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11.01.2006 17:34:08
Weihbischof Laun antwortet Michael Landau
(kath.net) Michael Landau, der Caritas-Direktor von Wien, hat am Montag in einem KURIER-Interview Kritik an den Aussagen von Weihbischof Andreas Laun im Kurier zur "Ausländer"-Frage geübt. Laun hatte in einem Interview mit dem "Profil" davor gewarnt, dass der Stephansdom eine Moschee werden könnte. "Das kann schneller gehen, als man glaubt. In Konstantinopel, wie Istanbul früher hieß, hat sich auch niemand träumen lassen, dass die Hagia Sophia je eine Moschee werden könnte. Sie war jahrhundertelang eine der prachtvollsten Kirchen." Landau hat zu diesen Profil-Aussagen des Salzburger Weihbischofs Andreas Laun gemeint: "Ich halte das Schüren von Ängsten für den völlig falschen Weg. Es handelt sich hier um eine persönliche Einzelmeinung des Salzburger Weihbischofs, seine Aussagen sind für mich in keiner Weise nachvollziehbar. Die kirchliche Linie ist die des Gesprächs." Dazu folgender Kommentar des Salzburger Weihbischofs Andreas Laun:
Michael Landau hat nicht genau genug hingehört: Erstens ist eine Warnung ein Dienst am Gemeinwohl und kein "Schüren von Ängsten". Zweitens: Nicht die Migration ist die Gefahr, sondern die Selbstzerstörung der Österreicher, indem sie sich den Kindern verweigern. Meine Wortmeldung richtet sich nicht gegen die Ausländer und nicht gegen den fairen Dialog, sondern gegen unser eigenes Verhalten, das man nur selbstmörderisch nennen kann - und endlich so nennen sollte. Erst angesichts dieser Situation kann die Einwanderung zur Gefahr werden - eine Gefahr, die eigentlich von uns selbst ausgeht. Es ist nur dann keine "Gefahr", wenn man Österreich nicht liebt und wenn jemand meint, das Verschwinden des Christentums wäre kein Übel. Dann braucht man von dieser Entwicklung auch nicht mehr zu warnen, sondern darf sich begnügen zuzuschauen, gleichgültig. Ich wäre sehr erstaunt, wenn Landau diese Gedanken - die die Erfahrung der Geschichte bestätigt - nicht "nachvollziehen" könnte. Und was die "persönliche Einzelmeinung" betrifft, die er mir zuordnet, ist auch seine Meinung nichts anderes als eben dies: persönliche Einzelmeinung. Ich erlaube mir hinzuzufügen: Wenn er damit sagen wollte, ich sei mit diesen Überlegungen allein, irrt er sich. Es sind viele, viele Menschen, die mir dankbar zurufen: Endlich spricht jemand aus, was wir denken und erleben. Auch von ihm würde ich mir Argumente wünschen und auch mir gegenüber jene Gesprächskultur, die er selbst anmahnt. - Weihbischof Andreas Laun
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10.01.2006 16:48:43
Dompfarrer Reisenhofer verläßt die Pfarre
(www.noen.at) Überraschend gab Dompfarrer Mag. Wolfgang Reisenhofer bei der Sonntagsmesse im St. Pöltner Dom seinen Abschied aus der Pfarre bekannt. In Absprache mit Diözesanbischof Klaus Küng wird er nun in einem Kloster in Deutschland eine Auszeit nehmen. Im Herbst will er dann eine neue Pfarre übernehmen. Den Rückzug erklärte Dompfarrer Reisenhofer mit „verschiedenen, vor allem persönlichen Gründen“. Den Entschluss habe er schon vor ein paar Monaten gefasst, so Reisenhofer, und mit Bischof Klaus Küng die Vorgangsweise vereinbart: „Ich wollte keine halbjährige Abschiedsstimmung, das wäre zu belastend für alle gewesen.“ Reisenhofer weiter zur NÖN: „Der Abschied aus St. Pölten fällt mir schwer. Ich brauche aber die Zeit, um wieder zu mir selbst und noch mehr zu Gott zu finden. Der Bischof hat mir gesagt, dass auch dieser schwierige Schritt zum Segen werden kann.“ Der 48-jährige Priester hatte zehn Jahre lang die Dompfarre geleitet. Wer sein Nachfolger in St. Pölten wird, ist noch nicht bekannt. Wolfgang Reisenhofers Appell an die Pfarrgemeinde: „Ich bitte, meinen Nachfolger mit Wohlwollen aufzunehmen.“ Spätestens im September will Wolfgang Reisenhofer wieder eine Pfarre in der Diözese übernehmen.
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10.01.2006 16:31:30
Papst Benedikt fordert zum Einsatz für den Frieden auf
(zenit.org) Am Montag wies Papst Benedikt XVI. darauf hin, dass ein Zusammenprall der Kulturen durch die eingehende Kenntnis der verschiedenen Zivilisationen verhindert werden könne. Anlässlich des Neujahrsempfangs für die Diplomaten, die beim Heiligen Stuhl akkreditiert sind, analysierte der Heilige Vater im Vatikan die Weltsituation und erklärte, dass das Augenmerk mit Recht immer wieder "auf die Gefahr eines Zusammenpralls der Kulturen" gelenkt werde. Es handle sich bei diesem Problem tatsächlich um eine Gefahr, die zudem "durch den organisierten Terrorismus verstärkt wird, der sich auf die ganze Welt ausgebreitet hat". Die Ursachen für diese Entwicklung seien "zahlreich und sehr komplex", so der Heilige Vater: nicht zuletzt handle es sich auch um Gründe, "die mit einer politischen Ideologie einhergehen". Diese sei oft "mit irrigen religiösen Vorstellungen verquickt". Der Papst stellte diesbezüglich fest, dass der Terrorismus nicht davor zurückschrecke, "unterschiedslos wehrlose Menschen in Mitleidenschaft zu ziehen oder unmenschliche Erpressung zu diktieren. Auf diese Weise versetzt er ganze Bevölkerungen in Panikstimmung, um die politischen Führungskräfte zu zwingen, den Plänen der Terroristen nachzukommen." Benedikt XVI. bekräftige, dass keine wie auch immer geartete Situation derartige kriminelle Handlungen rechtfertigen könne. Solche Taten "beflecken die Täter mit Schande", sagte der Heilige Vater vor den offiziellen Vertretern jener 174 Staaten, die volle diplomatische Beziehungen mit dem Heiligen Stuhl unterhalten. "Und es ist noch viel bedauerlicher, wenn sich eine solche Tat hinter der Religion versteckt, wodurch die reine Wahrheit Gottes auf die Ebene der eigenen Blindheit und der moralischen Perversion der Terroristen heruntergeschraubt wird." Als Gegenmaßnahme formulierte der Papst einen konkreten Vorsatz: "die Verpflichtung zur Wahrheit". Dieser Verpflichtung müssten alle Botschafter und politischen Verantwortlichen nachkommen, und zwar sowohl auf bilateraler als auch auf multinationaler Ebene. Nehme man dieses Prinzip ernst, dann könnten "die nicht zu leugnenden Unterschiede zwischen den Völkern aus den verschiedensten Teilen der Welt und den unterschiedlichsten Kulturen" miteinander versöhnt werden. Dann würden die Völker nicht nur nebeneinander leben, weil sie sich gegenseitig tolerierten, sondern sie würden in Frieden leben, weil sie sich an einem "höheren und reicheren Plan für die Menschheit" orientierten. Der 264. Nachfolger des Apostels Petrus erinnerte anschließend an die Fruchtbarkeit eines regen kulturellen Austausches: "In den vergangenen Jahrhunderten hat der kulturelle Austausch zwischen dem Judentum und dem Hellenismus, zwischen der römischen, der germanischen und der slawischen Welt und auch zwischen Arabien und Europa zur Bereicherung der Kulturen beigetragen und Wissenschaften wie Zivilisationen vorangetrieben. So sollte es auch heute wieder sein, und zwar in einem noch größeren Ausmaß, denn die Möglichkeiten für einen solchen Austausch und für das gegenseitige Verständnis sind viel günstiger." In diesem Zusammenhang forderte Benedikt XVI. "die Beseitigung all dessen, was den Zugang zu den Informationen behindert, die durch die Presse und die modernen Informationstechnologien verbreitet werden, sowie – zusätzlich – die Belebung des Austausches zwischen den Lehrkräften und Studierenden an den geisteswissenschaftlichen Fakultäten der Universitäten in verschiedenen Kulturregionen."
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09.01.2006 10:23:33
Kirche muss prophetisch ihre Stimme erheben
Unterschiedliche Reaktionen erntete Salzburgs Weihbischof Andreas Laun mit seinen Aussagen zur Abtreibung und anderen Themen im „Profil“-Interview. Für die SPÖ sind die Äußerungen „äußerst entbehrlich“, die FPÖ sieht sich hingegen in ihrer Linie bestätigt. Die Sozialistische Jugend Österreich (SJÖ) prüft nach eigenen Angaben die Möglichkeit rechtlicher Schritte gegen den Salzburger Weihbischof Laun aufgrund seiner Aussagen in einem Interview in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins Profil, womit die Aussagen Launs eine ungewollte Bestätigung erhalten, wonach sich eine Verfolgung des Christentums entwickeln könnte „aus Denkverboten und abstrusen Antidiskriminierungsgesetzen.“ Bereits jetzt seien Christen „ein Stück weit Befehlsempfänger jener antiklerikalen Kreise, die in Europa das Sagen haben“, hatte der Moraltheologe in einem Interview in der am Montag erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins „profil“ erklärt. Laun erinnerte an die Debatte um den Gottesbezug in der europäischen Verfassung. „Diese Leute respektieren weder historische Tatsachen noch Personen, wie der Fall Buttiglione zeigt.“ Weihbischof Laun fordert vom österreichischen Staat außerdem ein Verbot der Abtreibung. „Die Fristenlösung hat vieles zum Schlechteren verändert, vor allem auch im Bewusstsein. Die Menschen haben das Gefühl bekommen, sie wären Herren über Leben und Tod.“ Dass sich die katholische Kirche mit dieser Meinung in der Minderheit befindet, da ein Großteil der Bevölkerung der Fristenlösung positiv gegenübersteht, ändere nichts an seiner Überzeugung. Denn, so der Weihbischof, auch „in der NS-Zeit gab es viele, die nicht gesehen haben, was da kommt“. Ob er damit die 2. Republik mit dem Nationalsozialismus vergleiche? „Nein. Ich vergleiche nur, dass eine Mehrheit bejaht, was sich später als großes Unheil herausstellt“, sagte Laun. Die Fristenlösung ist für Laun auch Mitgrund für einen prognostizierten Bevölkerungsrückgang in Europa: „Wenn Europa die eigene Bevölkerung ausrottet, wird es zu einem großen Altersheim. Es entsteht ein Vakuum, in das andere Völker einströmen.“ Das sei „keine Kritik an denen, die kommen - an Arabern oder Türken -, sondern an uns“. Die Einwanderer handelten vernünftig, wenn sie leer stehende Häuser besiedeln. „Aber in dem Augenblick, in dem sie die Mehrheit stellen, werden sie folgerichtig und demokratisch sagen: Wir sind mehr als ihr, also bestimmen wir.“ Mittelfristig könnte sogar der „Stephansdom eine Moschee werden“.
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09.01.2006 10:14:15
Rückblick auf das 2. Vatikanische Konzil
Kirchengeschichtliche Ereignisse sind eingebettet in den allgemeinen Verlauf der Geschichte. Das gilt auch noch in der Neuzeit. Oft geht die Kirchengeschichte in fast prophetischer Weise den säkularen Entwicklungen voraus. Auf die Kirchenspaltung der Reformation folgte der dreißigjährige Krieg und schließlich die französische Revolution. Auf die Dogmatisierung der päpstlichen Unfehlbarkeit (1870) folgten die autoritären Staatsformen des frühen 20. Jahrhunderts, auf die Betonung von Partizipation und religiöser Freiheit im Zweiten Vatikanum (1962-1965) folgte der antiautoritäre Schub von 1968. Die Wahl eines polnischen Papstes (1978) hatte den Zusammenbruch des kommunistisch-sowjetischen Systems zur Folge (1989-1991). 1986 ging dem in Assisi ein vom Wojtyła-Papst angeregtes „Gebet der Religionen um den Frieden“ voraus, das nicht nur die akute Gefahr eines Atomkrieges abwenden wollte, sondern auch ein von der damaligen kommunistischen Friedenspropaganda unterstütztes Pseudokonzil für „Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung“ erübrigte. Diesen „Sitz im Leben“ gilt es zu beachten, wenn ein geschichtliches Urteil für ein kirchliches Geschehen versucht und ausgesprochen wird. - Mit diesen Worten leitet Pfr. Lic.theol. Stefan Hartmann seinen Beitrag zu einer Würdigung von Ereignis und Dokumenten des 2. Vatikanischen Konzils ein, der im bayerischen Klerusblatt erschienen ist und und nun auf stjosef.at in vollem Wortlaut online publiziert wird.
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08.01.2006 10:11:37
Weihbischof Laun sieht die Gefahr einer Christenverfolgung
(kath.net) In einem Interview in der Montag erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" warnt der Salzburger Weihbischof Andreas Laun vor einer "Verfolgung des Christentums". Bereits jetzt seien Christen "ein Stück weit Befehlsempfänger jener antiklerikalen Kreise, die in Europa das Sagen haben", sagt der Moraltheologe, der zum konservativen Flügel der katholischen Kirche gezählt wird. Laun fordert vom österreichischen Staat außerdem ein Verbot der Abtreibung. Dass sich die katholische Kirche mit dieser Meinung in der Minderheit befindet, da ein Großteil der Bevölkerung der Fristenlösung positiv gegenübersteht, ändere nichts an seiner Überzeugung. Denn, so der Weihbischof im "profil"-Interview, auch "in der NS-Zeit gab es viele, die nicht gesehen haben, was da kommt". Die Fristenlösung ist für Laun auch Mitgrund für einen prognostizierten Bevölkerungsrückgang in Europa: "Wenn Europa die eigene Bevölkerung ausrottet, wird es zu einem großen Altersheim. Es entsteht ein Vakuum, in das anderere Völker einströmen." Mittelfristig könnte sogar der "Stephansdom eine Moschee werden."
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08.01.2006 10:09:49
Papst taufte Kinder
(Kathpress) Zum ersten Mal in seiner Amtszeit hat Papst Benedikt XVI. am Sonntag einige Kinder getauft. Bei der Messfeier zum Fest "Taufe des Herrn" in der Sixtinischen Kapelle nahm der Papst fünf Buben und fünf Mädchen in die Kirche auf. Eines der Kinder erhielt den Namen "Karol" in Erinnerung an den Vorgänger des jetzigen Papstes. Johannes Paul II. hatte in seiner Amtszeit insgesamt 1.370 Kinder und Erwachsene getauft. Der Vorgänger Benedikts XVI. war es auch, der die Taufzeremonie am Fest der "Taufe des Herrn", die anfangs im Petersdom oder in der päpstlichen Privatkapelle stattgefunden hatte, 1994 in die Sixtinische Kapelle verlegte. Von 2004 an musste er aus gesundheitlichen Gründen auf die Feiern verzichten. Bei der Tauffeier am Sonntag kam auch das Taufbecken zum Einsatz, das Johannes Paul II. zum goldenen Jubiläum seiner Priesterweihe 1996 geschenkt worden war. Benedikt XVI. nahm auch beim Angelusgebet auf dem Petersplatz auf die Tauffeier Bezug. Dabei unterstrich der Papst auch, warum die Kirche Kleinkinder tauft: Gläubige Eltern bringen ihre Kinder zur Taufe, aber die dabei empfangene Gabe müssten die Kinder in "freier und verantwortlicher Weise" aufnehmen, sobald sie zum Gebrauch der Vernunft gelangt sind. Das Fest der "Taufe Jesu" solle alle Christen die Schönheit ihrer Taufe wiederentdecken lassen, sagte der Papst: Wenn die eigene Taufe mit Glauben gelebt wird, sei sie eine immer aktuelle Wirklichkeit.
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07.01.2006 06:45:17
Pastoralmediziner Gottfried Roth verstorben
(stephanscom.at) Der Wiener Pastoralmediziner Gottfried Roth ist am 1. Jänner 2006 knapp vor seinem 83. Geburtstag verstorben. Roth war Mitbegründer und langjähriger Präsident der Katholischen Ärztegilde; viele seiner Arbeiten im Bereich der Pastoralmedizin wirkten bahnbrechend. Gottfried Roth wurde 1923 in Retz geboren und studierte nach dem Zweiten Weltkrieg in Innsbruck und Wien Medizin. Nach der Promotion 1952 absolvierte Roth eine Facharztausbildung auf den Gebieten der Neurologie und Psychiatrie an den Universitäten in Bern, Innsbruck und Wien. Ab 1971 wirkte er als Universitätslektor für Pastoralmedizin an der Universität Wien, seit 1977 als Dozent für Pastoralmedizin an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Heiligenkreuz, in gleicher Funktion seit 1979 an der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Pölten. Von 1990 bis 1996 war Roth Professor für Pastoralmedizin am internationalen kirchlichen akademischen Institut Rolduc in den Niederlanden. Von 1985 bis 1996 fungierte Roth als Konsultor des Päpstlichen Rates für die Krankenseelsorge, weiters ab der Gründung 1994 auch als Mitglied der Päpstlichen Akademie für das Leben. Mehr als 30 Jahre war Roth Chefredakteur der Quartalszeitschrift "Arzt und Christ", dem offiziellen Mitteilungsblatt der Katholischen Ärztegilde Österreichs, deren Mitbegründer und langjähriger Präsident er war. Weiters war Roth auch Mitglied des Vorstands der internationalen Vereinigung für Religionspsychologie und Religionswissenschaften. - Lesen Sie noch mehr im ausführlichen Bericht auf stephanscom.at!
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07.01.2006 06:40:14
Taufe des Herrn
Mit dem Fest der Taufe des Herrn durch Johannes am Jordan schließt der weihnachtliche Festkreis. Das Kirchenjahr stellt uns ja die Geheimnisse der Geburt, des Lebens und Sterbens sowie der Auferstehung und Himmelfahrt des Herrn anschaulich vor Augen; durch die Feier der Liturgie entsprechend den dafür bestimmten Zeiten und Festen wird jenes unaussprechliche Geheimnis entfaltet und dargestellt, das Gott uns in seinem Sohn Jesus Christus offenbaren wollte. „Erscheinung des Herrn“ – „epiphania“ – das gilt in besonderer Weise für das Fest der Taufe des Herrn. Dieser Vorgang ist einzigartig, und er hat sich in der Geschichte der Menschheit nicht mehr wiederholt. Es handelt sich um etwas Unnachahmliches und Unaussprechliches: Der Sohn Gottes wird den Menschen durch die Stimme des himmlischen Vaters kundgemacht, während der Heilige Geist in Gestalt einer Taube auf ihn herabschwebt: „Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden.“ (Mk 1,11) - Lesen Sie die ganze Predigt von Dr. Josef Spindelböck!
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06.01.2006 16:48:13
Papst erinnerte an Weltjugendtag in Köln
(kath.net) An den Weltjugendtag in Köln erinnerte Papst Benedikt XVI. nach dem Angelusgebet zum Hochfest Epiphanie am Freitag. Das Motto des 20. Weltjugendtags im August 2005 war „Wir sind gekommen, um ihn anzubeten“. „Wie oft haben wir dies gehört und wiederholt!“, sagte der Papst. „Nun können wir es nicht hören, ohne geistlich zu diesem denkwürdigen Ereignis zurückzukehren, das eine echte ,Epiphanie’ war.“ Die Pilgerreise der Jugendlichen könne als Weg gesehen werden, der vom „Licht eines ,Sterns’ geführt wurde, dem Licht des Glaubens“, sagte Benedikt XVI. Heute wolle er der ganzen Kirche jene Botschaft zurufen, die er den Jugendlichen mitgab, die an den Ufern des Rheins auf ihn warteten: „Reißt Euer Herz weit auf für Gott, lasst Euch von Christus überraschen! Öffnet die Türen Eurer Freiheit für seine barmherzige Liebe! Breitet Eure Freuden und Eure Leiden vor Christus aus und lasst zu, dass er Euren Geist mit seinem Licht erleuchtet und Euer Herz mit seiner Gnade berührt!“ „Ich möchte, dass die ganze Kirche, so wie in Köln, mit einer Atmosphäre von ,Epiphanie’ durchdrungen ist“, wünschte der Papst. „In diesem Geist beten wir mit Eifer für die volle Einheit aller Christen, damit ihr Zeugnis zum Sauerteig der Gemeinschaft für die ganze Welt wird.“ An die deutschsprachigen Pilger richtete der Papst folgende Worte: „Sehr herzlich grüße ich die Pilger aus dem deutschen Sprachraum. Im Kind in der Krippe haben die Weisen aus dem Morgenland den Herrn gefunden. Der Stern von Bethlehem führe auch euch zu Christus, dem Erlöser aller Menschen und Völker. Bringt Ihm eure Gaben und euch selbst dar! Er wird euch mit seiner Gnade reich beschenken. – Einen frohen und gesegneten Festtag!“
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06.01.2006 16:47:11
Klärungen zum evolutionistischen Paradigma
In der Januar 2006-Ausgabe von „First Things“ antwortet der Wiener Erzbischof Christoph Kardinal Schönborn unter dem Titel „The Designs of Science“ auf die Ausführungen des Physikers Stephan Barr in der Oktober-2005-Nummer der Zeitschrift mit dem Titel „The Desgin of Evolution“. Schönborn hält daran fest, dass es die von der Naturwissenschaft und der darwinistischen Evolutionslehre aufgrund ihrer positivistischen und szientistischen Paradigmas ausgeschlossenen Wirklichkeitsdimension der Formal- und Finalursächlichkeit neu zu entdecken gilt. Dies sei insbesondere eine Aufgabe der Naturphilosophie. Nur dann könne methodisch die Frage nach einem Sinn und Plan, nach einem Wozu und einer Ordnung der Wirklichkeit wieder aufgegriffen werden; nur dann sei es möglich, in der Welt als Gottes Schöpfung das Wirken des Schöpfers wieder zu entdecken. Es gelte die Extreme des Materialismus und des Positivismus, aber auch eines irrationalen Fideismus zu vermeiden. Wenn man die Tatsächlichkeit einer evolutionären Entwicklung in der Welt der Lebewesen anerkennen wolle, genüge es nicht, auf zufällige Mutation und Selektion als letzte Prinzipien zu verweisen, denn die Welt liege als eine geordnete vor, in der es die Vielfalt der Arten und insbesondere die einzigartige Hervorhebung des Menschen anzuerkennen gelte.
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05.01.2006 07:07:04
Kommt, lasset uns anbeten!
Im letzten August wurde in Köln der Weltjugendtag mit Papst Benedikt XVI. durchgeführt. Das Motto war dem biblischen Bericht über die Anbetung der Weisen aus dem Morgenland beim neugeborenen Jesuskinde entnommen: „Wir sind gekommen, um IHN anzubeten!“ (vgl. Mt 2,2) Im Evangelium des Hochfestes der Erscheinung des Herrn heißt es ja, dass die Sterndeuter aus dem Osten das Jesuskind und seine Mutter Maria sahen. Sie fielen vor ihm nieder und beteten es an, da sie in ihm ihren Gott und König erkannten. Gold, Weihrauch und Myrrhe waren die Gaben, die sie darbrachten. Auch wir sind eingeladen, dem Beispiel der „heiligen drei Könige“ zu folgen und Jesus Christus, den Herrn, anzubeten! Er ist wahrhaft ein König, auch wenn er uns als kleines Kind in der Krippe in Armut begegnet. - Lesen Sie die ganze Predigt von Dr. Josef Spindelböck für das Hochfest "Erscheinung des Herrn" 2006!
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05.01.2006 07:05:16
Päpstliche Anteilnahme am Unglück von Berchtesgaden
(www.erzbistum-muenchen.de) Papst Benedikt XVI. hat in einem Beileidstelegramm an den Erzbischof von München und Freising, Kardinal Friedrich Wetter, seine Betroffenheit über das Unglück in Bad Reichenhall ausgedrückt. Der Heilige Vater gedenke der bei diesem tragischen Unfall zu Tode gekommenen Menschen, vor allem der Kinder, in seinem Gebet und bitte Gott um rasche Hilfe und Rettung für die noch Verschütteten. Den Angehörigen der Opfer versichert der Papst seine betende Anteilnahme. “Der Allmächtige Gott schenke ihnen in der Stunde des Schmerzes und der Trauer Kraft und Trost aus dem Glauben”, heißt es dazu in dem Schreiben. Er bete auch für die Verletzten, denen er Zuversicht und baldige Genesung wünscht. Ihnen allen sowie den Einsatzkräften und Helfern erteilte Papst Benedikt XVI. den Apostolischen Segen. Bereits am Dienstag, 3. Januar, hatte Kardinal Wetter sein Mitgefühl ausgedrückt. In Gedanken und im Gebet sei er bei den Verletzten und den Toten, sagte der Kardinal. „Unsere herzliche Anteilnahme gehört den Familien der Opfer. Stunden, die von Freude am Sport geprägt waren, endeten in diesem tragischen Unglück und rissen geliebte Menschen aus dem Leben“. In einer solchen Situation falle es schwer, Trost zu spenden. Letztlich sei es aber der christliche Glaube, dass alle, die Toten und die Lebenden, in Gottes Hand seien, das einzige, was trösten könne.
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04.01.2006 09:51:58
"Für viele" - "für alle"
kath.net dokumentiert einen Beitrag des jetzigen Heiligen Vaters, Benedikt XVI., den er als Theologie zur Frage nach der korrekten deutschen Übersetzung der Wandlungsworte bereits 1978 verfaßt hatte. Seine Ausführungen wurden in das Buch "Gott ist uns nah. Eucharistie: Mitte des Lebens", Augsburg 2001, 33- 36, aufgenommen. Unter anderem stellt Ratzinger fest: "Dies also ist das Erste: Es ist eine Grundaussage der biblischen Botschaft, daß der Herr für alle gestorben ist - Heilsneid ist nicht christlich. Als Zweites ist nun hinzuzufügen, daß Gott allerdings niemanden zum Heil zwingt. Gott nimmt die Freiheit des Menschen an. .... Was also ist von der neuen Übersetzung zu halten? Schrift und Überlieferung kennen sowohl die Formel "für alle" wie die Formel "für viele". Beide sagen je einen Aspekt der Sache aus: einerseits den umfassenden Heilscharakter von Christi Tod, der für alle Menschen gelitten wurde; auf der anderen Seite die Freiheit der Verweigerung als Grenze des Heilsgeschehen. Keine der beiden Formeln kann das Ganze sagen; jede bedarf der Auslegung und der Rückbeziehung aufs Ganze der Botschaft. Ich lasse die Frage offen, ob es sinnvoll war, hier die Übersetzung "für alle" zu wählen und damit Übersetzung mit Auslegung zu vermengen, wo doch Auslegung in jedem Fall unerläßlich bleibt. Eine Verfälschung in der Sache ist nicht gegeben, denn ob die eine oder andere Formel steht, in jedem Fall müssen wir das Ganze der Botschaft hören: daß der Herr wahrhaft alle liebt und für alle gestorben ist. Und das andere: daß er unsere Freiheit nicht in einer spielerischen Zauberei beiseite schiebt, sondern uns Ja sagen läßt in sein großes Erbarmen hinein."
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04.01.2006 09:40:32
P. Fridolin Außersdorfer verstorben
Die „Gemeinschaft der Brüder und Schwestern von der Buße“ gibt bekannt, dass ihr Spiritual Pater Fridolin (Franz) Außersdorfer OFM am 2. Jänner 2006 im 97. Lebensjahr verstorben ist. Der Ordensmann, der 70 Jahre lang als Priester wirkte, war Schriftleiter der Zeitschrift „Dienst am Glauben“ und betreute seine geistliche Gemeinde vom Taufhof in Axams (Tirol) aus, vor allem durch Glaubenskurse (Exerzitien) und Publikationen. Innerkirchlich hatte sich Pater Fridolin insofern markant positioniert, als er die Handkommunion ablehnte. Das Requiem findet am 5. Jänner 2006 um 14 Uhr im Taufhof statt. – Link zur Todesanzeige (PDF). R.I.P.
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02.01.2006 17:19:09
Bischof Küng: Worte zum neuen Jahr 2006
In der ORF-Radioansprache am Silvestertag 2005 erklärte der St. Pöltner Diözesanbischof DDr. Klaus Küng unter anderem: "Wir müssen - ohne zu viel nach rechts oder links zu schauen - dafür Sorge tragen, dass unser Leben christlich ist. Bedenken wir jedoch: niemand kann sich auf die eigene Rettung beschränken. Es ist höchste Zeit, dass wir im Wissen um unsere Verantwortung herzhaft für jene Werte eintreten, die nicht nur für den Einzelnen, sondern für eine gesunde Entwicklung der Gesellschaft von größter Bedeutung sind. In Europa ist das Leben bedroht: das noch nicht geborene in fast allen Ländern, auch bei uns. In mehreren Ländern wurde die Euthanasie bereits eingeführt. Wir müssen wachsam sein, dass sie nicht auch bei uns Einzug hält. Die Familie auf der Grundlage der Ehe, und vor allem die Kinder bedürfen unserer Unterstützung. Auch da gibt es immer wieder Vorstöße in die falsche Richtung. Den Sonntag müssen wir verteidigen. Es fehlt aber nicht an Stimmen, die ihn ständig zu unterminieren suchen. Gilt nur der wirtschaftliche Vorteil als entscheidendes Kriterium? Ich mache auch aufmerksam: Die Freiheit der Meinungsäußerung muss –unter Wahrung der Rechte sowohl des Einzelnen als auch der Gemeinschaft- verteidigt werden. Wirtschaftliche Interessen ohne Bindung an Ethik können zu einer Gefahr dieser Freiheit werden! Ich habe den Eindruck, dass von gewisser Seite versucht wird, lästigen Lebensschützern den Mund zu verbieten. Verzeihen Sie mir mein offenes Wort, aber ich halte es für angebracht." - Lesen Sie die Ansprache in vollem Wortlaut!
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02.01.2006 17:15:57
Von der dringend notwendigen liturgischen Neu-Evangelisierung
P. Lic.theol. Robert Bösner OSB aus Maria Dreieichen nimmt im Kommentar auf stjosef.at anerkennend positiv Stellung zu einem Beitrag von Weihbischof Prof. Dr. Andreas Laun, Salzburg, welcher in "Kirche heute" auf die Notwendigkeit hingewiesen hat, um der Einheit des unverfälschten katholischen Glaubens willen bestimmte kirchliche Vorgaben der Liturgie gewissenhaft zu beachten. - Lesen Sie den Kommentar von P. Bösner in vollem Wortlaut!
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01.01.2006 18:18:38
Ende liturgischer Sonderregelungen für das Neokatechumenat
(die-tagespost.de) Der Vatikan richtet seine Aufmerksamkeit auf den "Neokatechumenalen Weg": Am 1. Dezember zeichnete Kardinal Francis Arinze, Präfekt der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, einen vertraulichen Brief an die Leiter des neokatechumenalen Wegs. Das an die Spanier Kiko Argüello, Carmen Hernandez und den italienischen Priester Mario Pezzi gerichtete Schreiben wurde gegen Mitte Dezember zugestellt. Am 22. Dezember berichtete der anerkannte Vatikanspezialist Andrea Tornielli darüber in der Tageszeitung "Il Giornale". Nun liegt das protokollierte Schreiben der Kongregation vor. Es teilt die durch Kardinal Arinze übermittelten Entscheidungen Benedikts XVI. hinsichtlich der Feier der heiligen Eucharistie in den neokatechumenalen Gemeinschaften mit. Der Aufruf zur Ordnung steht am Ende des langen Prozesses der offiziellen kirchlichen Anerkennung der geistlichen Gemeinschaft des Neokatechumenats. In fünf von insgesamt sechs Punkten unterstreicht der Papst die Notwendigkeit der Feier der heiligen Eucharistie entsprechend den Regeln der römisch-katholischen Kirche. Die bisher geduldeten liturgischen Sonderheiten der Feier der Eucharistie in den neokatechumenalen Gruppen werden eindeutig und unmissverständlich in die allgemeine, von lehramtlichen Schreiben und dem Missale Romanum geregelte liturgische Praxis der Kirche zurückgeführt. - Lesen Sie mehr im Bericht der Zeitung "Die Tagespost" von Armin Schwibach!
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01.01.2006 18:16:12
Forderung nach Revision des Abtreibungsparagraphen
Das Forum Deutscher Katholiken hat am 01.01.2006 eine Erklärung veröffentlicht, in der die Forderung des Bischofs von Fulda nach Revision des Paragraphen 218 unterstützt wird. In der vom Vorsitzenden des Forums, Prof. Dr. Hubert Gindert, unterzeichneten Stellungnahme heißt es wörtlich:
Die geltende Abtreibungsregelung in Deutschland ist ein schweres Unrecht an den ungeborenen Kindern. Sie nimmt den Kindern das grundlegendste Menschenrecht, das Recht auf Leben. Mit ihr versündigen sich Regierung und Rechtsprechung an der Zukunft und am Gemeinwohl des deutschen Volkes. Die Etikettierung dieser Abtreibungsregelung als „rechtwidrig, aber straffrei“ hat die Abtreibungsziffern nicht gesenkt. Sie hat vielmehr das Unrechtsbewusstsein gegenüber der Tötung ungeborener Kinder geschwächt und so den Weg frei gemacht für Spätabtreibung und für Überlegungen zur Freigabe der Euthanasie. Wird der geltende Paragraph 218 nicht verändert, zeigt sich die gegenwärtige Regierung als reformunfähig. Sie wird die Probleme Deutschlands nicht lösen. Das „Forum Deutscher Katholiken“ erinnert die Bundesregierung und die im Bundestag vertretenen Parteien, dass sie dem Gesamtwohl des Volkes verpflichtet sind und unterstützt mit Nachdruck die Forderung des Fuldaer Bischof Heinz-Josef Algermissen nach Revision des Paragraphen 218. - Homepage: www.forum-deutscher-katholiken.de
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31.12.2005 16:32:45
1. Januar: Hochfest der Gottesmutter Maria
Die Kirche feiert am Beginn des bürgerlichen Jahres das Hochfest der Gottesmutter Maria. In Maria, der Jungfrau, hat Gottes Heil seinen Anfang genommen, da sie erwählt war, die Mutter des Sohnes Gottes zu werden. Der ewige Gott scheute sich nicht, in seiner Menschwerdung zu uns herabzusteigen und von einer Mutter empfangen und geboren zu werden. In diesem Kind, das Maria im Stall von Bethlehem geboren hat, ist uns der Friede Gottes geschenkt. Die Kirche begeht darum das Hochfest der Gottesmutter Maria zugleich als Weltfriedenstag. Papst Benedikt XVI. hat eine Botschaft verfasst, in der er darauf hinweist, dass wahrer Friede auf Gerechtigkeit und Wahrheit gegründet ist. „Dann erscheint der Friede in neuer Weise: nicht als bloßes Nichtvorhandensein von Krieg, sondern als Zusammenleben der einzelnen Menschen in einer von der Gerechtigkeit geregelten Gesellschaft, in der so weit wie möglich auch das Wohl eines jeden von ihnen verwirklicht wird“, schreibt der Papst. Dies verlangt den Respekt vor einer „von der Liebe Gottes entworfenen und gewollten Ordnung“. Eine fundamentale Wahrheit in diesem Zusammenhang ist es, dass alle Menschen ein und derselben Familie angehören. - Lesen Sie die Predigt zum Hochfest der Gottesmutter Maria (1. Januar 2006) in vollem Wortlaut!
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31.12.2005 07:47:29
Noch ein älterer Priester?
Zum Bericht über den mutmaßlich ältesten Priester der Welt, der in China lebt, erhielten wir folgende Mitteilung eines Pfarrers: "Ob der älteste Priester in China lebt, müsste noch genauer herausgefunden werden. Im Kloster Hegne bei Konstanz am Bodensse lebt ein Priester namens Konrad Fuchs. Er war am 15.10.2005 auch 108 Jahre alt." - Link: Näheres zum Jubilar.
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31.12.2005 07:44:25
Abschied vom alten Jahr
Das Jahr 2005 geht in wenigen Stunden zu Ende. Neben den Feiern, die naturgemäß mit dem Jahreswechsel verbunden sind, sollte auch Zeit sein für einen besinnlichen Rückblick. Besonders sinnvoll ist dieser, wenn er mit dem Dank an Gott für alles von ihm Empfangene verbunden wird und mit der Bitte um seinen Segen auch im Neuen Jahr. Eben dies geschieht in der letzten Eucharistiefeier des alten Jahres: Wir nehmen unseren persönlichen Dank und unsere Bitten hinein in das Opfer Christi, das durch den Dienst des geweihten Priesters sakramental auf dem Altar vergegenwärtigt wird. Die im Evangelium verkündeten Worte aus dem Johannesprolog sprechen von der Ewigkeit Gottes und der menschlichen Zeit. Gott der Allmächtige steht über allem. Er ist keinen Grenzen von Raum und Zeit unterworfen. Er lebt und herrscht von Ewigkeit zu Ewigkeit. Weil in Gott jede geschaffene Vollkommenheit ihren ungeschaffenen Ursprung und ihre Vollendung hat, finden wir in ihm die Fülle des Guten, die Fülle des Lebens, die Fülle der Liebe. Der dreieinige Gott – Vater, Sohn und Heiliger Geist – ist ein Geheimnis der Liebe. Nun aber wollte Gott diese Liebe mitteilen an die Geschöpfe und insbesondere an die Menschen. Als die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau, der Jungfrau Maria (vgl. Gal 4,4). Das ewige Wort Gottes ist in der Zeit Fleisch geworden (vgl. Joh 1,14); Gott hat eine menschliche Natur angenommen und hat unter uns gewohnt. Dieses weihnachtliche Geheimnis begleitet uns in den letzten Stunden des alten Jahres und führt uns ins neue Jahr 2006. - Lesen Sie mehr in der Altjahrespredigt 2005 von Dr. Josef Spindelböck!
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30.12.2005 17:09:31
Künstler für das Leben
Bei der sehr erfolgreichen Landesgartenschau im oberösterreichischen Bad Hall im vergangenen Jahr 2005 waren auch zwei Objekte des Metallkünstlers Pius Frank im Skulpturenpark ausgestellt (Lichtgestalt und die Schatzkiste „Schätze des Lebens“). Viele Besucher haben sich mit dem Thema: Schätze des Lebens inspiriert und angesprochen gefühlt. Die offene Schatzkiste thematisierte als „Schätze des Leben“ konkret: Liebe, Heimat, Glaube, Natur, Hoffnung, Geborgenheit, Freude. Die metallene Schatzkiste wurde von so manchem Besucher zum Münzbrunnen umfunktioniert. Diese vielen Münzen (1623) werden nun als Startgeld für das neue Sozialprojekt des Künstlers verwendet: einer großen begehbaren Krippe mit menschengroßen Krippenfiguren und einer Sozialeinrichtung für „das ungeborene Leben“. Diese Krippe ist im Heimatort des Künstlers Pius Frank, in Nöchling, in Niederösterreich im konkreten Planungsstadium. - Link: www.pius-metalldesign.at
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30.12.2005 17:02:28
Ältester Priester der Welt lebt in China
(Kathpress) Der mutmaßlich älteste katholische Priester der Welt lebt auf der Hongkonger Insel Lantau, wie der Informationsdienst "China heute" berichtet. Der Trappist P. Nicolas Kao Se-tsean ist 108 Jahre alt. Er wurde 1897 in der Provinz Fujian
(Fukien) geboren; 1933 wurde er zum Priester geweiht. Er war zunächst Domkaplan in der Fukien-Hauptstadt Fuzhou, dann war er als Missionar in Taiwan und Malaysia tätig. Mit 75 Jahren trat Kao in das Trappistenkloster "Unserer Lieben Frau von der Freude" auf der Insel Lantau ein, wo er mit 100 die Ewigen Gelübde ablegte. Am 12. November diesen Jahres reiste er zur Priesterweihe seines Großneffen nach Taizhong auf Taiwan. Auch der Großneffe ist Trappist.
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29.12.2005 18:36:47
Das Kind in der Krippe
Man möchte durch Besitz, Vergnügen, manchmal auch durch Zügellosigkeit den Himmel auf Erden erreichen, glücklich werden, aber es gelingt nicht, jedenfalls nicht auf Dauer. In diesem Sinn werden auch in Ehe und Familie oft Erwartungen an den Partner gestellt, die kein Mensch erfüllen kann. Man hat versucht, die sozialen Absicherungen so zu gestalten, dass im Leben möglichst alles garantiert wird, aber irgendwann nützen alle Versicherungen nichts. Es geht wie beim Turm zu Babel.
Man hat Männern und Frauen aus allen gesellschaftlichen Schichten Bildungs- und Berufsmöglichkeiten erschlossen, was sehr positiv ist; manche verwirklichen Traumkarrieren, haben großartige Erfolge; das Paradies auf Erden ist es aber noch nicht.
Man hat gewaltige medizinische Fortschritte erzielt; die Menschen werden älter, am liebsten würde man es so einrichten, dass durch Anlegen von Organlagern kranke oder alt gewordene Organe immer wenn nötig, gewechselt werden können. Deswegen wurde in England vor einiger Zeit die Erlaubnis gegeben, Embryonen zu klonen…. Das ewige Leben auf Erden wird so wohl auch nicht gelingen und das ewige Leben im Himmel ist in Frage gestellt.
Trotz all dem und vielem anderen, das die Menschen ins Abseits führt, bleibt „das Kind, das in Windeln gewickelt in einer Krippe liegt“, attraktiv. Der Mensch muss immer wieder von neuem entdecken, dass er Gott braucht, dass er auf sich allein gestellt den Weg, der zur wahren Erfüllung hinführt, nicht findet, und wenn er ihn gefunden hat, nicht bewältigen kann. Wenn wir ehrlich sind, müssen wir zugeben, dass wir oft schon in kleinen Dingen scheitern. Einfache Hirten können erkennen, was ihnen die Engel verkündet haben. Sie freuten sich, als sie das Kind sahen und seine Mutter. Den Unmündigen wird geoffenbart, was Weisen und Klugen verborgen bleibt. Ob wir bis zum Geheimnis vordringen, wenn wir den Gang zu Krippe versuchen? Oder wird es nur eine flüchtige Begegnung sein, die unser Leben kaum oder gar nicht beeinflusst?

Aus der Weihnachtspredigt von Diözesanbischof DDr. Klaus Küng, St. Pölten, die Sie im vollen Wortlaut unter diesem Link nachlesen können!
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29.12.2005 18:32:11
Neupriester für die Legionäre Christi
(P. Andreas Schöggl/legionaries.org) Am Mittwoch, den 28. Dezember hielt Papst Benedikt die letzte Generalaudienz des Jahres 2005. Neben vielen anderen Pilgern aus der ganzen Welt nahmen daran auch über 800 Legionäre Christi teil, die in Rom studieren und arbeiten oder über Weihnachten zu Gast waren, darunter 27 Neupriester. Am Vormittag des 24. Dezembers hatte Kardinal Norberto Rivera, der Erzbischof von Mexiko Stadt und Primas von Mexiko, in der Seminarkapelle des Studienzentrums der Kongregation in Rom 27 Diakone der Legionäre Christi zu Priestern geweiht. Die Neugeweihten kommen aus Deutschland, Irland, Spanien, Italien, Kanada, den Vereinigten Staaten, Mexiko, Brasilien, Chile und Australien. Zur Weihe war eine Kopie des Gnadenbildes von Guadalupe im Altarraum angebracht worden. Nachdem die Neupriester das Weihnachtsfest mit ihren Familien und Mitbrüdern gefeiert haben, werden sie in Zusammenarbeit mit den verschiedenen Ortskirchen und Pfarrei ihren priesterlichen Dienst in den verschiedenen Apostolaten der Kongregation beginnen. Dazu gehören das Missionsgebiet Quintana Roo in Mexiko, zahlreiche Werke der Nächstenliebe, die Kinder-, Jugend- und Familienpastoral sowie die etwa 200 ordenseigenen Schulen und Universitäten. Mit den Neupriestern zählen die Legionäre Christi nun schon über 650 Priester im Dienst der Kirche. Weitere 2500 Seminaristen befinden sich in den verschiedenen Ausbildungsphasen.
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27.12.2005 18:33:10
Die Einzigartigkeit Jesu Christi bekennen
(Kathpress) Kritisch äußerte sich der Innsbrucker Diözesanbischof Manfred Scheuer in seiner Predigt Christtagspredigt zur weit verbreiteten Meinung, man wisse eigentlich nicht, "wer oder was Gott ist". Zugleich wandte sich der Innsbrucker Bischof gegen verbreitete Vorstellungen, die die verschiedenen Religionen so bewerten, als hätten sie "Recht und Unrecht zugleich", als sähen sie im Grunde nur verschiedene Seiten der einen Wahrheit Gottes. "Wer und was Gott ist, dürfen wir am Ereignis von Bethlehem ablesen", betonte Scheuer: "Gott ist nicht heute dies und morgen das. Jesus ist auch nicht wie eine Maske Gottes unter anderen. Nein, er ist das unwiderrufliche Wort, das Gott nicht mehr zurücknimmt". Nachdrücklich betonte Bischof Scheuer: "Die Wahrheit, die Gott ist, begegnet uns als Antlitz dieses Menschen, der von Maria in einem Viehstall vor den Toren Bethlehems geborene worden ist". Laut Scheuer sind Christen "gerade zu Weihnachten" herausgefordert, sich "zu Jesus zu bekennen". Das gäbe ihnen "in der Toleranz gegenüber anderen Religionen und im Dialog mit ihnen Rückgrat". "Wir brauchen uns für Jesus nicht zu schämen", unterstrich Scheuer.Seit der Menschwerdung sei jeder "Bruder und Schwester Christi": "Im Menschen Jesus Christus ist das Antlitz Gottes sichtbar."
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27.12.2005 18:31:03
Erzbischof Kothgasser erschüttert über Abtreibungszahlen
(Kathpress) Der Salzburger Erzbischof Alois Kothgasser hat neuerlich seine Erschütterung über die Abtreibungszahlen in seiner Diözese zum Ausdruck gebracht. Zu Weihnachten seien 14 "Christkindln" in den Spitälern des Landes Salzburg geboren worden; jeden Samstag würden aber im Landeskrankenhaus Salzburg 15 ungeborene Kinder abgetrieben. Seit im April die Abtreibungsstation am Salzburger Landeskrankenhaus eingerichtet wurde, seien dort rund 600 Kinder getötet worden. Er habe diese Zahlen mit Erschütterung zur Kenntnis genommen, sagte der Erzbischof bei der jüngsten Sitzung des "Forums Neues Leben". Bei der Forumssitzung wurde mit Bestürzung registriert, dass die abgetriebenen Föten im Landeskrankenhaus als "Klinikmüll" entsorgt werden. Besonders danke er allen Müttern, die sich für das Leben ihres Kindes entscheiden; denn immerhin mehr als 50 Frauen hätten sich bereits zur Abtreibung angemeldet, sich dann aber doch für ihr Kind entschieden, betonte Erzbischof Kothgasser.
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25.12.2005 16:11:27
Papstworte zum Weihnachtsfest
(Kathpress) In seiner ersten Weihnachtsbotschaft hat Papst Benedikt XVI. die Menschheitsfamilie zum gemeinsamen Einsatz gegen die Bedrohungen durch Terrorismus, Armut, Wettrüsten und Umweltzerstörung aufgerufen. Benedikt XVI. forderte am Sonntagmittag von der Loggia des Petersdoms aus eine neue Weltordnung, die auf gerechte ethische und wirtschaftliche Beziehungen gegründet ist. Ausdrücklich beklagte der Papst Bruderkriege und unstabile Situationen in Afrika. Weiter forderte er ernsthafte Friedensbemühungen im Heiligen Land und im ganzen Nahen Osten. Schließlich plädierte er für einen Dialogprozess in Korea und in anderen Ländern Asiens. Nach den technischen, wissenschaftlichen und materiellen Erfolgen drohe der Menschheit heute eine "Leere des Herzens", gab der Papst zu bedenken. Sie laufe Gefahr, Opfer ihrer Errungenschaften zu werden, wenn sie sich auf eine geistliche Atropie zubewege. Darum sei es wichtig, sich dem Heilsereignis der Geburt Christi zu öffnen, das dem menschlichen Leben neue Hoffnung gibt. Ohne Christus reiche das Licht der Vernunft nicht aus, um den Menschen und die Welt zu erleuchten. Der moderne Mensch, der erwachsen und zugleich oft kraftlos im Denken und im Wollen sei, sollte Christus vertrauen und sich vom Kind von Bethlehem führen lassen, sagte der Papst: "Seine Liebe lenkt die Völker und erleuchtet ihr gemeinsames Bewusstsein, eine 'Familie' zu sein, die berufen ist, Beziehungen des Vertrauens und der gegenseitigen Unterstützung aufzubauen". Gemeinsam werde die Menschheit "die vielen und Besorgnis erregenden aktuellen Probleme in Angriff nehmen können: von der terroristischen Bedrohung bis zu den Bedingungen beschämender Armut, unter denen Millionen von Menschen leben, von der Rüstungszunahme bis zu den Pandemien und der Umweltzerstörung". Nach seiner Weihnachtsbotschaft erteilte der Papst den Segen "Urbi et orbi". Trotz regnerischen Wetters waren mehrere Zehntausend Menschen auf den Petersplatz gekommen, um die erste Weihnachtsbotschaft des neuen Papstes mitzuerleben. Nach seiner Ansprache verlas Benedikt XVI. Festtagswünsche in 33 verschiedenen Sprache. Auf Deutsch sagte er: "Die Geburt Jesu Christi, des Erlösers der Menschen, erfülle Euer Leben mit tiefer Freude und reicher Gnade; sein Friede möge in Euren Herzen wohnen. Gesegnete und frohe Weihnachten!" - Link: Papstansprache in vollem Wortlaut.
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25.12.2005 16:08:23
Stephanus, der erste Blutzeuge für Christus
Der „zweite Weihnachtsfeiertag“ hat es in sich: Eben waren wir noch friedlich unter dem Christbaum versammelt, wir blickten auf das Kind in der Krippe, wie es uns anlächelt und die Arme ausstreckt – und da trifft uns am 26. Dezember fast unvorbereitet das Fest eines Heiligen, der diese ungestörte Idylle radikal in Frage stellt: Es ist Stephanus, einer der ersten sieben Diakone der Kirche, den wir heute feiern. Er fiel einer blutigen Verfolgung zum Opfer und starb als einer der ersten für den Glauben an Jesus Christus. Musste das sein? Hätte Stephanus nicht ein wenig leiser treten können, um nicht aufzufallen? Hätte er nicht klüger und „diplomatischer“ vorgehen können? Warum musste er auch so scharf predigen! Diese Einwände und Vorwürfe können uns begegnen, wenn wir die Apostelgeschichte lesen, wo uns sein Martyrium berichtet wird. Gewiss: Die Sprache des Stephanus war direkt, manche würden sagen „verletzend“. Hören wir, was er unter anderem sagte: „Ihr Halsstarrigen, ihr, die ihr euch mit Herz und Ohr immerzu dem Heiligen Geist widersetzt, eure Väter schon und nun auch ihr. Welchen der Propheten haben eure Väter nicht verfolgt? Sie haben die getötet, die die Ankunft des Gerechten geweissagt haben, dessen Verräter und Mörder ihr jetzt geworden seid, ihr, die ihr durch die Anordnung von Engeln das Gesetz empfangen, es aber nicht gehalten habt.“ (Apg 7,51-53) Und dennoch war es bei aller Härte dieser Worte nicht Stephanus, der vom Hass erfüllt und fanatisiert war. Stephanus meinte es gut mit seinen Zuhörern, er wollte ihnen bloß ins Gewissen reden. Es waren vielmehr seine Gegner, die das bloße Wort nicht ertragen konnte, das er ihnen verkündete. Sie hielten sich die Ohren zu, heißt es. Sie schrieen und lärmten. - Lesen Sie mehr in der Predigt am Fest des heiligen Stephanus!
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