| | 02.11.2005 09:54:06 | | Ad-limina-Besuch der österreichischen Bischöfe in Rom | | (kath.net) Die österreichischen Bischöfe absolvieren in den nächsten Tagen ihren „Ad-Limina“-Besuch in Rom. Im Rahmen des Besuches vom 3. bis zum 8. November findet auch die traditionelle Herbstvollversammlung der Bischofskonferenz statt. Jeder Bischof ist alle fünf Jahre zu einem „Ad-Limina“-Besuch beim Papst verpflichtet. Dabei berichtet jeder Diözesanbischof dem Papst über die Situation in seinem Bistum. Gleichzeitig wird der Besuch genutzt, um Gespräche in den verschiedenen vatikanischen Dikasterien, den päpstlichen Behörden, zu führen. Der Besuch endet mit einer gemeinsamen Audienz bei Benedikt XVI. Der „Ad-Limina“-Besuch hat seinen Ursprung in der Pilgerfahrt zu den Gräbern der Apostel Petrus und Paulus in Rom, auf lateinisch „Visitatio ad limina Apostolorum“. Der letzte „Ad-limina“-Besuch der österreichischen Bischöfe fand im Jahr 1998 statt. - Links: http://www.bischofskonferenz.at , http://www.vatican.va | | |    |
|
| | 02.11.2005 09:52:26 | | Papstworte an Allerseelen | | (Kathpress) Papst Benedikt XVI. hat zu Allerseelen zum Gebet für die Toten, insbesondere für die verstorbenen Angehörigen, aufgerufen. Die Besinnung auf den Tod vermittle aus Sicht des christlichen Glaubens heraus Gelassenheit und Hoffnung, sagte er am Mittwoch bei seiner Generalaudienz auf dem Petersplatz. Am späten Nachmittag will Benedikt XVI. in den vatikanischen Grotten an den Gräbern der verstorbenen Päpste, insbesondere seines Vorgängers Johannes Paul II., beten. "Im Licht des Glaubens sehen wir das Geheimnis des Todes als einen Übergang zum Leben in Fülle", sagte der Papst vor mehreren Zehntausend Menschen auf dem Petersplatz. In seiner Audienz-Ansprache rief der Papst die Gläubigen zu Gottesfurcht und Treue gegenüber den Geboten Gottes auf. Diese Treue sei Voraussetzung und Wurzel für Hoffnung, für innere und äußere Harmonie, sie verschaffe dem Gewissen Frieden. Aus dieser Treue gegenüber Gott ergebe sich aber auch die Pflicht zur Nächstenliebe, insbesondere zur großherzigen und selbstlosen Unterstützung von Menschen in Not, betonte der Papst. "Gott gibt unserem Leben Richtung und Halt. Sein Wort und sein Gebot sind keine Last", sagte Benedikt XVI. Vielmehr machten sie frei und öffneten das Herz für den Nächsten. Als Vorbild empfahl Benedikt XVI. die Heiligen. "Ahmt ihren Glaubensmut nach!", appellierte er in seinem Grußwort auf Deutsch an die Gläubigen. | | |    |
|
| | 31.10.2005 16:47:40 | | Klarstellung von Bischof Küng zur "Grasser-Hochzeit" | | (Kathpress) Der St. Pöltner Bischof Klaus Küng hat an die geltende kirchliche Norm erinnert, wonach keine "liturgischen Handlungen" für zivil getraute Paare vorgenommen werden dürfen, die kirchlich nicht wieder heiraten können. In einem mit 31. Oktober datierten Schreiben an die Priester seiner Diözese stellt Küng fest, aus Anlass der zivilen Trauung von Finanzminister Karl-Heinz Grasser mit Fiona Swarovski habe es "im Zusammenhang mit einer kirchlichen Feier in der Pfarre Weissenkirchen mediale Darstellungen gegeben, die eine gewisse Verwirrung hervorgerufen haben". Daher sehe er sich zu einer Klarstellung veranlasst. Der Bischof hält fest, dass "bei diesem Anlass keine Heilige Messe gefeiert wurde". Es habe keine Ringsegnung, auch keinen speziellen Segen für das "Hochzeitspaar" gegeben. Das zivil getraute Paar habe bei der kirchlichen Feier auch nicht wie bei einer kirchlichen Hochzeit auf besonderen Sitzen, sondern in der ersten Bankreihe Platz genommen. "Es darf weiters als sicher angenommen werden: Alle Beteiligten wussten, dass in Anbetracht der persönlichen Situation des Paares keine 'kirchliche Segnung' möglich ist; eine solche wurde auch nicht angestrebt", betont Küng. Bischof Küng wertet auch das Anliegen als positiv, "auch bei jenen, die sich in Bezug auf ihre familiären Verhältnisse in einer irregulären Situation befinden, das Bewusstsein zu stärken, dass sie zur Kirche gehören und in der Kirche willkommen sind". Sie könnten von der Kirche Begleitung und Beistand erhalten, falls sie es wünschen, "auch wenn keine Trauung möglich ist, auch keine Zulassung zur Eucharistie, so lange nicht die Voraussetzungen dafür gegeben sind". Die Erfahrung habe aber - auch im konkreten Anlassfall - bestätigt, dass eine liturgische Feier "für die 'Hochzeitsgesellschaft' fast unvermeidlich zu Fehlinterpretationen Anlass gibt, auch wenn die Feier noch so gut geplant und gemeint ist". Gerade deshalb sei im Apostolischen Schreiben Johannes Pauls II. "Familiaris consortio" das Verbot ausgesprochen, "aus welchem Grund oder Vorwand auch immer, sei er auch pastoraler Natur, für Geschiedene, die sich wieder verheiraten, irgendwelche liturgischen Handlungen vorzunehmen". Dieses Schreiben enthalte die wesentlichen, auch heute gültigen Richtlinien. In der 2002 von der Glaubenskongregation für alle Diözesen Österreichs approbierten "Orientierungshilfe für geschiedene und wiederverheiratete geschiedene Gläubige" wird - wie Küng hervorhebt - für solche Situationen der Rat erteilt: "Erlaubt ist privates Gebet für die einzelnen Partner, für ihren Glaubens- und Bekehrungsweg, für die Kinder usw. Man kann ihnen auch anraten, eine private Wallfahrt (ohne besonderen Gottesdienst) oder Ähnliches zu unternehmen". Es sei ihm bewusst, Küng weiter, "dass die konkreten Situationen manchmal für alle Beteiligten, auch für die Verwandten und den Priester schwierig und oft schmerzhaft sind". | | |    |
|
| | 31.10.2005 16:46:24 | | 17 ständige Diakone geweiht | (presse.kirche.at) "Es ist eine Freude für das Volk Gottes, wenn sich Männer so in den Dienst der Kirche stellen", sagte Bischof DDr. Klaus Küng bei der Diakonenweihe am Sonntag, dem 30. Oktober 2005, in der Stiftskirche Melk vor 2.000 mitfeiernden Gläubigen. Die 17 Männer werden als ständige Diakone in der Diözese tätig sein, sechs davon im hauptamtlichen kirchlichen Dienst und elf ehrenamtlich. Diese Weihe sei gleichzeitig auch eine Gabe Gottes, die dem Volk zuteil wird, wies der Bischof in seiner Predigt hin. Denn der Diakon empfange diese Weihe nicht für sich selber, sondern dafür, sich in den Dienst der Kirche zu stellen. Sich weihen lassen bedeute, sich Gott schenken, sich in seinen Dienst und in den seines Volkes zu stellen. Die anwesenden Gläubigen in der übervollen Stiftskirche rief der Bischof auf, für die Weihekandidaten zu beten, damit diese Gottes Beistand empfangen. An die neuen Diakone gewendet sagte der Bischof, dass es in ihrem Dienst nicht darum gehe, die eigenen Vorstellungen zu predigen, sondern das Evangelium Christi, wie es die Kirche darlegt, zu verkünden. Das brauche in der heutigen Zeit der Säkularisierung besondern Mut und Liebe zu Gott und den Menschen. Denn Christus sei Anlass, Grundlage und Ziel ihrer Tätigkeit als Diakone. Der Bischof rief die neuen Diakone auf, so zu leben, dass Christus durch ihr Leben hindurchleuchte. - Lesen Sie die Predigt von Bischof Küng in vollem Wortlaut! | | |    |
|
| | 31.10.2005 16:44:30 | | Von der Freude aller Heiligen | Zwei besondere Fest- und Gedenktage sind es, die zu Beginn des Monats November sowohl die Gläubigen wie auch viele Nichtpraktizierende und Nichtglaubende ansprechen und zum Innehalten anregen: Allerheiligen und Allerseelen. Dabei denken viele im Zusammenhang mit dem Schmuck der Gräber ihrer Verstorbenen und mit dem Gebet für sie auch an das eigene menschliche Schicksal. Wir sind nur Gast auf Erden; ein jeder muss einmal sterben, und auf diese Grundgegebenheit unseres irdischen Lebens gilt es eine Antwort zu suchen und zu finden.
Wichtig ist die Reihenfolge der beiden heiligen Tage, die wir begehen. Zuerst kommt das Hochfest Allerheiligen, und erst dann folgt Allerseelen. Dies weist uns darauf hin, dass wir als Christen der Wirklichkeit des Todes nicht mit Resignation und Hoffnungslosigkeit begegnen, sondern aus dem Glauben an die Auferstehung Christi und an die österliche Vollendung aller zum Heil berufenen Menschen auch unser Leben unter das Licht dieser Hoffnung über den Tod hinaus stellen dürfen. - Lesen Sie mehr in der Predigt zum Hochfest Allerheiligen von Dr. Josef Spindelböck! - Lesen Sie auch die Predigt zu Allerseelen. | | |    |
|
| | 30.10.2005 10:05:23 | | Caterina von Siena: Das "Supplementum" | | Nachdem Raimund von Capua im Jahre 1395 seine umfangreiche Lebensbeschreibung über Caterina von Siena abgeschlossen hatte, ließ Tommaso Caffarini, ihr Schüler und Verehrer, einen Ergänzungsband (Supplementum) folgen, in dem er alles zuammengetragen hat, was er noch über die Heilige finden konnte und bisher unveröffentlicht geblieben war. Dieses in lateinischer Sprache verfaßte Werk wird hier erstmals in deutscher Übersetzung einem interessierten Leserkreis zugänglich gemacht. - Titelangabe: Tommaso Caffarini - Das Supplementum. Biographische Ergänzungen zu Caterina von Siena. Herausgegeben von Werner Schmid, gebunden, 498 Seiten, 20 × 13 cm, ISBN 3-901853-10-3, EUR 25,00. - Online-Bestellung beim Verlag St. Josef, Kleinhain 6, A-3107 St. Pölten-Traisenpark, e-mail: verlag@stjosef.at. Hinweis: Das Buch wird ab sofort auch ins Ausland versandt! | | |    |
|
| | 30.10.2005 10:04:25 | | Nicht Halloween, sondern Vorabend von Allerheiligen | | (P. Robert Bösner) Seit vier Jahren wird in der Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria Dreieichen der „Vorabend von Allerheiligen“ („All hallows even“ in englischer Sprache) festlich gestaltet. In einer abendlichen „Lumen-Christi-Feier“ wird von der entzündeten Osterkerze das Auferstehungslicht abgenommen und die Mitfeiernden ziehen mit brennenden Kerzen zum Taufbrunnen, wo – ungefähr ein halbes Jahr nach Ostern - die Erinnerung an die Taufversprechen der Osternacht begangen wird. Erst durch diese Quelle des Auferstehungs-lichtes können wir die „dunkle Zeit der langen Nächte“ geborgen durchleben. Die Anbetung des in der Kapelle ausgesetzten Allerheiligsten nach der Heiligen Messe gibt Gelegenheit zur Besinnung auf die endgültige Gegenwart Gottes auf unserem Lebensweg, der uns zum himmlischen Jerusalem führen will. Ohne die wieder eingeführte Vorabendfeier des Allerheiligenfestes verkümmert der eine gesellschaftlich freie Feiertag für die zwei kirchlichen Feste, nämlich Allerheiligen und Allerseelen, immer mehr zu einem Tag gehetzter Gräberbesuche ohne Gelegenheit zur Besinnung auf das Kommen des Erlösers Jesus Christus, durch das unser menschliches Leben und Sterben von himmlischen Zusammenhängen „durchleuchtet“ ist. Sowohl der von einigen Trendsettern geförderte neu-keltische Kult des Vorbereitens von Gespenster- und Totenverkleidung zu Beginn der Winterszeit mit der Erlaubnis zu erpresserischem Schabernack-Treiben der Kinder („Süß oder Sauer“) als auch das Gebetsgedenken der Verstorbenen mit Herrichten ihrer letzten Ruhestätten und dem Besuch ihrer Gräber zu Allerseelen lassen wenig Zeit zur Besinnung auf die himmlischen Dinge unserer christlichen Berufung. Erst durch die Wiedereinführung der Feier des Vorabends von Allerheiligen, „All hallows even“, des Allerheiligen-Abends, können wir heutige Christen ermessen, wie reich wir mit göttlichen Segen beschenkt sind und wie frei wir von der heidnischen Angst vor den Mächten der Finsternis sein dürfen. Um das Jahr 900 wurde im westeuropäischen Bereich gerade zum Abend des „Regierungsbeginnes“ des alten keltischen Totengottes Samheim von der katholischen Kirche in Gallien das Allerheiligenfest, das bis dahin am 13. Mai begangen wurde (Sancta Maria ad omnes martyres in Rom) auf den 1. November verlegt, als Zeugnis, dass die getauften und geretteten Verstorbenen ja nicht „Gespenster“ und Menschenschreck sind, sondern die Heiligen, die uns auf unserem christlichen Lebensweg bestärken können. - http://www.maria-dreieichen.at | | |    |
|
| | 30.10.2005 10:03:45 | | Katechesen zum Thema Schöpfung und Evolution | | Die Katechesen mit Kardinal Christoph Schönborn begannen heuer im Wiener Stephansdom am Sonntag, 2. Oktober 2005, mit einer Einführung in das Thema "Schöpfung und Evolution". Die Worte des Kardinals zu diesem wichtigen Thema können online nachgelesen werden. Der zweite Termin ist Sonntag, 13. November 2005. Ausgehend vom ersten Satz der Bibel "Im Anfang schuf Gott..." wird sich Kardinal Schönborn mit den Fragen "Wie schafft der Schöpfer?" und "Was heißt 'geschaffen'?" auseinandersetzen. Die letzte Katechese in diesem Jahr hält der Wiener Erzbischof am Sonntag, 4. Dezember 2005, unter dem Titel "Er schuf jedes nach seiner Art. Die Vielfalt der Geschöpfe: Spiel der Natur/Gottes Plan?". "Er trägt das All durch sein mächtiges Wort. Die Schöpfung dauert an", ist Thema des ersten Vortrages im neuen Jahr, am Sonntag, 8. Jänner 2006. Am Sonntag, 12. Februar, geht Kardinal Schönborn der Theodizee-Frage nach: "Du lenkst alles. Gottes Führung und das Leid der Welt". Thema der sechsten Katechese am Sonntag, 12. März, ist der Mensch: "Was ist der Mensch, dass du an ihn denkst? Der Mensch - 'die Krone der Schöpfung'?" Einen Monat später, am 2. April, steht Christus im Mittelpunkt: "Alles ist auf Ihn hin geschaffen. Christus - Zielpunkt der Schöpfung". Die Schöpfungsverantwortung ist Thema am Sonntag, 14. Mai, unter dem Titel "Macht euch die Erde untertan". Die letzte Katechese der Reihe am Sonntag,18. Juni 2006, behandelt noch einmal "Schöpfung und Evolution. Rückblick und Ausblick". - www.stephanscom.at | | |    |
|
| | 29.10.2005 04:58:28 | | "Halloween alternativ" im Stift Heiligenkreuz | | (stephanscom.at) Am Vorabend von Allerheiligen setzt das Stift Heiligenkreuz eine Alternativveranstaltung zum Halloween-Trubel an. "Wir haben uns gedacht, man muss Halloween auch sinnvoll feiern können, schließlich ist es der Vorabend von Allerheiligen", erklärt Pater Karl Wallner im Gespräch mit Radio Stephansdom. Unter dem Motto "Halloween Alternativ" sind jung und alt eingeladen, sich mit dem "All hallows eve" auseinander zu setzen: "Wir werden nach dem Mönchskomplet auf der Suche nach Heiligen durchs Kloster ziehen. Gesucht werden keine Geister, sondern die vielen Statuen, die es in unserem fast 900 Jahre alten Kloster gibt". Mit dieser Abendveranstaltung will das Kloster dem Kommerz-Halloween, das in den letzten Jahren auch in Österreich Einzug gehalten hat, entgegenwirken. Am 31. Oktober 2005 um 19.45 Uhr beginnt im Stift, das bereits für die monatliche Jugendvigil bekannt ist, "Halloween Alternativ". Zum "All hallows eve" sind Jung und Alt und all jene, die einen klaren Kopf und eine offene Seele bewahrt haben, eingeladen. Nur Kürbisköpfe sind ausdrücklich nicht erwünscht. - www.stift-heiligenkreuz.at | | |    |
|
| | 29.10.2005 04:50:01 | | Vom Dienst wahrer Autorität | | In den Lesungen des 31. Sonntags im Jahreskreis geht es um das rechte Verständnis geistlicher Autorität, so wie sie von Gott bestimmten Personen verliehen ist um des Heiles der Menschen willen. Autorität bedeutet Verantwortung vor Gott und den Menschen; nur eine dienende Autorität steht in der Nachfolge Christi. Das ist zuerst die Lesung aus dem Buch Maleachi. Der Prophet richtet sich im Auftrag Gottes gegen die untreu gewordenen Priester des Alten Bundes. Sie sind „abgewichen vom Weg“, d.h. sie haben selber Böses getan und sich nicht an die Weisungen Gottes gehalten. Sie haben Gottes Altar durch ihr schändliches und frevelhaftes Tun entehrt und sind allen zum Ärgernis geworden, die Gott dienen wollen. Ja, diese Priester haben sogar falsche Lehren verkündet: Ihr „habt viele zu Fall gebracht durch eure Belehrung“, verkündet der Prophet Maleachi, und daher „den Bund zunichte gemacht“. - Lesen Sie die ganze Predigt von Dr. Josef Spindelböck zum 31. Sonntag im Jahreskreis A! | | |    |
|
| | 28.10.2005 17:08:41 | | Papstbotschaft zum christlich-jüdischen Dialog | | (Kathpress) Papst Benedikt XVI. hat die Verpflichtung der katholischen Kirche zur Fortsetzung des christlich-jüdischen Dialogs bekräftigt. In einer Botschaft zum 40. Jahrestag des Konzilsdokuments "Nostra aetate" rief der Papst die Angehörigen beider Religionen zu theologischen Gesprächen und zur alltäglichen Zusammenarbeit etwa in den Bereichen der Menschenwürde, der Gerechtigkeit und des Friedens auf. Trotz der tragischen Vergangenheit und der Shoah hätten sich Christen und Juden seither mutig für Versöhnung und bessere Beziehungen eingesetzt, betonte Benedikt XVI. Die Papstbotschaft wurde bei der römischen Feier zum 40. Jahrestag der Verabschiedung von "Nostra aetate" verkündet. Diese Konzilserklärung habe "eine neue Ära in den Beziehungen mit dem jüdischen Volk" eingeleitet, heißt es in der Papstbotschaft. Der Jahrestag gebe Anlass zur Dankbarkeit für die Fortschritte, die erzielt wurden - trotz der "komplexen und schmerzlichen Geschichte, und insbesondere nach der tragischen Erfahrung der Shoah". "Nostra aetate" habe deutlich gemacht, dass Vorurteile, Gleichgültigkeit und eine Sprache von Geringschätzung und Feindseligkeit überwunden werden müssen, betonte der Papst. Das Dokument habe zu Respekt, gegenseitigem Verständnis und oft auch zu Freundschaften zwischen Katholiken und Juden geführt. Es habe die Christen aber auch gedrängt, ihre geistigen Wurzeln im Judentum und die Wertschätzung gegenüber dem Erbe des Glaubens an den einen Gott deutlich zu machen. | | |    |
|
| | 28.10.2005 16:59:33 | | Buchpräsentation von Prof. Weiler am Sonntagberg - ein Bericht | (Dr. Matthias Martin) Der bekannte Fachmann für ethische Fragen Univ.-Prof. em. DDr. Rudolf Weiler und der international renommierte Verlag für Geschichte und Politik Wien - Oldenbourg Verlag hatten für den 15. Oktober 2005 gemeinsam in das Pilgerhospiz am Sonntagberg eingeladen. Der Anlass war die Präsentation des jüngst erschienenen Sammelbandes „Die Wiederkehr des Naturrechts und die Neuevangelisierung Europas“. Nach einer Begrüßung der Teilnehmer durch die von Josef Doblhoff vertretene Hausleitung durfte Dr. habil. Josef Spindelböck die guten Wünsche von Diözesanbischof DDr. Klaus Küng überbringen. Dabei wurde besonders die damit verbundene Anerkennung für das Wirken von Prof. DDr. Weiler betont. Anschließend stellte Dr. Spindelböck, der selber an der Philosophisch-theologischen Hochschule in St. Pölten als Dozent für Ethik tätig ist, etwas das vielfältige Wirken Prof. DDr. Weilers vor. Zum ersten verkörpere dieser als Wissenschaftler, als Ethiker und als Theologe die Einheit von Glauben und Wissen. Weiler sei sehr für das interdisziplinäre Gespräch im Bereich der Wissenschaften engagiert, gerade in Hinblick auf die Erfahrungswissenschaften. Mit Gott als Ursprung bildeten in dem Verständnis von Rudolf Weiler die natürliche Ordnung und die Heilsordnung samt religiös verstandener Gnade letztlich eine Einheit. Prof. Weiler habe sich dabei stets als „Anwalt der Würde des Menschen“ erwiesen. Zum anderen sei Rudolf Weiler auch Priester, wirke er seit langem als Seelsorger. Auch im Sinne priesterlicher Identität sei er vielfältig tätig. Und schließlich sei Rudolf Weiler für viele ein Freund und Begleiter geworden. In seinem Vortrag sprach über das neue Buch sprach der so Gewürdigte dann von dem Anliegen der Neuevangelisierung „im heidnisch gewordenen Europa“. Er wies darauf hin, dass für die Mitarbeit an dem Sammelband unterschiedliche Wissenschaftler, Theologen wie Verfassungsexperten und Rechtsgelehrte hatten gewonnen werden können. So lieferte der langjährige Präsident des Bundesrates Prof. Dr. Herbert Schambeck einen bemerkenswerten Beitrag. Gefördert wurde die Drucklegung durch das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur in Wien. Prof. DDr. Weiler verwies darauf, dass die Unverzichtbarkeit des Naturrechts sowohl durch die Europäische Bischofssynode wie unmittelbar vor seiner Wahl zum Papst durch Josef Ratzinger betont worden war. Auf dieser Linie habe sich auch das II. Vatikanische Konzil bewegt. Sicher, so nicht nur die Beurteilung Weilers, sei das Naturrecht für die gewünschte Neuevangelisierung Europas unverzichtbar. Nicht nur in der Gesellschaft im Allgemeinen gäbe es negative Tendenzen, sondern z.B. auch im Religionsunterricht. Dort werde heute oft inhaltlich nichts mehr gelehrt. Gefordert sei dagegen von Christen die Standfestigkeit, wie sie damals etwa die Christen im Römischen Reich bewiesen hätten. Papst Benedikt XVI. habe sowohl die Bedeutung der Katechese, wie die der Berufungs- und auch der Familienpastoral betont. Anschließend zitierte Prof. DDr. Weiler aus einem an ihm persönlich gerichteten Brief von Bundesratspräsidenten i. R. Schambeck, in dem dieser die Wichtigkeit des neuen Sammelbandes hervorhob sowie Weiler und die Mitautoren ausdrücklich würdigte. Es gelang Weiler in der Veranstaltung, nicht zuletzt die bleibende Bedeutung des Erbes von Johannes Messner herauszustellen. Die von Rudolf Weiler geleitete Johannes-Messner-Gesellschaft gibt die wichtigsten Werke dieses bedeutenden österreichischen Mehrfachgelehrten, Nazigegners und Priesters erneut heraus. In dem nun neu erschienenen Sammelband „Die Wiederkehr des Naturrechts und die Neuevangelisierung Europas“ wird nicht zuletzt die Brücke geschlagen zu den umfassenden Veränderungsprozessen im östlichen Europa in unserer Zeit. In der anschließenden Diskussion konnte gerade unter Mitwirkung des Moraltheologen Prof. em. Dr. Peter Inhoffen die Gesamtthematik weiter vertieft werden. Dies betraf nicht zuletzt das Verhältnis von Theologie und neuerer Philosophie. Titelangabe: R. Weiler (Hrsg.), Die Wiederkehr des Naturrechts und die Neuevangelisierung Europas, Wien 2005, ISBN 3-486-57867-7, EUR 39,80, Online-Bestellung bei Amazon. | | |    |
|
| | 28.10.2005 16:54:24 | | Wiener Projekt "Jugendkirche": weitere kritische Anfragen | (Dr. Josef Spindelböck) In einem kath.net-Kommentar vom 12. Oktober 2005 formulierte ich bereits verschiedene kritische Anfragen an das Projekt „Jugendkirche“ in der Erzdiözese Wien. Da in den nächsten Tagen der verantwortliche Seelsorger, Dr. Gregor Jansen, auf kath.net zum Projekt Stellung nehmen will, seien weitere Klärungen meiner Anfragen vorgelegt. Meine wesentlichen Vorbehalte bzw. Wünsche betreffen – wie im kath.net-Kommentar ausgedrückt – Glaube und Sitte (fides et mores) sowie die liturgische und kirchenrechtliche Ebene: Möge es doch so sein, dass in diesem Bereich im „Projekt Jugendkirche“ alles ganz und gar katholisch ist bzw. noch wird! D.h. konkret dass die jungen Menschen bei allem Verständnis für ihre Lebenswelt auch mit der Fülle des katholischen Glaubens vertraut gemacht werden (Katechesen, Glaubensgespräche etc.) bzw. wenigstens die Möglichkeit dazu haben (dazu gehört auch: offizielle Veranstaltungen der „Jugendkirche“ dürfen in keinem Punkt den Glauben der Kirche in Frage stellen). D.h. weiters, dass die katholische Lehre über das sittliche Leben des Christen getreu dem Katechismus der Katholischen Kirche vermittelt wird und man in strittigen Fragen nicht zu Ausflüchten Zuflucht nimmt, die die Lehre der Kirche „in Luft auflösen“ (z.B. – da bei manchen in der „Katholischen Jugend“ besonders umstritten – in Fragen der Sexualität: vor- und außerehelich, Empfängnisregelung versus –verhütung, Homosexualität, Abtreibung, etc.; leider gibt ein „Presse“-Interview einer „Jugendkirche“- Mitarbeiterin zur Besorgnis in dieser Richtung Anlass). D.h. schließlich, dass das Gebetsleben, der Empfang des Sakraments der Buße und die Feier der heiligen Messe gefördert werden (auch durch Gelegenheit zu stiller Anbetung), dass man insbesondere versucht, die heilige Messe nicht als Show abzuziehen oder als Event, sondern als Feier des Glaubens in Einklang mit dem, was uns die Kirche vorgibt, sodass die sog. Jugendmesse nicht als wesentlich andere Messe erlebt wird wie die heilige Messe aller Gläubigen. Besonderes Augenmerk ist hier auf den Musikeinsatz zu richten: Musik muss innerhalb der Messe und in der Kirche sakral sein und darf nicht alles Übrige dominieren. Außerdem: kein Tanz in der Liturgie und keine Experimente im Gegensatz zu den kirchlichen Weisungen! Das im kath.net-Kommentar von mir kritisch angefragte Foto der Jugendmesse mit den (profan wirkenden) Gestalten von Brot und Wein betreffend meine ich, selbst wenn in allem den rechtlich-liturgischen Vorschriften Genüge getan worden wäre: Warum soll es nicht ein besonderes Brot sein, das für die Heilige Eucharistie verwendet wird? Auf diese Weise wird auch auf der "Bildebene" (d.h. durch die heiligen Gestalten) ein leichterer Zugang zu dem geschaffen, was sich auf der "Sach- oder Seinsebene" (d.h. im Hinblick auf die Verwandlung der Substanz des Brotes in den wahren Leib Christi) ereignet. Es ist ja das "Brot des Himmels", Christus selber, den wir in der heiligen Kommunion empfangen dürfen. Wer bei der Feier der Eucharistie auf der Ebene der Zeichen "schlampig" ist, riskiert (in Zusammenhang mit einer heute oft nur ungenügend vorhandenen klaren katholischen Katechese des sog. "heiligen Brotes"), dass sich falsche Auffassungen über die heilige Eucharistie in den Herzen der Menschen einnisten, die im Extremfall nicht anders denn als (materielle) Häresien bezeichnet werden müssen. Letztlich geht es um nichts anderes als darum, dass das Verständnis der heiligen Messe als Opfer Christi und der Kirche, als unblutige und doch reale Vergegenwärtigung von Tod und Auferstehung des Herrn und als Einladung an jeden Christen / jede Christin zur freiwilligen Selbsthingabe in Liebe an Gott und die Mitmenschen wieder in den Herzen der (jungen) Menschen präsent und wirksam wird. Wenn das gelingt, ist das „Projekt Jugendkirche“ geistlich fruchtbar; ist das nicht das angestrebte Ziel oder wird es mit ungeeigneten Mitteln zu verwirklichen gesucht, dann ist es von vornherein gescheitert. - Linktip: Erlebnisbericht einer Schülerin. | | |    |
|
| | 28.10.2005 04:50:32 | | SPÖ-Nationalrat Jarolim widerruft Aussagen gegen "Jugend für das Leben" | Der SPÖ-Pressedienst veröffentlicht folgende Widerrufserklärung: In einer Aussendung vom 17. 10. 2005, OTS0206 5 II 0277 SPK0012 des AbgzNR Dr. Hannes Jarolim wurde behauptet, * der Verein "Jugend für das Leben" sei für die Anti-Abtreibungsdemonstrationen vor Wiener Kliniken verantwortlich, * es handle sich bei diesem Verein um gewaltbereite Abtreibungsgegner sowie nachweislich um amtsbekannte Personen, die vor massivem Psychoterror gegen Frauen nicht zurückschrecken. Diese Aussagen sind unrichtig und werden hiermit widerrufen. Der Verein "Jugend für das Leben" ist weder für die Anti-Abtreibungsdemonstrationen vor Wiener Kliniken verantwortlich noch handelt es sich bei den Mitgliedern der Vereins um gewaltbereite Abtreibungsgegner bzw. amtsbekannte Personen, die vor massivem Psychoterror gegen Frauen nicht zurückschrecken. - AbgzNR Dr. Hannes Jarolim. - Linktip: http://www.youthforlife.at | | |    |
|
| | 27.10.2005 16:20:41 | | Der neue Stil von Papst Benedikt | | (die-tagespost.de) Es ist einige Jahrzehnte her, dass eine auf dem Petersplatz oder in der Peterskirche zelebrierte Messe oder liturgische Feier als vorbildlich, als wegweisend, oder auch einfach nur als insgesamt schön zitiert werden konnte. Eine gewisse Unsorgsamkeit und liturgische und musikalische Experimentierfreudigkeit, die teilweise einem Kahlschlag gleichkamen, verbunden mit einer nicht immer leicht identifizierbaren Gestenfreude waren eher angesagt. Die große Gegenwart Johannes Pauls II. ließ oft auch Fragwürdiges in den Hintergrund treten. Das alles ist seit April vorbei. Und hoffentlich definitiv. In der Feier der Eucharistie am letzten Sonntag machte der Papst das vor, was die Synodenväter als dringliches Thema immer wieder in den Raum gestellt hatten: die richtige, angemessene "ars celebrandi" einer universalen Kommunikation. Sie bedurfte keiner Erläuterungen, keiner künstlichen oder affektierten Ausschmückungen, die den Blick vom Wesentlichen ablenken. Der Papst lebte die Einheit des Betens und des Feierns vor. Der Papst zeigte, wie eine aktive Beteiligung Hand in Hand geht mit der aktiven betenden Besinnung. Der Papst zelebrierte den Anfang der liturgischen "Reform der Reform". Der universale Hirte feierte und betete für die Welt und vor der Welt, und er tat dies in der Sprache der Kirche, so dass alle gleichermaßen daran teilhaben konnten. Die Musik der lateinischen Kirche in ihren verschiedenen Ausprägungen war nicht Beiwerk, sondern formendes Element. Das Evangelium wurde in den Sprachen des Westens und des Ostens der Kirche, dem Lateinischen und dem Griechischen gesungen. Der Papst predigte auf italienisch, spanisch, polnisch und ukrainisch. - So schreibt Armin Schwibach in einem Kommentar der Zeitung "Die Tagespost" vom 25.10.2005, den Sie in vollem Wortlaut online lesen können. | | |    |
|
| | 27.10.2005 16:16:05 | | "Gott schütze unser Vaterland Österreich!" (Bischof Werner) | | (Kathpress) Die Bedeutung der "Stabilität" als Schlüssel und Fundament für ein Miteinander und Füreinander in Europa und in der Welt hat der österreichische Militärbischof Christian Werner am Nationalfeiertag bei einem Gottesdienst auf dem Wiener Heldenplatz unterstrichen. Die "Festmesse für den Frieden" fand im Rahmen des Festes zum 50-Jahr-Jubiläum des Österreichischen Bundesheeres statt. Um "Brücken zu bauen", brauche es Stabilität und Sicherheit, sagte Werner in seiner Predigt. Einen wichtigen Beitrag dazu leisteten weltweit die österreichischen Soldatinnen und Soldaten. Der Bischof erinnerte daran, dass die Soldaten im Jahr 1988 im Rahmen ihres UNO-Einsatzes den Friedensnobelpreis erhalten hatten. In seiner Predigt nannte Bischof Werner vier "Standbeine" für die Stabilität: die Treue zu Gott, die Treue zur Heimat, die Treue zur Kirche sowie die Treue zur Familie und in der Familie. Treue zu Gott bedeute auch Ehrfurcht vor dem Leben, das "in all seinen Phasen und Formen" zu hüten sei. Treue zur Heimat schließe auch die Erfüllung von Pflichten ein. Im Hinblick auf die Treue zur Kirche erinnerte der Militärbischof daran, dass es immer die Aufgabe der Kirche sei, "eine Brücke vom Kerker der Ich-Sucht zur Hingabe und Nächstenliebe" zu bauen. Schließlich gehe es auch darum, sich um eine "Kultur der Treue" zu bemühen, "damit stabile Ehen und Familien gedeihen können". Wenn diese vierfache Treue zu Gott, Heimat, Kirche und Familie gelebt wird, dann könne man freudig und ehrlichen Herzens in die dritte Strophe der österreichischen Bundeshymne einstimmen: "Mutig in die neuen Zeiten, frei und gläubig sieh uns schreiten, arbeitsfroh und hoffnungsreich", so Bischof Werner, der mit den Worten schloss: "Gott schütze unser Vaterland Österreich." | | |    |
|
| | 25.10.2005 19:01:50 | | Bischof Koch von Basel suspendiert Pfarrer Sabo | | Bischof Kurt Koch von Basel hat einen Brief an die Gläubigen seiner Diözese gerichtet, in dem er den aktuellen Stand im "Fall Sabo" zusammenfaßt. Sabo sei wiederholt zur Rückkehr in die kirchliche Einheit mit dem Bischof aufgefordert worden, leider ohne Erfolg. "Da damit alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind und bei Priester Sabo kein Anzeichen eines Sinneswandels feststellbar ist, stehen die schwerwiegenden Straftatbestände der Amtsanmassung im Sinne von c. 1381 § 2 CIC, der Aufwiegelung zum Ungehorsam im Sinne von c. 1373 CIC und der Amtsbehinderung im Sinne von c. 1375 CIC fest. Nachdem der Priester Sabo auch meine nochmalige Warnung völlig missachtet, musste ich am 22. Oktober – im Einvernehmen mit dem Erzbischof von Bamberg - seine Suspension in Anwendung von c. 1342 § 1 CIC aussprechen. Gemäss c. 1333 § 1 CIC sind damit Herrn Sabo alle Akte der Weihegewalt und der Leitungsgewalt und jegliche seelsorgerliche Tätigkeit im Auftrag der römisch-katholischen Kirche verboten." - Den vollen Wortlaut des Briefes finden Sie unter www.bistum-basel.ch ! | | |    |
|
| | 25.10.2005 18:57:24 | | Aktuelle kirchliche Statistik | | (zenit.org) Anlässlich des Weltmissionssonntags hat der Heilige Stuhl Statistiken veröffentlicht, aus denen hervorgeht, dass die Anzahl der Katholiken auf allen Kontinenten außer Europa zugenommen hat. Die Zahl der Priesterberufungen hat in Afrika und Amerika zugenommen, weltweit betrachtet aber bleibt sie gleich. Bei Laienmissionaren sowie Katecheten wurde vor allem in Amerika ein starkes Wachstum verzeichnet. Die Informationen, die dem "Statistischen Jahrbuch der Kirche" entnommen sind und auf Daten beruhen, die bis zum 31. Dezember 2003 gesammelt wurden, geben Auskunft über die Pastoraltätigkeit der katholischen Kirche auf der ganzen Welt und wurden vom "Fidesdienst", der Nachrichtenagentur der Kongregation für die Evangelisierung der Völker, veröffentlicht. Den Zahlen zufolge sind 1,08 Milliarden Menschen bzw. 17,2 Prozent der insgesamt 6,21 Milliarden Menschen auf der ganzen Welt getaufte Katholiken. Davon sind rund 50 Prozent in Amerika beheimatet (Zuwachs von 6.678.000 gegenüber dem Vergleichswert vom 31. Dezember 2001), 26,1 Prozent in Europa (Rückgang um 214.000), 12,8 Prozent in Afrika (Zuwachs von 6.231.000), 10,3 Prozent in Asien (Zuwachs von 2.434.000) sowie 0,8 Prozent in Ozeanien (Zuwachs von 113.000). Im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung gibt es in Amerika 62,4 Prozent Katholiken. In Europa machen die Katholiken 40,5 Prozent der Gesamtbevölkerung aus, in Ozeanien 26,8 Prozent, in Afrika 16,5 Prozent und in Asien 3 Prozent. In der kirchlichen Seelsorge arbeiten weltweit 4.217.572 Menschen: 4.695 Bischöfe, 405.450 Priester (davon 267.334 Weltpriester), 31.524 ständige Diakone (Zuwachs von 1.427), 54.828 Ordensmänner und 776.269 Ordensfrauen. Bei Letzteren wurde gegenüber 2001 ein Rückgang um 6.663 verzeichnet. Allerdings haben in Asien und Afrika die Berufungen zur Ordenfrau zugenommen. Die Anzahl der Priester ist insgesamt um 392 gestiegen: Zum 31. Dezember 2003 gab es weltweit 405.450 Priester. Die Anzahl der Diözesanpriester stieg von 266.448 auf 267.334, die Anzahl der Ordenspriester ging von 138.619 auf 137.724 zurück. In Afrika gab es 1.145 mehr Priesterweihen als bis zum 31. Dezember 2001, in Asien waren es 1.010 mehr. Nur in Europa wurde ein Rückgang um 1.897 Priester verzeichnet. In Säkularinstituten gab es bei den weiblichen Mitgliedern einen Zuwachs von 720 Personen auf 28.916, die Anzahl der männlichen Mitglieder stieg um 121 Personen auf 691. Zu einem Zuwachs von 28.586 ist es bei den weltweit 173.331 Laienmissionaren gekommen. 156.461 von ihnen sind auf dem amerikanischen Kontinent im Einsatz. Dort hat es auch die größten Zuwächse gegeben, nämlich 21.815. Die Anzahl der Katecheten stieg in der Zeit von 2001 bis 2003 auf 2.847.673, d.h. um 80.222. Davon sind mehr als 53.000 Amerikaner. In Europa stellten sich im Jahr 2003 15.672 mehr Laien der Aufgabe der Glaubensweitergabe als es 2001 der Fall gewesen war. Die Zahl der Priesteramtskandidaten nimmt in Afrika (Zuwachs von 5,8 Prozent) und Amerika (Zuwachs von 1,4 Prozent) zu, während in Europa und Asien ein leichter Rückgang zu verzeichnen ist. | | |    |
|
| | 25.10.2005 18:51:35 | | Dank sei Gott für seine Güte! - Gedanken zum Nationalfeiertag | Zum österreichischen Nationalfeiertag (26.10.2005) folgen hier Predigtgedanken von Dr. Josef Spindelböck: Der heurige 26. Oktober fällt in das so genannte „Gedenk- oder Gedankenjahr 2005“. In den Medien und im politischen Bereich wurde und wird wiederholt thematisiert, woran wir uns in diesem Jahr erinnern, welcher Ereignisse wir „gedenken“, worüber wir uns im Hinblick auf Vergangenheit und Zukunft „Gedanken“ machen sollten. Da ist zum ersten das 60-Jahr-Jubiläum des Endes des 2. Weltkrieges. Kriegsteilnehmer wissen um die Schrecken einer derartigen, von Hass und Gewalt geprägten Auseinandersetzung zwischen den Völkern und Staaten. Wir danken Gott dem Herrn, dass Friede eingekehrt ist, und wir wollen beten, dass wir auch in Zukunft in Frieden unser Leben führen dürfen. Wirklicher Friede ist mehr als die Abwesenheit von Gewalt. Er baut auf Gerechtigkeit, Solidarität und Liebe auf. Diesen Frieden für die Zukunft zu sichern war auch das Anliegen der Gründungsväter der Europäischen Union, der Österreich seit 10 Jahren angehört. Die Zukunft Europas darf nicht nur nach politischen oder wirtschaftlichen Gesichtspunkten geplant werden. Europa muss seine „Seele“, seine Identität, wieder finden. Diese ist ohne den christlichen Glauben undenkbar. Nur wenn wir Gott in unser Planen und Denken mit einbeziehen, kann die Zukunft eine gute und gesegnete sein! Mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Zweite Republik gegründet. Zehn Jahre später wurde dem Land Österreich am 15. Mai 1955 mit der Unterzeichnung des Staatsvertrages endgültig seine Freiheit und Unabhängigkeit geschenkt. Der Termin des 26. Oktober markierte den Endpunkt von Jahren der Besatzung und der Fremdherrschaft. „Österreich ist frei!“ verkündete Leopold Figl nach der Unterzeichnung des Staatsvertrages. Ja, wir sind frei! Wissen wir diese Freiheit auch in rechter Weise zu nutzen? Oder gab es nicht vielfach nach den Jahren des wirtschaftlichen Aufschwungs eine Übersättigung mit Konsumgütern, die bei manchen keine rechte Freude und Dankbarkeit mehr aufkommen ließ? Gerade junge Menschen tun sich im Materialismus mitunter schwer, eine wirkliche Aufgabe für ihr Leben zu finden, etwas, worin sie Sinn und Erfüllung entdecken können. Was ist für die Zukunft besonders wichtig? Die Werte der Familie und des Lebens müssen wieder verstärkt ins Bewusstsein treten. Nur dann ist eine menschenwürdige Zukunft für unser Land gesichert. Angesichts der Bedrohungen durch eine Mentalität des Ausschlusses von Kindern durch Verhütung und Abtreibung, aber auch durch die Abschiebung der alten Menschen und die angedachte bzw. in manchen Ländern bereits teilweise verwirklichte Tötung unheilbarer Kranker und Behinderter ist alles zu tun, um eine Trendwende hin zu einer „Kultur des Lebens“ herbeizuführen. Der verstorbene Papst Johannes Paul II. hat sich in vielfacher Weise dafür eingesetzt, und die Kirche baut auch weiterhin auf eine Koalition aller Menschen guten Willens, denen das Leben und die Freiheit heilig sind. Wir blicken in gläubiger Zuversicht in die Zukunft, trotz aller Probleme und Herausforderungen. Gemeinsam und im Vertrauen auf die Hilfe Gottes wird es gelingen, das Wohl unseres Landes Österreich auch weiterhin zu fördern. Aber: Wir müssen die Hilfe Gottes auch erbitten, wir müssen beten! Wollen wir beten? Das soll sich jeder fragen, denn für uns als einzelne wie auch als Gemeinschaft geht es darum, das Gebet um den Frieden und um alle guten Gaben für Zeit und Ewigkeit wieder neu zu beleben. Die heilige Gottesmutter Maria ist als Königin des heiligen Rosenkranzes bereit, unsere Bitten vor ihren Sohn Jesus Christus hinzutragen. Dieser wird uns erhören, denn er weiß, was wir brauchen. Schenken wir Gott unser Vertrauen und setzen wir uns ein für die Mitmenschen! Dann werden auch die kommenden Jahre von Gott gesegnet sein. | | |    |
|
| | 25.10.2005 07:57:43 | | In memoriam Johannes Paul II.: Grußworte und erste Botschaft | | Eines der längsten Pontifikate in der Geschichte ist heuer zu Ende gegangen. Am Abend des 2. April 2005 verstarb Johannes Paul II., der am 16. Oktober 1978 zum Papst gewählt wurde. Bisher waren die ersten Grußworte von Johannes Paul II. nach seiner Wahl sowie seine erste Botschaft beim Gottesdienst am 17. Oktober in deutscher Sprache nicht online zugänglich. stjosef.at stellt nun als erstes Medium dieses wichtige Vermächtnis des polnischen Pontifex auch in deutscher Sprache im Internet bereit. Unter anderem hatte Johannes Paul II. festgestellt: "Zur Treue gehört ohne Zweifel auch, wie sich von selbst versteht, der Gehorsam gegen das Lehramt Petri, vor allem in Fragen der Lehre. Man muß immer das „objektive“ Moment bei diesem Lehramt beachten und bewahren, zumal angesichts der Schwierigkeiten, die man in unserer Zeit da und dort bestimmten Glaubenswahrheiten macht. Zur Treue gehört ferner die genaue Einhaltung der liturgischen Normen, welche die kirchliche Autorität erlassen hat. Abzulehnen ist daher auch jene Haltung, die willkürlich und ohne amtliche Billigung Neuerungen einführt, wie auch jene andere Haltung, die sich hartnäckig weigert, das, was für die heiligen Riten legitim festgelegt wurde und nun zu ihnen gehört, anzunehmen. Die Treue bezieht sich auch auf die große Disziplin der Kirche, von der unser unmittelbarer Vorgänger gesprochen hat. Sie ist nicht von der Art, daß sie niederdrückt oder, wie man sagt, abtötet; sie will vielmehr die rechte Ordnung des mystischen Leibes Christi schützen und gleichsam bewirken, daß die Verbindung aller Glieder, aus denen er besteht, natürlich und normal ihren Aufgaben entsprechend funktioniert. Treue ist endlich das gleiche wie die Erfüllung der Anforderungen des Priester- und Ordensiebens, so daß alles, was man in Freiheit vor Gott versprochen hat, auch immer gehalten wird und sich entfaltet, indem man sein Leben beständig von übernatürlichen Grundsätzen leiten läßt." | | |    |
|
| | 24.10.2005 18:06:13 | | Bischof Küng bei Tagung des Familienverbandes | | (presse.kirche.at) Die Pensionsreform und die Neuwahl des Vorstandes waren die zentralen Themen bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung des Katholischen Familienverbandes der Diözese St. Pölten am 22. Oktober in St. Leonhard/Forst. In einer einstimmig beschlossenen Resolution hat sich der Familienverband der Diözese St. Pölten dennoch für eine bessere Berücksichtigung der Familien beim Pensionssystem ausgesprochen. Man müsse berücksichtigen, so die anwesenden Mitglieder des Verbandes, dass Personen mit Kindern bereits heute in die kommende Generation investieren, andererseits aber aufgrund dieser Ausgaben weniger Geld für die eigene private Pensionsvorsorge zu Verfügung haben. Der Verband fordert daher, dass der Pensionsbeitrag in der Pflichtversicherung von der Anzahl der Kinder abhängig gemacht und eine höhere staatliche Prämie gewährt werde. Den Abschluss der diesjährigen Jahreshauptversammlung bildete eine Messe in der Kirche von St. Leonhard mit Familienbischof DDr. Klaus Küng. Der Bischof bedankte sich für die Wirksamkeit des Familienverbandes, der für die Familien immer wieder die Stimme erhebe und die den Familien gebührenden Rechte und Rahmenbedingungen einfordere. Denn der Beitrag, den die Familien für die Gesellschaft leisten, sei äußerst wichtig. Sie sei ja auch die Keimzelle der Gesellschaft. Der Bischof erklärte, dass überall dort, wo der Glaube an Gott lebendig, die Liebe entwickelt und Hoffnung vorhanden sei, auch die Bindung der Menschen in der Ehe bejaht und der weg zur Treue gefunden werde. Die Familie sei auch grundlegend, um Glauben, Hoffnung und Liebe zu erfahren, wies er hin. Die Anwesenden rief der Bischof auf, diese Wurzeln zu pflegen und nach Wegen zu suchen, den Glauben in den Familien zu leben. | | |    |
|
| | 24.10.2005 17:36:21 | | Kontroverse um Evolution und Schöpfungsglauben | | Der Wiener Erzbischof Christoph Kardinal Schönborn hatte am 7. Juli 2005 in einem Gastkommentar zur Haltung der katholischen Kirche zum Evolutionismus eine internationale Debatte ausgelöst. Nun erschien in der amerikanischen Zeitschrift „First Things“ (Oktober 2005) unter der Rubrik „Opinion“ ein Beitrag von Stephen M. Barr mit dem Titel „The Design of Evolution“. Barr ist Kernphysiker am Bartol Research Institute der University of Delaware und Autor eines Buches mit dem Titel „Modern Physics and Ancient Faith“. In seinem Beitrag illustriert er zuerst die Grundlinien der Haltung des katholischen Glaubensverständnisses gegenüber dem Evolutionsgedanken als solchen, der von einer damit möglicherweise verbundenen atheistischen und materialistischen Ideologie zu unterscheiden ist. Er zeigt, dass die Idee einer Entwicklung der Lebewesen mit dem Schöpfungsglauben der Kirche vereinbar ist, wie dies auch die Päpste Pius XII. und Johannes Paul II. zum Ausdruck gebracht haben. Jedenfalls müsse den Menschen betreffend nach katholischem Verständnis am unmittelbaren Ursprung jeder Geistseele durch einen Schöpfungsakt Gottes festgehalten werden. Das Anliegen von Kardinal Schönborn trifft bei Barr auf Verständnis: Der Kardinal „wollte jenen Vertretern des Neo-Darwinismus entgegentreten, die behaupten, dass die Theorie der Evolution die durch die Vorsehung erfolgende Leitung der Schöpfung durch einen Schöpfer ausschließe.“ Schönborn habe aber einen Fehler gemacht, da er erstens eine Papstansprache aus dem Jahr 1996 als „eher unbestimmte und weniger bedeutende Botschaft“ bezeichnet habe, was fragen ließe, ob denn seinem Kommentar eine höhere Autorität zukommen könne als einer Lehräußerung eines Papstes. Zudem habe Schönborn in seinem Kurzkommentar bestimmte Begriffe nicht ausreichend unterschieden, sodass es zur Verwechslung zwischen den wissenschaftlichen Begriffen der statistischen „Wahrscheinlichkeit“ (probability) und des „Zufall“ (random bzw. chance) mit den philosophisch-theologischen Begriffen „ungeplant“ (unplanned) und „ungeleitet“ (unguided), welche eine völlige Planlosigkeit der Welt mit Ausschluss eines Schöpfers implizierten, gekommen sei. Der wissenschaftliche Begriff des „Zufalls“ konstatiere bloß eine aus der Perspektive des Menschen nicht feststellbare Verbundenheit von Elementen und eine relative Nichtvorhersagbarkeit ihres Verhaltens; er schließe daher als solcher das Wirken eines Schöpfers nicht aus, sondern verweise lediglich auf eine „Nichtbezogenheit“ (lack of correlation) verschiedener Elemente im Sinn der Kontingenz. Mit diesen methodischen Fehlern habe der Kardinal „bedauerlicherweise“ dazu beigetragen, „die klare Lehre der Kirche zu verdunkeln, dass keine Wahrheit der Wissenschaft der Wahrheit der Offenbarung widersprechen kann.“ | | |    |
|
| | 23.10.2005 18:30:22 | | Wie problematisch ist Harry Potter? | | (kath.net) Der vierte Teil von Harry Potter wird in Großbritannien von den dortigen Filmwächtern erst für Kinder ab zwölf Jahren freigegeben. Die Filmgutachter haben sich an der Brutalität und Grausamkeit des Streifens sowie an der vulgären Sprache gestört. Kinder unter zwölf Jahren können daher den Film nur in Begleitung von Erwachsenen sehen. Bis jetzt waren die Harry-Potter-Filme in Großbritannien ab sechs Jahre freigegeben. In anderen Ländern war bereits der dritte Teil von Harry Potter für Kinder erst ab zwölf Jahren freigeben. – (news.stjosef.at) Inzwischen gibt es auch ein neues Buch von Pater Walthard Zimmer: In dem Buch gibt der Pater nicht nur Entwarnung in Sachen Harry Potter, sondern gewinnt den Potter-Büchern sogar "wertvolle Inhalte" ab. Das im Eigenverlag erschienene Buch trägt den Titel: "Harry Potter: gut oder böse? Unterscheidung tut dringend not" und hat 186 Seiten. Es kostet 7,50 Euro (+ Versandkosten) und kann bezogen werden bei: Pater Walthard Zimmer, Friedrichstraße 14, A-4040 Linz, Tel.: 0043/(0)732/94-34-72. Pater Zimmer gibt in dem Buch einen ausführlichen Überblick über die Vorwürfe gegen das auf sieben Bände angelegte Werk von Joanne Kathleen Rowling und lässt dabei die Kritiker von Harry Potter selbst zu Wort kommen. Eine von ihnen, Frau Gabriele Kuby, hat inzwischen in einem Leserbrief in der Zeitung „Die Tagespost“ mit Betroffenheit auf die Potter-Verteidigung von Pater Walthard Zimmer reagiert. Sie bleibt bei ihrer kritischen Sichtweise und kann sich für ihr Engagement auch auf das Urteil von Joseph Kardinal Ratzinger berufen. In einem Schreiben vom 7. März 2003 schrieb der damalige Präfekt der Glaubenskongregation und jetzige Papst Benedikt XVI. an die Autorin: „„Vielen Dank für Ihren freundlichen Brief vom 20. Februar und für das lehrreiche Buch, das Sie beigelegt haben. Es ist gut, dass Sie in Sachen Harry Potter aufklären, denn dies sind subtile Verführungen, die unmerklich und gerade dadurch tief wirken und das Christentum in der Seele zersetzen, ehe es überhaupt recht wachsen konnte." Aufgrund der kontroversen Natur der Bücher über Harry Potter wird es verantwortungsbewussten Eltern auch weiterhin nicht erspart bleiben, an der Lektüre ihrer Kinder aktiv Anteil zu nehmen und bestimmte Dinge mit ihnen zu besprechen. Insbesondere ist zu berücksichtigen, dass jedes Kind verschieden reagiert. Man sollte Anzeichen möglicher Verstörtheit oder Beunruhigung ernst nehmen und darf die Potter-Bücher und Filme sicher nicht generell verharmlosen! | | |    |
|
| | 23.10.2005 18:15:01 | | Erste Heiligsprechungen durch den neuen Papst | | (zenit.org) Am Weltmissionssonntag, dem 23. Oktober, sprach Papst Benedikt XVI. einen Bischof, einen Ordensmann und drei Priester heilig und schloss damit die Bischofssynode sowie das "Jahr der Eucharistie" feierlich ab. Unter den neuen Vorbildern wahren christlichen Lebens befindet sich der selige Alberto Hurtado Cruchaga, ein chilenischer Jesuit (1901-1952), der zu den herausragendsten Kirchengestalten seines Landes zählt. Nach seiner Priesterweihe kümmerte er sich besonders um die Glaubensunterweisung junger Menschen, nahm sich der Obdachlosen und Mittellosen an und war ein glühender Verfechter und Verkünder der kirchlichen Soziallehre, weshalb ihn die chilenischen Bischöfe und auch der chilenische Staatspräsident Ricardo Lagos als Patron der chilenischen Gewerkschaften vorgeschlagen haben. Joseph Bilczewski wurde am 26. April 1860 in Wilamowice (Polen) geboren und wurde als lateinischer Erzbischof von Lemberg zu einem beliebten Ratgeber für Katholiken, Orthodoxe und Juden sowie zu einem eifrigen Seelsorger. Der selige Zygmunt Gorazdowski, der am 1. November 1845 im polnischen Ort Sanok geboren wurde, wirkte ebenfalls in Lemberg und förderte verschiedene Initiativen für Priester, Jugendliche, Kranke und Arme. Der Autor eines bekannten Katechismus gründete außerdem eine Tageszeitung, verschiedene Hilfswerke sowie die Kongregation der Schwestern vom heiligen Josef. Er starb am 1. Januar 1920. Der selige Gaetano Catanoso wurde am 14. Februar 1879 im italienischen Dorf Chorio bei San Lorenzo geboren. Der Priester arbeitete unter anderem als kanonischer Pönitentiar in der Kathedrale und als Regens des Priesterseminars. Er wirkte zudem als Beichtvater verschiedener Ordenshäuser sowie als Krankenhausseelsorger und gründete die Kongregation der Schwestern der heiligen Veronika. Der selige Felice Da Nicosia (1715-1787) war Laienbruder aus dem Orden der Minderen Brüder der Kapuziner. Über 40 Jahre lang lebte er als Bettelbruder und Wandermissionar "ein fruchtbares Apostolat unterwegs", wie es Kardinal José Saraiva Martins, Präfekt der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse, im April 2004 ausdrückte. "Er war nicht gebildet, aber er besaß eine Weisheit, die nur Liebe und Demut verleihen können", hatte der Kardinal damals der anlässlich Promulgation des Wunderdekrets erklärt. | | |    |
|
| | 22.10.2005 09:52:47 | | Hirtenbrief zum Weltmissionssonntag | | Die österreichischen Bischöfe haben zum "Tag der Weltkirche", dem "Weltmissionssonntag" (23.10.2005), einen Hirtenbrief verfaßt, der in den Kirchen Österreichs verlesen wird. Darin heißt es: "Die missionarische Aufgabe ist nicht beendet, sondern gewandelt. Unverändert steht Christus im Zentrum dieser Weltkirche mit Seinem Wort: „Was ihr einem dieser meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan" (Mt. 25, 40). In der Eucharistiefeier versammelt ER uns zu jener weltumspannenden Gemeinschaft im Glauben, aus deren Kraft das Lob Gottes im Gebet und in einem Lebensstil des Teilens und der Solidarität mit den Ärmsten entspringt. Wie das Brotbrechen in der Hl. Messe, gehört das Teilen zur gelebten Praxis der Kirche aller Jahrhunderte. Jedes Jahr ist der Sonntag der Weltkirche wieder eine Einladung, mit großzügigen Gaben diesen universalen Geist der missionarischen Zusammenarbeit zu unterstützen." - Hinweis: Aufgrund des Hirtenbriefes gibt es für diesen Sonntag keine aktuelle Predigt im Internet von Dr. Josef Spindelböck! - Linktip: www.missio.at | | |    |
|
| | 22.10.2005 09:49:38 | | Schlußbotschaft der Bischofssynode veröffentlicht | | In der 20. Generalversammlung vom 21. Oktober 2005 haben die Synodenväter eine Botschaft zum Abschluss der XI. Ordentlichen Vollversammlung der Bischofssynode approbiert, die von kath.net in vollem Wortlaut dokumentiert wird. Unter anderem schreiben die Bischöfe: "In tiefer Dankbarkeit gegenüber Gott für das Pontifikat des Heiligen Vaters Johannes Pauls II. und für seine letzte Enzyklika „Ecclesia de Eucharistia“ – der das das Eucharistische Jahr eröffnende Apostolische Schreiben „Mane nobiscum Domine“ folgte – bitten wir Gott, er möge die Früchte seines Zeugnisses und seiner Lehre vervielfältigen. Unsere Dankbarkeit gilt auch dem ganzen Volk Gottes, dessen Nähe und Solidarität wir während dieser drei Wochen des Gebetes und der Überlegung gespürt haben. Die Ortskirchen Chinas und ihre Bischöfe, die sich nicht unseren Arbeiten anschließen konnten, nehmen in unseren Gedanken und Gebeten einen besonderen Platz ein. Euch allen, Bischöfen, Priestern, Diakonen, Missionaren überall auf der Welt, Männern und Frauen des gottgeweihten Lebens, den in der Welt lebenden Laien, Männern und Frauen guten Willens aber auch allen, die für die Massenmedien Verautvortung tragen, wünschen wir im Namen des auferstandenen Christus Frieden und Freude im Heiligen Geist!" | | |    |
|
| | 21.10.2005 06:28:34 | | Gegen jede Form der Euthanasie | | (www.erzbistum-bamberg.de) Christen müssten klar Position beziehen gegen jede Form aktiver Sterbehilfe, forderte der Bamberger Erzbischof Prof. Dr. Ludwig Schick in Nürnberg. In einem Pontifikalgottesdienst in der Pfarrkirche Herz Jesu predigte er vor Hunderten von alten Menschen aus dem ganzen Bistum und vielen ehrenamtlichen Helfern anlässlich der diesjährigen Diözesanseniorenwallfahrt unter dem Motto „Gott unsere Freude – unsere Hoffnung – unsere Zuversicht“. In seiner Predigt griff der Bamberger Erzbischof die aktuelle Diskussion um die Niederlassung der Schweizerischen Sterbehilfevereinigung „Dignitas“ in Deutschland auf, deren Namen er als „Etikettenschwindel“ kritisierte. „Für die aktive Sterbehilfe, das bedeutet für Töten, auch auf Verlangen, das Wort dignitas - Würde -zu missbrauchen, muss jedem Christen ein Gräuel sein. Wir lehnen es bewusst und klar ab.“ Nicht durch tödliche Medikamente, sondern durch menschliche Zuwendung würden Alte und Kranke menschenwürdig sterben. Eindringlich warnte er davor, Grenzen zu überschreiten: Die aktive Sterbehilfe bezeichnete er als „ein Spiel mit dem Feuer“, das einen Flächenbrand auslösen könne. „Wo macht eine Gesellschaft Halt, und wer legt die Grenze fest“, fragte er: „Bei alten Menschen, bei Behinderten, bei jungen Menschen mit bis dato unheilbaren Krankheiten, Querschnittslähmungen, Herz- und Niereninsuffizienz, bei Aids-Kranken?“ Nicht aktive Sterbehilfe, sondern menschenwürdige Sterbebegleitung sei der einzig gangbare Weg. Alles andere sei das Gegenteil von „dignitas“, nämlich menschenunwürdiges Töten. Dazu brauche es freilich „eine Wende von unserem säkularisierten Denken und Verhalten zu einem gottorientierten Leben“. Der Mensch müsse sich wieder uneingeschränkt als Geschenk erleben. Dann könnten Freude, Hoffnung und Zuversicht die Menschen wieder erfüllen und auch in schweren Stunden tragen, sagte er in Anspielung auf das Leitwort der Diözesanseniorenwallfahrt. | | |    |
|
| | 21.10.2005 06:12:50 | | St. Pöltner Diözesanjugendmesse 2005 "im Theater" | | (Dr. Josef Spindelböck) Nach der umstrittenen Etablierung einer „Jugendkirche“ in der Erzdiözese Wien setzen sich fragwürdige gottesdienstliche „Aktionen“ auch in der Diözese St. Pölten fort. Mit der Diözesanjugendmesse 2005 wollte man am 16. Oktober 2005 einen „Blick hinter die Kulissen des Gottesdienstes“ werfen. Dafür wählte man sich keinen sakralen Raum, sondern das Theater „Bühne im Hof“ in St. Pölten aus. „Wir müssen hinaus und die Jugendlichen dort suchen, wo sie sind, sie in ihren Lebensräumen abholen und ernst nehmen“, begründete Armin Haiderer, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Katholische Jugend, die Entscheidung für diesen Ort. Ein Bericht über diese Veranstaltung läßt fragen, ob es sich der äußeren Form nach eher um einen Gottesdienst oder um eine Theateraufführung gehandelt hat: „Tiefer blicken, hinter die Kulissen – das geschah auf der Bühne in der szenischen Umsetzung der Berufung Abrahams in ein modernes Wohnzimmer, wo Gott einen Menschen, der glaubt, alles erreicht zu haben und sich nun gemütlich ausruhen zu können, anspricht und von ihm verlangt, alles zurückzulassen. Oder dadurch, dass die Aussagen des Glaubensbekenntnisses mit Bildern auf der Videowand untermalt wurden.“ Mehr als 250 Jugendliche waren gekommen. Die „Backstage“ genannte Veranstaltung wollte damit die Reihe jener Jugendgottesdienste fortsetzen, in denen seit 1999 „neue Feierformen gesucht werden, um die Botschaft Jesu in die heutige Zeit zu übersetzen“, wie Markus Schmidinger, Organisationsreferent der Arbeitsgemeinschaft Katholische Jugend, betonte. „Die meisten von uns kennen kaum noch die Form der Messfeier vor 50 Jahren, und trotzdem tun wir uns schwer, die Eucharistie zu verstehen, obwohl wir die deutsche Sprache haben“, stellte Pfarrer Mag. Peter Bösendorfer aus Amstetten-St. Stephan, in der Predigt fest. Die Eucharistiefeier habe eine lange Geschichte, manchmal sei etwas dazu gekommen oder auch wieder etwas weggelassen worden. „Christus will uns Brot sein“, fasste Pfarrer Bösendorfer den Sinn der Messe zusammen. Und es gehöre zur Eucharistiefeier notwendig dazu, „dass wir, wenn wir hinaus gehen, selber Brot werden für andere“. Der verantwortliche Diözesanbischof DDr. Klaus Küng nahm nicht an der Jugendmesse teil. Er zog es vor, den Abschluss des Eucharistischen Jahres mit einer Festmesse und Segensandacht in der Pfarr- und Wallfahrtskirche Heiligenblut zu feiern. | | |    |
|
| | 20.10.2005 17:18:27 | | Bischofssynode: "Propositiones" werden erstellt | | (zenit.org) Am heutigen Donnerstag (20.10.2005) hat im Vatikan keine Generalkongregation der Bischofssynode stattgefunden. Kardinal Angelo Scola, Erzbischof von Venedig, "Relator" oder Generalberichterstatter der Bischofssynode, Erzbischof Roland Minnerath von Dijon (Frankreich) und die "Relatoren" der einzelnen Arbeitsgruppen nutzten die ihnen zur Verfügung stehende Zeit, um die verschiedenen Verbesserungsvorschläge der Synodenväter in die 50 bereits erstellten "propositiones" einzuarbeiten, über die am Samstag im Plenum endgültig abgestimmt werden wird. Eine erste Fassung der Vorschläge wurde bereits am Dienstag vom Sondersekretär der Bischofssynode, Erzbischof Roland Minnerath von Dijon, in der Synodenhalle verlesen. Die letzten Verbesserungen sind am Mittwochabend fertig geworden. Am Freitagnachmittag werden die korrigierten Vorschläge vor den Synodenteilnehmern verlesen werden, damit am Samstagvormittag die endgültige Abstimmung der stimmberechtigten 244 Synodenväter stattfinden kann. Die von der Bischofssynode erstellten "propositiones" bilden die Grundlage für das nachsynodale Apostolische Schreiben, in dem Papst Benedikt XVI. die Ergebnisse der Synodalversammlung über die Eucharistie zusammenfassen und der Öffentlichkeit zugänglich machen wird, um die eucharistische Frömmigkeit unter den Gläubigen zu vertiefen. Die Bischofssynode, die drei Wochen gedauert hat, wird kommenden Sonntag zu Ende gehen. An diesem Tag begeht die Kirche außerdem den Weltmissionssonntag, und der Heilige Vater wird im Rahmen eines Festgottesdienstes auf dem Petersplatz seine erste Heiligsprechung vornehmen und das "Jahr der Eucharistie" beenden. | | |    |
|
| | 20.10.2005 17:14:05 | | Lefebvrianer pilgerten nach Lisieux | Die (schismatische) Priesterbruderschaft St. Pius X. berichtet auf ihrer Homepage über eine Wallfahrt nach Lisieux. Hier der Wortlaut des Berichtes: Am 8. Oktober fand im französischen Wallfahrtsort Lisieux ein großer Gebetstag der Tradition statt. Eine Fußwallfahrt zu Ehren der hl. Theresia vom Kinde Jesu. Organisiert wurde die Pilgerfahrt durch das Priorat von Gavrus (Normandie) unter der Leitung von Prior Pater Renaud de la Motte FSSPX. 2.500 Pilger versammelten sich zum Abschluß in der Basilika, die 1937 - von Kardinalstaatssekretär Pacelli - benediziert und 1954 konsekriert wurde. Der Direktor der Basilika, Msgr. Bernard Lagoutte hatte die Zelebration des hl. Meßopfers in der großartigen Kirche gestattet. Er zeigte sich beeindruckt von der Frömmigkeit der vielen jungen Pilger und der Kinder. Der am 26. Dezember von Msgr. Bernard Fellay in Paris geweihte Neupriester Guillaume Gaud FSSPX zelebrierte, Pater Laurent Serres-Ponthieu FSSPX und Pater Daniel Vigne FSSPX levitierten ihm beim hl. Opfer. Pater Renaud de la Motte konnte die zahlreichen Pilger begrüßen und den kirchlichen Autoritäten für die freundliche Aufnahme danken. Er überbrachte den Pilgern die Grüße des Generaloberen. Der Rektor (langjähriger Sekretär der französischen Bischofskonferenz) hatte den Prunkornat Kardinal Feltins, der bei der Konsekration der Kirche benutzt wurde, zur Verfügung gestellt. Msgr. Lagoutte wandte sich auch an die Pilger und empfahl sie der Fürbitte der hl. Theresia. Pater Alain Lorans FSSPX, der langjährige Rektor des Seminars von Ecône, der jetzt für das Generalhaus arbeitet, predigte über den „Geist der Mission“ in diesem Heiligtum der „Patronin der Missionen“. Der Chor unter der Leitung von Fräulein Armelle Doutrebente sang das Proprium und ein polyphones Ordinarium. Die Pilger sangen zur Ende des hl. Meßopfers das Christus vincit, mit den Gebetsrufen für den regierenden Papst und den Bischof der Diözese von Bayeux-Lisieux. | | |    |
|
Seite [1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8] [9] [10] [11] [12] [13] [14] [15] [16] [17] [18] [19] [20] [21] [22] [23] [24] [25] [26] [27] [28] [29] [30] [31] [32] [33] [34] [35] [36] [37] [38] [39] [40] [41] [42] [43] [44] [45] [46] [47] [48] [49] [50] [51] [52] [53] [54] [55] [56] [57] [58] [59] [60] [61] [62] [63] [64] [65] [66] [67] [68] [69] [70] [71] [72] [73] [74] [75] [76] [77] [78] [79] [80] [81] [82] [83] [84] [85] [86] [87] [88] [89] [90] [91] [92] [93] [94] [95] [96] [97] [98] [99] [100] [101] [102] [103] [104] [105] [106] [107] [108] [109] [110] [111] [112] [113] [114] [115] [116] [117] [118] [119] [120] [121] [122] (123) [124] [125] [126] [127] [128] [129] [130] [131] [132] [133] [134] [135] [136] [137] [138] [139] [140] [141] [142] [143] [144] [145] [146] [147] [148] [149] [150] [151] [152] [153] [154] [155] [156] [157] [158] [159] [160] [161] [162] [163] [164] [165] [166] [167] [168] [169] [170] [171] [172] [173] [174] [175] [176] [177] [178] [179] [180] [181] [182] [183] [184] [185] [186] [187] [188] [189] [190] [191] [192] |
|
|
|