| | 24.12.2005 06:05:13 | | Weihnachtsmesse mit Strafgefangenen | | (presse.kirche.at) Freude und Hoffnung für das Leben wünschte Bischof DDr. Klaus Küng den Inhaftierten der Justizanstalt St. Pölten bei der traditionellen Weihnachtsmesse. Wie jedes Jahr besuchte auch heuer der Diözesanbischof vor Weihnachten wieder die Justizanstalten St. Pölten und Krems-Stein, um mit den Häftlingen die Weihnachtsmesse zu feiern. Die entscheidende Botschaft von Weihnachten sei „Gott ist mit uns“, erklärte Bischof Küng bei der Weihnachtsmesse in der Justizanstalt St. Pölten. Jeder, auch wenn er allein sei und sich nicht frei bewegen könne, kann erfahren, dass er nicht einsam ist, den Gott verlasse keinen Menschen, betonte der Bischof. Jeder könne sich Gott zuwenden und von ihm jenen Frieden erlangen, der die Grundlage sei, um mit Mut und Zuversicht wieder in die Zukunft zu blicken. „Nutzt eure Zeit“, rief der Bischof den Inhaftierten zu. Gott sei für jeden erreichbar, er gebe jedem Menschen die Chance die es zu nutzen gelte, um einen Weg für einen neuen Anfang zu finden. „Das ist die große Chance für euer Leben“, rief der Bischof den Anwesenden zu. Am Donnerstag, dem 22. Dezember 2005, besuchte der Bischof auch die größte Justizanstalt Österreichs in Krems-Stein und feierte dort die Weihnachtsmesse. | | |    |
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| | 24.12.2005 06:04:48 | | Das Geheimnis von Weihnachten | | In den Stunden der heiligen Nacht feiern wir mit der Kirche das Geheimnis von Weihnachten. Es ist bezeichnend, dass auch viele Menschen, die sonst wenig Verbindung zur Kirche haben oder deren Glaubensleben nicht sehr aktiv und ausgeprägt ist, wenigstens für dieses eine Mal im Jahr dabei sein wollen, wenn die Kirche der Menschwerdung des Sohnes Gottes aus der Jungfrau Maria gedenkt. Dahinter liegt in vielen Fällen nicht bloße Sentimentalität, sondern es ist eine echte, wenn auch vielleicht verschüttete Sehnsucht, die sich hier offenbart. Der Mensch spürt, dass alles Übrige, was zu Weihnachten geschieht (Geschenke, Feiern etc.), an der Oberfläche bleibt, wenn er nicht zum Glaubensgeheimnis des Weihnachtsfestes als solchen vordringt. Wie aber lautet die Botschaft dieser Heiligen Nacht? - Lesen Sie mehr in der Predigt zur Christmette von Dr. Josef Spindelböck! | | |    |
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| | 24.12.2005 06:02:52 | | Zwei Arten von Lebensschutz? | | In einem Leserbrief der "Tiroler Tageszeitung" vom 24.12.2005 schreibt Pfarrer Franz Hirn aus Fieberbrunn zum Thema "Todesstrafe, Abtreibung": "Gegen die Hinrichtung in Kalifornien und gegen die Todesstrafe in mehreren Staaten der Welt haben sich in letzter Zeit viele ausgesprochen. Papst Johannes Paul II. hat sich klar gegen die Todestrafe und gegen die Abtreibung ausgesprochen. Es wäre an der Zeit, wenn die Gegner der Todesstrafe mit demselben Einsatz auch gegen die Abtreibung auftreten würden. Hier geht es um den Schutz von ganz wehrlosem und ganz unschuldigem Leben und um die jüngste Generation. Weihnachten verkündet uns: Mit seiner Menschwerdung aus Maria hat sich Gott mit den ungeborenen und geborenen Kindern, mit den Kranken, Armen und Sündern solidarisiert und somit jedes Leben einzigartig aufgewertet." | | |    |
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| | 24.12.2005 06:01:21 | | Das Wort ist Fleisch geworden | | Machtvoll verkündet uns der Apostel und Evangelist Johannes im Prolog seines Evangeliums die Menschwerdung des Sohnes Gottes, die wir zu Weihnachten feiern: „Das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt.“ Es handelt sich um den göttlichen „Logos“, um das ewige Wort Gottes, um den Sohn, der Gott dem Vater gleich ist im Wesen und mit ihm in der Einheit des Heiligen Geistes verbunden ist. Dieses „Wort“, das von Ewigkeit war und durch das alles geschaffen ist, was lebt und existiert: Es ist in der Zeit „Fleisch“ geworden, d.h. Gott hat eine sterbliche Menschennatur angenommen, er ist einer von uns geworden, um uns nahe zu sein und uns mit ihm zu verbinden. Im Grunde ist es also ein „wunderbarer Tausch“, der hier in der Menschwerdung des Sohnes Gottes erfolgt: Der unsterbliche Gott nimmt unsere sterbliche Menschennatur an, er empfängt die Knechtsgestalt, um uns, die wir Knechte der Sünde waren und dem Tod ausgeliefert sind, zu Söhnen und Töchtern Gottes zu machen. Im einzigen Sohn Gottes, der als Mensch einer von uns geworden ist, werden auch wir zu Kindern Gottes. So schreibt Johannes: „Allen, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben.“ - Lesen Sie mehr in der Predigt zum Christtag (25.12.2005) von Dr. Josef Spindelböck! | | |    |
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| | 22.12.2005 17:48:17 | | Wiener Lebensschutz-Tagung in Volksanwaltschaft | | In der Zeitung „Die Tagespost“ berichtet Stephan Baier von einer Lebensschutz-Tagung mit prominenten Referenten, die in der Volksanwaltschaft Wien durchgeführt wurde. Volksanwalt Stadler hatte dies initiiert. Der Facharzt für Pathologie, Lukas Kenner legte aus medizinischer Sicht dar, warum das Leben mit der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle beginnt - nicht später. Mit der Verschmelzung des weiblichen und des männlichen Vorkerns und der Chromosomensätze beginne ein eigener Organismus, neues menschliches Leben. Kritisch setzte sich der Wissenschaftler, der in Wien am "Institut für klinische Pathologie" und an einem Institut für Krebsforschung tätig ist, mit der in Österreich häufig praktizierten "In-vitro-Fertilisierung" (IVF) auseinander. Die Geburtsdefekte bei IVF seien doppelt so hoch wie bei natürlich gezeugten Kindern. IVF könne ein abnormales embryonales Wachstum zur Folge haben. Bei der Einführung der IVF seien keine Untersuchungen über deren Folgen gemacht worden. Die ersten IVF-Kinder seien jetzt bereits 30 Jahre alt, doch gebe es keine Untersuchungen, die über das erste Lebensjahr hinausreichen, und darum auch keine Wahrnehmung degenerativer Erkrankungen. Volksanwalt Stadler gab bekannt, dass die Aufforderung einer Privatklinik zur Samenspende in einer oberösterreichischen Kaserne "für den Kasernenkommandanten relativ unangenehme Folgen haben" werde. Die jungen Soldaten, die für eine Samenspende 70 Euro erhielten, seien über die möglichen juristischen Folgen einer IVF-Vaterschaft nicht aufgeklärt worden. Die Volksanwaltschaft prüfe den Fall offiziell. Der Wiener Philosoph Günther Pöltner, der auch stellvertretender Vorsitzender der österreichischen Bioethikkommission ist, sagte, durch die neuen medizinischen Möglichkeiten einer Zeugung im Reagenzglas sei "das Menschsein völlig neu zum Problem geworden". In der weltweiten Debatte um entsprechende gesetzliche Regelungen gebe es zwei Optionen: einerseits die Forderung nach einem ungeteilten Lebensschutz, also die These, dass der Beginn des Lebens auch der Beginn des Schutzes sein müsse; andererseits die Forderung nach einem nur gradualen Schutz, die die Schutzwürdigkeit von bestimmten Eigenschaften oder Fähigkeiten abhängig mache. In dieser zweiten Auffassung werde das Menschsein vom Personsein getrennt und angenommen, dass die bloß biologische Zugehörigkeit zur Spezies "homo sapiens" noch keine Rechte begründet. Dem hielt Pöltner die Auffassung entgegen, dass der Mensch "in keiner Phase seines Lebens ohne Würde" ist. Der moralische Status komme nicht einem abstrakten "Leben" zu, sondern immer jemandem: "Nicht ein menschliches Leben lebt, sondern immer jemand. Die Eltern zeugen nicht ein Leben, sondern ein Kind." Die Ausdrücke "Fötus", "Kind", "Erwachsener" bezeichnen darum nicht verschiedene Subjekte, sondern Lebensphasen. Der moralische Status hänge nicht vom Erreichen einer selbstbewussten Phase ab, weshalb jeder sagen könne: "Ich bin geboren worden (nicht etwas, das zu mir wurde)", oder: "Meine Eltern haben mich gezeugt, nicht einen Vorläufer meiner selbst". Der Existenzanfang des Menschen sei nicht als Wandel von "etwas" zu "jemand" zu denken. Der Salzburger Weihbischof Andreas Laun bezeichnete in Übereinstimmung mit Pöltner die Trennung von "Mensch" und "Person" als "eine der ganz gefährlichen Ideologien unserer Zeit". Die in Österreich geltende Fristenregelung "verweigert einem Teil der Bevölkerung das Lebensrecht" und sei darum eine "schwere Beeinträchtigung des Rechtsstaates". Ihre Einführung vor drei Jahrzehnten habe "katastrophale Folgen" gehabt; auch für das Bewusstsein, denn "das Strafrecht hat auch eine pädagogische Funktion". Bischof Laun forderte, das Eintreten eines Politikers für die Abtreibung müsse für jeden Katholiken Grund genug sein, diesen nicht zu wählen. Leider gebe es in der Frage der Abtreibung aber auch "eine Verschlafenheit in der Kirche". - Lesen Sie den Volltext des Berichts auf www.die-tagespost.de ! | | |    |
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| | 22.12.2005 12:58:07 | | Papst für korrekte Hermeneutik des Konzils | | (Kathpress) In seiner Ansprache an die Kardinäle, Bischöfe und Prälaten der römischen Kurie forderte Benedikt XVI. eine korrekte Interpretation und Umsetzung des Zweiten Vatikanischen Konzils. Die Rezeption der vor genau 40 Jahren beendeten Kirchenversammlung sei auf Grund unterschiedlicher Erwartungen und mancher Auslegungen schwierig gewesen und habe manche Verwirrungen ausgelöst. Wenn man das Konzil und seine Dokumente jedoch richtig deute, würden sie immer mehr "zur großen Kraft für die stets notwendige Erneuerung der Kirche". Grund für die Probleme bei der Konzils-Umsetzung waren nach Worten des Papstes zwei gegensätzliche Interpretationen: Für die einen bedeutete das Konzil eine "Diskontinuität, einen Bruch" zwischen vor- und nach-konziliarer Kirche, die anderen hätten es als Reform und Erneuerung für die Kirche verstanden. Erstere hätten sich dann vorrangig auch auf den "Geist des Konzils" berufen, der einen ständigen und mutigen Reformprozess über die "unvollkommenen" Aussagen und Texte der Kirchenversammlung hinaus erfordere. Die andere Vorstellung war, die kirchliche Lehre rein und vollständig zu bewahren, so der Papst. Zugleich sei aber eine Vertiefung gewollt worden, sodaß den Erfordernissen der Zeit entsprochen werden kann. In einer Rückschau nach 40 Jahren zeige sich "das Positive des Konzils größer und lebendiger als es in den Agitationen um 1968 erschien", so der Papst. Das Konzil habe Grundlagen und Richtlinien für das Verhältnis von Glaube und modernen Wissenschaften, für die Beziehung der Kirche zum modernen Staat sowie zum generellen Problem der religiösen Toleranz vorgegeben, führte der Papst aus. Diese großen Linien müssten weiter vertieft werden. Darüber hinaus habe das Konzil auch die Revision und Korrektur einiger historischen Entscheidungen eingeleitet. "Die Kirche ist vor wie nach dem Konzil die gleiche eine, heilige, katholische und apostolische Kirche auf dem Weg durch die Zeit", unterstrich der Papst. Wer jedoch erwartet habe, dass mit dem Zugehen der Kirche auf die moderne Welt alle Spannungen verschwinden und pure Harmonie einkehre, habe die inneren Widersprüche dieser Welt und die Zerbrechlichkeit der menschlichen Natur unterschätzt. | | |    |
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| | 20.12.2005 17:29:24 | | Das 2. Vaticanum: dogmatisch oder pastoral? | | (kath.net) Das Dezemberheft von "Theologisches" ist ganz dem Abschluss des Zweiten Vatikanischen Konzils vor 40 Jahren gewidmet. Neben dem Kurienbischof Agostino Marchetto, Stefan Hartmann, David Berger u.a. Autoren geht P. Martin Lugmayr auf die umstrittene Frage nach der Autorität des Konzils ein. Er zeigt sehr gut, wie unzulässig die von den sog. Traditionalisten immer wieder erhobene Behauptung ist, bei dem Konzil handele es sich um ein pastorales Konzil, also seien seine Beschlüsse nicht bindend. Lesen Sie den Beitrag von P. Dr. Martin Lugmayr FSSP, wie er nun auf kath.net in vollem Wortlaut dokumentiert wird! - Linktip: www.theologisches.net | | |    |
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| | 20.12.2005 17:22:13 | | Liturgiewissenschaftler Adolf Adam verstorben | | (www.liturgie.de) Adolf Adam, emeritierter Professor für Liturgiewissenschaft an der Universität Mainz, ist am 16.12.2005 im Alter von 93 Jahren verstorben. Adolf Adam wurde am 19. März 1912 in Dietesheim bei Offenbach/Main geboren. Nach dem Studium der Philosophie und Theologie in Mainz wurde er am 6. Januar 1937 durch Bischof Dr. Albert Stohr zum Priester geweiht. In den folgenden Jahren war er in der Seelsorge und als Religionslehrer tätig. 1956 erfolgte die Promotion in Katholischer Theologie (Universität Mainz) mit der Dissertation "Das Sakrament der Firmung nach Thomas von Aquin". Bereits 1959 habilitierte er sich im Fach Pastoraltheologie in Bonn und war 1960 bis 1970 ordentlicher Universitätsprofessor für Praktische Theologie an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz. Nach der Teilung des Lehrstuhls war Professor Adam seit 1970 Ordinarius für Liturgiewissenschaft und Homiletik in Mainz. Weit über den Kreis der Studierenden ist Professor Adam bekannt geworden durch seine zahlreichen Publikationen. Vermutlich am bekanntesten ist das von ihm zusammen mit Rupert Berger herausgegebene "Pastoralliturgische Handlexikon" als das wohl verbreitetste deutsche Nachschlagewerk zur Liturgie überhaupt. Zur selbstverständlichen Ausstattung vieler Bibliotheken von Seelsorgern und Mitgliedern von Liturgiekreisen gehört sicher auch sein "Grundriss Liturgie", der zuletzt im August 2005 in einer Neuauflage erschien. | | |    |
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| | 19.12.2005 11:42:28 | | Rätereform im Bistum Regensburg: Generalvikar im Interview | | Im Exklusiv-Interview für kath.net hat nun der Regensburger Generalvikar Michael Fuchs Stellung genommen zu der von Bischof Gerhard Müller in Kraft gesetzten Reform der Statuten für die diözesanen Räte. Diese wurde teilweise heftig kritisiert. Dazu der Generalvikar: "Wir hatten wochenlang in fast allen Medien die Behauptung, der Bischof von Regensburg ersetze die gewählten Laiengremien durch andere Gremien, deren Mitglieder er selbst bestimme. Jeder, der die Statuten im Internet nachliest, kann sehen, dass das falsch ist. Bei einer Lokalzeitung, die das wiederholt brachte, haben wir schließlich eine Gegendarstellung auf Seite eins erreicht. Aber die Falschmeldung war längst in den Köpfen." - Lesen Sie das ganze Interview auf kath.net! | | |    |
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| | 19.12.2005 11:39:11 | | Virtuelle Weihnachtskarten | | (Kathpress) Die österreichischen Diözesen bieten unter der Internetadresse www.gesegnete-weihnachten.at in einer gemeinsamen Aktion die Möglichkeit an, kostenlose Weihnachts-E-Cards zu versenden. Als bewusster "Kontrast zu Santa Claus & Co" umfasst die Aktion eine Auswahl aus 18 Weihnachtskarten, die nach eigenen Vorstellungen weiter gestaltet, beschriftet und mit untermalender Musik hinterlegt werden können. Auch der Versendetermin kann individuell eingestellt werden. So kann die E-Card bereits jetzt verfasst werden, bevor sie dann am 24. Dezember weitergeleitet wird. Ein digitaler Weihnachtsgruß kann an bis zu sechs Empfänger adressiert werden. | | |    |
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| | 18.12.2005 16:35:07 | | Papst empfiehlt den heiligen Josef als Vorbild | | (Radio Vatikan) Papst Benedikt XVI. hat zu mehr Stille und Besinnlichkeit in der Weihnachtszeit aufgerufen. Beim Angelusgebet wies er auf den heiligen Joseph hin, der ohne viel Worte dem Willen Gottes gefolgt sei und für Jesus und Maria gesorgt habe. Zu den Pilgern auf dem Petersplatz sagte der Papst am Vierten Advent: „Josephs Schweigen ist von Kontemplation über das Mysterium Gottes durchdrungen, von einer Haltung absoluter Bereitschaft gegenüber dem Willen Gottes Sein Schweigen zeigt keine innere Leere, sondern im Gegenteil die Fülle des Glaubens, den er im Herzen trägt und der jeden seiner Gedanken und alle seine Taten führt. Lassen wir uns vom Schweigen des Heiligen Joseph anstecken! Wir haben es dringend nötig in einer häufig allzu lauten Welt, die Sammlung und Hören auf Gottes Stimme nicht fördert. Auf deutsch sagte der Papst nach dem Angelusgebet: „In der Vorfreude auf das schon nahe Weihnachtfest grüße ich herzlich alle deutschsprachigen Pilger hier auf dem Petersplatz, besonders die Gäste aus Oberösterreich. Die geistliche Übung des Advents führt uns an die Feier der Geburt des Erlösers heran. Öffnet jetzt die Türen eures Herzens für den König, der kommen wird! Die jungfräuliche Gottesmutter Maria helfe uns, ihn würdig und liebevoll zu empfangen. - Euch allen eine gesegnete Zeit! - (news.stjosef.at) Übrigens ist das im Verlag St. Josef auf Deutsch herausgegebene Buch über den heiligen Josef ("Er gab ihm den Namen Jesus") vom Autor, Prof. Tarcisio Stramare, bereits dem Heiligen Vater Benedikt XVI. übermittelt worden, der ja mit Taufnamen ebenfalls Joseph heißt. http://verlag.stjosef.at | | |    |
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| | 17.12.2005 06:34:17 | | Die Menschwerdung erfolgt in der Familie | | Sobald erkannt ist, dass „die Familie“ wahrhaftig im Zentrum des Neuen Bundes steht, versteht es sich von selbst, dass die Heilige Familie im Bereich des „tiefen Geheimnisses“, deren „höchster Ausdruck“ sie ist, einen besonderen Platz einnimmt. Die Rolle des heiligen Josef erweist sich folglich als unersetzlich, denn „auch dank Josefs wird das Geheimnis der Fleischwerdung und zusammen mit ihm das Geheimnis der Heiligen Familie tief in die eheliche Liebe des Mannes und der Frau und indirekt in die Genealogie jeder menschlichen Familie eingeschrieben.“ Die Ehe von Maria und Josef erneuert die Geschichte der „schönen Liebe“, die mit dem ersten Menschenpaar, mit Adam und Eva, begonnen hat. „Christus kommt nicht, um den ersten Adam und die erste Eva zu verdammen, sondern um sie zu erlösen; er kommt, um das zu erneuern, was im Menschen Geschenk Gottes ist, was in ihm ewig, gut und schön ist und die Grundlage der schönen Liebe bildet.“ An der Schwelle des Neuen Bundes erleben Maria und Josef „die Erfahrung der im Hohenlied beschriebenen ‚schönen Liebe‘ wieder … Josef denkt und sagt von Maria: ‚Meine Schwester Braut‘ (vgl. Hld 4,9). Maria, Gottesmutter, empfängt durch den Heiligen Geist, und von ihm kommt die ‚schöne Liebe‘, die das Evangelium feinsinnigerweise in den Zusammenhang des ‚tiefen Geheimnisses‘ stellt.“ - Dies ist ein Textauszug aus dem Josefsbuch von Prof. Tarcisio Stramare OSJ: "Er gab ihm den Namen Jesus", das im Verlag St. Josef erhältlich ist. | | |    |
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| | 17.12.2005 06:09:49 | | Nahe ist der Herr! | | Am 4. Adventsonntag möchte uns das Evangelium von der Verkündigung des Herrn an Maria bereits hinlenken auf das Geheimnis der Geburt Christi, die wir zu Weihnachten feiern. Der Sohn Gottes wollte als Mensch zu uns kommen und daher auch eine menschliche Mutter haben. Josef von Nazareth, der Gemahl Marias, ist nicht der leibliche Vater des Jesuskindes, da Maria Jesus vom Heiligen Geist empfängt und in unversehrter Jungfräulichkeit gebiert. Dies zeigt die Einzigartigkeit der Sohnschaft an, die Jesus als das fleischgewordene göttliche Wort mit seinem himmlischen Vater verbindet. Dennoch erfüllt Josef alle Vaterpflichten gegenüber dem Jesuskind, da er – wenn auch nicht biologisch, so doch in einem rechtlichen Sinn – von der Heiligen Schrift als wahrer Vater des Jesuskindes bezeichnet wird. Über Josef von Nazareth, der aus dem Geschlecht Davids stammt, lässt sich auch die Reihe der Erwählung zurückverfolgen bis zu David, jenem großen König des von Gott auserwählten Volkes, dem der Herr selber durch den Propheten Nathan zugesagt hat, er wolle ihm „ein Haus bauen“. - Lesen Sie mehr in der Predigt zum 4. Adventsonntag B 2005 von Dr. Josef Spindelböck! | | |    |
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| | 16.12.2005 18:36:28 | | Von der Heilsnotwendigkeit der Kirche Christi | | “Wir alle wissen, dass jene, die mit unüberwindlicher Unwissenheit im Hinblick auf unsere heilige Religion behaftet sind, dann wenn sie sorgsam die Gebote des natürlichen [sittlichen] Gesetzes halten, die von Gott in die Herzen aller Menschen geschrieben worden sind, wenn sie bereit sind, Gott zu gehorchen und wenn sie ein tugendhaftes und pflichtgemäßes Leben führen, durch die Macht des göttlichen Lichtes und der Gnade das ewige Leben erlangen können. Denn Gott wird in Übereinstimmung mit seiner unendlichen Güte und Barmherzigkeit nicht zulassen, dass jemand, der nicht einer willentlichen Verfehlung schuldig ist, ewige Bestrafung erleidet. Jedoch ist das katholische Dogma ebenso wohlbekannt, dass niemand außerhalb der katholischen Kirche gerettet werden kann, und dass jene, die sich hartnäckig der Autorität und den Definitionen jener Kirche widersetzen und die hartnäckig von der Einheit der Kirche und vom Nachfolger Petri, dem Römischen Papst, getrennt bleiben (denen der Erlöser die Sorge für seinen Weinberg anvertraut hat), das Heil nicht erlangen können.“ (Pius IX., Enzyklika „Quanto conficiamur moerore“, 1863). | | |    |
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| | 16.12.2005 17:11:34 | | Bischof Küng gegen "Homo-Ehe" oder eingetragene Partnerschaften | | (Kathpress) Der österreichische "Familien-Bischof" Klaus Küng hat sich gegen die Pläne von Justizministerin Karin Gastinger ausgesprochen, für gleichgeschlechtliche Paare eine "registrierte Partnerschaft" einzuführen. Wie Bischof Küng am Donnerstagabend bei einer Diskussion im Radio-Kulturhaus in Wien sagte, trete die Kirche klar gegen jede Diskriminierung auf, da jedem Menschen Würde, Achtung und Respekt zukomme. Die Ehe zwischen Mann und Frau sei aber – von den Voraussetzungen her - auf die Fortpflanzung, auf die Weitergabe des Lebens, ausgerichtet. Es sei deshalb nicht diskriminierend, zwischen homo- und heterosexuellen Paaren zu unterscheiden. Für den Staat sei es wichtig, einerseits die Privatsphäre zu achten, andererseits "zu fördern, was für seine Zukunft wichtig ist". Die "große Frage in Europa" sei heute die demographische Frage und das Problem der Alterspyramide, unterstrich Bischof Küng. Für die Entwicklung der Zukunft scheine es daher klar, dass der Staat die Aufgabe hat, die Familie auf der Grundlage der Ehe zwischen Mann und Frau zu fördern. Das bedeute nicht, dass homosexuell orientierte Personen deswegen nicht geachtet würden. Gleichgeschlechtliche könnten in Österreich durchaus zusammenleben. Eine andere Frage sei, welchen Formen des Zusammenlebens der Staat eine "Förderung" und bestimmte staatliche Vorsorgen und Absicherungen zukommen lässt. Gleichgeschlechtliches Zusammenleben sei eine "Privatangelegenheit". - Mehr auf presse.kirche.at! | | |    |
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| | 15.12.2005 18:12:59 | | Naturrecht als Basis der Menschenrechte | | (Kathpress) Kardinal-Staatssekretär Angelo Sodano hat die Staaten in aller Welt zur Achtung der Religionsfreiheit aufgerufen. Bei einem Kongress über den Islam, der von der päpstlichen Lateran-Universität organisiert wurde, bedauerte Kardinal Sodano eine gewisse "Christophobie" in bestimmten Staaten. Das sei zwar ein "starkes Wort", treffe aber zuweilen zu. Die internationale Gesetzgebung müsse das natürliche Recht des Menschen auf freie Religionsausübung schützen, so Sodano. Im Gespräch mit "Radio Vatikan" betonte der Kardinal zum Thema Naturrecht: "Die Wahrheit ist dieselbe für alle, und das Naturrecht auch. Es gibt also eine gemeinsame Basis der Menschenrechte. Wir glauben, dass Gott dem Menschen eine Neigung zum Guten gegeben hat - genau das nennen wir 'Naturrecht'. So ist zum Beispiel das Gebot 'Du sollst nicht töten' allgemeinverbindlich, es kommt in allen Religionen vor. Ich glaube, die Menschheit sollte sich wieder mehr ihrer gemeinsamen Regeln bewusst werden, die ihr im Naturrecht eingeschrieben sind und über die wir alle uns verständigen können". | | |    |
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| | 15.12.2005 18:09:59 | | Predigt von Kardinal Meisner bei der Beisetzung von + Leo Kardinal Scheffczyk | | Leo Kardinal Scheffczyk wurde am Donnerstag, 15.12.2005, um 11.00 Uhr mit einem Pontifikalrequiem in der Pfarrkirche St. Gallus in Bregenz verabschiedet und anschließend auf dem Friedhof der geistlichen Familie "Das Werk" im Kloster Thalbach in Bregenz beigesetzt. ZENIT dokumentiert die Predigt, in der Joachim Kardinal Meisner, Erzbischof von Köln, das gewaltige Schaffenswerk des verstorbenen Theologen als "eine einzige Pädagogik christlicher Heiligkeit" würdigte. Kardinal Scheffczyk habe Theologie nicht nur als Rede über Gott verstanden, "sondern in besonderer Weise als Rede vor Gott". - Link zur Predigt von Kardinal Meisner. | | |    |
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| | 14.12.2005 10:52:37 | | "Aktion Herbergsuche" vor den Salzburger Landeskliniken | | ( www.youthforlife.net ) Am Samstag, den 17. Dezember, veranstaltet Jugend für das Leben die "Aktion Herbergsuche" vor den Salzburger Landeskliniken. Um 17.30 Uhr ist Treffpunkt neben der Einfahrt in der Lindhofstraße. Pressesprecherin Jutta Lang erklärt dazu: "Mit Fackeln werden wir eine Lichterkette bilden, um ein sichtbares Zeichen für die ungeborenen Kinder zu setzen, die jeden Samstag im Landeskrankenhaus abgetrieben werden. Gleichzeitig bitten wir um "Herberge" und Hilfe für schwangere Frauen in Konfliktsituationen. Laut Gynmed-Bericht (www.jugend-fuer-das-leben.at/detail.php?id=348) wurden alleine vom 2. April bis 17. September 368 ungeborene Kinder getötet. Aber derselbe Bericht besagt, dass etwa zehn Prozent der Frauen ihren Abtreibungstermin wieder absagten - Tendenz steigend! Das ist ein Zeichen der Hoffnung. Mit unserer Lichterkette wollen wir Frauen Mut machen, sich für ihr Kind und eine gemeinsame Zukunft zu entscheiden." Nach einem Lichtermarsch feiert um 19 Uhr Weihbischof Dr. Andreas Laun eine Hl. Messe in der Müllner Kirche. Der Salzburger Erzbischof Dr. Alois Kothgasser hat zum Anlass der Lichterkette einen besonderen Gruß übermittelt, den Sie unter www.jugend-fuer-das-leben.at/detail.php?id=349 lesen können. | | |    |
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| | 14.12.2005 10:50:41 | | "Erscheinungen" in Marpingen nicht anerkannt | | (Bistum Trier) Es steht nicht fest, dass den Ereignissen in Marpingen aus den Jahren 1876 und 1999 ein übernatürlicher Charakter zukommt. Es bestehen schwerwiegende Gründe, die es nicht erlauben, sie als übernatürliches Geschehen anzuerkennen." Das ist der Wortlaut eines Dekrets, das der Trierer Bischof Dr. Reinhard Marx am 13. Dezember erlassen hat. Am 14. Dezember erläuterten Bischof Marx und Theologen des Bistums bei einer Pressekonferenz in Trier die Gründe für die Entscheidung. In Marpingen, einer 12.000 Einwohner-Gemeinde im nördlichen Saarland, hatten 1999 drei Frauen behauptet, dass ihnen die Gottesmutter erschienen sei. Insgesamt 13 „Erscheinungen" soll es zwischen Mai und Oktober 1999 gegeben haben. Tag und teilweise auch Uhrzeit der „Erscheinungen" wurden stets vorher angekündigt. Bis zu 25.000 Pilger kamen zu den angeblichen Erscheinungen. Bereits 1876 soll die Mutter Gottes drei achtjährigen Mädchen aus Marpingen im nahe bei dem Ort gelegenen Härtelwald erschienen sein. Der Vorgänger von Bischof Marx, Bischof Dr. Hermann Josef Spital, hatte im September 1999 eine Kommission aus Priestern, Kirchenrechtlern und Kirchenhistorikern beauftragt zu prüfen, ob den Ereignissen in Marpingen ein übernatürlicher Charakter zugesprochen werden müsse. In einer Erläuterung zu dem Dekret, die im Kirchlichen Amtsblatt für das Bistum Trier veröffentlicht werden wird, heißt es, dass die von der Kommission zusammengetragenen Beweismittel nach der einstimmigen Überzeugung der Kommission „klar und eindeutig" erkennen ließen, dass die Übernatürlichkeit nicht feststehe. Über dieses Votum habe es eine Rücksprache mit der Römischen Glaubenskongregation gegeben und die Glaubenskommission der Deutschen Bischofskonferenz habe dem Bericht und Ergebnis ausdrücklich zugestimmt. Zu ihrem Votum gekommen ist die Kommission durch das Studium von Akten, Literatur, Film- und Tonmaterial, durch Gespräche mit den drei Frauen, die 1999 von den Erscheinungen berichtet hatten, durch weitere Gespräche, Berichte sowie durch Gutachten. „Detaillierte Angaben zu den Gründen, die für dieses Votum ausschlaggebend waren, können aus Rücksicht auf die Persönlichkeitssphäre der an den Geschehnissen beteiligten Personen nicht in die Öffentlichkeit gebracht werden. Es werden daher auch keine Namen genannt", heißt es in der Erläuterung. Weiter wird betont, dass es bei der Anordnung von Bischof Spital bleibe, dass in der kirchlichen Verkündigung weder formell noch materiell von „Erscheinungen" himmlischer Personen in Marpingen, von „Seherinnen" und von dort ergangenen „Botschaften des Himmels" gesprochen oder geschrieben werden dürfe. Publikationen, die im Widerspruch zu dem Dekret stünden, dürften in kirchlichen Räumen nicht verbreitet werden. Die Marienkapelle im Marpinger Härtelwald behalte ihren Charakter als Ort des Gebetes und der Verehrung der Gottesmutter. In einem Schreiben von Bischof Marx an den Pfarrer von Marpingen, Leo Hoffmann, heißt es dazu: „Eine Gebetsstätte wie der ’Härtelwald’ ist ein wichtiger Ort im Gesamtgefüge einer Diözese. Ohne solche Orte wäre die Kirche ärmer und das Glaubensleben kälter und unfruchtbarer." Bischof Marx bittet Pfarrer Hoffmann, alle Menschen, die in Marpingen beten wollen, zusammen mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern pastoral zu begleiten. Wortgottesdienste, Andachten und Gebetszeiten könnten wie bisher im Härtelwald gefeiert werden. Weitere Informationen unter www.bistum-trier.de | | |    |
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| | 13.12.2005 18:00:49 | | Friedensbotschaft von Papst Benedikt XVI. | | In seiner heute, Dienstag, veröffentlichten Botschaft "In der Wahrheit liegt der Friede" zum Weltfriedenstag 2006 ruft Benedikt XVI. allen Menschen ins Bewusstsein, dass der Friede, "um authentisch und anhaltend zu sein, auf dem Fels der Wahrheit Gottes und der Wahrheit des Menschen aufgebaut sein muss". Wenn er sich vom Glanz der Wahrheit erleuchten lasse, schlage der Mensch "fast selbstverständlich den Weg des Friedens" ein. Allerdings müsse er sich zuvor "in einer inneren Erneuerung der Wahrheit des Friedens zuwenden". Nur dann könne die Welt wirklich menschlicher werden, betont der Heilige Vater in seiner ersten Botschaft zum Weltfriedenstag, der am 1. Januar 2006 zum 39. Mal begangen werden wird. Um diese "Wahrheit des Friedens" zu verstehen, müsse man zunächst begreifen, dass Friede nicht bloß das Nichtvorhandensein von Krieg bedeute, sondern vielmehr die Frucht jener Ordnung sei, "die ihr göttlicher Gründer selbst in die menschliche Gesellschaft eingestiftet hat" und der jeder Mensch in seinem Umfeld zum Durchbruch verhelfen muss. So gesehen "gestaltet sich der Friede als himmlische Gabe und göttliche Gnade, die auf allen Ebenen die praktische Übernahme der größten Verantwortung erfordert, nämlich der, die menschliche Geschichte in Wahrheit, Gerechtigkeit, Freiheit und Liebe der göttlichen Ordnung anzupassen". - Mehr auf ZENIT (Botschaft in vollem Wortlaut). | | |    |
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| | 13.12.2005 17:58:10 | | Von den Sünden erlöst durch den Sühnetod Christi | Im Vorwort zum "Liturgischen Wochenkalender für das Kirchenjahr" (Benno-Verlag) 2005/06 schreibt Frank Matthias Kammel: Lange Zeit erregte kein Film mehr die Gemüter in solcher Weise wie der 2004 in den Kinos gezeigte Streifen „Die Passion Christi“ von Mel Gibson. Die Diskussion ging von der drastischen Darstellung der Leiden Jesu, den gezeigten Szenen brutaler Gewalt aus. Stein des Anstoßes war aber auch das der Dramaturgie zugrunde gelegte theologische Konzept, das den Charakter des Todes Christi als Sühneopfer unterstrich. Selbst mancher Christen tut sich heute schwer damit, im Kreuzweg und im Tod Jesu am Kreuz mehr zu sehen als einen historischen Exzess ungerechter Gewalt bzw. als vorbildhafte, konsequente Haltung der Gewaltlosigkeit in einer von Aggression geprägten Welt. Schon vor Jahrzehnten hat der unvergessene Berliner Bischof Alfred Kardinal Bengsch (1921--1979) in konkreter und nach wie vor gültiger Weise darauf hingewiesen, dass jedoch „das Wort des Kreuzes lautet: Meine Sünden haben den Herrn geschlagen“. Und er stellte fest, dass diese Tatsache oft genug als Ärgernis empfunden wird, dass der Mensch nicht auf solche Weise erlöst sein wolle, ja seine Mitschuld am Kreuz Christi nur ungern zugibt. Heute beklagen Theologen darüber hinaus, dass in der westlichen Gesellschaft das Bewusstsein um eigene Schuld und Sünde ebenso im Schwinden begriffen sei wie der damit zusammenhängende Wunsch nach Erlösung, die Aufhebung und Heilung eines leidvoll empfundenen Zustands. Die neue Verfilmung der Leidensgeschichte Jesu scheint also nicht zuletzt eine Kernaussage des Christentums in Erinnerung gerufen zu haben, die heute weithin ausgeblendet wird: dass das Opfer Christi die Sühne unserer Schuld ist, dass das sich Verschenken Gottes in seinem Sohn unsere Erlösung, das heißt unsere Befreiung aus endgültiger Todesverfallenheit bewirkt. Dem vorliegenden Kalenderjahrgang, der wöchentlich ein zwischen Spätantike und Gegenwart entstandenes Werk der bildenden Kunst oder der Architektur zeigt, eignet ein Schwerpunkt, der genau um dieses Thema von Sündenschuld und Erlösung kreist. Insbesondere die Wochen des Advents und der Fastenzeit, aber auch jene des letzten Monats im Kirchenjahr zwischen Allerheiligen und dem Christkönigsfest sind von Motiven ausgezeichnet, die den Zusammenhang zwischen der Sünde, der Absage des Menschen an Gott, und der liebenden Vergebung Gottes im Opfer seines Sohnes Jesus Christus thematisieren. Dieser Kalender ist der einzige liturgische Wochenkalender, der mit dem Kirchenjahr am ersten Advent beginnt. Auf 52 Blättern werden ausgewählte Motive aus der Vielfalt christlicher Kunst und Architektur dargestellt und fundiert erklärt. Die Intention der Sonntagsevangelien werden vom jetzigen Heiligen Vater Benedikt XVI. und deutschsprachigen Kardinälen und Bischöfen ausgelegt. Er kann als Wand- oder Tischkalender genutzt werden. - Titelangabe: Vom Advent zum Advent 2005/2006. Liturgischer Wochenkalender für das Kirchenjahr, Meisterwerke christlicher Kunst, 53 Blätter, 21,5 x 22,5 cm, durchgehend farbig, Spiralheftung, ISBN 3746217229, EUR 12,50; Link zur Direktbestellung. | | |    |
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| | 12.12.2005 16:53:55 | | Kardinal Schönborn segnete neues "Radio Maria"-Studio | (Kathpress) "Möge 'Radio Maria' ein Herzensöffner sein, der vielen Menschen die Freude des Evangeliums erschließt. Das ist mein Wunsch für 'Radio Maria'", unterstrich Kardinal Christoph Schönborn bei der Segnung des neuen Wiener Zentralstudios von "Radio Maria"- Österreich. Auch der Präsident der Weltfamilie von "Radio Maria", Emmanuele Ferrario, setzt auf das neue Studio: "Wien soll der zentrale Standort für Neugründungen in den Ländern Mittel- und Osteuropas werden". Der Programmdirektor von "Radio Maria"-Österreich, der Priester Andreas Schätzle, erinnerte daran, dass durch die Live-Übertragungen des Senders viele Menschen "bewusster und lebendiger" am Leben der Kirche teilnehmen können. Kardinal Schönborn würdigte den Einsatz vieler Ehrenamtlicher ("Volontari") für "Radio Maria". Das Radio lebt ausschließlich von Spenden und ehrenamtlicher Mitarbeit. Das Konzept wurde von Ferrario in Italien entwickelt, hat sich mittlerweile in mehr als 40 Ländern verbreitet und ist seit sieben Jahren auch in Österreich wirksam. Im Programm von "Radio Maria" wird täglich die Heilige Messe übertragen, ebenso das kirchliche Stundengebet aus Pfarren und Gemeinschaften und das Rosenkranzgebet. Vorträge mit spirituellen Themen laden die Hörerinnen und Hörer ein, sich aktiv durch Anrufe an den Sendungen zu beteiligen. Übertragungen von großen Veranstaltungen wie zuletzt von der Stadtmission in Lissabon oder dem Weltjugendtreffen in Köln unterstreichen mit den Nachrichten von Radio Vatikan den weltkirchlichen Blick des Senders. "Radio Maria"-Österreich ist über Kabel, Satellit und Internet, aber auch über UKW im Raum Villach, Innsbruck und Amstetten/Waidhofen an der Ybbs (auf 104,7) zu hören. Derzeit laufen auch Anträge von "Radio Maria" für mehrere Lokalfrequenzen in Österreich, darunter für Baden. - Homepage: www.radiomaria.at | | |    |
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| | 12.12.2005 16:41:58 | | 13 Millionen Menschen bei der Jungfrau von Guadelupe | (Radio Vatikan) 13 Millionen Menschen erwartet Mexikostadt heute (12.12.2005) Abend. Die Pilger strömen aus ganz Mittel- und Südamerika zum Heiligtum der Jungfrau von Guadalupe, deren Gedenktag heute gefeiert wird. Ohne die Marienerscheinungen von 1531 wäre Amerika nie christlich geworden, glauben Religionsforscher. "Maria gilt als Kaiserin der beiden Amerikas und der philippinischen Inseln", sagt Paul Badde, deutscher Journalist und Guadalupe-Liebhaber. Rund neun Millionen Indios ließen sich nach der Erscheinung binnen kürzester Zeit taufen. Die Jungfrau war einem frisch getauften Indio erschienen, ihr Bild zeichnete sich auf wundersame Weise in seinem Poncho ab - eine Frau im Sternenmantel. Guadalupe ist der größte Marienwallfahrtsort der Welt, nicht etwa Lourdes oder Fatima. "Die Europäer haben das einfach ausgeblendet in dem Bewusstsein, dass alles Gute von Europa nach Amerika gekommen ist und von drüben eigentlich nichts kommen konnte. Aber heute kommen wir natürlich in eine Situation, wo wir auch mit der Globalisierung viele Mosaiksteine wieder zusammen sehen können, die vorher verschwunden waren, die vom Bildschirm verschwunden waren. Plötzlich können wir die sehen, und plötzlich sehen wir, wie die uns bereichern und unser Weltbild auch ergänzen." (news.stjosef.at) Das Tagesgebet zum Gedenktag Unserer Lieben Frau von Guadalupe lautet (in eigener Übersetzung): "Gott, Vater des Erbarmens, du hast dein Volk unter den einzigartigen Schutz der heiligsten Mutter deines Sohnes gestellt. Gewähre allen, die die selige Jungfrau von Guadalupe anrufen, dass sie in immer freudigerem Glauben den Fortschritt der Völker auf den Wegen der Gerechtigkeit und des Friedens suchen. Darum bitten wir dich durch deinen Sohn, unseren Herrn Jesus Christus, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. Amen. | | |    |
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| | 10.12.2005 05:44:57 | | Leo Kardinal Scheffczyk: eine persönliche Erinnerung | Vielen Menschen ist der am 8. Dezember 2005 verstorbene Kardinal Leo Scheffczyk ein priesterliches Vorbild im Glauben und ein theologisch kompetenter Ratgeber und Wegweiser gewesen. Pater Dr. Bernhard Sirch OSB erinnert sich: Als früherer Verlagsdirektor des EOS Verlages Erzabtei St.Ottilien arbeitete ich mit meinem früheren Lehrer an der Universität München, Prof. Leo Scheffczyk, eng zusammen. Bischof Rudolf Graber war Anfang 1980 im EOS Verlag. Nachdem alle theologischen Verlage die erneute Herausgabe des Marienlexikons, das bereits von 1957 bis 1967 in 10 Lieferungen (=Band 1) erschienen ist und wieder eingestellt werden musste, abgelehnt hatten, bat mich Bischof Graber zu erwägen, ob das Marienlexikon im EOS Verlag erscheinen könnte; er wisse nicht mehr, an welchen Verlag er sich wenden könnte. Wie feststand, dass die Professoren Scheffczyk und Bäumer die Hauptschriftleitung übernehmen, sagte ich zu, da dadurch die wissenschaftliche und spirituelle Qualität gewährleistet war. Die wirtschaftliche Seite konnte ich mit der Hilfe von oben lösen, unterstützt durch das technische Können der hervorragenden Angestellten des EOS Druckerei. Wie von Gott geschickt, konnte ich Dr. Florian Trenner in einem Gespräch bei der Münchner Bücherschau für die Redaktion des Marienlexikons gewinnen (ca. 800 Autoren). Dadurch hatte das Marienlexikon einen guten Start, so dass fast jedes Jahr ein neuer Band des sechsbändigen Marienlexikons erscheinen konnte. Dass Leo Kardinal Scheffczyk gerade am Fest der unbefleckten Empfängnis gestorben ist, ist ein Geheimnis für sich. Ein weiterer großer Münchener Theologie-Professor Michael Schmaus - er brachte eine Dogmatik mit 4.300 Seiten im EOS Verlag heraus - starb ebenfalls am 8. Dezember (1993). Das Gebet dieses großen theologischen Lehrers war, wie er nicht mehr lesen konnte, das Rosenkranzgebet. Ich darf Leo Kardinal Scheffczyk ganz herzlich für seinen Einsatz für das Marienlexikon recht herzlich danken. Der Dank kommt von oben: Maria wird wohl die Wegbegleiterin von Leo Kardinal Scheffczyk zu unserem gemeinsamen Ziel sein. Begräbnis von Leo Kardinal Scheffczyk: Feierliches Pontifikalrequiem am Mittwoch, 14. Dezember, um 10.30 Uhr im Münchner Liebfrauendom. Am Tag der Beerdigung, Donnerstag, 15. Dezember, um 11.00 Uhr, Pontifikalrequiem in der Pfarrkirche St. Gallus in Bregenz/Vorarlberg, anschließend Beerdigung auf dem Friedhof des „Werkes“ im Kloster Thalbach, Bregenz. Der Verstorbene wird bereits am Dienstagmorgen, 13. Dezember, im Liebfrauendom aufgebahrt und den Gläubigen zum stillen Gebet empfohlen. Sterberosenkranz um 18.45 Uhr. Homepages: http://www.pater-bernhard-sirch.de / http://www.leo-cardinal-scheffczyk.org / http://www.eos-verlag.de | | |    |
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| | 10.12.2005 05:40:45 | | Freuet euch im Herrn zu jeder Zeit! | | „Freut euch zu jeder Zeit!“ ruft uns am Sonntag „Gaudete“ der Apostel Paulus zu (1 Thess 5,16). Es ist die Freude über das Geschenk der Erlösung, die uns erfüllen soll. Jede Art von Traurigkeit hat keinen Bestand, wenn wir an Jesus Christus als die Quelle alles Guten, Schönen und Heiligen glauben. Wer mit Gott verbunden ist und in seiner Liebe und Freundschaft steht, braucht sich vor nichts zu fürchten. Er hat teil am Sieg des Erlösers über das Böse, und es gibt keine letzte Traurigkeit mehr, die nicht besiegt wird durch die Freude über das Geschenk der Erlösung. „Freut euch im Herrn zu jeder Zeit! Noch einmal sage ich: Freut euch! Denn der Herr ist nahe“ (Phil 4,4-5; Eröffnungsvers der Messe). - Lesen Sie mehr in der Predigt zum 3. Adventsonntag B von Dr. Josef Spindelböck! | | |    |
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| | 09.12.2005 09:23:34 | | Erster öffentlicher Auftritt von Nuntius Farhat | | (religion.orf.at) Der neue Apostolische Nuntius in Wien, Erzbischof Edmond Farhat, hat die katholische Kirche in Österreich mit großem Lob bedacht: In seiner Predigt im Stephansdom beim Hochamt zum Marienfest würdigte Erzbischof Farhat am Donnerstag die "Lebendigkeit der Mitglieder der Kirche in Österreich" und ihre "Treue zum wahren Glauben". Man müsse Gott danken, dass es in der Kirche in Österreich "so viel großzügigen und positiven Einsatz gibt", sagte Farhat laut Kathpress-Meldung. Kardinal Christoph Schönborn hatte den neuen Nuntius eingeladen, am 8. Dezember im Stephansdom das Hochamt zum Fest der "ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria" (Maria Empfängnis) zu feiern. Es war der erste öffentliche Auftritt von Nuntius Farhat in Österreich. Nuntius Farhat betonte, es sei für ihn eine besondere Freude, dass seine erste Begegnung mit der Kirche in Österreich auf den heurigen 8. Dezember und damit auf den 40. Jahrestag des feierlichen Abschlusses des Zweiten Vatikanischen Konzils falle. Dem Konzil sei es um die Verkündigung des Wortes Gottes als "Heil und Freude" gegangen, um die Nächstenliebe und um die Einheit der Kirche, erinnerte der Nuntius. Das Konzil habe die Menschen zur Begegnung mit Christus eingeladen, der für alle "Weg, Wahrheit und Leben" sei. Besonders unterstrich der Nuntius die Aufgabe, die das Konzil den Laien - "den Regierenden, den Intellektuellen, den Künstlern, den Armen, den Kranken, den Jugendlichen" - anvertraut habe. In den 40 Jahren seit Beendigung des Zweiten Vatikanischen Konzils habe sich gezeigt, wie viel Wert vor Gott "dynamische Menschen" haben, betonte Erzbischof Farhat und erinnerte an das Wort von Papst Benedikt XVI., dass die Kirche "immer jung" ist. Auf dem Weg der Kirche gebe es "Schuld und Fehler", aber auch "Werte und Wunder". Deshalb habe Papst Benedikt XVI. auch bei seiner Begegnung mit den österreichischen Bischöfen beim Ad-limina-Besuch "Licht und Schatten" angesprochen. Die Wort des Papstes seien von "Realismus und Ermutigung" geprägt gewesen. Immer gehe es um die "Klarheit und Schönheit des katholischen Glaubens", die das Leben der Menschen "hell machen" könne. Dabei dürfe sich die Kirche nicht fürchten, auch zu den "Entfernten" zu gehen und ihnen von den "Großtaten Gottes" zu erzählen, so Nuntius Farhat. | | |    |
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| | 09.12.2005 05:50:56 | | Kardinal Scheffczyk verstorben | | (kath.net) Leo Kardinal Scheffczyk ist gestorben. Dies gab Kardinal Meisner zu Beginn des Hochamtes an Mariä Empfängnis (8. Dezember 2005) im Kölner Dom bekannt wie das "Kölner Domradio" berichtet. Der am 21. Februar 1920 in Beuthen geborene Scheffczyk war Zeitzeuge des II. Vatikanischen Konzils, lehrte an der Münchener Universität bis zu seiner Emeritierung Dogmatik und galt als einer der bedeutendsten Theologen des 20. Jahrhunderts. 2001 wurde er von Papst Johannes Paul II. zum Kardinal ernannt. - In der Todesanzeige, die von der Geistlichen Familie "Das Werk" sowie von Kardinal Wetter unterzeichnet ist, wird festgehalten: "Kardinal Scheffczyk lebte seine Berufung als Theologe im Dienst der Kirche mit großer Hingabe und Treue. Sein Wirken als Priester und theologischer Lehrer war erfüllt vom Verlangen, zur Ehre Gottes, zum Heil der Seelen und zur Stütze des Lehramtes der Kirche die geoffenbarte Wahrheit darzulegen und zu bezeugen. In Anerkennung seines theologischen Lebenswerkes berief ihn Papst Johannes Paul II. in das Kardinalskollegium. Eine innere Heimat fand er in der geistlichen Familie 'Das Werk", der er viele Jahre angehörte." - Homepage: www.leo-cardinal-scheffczyk.org | | |    |
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| | 08.12.2005 16:03:50 | | Maria, Mutter der Kirche - 40. Jahrestag des Endes des 2. Vatikanischen Konzils | (Radio Vatikan) Zwei Dinge gab es am 08.12.2005 in der Petersbasilika zu feiern: Das Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria und den 40. Jahrestag des Abschlusses des II. Vatikanischen Konzils. In seiner Predigt erinnerte der Papst an das Zweite Vatikanische Konzil, das er selbst miterlebt hatte: "In meinem Gedächtnis bleibt der Moment unauslöschlich, in dem sich die Konzilsväter, als sie die Worte von Papst Paul VI. hörten: "Mariam Sanctissimam declaramus Matrem Ecclesiae" - "Wir erklären die heilige Maria zur Mutter der Kirche", sich spontan von ihren Sitzen erhoben und stehend applaudierten und so der Gottesmutter, unserer Mutter, der Mutter der Kirche die Ehre erwiesen. Mit diesem Titel fasste der Papst die marianische Lehre des Konzils zusammen und gab den Schlüssel für deren Verständnis. Maria steht nicht nur in einer einzigartigen Beziehung zu Christus, dem Menschensohn, der ihr Sohn werden wollte. Indem sie vollkommen mit Christus verbunden ist, gehört sie auch vollkommen zu uns."Das Konzil habe sagen wollen: Maria ist so in das große Geheimnis der Kirche eingewoben, dass die Kirche und sie so wenig von einander zu trennen seien wie Christus und sie. Mit der Geschichte vom Sündenfall aus dem Buch Genesis, der am Hochfest der Unbefleckten Empfängnis vorgetragen wird, sei nicht nur eine Geschichte vom Anfang der Menschheit, sondern eine von "allen Tagen". Sie verdeutliche, "dass wir alle in uns einen Tropfen von jener Art zu denken in uns tragen, der im Bild aus dem Buch Genesis gezeigt wird. Diesen Giftstropfen nennen wir Erbsünde. Am Fest der Unbefleckten Empfängnis taucht vor unseren Augen jener Verdacht auf, eine Person, die nicht sündige, sei im letzten langweilig; dass etwas in ihrem Leben fehlt; die dramatische Dimension, autonom zu sein; dass die Freiheit nein zu sagen Teil unseres Menschseins sei, das Hinabsteigen in die Dunkelheiten der Sünde und das Selber Machen Wollen. Dass man nur dann die Breite und Tiefe unseres Menschseins, des wahren Wir-Selbst-Seins, voll ausnützen kann; dass wir diese Freiheit auch gegen Gott auf die Probe stellen müssen, um wir selbst zu sein." Mit einem Wort, so fuhr der Papst fort, meinten wir: Dass das Böse im Tiefsten doch gut sei: "Wir denken, dass Mephistopheles - der Versucher - Recht hat, wenn er sagt, dass es die Kraft sei, die 'stets das Böse will und stets das Gute schafft'." Beim Blick in einen selbst, so Benedikt, könne man aber sehen, dass dem eben nicht so sei, sondern dass das Böse den Menschen nicht erhöht, sondern ihn vielmehr erniedrigt und demütigt: "Das müssen wir vor allem am Tag der Immaculata lernen: Der Mensch, der sich vollkommen in die Hände des Herrn übergibt, wird keine Marionette Gottes, keine langweilige, angepasste Person; er verliert seine Freiheit nicht. Nur der Mensch, der sich ganz Gott anvertraut, findet die wahre Freiheit, die große und schöpferische Breite der Freiheit des Guten. Je näher der Mensch an Gott ist, desto näher ist er den Menschen." Beim Angelusgebet nach der Eucharistiefeier erinnerte er daran, dass Papst Paul VI. nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil dessen Umsetzung Maria in die Hände gelegt habe. In der Eucharistiefeier am Vormittag habe er Gott für das "Geschenk des Zweiten Vatikanischen Konzils danken" wollen: "Ich wollte auch die heilige Maria loben, dass sie diese vierzig Jahre des kirchlichen Lebens begleitet hat, die so reich an vielen Ereignissen waren. In besonderer Weise hat sie mit mütterlichem Schutz über den Pontifikaten meiner verehrten Vorgänger gewacht hat. Jeder von ihnen hat mit einer großen pastoralen Weisheit, das Schiff Petri auf dem Weg der authentischen konzilsmäßen Erneuerung geführt und damit unermüdlich für die treue Interpretation und Umsetzung des II. Vatikanischen Konzils gearbeitet." Hinweis (Dr. Josef Spindelböck): Die "Gemeinschaft vom heiligen Josef" in Kleinhain bemüht sich durch das Internetapostolat seit Jahren, das Erbe des 2. Vatikanischen Konzils, das vor allem in seinen richtungsweisenden Texten liegt, fruchtbar zu machen. So konnten bereits am 11. Oktober 1997, also genau 35 Jahre nach dem Beginn des 2. Vatikanischen Konzils, alle Dokumente des Konzils auf Deutsch erstmals ins Netz gestellt werden (Hinweis: auf www.vatican.va sind diese immer noch nicht vollständig auf Deutsch abrufbar). Inzwischen sind auch die lateinischen Konzilsdokumente über http://konzil.stjosef.at abrufbar. Außerdem wurde im Verlag St. Josef von Moderator Werner Schmid im Jahr 1999 das Buch herausgegeben: Das verschwiegene Konzil. Was das Zweite Vatikanische Konzil wirklich gelehrt hat. Es handelt sich dabei um eine Zusammenstellung entscheidender Texte des Vaticanum II, um so einen guten Einstieg für die Lektüre der Texte zu bieten. Das Buch mit der ISBN 3-901853-03-0 kostet EUR 19,10 und ist im Verlag St. Josef erhältlich: http://verlag.stjosef.at . Nicht vergessen werden darf auch der heilige Josef als besonderer Schutzpatron der Kirche und des 2. Vatikanischen Konzils! | | |    |
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| | 07.12.2005 12:03:10 | | Papstkatechese im Advent | kath.net dokumentiert den Inhalt der in deutscher Sprache gehaltenen Katechese von Papst Benedikt XVI. bei der Generalaudienz am 07.12.2005: Liebe Brüder und Schwestern! Ein Danklied von besonderer Schönheit erklingt im Psalm 138, den wir heute zum Gegenstand unserer Katechese machen. Er beginnt mit einem Hinweis auf die Gebetsrichtung: Zum Tempel hin, zum Ort der Gegenwart des Herrn, an dem Gott seinem Volk begegnet, wendet sich der Beter des Alten Bundes. Sein ganzer Dank gilt dem „Namen" des Herrn. Dieser steht für die lebendige Wirklichkeit des personalen Gottes, dessen Treue und Barmherzigkeit der Grund des Vertrauens und der Hoffnung seines Volkes sind. Der ganz persönliche Dank für die erfahrene Güte Gottes, für die Erhörung in Stunden der Not, weitet sich schließlich zum universalen Lob: Dich sollen preisen, Herr, alle Könige der Welt! (V. 4). Der Gott, der uns Menschen – das Werk seiner Hände – niemals aufgibt, begleite euch alle, liebe Freunde deutscher Sprache, die ich hier ganz herzlich willkommen heiße. Meinen besonderen Gruß richte ich heute an die Pilger der Internationalen Schönstattbewegung sowie an die Notare aus Österreich. Macht euch in diesen Tagen des Advents zu Trägern und Boten des Lichts, das unserer Welt in Jesus Christus aufstrahlt. Euch allen eine gute Zeit in Rom! | | |    |
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| | 07.12.2005 12:01:09 | | Maria, Jungfrau voll der Gnade | | Nachdem die ersten Menschen – Adam und Eva – in Sünde gefallen waren, war die ursprüngliche Gutheit und Harmonie ihrer ehelichen Gemeinschaft verloren gegangen. Der Mensch hatte die Freundschaft mit Gott aufgegeben und sich auf die Seite des Teufels, des „Menschenmörders von Anbeginn“, gestellt, der durch die Schlange repräsentiert wurde: „Non serviam“ – „Ich will nicht dienen.“ Nicht länger stand der Mensch in jener ursprünglichen Heiligkeit und Gerechtigkeit, wie sie ihm zuerst geschenkt worden war. Wie würde es wohl weitergehen? Konnte der Absturz ins Bodenlose noch aufgehalten werden, den die menschliche Schuld eingeleitet hatte, oder war die Menschheit hoffnungslos verloren und ohne Aussicht auf einen Erlöser und Retter? In diesem Zusammenhang dürfen wir nicht jene Verheißung übersehen, die Gott an Adam und seine Frau Eva unmittelbar nach dem Sündenfall richtete. Es würde zwar Leiden und Tod als Folge der Sünde geben, doch sollte der Menschheit dennoch ein Retter geschenkt werden. Gott sprach nämlich zur Schlange die Worte (Gen 3,15): „Feindschaft setze ich zwischen dich und die Frau, zwischen deinen Nachwuchs und ihren Nachwuchs. Er trifft dich am Kopf, und du triffst ihn an der Ferse.“ Der Sohn der Frau werde es also sein – Christus, der Erlöser –, welcher das Böse endgültig besiegt und der Menschheit das Heil schenkt. Wir dürfen am „Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria“ diesen Sieg des Erlösers Jesus Christus über alles Böse feiern, wie er uns in der „Frau“ – in Maria, der Jungfrau und Gottesmutter – offenbar geworden ist. Maria, die deshalb auch die „neue Eva“ genannt wird, hat an der Seite ihres Sohnes Jesus Christus, des „neuen Adam“, das verwirklicht, was der Menschheit von Anfang an zugedacht war: Sie stellt „das Ideal des Menschseins“ dar, „wie es nach dem Plan Gottes vorgesehen war.“ (Johannes Paul II., 25.03.1994) - Lesen Sie die Predigt zum Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria! | | |    |
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