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02.05.2006 17:17:54
Schismatische Bischofsweihe in China
Der Bischof von Hongkong, Kardinal Joseph Zen Ze-kiun, hat sich für einen Abbruch der diplomatischen Gespräche zwischen dem Vatikan und Peking ausgesprochen, meldet Kathpress. Der Dialog könne nicht weitergeführt werden, da sonst der Eindruck einer Kapitulation der Kirche entstehe, sagte Zen der in Hongkong erscheinenden Tageszeitung "South China Morning Post" am Dienstag. Am Wochenende hatte die "Patriotische Vereinigung" (PACC) gegen den Willen des Heiligen Stuhls den Priester Ma Yinglin zum Bischof von Kunming in der Provinz Yunnan (Südwestchina) weihen lassen. Zen bezeichnete dieses Vorgehen als Affront, der jedem Geist des Dialogs widerspreche. Ma Yinglin, der bisher Sekretär des "patriotischen" Bischofsrates war, hatte selbst gebeten, von der Bischofsweihe abzusehen, weil er nicht ohne Zustimmung des Heiligen Stuhls geweiht werden wollte. Der Generalsekretär der PACC, Anthony Liu Bai-nian (ein Laie), soll aber auf der Weihe bestanden haben. Liu gilt als der eigentliche Gegner einer Aussöhnung zwischen Peking und dem Heiligen Stuhl. Der Heilige Stuhl bemüht sich seit längerem um eine Annäherung an Peking, erwartet aber umfassende Religionsfreiheit auch für die Katholiken.
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02.05.2006 17:11:19
Programm der Theologischen Sommerakademie in Aigen
Der „Linzer Priesterkreis“ veranstaltet von 28. - 30. August 2006 bereits die 18. Internationale Theologische Sommerakademie in Aigen im Mühlkreis. Das Generalthema lautet diesmal: „Werk und Vermächtnis Papst Johannes Pauls II.“ Unter den Referenten befinden sich Dr. Dr. Ignaz Steinwender, der sich der Biographie Johannes Pauls II. annimmt. Prof. Dr. P. Gerhard WInkler OCist widmet sich dem Thema der göttlichen Barmherzigkeit beim verstorbenen Papst; Dr. Peter Christoph Düren stellt die Enzykliken Johannes Pauls II. vor. Marian Kardinal Jaworski aus Lemberg spricht über die Wertung von Vernunft und Aufklärung bei Papst Johannes Paul II.; Prof. Dr. Wolfgang Ockenfels untersucht die Soziallehre bei Papst Johannes Paul II.; Prof. Dr. Anton Ziegenaus referiert über „Totus tuus - Maria in Leben und Werk Papst Johannes Paul II.“; Prälat Prof. Dr. Walter Brandmüller spricht über den Papst und die Wende im Osten. Weihbischof Prof. Dr. Andreas Laun stellt sich dem Thema der Begegnung Johannes Pauls II. mit den anderen Religionen. Bei der Tagung ist auch der Diözesanbischof von Linz, Dr. Ludwig Schwarz, anwesend und wird eine Messe feiern sowie die Predigt halten. Nicht mehr dabei ist der eigentliche geistliche Mentor, der verstorbene Kardinal Leo Scheffczyk. - Weitere Informationen auf der Homepage: www.theol-sommerakademie.com
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01.05.2006 18:42:37
Präsentation des Kompendiums der Soziallehre der Kirche
(presse.kirche.at) Am Donnerstag, 4. Mai, 19 Uhr, wird der neue "Sozialkatechismus" im Bildungshaus St. Hippolyt in St. Pölten präsentiert. Dieser wendet sich an „Katholiken und an alle, die in einen Dialog um das Wohl des Menschen eintreten wollen“. Mit dem Kompendium deklariert die katholische Kirche die Soziallehre als Teil ihres Verkündigungsauftrages und stellt sie gleichrangig neben die Morallehre. An der Präsentation nehmen teil: Diözesanbischof DDr. Klaus Küng, LAbg. Dr. Martin Michalitsch, Mag. Renate Gamsjäger, Stadträtin für Gesundheit und Soziales; Dr. Paloma Fernández de la Hoz, Kath. Sozialakademie Österreich; Dr. Walter Feninger, SOMA (Sozialmarkt) St. Pölten; Kpl. Franz Sieder, Betriebspastoral Ybbs- und Erlauftal. - Titelangaben: Päpstlicher Rat für Gerechtigkeit und Frieden (Hrsg.), Kompendium der Soziallehre der Kirche, Aufl./Jahr: 1. Aufl. 2006, Verlag Herder, ISBN 3-451-29078-2.
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01.05.2006 18:36:22
Mariazell hat zwei Bischöfe als neue Ehrenbürger
(ORF Online) Der Wallfahrtsort Mariazell hat seit Montag zwei neue Ehrenbürger: Den Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn und der steirische Diözesanbischof Egon Kapellari. Die Ehrenbürgerschaft wurde den beiden bei einer Festmesse in der Basilika verliehen. In seiner Dankesrede mahnte der Kardinal in Anlehnung an die Feiern am heutigen 1. Mai zu mehr Solidarität, auch in Krisenzeiten. Als Begründung für die Verleihung der Ehrenbürgerschaft wird das Engagement von Diözesanbischof Egon Kapellari und Kardinal Christoph Schönborn für Veranstaltungen wie etwa die Wallfahrt der Völker 2004 hervorgehoben. In seiner Dankesrede betonte Kardinal Schönborn die Wichtigkeit von Solidarität, auch in Krisenzeiten. "Skandale sollten niemanden freuen, ob sie in der Kirche oder irgendeinem Teil in der Gesellschaft geschehen. Sie schaden allen, weil sie das Gemeinwohl verletzten, das für jede Gesellschaft die Grundlegende Voraussetzung - das wertvollste Gut - darstellt. Und dem sich alle verpflichtet wissen sollen, damit es möglichst vielen gut geht“, so Schönborn. Das Engagement der neuen Ehrenbürger ist auch in Zukunft gefragt, zum Beispiel bei der Vorbereitung der Jubiläumsfeier 850 Jahre Mariazell 2007. - Lesen Sie auch den ausführlichen Bericht auf stephanscom.at!
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30.04.2006 18:03:11
Savonarola - ein Ketzer oder ein Prophet?
In einem interessanten Essay ("In die Feder geschrieben: Ein Dominikaner von heute versetzt sich in Savonarola") befaßt sich P. Max Cappabianca OP auf Radio Vatikan mit einem berühmten Angehörigen des Dominikanerordens: mit dem Ordensreformer und Bußprediger Hieronymus Savonarola. Bis heute ist sein Wirken umstritten: Einerseits bekehrte er durch seine Predigten viele Menschen, andererseits ging er mit unerbittlicher Härte und Strenge gegen Widersetzliche vor, was zum Vorwurf eines "geistlichen Terrorismus" führte. Obwohl er als Ketzer verurteilt und verbrannt wurde, gibt es heute Bestrebungen, ihn selig zu sprechen.
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30.04.2006 17:46:47
Papst betont Glauben an die Auferstehung Christi
(Radio Vatikan)Papst Benedikt XVI. hat heute beim Regina-Coeli-Gebet die zentrale Bedeutung der Wiederauferstehung Jesu für das Christentum betont. In der Vergangenheit sei diese Glaubenswahrheit ebenso wie heute von vielen geleugnet worden, beklagte er vor Zehntausenden Pilgern auf dem Petersplatz. Wer jedoch nicht an die Wiederauferstehung glaube oder sie auf ein rein spirituelles Ereignis reduziere, mache den Glauben wertlos, warnte der Papst. Zu den Pilgern deutscher Sprache sagte er: „Mit Freude heiße ich alle Pilger und Besucher deutscher Sprache willkommen. Besonders grüße ich die Mitglieder und Gäste der Studentenverbindung Capitolina, die ihr 20-jähriges Bestehen feiert. Ihr Motto „In mundum universum“ erinnert uns an die Worte des auferstandenen Herrn: „Geht hinaus in die ganze Welt...“ (Mk 16, 15). Die Begegnung mit den vielen Zeugen des christlichen Glaubens hier in Rom möge euch alle anspornen, für die Wahrheit, die Christus selber ist, in eurer Lebenswelt einzutreten. Die Gnade Gottes begleite euch!“ Zu den Besuchergruppen, die der Papst nach dem Regina-Coeli-Gebet begrüßte, gehörte auch eine Gruppe, die mit Dutzenden roter Ferraris auf den Petersplatz gekommen war. Vor dem morgigen ersten Mai erinnerte er auch an den Heiligen Joseph, den Schutzpatron der Arbeiter.
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30.04.2006 17:20:46
Papstreise nach Polen - das offizielle Programm
(Kathpress) Papst Benedikt XVI. wird vom 25. bis 28. Mai 2006 Polen besuchen. Dabei wird er in sechs Orten - Warschau, Czestochowa (Tschenstochau), Krakau, Kalwaria Zebrzydowska, Wadowice und Oswiecim (Auschwitz) - Station machen. Das geht aus dem im Vatikan veröffentlichten Programm für die Apostolische Reise hervor. Nach der Ankunft des Papstes in Warschau am Donnerstag, 25. Mai - dem Fest Christi Himmelfahrt -, sind eine Begegnung mit dem Klerus, ein Höflichkeitsbesuch beim polnischen Präsidenten sowie eine Ökumenische Begegnung vorgesehen. Am 26. Mai will Benedikt XVI. auf dem Pilsudski-Platz der polnischen Hauptstadt eine Messe feiern. Anschließlich fliegt er per Hubschrauber nach Tschenstochau, wo er im Marienheiligtum von Jasna Gora mit Ordensleuten, Seminaristen und Vertretern von Geistlichen Bewegungen zusammentrifft. Am Abend fliegt er ebenfalls per Helikopter nach Krakau weiter. Der Samstag, 27. Mai, ist zuerst einem Besuch in Wadowice, dem Geburtsort von Johannes Paul II., gewidmet. Vorgesehen sind Stationen in der zentralen Marienbasilika und im Geburtshaus Karol Wojtylas sowie eine Ansprache auf dem Hauptplatz der westgalizischen Stadt. Von dort aus begibt sich der Papst mit dem Auto zum Wallfahrtsort Kalwaria Zebrzydowska und anschließend zum Heiligtum der Göttlichen Barmherzigkeit in der Krakauer Industrievorstadt Lagiewniki. Nach einem Besuch in der Krakauer Kathedrale auf dem Wawel-Hügel nimmt Benedikt XVI. an einem großen Treffen mit Jugendlichen teil. Am letzten Tag seiner zweiten Auslandsreise feiert Benedikt XVI. eine Messe im Blonie-Park von Krakau. Am Nachmittag ist der Besuch im Konzentrationslager Auschwitz und im Dialog- und Gebetszentrum von Auschwitz (Centrum Dialogu) vorgesehen. Danach besucht er um 17.30 das Areal des ehemaligen Vernichtungslagers Birkenau. Auf dem Programm stehen hier ein Gebet im Gedenken an die Opfer und eine Ansprache. Von dort aus begibt sich der Papst direkt zum Flughafen von Krakau. Für 19.15 Uhr ist der Beginn der Abschiedsfeier und für 20 Uhr der Abflug nach Rom-Ciampino vorgesehen.
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29.04.2006 06:32:14
Caterina von Siena - eine prophetische Frau
Am heutigen Tag, dem 29. April, feiert die Kirche die heilige Kirchenlehrerin Katharina von Siena. Sie ist eine der Mitpatroninnen Europas, neben Schwester Theresia Benedicta a Cruce (Edith Stein) und Birgitta von Schweden. Die Heilige wurde als Caterina Benincasa am 25. März 1347 in Siena als 24. Kind einer bürgerlichen Familie in eine politisch unruhige und auch kirchlich verworrene Zeit hineingeboren. Bereits als Kind hatte sie erste Visionen. Mit 12 Jahren sollte sie verheiratet werden, weigerte sich jedoch und trat sechzehnjährig gegen den Willen ihrer Eltern in den Dritten Orden der Dominikaner ein. Sie widmete sich intensiv der Pflege von Kranken und der Armenfürsorge. Um sie herum bildete sich ein geistlicher Freundeskreis, den sie als ihre „Familie“ bezeichnete. Katharina entfaltete durch ihre vielfältigen Kontakte zu politischen und kirchlichen Autoritäten eine rege Tätigkeit, indem sie sich für die Erneuerung der Kirche an Haupt und Gliedern einsetzte. Sie konnte Papst Gregor XI. im Jahr 1376 überzeugen, von Avignon wieder nach Rom zurückzukehren.
Moderator Mag. Werner Schmid von der „Gemeinschaft vom heiligen Josef“ ist ein ausgewiesener Kenner von Leben und Lehre der heiligen Caterina von Siena. Im Rahmen eines größeren Editionsprojekts des Verlags St. Josef, A-3107 Kleinhain 6, sind unter seiner Verantwortung und Herausgeberschaft bereits wichtige Quelltexte in deutscher Sprache erschienen:
* Tommaso Caffarini - Erinnerungen eines Zeitzeugen. Die Legenda Minor, Verl. St. Josef, gebunden, 400 Seiten, ISBN 3-901853-06-5, EUR 19,10
* Tommaso Caffarini - Das Supplementum. Biographische Ergänzungen zu Caterina von Siena, gebunden, 498 Seiten, ISBN 3-901853-10-3, EUR 25,00
Aus der Reihe „Sämtliche Briefe“ der heiligen Caterina von Siena liegen die ersten beiden Bände bereits vor:
* An die Männer der Kirche I (Dominikaner, Franziskaner, Augustiner-Eremiten, Benediktiner, Olivetaner, Vallombrosaner, Wilhelmiten),gebunden, 595 Seiten, ISBN 3-901853-07-3, EUR 23,80
* An die Männer der Kirche II (Kartäuser, Weltpriester, Prälaten, Bischöfe, Kardinäle, Päpste), gebunden, 564 Seiten, 20 × 13 cm, ISBN 3-901853-08-1, EUR 23,80
Die Texte der heiligen Caterina von Siena sind von tiefem Glauben, Begeisterung für das Reich Gottes und hingebungsvoller Liebe für die Kirche Christi erfüllt. Die Lektüre ihrer Schriften kann auch dem nach geistlicher Vertiefung strebenden Menschen von heute eine Hilfe sein. – Zu bestellen online bei http://verlag.stjosef.at oder über den Buchhandel!
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29.04.2006 06:28:07
Von der unvergänglichen Osterfreude
Worin besteht die Osterfreude der Christen? Wie wird sie sichtbar? Wodurch zeichnet sie sich aus? Gibt es etwas, das glaubende Menschen von Nichtglaubenden unterscheidet? Merkt man es den Christen wirklich an, dass sie erlöst sind? Diese Fragen sind durchaus ernst gemeint. Wir bewegen uns damit nicht nur an der Oberfläche dessen, was wir wahrnehmen, sondern gehen in die Tiefe. Welche Freude soll uns Christen auszeichnen, wenn wir wirklich daran glauben, dass wir durch Christi Tod und Auferstehung erlöst sind von der Sünde und allem Bösen? Als der Herr den Aposteln erschien, da freuten sie sich. Oder doch nicht? Wenn wir das Evangelium des Dritten Ostersonntags aufmerksam betrachten, dann heißt es zuerst, dass die Jünger „erschraken“ und „große Angst“ hatten, als Jesus in ihre Mitte trat und zu ihnen sagte: „Der Friede sei mit euch!“ Seltsamerweise ist es also nicht spontane Freude, die sie erfüllte, sondern Furcht und Angst. Sie meinten nämlich, einen Geist zu sehen, wie der Evangelist Lukas erklärt. Aber der Auferstandene möchte keineswegs, dass seine Jünger in dieser Angst und in diesen Zweifeln gefangen sind. Darum spricht er sie gleich direkt daraufhin an, indem er fragt: „Warum lasst ihr in eurem Herzen solche Zweifel aufkommen?“ - Lesen Sie die ganze Predigt zum Dritten Ostersonntag B von Dr. Josef Spindelböck!
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27.04.2006 17:44:40
Zerbrochene Herzen heilen - neue Zugänge zur Beichte
"Die Krise der Pastoral, der Gemeinden und ihrer Priester ist aber weitgehend eine Krise des Bußsakramentes. In ihm kommt die seelsorgerische Vollmacht und Sendung des geweihten Priesters wie nirgends sonst zum Tragen. In der Beichte werden Kreuz und Auferstehung des Herrn so real wie sonst nur in der nach der Ordnung der Kirche gefeierten Liturgie der heiligen Messe." So Pfr. Stefan Hartmann in seiner Rezension zum neuen Buch von Pfr. Ulrich Filler, Zerbrochene Herzen heilen. Neue Zugänge zur Beichte. Mit einem Geleitwort des Erzbischofs von Köln, Joachim Kardinal Meisner, Kisslegg (fe-medien) 2006, 159 Seiten, ISBN 3-928929-88-7, € 5,- / Es handelt sich um ein "ein notwendiges und Not-wendendes Buch des Kölner Priesters und Publizisten, das einen Nerv der Zeit trifft: nach dem Porträt der hl. Schwester Faustyna Kowalska (vgl. Theologisches 10/2005, 671f) mit ihrer von Papst Johannes Paul II. im Heiligen Jahr 2000 offiziell beglaubigten charismatischen Botschaft von der Barmherzigkeit Gottes ist es angebracht, den hierzulande (anders als in Polen!) verdrängten und vergessenen Ort der Erfahrung und Zuwendung der Barmherzigkeit neu vorzustellen, das Sakrament der Beichte."
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27.04.2006 17:36:33
Seligsprechungsprozess für Pius XII. wird fortgesetzt
(Kathpress) Das Seligsprechungsverfahren für Papst Pius XII. (1939-58) ist nach Angaben des zuständigen Postulators an einem guten Punkt. Er sei zuversichtlich, dass es in nächster Zukunft zu einem Abschluss komme, die letzte Entscheidung liege stets beim Papst, betonte Jesuitenpater Peter Gumpel am Donnerstag bei einem Kongress in Rom über den Pacelli-Papst. Während des am 19. Oktober 1967 eröffneten Verfahrens habe es mitunter Probleme und auch Proteste gegeben, aber das Verfahren gehe weiter. Bei der Tagung an der römischen Lateran-Universität verteidigte der New Yorker Rabbiner David G. Dalin den Pacelli-Papst gegen den Vorwurf des Antisemitismus und gegen die Behauptung, er sei "Hitlers Papst" gewesen. Pius XII. habe nach den "Rassen-Gesetzen" Mussolinis von 1938 und erst recht im Zweiten Weltkrieg viele Juden versteckt und ihnen im Vatikan eine Beschäftigung gegeben. Allein in Castel Gandolfo habe er 3.000 Juden vor den Nazis in Sicherheit gebracht. Im Gegensatz zu den meisten Spitzenpolitikern ihrer Zeit hätten Pius XI. und sein Kardinalstaatssekretär Eugenio Pacelli eine Begegnung mit Hitler abgelehnt und seinen Rom-Besuch im Jahre 1938 ignoriert. Dies habe in damaliger Zeit Mut und charakterliche Stärke erfordert, so der Rabbiner. Er hob hervor, dass auch Albert Einstein in einem Zeitungsartikel den Pacelli-Papst gelobt habe. In einem von Kardinalstaatssekretär Angelo Sodano unterzeichneten Grußwort an den Kongress würdigte Benedikt XVI. das enorme Werk von Pius XII. Ausdrücklich verwies er auf dessen Bemühungen, den Zweiten Weltkrieg zu verhindern, dessen Leiden zu lindern und auf ein Ende zu drängen. Zu dem Kongress hatte die vom früheren italienischen Ministerpräsidenten Giulio Andreotti herausgegebene katholische Zeitung "Trenta Giorni" eingeladen.
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26.04.2006 18:12:10
Bischof Küng zur Notwendigkeit der Solidarität
(presse.kirche.at, Josef Wessely) In der gesellschaftlichen Realität ist ein zunehmendes Auseinanderdriften und eine Entsolidarisierung der Generationen festzustellen. Bischof Klaus Küng hat sich in einem Vortrag im „Karl Kummer-Institut für Sozialreform“ in Wien am 25. April dafür ausgesprochen, dass Solidarität von einem abstrakten wieder zu einem konkret gelebten Prinzip der Gesellschaft werden müsse. Eingeladen hatte die Seniorenakademie des Kummer-Instituts, deren Leiterin die langjährige St. Pöltner Diözesanvorsitzende und Österreich-Präsidentin des Kath. Familienverbandes, Elisabeth Schrittwieser, ist. Der Mensch ist nicht als Einzelwesen geschaffen, so Bischof Küng, sondern lebt in Gemeinschaft und ist auf Hilfe und Unterstützung anderer angewiesen. Der in vielem äußerst positiv zu beurteilende Aufbau institutionalisierter Solidarität etwa in Form des Sozialversicherungssystems und der Übertragung von solidarischem Handeln an hochqualifizierte Experten in den Hilfsorganisationen habe bei vielen das Bewusstsein getrübt, ganz persönlich für den Nächsten Verantwortung zu tragen. Solidarität sei gewissermaßen zu einem abstrakten Prinzip geworden. Diese Delegierung von Verantwortung habe auch vor der Familie nicht Halt gemacht. Waren früher Senioren- und Pflegeheime Notlösungen, seien sie heute die „Normallösung“, und in Kinderkrippen sehe man geradezu einen Maßstab für die Fortschrittlichkeit der Gesellschaft. Der Bischof kam dann auf die gegenwärtige demographische Entwicklung zu sprechen. Die immer weniger werdenden Kinder würden nicht in der Lage und auch nicht Willens sein, das Sozialsystem für immer mehr ältere Menschen zu finanzieren. Als Folge würden die sozialen Netze Masche für Masche reißen. Es müsse alles getan werden, dass die „Lehrwerkstatt jeder Solidarität“, die Familie, nicht abhanden komme, sondern gestärkt werde. Letztlich gehe es um die „Ressource Liebe“, so Bischof Küng. Alles entscheide sich an der Liebe. Eine nach noch so perfekten Spielregeln und sozialen Systemen funktionierende Gesellschaft könne die Liebe nicht ersetzen, wie dies auch Papst Benedikt XVI. in seiner Enzyklika „Deus caritas est“ festgestellt hat. „Wer die Liebe abschafft, schafft den Menschen ab. Liebevolle persönliche Zuwendung ist unersetzbar.“ „Allerdings“, so Bischof Küng weiter, „die Öffnung für die Liebe lässt sich gesellschaftlich nicht verordnen. Aber sie wächst dort, wo Liebe erfahren wird.“ Daher sei die Stärkung der Familie das Gebot der Stunde. Für die Kirche sieht der Bischof am Beginn des 21. Jahrhunderts eine besondere Herausforderung darin, Prophetin des Lebens und der Liebe zu sein und zu vermitteln, dass jedes Leben als Geschenk Gottes wert ist, gelebt zu werden. Von der Gesellschaft erwartet Bischof Küng ein klares Bekenntnis zu einer Politik der Förderung der Familie und die Abkehr vom Konzept, dass nur, wer außer Haus arbeitet, „ein vollwertiger Staatsbürger ist“.
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26.04.2006 18:10:06
Die lebendige Tradition der Kirche
(zenit.org) Anhand mehrerer Stellen aus der Apostelgeschichte zeigte Papst Benedikt heute, Mittwoch, während der Generalaudienz, dass der Heilige Geist das Vermächtnis Jesu Christi mit Hilfe der Apostel und deren Nachfolgern durch die Geschichte hindurch bis in unsere heutige Zeit hineingetragen hat und auch in Zukunft weitertragen wird. "Dank des Wirkens des Paraclitus können die Apostel und ihre Nachfolger die Sendung, die sie vom Auferstandenen erhalten haben, in der Zeit verwirklichen", betonte der Papst vor rund 50.000 Gläubigen aus allen Teilen der Welt. "In der Stunde der feierlichen Entscheidungen im Leben der Kirche ist der Heilige Geist gegenwärtig, um sie zu führen." Diese "leitende Anwesenheit des Heiligen Geistes", von der Benedikt XVI. in seiner fünften Katechese über die untrennbare Beziehung zwischen Christus und seiner Kirche sprach, hätten die Apostel unter anderem ganz konkret beim Konzil von Jerusalem erfahren. Die unaufhörliche "Aktualisierung der tätigen Gegenwart des Herrn Jesus in seinem Volk wird vom Heiligen Geist gewirkt und kommt in der Kirche durch den apostolischen Dienst und die brüderliche Gemeinschaft zum Ausdruck; sie ist das, was im theologischen Sinn mit dem Begriff 'Tradition' gemeint ist: Diese ist nicht die rein materielle Übermittlung dessen, was den Aposteln zu Beginn geschenkt worden war, sondern die wirksame Gegenwart des gekreuzigten und auferstandenen Herrn Jesus, der die von ihm gesammelte Gemeinde begleitet und im Heiligen Geist führt." Der Heilige Vater erinnerte seine Gäste daran, dass gerade dank der Tradition, "die durch den Dienst der Apostel und ihrer Nachfolger gewährleistet ist", das Wasser des Lebens und das heilende Blut Jesu Christi die Frauen und Männer aller Zeiten erreiche. "So ist die Tradition die andauernde Gegenwart des Heilands, der kommt, um uns zu begegnen, um uns im Heiligen Geist durch den Dienst seiner Kirche zur Ehre des Vaters zu erlösen und zu heiligen", fuhr er fort. Zum Abschluss bekräftigte Benedikt XVI.: "Die Tradition besteht nicht in der Weitergabe von Dingen oder Worten, in der Überlieferung von einer Ansammlung toter Dinge. Die Tradition ist der lebendige Fluss, der uns mit den Ursprüngen verbindet, jener lebendige Fluss, in dem die Ursprünge immer gegenwärtig sind: der große Fluss, der uns zum Hafen der Ewigkeit führt. Und weil das so ist, verwirklicht sich in diesem lebendigen Fluss immer neu das Wort des Herrn, das wir am Anfang gehört haben: 'Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt' (Mt 28,20)." - Lesen Sie die Ansprache des Heiligen Vaters in vollem Wortlaut!
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24.04.2006 18:42:03
Bischöfe Spaniens analysieren die Lage der Theologie
(DT) Knapp drei Monate vor dem ersten Besuch Papst Benedikts XVI. auf der iberischen Halbinsel hat die Spanische Bischofskonferenz eine Instruktion über die Lage der Theologie in Spanien veröffentlicht. Ziel der Bischöfe ist es, die unverkürzte Verkündigung des Evangeliums "in einer Welt des lautlosen Abfalls von Gott" fördern. Das Dokument ist unter dem Titel "Theologie und Säkularisation in Spanien vierzig Jahre nach dem Ende des Zweiten Vatikanischen Konzils" erschienen. Darin beleuchten die Verfasser nachkonziliare Entwicklungen in der theologischen Lehre und fordern eine tiefere Kirchlichkeit der Theologen sowie die intensivere Auseinandersetzung mit den Konzilstexten. Auch wenn sich seit 1965 viele gute Früchte gezeigt hätten, so beriefen sich derzeit "nicht wenige auf ein Konzil, das es weder dem Buchstaben noch dem Geist nach je gegeben hat", heißt es im Text. Theologen haben nach Beobachtung der Bischöfe Zweifel und Beklemmung unter den Gläubigen ausgelöst. Unterschiedliche Darlegungen der Lehre belasteten das kirchliche Leben in Spanien. "Wir Bischöfe haben mehrmals darauf verwiesen, dass die zentrale Frage, der sich die Kirche in Spanien stellen muss, ihre innere Verweltlichung ist", heißt es in dem Text. Ursachen der Verweltlichung seien der Verlust des Glaubens und des Glaubensverständnisses. - Lesen Sie den ganzen Beitrag von Regina Einig in der Zeitung "Die Tagespost"!
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24.04.2006 18:40:01
Entgegen Spekulationen: Kein Schwenk der Kirche in der Kondom-Frage zu erwarten
Gegenüber der „Catholic News Agency“ (CNA) hat ein offizieller Vertreter des Päpstlichen Rats für das Gesundheitswesens im Auftrag des Präsidenten, Kardinal Javier Lozano Barragán, klärend Stellung genommen zu Aussagen über einen möglichen Kondomgebrauch bei AIDS Stellung genommen, die der Kardinal kürzlich gegenüber der italienischen Zeitung La Reppublica getätigt hatte. Barragán hatte erklärt, die Frage, ob in der Ehe bei AIDS-Infektion eines Partners Kondome verwendet werden dürften, sei „ein sehr schwieriges und delikates Thema, das Klugheit erfordere.“ Seine Abteilung studiere die Frage in enger Abstimmung mit Wissenschaftlern und Theologen, um ein Dokument auszuarbeiten, das bald veröffentlicht würde. Diese Aussagen hatten zu Spekulationen darüber geführt, dass die katholische Kirche ihre als zu starr empfundene Lehre im Hinblick auf die Ablehnung künstlicher Empfängnisverhütung ändern könnte. Nun erklärte der persönliche Sekretär des Kardinals, Msgr. Antonio Soto Guerrero, dass die Lehre der Kirche fest bleibe und sich auch weiterhin innerhalb der Prinzipien der katholischen Moral bewege. Angesichts der AIDS-Gefahr gebe es die Enthaltsamkeit (Abstinenz); man könne nicht darüber hinwegsehen, dass die Angelegenheit zu einem großen Teil auf eine moralische Unordnung zurückgehe, die das siebte [sic] Gebot Gottes betreffe [der Sprecher meint hier jedoch wohl das sechste Gebot Gottes, Anm. J.Sp.]. Msgr. Soto führte aus, dass die Kongregation für die Glaubenslehre tatsächlich die Möglichkeit untersuche, ein Dokument zu diesem Thema auszuarbeiten und aus diesem Grund die anderen Dikasterien des Vatikans um deren Meinung gebeten habe. Man habe daraufhin bereits verschiedene seriöse wissenschaftliche Studien übermittelt, um eine diesbezügliche Antwort auf die Anfragen der Kongregation zu geben. Diese müsse dann eine sorgfältige Untersuchung durchführen, die einige Monate dauern werde, bevor die Schlussfolgerungen dem Papst vorgestellt würden, der schließlich über die Publikation eines Dokuments entscheiden werde.
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23.04.2006 18:02:17
Papst Benedikt zum Sonntag der Barmherzigkeit
(Radio Vatikan) Papst Benedikt XVI. hat heute erneut an seinen Vorgänger, Papst Johannes Paul II., erinnert. Der polnische Papst habe den heutigen Weißen Sonntag gleichzeitig zum Sonntag der Göttlichen Barmherzigkeit gemacht, so der Papst beim österlichen Mariengebet Regina Coeli auf dem Petersplatz. "Die Vorsehung hat es so eingerichtet, dass Johannes Paul, wie wir wissen, am Vorabend dieses Tages der Göttlichen Barmherzigkeit starb. Das Geheimnis der barmherzigen Liebe Gottes stand im Zentrum seines Pontifikats; das sehen wir vor allem an seiner Enzyklika Dives in Misericordia von 1980 und an der Einweihung der neuen Kirche der Göttlichen Barmherzigkeit 2002 in Krakau. Was der Papst damals sagte, war für mich wie eine Zusammenfassung seiner Lehre: dass nämlich die Verehrung der Göttlichen Barmherzigkeit keine zweitrangige Frömmigkeits-Praxis ist, sondern integrierter Bestandteil des Glaubens und Betens eines jeden Christen."
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23.04.2006 17:55:08
Franz Scharl zum Bischof geweiht
(kath.net) Der neue Wiener Weihbischof Franz Scharl soll „viele Menschen, die noch nicht glauben können“, zur Begegnung mit Jesus führen: Diesen Wunsch formulierte Christoph Kardinal Schönborn am Sonntag bei der Bischofsweihe des neuen Weihbischofs im Stephansdom. Der Wiener Erzbischof war Hauptkonsekrator bei der Weihe seines neuen Weihbischofs, Mitkonsekratoren waren der langjährige Wiener Weihbischof Helmut Krätzl und der Salzburger Erzbischof Alois Kothgasser (Scharl stammt aus dem Salzburgischen). Mit tausenden Gläubigen nahmen der Apostolische Nuntius, Erzbischof Edmond Farhat, und fast alle Mitglieder der Österreichischen Bischofskonferenz an dem feierlichen Weihegottesdienst teil. In seiner Predigt arbeitete Kardinal Schönborn heraus, wie das „Rückgrat der Kirche, ihr Paradox und der unvermeidliche Stolperstein“ darin besteht, dass Jesus seine Sendung nicht an „Genies und Heroen“, sondern voll und ganz an Menschen weitergegeben hat, die wie die ersten Apostel „ihre Schwächen nicht verleugnen“ konnten. Nur von daher werde verständlich, dass es im Evangelium heißt: „Wer euch hört, der hört mich, und wer euch ablehnt, der lehnt mich ab.“ Nur von daher werde aber auch verständlich, „warum Sünder die Vollmacht bekommen, Sünden zu vergeben oder deren Vergebung zu verweigern“. Aber zugleich liege in dieser Beauftragung durch Jesus „die Kraft der Kirche, ihre unerschöpfliche Regenerationskraft“.
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22.04.2006 07:43:59
Kommunionempfang für Behinderte: Bischof Küng nimmt Stellung
(presse.kirche.at) Diözesanbischof DDr.Klaus Küng hat zu den Berichten aus Raxendorf (ORF-Bericht: Pfarrer gibt keine Kommunion an Personen mit schweren geistigen Behinderungen) wie folgt Stellung genommen: „Behinderte Menschen bedürfen in besonderer Weise der Zuwendung. Es ist wichtig, dass auch sie vermittelt erhalten: Gott liebt uns alle so wie wir sind. Er liebt auch sie, die Behinderten, und er will, dass wir sie lieben. Behinderte Menschen sind nicht von der heiligen Kommunion ausgeschlossen. Für sie gelten im Prinzip die gleichen Bedingungen wie für alle Gläubigen. Es ist aber auf ihre spezielle Situation Rücksicht zu nehmen. Die Teilnahme an der heiligen Kommunion setzt innere Bereitschaft und entsprechendes äußeres Verhalten voraus. Bei Behinderten ist freilich gerade diesbezüglich viel Verständnis nötig, auch auf die Würde des Sakramentes ist zu achten. Anscheinend gab es bei einer Eucharistiefeier in Raxendorf gewisse Probleme, vielleicht auch Missverständnisse. In den nächsten Tagen wird es zu Gesprächen mit allen Beteiligten kommen mit dem Ziel, dass dadurch die nötige Klärung und gegenseitiges Verständnis erreicht werden.“ Gegenüber dem ORF hat der zuständige Pfarrer P. Benedikt Triebl erklärt, dass aus seiner Sicht die betroffenen Behinderten dem Gottesdienst nicht folgen könnten. Für sie seien entsprechende Sonderkatechesen vorgesehen, was aber keine Diskriminierung darstelle. In den nächsten Tagen soll es zu Gesprächen zwischen Pfarrer, Caritas und Bischof kommen. - Kommentar (Dr. Josef Spindelböck): Grundsätzlich ist es Aufgabe des verantwortlichen Priesters, der die Kommunion spendet, festzustellen, ob eine Person in der Lage ist, die heilige Kommunion von gewöhnlicher Speise zu unterscheiden und ob bestimmte grundlegende Voraussetzungen zutreffen (z.B. dass der/die Betreffende die heilige Hostie überhaupt schlucken kann). Es ist unverständlich, warum der konkrete Fall österreichweit medial thematisiert wird, da es sich doch um eine Angelegenheit handelt, die entsprechend den kirchlichen Normen vor Ort zu lösen ist (gegebenenfalls unter Einbeziehung des Bischofs).
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22.04.2006 07:38:36
Ablaß am Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit
Der Ablass am Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit wird unter den gewohnten Bedingungen (Beichte mit entschlossener Abkehr von jeder Sünde, Kommunionempfang und Gebet nach der Meinung des Heiligen Vaters: Vaterunser und ‚Gegrüßet seist du, Maria’ oder ein anderes Gebet nach freier Wahl) dem Gläubigen gewährt, der in einer Kirche oder einem Oratorium an einer Feier zu Ehren der göttlichen Barmherzigkeit teilnimmt oder wenigstens vor dem Allerheiligsten das Vaterunser und das Glaubensbekenntnis mit dem Zusatz einer kurzen Anrufung des barmherzigen Herrn Jesus (z.B.: ‚Barmherziger Jesus, ich vertraue auf dich!)’ betet. Ein Teilablass wird dem Gläubigen gewährt, wenn er mit reuigem Herzen eine der rechtmäßig genehmigten Anrufungen an den barmherzigen Herrn Jesus richtet. (Rom, 29. 6. 2002; AAS 94, 2002, 634–636). Quelle: Liturgisches Direktorium der Erzdiözese Salzburg, April 2006.
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22.04.2006 07:37:20
Reingewaschen im Blute des Lammes
In der zweiten Lesung aus dem ersten Johannesbrief heißt es, dass unser Herr Jesus Christus „nicht nur im Wasser gekommen“ ist, „sondern im Wasser und im Blut“. Der heutige „Weiße Sonntag“, der auch „Sonntag der Barmherzigkeit Gottes“ genannt wird, offenbart uns das Geheimnis der Erlösung durch den auferstandenen Sohn Gottes, der am Kreuz durch die Lanze des Soldaten durchbohrt wurde, woraufhin Blut und Wasser aus seiner Seite flossen. Blut und Wasser – das ist ein Hinweis, ein Sinnbild für den Strom der Gnade, der aus dem geöffneten Herzen des Gekreuzigten und Auferstandenen fließt. Das Wasser bezeichnet das Sakrament der Taufe, das in besonderer Weise ein österliches Sakrament ist. Aus diesem Grund kamen in der alten Kirche die Neugetauften mit weißen Kleidern zum Gottesdienst, woran der Name des „Weißen Sonntags“ erinnert. Das Blut weist uns hin auf das Sakrament der heiligen Eucharistie, in dem uns der Herr begegnet als wahrer Gott und Mensch, mit Leib und Seele, mit Fleisch und Blut. Es ist das Blut des neuen und ewigen Bundes, das vergossen wurde für die Sünden der Menschen. Der reinigende Quell des Blutes Christi wird uns aber auch in einem weiteren Sakrament zuteil: Es ist das Sakrament der Buße, von dem am heutigen „Sonntag der Barmherzigkeit Gottes“ im Evangelium die Rede ist. Nachdem Jesus, der Auferstandene, die Apostel angehaucht und ihnen gesagt hatte: „Empfangt den Heiligen Geist!“, setzte er das Sakrament der Buße ein, die heilige Beichte. - Lesen Sie die ganze Predigt zum Sonntag der Barmherzigkeit Gottes!
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21.04.2006 14:24:13
Weihe von Franz Scharl zum Auxiliarbischof von Wien
(stephanscom.at) Am 9. Februar 2006 wurde Franz Scharl, Dechant des Stadtdekanates 4/5, von Papst Benedikt XVI. zum Weihbischof für Wien ernannt. Wie der Ritus der Bischofsweihe von 1968 festlegt, soll die Weihe an einem Sonn- oder Feiertag stattfinden. Am 23. April 2006, dem Weißen Sonntag oder auch "Sonntag der Barmherzigkeit", wird Franz Scharl von Kardinal Christoph Schönborn, Erzbischof Alois Kothgasser und Weihbischof Helmut Krätzl im Wiener Stephansdom geweiht werden. Als bischöflichen Wahlspruch wählte der neue Wiener Weihbischof Franz Scharl: "Gott ist Geist" (Joh 4,24a). Sein Wappen ist eine Original-Reinzeichnung von Veronika Kyral. Zu sehen ist darin in Gold ein silbernes aufgeschlagenes Buch, in dem die Worte Jesu "Spiritus est Deus" ("Der Heilige Geist ist Gott") zu lesen sind. Darunter ist als Zitat des Wappens der Erzdiözese Wien ein roter Schildfuß mit silbernem Balken, auf dem ein silbernes Kreuz steht zu erkennen. Das Wappen trägt als Würdezeichen eine silberne, goldgeschmückte Bischofsmütze mit Bändern und hinter dem Wappen gekreuzt ein goldenes Vortragekreuz und ein goldener Hirtenstab.
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21.04.2006 14:10:05
Sankt Georg ist zweiter Landespatron von Tirol
(ORF Tirol) Am Freitag hat das Land Tirol mit dem heiligen Georg einen zweiten Landespatron erhalten. Nach dem 19. März wird Tirol somit am 23. April einen zweiten Landesfeiertag begehen. Der heilige Georg wurde bereits mehrere Jahrhunderte lang als Beschützer des Landes verehrt. So hieß etwa der Bereich des Alten Landhauses in Innsbruck Georgentor. Auch die Landhauskapelle ist eine Georgskapelle. Dennoch wurde 1772 der heilige Josef zum einzigen Landespatron ernannt. Im Rahmen einer Proklamationsfeier wurde in der Pfarrkirche Mariahilf von Landtagspräsident Helmut Mader (ÖVP) und Landeshauptmann Herwig van Staa (ÖVP) der heilige Georg zum 2. Landespatron von Tirol ausgerufen. Mit dieser Proklamation solle nun ein Fehler des Absolutismus behoben werden, erklärte Mader in seiner Ansprache bei dem Festakt. Der heilige Georg sowie die Geschichte des Landes sollen mit diesem Akt gewürdigt werden. Nach dem 19. März wird Tirol somit am 23. April einen zweiten Landesfeiertag begehen. Die Landesbediensteten müssen allerdings an beiden Tagen arbeiten. Bis vor etwa zehn Jahren blieben Tiroler Landesbetriebe und Schulen am 19. März geschlossen.
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19.04.2006 18:32:13
Vatikanische Note zum Kirchenaustritt
(kath.net) Die Diskussion um die Möglichkeit des Austritts aus der Kirche und der damit verbundenen Frage der Kirchenbeiträge bzw. -steuer geht weiter. Die US-Bischöfe haben am 5. April ein KATH.NET vorliegendes offizielles Schreiben des Päpstlichen Rates für die Interpretation von Gesetzestexten veröffentlicht. Thema ist der Kirchenaustritt und die damit verbundenen Fragen. Die vatikanische Note bestätigt Feststellungen, die bereits im Vorjahr in einem Schreiben an den Bischof von Rottenburg-Stuttgart übermittelt wurden und für regen Diskussionsstoff sorgten. KATH.NET hat berichtet. Das Besondere an dem von Kardinal Julián Herranz unterzeichneten Schreiben ist der KATH.NET vorliegende Begleittext von Bischof William S. Skylstad, dem Sprecher der US-Bischöfe: Er weist darauf hin, dass die Note auf Anweisung von Papst Benedikt XVI. an alle Bischofskonferenzen übermittelt wurde; der Papst habe außerdem den Inhalt des Schreibens approbiert. Das gibt den vatikanischen Feststellungen zum Kirchenaustritt ein deutlich höheres Gewicht, als bisher vermutet wurde. Denn der Inhalt ist brisant: Es geht um die Can. 1086 und 1117, in denen es um den „actus formalis“ und „actus formalis defectionis“ und die damit verbundenen Voraussetzungen für den Abfall von Glauben geht. Als Bedingungen für einen gültigen Kirchenaustritt werden angegeben: Erstens: Die innere Entscheidung, die katholische Kirche zu verlassen. Zweitens: Die Umsetzung und Kundmachung dieser Entscheidung. Und drittens: Die direkte Annahme dieser Entscheidung seitens der zuständigen kirchlichen Autorität. Ein solcher Formalakt des Abfalls dürfe nicht nur einen juristisch-administrativen Charakter haben, also der Austritt aus der Kirche im melderechtlichen Sinne mit den entsprechenden zivilen Wirkungen, heißt es in dem Schreiben an die US-amerikanischen Bischöfe. Er müsse vielmehr eine wirkliche Trennung von den konstitutiven Elementen der Kirche sein und setzt daher einen Akt der Apostasie, der Häresie oder des Schismas voraus. Für Diskussionsstoff ist gesorgt. Denn in der Praxis spielt sich, etwa in Österreich, ein Kirchenaustritt ausschließlich auf melderechtlicher Ebene ab. Noch vor kurzem erklärte der Pressesprecher der Erzdiözese Wien, der Vatikan anerkenne die Austrittserklärung vor einer staatlichen Stelle.
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19.04.2006 18:30:02
Jubiläum: Ein Jahr Papst Benedikt XVI.
(Radio Vatikan) "Wie schnell die Zeit vergeht...", das sagte heute Papst Benedikt XVI bei der Generalaudienz vor über 50.000 Pilgern auf dem Petersplatz. Heute vor genau einem Jahr war Kardinal Ratzinger zum Papst gewählt worden. In für ihn völlig unerwarteter Weise hätten ihn die Kardinäle zum Nachfolger des geliebten und betrauerten großen Papst Johannes Paul II. gewählt. Er erinnere sich mit Bewegung an den ersten Eindruck, als er zum ersten Mal auf die Loggia getreten sei. Er bewahre diese Erinnerung im Geist und im Herzen! Der Papst dankte den Gläubigen für ihr Gebet Die Gläubigen sollten weiter für ihn beten, damit er ein gütiger und entschlossener Hirte seiner Kirche sein könne. In seiner Katechese legte Benedikt XVI. die Ostergeschehnisse aus und erinnerte an den Auftrag der Kirche, die Osterbotschaft auf der ganzen Welt zu verkünden! Auf deutsch sagte der Papst: "Liebe Brüder und Schwestern! Seit einem Jahr darf ich der Kirche Gottes als Nachfolger des heiligen Apostels Petrus dienen. Wenn sich heute meine Wahl durch die im Konklave versammelten Kardinäle bereits einmal jährt - wie schnell die Zeit vergeht! -, weiß ich sehr gut, dass ich das mir anvertraute Amt niemals alleine, sondern nur mit der Hilfe Gottes und unter dem Schutz Seiner Heiligen tragen konnte und kann. Und dabei, liebe Freunde, ist mir eure Nähe, die sich in so vielen Formen manifestiert, und euer Gebet, das ihr mir täglich schenkt, eine unerlässliche Stütze! Dafür danke ich euch von ganzem Herzen. Im Evangelium hören wir von der Berufung des Petrus zum Hirten des neuen Volkes Gottes. Wer hätte gedacht, welch großes Werk sich im Laufe der Jahrhunderte aus der kleinen Schar der Apostel entwickelt hat. Die Jünger haben wirklich den Auftrag Christi erfüllt und seine Frohbotschaft "bis an die Grenzen der Erde" getragen; und sie bleiben auch heute dieser Sendung treu! Dabei sind sie selbst ganz getragen vom zentralen Geheimnis des christlichen Glaubens: der österlichen Botschaft vom Leiden, Sterben und Auferstehen Jesu Christi, der das Böse und den Tod endgültig besiegt hat. Wir Christen wissen, dass uns die alljährliche Osterfeier hinüberführt zu jenem ewigen Fest, das jede menschliche Zeit übersteigt. Mit herzlicher österlicher Freude grüße ich die zahlreichen Pilger und Besucher aus den Ländern deutscher Sprache, es sind immer sehr viele, daher kann ich immer nur eine zufällige Auswahl nennen, besonders die Teilnehmer der Jugenddiözesanwallfahrt Regensburg, die Bundespolizeiin Bayern, die Diözesanräte aus Rottenburg-Stuttgart mit ihrem Bischof und die vielen anderen größeren und kleineren Gruppen. Die Freude des auferstandenen Herrn Jesus Christus erfülle eure Herzen und mache euer Leben hell. Euch allen wünsche ich einen glücklichen und gesegneten Tag!"
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17.04.2006 17:34:57
Betrachtungen zum Ostergeheimnis mit Papst Benedikt XVI.
In der Edition „Radio Vatikan“ beim Benno-Verlag sind zwei Bücher mit Texten von Benedikt XVI. (Joseph Ratziniger) erschienen, die Meditationen zur Fasten- und Osterzeit anbieten. Im Buch „Jesus folgen“ betrachtet Papst Benedikt XVI. das Osterzeugnis der Heiligen Schrift. Anhand der Schrifttexte der Kar- und Osterzeit macht Benedikt Mut zur Nachfolge Christi. Der Appell des Papstes lautet: „Christus folgen heißt, Mitleid empfinden für die Leidenden, ein Herz für die Armen zu haben; es heißt auch, den Mut dazu aufzubringen, den Glauben gegen die Ideologie zu verteidigen, Vertrauen zu haben in die Kirche und in ihre Auslegung und konkrete Umsetzung des göttlichen Wortes für unsere heutige Situation.“ – Das Büchlein „Das Geheimnis von Tod und Auferstehung“ bietet Meditationen von Joseph Ratzinger über das Geheimnis von Tod und Auferstehung Christi. Er betrachtet dabei die Evangelien der Fasten- und Osterzeit und findet immer wieder interessante Verbindungen zu den Quellen im Alten Testament. Zahlreiche Abbildungen unterstreichen sein Zeugnis. Die Hörbuch-CD bietet die deutschen Originalaufnahmen der Meditationen, gesprochen vom damaligen Kardinal Joseph Ratzinger. Mittelalterliche Passionsgesänge untermalen die Texte. – Weitere Informationen und Online-Bestellung unter www.edition-radio-vatikan.de !
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17.04.2006 17:29:54
500 Jahre Petersdom
(Radio Vatikan) Der Petersdom feiert morgen seinen 500. Geburtstag. Daran erinnerte Papst Benedikt XVI. heute Mittag in Castel Gandolfo beim Regina Coeli, jenem Gebet, das in der Osterzeit den Angelus ersetzt. "Vor 500 Jahren, genau am 18. April 1506, legte Papst Julius II. den Grundstein für die neue Basilika von Sankt Peter, die alle Welt wegen der eindrucksvollen Harmonie ihrer Formen bewundert. Ich möchte mit Dankbarkeit der Päpste gedenken, die dieses außergewöhnliche Bauwerk über dem Grab des Apostels Petrus ermöglichten. Mit Bewunderung denke ich an die Künstler, die mit ihrem Genius dazu beitrugen, sie zu errichten und auszuschmücken." Benedikt dankte dem Personal der Fabbrica di San Pietro, der Bauhütte von Sankt Peter, für ihre "vortreffliche Arbeit der Erhaltung und Rettung eines so einzigartigen Meisterwerkes der Kunst und des Glaubens." "Möge der glückliche Umstand des 500. Geburtstags in allen Katholiken den Wunsch entfachen, "lebendige Steine" für die Errichtung der heiligen Kirche zu sein, in der sich durch gelebte Nächstenliebe das Licht Christi spiegelt." - Mehr zum Petersdom auf Wikipedia.
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16.04.2006 17:01:45
Unterwegs nach Emmaus
Jesus, der Auferstandene, zeigt sich zwei Jüngern aus dem Dorf Emmaus. Ihr Gang von Jerusalem nach Hause in ihr Dorf wird zum Weg aus der Dunkelheit ins Licht, aus Traurigkeit und Verlassenheit hin zu österlicher Hoffnung und Jubel. Doch dieser Umschwung nicht nur der Stimmung, sondern der ganzen Grundeinstellung ihres Herzens kommt nicht von selber: Ein zunächst unbekannter Begleiter teilt mit den Jüngern die Sorgen. Diesem Weggefährten eröffnen sich die beiden Männer in ihrer Enttäuschung und Niedergeschlagenheit. Es scheint, als sei er der einzige in Jerusalem, der nicht wüsste, was sich mit diesem Jesus aus Nazareth ereignet hat, dem sie so sehr vertraut hatten und auf den sie all ihre Hoffnung gesetzt hatten. Wie gut tut es ihnen, dem Fremden erzählen zu können, was geschehen ist und sich nun in ihrem Herzen an Traurigkeit angesammelt hat! Stück für Stück nimmt der Fremde den beiden Jüngern ihre Zweifel, indem er die Schrift auslegt. - Lesen Sie mehr in der Predigt zum Ostermontag!
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16.04.2006 17:00:22
Ein Jahr Papst Benedikt XVI.
Am 19. April 2006 ist der Jahrestag der Wahl von Papst Benedikt XVI. Bischof Klaus Küng (St. Pölten) hat für ZENIT einen Gastbeitrag verfaßt, den wir im folgenden dokumentieren:
Als vor einem Jahr schon am ersten Tag des Konklaves die Wahl auf Kardinal Ratzinger gefallen ist, sahen darin nicht wenige ein deutliches Zeichen für das Wirken des Heiligen Geistes. Die Vorgänge um die Begräbnisfeierlichkeiten für Papst Johannes Paul II. mit der Anteilnahme so vieler Menschen aus der ganzen Welt und die Art, wie der Kardinalsdekan Joseph Ratzinger die Bedeutung der Stunde erkannt hatte, haben den versammelten Kardinälen offenbar die Einsicht vermittelt, was in der aktuellen Situation für die Kirche nötig ist. Ein Jahr ist inzwischen vergangen, und die Hoffnungen wurden bestätigt. Papst Benedikt hat eine ganz besondere Gabe, die wesentlichen Fragen des Glaubens so darzulegen, dass ein Licht aufleuchtet, das sie verständlich macht. Zugleich strahlt seine Person Liebenswürdigkeit und Güte aus. Beide Merkmale sind verbunden mit einer tiefen, aufrichtigen Frömmigkeit – wichtige Voraussetzungen für die Weitergabe des Glaubens in unserer Zeit, da einerseits Orientierungslosigkeit ein großes Problem darstellt, andererseits eine Vielzahl von menschlichem Leid und vorhandene Verwundungen die Aufnahme der Wahrheit erschweren. Dringender denn je ist die Betonung, dass der Urgrund jeder kirchlichen Sendung einzig und allein im göttlichen Wesen, das ist die Liebe, sich findet, wie Papst Benedikt schon in seiner ersten Enzyklika betont hat. Offenbar spüren viele Menschen etwas von der Anziehungskraft des neuen Papstes. Wer hätte gedacht, dass in diesem seinem ersten Pontifikatsjahr mehr Gläubige zu den Generalaudienzen strömen würden als je zuvor. Sehnsüchte sind vorhanden und der Papst gibt Antworten, die ganz in Christus zentriert sind. Das ist eine Beobachtung, die Hoffnung gibt. Beruhigend ist auch das Wissen, dass wir mit Benedikt XVI. einen Papst haben, der aufgrund seiner bisherigen Tätigkeit und seiner außerordentlichen Intelligenz mit den Problemen von Gesellschaft und Kirche wie kaum sonst jemand vertraut ist. Wir dürfen davon ausgehen, dass seine Entscheidungen nicht oberflächlicher Art sein werden, sondern als Antwort auf die Herausforderungen der Gegenwart dem Wohl der Kirche dienen werden. Möge Gott unserem Heiligen Vater beistehen und ihn uns möglichst lange gesund erhalten!
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16.04.2006 10:45:38
Was heißt "Auferstehung von den Toten"?
Mit der Frage „Was stellen Sie sich am ehesten unter der Auferstehung von den Toten vor?“ wendet sich das Internet-Portal der Diözese Linz seit einigen Tagen an seine Leser. Nach Art eines elektronischen Wahlverfahrens ist es anonym möglich, eine der vorgeschlagenen Antworten anzuklicken, welche dann statistisch ausgewertet werden. Hand aufs Herz: Welche Antwort würden Sie bevorzugen? Wählen Sie doch aus den Möglichkeiten, die Ihnen die Online-Redakteure der Diözese Linz anbieten! Die vorgegebenen Antworten lauten: 1. Der Körper stirbt, die Seele lebt weiter. 2. Man wird als anderer Mensch wiedergeboren. 3. Leib und Seele werden im Jenseits neu erschaffen. 4. Auferstehung ist nur ein Symbol für Hoffnung. 5. Keines der oben genannten. – Wer hätte gedacht, dass nur „keines der oben genannten“ die richtige Antwort ist für das, was die Kirche mit dem Glauben an die Auferstehung der Toten wirklich meint? Es geht ja beim Osterglauben nicht bloß um das Fortleben der Seele nach dem Tode, sondern um die Vollendung des ganzen Menschen: Der Leib wird am Jüngsten Tag auferweckt, wenn Christus wiederkommt, und dieser Leib vereinigt sich durch die Macht Gottes wieder mit der unsterblichen Seele des Menschen. Somit scheiden die Antworten 1.-4. aus: 1. ist unzureichend, 2. ist nicht christlich, da wir nicht an eine „Wiedergeburt“ glauben, 3. übersieht die Kontinuität und Identität der Seele und des Leibes, 4. macht die Auferstehung zu einer Chiffre für eine wie auch immer definierte Hoffnung, lässt aber offen, worin diese besteht. Hier nochmals die richtige Antwort mit den Worten des Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 997: „Was heißt ‚auferstehen’? Im Tod, bei der Trennung der Seele vom Leib, fällt der Leib des Menschen der Verwesung anheim, während seine Seele Gott entgegengeht und darauf wartet, dass sie einst mit ihrem verherrlichten Leib wiedervereint wird. In seiner Allmacht wird Gott unserem Leib dann endgültig das unvergängliche Leben geben, indem er ihn kraft der Auferstehung Jesu wieder mit unserer Seele vereint.“ In dieser österlichen Hoffnung gilt es zu leben und zu sterben! – Dr. Josef Spindelböck.
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16.04.2006 10:31:45
Päpstliche Ostergrüße
(Kathpress) Papst Benedikt XVI. hat in seiner ersten Osterbotschaft auch zum Ende von Krieg und Gewalt auf der Welt und zum Aufbau gerechter Strukturen aufgerufen. Vor rund 100.000 Menschen auf dem Petersplatz forderte er am Sonntagmittag ein friedliches Zusammenleben zwischen Völkern und Religionen, um die drohende Gefahr des Terrorismus fern zu halten. Mit Nachdruck sprach sich Benedikt XVI. für Frieden im Heiligen Land und im Irak aus. In der mehrfach von Beifall unterbrochenen Ansprache unterstrich Benedikt XVI. das Recht Israels auf eine Existenz in Frieden und plädierte zugleich für die Bildung eines Palästinenserstaates. Angesichts der internationalen Atomkrise forderte der Papst - ohne den Iran beim Namen zu nennen - eine "ehrenvolle Schlichtung durch ernsthafte und aufrichtige Verhandlungen". Mit aller Entschiedenheit beklagte Benedikt XVI. die dramatische Lage in der sudanischen Provinz Darfur und in anderen Teilen Afrikas. In Darfur handle es sich um eine nicht mehr erträgliche dramatische humanitäre Situation. Ebenso forderte der Papst neue Friedensbemühungen für die Krisenzone der "Großen Seen" in Ostafrika. In den Ländern Lateinamerikas gehe es um eine "neue Dynamik, damit die Lebensbedingungen von Millionen von Menschen verbessert und die demokratischen Institutionen gefestigt werden". Im ersten, spirituellen Teil seiner Osterbotschaft arbeitete der Papst die kosmische Bedeutung des Ereignisses der Auferstehung Jesu heraus. Benedikt XVI. zitierte das im Lukas-Evangelium überlieferte Wort der Engel an die trauernden Frauen ("Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, sondern er ist auferstanden") und sagte wörtlich: "Seit jenem Morgen hören diese Worte nicht auf, im Universum nachzuklingen als Verkündigung der Freude - eine Verkündigung, die unverändert die Jahrhunderte durchzieht und zugleich reich ist an unendlichen und immer neuen Resonanzen". Im Anschluss an die Verlesung der Osterbotschaft erteilte Benedikt XVI. - der am Ostersonntag 79 wurde - erstmals den österlichen Segen "Urbi et orbi". Danach formulierte er Osterwünsche in 62 Sprachen an alle Welt. Auf italienisch nahm der Papst indirekt auf die aktuelle Situation nach den Wahlen in Italien Bezug und drückte den Wunsch nach friedvoller Gelassenheit aus. Die Politiker des Landes rief er auf, das Ziel der Eintracht zu verfolgen und an das Gemeinwohl zu denken. Auf deutsch sagte er: "Euch allen ein gesegnetes und frohes Osterfest! Der Friede und die Freude des auferstandenen Herrn sei mit euch". Die Osterbotschaft und der Segen "Urbi et orbi" wurden von 104 TV-Anstalten aus 65 Ländern direkt übertragen. Um 10.30 Uhr hatte der Papst auf dem Petersplatz das Osterhochamt zelebriert. Dabei wurde in einer Fürbitte auf französisch auch des 79. Geburtstages Benedikts XVI. gedacht. - Den Wortlaut der Osterbotschaft des Papstes finden Sie demnächst auf www.kath.net sowie www.vatican.va !
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