört, wenn es mit Vertrauen und Gottergebenheit an ihn gerichtet ist, ist eine Erfahrung, die den Glaubenden geschenkt wird, wenn sie nur ausharren, also „Tag und Nacht zu ihm schreiben“. Dass wir nicht immer das erhalten, was wir erbitten, mag stimmen; und doch schenkt uns Gott jederzeit Gutes, ja er gibt uns Größeres, wenn wir etwas nicht erhalten, was wir unbedingt von ihm erlangen wollten. Denn der Sinn und Inhalt unseres Lebens ist ja letztlich, dass wir das Heil erlangen und eben so Gott den Herrn verherrlichen. Wenn nun ein untergeordnetes Gut diesem letzten Ziel im Wege steht, wird uns Gott dies eben nicht (sofort oder in der gewünschten Weise) gewähren, sondern uns genau das geben, was wir brauchen, um ein Leben der Gottes- und Nächstenliebe zu führen und einst ins Himmelreich zu kommen. Lesen Sie die ganze Predigt von Prof. Josef Spindelböck! | | |    |
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