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02.10.2004 11:40:55
Nicht rechtskräftige Abberufung von GV Weihbischof Fasching?
Die vom scheidenden St. Pöltner Diözesanbischof Kurt Krenn ausgesprochene Absetzung von Weihbischof Heinrich Fasching als Generalvikar ist nicht rechtskräftig. Dies betonte der Apostolische Visitator, Diözesanbischof Klaus Küng, am Samstag gegenüber Kathpress. Wörtlich stellte Bischof Küng fest: "Ich habe von Weihbischof Fasching von dem Brief erfahren, den ihm Bischof Krenn am 30. September geschrieben hat und ich habe den Brief ausgehändigt bekommen. Die Bischofskongregation hat an Bischof Krenn zu Beginn der Visitation mitgeteilt, 'dass während der Apostolischen Visitation in der Diözese St. Pölten ohne die Zustimmung des Visitators keine Ernennungen und Versetzungen von Klerikern vorgenommen werden mögen'. Da die Visitation noch nicht beendet ist, ist die Entscheidung, Weihbischof Fasching als Generalvikar der Diözese St. Pölten abzusetzen, die nicht mit mir abgesprochen war, nicht rechtskräftig". Bischof Krenn vertritt hingegen weiterhin die Rechtsauffassung, dass seine Entscheidung gültig ist (siehe Interview in: Der Standard, 04.10.2004). - Mit Schreiben vom 30.09.2004 hatte Diözesanbischof Dr. Kurt Krenn von St. Pölten seinen Generalvikar abberufen. Diese Entscheidung ist in Zusammenhang mit dem eingereichten Rücktritt von Bischof Krenn zu sehen, dessen Annahme durch den Papst noch aussteht. Im Schreiben an Weihbischof Fasching dankt ihm der Bischof für seinen beinahe dreizehn Jahre währenden Dienst. Wörtlich heißt es: "Exzellenz, als Diözesanbischof von St. Pölten gebe ich Dir hiermit meine Entscheidung bekannt, Dich auf der Grundlage von can. 481 § 1 CIC mit sofortiger Wirkung vom Amt des Generalvikars zu entbinden. Zugleich entbinde ich Dich vom Amt des Moderators der Kurie sowie von allen Aufgaben und Spezialmandaten, die ich Dir mit Schreiben vom 27. September 1991 (Zl. O-1552/91) übertragen habe. Für Deinen beinahe dreizehn Jahre währenden Dienst in den oben genannten Ämtern und Aufgaben spreche ich Dir Dank und Anerkennung aus." - http://www.hippolytus.net . Kommentar (Josef Spindelböck): Dieser Rechtsstreit wenige Tage vor Ende der Amtszeit von Bischof Krenn scheint tatsächlich entbehrlich. Die Abberufung von Generalvikar Fasching macht wenig Sinn; es ist zu fragen, warum der Bischof von seinem Recht nicht bereits längst vorher Gebrauch gemacht hat.
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01.10.2004 17:47:36
Der Ruhm der Besiegten
Erklärung von Pro Sancta Ecclesia - Initiative katholischer Laien und Priester im deutschen Sprachraum e.V.
"La gloire des vaincus", "der Ruhm der Besiegten" heißt ein Roman des französischen Schriftstellers Henri Troyat. Dieser Titel paßt zum erzwungenen Rücktritt von Bischof Krenn. Viele Jahre lang hat er unter Aufbietung all seiner Kräfte und Fähigkeiten einem unchristlichen Zeitgeist der "Welt" und der Anpassung daran in der Kirche widerstanden. Immer wieder sagte er - auch in kirchenfernen Medien - deutlich und für alle verständlich, was aus katholischer Sicht gesagt werden mußte. Dafür wurde er gejagt und geschmäht.
Nun kann die Meute der Jäger seinen Sturz feiern. Ihm, der die katholische Morallehre immer kompromißlos vertreten hat, wird nun mit Häme vorgehalten, daß es in seinem Verantwortungsbereich gerade auf diesem Gebiet einen Skandal gegeben hat. Persönlich kann man ihm allenfalls vorwerfen, daß er in seiner Lauterkeit auch solchen Personen zuviel vertraut hat, die dieses Vertrauens nicht würdig waren. Aber wer von uns kann schon ins Innerste eines Menschen schauen?
Daß andernorts weit größere Mißstände auf dogmatischem und moralischem Gebiet toleriert werden, ändert nichts an der Schmach, die Bischof Krenn nun erdulden muß. Aber gehört nicht diese Schmach, das Kreuz von Hohn und Verlassenheit untrennbar zu einer christlichen Existenz? Andere Bischöfe werden wegen ihrer "Weltoffenheit" und "Fortschrittlichkeit" gefeiert und befördert. Aber gilt für sie nicht das Wort Christi "acceperunt mercedem suam", "sie haben ihren Lohn schon empfangen"? Der Beifall dieser Welt - oder "der Ruhm der Besiegten": das ist die Alternative für jeden Christen. Bischof Krenn hat gewählt, und er hat richtig gewählt.
Dr. Wolfgang Graf eh., St. Georg-Str. 7, D-86839 Siebnach, Tel.: 0049-8249-90106 / Fax: 0049-8249-90105.
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01.10.2004 17:42:22
Wie Kaiser Karl I. aus dem Glauben leben
Verschiedenes bewegt uns in diesen Tagen: Da ist zum einen der eingereichte, vom Papst jedoch noch nicht offiziell angenommene Rücktritt unseres Diözesanbischofs Dr. Kurt Krenn. Viele sind erleichtert, aber nicht wenige bedauern es auch, dass der Bischof diesen Schritt setzen musste. Jedenfalls beten wir um einen guten Nachfolger als Bischof! Zum anderen findet heute in Rom die Seligsprechung des ehemaligen Kaisers Karl I. von Österreich statt, der politisch in seiner Friedensliebe gescheitert ist, sich aber dennoch durch ein vorbildliches christliches Leben im Einsatz für seine Völker ausgezeichnet hat. - Lesen Sie mehr in der Predigt zum 27. Sonntag im Jahreskreis C! - Informationen zur Seligsprechung von Karl I..
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01.10.2004 13:57:20
Rom wird Krenn-Rücktritt mit Ernennung des Nachfolgers bekannt geben
"Rom hat bestätigt, dass das Rücktrittsgesuch von Diözesanbischof Kurt Krenn eingelangt ist. Die Annahme des Rücktritts wird gemeinsam mit der Ernennung des neuen Bischofs von St. Pölten publiziert. Die Publikation wird in den kommenden Tagen erfolgen": Diese Erklärung übermittelte Kardinal Christoph Schönborn, der sich derzeit zur Jahrestagung der Vorsitzenden der europäischen Bischofskonferenzen in England aufhält, am Freitag 01.10.2004 an "Kathpress". Der Heilige Stuhl hat den Vorsitzenden der Österreichischen Bischofskonferenz ausdrücklich zu dieser Mitteilung ermächtigt. - Mit dem Rücktritt des Bischofs verlieren Generalvikar und Bischofsvikare ihr Amt; andere diözesane Ämter (Regens etc.) bleiben aufrecht. Vgl. CIC can. 481 §2: "Mit der Suspendierung des Amtes des Diözesanbischofs wird auch die Gewalt des Generalvikars und des Bischofsvikars, soweit sie nicht Bischöfe sind, suspendiert." Der Rücktritt von Bischof Krenn ist dann rechtskräftig, wenn er vom Papst angenommen ist. - Lesen Sie auch den Kommentar von Stefan Baier in der Zeitung "Die Tagespost": "Die Ära Krenn geht zu Ende".
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01.10.2004 07:44:20
Kaiser Karl trat für den Frieden ein
(Rheinischer Merkur) Hoch über der Stadt Funchal auf der Insel Madeira liegt eine kleine Wallfahrtskirche. In einer Seitenkapelle steht ein schlichter Metallsarg, der das Bild einer Dornenkrone und die Inschrift „Fiat voluntas tua“ trägt. Dort ruhen die sterblichen Überreste Kaiser Karls I. aus dem Hause Habsburg. Am kommenden Sonntag wird Papst Johannes Paul II. den letzten Herrscher der österreich-ungarischen Monarchie selig sprechen. Wer war dieser Karl, der am 1. April 1922 im Exil auf Madeira gestorben ist? - Rudolf Zewell zeigt in seiner Analyse, dass Kaiser Karl von Anfang an unmissverständlich für den Frieden eingetreten ist. In seinem ersten Manifest heißt es: „Ich will alles tun, um die Schrecknisse und Opfer des Krieges in ehester Frist zu bannen, die schwer vermissten Segnungen des Friedens meinen Völkern zurückzugewinnen.“ Das ist keine Phrase, sondern Ausdruck seiner von tiefer Frömmigkeit geprägten Haltung. - Lesen Sie den Beitrag in vollem Wortlaut!
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01.10.2004 07:42:04
Papst erinnert an das Wirken der heiligen Engel
(ZENIT.org) Johannes Paul II. hat allen Gläubigen empfohlen, ihr Leben von Engeln leiten zu lassen. Der Papst gab diesen Rat am Ende der Generalaudienz am 29.09.2004 auf dem Petersplatz. Das Fest der Erzengel Michael, Gabriel und Raphael, das die Kirche am Mittwoch feierte, und jenes der Schutzengel, das am 2. Oktober begangen wird, seien Gelegenheiten, um "an den Eifer zu denken, mit dem sich Gott um jeden einzelnen Menschen kümmert", sagte der heilige Vater. "Erfahrt die Gegenwart der Engel, die euch nahe sind und lasst euch von ihnen leiten", empfahl er. Laut Katechismus der Katholischen Kirche (Nr. 329) sei die Existenz der Engel eine "Glaubenswahrheit", die sich auf die Heilige Schrift und die Tradition der Kirche gründet. Die Engel seien "Diener und Boten Gottes", weil sie „beständig das Antlitz meines Vaters sehen, der im Himmel ist" (Mt 18,10), und sie seien „Vollstrecker seiner Befehle, seinen Worten gehorsam" (Ps 103,20). „Einem jeden der Gläubigen steht ein Engel als Beschützer und Hirte zur Seite, um ihn zum Leben zu führen", zitiert der Katechismus den heiligen Basilius (Nr. 336).
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30.09.2004 10:56:06
Jahrbuch der Diözese St. Pölten 2005 erschienen
(DPS) Einen Blick über seine eigenen Grenzen wagt das Jahrbuch der Diözese St. Pölten 2005 und nimmt dabei die Beziehungen der Diözese zur Weltkirche unter die Lupe. Etwa dreißig Missionare und Missionsschwestern aus der Diözese sind derzeit in den „Missionsländern“ der Dritten Welt tätig, vor allem in Afrika und Südamerika. Aber das Bild hat sich auch gewandelt: Menschen aus jenen Ländern - von Indien bis Nigeria - wirken ihrerseits in der Diözese St. Pölten als „Missionare". Und sie bringen dabei neue Glaubenserfahrung, neue Spiritualität, neue Formen gelebten Christentums in unsere westliche Welt. Aus einstigen „Paten" sind Partner geworden. Das Jahrbuch gibt einen kleinen Einblick in das Wirken der „Missionare“, sowohl bei uns als auch in den anderen Kontinenten. Und es zeigt, wie die gesamte Weltkirche zusammenwachsen kann – vom „Weltladen“ über die „Fastenaktion“ bis zu direkten Partnerschaften zwischen der Diözese St. Pölten und anderen Bistümern und diözesanen Einrichtungen. Eine reich bebilderte Chronik bietet einen Rückblick auf das vergangene Jahr, Erzählungen und Rezepte aus aller Welt geben einen Einblick in ferne Länder und Lebensweisen, die uns heute schon sehr vertraut erscheinen. Natürlich gibt es auch diesmal wieder ein Preisrätsel und einen umfassenden Diözesanschematismus. Das Jahrbuch der Diözese mit 192 Seiten und über 190 Abbildungen ist ab Oktober in allen Pfarrämtern der Diözese erhältlich. – P.S. Als Bischof der Diözese wird klarerweise noch der mittlerweile zurückgetretene Kurt Krenn angeführt. – Bestellungen auch per e-mail: presse.stpoelten@kirche.at.
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30.09.2004 07:53:39
Sankt Hieronymus und Bischof Krenn
Beitrag von Dr. Josef Spindelböck für Radio Maria am 30.09.2004:
Die Kirche feiert heute den Gedenktag des heiligen Hieronymus. Er lebte von 347-420 und erhielt seinen Ruf als Kirchenlehrer vor allem durch seine hervorragende Kenntnis der Heiligen Schrift. Das Wort Gottes war ihm Wegweisung für sein Leben, und in der Liebe zur Heiligen Schrift wollte er auch andere bestärken und sie darin einführen. Auf ihn geht die berühmte lateinische Bibelübersetzung der „Vulgata“ zurück, die er anhand der Originalsprachen anfertigte und die bis heute in der Kirche hohes Ansehen genießt (sie wurde inzwischen überarbeitet und liegt als „Nova Vulgata“ vor). Die Schrift nicht kennen heißt Christus nicht kennen, sagte der heilige Hieronymus. So sind wir alle aufgerufen, aus dem Wort Gottes zu leben, das uns die Kirche verkündet!
Von Hieronymus wird berichtet, dass er eine offene, undiplomatische Sprache liebte und dabei auch so manche Andersdenkende vor den Kopf stieß. Er war ein schwieriger und für viele unbequemer Mensch, der um seine Charakterschwächen wußte und dagegen ankämpfte, und doch ein unbeirrter Zeuge des Glaubens. Ähnliches trifft auf den eben zurückgetretenen St. Pöltner Diözesanbischof Dr. Kurt Krenn zu, der sich vielfach öffentlich und auch medial wirksam zum Glauben der Kirche bekannt hat. Beten wir heute, dass Gott, der Herr, der Kirche von St. Pölten bald wieder einen guten Hirten schenken möge, da durch den Dienst des Papstes und der Bischöfe Christus selber die Kirche leitet.
Das Dienstamt der Apostel wird fortgesetzt durch die Weihe und Sendung der Bischöfe. Der Bischof hat in einer besonderen Weise teil am dreifachen Amt Christi als Hirte, Lehrer und Priester. Er ist aufgerufen, den Glauben zu verkünden und dafür einzutreten, ob gelegen oder ungelegen. Eben dafür darf dem auf Wunsch des Papstes zurückgetretenen Bischof Krenn auch einmal gedankt werden. Zugleich ist es wichtig, dass wir uns jederzeit zur Kirche Christi bekennen, die auf den Felsen Petri gegründet ist und fortbestehen wird auf Erden bis zur Wiederkunft des Herrn!
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29.09.2004 18:11:35
Bischof Krenn ist zurückgetreten
(derstandard.at) Der St. Pöltner Diözesanbischof Kurt Krenn (68) hat seinen Rücktritt eingereicht. Im Gespräch mit dem Standard bestätigte Krenn Mittwochabend: "Ja, ich bin zurückgetreten und ab sofort Altbischof von St. Pölten." Papst Johannes Paul II. habe ihn in einem persönlichen Schreiben dazu aufgefordert. "Der Papst fordert niemanden zum Rücktritt auf, er bittet höchstens jemanden zu gehen", korrigiert Krenn. Über die Gründe für seinen Rücktritt befragt erklärte Bischof Krenn: "Ich bin nicht aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten, da ich völlig gesund bin. Ich bin auf keinen Fall aufgrund des öffentlichen Drucks zurückgetreten. Das hätte ich noch länger ausgehalten. Aber ich habe immer gesagt, ich werde das tun, was der Papst sagt." Der genaue Grund für seinen Rücktritt lasse sich – so Krenn zum Standard – nicht so einfach erklären und "ich möchte ihn daher auch nicht näher kommentieren". "Über die Vorfälle in meiner Diözese will ich nicht reden. Nur soviel: Mir als Person ist großes Unrecht geschehen", erklärte Krenn erneut. Und über seine Zukunft: "Ich bleibe als Altbischof immer ein Teil der Diözese St. Pölten. Ansonsten geht es normal weiter in der Kirche, denn so wichtig sind wir nicht." - Lesen Sie dazu einen Kommentar von P. Robert Bösner!
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27.09.2004 18:50:37
Missa in honorem Sancti Josephi
(DPS) Am Sonntag, 3. Oktober 2004, um 17.00 Uhr (Sonntag nach dem Hochfest der Erzengels Michael) findet in der spätgotischen, dreischiffigen Hallenkirche von St. Michael in der Wachau ein außergewöhnliches Konzert statt, unter dem Titel „Ein Fest für Michael Haydn“. Als Hauptwerk steht die große Messe in C-Dur, genannt „Missa in honorem Sancti Josephi“ , des in Salzburg wirkenden Michael Haydn auf dem Programm. Die älteste Handschrift dieser Komposition befindet sich im Stift Göttweig. Haydn komponierte dieses Werk um 1760 am Bischofssitz in Großwardein, die einen regen kulturellen Austausch mit der Benediktinerabtei Göttweig pflegten. Die Messe ist in der Anlage nach der spätbarocken Kantatenform komponiert, und dem „Missa solemnis“ Typus zuzuschreiben. Haydn hat auch neben den Soloteilen der Vokalisten, den großen Chorstellen (4 Fugen!) auch herrliche Instrumentalsoli geschrieben: Violine im Gloria und Orgel im Benedictus. Ein außergewöhnliches Werk in strahlender C-Dur. Durch seine „Deutsche Messe“ – „Hier liegt vor deiner Majestät“ ist der jüngere Bruder des großen Joseph Haydn auch heute noch in den Kirchen des süddeutschen Sprachraumes „omnipräsent“.
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27.09.2004 18:44:31
40 Jahre Diözese Innsbruck
(Kathpress) "Das Kreuz in der Wohnung und im Arbeitsbereich, das Tischgebet und das Gespräch über religiöse Themen: Christen können viele positive Zeichen für Gott und die Kirche setzen": Der Innsbrucker Bischof Manfred Scheuer rief in seiner Predigt beim Wallfahrtsgottesdienst zum 40-Jahr-Jubiläum der Diözese Innsbruck bei der Wallfahrtskirche Maria Locherboden die Gläubigen zu entschiedenem Christentum auf. Als weitere Zeichen des Christlichen nannte er den "möglichst arbeitsfreien Sonntag", dessen Preisgabe der ganzen Gesellschaft schweren Schaden zufügen würde. Bischof Scheuer: "Uns Christen ist der Sonntag heilig. Er ist ein Tag des Feierns vor Gott und mit Gott". Entschiedenes Christentum bedeutet für den Innsbrucker Bischof auch die Freundschaft zum Leben in allen Dimensionen - "des geborenen und des noch nicht geborenen Lebens, des entfalteten und behinderten Lebens, des irdischen und ewigen Lebens". Die Feier des Diözesanjubiläums war für Bischof Scheuer Anlass, die Dankbarkeit zu betonen - "mit einem wohlwollenden und wahrhaftigen Blick, der auch in den Enttäuschungen und Verletzungen die Hoffnung nicht vergisst". Heute würden wirkliche Ärgernisse im Vordergrund der Wahrnehmung von Kirche stehen. Doch eine Krise habe immer zwei Seiten - das Gesicht der Gefahr und der neuen Möglichkeit. In seiner Rückblende auf 40 Jahre Diözese Innsbruck betonte der Bischof, dass deren Wurzeln viel weiter zurückreichten als das Datum der Errichtungsurkunde der Diözese im Jahr 1964. So habe die Alltagsfrömmigkeit über Jahrhunderte Lebensräume und Zeiten geprägt. Bischof Scheuer erinnerte an die vielen Höhepunkte des Glaubens wie den Besuch des Papstes im Jahr 1988 und die Bedeutung der vielen Glaubenszeugen für die soziale Landschaft. Die Wege der vergangenen 40 Jahre sind für Bischof Scheuer auch Kreuzwege: "Es schmerzt, wenn Menschen in der Kirche keine Zukunft mehr sehen oder diese für Kinder und Jugendliche praktisch abschreiben. Es tut weh, dass der Ordensnachwuchs dürftig ist und dass wenige zum Priesterberuf finden". Trotzdem gelte, dass die 40 Jahre Diözese Innsbruck etwas wie "eine Liebesgeschichte zwischen den Tirolern und Gott" sei. - Lesen Sie die Predigt von Bischof Dr. Manfred Scheuer im Wortlaut (PDF)! - Irritiert hat ein ORF-Interview, in dem der Innsbrucker Bischof die Abschaffung des Zölibats als gangbaren Weg für die Zukunft bezeichnet hat; er betonte freilich, die Diözese könne keinen von der Weltkirche verschiedenen Sonderweg gehen.
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25.09.2004 05:06:43
"Radio Maria Österreich" feierte 6-Jahres-Jubiläum
Mit einem österreichweiten Treffen und einem Festgottesdienst in Enns-Lorch feierte Radio Maria Österreich am 19. September 2004 seinen 6. Geburtstag. Auf Initiative von Kardinal Schönborn gegründet, erreicht der von einem Verein getragene und durch Spenden finanzierte Privatsender heute täglich bis zu 35.000 Hörer. Radio Maria ist eine freie Initiative innerhalb der katholischen Kirche in den „Hauptgeschäftsbereichen“ Verkündigung, Mission heute, Stärkung der Solidarität und der Überwindung der Vereinsamung des Einzelnen. - Lesen Sie den ausführlichen Bericht des Referates für Öffentlichkeitsarbeit der Diözese St. Pölten! - Siehe auch: www.radiomaria.at
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25.09.2004 05:04:09
In Dankbarkeit leben
In vielen Pfarren wird in diesen Tagen das Erntedankfest gefeiert. Es ist dies ein Zeichen dafür, dass wir die vielen guten Gaben, die uns die Natur auch heuer wieder geschenkt hat, auf Gottes Güte zurückführen. Unsere Freude und Dankbarkeit wollen wir Gott, dem Schöpfer und Herrn des Himmels und der Erde, gegenüber zum Ausdruck bringen! Manchen Menschen ist die elementare Fähigkeit der Dankbarkeit verloren gegangen. Sie bringen es nur schwer fertig, jemandem „Danke“ zu sagen für einen Dienst. Man erwartet alles als selbstverständlich, ja sieht sich selber immer im Recht und meint, Verpflichtungen gelten nur für andere. Wenn darum Gutes geschieht, so folgt man, stünde uns dies sowieso zu; wir bräuchten dafür nicht zu danken. Ein solches Anspruchsdenken übersieht, dass es Werte und Gaben des Menschseins gibt, die wir uns nicht erarbeiten können und auf die wir nicht einfach ein Anrecht haben. Es sind nicht nur die Gaben der Natur, die uns als Geschenk Gottes zuteil werden, sondern auch die vielen Formen zwischenmenschlicher Zuwendung, Unterstützung und Hilfe, die uns vielmals ohne unser Verdienst geschenkt werden, oft sogar unabhängig von unserer Würdigkeit und Bereitschaft. Glücklich, wer dies alles zu schätzen weiß, was uns täglich an Gutem widerfährt! - Lesen Sie die Predigt zum 26. Sonntag im Jahreskreis C!
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23.09.2004 07:47:39
Gedenktag des hl. Pater Pio
Am 23. September feiert die Kirche den Gedenktag des hl. Pater Pio von Pietrelcina. Im Dekret der Kongregation für den Gottesdienst vom 26. Juni 2002 wurde diese Feier für die Gesamtkirche liturgisch angeordnet. Ein in der deutschen Fassung nicht approbierter Text der liturgischen Feier findet sich unter dem angegebenen Link.
Mit Pater Pio lebte ein Mönch in dieser Welt, der in allem konsequent war. Sein Versprechen der Nachfolge Christi erfüllte er ganz und glaubwürdig. Ruhm und Ansehen waren ihm zuwider, obwohl er weltbekannt war, und er verzichtete auf alle irdischen Güter, obwohl man ihm Millionen schenkte. Pater Pio strebte in erkennbarer Heiligkeit nach dem Himmlischen. Dass ihm dabei außerordentliche Gnaden geschenkt wurden, "ertrug" er - und setzte sie unermüdlich für das Heil der Menschen ein. Pater Pio war ein Apostel. Einer, der lehrte, ermahnte, heilte. Er heilte die Seelen tausender Menschen. Sein Ruf als Wundertäter war weltbekannt und beruhte auf dem Zeugnis vieler. Pater Pio war wie ein "zweiter" Christus. Er trug die Wundmale des Herrn und wurde zum "Zeichen, dem widersprochen wird". Die Menschen folgten ihm mach. Zu Tausenden. Doch sie verfolgten ihn auch. (Martin Müller)
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23.09.2004 07:40:22
Bulle "Ineffabilis Deus" online
Am 8. Dezember dieses Jahres sind es 150 Jahre, dass der damalige Papst Pius IX. nach Konsultation aller katholischen Bischöfe des Erdkreises in der Bulle "Ineffabilis Deus" als eine von Gott geoffenbarte Wahrheit verkündete, "daß die allerseligste Jungfrau Maria im ersten Augenblick ihrer Empfängnis auf Grund einer besonderen Gnade und Auszeichnung von seiten des allmächtigen Gottes im Hinblick auf die Verdienste Jesu Christi, des Erlösers der ganzen Menschheit, von jeder Makel der Erbsünde bewahrt blieb". Diese wichtige Bulle konnte nun auf www.stjosef.at erstmals in deutscher Sprache online gestellt werden.
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22.09.2004 13:12:06
Weltweit zunehmende Zahl von Eheannullierungen
(www.zenit.org) Die zunehmende Zahl der Eheannullierungen muss den Katholiken Sorge bereiten, vor allem ruft sie nach einer besseren Vorbereitung auf das Sakrament der Ehe, sagen Experten für kanonisches Recht während eines Treffens in Rom. „Die Gesamtzahl der weltweiten Eheannullierungen weist darauf hin, dass es sich nicht um ein geringfügiges oder rein akademisches Phänomen handelt, sondern um eine Realität, die man nicht unterschätzen darf“, warnte Pater Frans Daneels, Justizpromotor am Obersten Gerichtshof der apostolischen Signatur, dem höchsten Gericht der Kirche. Pater Daneels war einer der Teilnehmer im Auffrischungskurs für Rechtsvertreter, welcher am Samstag an der Päpstlichen Universität vom Heiligen Kreuz („Santa Croce“) zu Ende ging. Während des Kurses wurden konkrete Zahlen genannt: beispielsweise wurden im Jahr 2000 weltweit 56.236 Annullierungsverfahren durchgeführt, dabei wurde in 46.092 Fällen einer Annullierung stattgegeben.“ Hauptgründe für das Stellen eines Annulierungsantrags sind laut Experten Simulation und Willensmangel. Simulation liegt dann vor, wenn das bei der Trauung gegebene Versprechen nicht mit der wirklichen Absicht eines Betroffenen übereinstimmt, sondern nur vorgetäuscht ist, sagten die Experten. Von einem Willensmangel spricht man, wenn ein Partner beispielsweise wegen eines schweren psychischen Leidens nicht in der Lage ist, wesentliche Verpflichtungen einer Ehe zu begreifen oder zu erfüllen. Laut einer Erklärung der Fakultät für kanonisches Recht an der Universität Santa Croce ist die Kirche heute „herausgefordert, die Kandidaten besser auf das Sakrament der Ehe vorzubereiten.“ Es müsse im Vorfeld geklärt werden, „ob es wirklich der Wille der Kandidaten ist, ihr Leben lang in der Ehe verbunden zu sein“, stellte Eduardo Baura, der Dekan der Fakultät, fest. Das kirchliche Gericht hat die Aufgabe, „den tatsächlichen Willen der Eheleute zum Zeitpunkt der Eheschließung“ und nicht „zum Zeitpunkt des Annullierungsantrags“ herauszufinden, machte Baura aufmerksam.
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22.09.2004 13:03:36
Bischof Küng nimmt Stellung zum Grundsatzpapier des Parlamentsclubs der ÖVP
Stellungnahme zum Grundsatzpapier des Parlamentsclubs der ÖVP zu Fragen der Lebensgemeinschaften zwischen homosexuellen Personen von Familienbischof DDr. Klaus Küng:
1. Positiv hervorzuheben ist der eindeutige Vorrang, der in diesem Grundsatzpapier der Familie auf der Grundlage der Ehe zwischen Mann und Frau eingeräumt wird, und die eindeutige Ablehnung der Adoptionsmöglichkeit für gleichgeschlechtliche Paare. Kinder brauchen für eine gesunde Persönlichkeitsentwicklung Vater und Mutter mit deren unterschiedlicher Art der Zuwendung und Liebe. Die Zukunft der Gesellschaft hängt in großem Maße davon ab, ob die in der Ehe begründete Familie, insbesondere die kinderreiche, wirksam und entschlossen gefördert wird. Erfreulich ist auch, dass im Grundsatzpapier der ÖVP konsequenter Weise alles vermieden wird, was auf eine Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Beziehungen mit einer Ehe hinauslaufen könnte, wie z. B. eine Registrierung solcher Beziehungen.
2. Lebensgemeinschaften werden im Grundsatzpapier geschlechtsneutral aufgefasst, was gewisse Regelungen auch für homosexuelle Beziehungen ermöglicht. Es bleibt aber ein Schwachpunkt der gesetzlichen Entwicklung, dass Lebensgemeinschaften de facto fast die gleichen Vorteile empfangen wie eheliche Beziehungen. Es wird zwar so lobenswerter Weise die Gleichstellung homosexueller Partnerschaft mit Ehe vermieden, aber zu wenig berücksichtigt, wie viele und wie große soziale Leistungen von einer stabilen Familie mit Kindern erbracht werden. Um diese soziale Ungerechtigkeit zu beheben, bzw. um tatsächlich entschlossen zu fördern, was für eine gesunde Entwicklung der Gesellschaft von größter Bedeutung ist, wären Überlegungen dringend nötig.
(Feldkirch am 22. Sept. 2004, Diözesanbischof DDr. Klaus Küng)
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21.09.2004 16:17:49
Univ. Prof. em. Karl Hörmann verstorben
(stephanscom.at) Die Erzdiözese Wien trauert um den Moraltheologen und ehemaligen Rektor der Universität Wien, Prälat Karl Hörmann. Im Alter von 90 Jahren ist Prälat Karl Hörmann verstorben. Das Requiem für den Verstorbenen findet am 29. September um 11.30 Uhr in der Wiener Karl-Lueger-Kirche statt. Kardinal Christoph Schönborn wird den Trauergottesdienst leiten. Prälat Karl Hörmann wurde am 23. Jänner 1915 in Höflein an der Thaya in Mähren geboren. 1934 bis 1939 studierte er in Wien Theologie. Am 9. Juli 1939 wurde er zum Priester geweiht. Es folgten Kaplansjahre in Hollabrunn und Stockerau, wo er auch als Religionslehrer tätig war. Ab 1950 Privatdozent an der Universität Wien, wurde er 1953 außerordentlicher Professor für Moraltheologie und 1959 ordentlicher Professor. Zwei Mal fungierte er als Dekan der Katholisch-theologischen Fakultät, 1966/67 hatte er das Amt des Rektors der Universität Wien über. Von 1959 bis 1985 war er Vorstand des Instituts für Moraltheologie der Universität Wien. 1982 wurde Hörmann mit dem Großen Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet. Seinen Ruhestand verbrachte Hörmann hauptsächlich in Wien. Zu den bekanntesten Publikationen des Moraltheologen zählen sein "Handbuch der christlichen Moral" sowie das "Lexikon der christlichen Moral". Neben zahlreichen weiteren theologischen Veröffentlichungen schrieb Hörmann auch zwei Bücher über seine südmährische Heimat. Der Salzburger Weihbischof Andreas Laun - er war als Moraltheologe Assistent von Hörmann - sagte am Dienstag im Gespräch mit "Kathpress", er denke mit großer Dankbarkeit an Prälat Hörmann zurück. Laun würdigte vor allem Hörmanns "bedachtsame und liebevolle Art", mit der er die Moraltheologie betrieben habe. Hörmann sei als Moraltheologe immer "bei den Menschen" gewesen und ein Seelsorger geblieben. Er habe viel "Güte" gegenüber den Menschen gehabt, auch wenn dies manchmal in Spannung zur Lehre stand. Hörmann habe diese Spannung aber "ausgehalten", so der Salzburger Weihbischof. - Linktip: www.morallexikon.org
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21.09.2004 16:15:54
Kritische Annäherungen an Karl Rahner
Vielen seiner Schüler und Verehrer gilt er als der neue Kirchenlehrer der Gegenwart schlechthin. Man preist ihn als den „bedeutendsten Theologen der katholischen Kirche im 20. Jahrhundert“, den „theologischen Architekten für die dritte kirchengeschichtliche Epoche“: Die Rede ist von dem Jesuiten Karl Rahner (1904-1984). Zum 100. Geburtstag sowie 20. Todestag ist nun ein kritisches Buch erschienen, das Dr. David Berger herausgegeben hat.Als gemeinsames Ziel der Beiträge ist erkennbar, über Rahner hinaus und in kritischer Auseinandersetzung mit seinem Denken, Wege in die Zukunft aufzuzeigen, die sich mit Respekt vor der Stimme des Lehramtes konsequent an der Wahrheit des katholischen Glaubens orientieren und von daher der Kategorie der neuen theologischen Zeitrechung „vor“ oder „nach Rahner“ enthoben sind. Mit Beiträgen u.a. von Leo Kardinal Scheffczyk, Alma von Stockhausen, Bernhard Lakebrink, Johannes Stöhr, Leo Elders, Thomas Ruster, Georg May, Tadeusz Guz und Walter Hoeres. – Die Angaben: David Berger (Hrsg.), Karl Rahner: kritische Annäherungen, Franz Schmitt Verlag: Siegburg, 510 Seiten, 19 Euro, ISBN 3-87710-280-8.
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20.09.2004 05:21:38
Lehren aus dem "Fall St. Pölten"
Unter dem Titel "(Was) kann aus dem Fall St. Pölten gelernt werden?" unternimmt der Eichstätter Vizeoffizial Dr. Alexander Pytlik, der der österreichischen Militärdiözese angehört, eine tiefergehende Analyse, die nach den ekklesiologischen Zusammenhängen kirchlicher Verantwortung und insbesondere des Bischofsamtes fragt. Unter anderem führt Pytlik aus:
Es hat sich als grundlegend falsch herausgestellt, in einen einzigen Bischof praktisch eine Art "universale kirchenpolitische Hoffnung" zu setzen. Es ist falsch, schon zu Lebzeiten einen Bischof so zu glorifizieren, daß sachliche Kritik an seiner Amtsführung von fanatischer Seite praktisch als Abfall vom Glauben mißdeutet wird. All diese falsche Glorifizierung zu Lebzeiten und eine dem dienende "Hofberichterstattung" führt im Endeffekt sogar dazu, daß derart geleitete einfache gläubige Männer und Frauen aus der Bahn geworfen werden könnten, wenn es plötzlich den glorifizierten Bischof als einsamen "Superbischof" nicht mehr gibt. Hier gilt es, größere Nüchternheit an den Tag zu legen, hier gilt es - egal wann und wo - eine Art "Bischofsideologie" erst gar nicht aufkommen zu lassen. Der katholische Glaube und seine Inhalte dürfen nicht zu einer Ideologie verkommen und dürfen auch nicht zu einer solchen verinstrumentalisiert werden. Der Heilige Geist garantiert der römisch-katholischen Kirche das Bleiben in der vollen und unveränderlichen Wahrheit des Glaubens und der Sitten, nicht jedoch die persönliche Heiligkeit eines bestimmten Amtsträgers. Wer in den Inhalten des katholischen Glaubens gnadenhaft gefestigt ist, wird daher krisensicher durch die Zeiten gehen und auch nicht wegen eines einzigen Bischofs einen sogenannten "Kirchenaustritt" erwägen. Gefordert ist von jedem Christen persönliche Umkehrbereitschaft, gefordert ist aber auch je nach eigener Begabung Mitdenken.
Lesen Sie den kath.net-Kommentar von Dr. Pytlik in vollem Wortlaut! - Linktip: http://www.padre.at
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20.09.2004 05:17:33
Projektgruppe für neues "Gotteslob" eingesetzt
(Deutsches Liturgisches Institut Bischof Dr. Friedhelm Hofmann, der neue Bischof von Würzburg, hat als Vorsitzender der Unterkommission "Gebet- und Gesangbuch" die personelle Besetzung der Arbeitsgruppen bekannt gegeben. Seit dem 3. Mai 2004 bereiten die mit Zustimmung der beteiligten Bischofskonferenzen errichteten Arbeitsgruppen der Unterkommission anhand konkreter Aufträge die inhaltliche Ausgestaltung des GGB vor. Die Erarbeitung eines Gebet- und Gesangbuches in der Nachfolge des "Gotteslob" wurde von der Österreichischen und der Deutschen Bischofskonferenz beschlossen. Im Herbst 2001 wurde die entsprechende Unterkommission der Liturgiekommission errichtet. Das neue Gebet- und Gesangbuch für alle deutsch-sprachigen katholischen Christen soll ein Liturgiebuch sein, das zugleich als Hausbuch dient. Es soll zur lebendigen Mitfeier der Gottesdienste befähigen und zu einem vertieften geistlichen Leben führen. - Hier die Liste der Personen in den einzelnen Arbeitsgruppen (PDF)!
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18.09.2004 07:53:27
Weihbischof Laun referierte bei "Väterkonferenz"
(Kathpress) Die Gesellschaft in der westlichen Zivilisation zahlt einen hohen Preis für die dort verbreitete "Vaterlosigkeit" und die Absenz der Männer bei der Erziehung ihrer Kinder: Darauf wies der Salzburger Weihbischof Andreas Laun bei der ersten Europäischen Väterkonferenz am 14.09.2004 im Wiener Palais Auersperg hin. Viele Untersuchungen würden belegen, dass dieses Fehlen der Väter eine höhere Gewaltbereitschaft bei Jugendlichen bewirke, sie anfälliger für "Führergestalten" und häufiger zu Opfern sexueller Gewalt mache, eine konsumistische Haltung zur Sexualität begünstige und die Bereitschaft zu eigener Elternschaft senke. Laun stellte auch einen Zusammenhang zwischen einer gestörten bzw. unterentwickelten Vaterbeziehung und einer späteren homosexuellen Orientierung her. Der Weihbischof und Moraltheologe wandte sich scharf gegen ein heute propagiertes, von der "Gender-Ideologie" bestimmtes neues Vaterbild, das Väter als eine Art "geschlechtslose Wesen" und das Geschlecht generell als soziales Konstrukt sehe. Die Vorstellung, das Geschlecht sei abseits der biologischen Vorgaben "selbst bestimmbar", ist jedoch nach den Worten Launs ein "fataler Irrtum". Die jüdisch-christliche Tradition habe mit den Schöpfungserzählungen des Alten Testaments ein Menschenbild gezeichnet, das - so Laun - in seiner Weisheit auch Ungläubigen einleuchten müsse: Gott habe den Menschen nach seinem Bild als Mann und Frau geschaffen; die Geschlechterdifferenz sei also von Gott grundgelegt und gutgeheißen. Die Herrschaft des Mannes über die Frau sei Ausdruck der menschlichen Sünde und ebenso falsch wie die Einebnung jeglicher Unterschiede, betonte Laun. "Frauen sind anders, aber nicht weniger wert", das sei die authentische Botschaft der Bibel und Lehre der Kirche. Was genau mit Väterlichkeit zu umschreiben sei, kann nach den Worten des Bischofs nicht mathematisch präzise definiert werden - das sei aber bei anderen Wirklichkeiten wie Liebe, Schönheit, Leben usw.nicht anders. Ein Bild, ja ein Vorbild väterlicher Autorität zeichne Jesus mit seinem Gleichnis vom barmherzigen Vater: dieser begegne seinem verlorenen Sohn nicht tyrannisch, sondern verständnis- und liebevoll. In der Kirche verkörpere der Papst dieses Vaterbild einer gütigen Autorität in einer Weise, die ihm mehr Zulauf als vielen Stars verschaffe, sagte Laun. "Gegen den Zeitgeist" sei festzuhalten, dass Autorität "nichts Schlechtes" ist und auch nicht automatisch missbraucht wird. Autorität zu leugnen sei vielmehr eine andere Spielart des Missbrauchs, wie die Folgen einer antiautoritären Erziehung zeigten. Weihbischof Laun unterstrich abschließend das Recht eines Kindes auf männliche Zuwendung: "Es ist höchste Zeit, den Vater neu zu entdecken". - Link: Ergebnisse der "Väterkonferenz" (in Kürze online).
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18.09.2004 07:49:30
Die Grundentscheidung des Menschen: Gott oder der Mammon
Gott der Herr hat uns viele wunderbare und kostbare Gaben anvertraut, für die wir dankbar sind und für die wir Verantwortung tragen. Die Schönheit der Natur, die wir in diesen Tagen erleben können, ist ein Abglanz dessen, der sie erschaffen hat, und ein Zeichen seiner Größe und Güte. Auch jedem von uns sind in seinem Leben reiche Gaben geschenkt. Der eine hat diese, der andere jene Talente. Es gilt, sorgsam damit umzugehen. Was der eine hat und gut kann, soll auch dem anderen zugute kommen. Wie schlimm wäre es, wenn wir nur für uns selber arbeiten würden und kein Herz hätten für unsere Mitmenschen! Der Egoismus zerstört alles; statt Liebe kehrt Hass ein in das menschliche Zusammenleben; statt wohlwollender Freundschaft reagieren Missgunst, Streit und Ablehnung. Dies zeigt sich täglich im Kleinen wie im Großen, in den Ehe und Familien, in den Gemeinschaften, in der Gesellschaft sowie in der nationalen und internationalen Politik. Eben darum heißt es im Evangelium, wir sollten zuverlässig sein in den kleinen Dingen, damit wir es auch im Großen sind. - Lesen Sie mehr in der Predigt zum 25. Sonntag im Jahreskreis C!
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17.09.2004 13:41:34
Gott liebt dich! - Kommentar von WB Andreas Laun
Im aktuellen "Rupertusblatt-Kommentar" schreibt der Salzburger Weihbischof Dr. Andreas Laun:
Die Menschen aller Zeiten wussten und wissen: Die mütterliche Liebe entspricht der einzigartigen biologischen Verbundenheit der Mutter mit ihrem Kind, sie ist darum einzigartig und besonders tief. Kein Wunder, dass das Alte Testament für das Erbarmen Gottes auch das Wort „rahamim“ verwendet, verwandt mit „rehem“, Mutterschoß. Denn auch die Liebe Gottes für uns ist einzigartig tief und, wie die Mutterliebe mit dem Tragen des Kindes zu tun hat, gründet die Liebe Gottes in dem Schöpfungsakt.
Wir Christen glauben an den Gott, der unser Vater ist. Er liebt uns väterlich und auch vergleichbar mit der Liebe einer Mutter. Das ist gar nicht so leicht zu glauben, ebenso wenig wie die Bereitschaft Gottes zu verzeihen. Die Menschen scheinen sich zwar dessen sicher zu sein, aber an dem Tag, an dem ihnen ihre Armseligkeit und sündige Gottferne wirklich bewusst wird, werden sie die Versuchung zur Verzweiflung spüren und es wird ihnen schwer fallen zu glauben, dass Gott ihnen alles, wirklich alles zu verzeihen bereit ist.
Der Pfarrer von Ars hat, so las ich neulich, gesagt: Meine Versuchung ist nicht der Stolz, sondern die Verzweiflung. Für ihn war die Heiligkeit Gottes keine fromme Floskel. Aber nochmals ganz anders betrachtet: Gott liebt mich – das sagt mir „so“ keine andere Religion.
- Homepage: http://rupertusblatt.kirchen.net
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17.09.2004 13:39:51
Vom angekündigten (Nicht-) Rücktritt eines Bischofs
(www.hippolytus.net; Analyse von Dr. theol. Josef Spindelböck) Die österreichische kirchliche Nachrichtenagentur Kathpress meldete am Freitag, dem 10.09.2004, „der Vatikan“ habe dem St. Pöltner Bischof Kurt Krenn „den Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen nahe gelegt.“ In diesem Sinn habe Kardinal Giovanni Battista Re, der Präfekt der Kongregation für die Bischöfe, mit Krenn bei dessen Rom-Besuch gesprochen. Seit damals warteten viele auf die offizielle vatikanische Bekanntgabe dieses Rücktritts, den Krenn – so eine von der Tageszeitung „Die Presse“ zitierte, nicht näher bezeichnete vatikanische Quelle – unterzeichnet habe.
Einige Tage ergingen sich die diversen Medien in Spekulationen darüber, wann dieser so gut wie sicher scheinende Rücktritt vom Papst angenommen und dann offiziell bekannt gegeben würde. Die Zeitschrift „NEWS“ formulierte in der Ausgabe vom 16.09.2004 sogar mit lateinischen Worten, wie denn eine solche offizielle römische Bekanntgabe aussehen könnte und schien dabei Erwartung und Wirklichkeit zu verwechseln. Am selben Tag jedoch wurde es immer mehr zur Gewissheit, welche schließlich durch den Pressesprecher von Bischof Krenn, DI Michael Dinhobl, ihre definitive Bestätigung erhielt: Bischof Krenn hatte in Rom tatsächlich kein Rücktrittsgesuch unterschrieben. Freilich werde er in jedem Fall das tun, was der Papst persönlich von ihm erwarte. Damit zerplatzte eine mediale „Ente“, auf die bereits viele ihre Hoffnung gesetzt hatten, als inhaltslose und kurzlebige Luftblase.
Welche Schlussfolgerungen ergeben sich aus einer Analyse dieser Geschehnisse und den medial gehegten Erwartungen?
In gewisser Weise können diese Vorgänge ein Lehrstück für all jene sein, die in der Erwartung des aus bestimmter Perspektive angeblich sicher zu Geschehenden leben und meinen, die eigentliche Wirklichkeit werde längst nicht mehr von den Akteuren gestaltet, sondern medial inszeniert, womit eine neue Art von „self fulfilling prophecy“ gegeben wäre.
Tatsächlich ist es nicht so einfach, öffentliche und vor allem kirchliche Vorgänge per medial hoch geschaukeltem Erwartungsdruck zu „steuern“. Was vielmehr gefragt ist, und dies insbesondere im kirchlichen Bereich, ist sachliche Nüchternheit. Genau diese legt in bemerkenswerter Weise der Apostolische Visitator der Diözese St. Pölten, der Feldkircher Diözesanbischof DDr. Klaus Küng, an den Tag. Dieser musste bereits wiederholt unzutreffende mediale Darstellungen und Ankündigungen dementieren und verfolgte bei der Visitation des Priesterseminars St. Pölten eine konsequente Linie, wobei er sachliche Probleme und Anliegen ernsthaft prüfte und in Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der Diözese einer guten Lösung zuführte.
Der erste Verantwortliche für die Diözese St. Pölten ist immer noch Bischof Kurt Krenn. Dies gilt so lange, bis der Heilige Vater eine andere Lösung vorsieht und anordnet. Denkbar wäre beispielsweise, dass in Kürze ein Weihbischof eingesetzt wird, der zugleich als Koadjutor fungiert und in Zusammenarbeit mit Bischof Krenn die Geschäfte der Diözese lenkt. Ein Koadjutor hat das Recht der Nachfolge, sobald der bisherige Diözesanbischof aus seinem Amt ausscheidet. Auf diese Weise würde der Druck wegfallen, die Causa des Priesterseminars St. Pölten auf eine angebliche „Causa Krenn“ zu reduzieren und auf diese Weise zu „lösen“.
Zum Wohl der Kirche von St. Pölten und Österreichs insgesamt wird es nötig sein und gut tun, die vom Papst bestellten kirchlichen Autoritäten anzuerkennen und mit dem jeweiligen Bischof, wer immer es sei, im Geist der Ehrfurcht und des Gehorsams zusammenzuarbeiten. Möge der Geist Gottes alle zuständigen Personen in ihrem Verantwortungsbereich erleuchten und stärken! -
Lesen Sie auch den Kommentar von Stephan Baier in der Zeitung "Die Tagespost"!
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16.09.2004 09:57:28
Liechtenstein: Skepsis gegen Trennung von Staat und Kirche
(ORF Religion) Gegen eine Trennung von Staat und Kirche in Liechtenstein hat sich der Generalvikar der Erzdiözese Vaduz, Msgr. Markus Walser, ausgesprochen. Das Fürstenhaus habe seine Einstellung nicht geändert, sagte Walser der US-amerikanischen katholischen Nachrichtenagentur CNS. Die Kirche sei zwar zu "gewissen Veränderungen" bereit; für eine vollständige Trennung von Staat und Kirche sei jedoch die Zustimmung von Exekutive und Legislative notwendig. Liechtensteins neues Staatsoberhaupt, Erbprinz Alois, hatte sich vor seiner Vereidigung in einem Zeitungsinterview für eine "Entflechtung" von Staat und Kirche ausgesprochen. Ansonsten drohe immer wieder die Gefahr, "dass die staatliche Politik missbraucht wird, um Kirchenpolitik zu machen, und umgekehrt". Rund 85 Prozent der 32.000 Einwohner des Fürstentums sind katholisch. Nach der Verfassung ist die katholische Kirche Staatskirche. Das neue Staatsoberhaupt plädierte dafür, dass die Priester nicht länger von den politischen Gemeinden, sondern von der Kirche angestellt werden sollen. Die Kirche müsste dann auch für die Kosten aufkommen. Eine solche Regelung würde nach Einschätzung des Erbprinzen sowohl den Gemeinden wie der Kirche gut tun, wie das Beispiel der anderen Religionsgemeinschaften im Fürstentum zeige. - Link: http://www.erzbistum-vaduz.li
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16.09.2004 09:54:27
Das Beispiel der heiligen Märtyrer Cyprian und Cornelius
Mittagsimpuls von Dr. Josef Spindelböck auf "Radio Maria Österreich", 16.09.2004, 12.10 Uhr:
Zwei Märtyrer feiert die Kirche heute: den heiligen Bischof Cyprian von Karthago, welcher im Jahre 258 gewaltsam getötet worden ist, und den heiligen Papst Cornelius, welcher um das Jahr 253 gestorben ist. In diesen Zeiten der Verfolgung der Kirche durch die staatliche Autorität bekannten sich beide Heilige mutig zum Glauben an Christus und waren bereit, auch Widrigkeiten und Verfolgungen, ja selbst den Tod auf sich zu nehmen. Vom Herrn erwarteten sie die Krone der Herrlichkeit. Cyprian wurde unter dem römischen Kaiser Valerian 257 nach Curubis im heutigen Tunesien oder Libyen verbannt, dann zurückgeholt und in Karthago verurteilt und enthauptet. Auf dem Richtplatz gab er dem Henker fünf Goldstücke, da dieser ihm das Himmelstor öffne, verband sich selbst die Augen und neigte seinen Kopf. - Wie sieht es mit unserer Bereitschaft aus, für den Glauben einzustehen und entsprechend zu leben? Selbstkritisch dürfen wir uns fragen, ob der Glaube nur etwas Privates ist oder ob wir auch öffentlich dazu stehen. Gerade dann wenn wir auf Unverständnis stoßen und um des Wortes Gottes willen Ablehnung erfahren, sollen wir in Demut und Zuversicht ausharren. Nicht jenen Applaus wollen wir erstreben, den die Medien spenden, sondern die Anerkennung Gottes gilt es zu suchen. Wer sich bemüht den Willen Gottes zu tun, wird den Frieden Christi erfahren, der alles Begreifen übersteigt. Mögen uns die heiligen Märtyrer durch ihre Fürsprache bei Gott helfen, jederzeit das gute Zeugnis abzulegen für die Botschaft der rettenden Liebe Gottes! Dazu wollen wir den Segen Gottes erbitten.
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15.09.2004 16:46:48
Gute Hoffnung auf echten Neuanfang
(Referat für Öffentlichkeitsarbeit der Diözese St. Pölten) In einer Mitteilung aus dem Sekretariat der Visitators, die in der kommenden Ausgabe von Kirchebunt erscheint, wird die Hoffnung auf einen „echten Neuanfang“ für das Priesterseminar ausgedrückt. Die Gespräche mit zahlreichen Bewerbern seien derzeit im Gange, heißt es darin.

Mitteilung aus dem Sekretariat des Visitators Bischof DDr. Klaus Küng:
Die Gespräche der Priesteramtskandidaten für die Diözese St. Pölten mit der Kommission, die aus Vertretern der Diözese, Fachleuten und auf dem Gebiet der Priesterausbildung erfahrenen Personen aus anderen Diözesen zusammengesetzt ist, sind im Gange.
Zahlreiche Bewerber haben sich gemeldet. Sie stammen aus dem Kreis der bisherigen Seminaristen, auch gänzlich neue Interessenten finden sich darunter. Die Kommissionsmitglieder führen mit jedem einzelnen Kandidaten ein Gespräch, um sich in verantwortungsvoller Weise ein Bild von der Eignung der Kandidaten zu machen und jedem, der die Voraussetzung mitbringt, den Einstieg in die Priesterausbildung zu eröffnen.
Es besteht gute Hoffnung auf einen echten Neuanfang. Alle Gläubigen der Diözese werden ersucht, dieses große Anliegen mit dem Vertrauen, dass der „Vater im Himmel denen Gutes geben wird, die ihn bitten“ (Mt. 7,11) durch inständiges Gebet zu unterstützen.
St. Pölten, 14. September 2004
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13.09.2004 07:09:52
Papst ruft US-Kirche zur Erneuerung auf
(Kathpress) Papst Johannes Paul II. hat die katholische Kirche in den USA zur inneren Erneuerung nach den Sex-Skandalen der vergangenen Jahre aufgerufen. In einer Ansprache an amerikanische Bischöfe ging der Papst an seinem Sommersitz Castel Gandolfo ausdrücklich auf die "von den Skandalen um sexuellen Missbrauch ausgelöste Vertrauenskrise" in den USA ein. Er sei überzeugt, dass die Kirche heute wie in jedem kritischen Moment ihrer Geschichte die Kräfte zu einer wirklichen Selbsterneuerung finden werde, erklärte er. Diese Selbsterneuerung liege in der "Weisheit, der Vision und dem Eifer" von Bischöfen, die sich durch Heiligkeit auszeichneten. Johannes Paul II. betonte, die Kirche könne nur dann wirklich "re-formiert" werden, wenn sie zu ihren Wurzeln zurückkehre und sich die apostolischen Traditionen erneut zu eigen mache. In den gegenwärtigen Umständen der katholischen Kirche in den USA sei eine "geistliche Unterscheidung und eine Kritik bestimmter Führungsstile" erforderlich, die den Hirten zu sehr von seiner Herde entfernten und sein Bild als Bruder und Vater verdunkelten. Notwendig sei ein Seelsorgestil der offenen Zusammenarbeit mit allen, der zugleich die bischöfliche Autorität stärke.
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13.09.2004 07:08:54
"Maria - die Krone der Kronen der Schöpfung": Predigt von Kardinal Meisner
Auch am 2. Tag der Mariä-Namen-Feier in der Wiener Stadthalle, nämlich am 12.09.2004, predigte wieder der Kölner Erzbischof Kardinal Joachim Meisner. Unter anderem führte er aus: "Die Wirklichkeit der Welt und des Menschen ist gleichsam stigmatisiert von dem Wirklichen schlechthin, das heißt von Gott. Er ist der Eine, der Gute, der Wahre und der Schöne. Wenn der Mensch zu sich selbst kommen möchte, um damit glücklich zu werden, dann gehe er zu Maria, hier findet er ins Menschsein übersetzt, gleichsam in Reinkultur, wozu wir alle bestimmt und berufen sind: Ebenbilder des lebendigen Gottes zu werden, indem wir eins in uns selbst, gut, wahr und schön werden, ein wenig wie Maria, aber ganz sicher mit Maria." - Lesen Sie die Predigt in vollem Wortlaut (PDF)!
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