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24.03.2006 17:15:53
Papst kreiert neue Kardinäle
(Radio Vatikan) Papst Benedikt XVI. hat heute im Rahmen einer feierlichen Zeremonie auf dem Petersplatz fünfzehn Kirchenmännern die Kardinalswürde verliehen. Bei seinem ersten Konsistorium erhob Benedikt unter anderem seinen Nachfolger an der Spitze der Glaubenskongregation, William Levada, in den Kardinalsstand; außerdem den ehemaligen Privatsekretär Johannes Pauls II. und heutigen Erzbischof von Krakau, Stanislaw Dziwisz, sowie den Bischof von Hongkong, Joseph Zen. Zen ist der erste Kardinal seit Jahrzehnten, der in Festland-China residiert; zu seiner Erhebung waren heute viele Chinesen auf den Petersplatz gekommen.
In seiner Predigt erinnerte Benedikt an die Bedeutung des Kardinalskollegiums als "eine Art Senat", der dem Papst zur Seite steht und ihn berät. Die Berufung der neuen Kardinäle stehe ganz im Zeichen der "Caritas", so der Papst weiter. Die neuen Purpurträger seien dazu berufen, leidenschaftlich Christus, seine Kirche und die ganze Menschheit zu lieben. Weiter bat Benedikt die neuen Kardinäle, ihn beim Einsatz für die Einheit der Christen und für Arme und Benachteiligte zu unterstützen. Mit ihrem Engagement sollten sie der Welt Ansätze zu einer "Zivilisation der Liebe" bieten. Das Purpur der Kardinalsgewänder solle in diesem Sinn die christliche Nächstenliebe symbolisieren. Rund 15.000 Gläubige und Pilger verfolgten das Konsistorium auf dem Peterslatz.
Jedem der fünfzehn neuen Purpurträger setzte der Papst persönlich ein rotes Kardinalsbirett auf; außerdem überreichte er ihnen ihre Ernennungsurkunde und wies ihnen in Rom eine so genannte "Titelkirche" oder "Diakonie" zu. Die neuen Kardinäle sprachen gemeinsam das Glaubensbekenntnis, danach schworen sie dem Papst und seinen künftigen Nachfolgern die Treue. Zu herzlichen Szenen kam es, als neue und alte Kardinäle sich gegenseitig begrüßten; besonders der neue Kardinal Dziwisz von Krakau, der die letzten neun Konsistorien als Papst-Sekretär miterlebt hat, wechselte mit jedem Kardinal ein paar Worte. Dziwisz erhält mit "Santa Maria" an der römischen Piazza del Popolo übrigens eine besonders berühmte römische Titelkirche. Papst Benedikt XVI. zelebriert am morgigen Samstag die erste Messe gemeinsam mit den neuen Kardinälen. Radio Vatikan überträgt ab 10:20 Uhr live und mit deutschem Kommentar. Sie hören uns über Kurzwelle 7.225 kHz, im Raum Rom über Mittelwelle 1.661 kHz sowie im Internet. - Link: Kernsätze aus der Papst-Predigt.
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23.03.2006 16:29:21
Diözese St. Pölten nimmt Stellung zu angeblich neuem "Homo-Skandal"
(Kathpress) Ein Versuch, die Diözese St. Pölten wieder zu destabilisieren, wird in der niederösterreichischen Landeshauptstadt zurückgewiesen. Diözesanbischof Klaus Küng hat sofort die notwendigen Maßnahmen gesetzt, wie aus einem Kommunique des Bischöflichen Sekretariats St. Pölten hervorgeht. Die neuesten Turbulenzen wurden durch Vorwürfe des suspendierten Priesters Volker S. gegen den Vizeoffizial des St. Pöltner Diözesangerichts, Reinhold Knittel, ausgelöst. Die Vorwürfe wurden in der neuesten Ausgabe des Nachrichtenmagazins "News" publiziert. Knittel hatte ein kirchliches Gerichtsverfahren gegen Volker S. zu führen, der 1996 im Mittelpunkt eines dramatischen Vorgangs stand: Er hatte einen slowakischen Strichjungen in seinem Pfarrhaus mit einem Messer attackiert und war deshalb zu einer mehrjährigen Gefängnisstrafe verurteilt worden. Wörtlich heißt es in der Stellungnahme aus St. Pölten: "1. Ein Priester, gegen den ein kirchliches Gerichtsverfahren läuft, erhebt die Anschuldigung, von einem an diesem Verfahren beteiligten kirchlichen Diözesanrichter persönlich sexuell belästigt worden zu sein. Auf diese Weise soll offensichtlich der Versuch gemacht werden, durch Befangenheitseinrede das ursprünglich eingestellte und von Bischof Küng neu aufgerollte kirchliche Gerichtsverfahren zu blockieren. 2. Der beschuldigte Diözesanrichter beteuert seine Schuldlosigkeit. Er hat auf Anraten des Bischofs seine richterliche Funktion in dieser Causa zurückgelegt; ein neues Richterkollegium wurde gebildet. 3. Volker S. gibt an, ihm sei bekannt, dass Bischof Küng um die homosexuelle Neigung des Diözesanrichters wisse, er könne außerdem Personen nennen, die dessen homosexuelle Neigung bezeugen. Dazu stellt Bischof Küng fest: Vor eineinhalb Jahren gab es gegen den Diözesanrichter eine anonyme Anzeige, die von der Kriminalpolizei überprüft wurde. Das Verfahren wurde von der Staatsanwaltschaft eingestellt. 4. Es gab auch einige Hinweise, denen seitens des Bischofs nachgegangen wurde. Es ergab sich kein Tatbestand, der ein Eingreifen seinerseits nötig gemacht hätte. Selbstverständlich wird neuen Hinweisen, sollte es sie geben, nachgegangen". - Lesen Sie auch die Sachverhaltsdarstellung durch Rektor DDr. Reinhard Knittel!
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23.03.2006 09:17:59
Die Berufung der Apostel
(Radio Vatikan) Bei der Generalaudienz am 22.03.2006 führte Papst Benedikt XVI. in deutscher Sprache aus: Die Berufung der Apostel, auf deren Fundament die Kirche erbaut ist (vgl. Eph 2, 20), kennzeichnet in allen vier Evangelien den Beginn des Wirkens Jesu. Der Herr richtet einen entschiedenen Anruf an die ersten Jünger, die ihm bereitwillig folgen. Indem sie sich auf den Weg des Glaubens begeben, gelangen die Berufenen zu einer innigen Kenntnis der Person Jesu. Ehe sie ausgesandt werden, müssen die Jünger eine persönliche Beziehung zu ihm aufbauen. Die Apostel sind "Gesandte", aber als solche vorher "Experten" Christi - Zeugen der Botschaft und des Lebens Jesu. Das Evangelium verkünden heißt daher, das zu verkünden, was sie selbst erfahren haben; es bedeutet, die Menschen einzuladen, in das Geheimnis der Gemeinschaft mit Jesus Christus, dem Herrn, einzutreten. Die Sendung Christi und der Zwölf, die an ihr teilhaben, ist universal. Zunächst nimmt sie das Bundesvolk Israel in den Blick. Die Sammlung Israels durch Jesus, den verheißenen Hirten, wird zum Zeichen des Heils für alle Völker. Dies wird nach der Auferstehung Christi deutlich: Der Herr sendet die Apostel in die ganze Welt hinaus, zu allen Menschen und Völkern.
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23.03.2006 09:16:45
Leitlinien für katholische Einrichtungen im Gesundheitswesen
(Kathpress) Die österreichischen Bischöfe führen ein "Gütesiegel" für katholische Spitäler ein. Diözesanbischof Klaus Küng stellt am Freitag, 24. März, bei einer Pressekonferenz um 11 Uhr im Wiener "Club Stephansplatz 4" die neuen "Leitlinien für katholische Einrichtungen im Gesundheitswesen" vor. Mit Bischof Küng informieren der Grazer Moraltheologe Prof. Walter Schaupp, der Leiter des Wiener "Hauses der Barmherzigkeit", Prof. Christoph Gisinger, der ärztliche Leiter des Wiener St. Elisabeth-Spitals, Prof. Johannes Bonelli, und die Pflegedirektorin Sr. M. Gabriela Trenkler über das "Gütesiegel". Im Ringen um Garantien zwischen autonomer Selbstbestimmung der Patienten und verlässlicher medizinischer Hilfe haben die österreichischen Bischöfe die ethischen Merkmale für katholische Einrichtungen im Gesundheitswesen zusammengefasst. Den Beschlüssen bei der Herbstvollversammlung der Bischöfe im November 2005 in Rom ging ein umfassender Konsultationsprozess voraus. Dokumente des Heiligen Stuhls, die Charta der Barmherzigen Brüder, Orientierungshilfen anderer Bischofskonferenzen, praktische Erfahrungen und Fachliteratur wurden aufgearbeitet. Nach einem intensiven Austausch zwischen Wissenschaftlern, Theologen, Bischöfen, Ärzten und Pflegepersonal beschloss die Bischofskonferenz, ethische Standards für die katholischen Krankenanstalten darzulegen. Ein Gedankenaustausch mit Bischof Küng als Vertreter der Bischofskonferenz und Fachleuten über die in Form von Leitlinien zusammengefassten Standards findet im Rahmen einer Vortragsveranstaltung für Ärzte und Pflegepersonal in Wien am Freitagnachmittag statt.
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20.03.2006 18:20:47
Papst Benedikt predigte über den heiligen Josef
(zenit.org/news.stjosef.at) Am Hochfest des heiligen Josef hat Papst Benedikt XVI. im Petersdom einen Festgottesdienst für die Arbeiter gefeiert. An diesem Anlass nahmen, neben zahlreichen Gläubigen und Mitgliedern von Arbeiterbewegungen, unter anderem auch Kardinal Camillo Ruini, Generalvikar des Papstes für die Diözese Rom, Bischof Giuseppe Bertori, Generalsekretär der italienischen Bischofskonferenz, sowie Bischof Arrigo Miglio von Ivrea (Italien), Vorsitzender der Kommission für soziale Angelegenheiten innerhalb der italienischen Bischofskonferenz. Die Predigt, die Benedikt XVI. im Petersdom hielt, bestand aus zwei Teilen. Zunächst sprach er über die Zehn Gebote, die keine Verbote seien, sondern vielmehr eine Bejahung – ein Ja zum Wachstum der wahren Freiheit. Mit der Gabe der Zehn Gebote offenbare der Herr, dass er mit Israel einen Bund schließen wolle, erklärte der Papst. Dies sei ein wichtiges Zeichen für die Befreiung des israelischen Volkes. "Die Zehn Gebote wollen also eine Bestätigung der erlangten Befreiung sein." Und genau das seien sie auch heute – "das Mittel, das der Herr uns schenkt, um unsere Freiheit sowohl vor der Gegebenheit der Leidenschaften in unserem Innern als auch vor den Verletzungen durch Übelgesinnte von außen zu verteidigen." Der zweite Teil der Predigt war der vor allem der Arbeit gewidmet. Der Gedenktag des heiligen Josef, an dem Josef Ratzinger auch als Papst Benedikt XVI. seinen Namenstag begeht, bot dem Bischof von Rom Gelegenheit, das Vorbild dieses Mannes, der jeden Tag für die Bedürfnisse der Heiligen Familie mit seinen Händen sorgen musste und den die Kirche als Patron der Arbeit vorführt", neu ins Bewusstsein zu rufen. "Sein Zeugnis zeigt, dass der Mensch Subjekt und Protagonist der Arbeit ist", erklärte der Papst, der zuvor vor jeder Versklavung durch die Arbeit, aber auch vor ihrer Vergötzung gewarnt hatte: "Die Arbeit ist für die Verwirklichung des Menschen und die Entwicklung der Gesellschaft von vorrangiger Bedeutung. Aus diesem Grund ist es notwendig, dass sie immer in der vollen Achtung vor der menschlichen Würde und im Dienst des Gemeinwohls organisiert und verrichtet wird. Gleichzeitig ist es unverzichtbar, dass der Mensch sich nicht von der Arbeit verknechten lässt, dass er sie nicht vergötzt und so den Anspruch erhebt, in ihr den letzten und definitiven Sinn des Lebens zu finden."
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20.03.2006 18:13:41
Kinder nicht um Gott betrügen
(Diözese Innsbruck) "Die gerechte Ordnung der Gesellschaft und des Staates ist zentraler Auftrag der Politik." Und: Eltern dürfen ihre Kinder nicht um die Beziehung zu Gott "betrügen". Dies betont der Innsbrucker Diözesanbischof Manfred Scheuer zum Tiroler Landesfeiertag, dem Fest des hl. Josef, am 19. März. Josef ist auch Schutzpatron der Arbeit. Am Vorabend des Landesfeiertags, hatten die Diözese Innsbruck und die Arbeiterkammer Tirol zur sog. "Josefs-Messe" in die Jesuitenkirche Innsbruck geladen. In den Mittelpunkt seiner Predigt stellte der Bischof den hl. Josef, von dem es in der Bibel heißt, dass er "gerecht war". Staatliche, öffentliche Autorität müsse sich um Gerechtigkeit bemühen und sich am Gemeinwohl orientieren, betonte Scheuer. Tue sie das nicht, sei sie eine "Räuberbande". Als "oberste Verklammerung der Gesellschaft" habe der Staat "die irdische Wohlfahrt in der bestmöglichen Weise zu gewährleisten". Laut Scheuer hat staatliche Autorität "die unveräußerlichen Grundrechte der menschlichen Person" zu achten (z. B. Recht auf Privatleben, Recht auf freie Religionsausübung). Sie habe aber auch jedem "das zugänglich zu machen, was für ein wirklich menschliches Leben notwendig ist": Nahrung, Kleidung, Wohnung, Gesundheit, Arbeit, Erziehung und Bildung, richtige Information, Recht auf Familiengründung. Keinswegs aber, so Scheuer, könne selbst eine noch so gerechte Staatsordnung den unmittelbaren solidarischen Liebesdienst von Mensch zu Mitmensch ersetzen. Nachdrücklich bedauerte Bischof Scheuer, dass heute "eine große Gruppe von Eltern" ihre Kinder "um die Beziehung mit Gott betrügt". Und dies, obwohl Eltern in der Regel für ihre Kinder das Beste wollen. Wer seinem Kind die Beziehung zu Gott vorenthalte, so Scheuer, "nimmt ihm etwas Wesentliches, beraubt es um wichtige Möglichkeiten, das eigene und das gemeinsame Leben jetzt und über den Tod hinaus zu deuten."
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19.03.2006 16:50:51
NÖ Partnerschaftstraining
(cross-press.net) Niederösterreich zählt zu den familienfreundlichsten Ländern, nicht nur in Österreich, sondern europaweit. Familienhilfe, Familienauto, Familienpass sind nur einige der vielen Leistungen. Seit 2002 gibt es noch eine familienfördernde Initiative des Landes, das "NÖ Partnerschaftstraining", welches unter Koordination des NÖ Familienreferats -vor allem aufgrund der steigenden Scheidungsraten- ins Leben gerufen wurde. Da diese Problematik auch ein großes Anliegen der Kirche ist, stellten die Diözese St. Pölten und die Akademie für Familienpädagogik der österr. Schönstattbewegung, aber auch das NÖ Hilfswerk und andere gemeinnützige Organisationen ihr Know-How sowie Referenten zur Verfügung. Die erste feierliche Überreichung von Partnerschaftstrainingszertifikaten fand im Landhaus am 17.03.2006 statt. Die Absolventen bekamen diese von LAbg. Dr. Martin Michalitsch, in Vertretung der erkrankten Landesrätin Mag. Johanna Mikl-Leitner, überreicht. Begrüßt wurden die Ehe-Trainer von Diözesanbischof DDr. Klaus Küng, zugleich Familienbeauftragter der Österr. Bischofskonferenz. Einen Vortrag über die NÖ Landesakademie hielt Hofrat Prof. Dr. Günther Kienast. Eva und DI Erich Berger von der Akademie für Familienpädagogik der österreichischen Schönstattbewegung veranschaulichten auf heitere Weise die Notwendigkeit, an der Ehebeziehung ständig zu arbeiten. Über die Ausbildung aus Sicht der Teilnehmer sprachen Gabi und Martin Kräftner. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Familienreferat des Landes unter der Leitung von Dr. Peter Pitzinger.
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19.03.2006 16:48:06
Der heilige Josef als Vorbild
(Radio Vatikan) Am Tag des Heiligen Josef hat Papst Benedikt XVI. die Gläubigen dazu aufgerufen, "in aller Einfachkeit und Bescheidenheit die Aufgabe wahrzunehmen, die uns die göttliche Vorsehung zugedacht hat". Beim Angelus auf dem Petersplatz sagte der Papst: "Ich denke dabei vor allem an die Familienväter und an die Mütter. Ich bete dafür, dass sie die Schönheit eines einfachen und arbeitsreichen Lebens immer zu schätzen wissen, und dass sie ihre eheliche Beziehung und die große und nicht einfache Aufgabe der Erziehung mit Begeisterung wahrnehmen. Der Heilige Josef schütze die Arbeiter der ganzen Welt, damit sie in ihren verschiedenen Berufen zum Fortschritt der Menschheit beitragen, und er helfe jedem Christen, mit Zuversicht und Liebe den Willen Gottes zu erfüllen und so zur Erfüllung des Heilswerkes beizutragen." Die Kirche feiert den Tag des Heiligen Josef am 19. März. Weil das Fest in diesem Jahr auf den dritten Fastensonntag fällt, wird seine liturgische Feier erst morgen begangen.
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18.03.2006 07:45:45
Papst kommt nach Österreich: Erklärung der österreichischen Bischofskonferenz
(kath.net) Benedikt XVI. wird voraussichtlich im September 2007 nach Österreich kommen. Zumindest steht es schon in seinem Terminkalender, sagte der Vorsitzende der österreichischen Bischofskonferenz, Christoph Kardinal Schönborn, am Freitag. „Die Vorbereitungen haben schon begonnen“, erklärte er bei einer Pressekonferenz im Anschluss an die Frühjahrstagung der österreichischen Bischöfe. Vom Vatikan aus gebe es keine offizielle Bestätigung, der Termin sei jedoch vom Staatssekretariat eingetragen, bemerkte der Kardinal. Eine offizielle Bestätigung erfolge üblicherweise jedoch immer erst kurz vor dem Besuch. Benedikt XVI. habe ihm bei einer Audienz im Februar versichert, er wolle nach Mariazell kommen, berichtete er. „Die österreichischen Bischöfe freuen sich, dass die Einladung an Papst Benedikt XVI. nach Mariazell zum Hauptfest des Heiligtums am 8. September 2007 in die päpstliche Terminplanung für das kommende Jahr einbezogen worden ist“, heißt es in einer Erklärung der Bischöfe. Im Jahr 2007 feiert Mariazell den 850. Jahrestag der Gründung. „Die Anwesenheit des Heiligen Vaters wird die Impulse des Mitteleuropäischen Katholikentags und seiner ,Wallfahrt der Völker’ aufgreifen und vertiefen“, heißt es in der Erklärung. „In der Vorbereitung auf die Begegnung mit dem Heiligen Vater wird es darum gehen, den Menschen im Sinn der ,Botschaft von Mariazell’ Christus zu zeigen.“ - Lesen Sie die Erklärungen der österreichischen Bischofskonferenz nach ihrer Frühjahrsvollversammlung, wie sie auf dem neuen Webportal http://www.katholisch.at dokumentiert werden!
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18.03.2006 07:43:14
Josef von Nazareth - der treue Diener des Erlösers
Am 19. März feiert die Kirche das Hochfest des heiligen Josef, des Bräutigams der seligen Jungfrau und Gottesmutter Maria. Heuer wird dieses Hochfest wegen des 3. Fastensonntags auf den darauf folgenden Montag (20. März) verlegt und liturgisch gefeiert. Wir wollen dennoch an diesem 3. Fastensonntag anhand der Texte der Lesungen und des Evangeliums versuchen, die Gestalt dieses großen Heiligen, der als besonderer Schutzpatron der ganzen Kirche verehrt wird, etwas näher zu beleuchten und darzustellen. Maria und Josef waren gläubige Juden; sie hielten sich in allem an das Gesetz des Herrn, wie er es seinem Volk offenbart hatte. Ein Höhepunkt dieser Offenbarung erfolgte – wie wir in der ersten Lesung hören – auf dem Berg Sinai, wo Gott durch Mose dem Volk Israel die Gebote des Bundes übermittelte, den Gott mit seinem Volk geschlossen hat. Dieses Bundesgesetz hat als Kern die uns wohlbekannten „10 Gebote“, den „Dekalog“ (wörtlich: die „zehn Worte“). Weil Josef von Nazareth nach den Worten der heiligen Schrift ein gerechter Mann war (vgl. Mt 1,19), dürfen wir mit Sicherheit davon ausgehen, dass er in besonderer Weise den Geist des Bundesgesetzes in sein Herz aufgenommen hat und es verwirklicht hat. Er gab Gott in allem die Ehre und verwirklichte die Liebe zum Nächsten in beispielhafter Weise. Dies tat er als gläubiger Ehemann und Familienvater und als Mann der Arbeit. Auf diese Weise heiligte er den Alltag und schuf den Raum eines von Glaube und Liebe erfüllten familiären Lebens. - Lesen Sie mehr in der Predigt von Dr. Josef Spindelböck zum 3. Fastensonntag B!
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17.03.2006 07:21:25
Von der Notwendigkeit der Familie
(presse.kirche.at) Es sei eine wichtige Aufgabe für die Pfarren, jungen Familien Heimat und Stützte zu sein. Dies betonte Bischof DDr. Klaus Küng in seiner Predigt am Dienstag, dem 14. März beim Gottesdienst im Rahmen der Frühjahrskonferenz der Österreichischen Bischöfe in der Basilika am Sonntagberg. Bei nicht wenigen Problemen unserer Zeit finde sich die Lösung letztlich nur in Gott, wies Bischof Küng in seiner Predigt hin. Dies bewusst zu machen sei eines der größten Anliegen von heute. Dringlich sei, so der Bischof weiter, den Menschen das Ehesakrament wieder besser zu erklären, damit es auch verstanden werde. Wie er sagte, können Schwierigkeiten fast immer überwunden werden, wenn bei Auftreten von Problemen Christus gesucht, auf ihn gehört und auf ihn gebaut werde. Der Bischof wandte sich auch gegen den Vorwurf, die Kirche verkünde in Zusammenhang mit Ehe und Familie Ideale, die für viele eine Überforderung darstellen. Man übersehe dabei, so Bischof Küng, dass Gott gerade deshalb seinen Sohn gesandt hat, damit die Menschen trotz ihrer Schwächen und Schwierigkeiten es wagen können, zu dem Ja zu sagen, was Gott von ihnen erwarte. Der christliche Weg sei daher "ein realistischer Weg, bei dem die Begrenztheit unserer Kräfte und unserer Fehlerhaftigkeit mitbedacht ist", sagte er wörtlich. Wenn heute eine Familie konsequent christlich leben will, brauche sie Kontakt zu anderen christlichen Familien, sie bedürfe der Stärkung und benötige Anregungen und Hilfe. Es sei "heute und auch morgen" eine "große und wichtige Aufgabe für die Pfarren", jungen Familien beizustehen und ihnen Heimat und Stütze zu sein. Als wichtig bezeichnete der Bischof, die Ehepaare zur Bejahung von Kindern zu ermutigen. Die demografische Frage sei eines der schwerwiegendsten Probleme Europas, wies er hin. Die Erfahrung zeige, dass aber das Erwachen des Glaubens in den Herzen der Ehepaare auch ihre Großzügigkeit wecke und sie "Kinder als Reichtum und Schatz" erfahren lasse. Es sei daher eine wichtige Aufgabe der Kirche unserer Zeit, den Familien wieder Mut zum Kind zu machen. Dringlich sei es auch, so Bischof Küng, "Allianzen zu Gunsten der Familie, insbesondere der kinderreichen Familie zu suchen". „In Bezug auf Ehe und Familie warten große und dringliche Aufgaben auf ihre Verwirklichung. Eine Trendwende muss eingeleitet werden“, rief Bischof Küng abschließend auf. - Lesen Sie die Predigt von Bischof Küng in vollem Wortlaut!
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17.03.2006 07:18:45
Bald Imame beim österreichischen Bundesheer?
(orf.at) Das Verteidigungsministerium von Günter Platter (ÖVP) überlegt die Bestellung von islamischen Militärgeistlichen, wie Platters Sprecherin Michaela Huber am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur AP erklärte. Das Ministerium überlege den Schritt, da 3,5 Prozent der Wehrpflichtigen Moslems seien, so Huber. Die Einführung von Militärimamen sei im Sinne der Gleichbehandlung der Religionen geboten, unterstrich sie. Gegenwärtig finden sich im Bundesheer katholische und protestantische Militärgeistliche. Laut Huber gibt es zu den Plänen für Militärimame derzeit Verhandlungen mit Beamten des Verteidigungsministeriums und Vertretern von Moslems in Österreich. Bisher wurde für die Moslems im österreichischen Bundesheer nicht besonders viel getan. Es galt schon als Besonderheit, als im Jahr 2004 der erste islamische Gebetsraum des Bundesheeres in der Wiener Maria-Theresien-Kaserne eröffnet wurde. Die feierliche Übergabe des Gebetszimmers fand damals nach der Angelobung von Rekruten in der Kaserne statt, bei der erstmals nach 90 Jahren neben einem katholischen und einem evangelischen Geistlichen auch ein Imam das Wort ergriff. Das rund 40 Quadratmeter große Zimmer ist auf bis zu 60 Gläubige ausgerichtet: "Bei uns wird eng gebetet", erklärte Atila Külcü, der als Heeresangehöriger den Raum mitinitiiert hatte, gegenüber der APA. Der Gebetsraum ist im Wesentlichen für Rekruten gedacht, von denen momentan 60 in der Maria-Theresien-Kaserne Moslems sind. Der Raum mit Teppichboden und Vorhängen kann von den Gläubigen auch einfach zum Rückzug genutzt werden. "Wie eine normale Bibliothek", sagte Külcü. Entsprechende islamische Bücher sind jedenfalls vorhanden. Das System habe sich offenbar bewährt und soll auf das ganze Bundesheer ausgeweitet werden. Schon bei der Eröffnung des Gebetsraumes hatte sich Platter in einer Aussendung hocherfreut gezeigt.
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15.03.2006 17:40:06
Die Christen und der Islam
(kath.net) Christen sollten mehr Selbstkritik üben, ehe sie den Islam kritisieren, meinte der Salzburger Weihbischof Andreas Laun beim von „Kirche in Not“ organisierten Kongress „Treffpunkt Weltkirche“ in Augsburg. „Bei vielen Problemen Europas sollten die Christen fragen: Wo sind die Balken, die wir bei uns entfernen sollten?“ und nicht die Splitter beim anderen suchen. Denn: „Die Stärke des Islam in Europa ist die Schwäche der Christen.“ „Wenn wir beklagen, dass in muslimischen Ländern keine Mission möglich ist, dann sage ich: Machen wir es doch dort, wo es möglich ist! Ich kenne keine Diözese, wo versucht wurde, eine Muslim-Mission anzudenken.“ Andererseits beobachtet Laun bei Christen viel „Unsachlichkeit“ im Umgang mit dem Islam. Christen meinen, die „Liebe“ gegenüber dem Islam bestehe darin, „beide Augen ganz fest zu zu machen und nichts mehr zu hören“. Zum Teil gebe es eine naive Begeisterung, welche die Unterschiede verwischen wolle. Er wünsche sich, „dass die Christen die Augen aufmachen, das Gute sehen, dass sie aber auch wahrnehmen, wo Frauen unterdrückt werden und Gewalt vom Koran legitimiert wird.“ - Lesen Sie noch mehr zum Thema!
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15.03.2006 17:38:32
Ankündigung: Gedenkgottesdienst für + Kardinal Groer
Die Zisterzienserinnenabtei Marienfeld lädt Priester und Laien ein zur Mitfeier des
Gedenkgottesdienstes am 3. Jahrestag seines Heimgangs für + Hans Hermann Kardinal Groer am 24. März 2006 in der Abteikirche von Marienfeld, 2041 Maria Roggendorf. Hauptzelebrant des Gottesdienstes am Vorabend des Hochfestes Maria Verkündigung wird Dompropst KR Prälat Rudolf Trpin sein. Um 17.30 Uhr wird der Rosenkranz gebetet, um 18 Uhr ist die Feier der heiligen Messe mit anschließendem Gebet an der Grabstätte. - Homepage: www.kloster-marienfeld.at
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14.03.2006 18:32:35
Studenten-Rosenkranz mit dem Papst
(Kathpress) Via Satellitenschaltung hat Papst Benedikt XVI. mit tausenden Studenten und Professoren in 15 Ländern gemeinsam den Rosenkranz gebetet. An dem Simultan-Gebet am Samstagabend nahmen neben zahlreichen europäischen Universitätsstädten auch Gemeinden und Gruppen in mehreren afrikanischen Ländern sowie in den USA teil. Durch die Gebetsverbundenheit könne die Gemeinschaft unter der jungen Generation wachsen, sagte der Papst, der die Feier von der vatikanischen Audienzhalle aus leitete. Anlass der Marienvigil war der IV. Europäische Studententag, der jeweils vom "Rat der Europäischen Bischofskonferenzen" (CCEE) organisiert wird. Das Thema des Tages lautete diesmal "Christlicher Humanismus - Weg für eine neue Zusammenarbeit zwischen Europa und Afrika". Nach dem Gebet übergab Benedikt XVI. einigen Studierenden symbolisch seine Enzyklika "Deus Caritas est" (Gott ist die Liebe). Die Wahrheit über die Liebe Gottes als Ursprung und Ziel der Geschichte sei in Jesus Christus offenbart worden und Grundlage aller christlichen Weisheit, unterstrich der Papst. Eine von der Liebe durchdrungene Kultur könne zum Wachsen einer gerechteren und friedlicheren Welt beitragen, so Benedikt XVI. Abschließend lud der Papst die jungen Leute zum Auftakt des diesjährigen Weltjugendtags (der disloziert in den Diözesen in aller Welt gefeiert wird) zur ideellen Teilnahme an der Palmsonntagsfeier am 9. April auf dem römischen Petersplatz ein. An diesem Tag wolle er das Weltjugendtagskreuz aus Köln in Empfang nehmen und des Todes von Johannes Paul II. vor einem Jahr gedenken. Der 21. Weltjugendtag wird am Palmsonntag unter dem Motto "Dein Wort ist meinem Fuß eine Leuchte, ein Licht für meine Pfade" dezentral gefeiert. An der Gebetsvigil beteiligten sich per Satellitenschaltung Studierende in Dublin, Fribourg, Madrid, München, Salamanca, St. Petersburg und Sofia mit Gebeten und Lesungen. Erstmals waren auch afrikanische Hochschulgemeinden in Nigeria, Kenia, Madagaskar und Cote d'Ivoire zugeschaltet. Die Verbindungen erfolgten über TV-, Radio- und Internet-Links.
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13.03.2006 18:10:50
Der Mensch als Krone der Schöpfung
Was ist der Mensch, dass du an ihn denkst? Zu diesem Thema hielt Kardinal Christoph Schönborn am Sonntagabend die sechste Katechese der Reihe "Schöpfung und Evolution". Inhalt des Vortrags war die Frage, ob der Mensch "die Krone der Schöpfung" sei. "Der Mensch - Krone der Schöpfung". Das klingt für viele heute wie eine hochmütige Selbstüberschätzung des Menschen, so Kardinal Christoph Schönborn. Die moderne Wissenschaft habe diesen Mythos abgeschafft, sind viele überzeugt - der Menschen sei entthront. Dennoch stelle sich auch im dritten Jahrtausend die Frage "Ist der Mensch innerstes Ziel des gigantischen Werdeprozesses der Welt oder ein Etwas, das an den Rand des Universums gedrängt wurde?" Fest stünde lediglich, dass der Mensch jener Punkt des Universums sei, in dem sich das Universum gedanklich widerspiegeln könne. Alle großen Fragen der Menschenwürde und der Menschenrechte würden um diese Fragen kreisen, so Kardinal Christoph Schönborn. Jedenfalls dürfe man ihr nicht durch ein Gegeneinander der Religion und der Wissenschaft begegnen, sondern nur in einem gemeinsamen Bemühen des Denkens, Forschens und Glaubens. - Lesen Sie mehr auf stephanscom.at!
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13.03.2006 18:03:42
kreuz.net - Die Hintergründe
(news.stjosef.at) Mit der Zeit kommt etwas Licht in die immer noch anonym verantwortete Internetplattform kreuz.net. Diese ist seit Ende Oktober 2004 in Betrieb. Das fehlende bzw. irreführende Impressum verweist auf eine möglicherweise gar nicht existierende Adresse in den USA: „Sodalicium for ‘Religion and Information’, 1018 E. Mariposa Ave, El Segundo, CA 90245-3114 U.S.A.“ Nach Eigendefinition der Betreiber sei kreuz.net „die Initiative einer internationalen privaten Gruppe von Katholiken in Europa und Übersee, die hauptberuflich im kirchlichen Dienst tätig sind. kreuz.net akzeptiert ohne Namen eingereichte Informationen und betrachtet es als Ehrensache, die strikte Anonymität seiner Informanten zu wahren.“ Die durch die Tendenz vieler Beiträge auf kreuz.net schon bisher genährten Vermutungen, dass die Betreiber von kreuz.net in maßgeblicher Weise mit der Priesterbruderschaft St. Pius X. verbunden sein könnten, scheinen sich nun zu bestätigen. Auf kreuz.net findet sich seit kurzem ein Verweis zum „Tradi-Tratsch“. Dieser ist ein Diskussionsforum und nennt sich kreuzforum.net. Das Forum ist farblich verändert in ähnlichem Design wie kreuz.net gestaltet. Dort will man, nach Eigendefinition von Administrator „Marcel“, „eine Plattform für den Gedankenaustausch von Katholiken, die sich an der ganzen christlichen Lehre orientieren, wie sie die eine, heilige, apostolische, römisch-katholische Kirche seit über 1900 Jahren unverfälscht überliefert“, anbieten. Insbesondere gelten folgende Regeln: „Man propagiere keine unkatholischen Ideologien, wie z.B. Freimaurerei, Modernismus, Liberalismus, Sedisvakantismus, Atheismus, Sodomie, usw., und versuche auch nicht, Unwahrheiten als Tatsachen zu verkaufen.“ Und dann folgt das entscheidende Bekenntnis: „Die Moderatoren wissen sich geistig verbunden mit dem Flaggschiff der katholischen Tradition in dieser wohl größten Kirchennotzeit der Geschichte, dem Erzbischof Marcel Lefebvre und seinem Werk, der 1970 kanonisch errichteten Priesterbruderschaft St. Pius X., sind jedoch von dieser unabhängige Laien.“
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12.03.2006 16:04:52
98 Jahre alt und 75 Jahre Priester Jesu Christi
(dersonntag.at) So Gott will, feiert der Heiligenkreuzer Zisterzienser P. Cornelius Steffek am 19. Juli ein äußerst seltenes Fest: Er ist dann seit 75 Jahren Priester. Am 19. Juli 1931 weihte Kardinal Gustav Piffl den Zisterzienser P. Cornelius Viktor Steffek OCist zum Priester. Als der 23jährige aus dem Stift Heiligenkreuz vor dem Wiener Erzbischof sein ”Adsum“ (”Ich bin bereit“) sprach, regierte in Österreich Bundeskanzler Karl Buresch, das Amt des Landwirtschaftsministers übte Engelbert Dollfuß aus. Der Wiener Erzbischof hieß Kardinal Gustav Piffl. Im Mai 1931 hatte Papst Pius XI. die Enzyklika ”Quadragesimo anno“ veröffentlicht. Siebeneinhalb Jahrzehnte später sprach die Wiener Kirchenzeitung ”Sonntag“ mit dem bald 98jährigen Zisterzienser über die Gnade, ”als Priester seit 75 Jahren Gott und den Menschen dienen zu dürfen“. Ein Jubiläum, für das noch keine Bezeichnung erfunden ist. ”Ich wurde am 19. Mai 1908 in Niepolomice in Galizien geboren“, erzählt P. Cornelius, ”nicht weit entfernt von Wadowice, der Heimat von Papst Johannes Paul II.“. Niepolomice war Karol Wojtylas erste Kaplanstelle. ”Mein Vater war beim Ulanen-Regiment, er war evangelisch, sagte aber meiner Mutter zu, dass die Kinder katholisch erzogen werden.“ 1925 lernte der junge Steffek mit anderen Studenten das Stift Heiligenkreuz kennen, 1926 ist er eingetreten. Sein Vater konvertierte später zum katholischen Glauben, als junger Priester konnte ihm P. Cornelius ”die erste hl. Kommunion reichen“. Gerührt erzählt der 98jährige von seinem Vater: ”Er brachte mir durch sein Wesen Gott als Vater näher: Er war streng und gütig zugleich...“ Nach Kaplansjahren in St. Valentin bei Gloggnitz, Heiligenkreuz und im Wiener Neustädter Neukloster wurde er 1939 bis 1952 Pfarrer in Gaaden. 1952 bis 1957 wirkte er in Trumau, dann weitere 24 Jahre in Alland als Pfarrer. 1981 kehrte er ins Stift zurück. Die dramatischsten Augenblicke seines Lebens betreffen die Jahre 1944 und 1945. Am 17. Februar 1944 wurden P. Cornelius Steffek, Johann Ruggenthaler und P. Joseph Zeininger verhaftet. ”Steffek, Ruggenthaler und Zeininger waren bereits wiederholt staatspolitisch in Erscheinung getreten“, heißt die lapidare Begründung. ”Die eine Erscheinung war die“, lacht P. Steffek im Rückblick, ”dass ich den 30 Burschen in Wiener Neustadt eine Bibelstunde gehalten habe...“ Vom 17. Februar 1944 bis Herbst 1944 saß der Ordensmann aus Heiligenkreuz im Polizeigefängnis, anschließend bis zum 6. April 1945 im Landesgericht Wien als politischer Gefangener. ”Bevor die Russen kamen, sind wir freigelassen worden“, schildert P. Cornelius mit Tränen in den Augen: ”Ich ging zu Fuss zurück in die Pfarre, halb verhungert, aber voll Freude, in die Heimat zurückkommen zu können...“ - Link: www.stift-heiligenkreuz.at
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12.03.2006 16:01:26
Bischöfe beraten über Ehe und Familie
(Kathpress) Das Thema Ehe und Familie steht im Mittelpunkt des Studientags der Österreichischen Bischofskonferenz am Montag auf dem Sonntagberg (Niederösterreich). Beim Studientag geht es um drei Themen: Ehevorbereitung, Familienpastoral in den Pfarren (Ehe- und Familienbegleitung), Partnerschafts- und Sexualerziehung in Familien, Jugendgruppen und Schulen. Die Stärkung von Ehe und Familie ist ein zentrales Anliegen der Kirche, betont "Familien-Bischof" Klaus Küng. Der Studientag soll einen Anstoß für einen verstärkten Einsatz der Kirche für Ehe und Familie geben. Grundlage des Studientages sind von der Familienkommission erarbeitete Leitbilder für die drei Bereiche. Insbesondere bei der Erarbeitung der Konzepte für die Ehevorbereitung und für die Familienpastoral in den Pfarren fand ein mehrjähriger Diskussionsprozess statt, an dem die diözesanen Familienreferate beteiligt waren. Zu den Referenten beim Studientag zählen der Leiter des Instituts für Ehe und Familie, Günter Danhel, der Wiener Diözesanfamilienseelsorger und Dechant Bernhard Mucha und der Laientheologe Prof. Michael Waldstein. Beim Abendgespräch berichten drei Ehepaare, die in verschiedenen kirchlichen Gemeinschaften engagiert sind, über ihre Erfahrungen im Bereich von Ehevorbereitung, Familienpastoral und Partnerschafts- und Sexualerziehung. Die Österreichische Bischofskonferenz wird bei ihrer Frühjahrsvollversammlung, die am Dienstagmorgen auf dem Sonntagberg beginnt, aus den Ergebnissen des Studientags Konsequenzen ziehen und Entscheidungen treffen, um den Einsatz der Kirche für Ehe und Familie zu intensivieren.
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12.03.2006 15:55:06
Erste Schritte zur Kurienreform
(kath.net/RV) Papst Benedikt XVI. hat eine lange erwartete Kurienreform gestartet wie "Radio Vatikan" berichtet. Am Ende der einwöchigen Fastenexerzitien gab der Vatikan am Samstag, dem 11.02.2006, die Zusammenlegung mehrerer päpstlicher Räte bekannt. Demnach geht der Rat für die Migrantenpastoral „vorläufig“ im Rat für Gerechtigkeit und Frieden auf. Als Präsident des Rates bestätigte Benedikt den italienischen Kardinal Renato Raffaele Martino. Gleichzeitig nahm er den altersbedingten Rücktritt des bisherigen Präsidenten des Rates für Migrantenpastoral, des Japaners Stephen Fumio Hamao, an. Die zweite Zusammenlegung betrifft den Rat für den interreligiösen Dialog und den Kulturrat, „im Sinn eines intensiveren Dialoges mit Kulturschaffenden und Exponenten der verschiedenen Religionen“, wie es in der Mitteilung heißt. Präsident des neuen Rates für den interreligiösen Dialog wird der französische Kardinal Paul Poupard, der bisher den Kulturrat leitete. Den britischen Erzbischof Michael Fitzgerald hatte Papst Benedikt vor kurzem von der Spitze des Rates für den interreligiösen Dialog abberufen und als Nuntius in Ägypten eingesetzt. Auch diese Zusammenlegung ist laut der Vatikan-Mitteilung "vorläufig".
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11.03.2006 06:53:08
Nuntius Scquicciarini hat die Kirche Österreichs geliebt
(stephanscom.at) Nuntius Donato Squicciarini hat es verstanden, nicht nur als Repräsentant des Heiligen Stuhls, sondern in erster Linie als Seelsorger zu wirken", betonte Kardinal Christoph Schönborn am Freitagmittag, 10. März 2006, in der Gedenkmesse für den verstorbenen früheren Apostolischen Nuntius in Österreich (1989-2002) im Wiener Stephansdom. Erzbischof Donato Squicciarini sei mit dem Dom, dem "steingewordenen Bekenntnis des Glaubens", wie mit vielen Innenstadtkirchen, in denen man ihm als "einfachen Beter" begegnen konnte, vertraut gewesen, so Kardinal Schönborn. Bischöfe und Weihbischöfe konzelebrierten den Gedenkgottesdienst für Nuntius Squicciarini. "Ich glaube sagen zu können, er hat Österreich geliebt", gab sich der Wiener Erzbischof überzeugt. Dass er Titularerzbischof von Tiburnia in Kärnten gewesen ist, habe ihn besonders gefreut. "Er war ein aufrichtiger Freund unseres Landes und das was Kardinal König in dem Buch 'Dialog in Wahrheit und Liebe' als idealen Nuntius beschrieben hatte: Ein Vermittler zwischen den Ortskirchen und Rom", erklärte Kardinal Schönborn. - Lesen Sie mehr im Bericht auf stephanscom.at!
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11.03.2006 06:45:14
Wenn Gott für uns ist, wer ist dann gegen uns?
Überaus trostvoll sind die Worte, die wir in der 2. Lesung dieses Sonntags hören. Im Brief des Apostels Paulus an die Römer heißt es: „Wenn Gott für uns ist, wer ist dann gegen uns?“ Es lohnt sich, darüber nachzudenken, was es heißt, dass Gott auf unserer Seite steht und unser Bestes will für Zeit und Ewigkeit. Der moderne Mensch macht mitunter die Erfahrung, dass er einerseits sehr vieles hat und besitzt, was sein Leben angenehmer und leichter macht, und dass er andererseits oft alleingelassen ist, was die tiefsten Fragen seines Lebens betrifft. Wissenschaft und Technik machen vieles möglich: Es gibt Fortschritte und neue Entwicklungen, für die wir dankbar sind. Die eigentlichen Themen des Menschseins werden dadurch aber nicht angesprochen und einer Lösung zugeführt. Sie lauten: Woher komme ich? Wohin gehe ich? Wozu bin ich auf Erden? Was hat mein Leben für einen Sinn? Gibt es ein Leben nach dem Tod? Welchen Sinn hat das Leid? Warum gibt es das Böse? Und ähnlich. Die österliche Bußzeit (Fastenzeit) möchte uns fähig und bereit machen, dass wir uns zur Beantwortung dieser Fragen erneut Christus zuwenden, dem Sohn Gottes. - Lesen Sie mehr in der Predigt zum 2. Fastensonntag 2006 von Dr. Josef Spindelböck!
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10.03.2006 12:27:15
Gibt es noch heilige Räume?
„In den letzten Monaten wurden katholische Kirchen in zunehmendem Maße für Veranstaltungen zum Valentinstag, Weinproben oder Tanzdarbietungen (sog. Fastnachtsmessen) genutzt“, schreiben die Verantwortlichen des „Netzwerks katholischer Priester“ und laden „ zu einer kritischen Auseinandersetzung mit diesen Phänomenen ein“. Dabei will man „nach den pastoralen und kanonistischen Grenzen für solche Aktivitäten innerhalb von sakralen Räumen“ fragen. „Eingeladen sind Priester, Diakone und Priesteramtskandidaten, die sich in ihrer Amtsführung unzweideutig an der katholischen Lehre und Rechtsordnung orientieren wollen.“ Regionalkonveniat der Region Mitte/Süd: Montag, 03.04. 2006, 15.00 Uhr, Pfarrei St. Bartholomäus, Kirchstr. 4, 55276 Oppenheim, Anmeldungen unter: Netzwerk katholischer Priester, Hochstr. 23, 64367 Mühltal, Fax: 06151/144480, Internet www.priesternetzwerk.net
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10.03.2006 12:23:52
"Aufbruchskampagne" in Diözese St. Pölten gestartet
(presse.kirche.at) Eine Kampagne, Gottes Botschaft den Menschen im Alltag nahe zu bringen, hat die Diözese St. Pölten gestartet. Die Kampagne soll in ihrer ersten Phase auf über 500 Werbeflächen im Bereich der Diözese St. Pölten bis Mitte April laufen. „Die Grundidee ist, den Menschen bewusst zu machen, Gott ist immer da, er ist den Menschen überall nahe“, sagte Bischof DDr. Klaus Küng bei der Präsentation der Kampagne im NÖ Landhaus in St. Pölten. „Wenn wir Augen und Ohren dafür haben und unser Herz wach ist, können wir entdecken, dass Gott uns nahe ist“, ergänzte er. Diese Aktion möchte einen Impuls geben, sich mit den existentiellen Fragen des Lebens auseinanderzusetzen. Zu den verschiedenen Texten und Formen dieser Werbung, die auf Plakaten, im Internet, auf City-lights und in einer späteren Phase auch per SMS erfolgen wird, meinte der Bischof: „Es ist ein buntes Konzert, auch ein kleines Abenteuer, auf das ich mich eingelassen habe. Aber überall steht die zentrale Wirklichkeit Gott im Mittelpunkt“. Zum Erfolg gefragt, meinte er, dass dieser schwer messbar sei. Es gebe bei jedem Menschen eine persönliche und subjektive Komponente. Er sei zuversichtlich, dass diese durch diese Aktion angesprochen werden. Sein „Lieblingsmotiv“ der Kampagne sei das Hauptmotiv mit dem Text „Ich will dir nahe sein - Gott“. Altlandeshauptmann HR Mag. Siegfried Ludwig ist „von dieser Aktivität der Diözese begeistert“ und meint, dass man im Leben immer wieder das Gespräch über den Glauben führen soll. Diese Aktion sei ein guter Impuls dafür. Projektleiter Dr. Bernhard Augustin erläutert die Vorbereitung und Durchführung dieser Aktion, die bis Mitte April auf über 500 Werbeflächen im Bereich der Diözese St. Pölten sowie auf City-lights und in Inseraten aufscheinen wird. Über die diözesane Homepage (www.dsp.at) gebe es bis Ostermontag, 17. April auch einen täglichen Bibelspruch. Zu den Kosten erklärte Augustin, dass die Kampagne einen kommerziellen Gegenwert von etwa 450.000 Euro habe, aber durch verschiedene Träger und Firmen für die Diözese kostenfrei sei. - Link: Aufbruchskampagne.
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10.03.2006 12:22:20
"echt kryptisch" - erste Jugendkatechese mit Bischof Ludwig Schwarz
(Diözese Linz) „Die Welt ist bestimmt von Geiz. Dahinter steckt die Angst der Menschen, dass sie im Teilen das Leben verlieren könnten. Der Werbeslogan Geiz ist geil spielt mit dieser Angst und verstärkt sie“, so beschreibt der Linzer Diözesanbischof bei der 1. Jugendkatechese in der Krypta des Linzer Mariendomes die Ausgangssituation. „Geiz nicht – teil! können wir aus dem Evangelium herauslesen, wenn wir auf die Geschichte vom barmherzigen Samariter schauen. Dort sehen wir, was es heißt, das Leben zu teilen und sich um den anderen anzunehmen, ja für den Fremden zu sorgen, bis er wieder gesund ist“, gibt der Bischof als Antwort auf die heutige Situation zu bedenken. Der Bischof erinnert an den Heiligen Martin und meint: „Er hielt an, blieb beim Bettler stehen, er nahm ihn wahr und teilte dann seinen Mantel mit ihm.“ Bischof Ludwig erzählte auch vom Heiligen Giuseppe Benedetto Cottolengo, dem italienischen Apostel der Nächstenliebe, der im Vertrauen auf die göttliche Vorsehung ein Krankenhaus für die Ärmsten in Turin errichtet hat. In diesem Vertrauen hat er immer die nötige Hilfe von den Mitmenschen bekommen, damit er den Ärmsten helfen kann. Es ist ihm sogar etwas übrig geblieben und das hat er dann beim Fenster hinausgeworfen für die Ärmsten. „Das Teilen macht reich“, meinte der Bischof zu den Jugendlichen: „Denn wer sein Leben in egoistischer Weise liebt, wird es verlieren. Wer es aber liebend teilt wie Jesus Christus es geteilt hat, der wird es gewinnen.“ Der tiefste Grund unseres Lebens ist die Liebe. „Das Motiv, warum wir leben, ist die Liebe und nicht der Zufall. Jeder Mensch hat ein großes Ziel, denn Gott hat jeden einzelnen in seine Hand geschrieben so wie wir vielleicht den Namen eines geliebten Menschen in unsere Hand schreiben.“ Mit Beispielen aus der eigenen Kindheit untermauerte der Bischof die Erfahrung des Teilens.
Zum Abschluss des Abends gab Bischof Ludwig den jungen Menschen noch mit: „Unser Leben kann gelingen, wenn wir es aus der Liebe gestalten und bereit sind zum Teilen. Am Ende des Lebens wird uns der gnädige Richter nur die eine Frage stellen: Was habt ihr den Geringsten eurer Schwestern und Brüder getan?“ Mit einem kräftigen Applaus bedankten sich die Jugendlichen beim Bischof für den Abend. Dieser gab den Dank weiter an die Vorbereitungsgruppe der Katholischen Jugend, die zum Abschluss zur Agape einlud.
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09.03.2006 14:46:56
kathpedia.com
Seit kurzem gibt es unter der Adresse www.kathpedia.com ein neues Dokumentationsprojekt zur Darstellung des katholischen Glaubens im Internet. Primär sind katholische Christen zur aktiven Mitarbeit eingeladen. Richtschnur in allen Zweifelsfällen sind die kirchlichen Lehrdokumente, insbesondere der Katechismus der Katholischen Kirche sowie das Kompendium des Katechismus. Das Projekt wird von verschiedenen Katholiken aus dem deutschen Sprachraum getragen und soll ein „katholisches Wikipedia“ werden. Eigentümer der Website ist der Verein 'KATH.NET' in Linz. - www.kath.net , www.kathpedia.com
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09.03.2006 14:43:21
Revision der Einheitsübersetzung schreitet voran
(dbk.de/news.stjosef.at) Der Bischof von Erfurt, Dr. Joachim Wanke, gab bei der Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz vom 6.–9. März 2006 in der Bundeshauptstadt Berlin einen Bericht über den Beginn der Revision der Einheitsübersetzung der Bibel gegeben. Die Revision erfolgt auf der Grundlage der von der Deutschen Bischofskonferenz, der Österreichischen Bischofskonferenz, der Schweizer Bischofskonferenz, der Erzbischöfe von Luxemburg, Straßburg und Vaduz sowie der Bischöfe von Bozen-Brixen und Lüttich geschlossenen Herausgebervereinbarung. Ende Januar ist das Bischöfliche Leitungsgremium, dem Erzbischof Dr. Alois Kothgasser SDB (Salzburg), Bischof Dr. Wilhelm Egger (Bozen-Brixen), Bischof Dr. Joachim Wanke (Erfurt) und Weihbischof Martin Gächter (Basel) angehören, zu einer konstituierenden Sitzung zusammengekommen. Als Vorsitzender wurde Bischof Dr. Egger, als Stellvertretender Vorsitzender Bischof Dr. Wanke gewählt. Auch die Gruppe der an der Revision mitwirkenden Exegeten und Exegetinnen steht nun fest. Bei einer Auftaktveranstaltung am 9./10. Februar in Würzburg wurden die Aufgaben, die Arbeitsstruktur und die Verfahrensweise der Revision geklärt. Erste Revisionsergebnisse werden bereits im Juli 2006 erwartet, ein Abschluss der Revision wird für das Jahr 2008 angestrebt. Erwähnt wurde auch die Arbeit an weiteren „Büchern der Kirche“, die gegenwärtig – ebenfalls im Zusammenwirken mit den anderen Bischofskonferenzen des deutschen Sprachgebiets – vonstatten geht. Die Bischöfe haben in diesen Tagen entsprechende Berichte über die Übersetzung der 3. Auflage des Missale Romanum (Römisches Messbuch) sowie über die Vorbereitung eines neuen Gemeinsamen Gebet- und Gesangbuchs (GGB) entgegengenommen. Auch diese beiden Projekte werden in den kommenden Jahren weiter verfolgt. Ein voraussichtlicher Abschluss wird in etwa drei Jahren erwartet. - Lesen Sie den Pressebericht der Bischöfe im Wortlaut!
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08.03.2006 17:14:01
Abtreibungsverbot in South Dakota / USA
(Kathpress) Im US-Bundesstaat South Dakota gilt künftig ein grundsätzliches Abtreibungsverbot. Gouverneur Mike Rounds hat einen Gesetzentwurf unterzeichnet, der für beteiligte Ärzte bis zu fünf Jahre Haft vorsieht. In Mississippi ist ein gleich lautendes Gesetz in Vorbereitung. Ziel der Gesetzesinitiativen ist es, das Thema erneut vor den Obersten Gerichtshof der USA zu bringen. Dort sehen Abtreibungsgegner nach der jüngsten Berufung zweier neuer Höchstrichter nun Chancen, das landesweite Grundsatzurteil zur Liberalisierung der Abtreibung ("Roe versus Wade") aus dem Jahr 1973 zu kippen. Das neue Gesetz in South Dakota sieht keine Ausnahmeregelungen vor, etwa bei Schwangerschaft nach einer Vergewaltigung, in Folge von Inzest sowie bei der Gefährdung der Gesundheit der Mutter. Nur wenn das Leben der Frau bedroht ist, soll eine Abtreibung genehmigt werden können. In den USA entscheiden sich jährlich 1,3 Millionen Frauen für eine Abtreibung. Die beiden katholischen Bischöfe von South Dakota, Blase Cupich (Diözese Rapid City) und Samuel Aquila (Apostolischer Administrator von Sioux Falls) begrüßten das neue Gesetz als Erfolg der Bemühungen der Pro-Life-Bewegung. Beide betonten aber auch, dass Gesetze immer nur ein Teil des Einsatzes für die Schaffung einer "Kultur des Lebens" sein können. Es gehe ebenso sehr um eine "Umwandlung der Herzen und des Denkens unserer Mitbürger". Die Erkenntnis solle sich durchsetzen, "dass jedes menschliche Leben ein Geschenk ist".
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08.03.2006 17:09:08
Bischof von Genf-Fribourg leitet Glaubenskatechesen
Der Bischof von Fribourg/Schweiz gründet eine „Kathedralschule“. Anhand des „Kompendiums des Katechismus der Katholischen Kirche“ sollen die wesentlichen Glaubensinhalte in einer Form aufbereitet werden, die auch Erwachsenen weiterhilft bei der Entfaltung ihres Glaubenswissens. Bischof Genoud wird diese Glaubensunterweisungen (Katechesen) selber halten, da es eine der Hauptaufgaben des Bischofs sei, Lehrer des Glaubens zu sein, wie er betont. Die öffentlichen Katechesen finden jeweils am vierten Sonntag des Monats in der Kathedrale St. Nikolaus statt, und zwar im Rahmen der feierlichen Sonntagsvesper des Domkapitels von 17 Uhr bis 18.30. Inspiriert hat den Bischof insbesondere der heilige Apostel Paulus, der für die Verkündigung des Evangeliums konsequent alle Möglichkeiten genutzt habe. – Weitere Informationen im Bericht der Nachrichtenagentur KIPA.
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07.03.2006 07:03:19
Papstansprache vor der Akademie für das Leben
Benedikt XVI. hat anläßlich der Vollversammlung der Päpstlichen Akademie für das Leben eine Ansprache gehalten, die von der Zeitung "Die Tagespost" auch online auf Deutsch dokumentiert wird. Unter anderem stellte der Papst fest: Dem Menschen ist in der Tat eine höchste Würde gegeben, die ihren Ursprung in der innigen Verbindung hat, die ihn mit ihrem Schöpfer vereint: im Menschen, in jedem Menschen, in jedem Abschnitt und in jedem Zustand seines Lebens, erstrahlt ein Widerschein der göttlichen Wirklichkeit. Daher hat das Lehramt der Kirche stets die Heiligkeit und die Unverletzlichkeit jedes menschlichen Lebens, von seiner Empfängnis bis zu seinem natürlichen Tod (vgl. Evangelium vitae, 57) verkündet. Dieses moralische Urteil gilt bereits zu Beginn des Lebens eines Embryos, noch vor seiner Einnistung im mütterlichen Schoß, in dem er neun Monate lang, bis zu seiner Geburt, behütet und ernährt werden wird. "Das menschliche Leben ist in jedem Augenblick seiner Existenz, auch in jenem Anfangsstadium, das der Geburt vorausgeht, heilig und unantastbar" (ibid., Nr. 61).
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