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28.08.2005 13:53:27
Chinesischer Untergrundbischof gestorben
(www.orf.at) Der katholische chinesische "Untergrundbischof" Xie Shiguang, der insgesamt 28 Jahre in Haft war, ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Der vom Vatikan ernannte Bischof von Mingdong in der südchinesischen Küstenprovinz Fujian sei bereits am Donnerstag der Leukämie erlegen, berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Xie Shiguang, der 1949 zum Priester geweiht wurde, habe sich stets geweigert, der staatlich sanktionierten Kirche in China beizutreten. Die staatlich registrierte Kirche erkennt die Autorität des Papstes nicht an und brach vor über 50 Jahren jegliche Beziehungen zu Rom ab. Dagegen werden Gläubige verfolgt, die treu dem Vatikan stehen. Das letzte Mal war der Bischof 1992 aus der Haft entlassen worden, stand aber seither ständig unter Polizeibeobachtung.
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27.08.2005 16:13:32
Kloster Weltenburg: Überflutungsgefahr gebannt
Im Landkreis Kelheim ist der Katastrophenalarm am Freitag aufgehoben worden, meldet die „Mittelbayrische Zeitung“. Mehrere hundert Helfer konnten während der Nacht zum Freitag das weltberühmte Kloster Weltenburg sowie den Ort Kelheim und einen zu brechen drohenden Damm bei Neustadt erfolgreich gegen die Wassermassen verteidigen. Man sei jetzt „vorsichtig optimistisch“ sagte ein Sprecher des Kelheimer Krisenstabs. Die Benediktiner im Kloster Weltenburg atmen nun auf: Im Kampf gegen das Donau-Hochwasser konnten Helfer eine völlige Überflutung der Abtei verhindern. Die von der Feuerwehr errichteten Dämme aus Sandsäcken hätten den Wassermassen standgehalten, heißt es. Aus dem Refektorium, der Küche und dem Gästespeisesaal sei das Wasser bereits abgepumpt worden. Die Keller und die Klosterschenke seien allerdings nach wie vor überschwemmt. Der entstandene Schaden konnte noch nicht beziffert werden. Bereits an Pfingsten 1999 hatte ein Jahrhundert-Hochwasser das Kloster heimgesucht. Mehrere Tage stand das gesamte Erdgeschoß des Klosters etwas 1,40 m unter Wasser. In der Asam-Kirche erreichte das Wasser eine Höhe von 30-40 cm und verursachte großen Schaden. - Linktip: Kloster Weltenburg.
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27.08.2005 16:08:31
Krakauer Erzbischof Dziwisz ins Amt eingeführt
(Radio Vatikan) Der neue Krakauer Erzbischof Stanislaw Dziwisz ist heute (27.08.2005) in sein Amt eingeführt worden. Der langjährige Privatsekretär von Papst Johannes Paul II. tritt die Nachfolge von Kardinal Franciszek Macharski an. In der Kathedrale auf dem Wawelhügel verlas Bischof Jan Zajac die Bulle von Papst Benedikt XVI., der Dziwisz zum Oberhirten von Krakau ernannt hat. Dziwisz selbst schlug bei dem Gottesdienst vor, Johannes Paul II. neben dem heiligen Stanislaw zum zweiten Schutzpatron Krakaus zu erklären. Dziwisz trug bei der Zeremonie das Gewand von Karol Wojtyla, in dem dieser 1964 ebenfalls als Krakauer Erzbischof eingeführt wurde. 1979 legte Papst Johannes Paul II. den Ornat noch einmal an: Bei seinem ersten Heimatbesuch 1979 in Krakau feierte er darin einen Gottesdienst. An der Festveranstaltung nahmen fast alle polnischen Bischöfe teil, außerdem die Spitzen der Politik, wie der scheidende polnische Staatspräsident Aleksander Kwasniewski. Aus Wien war Kardinal Schönborn angereist, aus dem Vatikan eine 70-köpfige Delegation, angeführt von Kardinal Giovanni Battista Re, dem Präfekten der Bischofskongregation; auch Georg Ratzinger, der Bruder des Papstes, war gestern Abend von Rom aus nach Polen geflogen. Mehr als 800 Geistliche und 70.000 Gläubige nahmen an der Amtseinführung des Krakauer Erzbischofs teil.
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26.08.2005 18:05:45
Kreuzesnachfolge als Weg zum Leben
Es ist keine populäre Botschaft, die Jesus Christus, der Herr, seinen Jüngern verkündet: Er selbst werde am Kreuz sterben, und seine Jünger sollten ihm nachfolgen und in der Art und Weise, wie sie die Leiden, Beschwerden und Verfolgungen des Lebens und auch den Tod auf sich nehmen, das Kreuz mit ihm tragen. Kein Wunder, dass sich hier Protest geregt hat und sogar Petrus, der „Felsenmann“, erklärt hat: „Das soll Gott verhüten, Herr! Das darf nicht mit dir geschehen.“ Das heutige Evangelium warnt uns vor einem vorschnellen Triumphalismus in der Art, als ob wir die Auferstehung ohne das Kreuz haben könnten. Der Jünger steht nicht über seinem Meister, und wie dieser sein Leben hingeben wollte als Opfer der Liebe für uns Menschen, so sollen auch wir uns in Einheit mit ihm zu einer lebendigen Opfergabe machen im Dienst an Gott und unseren Brüdern und Schwestern (vgl. Röm 12,1). - Lesen Sie die Predigt zum 22. Sonntag im Jahreskreis A!
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26.08.2005 16:46:04
Bischof Küng stellte sich Anfragen zu Sexualität und Ehe
(kath.net) Wenn ein Mann und eine Frau miteinander schlafen, so ist das „der tiefste und ganzheitliche Ausdruck der Ganzhingabe“. Es bedeute „Ja sagen zum anderen, nicht nur mit Worten, sondern eigentlich mit dem Geschenk des eigenen Lebens.“ Dies sei der Grund, warum die Kirche für die Enthaltsamkeit vor der Ehe eintritt, erklärte der St. Pöltner Bischof Klaus Küng in einem Statement beim Österreicher-Treffen in Düsseldorf im Rahmen des Weltjugendtages. Jugendliche hatten Fragen an die anwesenden Bischöfe gerichtet. Der St. Pöltner Bischof sprach über Sexualität, Verhütung und Homosexualität. „Einer schenkt sich dem anderen“, erläuterte Küng das Wesen von sexueller Liebe. „Man will dem anderen alles geben und man ist so dankbar für alles, was man von ihm empfängt.“ Da gehöre auch die Vater- oder Mutterschaft“. „Wenn das Erotische – das ein Schatz ist, etwas ganz Wichtiges – zu schnell im Vordergrund steht, dann passiert es, dass man sich gar nicht wirklich kennen lernt“, betonte Küng. Es sei gut, einander wirklich kennen zu lernen. Wichtig sei ein großer Respekt vor dem „Schatz“, den der andere in sich trägt. Sexualität setze voraus, „dass man zueinander Ja gesagt hat für immer, ohne Abstriche, mit allem, was dazu gehört“. Das sei für Christen nur möglich, „wenn man das Ja in der Ehe gesagt hat“, unterstrich der Bischof. Man gebe das Ja aus Liebe zum anderen, aber auch im Vertrauen auf Christus, denn: „Er lehrt den Weg der Liebe am besten.“ „Es wäre mir ein ganz großes Anliegen, wenn aus den Weltjugendtagen so etwas wie ein Trend entsteht: Warten bis zur Ehe!“, rief Bischof Küng. „Es lohnt sich!“ Er ermutigte ausdrücklich jene, die andere Erfahrungen machten. „Wenn es trotzdem passiert ist, wenn man trotzdem schwach geworden ist: Jesus ist barmherzig, er ist der Erlöser, er wird uns beistehen und er kann Wunden heilen.“ Das Thema Verhütung hänge stark mit Beziehung zusammen. Bei der Natürlichen Empfängnisregelung sei es notwendig, dass man Rücksicht aufeinander nimmt. „Es bedeutet, den anderen so anzunehmen wie er ist“, unterstrich Küng. Bei der Homosexualität sei „die geschlechtliche Vereinigung niemals wirklich Ausdruck einer solchen Ganzhingabe, wie ich es vorher zu beschreiben versuchte“, erklärte er. „Hier fehlt der Bezug zum Leben. Sexualität ist Fähigkeit, auch Leben zu empfangen, Leben zu geben.“ Sexualität sei „Fähigkeit zu einer Teilnahme an der Schöpferkraft Gottes“, sagte der Bischof. „Sexualität ist etwas zutiefst Würdiges, etwas, was Männer und Frauen, die einander lieben, zu einem Abbild Gottes in einer ganz besonderen Weise macht, denn Gott ist die Liebe. Und wenn zwei einander lieben, dann werden sie Gott ähnlich. Das bedeutet immer auch Offenheit für das Leben. In der Homosexualität ist diese Ausrichtung auf das Leben nicht möglich. Das ist schon einfach physisch nicht möglich.“
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26.08.2005 16:43:42
Diplomatischer Streit zwischen Vatikan und Israel beendet
(Kathpress) Der Vatikan und Israel haben ihren diplomatischen Streit um angeblich fehlende Papstäußerungen zum Terror in Israel offenbar beigelegt. Wie am Freitag aus Vatikankreisen zu erfahren war, ist für Mitte September ein Besuch der beiden Oberrabbiner Israels beim Papst geplant. Ein solcher Besuch wäre nach Ansicht von Beobachtern kaum möglich, solange es zwischen dem Heiligen Stuhl und Israel akute Spannungen gibt. Unterdessen berichtete die italienische Tageszeitung "Corriere della Sera" in ihrer Freitagsausgabe, zwischen dem israelischen Regierungschef Ariel Scharon und Kardinal-Staatssekretär Angelo Sodano habe es in der vergangenen Woche wechselseitige Entschuldigungen gegeben. Zunächst habe Scharon einen Brief an Sodano geschrieben, in dem er die Reaktion seiner Regierung als "zu aggressiv und letztlich kontraproduktiv" bezeichnet habe. Wenige Tage danach, so die Zeitung weiter, habe Sodano dem israelischen Vatikanbotschafter Oded Ben Hur in einem persönlichen Gespräch versichert, die Nichterwähnung Israels durch den Papst beim Angelusgebet sei ein reines Versehen gewesen. Die Erklärungen von Vatikansprecher Joaquin Navarro-Valls in der Angelegenheit habe Sodano in dem Gespräch als "wenig angemessen" bezeichnet. Der Streit hatte sich entzündet, als Papst Benedikt XVI. bei einem öffentlichen Angelusgebet am 24. Juli unter dem Eindruck der Attentate von London über mehrere islamistische Terroranschläge sprach, dabei aber einen kurz zuvor erfolgten Anschlag in Israel nicht erwähnte. Daraufhin hatte Israel den Botschafter des Papstes einbestellt und protestiert. Der Heilige Stuhl reagierte mit geharnischten Kommuniques, die das vatikanische Presseamt verbreitete. Darin hieß es unter anderem, der Vatikan habe in der Vergangenheit nicht immer auf Terroranschläge gegen Israel reagieren können, zumal wenn Israel seinerseits mit völkerrechtlich fragwürdigen Mitteln auf solche Anschläge reagiert habe.
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25.08.2005 18:34:16
Symposion über den heiligen Josef
Vom 25. September bis zum 2. Oktober 2005 tagen mehr als 60 Theologen aus der ganzen Welt in Kevelaer am Niederrhein. Das Thema des IX. Internationalen Symposion über den hl. Josef lautet: Die Bedeutung des hl. Josef in der Heilsgeschichte. Noch als Präfekt der Glaubenskonkregation hat Joseph Kardinal Ratzinger die Ehrenpräsidentschaft des Symposions übernommen. Nach der Wahl zum Nachfolger Petri hat er der Veranstaltung seinen Apostolischen Segen erteilt. Das parallele pastorale Programm wartet mit namhaften Referenten, Kardinälen und Bischöfenauf. Es wurde vom veranstaltenden Arbeitskreis für Josefstudien und der Wallfahrtsleitung, mit dem Ziel organisiert, die Verehrung des hl. Josef zu beleben und auf die verschiedenen Themen aufmerksam zu machen, die seiner Fürsprache anvertraut sind. Nach dem Ende des Weltjugendtages ist das Interesse an der Veranstaltung merklich gewachsen. Mit dem umfangreichen Programm werden sehr unterschiedliche Gruppen angesprochen. Am Freitag, 30. September, findet z.B. ein Tag für Arbeiter und Unternehmer statt. Referenten sind hierbei u.a. Michael Bommers und Prälat Prof. Ortiz. Das Wochenende vom 1. auf den 2. Oktober bietet ebenfalls ein sehr anspruchsvolles Programm. Diesmal zum Thema Ehe und Familie. Erzbischof Cordes, Jürgen Liminski, Prof. Gerl- Falkovitz, Erzbischof Zollitsch und Bischof Genn werden u.a. am Wochenende zu Gast sein. Das aktuelle Gesamtprogramm kann beim Sekretariat des Josef Symposions, Maasstr. 2, 47623 Kevelaer, Tel. 02832 - 79 99 00, Fax. 02832 - 97 82 02 angefordert oder auf der Homepage des Symposions
( http://www.josefsymposion.org ) eingesehen werden.
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24.08.2005 17:39:32
Hochwasser-Soforthilfe der Caritas
(Kathpress) Caritaspräsident Franz Küberl hat am Mittwoch an die Solidarität der Österreicher appelliert, die vom Hochwasser betroffenen Menschen tatkräftig zu unterstützen. Nach den verheerenden Regenfällen der letzten Tage würde sich abzeichnen, dass immer mehr Menschen auf Hilfe angewiesen sind. Es sei berührend zu sehen, "wie in Krisenzeiten die Menschen zusammenrücken, wie Familien ihre Nachbarn aufnehmen und Freiwillige die Ärmel hochkrempeln", berichtete Küberl von seinem jüngsten Lokalaugenschein im steirischen Gasen, wo sich der Caritaspräsident ein Bild vom Ausmaß der Katastrophe machte. "Wenn man sieht, wie nun ganze Häuser komplett zerstört und unbewohnbar sind, wird klar, dass unsere Hilfe auch hier einen langen Atem brauchen wird", so Küberl wörtlich. In der Steiermark, in Tirol und in Vorarlberg sind bereits hunderte freiwillige Caritas-Helfer im Einsatz, um die Opfer des Hochwassers zu unterstützen. Im Bregenzer Wald und Walgau helfen auch rund 70 Asylwerber bei den Aufräumarbeiten mit. Als finanzielle Hilfe für die Betroffenen hat die Caritas nach aktuellem Stand 125.000 Euro bereitgestellt. Die Caritas-Österreich bittet um Spenden für die Betroffenen des Hochwassers in Österreich: PSK 7.700 004, BLZ 60 000, Kennwort:
"Hochwasser Österreich".
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24.08.2005 10:10:06
Verbindliche Glaubensauslegung durch das Lehramt der Kirche
Das von Papst Benedikt XVI. approbierte "Kompendium" des Katechismus der Katholischen Kirche stellt in Nr. 16 fest: "Wem steht es zu, das Glaubensgut verbindlich auszulegen? Die verbindliche Auslegung des Glaubensgutes obliegt allein dem lebendigen Lehramt der Kirche, das heißt dem Nachfolger Petri, dem Bischof von Rom, und den Bischöfen in Gemeinschaft mit ihm. Dem Lehramt, das im Dienst des Wortes Gottes das sichere Charisma der Wahrheit besitzt, steht es auch zu, Dogmen zu definieren: Das sind Formulierungen von Wahrheiten, die in der göttlichen Offenbarung enthalten sind. Diese Autorität erstreckt sich auch auf Wahrheiten, die mit der Offenbarung in einem notwendigen Zusammenhang stehen."
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23.08.2005 17:02:31
Ein neues Pfingsten in den Herzen der Jugend
Der Weltjugendtag ist ein Aufbruch, bei dem man „in Jesus Christus die Antwort auf die eigenen Fragen findet“, sagte der St. Pöltner Bischof Klaus Küng im KATH.NET-Interview. Unter anderem sagte Küng: "Uns muss selber bewusst sein, woher wir kommen und wohin wir gehen und dass Christus der Weg ist, der zum eigentlichen Ziel führt. Ich denke, dass einerseits die Verkündigung eine ganz große Pflicht ist, denn die Menschen sind oft orientierungslos und ohne Halt. Dieser Stern, der aufgeht, ist ganz wichtig. Aber wichtig ist andererseits auch das Hinhören auf das, was innerlich gesund macht, was die Wunden heilt. Ich glaube, dass dieser Aspekt besonders wichtig ist in der Gegenwart und in der Zukunft. Ich freue mich auch jetzt schon, in Köln zu beobachten, dass doch viele die Gelegenheit nützen, um sich zu öffnen und wieder einmal oder endlich einmal über die Art zu leben nachdenken und wieder einmal innere Ordnung zu schaffen. Ich hab das heute Früh auch wieder gesehen, die Priester, die heute zur Katechese da waren, hatten wieder viel Arbeit mit dem Beichte hören. Ich denke, dass da ein ganz großer Nachholbedarf ist, gerade auch in Österreich. Ich hoffe, dass die Zahl jener, die Christus letztlich entdecken und auf ihn bauen, steigt."
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23.08.2005 16:58:57
Kardinal Stickler ist 95
(religion.orf.at) Der aus Österreich stammende langjährige Leiter der Vatikanischen Bibliothek, Kardinal Alfons Maria Stickler, vollendete am 23. August sein 95. Lebensjahr. Stickler wurde 1910 in Neunkirchen (Niederösterreich) geboren. Nach der Matura trat er in das Noviziat der Salesianer Don Boscos ein, nach dem Studium der Philosophie und Theologie wurde er am 27. März 1937 in der römischen Lateranbasilika zum Priester geweiht. Anschließend studierte er kirchliches und weltliches Recht an der Lateran-Universität. Danach lehrte er an der kirchenrechtlichen Fakultät der römischen Salesianer-Universität, wurde Dekan dieser Fakultät und schließlich Rektor der Hochschule. Den nach eigener Aussage bedeutendsten "Wechsel seines Lebensgleises" erlebte Kardinal Stickler am Aschermittwoch 1971, als er von seiner Bestellung zum Leiter der Vatikanischen Bibliothek durch Paul VI. erfuhr. Im Zuge dieser Tätigkeit wurde Stickler Konsultor mehrerer vatikanischer Kongregationen. Am 9. September 1983 berief ihn Papst Johannes Paul II. zum "Pro-Bibliothekar der Heiligen Römischen Kirche" und ernannte ihn gleichzeitig zum Erzbischof mit dem Titularsitz Bolsena. Am 7. Juli 1984 übertrug ihm der Papst außerdem die Leitung des vatikanischen Geheimarchivs, im April 1985 wurde er ins Kardinalskollegium berufen. Während seiner Amtszeit setzte sich Stickler unermüdlich für die Erhaltung und Modernisierung der Vatikan-Bibliothek ein, die nicht nur als Aufbewahrungsort der "weltweit reichsten Sammlung an Handschriften" (rund 70.000) gilt, sondern auch eine Million gedruckter Bücher, rund 150.000 Kupferstiche und eine überaus wertvolle Münzsammlung beherbergt. Unter anderem wurde unter der Leitung des österreichischen Kardinals ein großer Bunker errichtet, in dem die wichtigsten Schätze der Bibliothek (unter anderem der "Codex Vaticanus") atombombensicher untergebracht sind. Im Sommer 1988 trat Stickler aus Altersgründen von seinem Amt als Leiter der Vatikanbibliothek und des Geheimarchivs zurück. Er lebt auch im Ruhestand in Rom.
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22.08.2005 18:12:16
Ein Erlebnisbericht vom Weltjugendtag 2005
WJT 2005 Bericht: ein Tagebuch-Protokoll von Fr. Meinrad Mitra OSB, Stift Göttweig
16. August:
Heute Morgen brachen die ersten unserer Gruppe bereits um 3h Früh auf, ich selbst stieg um 4h45 zu. Nach einer fast 13stündigen Busfahrt kamen wir in Velbert an. Dieser Ort liegt zwischen Essen und Wuppertal und war früher unter der Bezeichnung "Stadt der 1000 Schlösser" bekannt. Die meisten unserer Gruppe bekamen Quartier bei Familien und der Rest wurde in der Pestalozzischule untergebracht.
17. August:
Morgens feierten wir gemeinsam mit polnischen Jugendlichen das Morgenlob in der Pfarre St. Marien in Velbert, anschließend brachen wir zur Domwallfahrt auf. Nach knapp 2 Stunden kamen wir am Hauptbahnhof an und machten uns auf den Weg zum Dom. Es war ein sehr eindrucksvolles Erlebnis. Jetzt sind die meisten unserer Gruppe wieder zurück in ihren Quartieren, und ein paar machen noch Köln unsicher.
18. August:
Beim Morgenlob erfuhren wir vom Tod von Frerè Roger, dem Gründer der Gemeinschaft von Taizé. Am Vormittag besuchten wir die Katechese von Diözesanbischof DDr. Klaus Küng, St. Pölten, in der Pfarre St. Maria Himmelfahrt in Düsseldorf. Im Anschluss feierte er mit uns die hl. Messe.
Danach machten wir uns auf den Weg zum Hofgarten, wo wir auf das Mittagessen warteten. Einige von uns begaben sich nachher ans Rheinufer zur Videowall, um die Ankunft von Papst Benedikt zu erleben. Am Abend war dann in Velbert-Langenberg ein Abendlob, genannt Evensong, in der Kirche St. Michael.
19. August:
Heute Vormittag waren die meisten von uns bei der Messe in St. Marien in Velbert, ich selbst unternahm eine kleine Wallfahrt nach Neviges in den Mariendom. Ein sehr eindrucksvoller Bau. Jetzt am Nachmittag kamen wir gegen 15h zum Österreichertreffen in Düsseldorf. Dieses Treffen fand in der Pfarre zur Hlgst. Dreifaltigkeit statt. Im Anschluss bestand die Möglichkeit ab 18h zur Anbetung und um 19h30 zum internationalen Kreuzweg.
20. August:
Heute feierten wir mit der Pfarrgemeinde von St. Marien in Velbert den Abschlussgottesdienst und brachen dann zum Marienfeld auf. Nach einem langen Marsch kamen wir erschöpft auf dem Marienfeld an, wo schon sehr viele Jugendliche auf den Beginn der Gebetsvigil mit Papst Benedikt gewartet hatten. Die Vigil begann um 20h30 mit der Weihe einer Glocke, die den Namen Johannes Paul II. trägt. Während der Vigil wurde in feierlicher Prozession die Marienikone auf den Papsthügel gebracht. Ebenso gab es eine Stunde der eucharistischen Anbetung. Da es zum Glück nicht zu regnen begann hatten wir eine trockene Nacht, die wir ja im Freien verbrachten.
21. August:
Heute Morgen beteten wir gemeinsam die Laudes und erwarteten die Ankunft des Papstes. Kurz nach 10h begann die Papstmesse zum Abschluss des 20.
Weltjugendtages. In seiner Predigt, die er in mehreren Sprachen hielt, sprach er den Jugendlichen Mut zu. Am Ende des Gottesdienstes verkündete er mit Freude, wann und wo der nächste Weltjugendtag stattfinden wird. Er wird im Jahr 2008 in Sydney in Australien begangen. Diese Tage waren ein tiefes Erlebnis für jeden einzelnen.
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22.08.2005 18:06:18
Weltjugendtag als Wendepunkt
(Kathpress) Der Besuch Papst Benedikts XVI. beim Kölner Weltjugendtag könnte einen "Wendepunkt" in der Geschichte Europas markieren, betonte Kardinal Christoph Schönborn im Gespräch mit Journalisten in der rheinischen Metropole. Der Weltjugendtag in Köln werde "kraftvolle Auswirkungen" auf die katholische Kirche in Deutschland und darüber hinaus haben. Genauso sei es 1997 beim Weltjugendtag in Paris im Hinblick auf Frankreich und andere französischsprachige Gebiete der Fall gewesen. Kardinal Schönborn räumte ein, dass er sich selbst gefragt habe, wie die Initiative Weltjugendtag nach dem Tod Johannes Pauls II., der "die bestimmende Kraft dieser Versammlungen war", weitergehen könne. Aber der Weltjugendtag in Köln mit Benedikt XVI. habe sich als ebenso vital erwiesen wie die früheren Jugendtreffen. Europa brauche diese Vitalität dringend, unterstrich der Wiener Erzbischof. Der europäischen Gesellschaft mangle es an Energie, sie befinde sich in "emotionalen Schwierigkeiten" und brauche dringend Leute, die "Motive der Hoffnung" und "Optionen für die Zukunft" aufzeigen. Papst Benedikt XVI. sei eine solche Persönlichkeit, daher sei seine Wahl in diesem schwierigen Augenblick ein "Geschenk der göttlichen Vorsehung" gewesen. Kardinal Schönborn betonte, dass der Weltjugendtag eine "geniale Intuition" Johannes Pauls II. war. In den letzten 20 Jahren habe die Initiative Weltjugendtag "ungeheure Früchte" für die Kirche erbracht - "und durch die Kirche für die Welt". Der entscheidende Beitrag der Weltjugendtage bestehe darin, jungen Menschen Energie und Inspiration zu vermitteln und Prinzipien aufzuzeigen, die den Jugendlichen auf dem Weg zum Erwachsenwerden helfen können.
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21.08.2005 09:20:18
Papstmesse zum Abschluss des Weltjugendtages
(n-tv.de) Vor einer Million Menschen hat Papst Benedikt XVI. zum Abschluss des Weltjugendtages die Notwendigkeit von Religion und Glaube für den modernen Menschen beschworen. Wirkliche Verbesserung der Welt sei nur durch den Glauben an die Liebe Gottes möglich. "Nur von dieser innersten Explosion des Guten her, das das Böse überwindet, kann dann die Kette der Verwandlung ausgehen, die allmählich die Welt umformt", sagte er bei der Messe unter wolkenverhangenen Himmel vor den Toren Kölns. In einer stark theologisch gehaltenen Rede, bei der er immer wieder auf die Eucharistie (Abendmahl) einging, beklagte Papst Benedkit XVI. den Mangel an Religiosität in unserer Zeit. "Heute gibt es in großen Teilen der Welt eine merkwürdige Gottvergessenheit." Dies sei Ursache, dass viele Menschen unter Unzufriedenheit und Frustration litten und sich immer wieder fragten: "Das kann doch nicht das Leben sein!" Zugleich warnte Ratzinger aber auch davor, dass die Menschen sich individuell ihre eigene Religion suchen. Dies führe dazu, dass "Religion geradezu zum Marktprodukt" werde. "Man sucht sich heraus, was einem gefällt, und manche wissen, Gewinn daraus zu ziehen. Aber die selbst gesuchte Religion hilft uns im letzten nicht weiter. Sie ist bequem, aber in der Stunde der Krise lässt sie uns allein." Nur der Glaube an Gott könne dem Mensch wirklich helfen. Christlicher Glaube bedeute dagegen: "Gewalt wird in Liebe umgewandelt und so Tod in Leben." Christentum bedeute auch "der Sieg der Liebe über den Hass, der Sieg der Liebe über den Tod". Zugleich mahnte der Papst die jungen Leute, am Sonntag die Messe zu besuchen und die Eucharistie zu feiern. "Es ist schön, dass in vielen Kulturen heute der Sonntag ein freier Tag ist ... Aber diese freie Zeit bleibt leer, wenn Gott nicht darin vorkommt." Zudem rief er die jungen Leute zum sozialen Engagement auf. "Wir dürfen zum Beispiel die alten Menschen nicht ihrer Einsamkeit überlassen, an den Leidenden nicht vorbeigehen." Er fügte hinzu: "Wenn wir von Christus her denken und leben, dann gehen uns die Augen auf, und dann leben wir nicht mehr für uns selber dahin, sondern dann sehen wir, wo und wie wir gebraucht werden." Nach der Messe wird Benedikt noch am Abend nach Rom zurückkehren. Es ist die erste Auslandsreise des deutschen Papstes seit seiner Wahl vor vier Monaten. - Lesen Sie die Predigt des Papstes im vollen Wortlaut, wie sie von kath.net dokumentiert wird!
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20.08.2005 18:50:12
Papst bei Vigilfeier mit Jugendlichen
(n-tv.de) Rund 700.000 Jugendliche haben am Samstagabend Papst Benedikt XVI. bei seiner Ankunft auf dem Marienfeld bei Köln begeistert empfangen. Der Papst fuhr auf dem ehemaligen Tagebaugelände im Papamobil vor, um mit den Jugendlichen einen Abendgottesdienst zu feiern. Auf dem 152 Hektar großen Gelände schwenkten die Jugendlichen Fahnen und Transparente. Wie schon am Ankunftstag des Papstes erschallten "Benedetto"-und "Papa"-Rufe. An die Pilger wurden Tausende Kerzenbecher ausgeteilt, die für ein Lichtermeer sorgten.
Benedikt fuhr mit dem Papamobile auf den aus 3000 Tonnen Erde aufgeschütteten Altarhügel. Kurz vor seiner Ankunft war das in den vergangenen Monaten durch Deutschland getragene Weltjugendtagskreuz zum Fuße des Hügels gebracht worden. Nach Aussage des Papstes tritt Gott nicht in Konkurrenz zu den weltlichen Formen der Macht. "Die Macht Gottes ist anders als die Macht der Mächtigen der Welt. Er stellt der lauten, auftrumpfenden Macht dieser Welt die wehrlose Macht der Liebe gegenüber", sagte er beim Abendgebet auf dem Marienfeld. Zuvor hatte er die Menschen vom Papamobil aus begrüßt. Auf dem Marienfeld findet am Sonntag auch der Abschlussgottesdienst des Weltjugendtags statt.
Zuvor hatte Benedikt XVI. bei einem Treffen mit Muslimen den Terrorismus als "pervers und grausam" verurteilt. Zugleich erinnerte er an Kriege, Gewalt und Hass zwischen Christentum und Islam in der Geschichte. Sowohl der Papst als auch Repräsentanten der Muslime setzten sich für einen verstärkten Dialog ein. "Auch die islamische Welt sollte ihre historische Schuld bekennen und zu einem neuen konstruktiven Anfang bereit sei", sagte Nadeem Elyas vom Zentralrat der Muslime in Deutschland. Der Terrorismus sei der "gemeinsame Feind". Vatikan-Beobachter nannten die Rede des Papstes an die Muslime ungewöhnlich engagiert. "Der Terrorismus, welcher Herkunft auch sei, ist eine perverse und grausame Entscheidung, die das unantastbare Recht auf Leben mit Füßen tritt und die Fundamente jedes geordneten Zusammenlebens untergräbt", sagte das katholische Kirchenoberhaupt. Die Attentäter und deren Hintermänner hätte das Ziel, "unsere Beziehungen vergiften zu wollen". Dabei "bedienen sie sich aller Mittel, sogar der Religion ...". Es war Ratzingers erste ausführliche öffentliche Auseinandersetzung mit dem fundamentalistischen Terrorismus seit seiner Papstwahl vor vier Monaten. - Linktips: Ansprache bei den Muslimen, Ansprache bei der Vigil.
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20.08.2005 07:18:16
Nächster Weltjugendtag in Sydney
(religion.orf.at) Der Weltjugendtag 2008 wird in der australischen Metropole Sydney stattfinden. Das bestätigte Papst Benedikt XVI. am 19.08.2005 am Randes eines Mittagessens mit Jugendlichen aus verschiedenen Ländern in Köln. Bei dem Mittagessen stellte sich dem Papst auch Lubica Jovanovic vor, eine 19-jährige Weltjugendtags-Teilnehmerin aus der Nähe von Sydney. Daraufhin sagte Benedikt XVI. - wie Jovanovic anschließend im Gespräch mit Journalisten berichtete -, dass das nächste Welttreffen ja in ihrer Heimatstadt stattfinden werde. Er freue sich darauf, aus diesem Anlass auf den fünften Kontinent zu reisen. Offiziell soll der Austragungsort des nächsten WJT erst zum Abschluss des Kölner Treffens am Sonntag bekannt gegeben werden. Heute (20.08.) abend wird der Papst eine Vigil mit den Jugenlichen feiern, morgen Sonntag folgt die feierliche Papstmesse. - Linktip: http://www.wjt2005.de
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20.08.2005 07:15:17
Petrus, der Fels der Kirche
Die katholische und auch die nichtkatholische Welt blickt in diesen Tagen nach Köln, wo vom 16.-21. August der XX. Weltjugendtag stattfindet. Es handelt sich um ein gemeinsames Glaubenszeugnis vieler junger und auch älterer Menschen, bei dem sich die Vitalität der Kirche auf besonders eindrucksvolle Weise zeigt. Auch Papst Benedikt XVI. hat es sich nicht nehmen lassen, nach Köln zu kommen und feiert Sonntagvormittag die heilige Messe mit den anwesenden Teilnehmern, was auch über Radio, Fernsehen und Internet mitverfolgt werden kann. Menschen aus allen Völkern und Nationen sind nach Köln gekommen und stellen auf ihre Weise die universale Kirche dar. Die Weltkirche ist wahrhaft „katholisch“, d.h. allumfassend, da sie keine Grenzen von Ort und Zeit kennt, sondern alle Menschen umfasst, die getauft sind und sich in der Einheit des katholischen Glaubens zur Kirche Christi bekennen. Die Kirche ist – längst bevor man das Schlagwort der „Globalisierung“ kannte – eine weltweite Größe. Jesus Christus hat die Apostel und Jünger ausgesandt, um den Menschen aller Völker das Evangelium zu verkünden. Viele haben die Botschaft des Glaubens angenommen und weitergegeben; auf diese Weise ist die Kirche präsent bei den Völkern. - Lesen Sie die Predigt von Dr. Josef Spindelböck zum 20. Sonntag im Jahreskreis A in vollem Wortlaut!
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19.08.2005 16:41:12
Papsttreffen mit Priesteramtskandidaten
Dem Papst ist der Priesternachwuchs überaus wichtig. Darum feierte er am 19.08.2005 auf eigenen Wunsch die Vesper mit 4.500 Seminaristen in der Kirche St. Pantaleon in Köln. kath.net dokumentiert die Ansprache, die Papst Benedikt XVI. vor Priesteramtskandidaten heute Nachmittag gehalten hat. Unter anderem erklärte der Papst: "Liebe Freunde, das ist das Geheimnis des Rufes, der Berufung – ein Geheimnis, welches das Leben jedes Christen angeht, das aber bei denen deutlicher hervortritt, die Christus einlädt, alles zu verlassen, um ihm in engerer Verbindung nachzufolgen. Der Seminarist erlebt die Schönheit der Berufung in dem Moment, den wir als die Zeit des „Verliebtseins“ bezeichnen könnten. Sein Inneres ist erfüllt von einem Staunen, das ihn betend sagen läßt: „Herr, warum gerade ich?“ Doch die Liebe kennt kein „Warum“, sie ist ungeschuldetes Geschenk, auf das man mit dem Geschenk seiner selbst antwortet. Das Seminar ist eine Zeit, die zur Aus-Bildung und zur Unterscheidung bestimmt ist. Die Ausbildung hat, wie Ihr wißt, verschiedene Dimensionen, die in der Einheit der Person zusammenlaufen: Sie umfaßt den menschlichen, den geistig-geistlichen und den kulturellen Bereich. Ihr tiefstes Ziel ist es, den Gott von innen her kennen zu lernen, der uns in Jesus Christus sein Gesicht gezeigt hat. Darum ist ein gründliches Studium der Heiligen Schrift sowie des Glaubens und des Lebens der Kirche notwendig, in der diese Schrift lebendiges Wort bleibt. All dies muß in Zusammenhang stehen mit dem Fragen unserer Vernunft und so mit dem Kontext unseres menschlichen Lebens heute. Dieses Studium mag manchmal mühsam erscheinen, aber es ist ein unersetzlicher Teil unserer Begegnung mit Christus und unserer Berufung, ihn zu verkündigen. Alles soll dazu dienen, eine kohärente und ausgeglichene Persönlichkeit zu entfalten, die imstande ist, die priesterliche Aufgabe gültig zu übernehmen und dann verantwortlich zu erfüllen."
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19.08.2005 16:33:25
Papst Benedikt in der Synagoge
(Radio Vatikan) Papst Benedikt XVI. hat heute Mittag die Kölner Synagoge besucht. Die Gemeinde ist die älteste nördlich der Alpen; sie zählt heute etwa 5.000 Mitglieder. Begleitet wurde er von Kardinalstaatssekretär Angelo Sodano sowie den deutschen Kardinälen Karl Lehmann, Joachim Meisner und Walter Kasper. Auch der emeritierte Erzbischof von Paris, Jean-Marie Lustiger war in die Synagoge gekommen. Er ist selbst jüdischer Abstammung, seine Mutter starb in Auschwitz. Der Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, Paul Spiegel, begrüßte die Gäste. Es ist der zweite Besuch eines Papstes in einem jüdischen Gebetshaus. Benedikt brachte als Gastgeschenk ein Faksimile des "Codex Vaticanus", eine der bedeutendsten Bibel-Handschriften aus dem 4. Jahrhundert. Von der jüdischen Gemeinde erhielt er ein Schofar-Horn, ritueller Bestandteil des jüdischen Neujahrsfestes und des Versöhnungstags.
Es war ein sehr langer Händedruck und mit beiden Händen - jener, den Papst Benedikt XVI. und Rabbi Netanel Teitelbaum wechselten. Und der Applaus der Anwesenden in der Kölner Synagoge war mindestens genauso lang. Sicherlich war dieser Moment einer der Höhepunkt des Besuches von Papst Benedikt in der Kölner Synagoge. Der Rabbi hatte in seiner Ansprache kurz vorher unterstrichen, dass er seine Hand stellvertretend für das ganze jüdische Volk dem Papst und damit der katholischen Kirche reiche. Die Ansprache des Rabbis war tief persönlich - und vor allem tief beeindruckend. Alle fünf Finger hielt er in die Höhe, als er sagte, dass er den Katholiken seine Hand reiche. Die ganze Hand wolle er den Christen reichen. Es war der erste Besuch von Papst Benedikt XVI. in dem Gotteshaus einer anderen Religion seit seiner Wahl, der erste Besuch des deutschen Papstes in einer deutschen Synagoge - und historisch sicherlich, nach jenem ersten Besuch eines Papstes überhaupt, als Johannes Paul II. die Synagoge in Rom besucht hatte. Dass die Shoah, das schreckliche Hinschlachten von Juden durch Deutsche, bei diesem Besuch eine große Rolle spielte, war mehr als selbstverständlich: Der Papst ging gleich nach der Begrüßung zusammen mit allen Anwesenden in den Gedächtnisraum, der dort für die während des Dritten Reichs ermordeten Juden eingerichtet ist. Das Kaddish, das jüdische Totengebet erklang dort. Danach verharrte der Papst kurz in einem stillen Gebet, bevor er in den Gebetsraum der Synagoge geführt wurde. Und dort: Der Kantor singt auf hebräisch einen Psalm, den der Papst etwas dahinter sitzend hört. Nach dem Rabbiner ergreift auch der Papst das Wort - und unterstreicht die Erfolge, die der Dialog zwischen Juden und Katholiken gebracht hat. Außerdem erinnert er an das Konzilsdokument Nostra Aetate - und vergisst vor allem auch nicht, die Shoah zu erwähnen. Er verurteilt - auch und gerade mit Berufung auf das Konzil jeglichen Antisemitismus. Und - das ist wohl äußerst wichtig: Der Papst spricht die "gemeinsamen Wurzeln und das äußerst reiche geistliche Erbe", das Juden und Christen miteinander teilen. Aus diesem Erbe resultiert auch eine gemeinsame Aufgabe für die Zukunft, so der Papst. Am Ende stellen die Gemeindeleiter dem Papst wichtige Mitglieder der Synagogengemeinde vor - unter anderem einen Shoah-Überlebenden aus Köln oder neue Gemeindemitglieder aus Osteuropa, von denen zwei sogar Generäle der Roten Armee waren. Begleitet von Klezmer-Musik geht ein Treffen zu Ende, das mit Fug und Recht historisch genannt werden kann. - Lesen Sie die Ansprache von Papst Benedikt in vollem Wortlaut!
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18.08.2005 17:11:14
Papst Benedikt in Köln begeistert empfangen
(n-tv.de) Hunderttausende Menschen haben Papst Benedikt XVI. zum Auftakt seiner ersten Auslandsreise in Köln gefeiert. Bei strahlendem Sonnenschein fuhr der 78-jährige Pontifex wie ein biblischer Menschenfischer am Donnerstag auf dem Rhein durch die Domstadt. Vom Schiff rief der deutsche Pontifex der jubelnden Menge am Ufer - darunter viele Teilnehmer des Weltjugendtages mit Fahnen aus aller Welt - zu, das "außerordentliche spirituelle Erbe" seines Vorgängers Johannes Pauls II. als Verpflichtung zu begreifen: "Nun haben wir alle zusammen die Aufgabe, seine Lehre in die Tat umzusetzen." Der viertägige Besuch des Papstes gilt dem Weltjugendtag mit 405.000 Pilgern aus fast 200 Ländern. Höhepunkt wird die Papstmesse am Sonntag vor rund 800.000 Gläubigen sein. - Lesen Sie mehr! - NTV live. - Die Ansprachen des Papstes im Wortlaut werden von http://www.kath.net dokumentiert sowie auch auf der offiziellen Web-Site http://www.wjt2005.de !
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18.08.2005 06:09:59
Neuer Spiritual für das Priesterseminar St. Pölten ernannt
Wie die St. Pöltner Kirchenzeitung "Kirche bunt" in ihrer neuesten Ausgabe meldet, wurde P. Laurentius Resch OSB (Stift Seitenstetten) von Diözesanbischof DDr. Klaus Küng zum neuen Spiritual des St. Pöltner Priesterseminars ernannt. Er folgt damit auf Prof. Dr. Josef Kreiml nach. Dieser wird in den kommenden zwei Jahren des Amt des Rektors an der Phil.-Theol. Hochschule St. Pölten übernehmen. Regens des Priesterseminars, das mit Herbst 2005 seinen regulären Betrieb wieder aufnimmt, wird Dr. Anton Leichtfried, Subregens Dr. Gerhard Reitzinger. Mit der Ernennung von P. Laurentius Resch OSB zum Spiritual haben sich Spekulationen als unzutreffend erwiesen, P. Columban Luser OSB (Stift Göttweig) würde als neuer Regens des Priesterseminars eingesetzt werden. - Links: Priesterseminar St. Pölten, Phil.-Theol. Hochschule St. Pölten, Stift Seitenstetten.
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18.08.2005 06:06:04
Das Vermächtnis Johannes Pauls II. für Köln
Der verstorbene Papst Johannes Paul II. hatte am 6. August 2004 eine Botschaft unterzeichnet, mit der er zur Teilnahme am Weltjugendtag 2005 in Köln einlud. Unter anderem schrieb der Papst:
Wenn wir den Weg des Erlösers von der Armut der Krippe bis zur Verlassenheit am Kreuz gläubig vor uns vorüberziehen lassen, so verstehen wir besser das Mysterium seiner Liebe, das die Menschheit erlöst. Das Kind, von Maria sanft in die Krippe gebettet, ist der Gott-Mensch, den wir an das Kreuz genagelt sehen werden. Derselbe Erlöser ist im Sakrament der Eucharistie gegenwärtig. Im Stall von Bethlehem hat er sich in der armen Gestalt eines Neugeborenen von Maria, Josef und den Hirten anbeten lassen; in der konsekrierten Hostie beten wir ihn an, der im Fleisch, im Blut, in der Seele und der Gottheit sakramental gegenwärtig ist; und er bietet sich uns an als Speise des ewigen Lebens. So wird jetzt die heilige Messe zu einer wahren Begegnung der Liebe mit dem, der sich uns gänzlich hingegeben hat. Liebe Jugendliche, zögert nicht, ihm zu antworten, wenn er euch „zum Hochzeitsmahl des Lammes” einlädt (vgl. Offb 19,9). Hört auf ihn, bereitet euch angemessen vor und empfangt das Sakrament des Altares, besonders in diesem Jahr der Eucharistie (Oktober 2004-2005), das ich für die ganze Kirche ausgerufen habe.
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18.08.2005 06:02:56
Von der Jugendlichkeit der Kirche
(Beitrag für Radio Maria Österreich am 18.08.2005 von Dr. Josef Spindelböck) Der Weltjugendtag in Köln ist ein für die ganze Welt bedeutsames Ereignis der Gemeinschaft im Glauben. Betrifft dies nur die jungen Menschen? Keineswegs! Wie der verstorbene Papst Johannes Paul II. wird sich auch Papst Benedikt XVI. an alle Menschen wenden, die im Herzen jung geblieben sind und die Botschaft Christi hören wollen.
Die Kirche wendet sich an die Jugend, da diese die Zukunft der Kirche ist. Dennoch hat dies nichts mit einem „Jugendkult“ zu tun, so als ob nur der junge Mensch zähle und alte und gebrechliche, kranke und sterbende Menschen keinen Wert und keine Würde hätten. Die eigentliche Jugend besteht in der Frische und Unversehrtheit des Glaubens und der Liebe, und auf diese Weise kann jeder an Christus Glaubende im Herzen jung sein und bleiben. Die Kirche als solche ist auf diese Weise „jugendlich“, auch wenn sie schon 2000 Jahre alt ist.
Der Glaube an Gott ist ein Quell, aus dem uns immer wieder neues Leben zuströmt. Die Weisen aus dem Morgenland, die „Heiligen Drei Könige“, deren Reliquien in Köln verehrt werden, haben erklärt: „Wir sind gekommen, um IHN (Christus) anzubeten.“ Darum geht es in unserem Leben: Dass wir Gottes Macht und Güte anerkennen und ihn zum Mittelpunkt unseres Lebens machen. Wie Maria die Gottesmutter, der heilige Josef, die Hirten und die Weisen aus dem Morgenland bei der Krippe im Stall zu Bethlehem – so versammelt sich die Kirche um Jesus Christus, den menschgewordenen Sohn Gottes, um ihn anzubeten und zu verherrlichen. Er ist der Erstgeborene der neuen Schöpfung. In ihm ist uns das Heil geschenkt und Hoffnung auf ewige Vollendung. In dieser „Jugendlichkeit“ wollen wir den Pilgerweg des Glaubens gehen!
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17.08.2005 03:47:25
Weltjugendtag eröffnet!
Der Weltjugendtag in Köln ist eröffnet. KATH.NET dokumentiert die Begrüßungsworte und die Predigt von Joachim Kardinal Meisner beim Eröffnungsgottesdienst des Weltjugendtages im Rheinenergie-Stadion in Köln. Unter anderem sagte der Kardinal: "Junge Menschen sind noch viel näher an ihrem Lebensbeginn als ältere Leute. Darum wirkt in ihnen der Ursprung ihres Lebens aus Gottes Hand viel stärker und intensiver in der Suche nach echtem und wahrhaftigem Leben nach, als bei anderen Leuten. Wer darum jungen Menschen bei dieser Suche weniger als Gott gibt, der gibt ihnen immer zu wenig. Diese Sehnsucht nach einem geglückten Leben hat euch auf den Weg nach Köln gebracht, wo wir bei den ersten Gottessuchern, bei den Heiligen Drei Königen, in die Schule gehen. Was der Evangelist Matthäus von ihnen geschrieben hat, hat Papst Johannes Paul II. vor zwei Jahren über den Kölner Weltjugendtag geschrieben: 'Wir sind gekommen, um IHN anzubeten' (vgl. Mt 2,2)." - Umfassende Dokumentation auf der offiziellen Web-Site: http://www.wjt2005.de
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17.08.2005 03:42:34
Frère Roger ermordet
(n-tv.de) Der Gründer und Prior der ökumenischen Gemeinschaft von Taizé, Frère Roger, ist von einer offenbar geistesgestörten Frau tödlich verletzt worden. Die 36-jährige Rumänin habe den 90-jährigen Geistlichen während des Abendgebets angegriffen und ihm drei tödliche Messerstiche in den Rücken versetzt, hieß es nach Angaben der Polizei in Taizé. Trotz schneller erster Hilfe sei Frère Roger seinen schweren Verletzungen erlegen. Die Frau wurde festgenommen. "Wir sind erschüttert. Hier waren alle sehr aufgeregt. Keiner hat verstanden, was passiert ist", sagte eine Schwester, die an dem Gebet in der Kirche teilgenommen hatte. Bruder François, der Roger nahe stand, habe den Besuchern des Gottesdienstes mitgeteilt, dass Roger nach dem Angriff verstorben sei. "Er sagte, alle sollten in der Kirche bleiben und für das Seelenheil von Bruder Roger beten", sagte sie. Mit großer Bestürzung wurde die Nachricht von der Ermordung Frère Rogers auf dem katholischen Weltjugendtag in Köln aufgenommen. Der Generalsekretär des Weltjugendtags, Prälat Heiner Koch, erklärte, Frère Roger sei der katholischen Kirche immer tief verbunden gewesen. Alle Teilnehmer des Weltjugendtags würden "für diese große Persönlichkeit" beten. - Linktip: http://www.taize.fr/de
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16.08.2005 12:50:40
Juventutem in Köln
Juventutem ist eine internationale Delegation auf dem 20. Weltjugendtag 2005 in Köln (10. - 15./15. - 21. August 2005), die aus Jugendlichen besteht, die zur überlieferten Lehre und Liturgie der Kirche stehen. Kardinal Francis George, Erzbischof von Chicago und Vizepräsident der Katholischen Bischofskonferenz der Vereinigten Staaten, wird in Köln zu den jungen Menschen von Juventutem sprechen sowie das Gebet des hl. Rosenkranz leiten. Kardinal Francis Arinze, Präfekt der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, wird er zu den jungen Menschen von Juventutem sprechen und Vespern und Andachten vorstehen. Kardinal George Pell, Erzbischof von Sidney, wird sich mit den Jugendlichen von Juventutem treffen und Vespern sowie Andachten mit ihnen feiern. Auch weitere Bischöfe werden bei Veranstaltungen von Juventutem in Köln anwesend sein und mitwirken. Homepage: www.juventutem.com
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16.08.2005 09:45:25
Weltjugendtag im Fernsehen und im Internet
Der ORF überträgt die Messe mit Papst Benedikt XVI. in Köln am kommenden Sonntag, 21. August, live im Fernsehen. Der Gottesdienst bildet den Höhepunkt und gleichzeitig den Abschluss des Weltjugendtages. Die Live-Übertragung der Papstmesse beginnt am Sonntag um 9.05 Uhr auf ORF 2. Bei der Messe selbst werden bis zu einer Million Menschen erwartet. Für den ORF bildet der Weltjugendtag von 16. bis 21. August (Motto: "Wir sind gekommen, um Ihn anzubeten") einen Schwerpunkt. Sechs Tage lang tauschen sich mehrere hunderttausend junge Menschen aus aller Welt an insgesamt 400 Orten in der Erzdiözese Köln über ihren Glauben aus und feiern gemeinsam. Höhepunkt ist der viertägige Besuch von Papst Benedikt XVI., der am 18. August die Teilnehmer von einem Rheinschiff aus begrüßen und drei Tage später die Abschlussmesse zelebrieren wird - es ist dies der erste Deutschlandbesuch von Joseph Ratzinger nach seiner Wahl zum Nachfolger von Johannes Paul II. Berichte gibt es u.a. im Magazin "Orientierung" am 21. August in ORF 2, in den "Zeit im Bild"-Sendungen, in den ORF-Radiosendungen und unter http://religion.orf.at/wjt.htm / einen Live-Stream findet man unter mms://stream2.orf.at/religion_de. Aktuelle Berichte gibt es auch unter http://www.kath.net und http://www.radiovatikan.de . Und schließlich: K-TV überträgt live vom WJT 2005 in Köln. In der kommenden Woche können Sie Katechesen, Hl. Messen und Interviews zum Geschehen in Köln sehen: http://www.k-tv.at / Außerdem übertragen www.ewtn.com (auch im Internet), www.radiomaria.at und www.radiohoreb.de
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16.08.2005 09:41:53
Erzbistum Salzburg nimmt Stellung zur Priesterbruderschaft St. Pius X.
Das Erzbischöfliche Ordinariat Salzburg veröffentlichte am 10. August 2005 unter Prot.Nr. 1156/05 folgende Stellungnahme:
Die Priesterbruderschaft Pius X. hat sich 1988 durch die Bischofsweihe definitiv von der römisch-katholischen Kirche getrennt. An der Gültigkeit einer Taufe, die ein Priester der Priesterbruderschaft Pius X. im tridentinischen Ritus gespendet hat, ist grundsätzlich nicht zu zweifeln. Bei dem Getauften handelt es sich nicht um einen wegen Schismas exkommunizierten Katholiken, sondern um einen einer schismatischen Gemeinschaft angehörigen nicht-römisch-katholischen Christen. Wenn ein solcher mit einem römisch-katholischen Partner eine Ehe schließen will, handelt es sich um eine konfessionsverschiedene Ehe, auf die die einschlägigen Normen anzuwenden sind. Es muss gemäß can. 1124 CIC die Trauungserlaubnis des Ortsordinarius eingeholt werden, sofern die Voraussetzungen gemäß cann. 1125-1126 und die von der Österr. Bischofskonferenz erlassenen Bestimmungen erfüllt sind. Es ist das Formblatt A „Konfessionsverschiedene Ehe“ auszufüllen mit der üblichen Erklärung des römisch-katholischen Partners und der Information des nicht-römisch-katholischen Partners.
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15.08.2005 11:50:51
Liebst Du Maria? Eine Betrachtung des "Reimmichl"
"Liebst du Maria? Das ist eine sehr müßige Frage. Von unserer zartesten Kindheit an, von der Stunde, als wir das erstemal Marias Bild sahen, haben wir sie geliebt. Und mag ein Mensch religiös noch so abgestanden und kalt sein, ein kleinwinziges Fünklein Liebe zu Maria trägt er immer noch im Herzen. Wen unter allen erschaffenen Personen, Menschen und Engeln sollten wir denn auch lieben, wenn nicht Maria?" - Lesen Sie den ganzen Beitrag des Priesterdichters "Reimmichl" online auf www.stjosef.at !
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15.08.2005 11:48:26
Bischof Küng sieht positiven Aufbruch in St. Pölten
"In der Diözese ist eine unverkennbare Aufbruchstimmung zu bemerken", meint der St. Pöltner Bischof Klaus Küng im APA-Interview. "Äußerlich ist weitgehend Ruhe eingekehrt. Der Schaden (aus der Affäre im Priesterseminar) ist noch nicht zur Gänze behoben. Es liegt noch ein gutes Stück Arbeit vor uns, um noch weiter aufzuarbeiten. Aber ich bin zuversichtlich." Nach seinem Empfinden hat sich Küng recht gut eingelebt, wiewohl es "in vielfacher Hinsicht ein starker und schneller Wechsel" war, "nicht nur geografisch, sonder auch in der Mentalität." Er sei gut aufgenommen worden und dafür sehr dankbar. Mit seiner Heimat Vorarlberg werde er immer fest und tief verbunden bleiben. "Ich bin aber dabei, in Niederösterreich Wurzeln zu fassen. Die Landschaft ist auch hier schön und es gibt viele nette Leute." Seine Bestellung zum Visitator (im Juli 2004, Anm.) und anschließend im Herbst zum Bischof in St. Pölten kam für ihn völlig überraschend "und war eine große Herausforderung, aber ich habe mich dieser Aufgabe gestellt. Von Anfang an wusste ich mich vom Gebet vieler getragen, der Abschied ist mit aber schwer gefallen." Das Priesterseminar, das Küng nach Prüfung der Vorkommnisse schließen ließ, wird nun unter neuer Leitung wieder geöffnet. Derzeit gibt es 14 Kandidaten, im Seminar werden im Herbst sieben beginnen. "Einer muss das Propädeutikum nachholen, ein anderer noch ein Sozialjahr absolvieren, wieder andere, die in ihren Studien bereits fortgeschritten sind, werden hauptsächlich in der Pastoral tätig sein und blockweise gewisse Zeiten im Seminar verbringen. Es ist ein bescheidener Neuanfang", erläuterte der Bischof. "Damit die Entwicklung positiv verläuft, scheint mir vor allem wichtig, bei allen, die in das Seminar aufgenommen werden, auf die menschlichen Voraussetzungen zu achten und im Seminar ein intensives geistliches Leben zu pflegen, bei dem das gute Miteinander nicht zu kurz kommt. Seitens der Kirche gibt es klare Vorgaben für die Priesterausbildung, die zu beachten sind."
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