| | 12.08.2010 09:42:03 | | Neues Buch über Mutter Teresa von Kalkutta | (kathpress.at) Das Buch von "Missio"-Nationaldirektor Leo Maasburg über Mutter Teresa ("Mutter Teresa. Die wunderbaren Geschichten!") erweist sich zunehmend als internationaler Bestseller. In Deutschland und Österreich neigt sich bereits die zweite Auflage ihrem Ende zu; rund um den 100. Geburtstag von Mutter Teresa am 26. August erscheint das Buch nun in neun weiteren Sprachen - auf Englisch, Französisch, Italienisch, Polnisch, Lettisch, Norwegisch, Koreanisch, Mazedonisch sowie in der Muttersprache der Seligen, Albanisch. Maasburg hat in seinem Buch seine zahlreichen Begegnungen und Erlebnisse mit Mutter Teresa (1910-1997) festgehalten und will damit auch anderen Menschen einen Zugang zum "Engel der Armen" ermöglichen: "Ich wollte zeigen, wie sie wirklich war." Maasburg durfte Mutter Teresa als einziger Priester des deutschsprachigen Raums über viele Jahre begleiten; als Ratgeber, mehrsprachiger Übersetzer und Sondergesandter für heikle Missionen. "Wir sind alle von Gott geliebt und dazu geschaffen, um zu lieben und um geliebt zu werden": Das sei eine der ganz zentralen Aussagen Mutter Teresas, so Maasburg im Gespräch mit "Kathpress". Sie habe diese Botschaft selbst in Wort und Tat, in jeder persönlichen Begegnung authentisch gelebt. So sei es beispielsweise immer sehr beeindruckend gewesen, Mutter Teresa in ihr Haus der Sterbenden in Kalkutta zu begleiten, erläuterte Maasburg: "Mutter Teresa hatte für jeden ein kurzes Wort, eine Berührung, eine liebevolle Zuwendung übrig. Sie hat jedem Sterbenden seine Würde zurückgegeben." Das sei Grund und Sinn ihres Tuns gewesen: "Den Menschen ihre Würde und Gotteskindschaft zurückzugeben." Maasburg: "Mit dieser 'power of tenderness' hat Mutter Teresa die Herzen berührt. Und genau diese Macht der Zärtlichkeit verändert die Welt." Die ersten Interessenten für fremdsprachige Ausgaben des Mutter Teresa-Buchs waren mehrere Verlage in Südkorea, was die globale Bedeutung Mutter Teresas zeige, so Maasburg. Aber Mutter Teresa genießt auch über konfessionelle Grenzen hinweg Verehrung: In Norwegen veröffentlicht der "Luther Forlag" Maasburgs Buch. In den Vereinigten Staaten erscheint es im renommierten Verlag "Ignatius Press". Dessen prominenter Gründer, Fr. Joseph D. Fessio S.J., ist eines der bekanntesten Mitglieder des Ratzinger-Schülerkreises. Er schrieb seine theologische Dissertation bei Professor Joseph Ratzinger, dem heutigen Papst Benedikt XVI. Die Buchpräsentation der albanischen und mazedonischen Ausgabe wird im Zuge großer Feierlichkeiten am 17. Oktober in Mutter Teresas Geburtsort Skopje stattfinden: in Anwesenheit eines päpstlichen Delegaten, Kardinal Vinko Puljic, des katholischen Bischofs von Skopje, Kiro Stojanov, sowie mehrerer Mitglieder der Regierung Mazedoniens. (Leo Maasburg: "Mutter Teresa. Die wunderbaren Geschichten." Pattloch Verlag 2010) | | |    |
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| | 12.08.2010 09:39:40 | | Papst betet für Flutopfer | (radiovatikan.de) Benedikt XVI. betet für die Opfer der Überschwemmungen von Neiße und Oder. Das sagte er an diesem Mittwoch in seiner Sommerresidenz Castel Gandolfo bei seiner Generalaudienz. Auf polnisch meinte der Papst: „Ich bin geistlich allen nahe, die in den letzten Tagen wegen der Überschwemmungen gelitten haben. Ich bitte Gott, ihnen die Kraft zu geben, die Schwierigkeiten zu überstehen. Mögen die Menschen guten Willens großzügig und effizient helfen!“ Die Generalaudienz im Innenhof der Papstvilla in den Albaner Bergen war von herzlicher Stimmung geprägt; etwa viertausend Menschen waren gekommen, darunter auch Kinder aus einem Ferienlager in Ostia. Der Papst erinnerte in einer kurzen Betrachtung an große Märtyrer des zwanzigsten Jahrhunderts: etwa Edith Stein, die zum Christentum konvertierte Jüdin, die als Ordensfrau in Auschwitz getötet wurde und deren Gedenktag die Kirche an diesem Dienstag beging. Oder auch an den heiligen Maximilian Kolbe, dessen Gedenktag die Kirche am nächsten Samstag feiert: „Durch den freiwilligen Gang in den Hungerbunker hat er in der Hölle von Auschwitz einen unschuldigen Familienvater vor dem Tod bewahrt und so den Irrsinn der Gewalt durchbrochen. Dieses bewegende Zeugnis des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe spornt auch uns an, Jesus Christus nachzufolgen und Tag für Tag in der Liebe zu Gott und zu unseren Mitmenschen zu wachsen. Dazu erbitte ich euch allen den Beistand des Heiligen Geistes!“ Kolbe war in der Nazi-Zeit von der Gestapo verhaftet und 1941 ins Konzentrationslager Auschwitz deportiert worden. Dort begab er sich anstelle eines zum Tode durch Verhungern verurteilten Familienvaters freiwillig in den Hungerbunker und starb im gleichen Jahr an den Folgen der Unterernährung. Der Märtyrer sei eine „absolut freie Person“, die von den Mächten der Welt gänzlich unabhängig sei und sich vollkommen Gott schenke, sagte der Papst weiter. Modell für jedes Martyrium sei der Tod Jesu Christi. Auch wer nicht zum Märtyrer berufen sei, müsse jeden Tag das Kreuz auf sich nehmen. Die gegenwärtige von Individualismus und Egoismus geprägte Gesellschaft müsse durch die Liebe zu Gott verändert werden, forderte Benedikt XVI. | | |    |
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| | 09.08.2010 11:59:48 | | Der Glaube kann Berge versetzen! | (radiovatikan.de) Zu gläubigem Vertrauen hat Papst Benedikt XVI. beim Angelusgebet in Castelgandolfo aufgerufen. In einer Meditation zum Sonntagsevangelium unterstrich er die Besonderheit christlicher Weltverantwortung: Der Aufruf Jesu alles zu verkaufen, sei eine Einladung, die Dinge ohne Egoismus zu gebrauchen, ohne den Durst, besitzen oder beherrschen zu wollen, sondern gemäß der Logik Gottes, der Logik der Aufmerksamkeit für den Nächsten, der Logik der Liebe: „Von Gott ausgehend, mit Blick auf Gott“ (Romano Guardini). Zudem erinnerte er an einige Heiligenfeste der Woche: Den hl. Dominikus (8.), die Hl. Clara von Assisi (11.), den hl. Laurentius (10.), die hl. Edith Stein (9.) und den Hl. Maximiliano Kolbe (14.) Die letzten beiden Heiligen hätten die dunkle Zeit des letzten Weltkrieges durchlebt, ohne jemals die Hoffnung und den Gott des Lebens und der Liebe aus dem Blick zu verlieren. Hier sein deutsches Redemanuskript: „Mit Freude heiße ich die deutschsprachigen Pilger und Besucher beim Gebet des Engel des Herrn willkommen. Besonders grüße ich die Ministrantengruppen aus Bad Reichenhall und Ramsau, aus Fulda und anderen Orten Deutschlands. Der Glaube kann Berge versetzen. Glauben heißt aber nicht, sich bequem zurückzulehnen, da es Gott schon richten wird. Das Evangelium fordert uns vielmehr dazu auf, aufmerksam zu wachen und die anvertrauten Aufgaben treu zu erfüllen. Dann gilt auch uns die Verheißung, dass die im Vertrauen auf Gott vollbrachten Werke der Liebe bleibende, ja ewige Frucht bringen werden. Dazu erbitte ich euch und euren Familien Gottes reichen Segen.“ In seinen französischen Grußworten rief Benedikt außerdem zum Gebet für die Arbeitslosen und für die Obdachlosen auf. Desweiteren erwähnte er einige große Wallfahrten in Polen nach Jasna Gora und die Studentenwallfahrt nach Warschau. | | |    |
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| | 09.08.2010 11:57:27 | | Ermordung christlicher Ärzte in Afghanistan verurteilt | (kathpress.at) Kurienerzbischof Rino Fisichella hat die Ermordung von acht ausländischen Ärzten in Afghanistan durch radikalislamische Taliban als gezielte Gewalttat gegen Christen verurteilt. Die am Wochenende im Nordosten Afghanistans überfallenen Mediziner seien getötet worden, weil sie Christen seien, sagte der Präsident des neuerrichteten Päpstlichen Rates für die Neuevangelisierung in einem Interview mit der Mailänder Tageszeitung "Corriere della Sera" (Montag-Ausgabe). Diese "Exekution" sei mit politischen Motiven verschleiert worden. Zugleich hob Fisichella hervor, dass der Dialog zwischen Islam und Christentum fortgesetzt werden müsse. Religiöse Überzeugungen dürften nicht zur Rechtfertigung von Gewalttaten dienen. Die Kirche setze deshalb weiterhin auf die Kraft der Vernunft, um ein Gespräch zwischen den Religionen zu fördern, sagte der Leiter der Vatikanbehörde für die Glaubensverkündigung in der säkularisierten westlichen Welt. Dieses müsse auf gegenseitigem Respekt und einer vertieften Kenntnis der jeweils anderen Religion gründen. Die getöteten Ärzte waren Mitglieder eines Teams zur Behandlung von Augenschäden der "International Assistance Mission" (IAM), eines internationalen Partners der "Christoffel-Blindenmission Deutschland" (CBM). Die CBM ist eine internationale christliche Entwicklungshilfeorganisation, in Österreich firmiert sie unter dem Namen "Licht für die Welt". In diesen Morden komme die gleiche "Ideologie" zum Ausdruck, die auch zu einer Sprengung der Buddha-Statuen von Bamiyan im März 2001 durch die Taliban geführt habe, erklärte Fisichella. Diese Ideologie bestehe in einer grundsätzlichen Ablehnung alles Fremden. Weiters wies Fisichella daraufhin, dass auch die arabischen Staaten Anstrengungen unternehmen müssten, um den islamischen Fundamentalismus zu bekämpfen und der Gewalt ein Ende zu bereiten. Der Friede beruhe auf Gegenseitigkeit, betonte der Kurienerzbischof. | | |    |
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| | 07.08.2010 11:46:29 | | Weihbischof Laun: Wenn Gott "straft", dann nur aus Liebe! | | (kath.net) In einem "Klartext-Kommentar" schreibt der Salzburger Weihbischof Prof. Andreas Laun einleitend: "Kein Mensch kann ohne Erschütterung von dem Unglück in Duisburg hören und ohne Mitleid bleiben für die Toten und vor allem auch deren Eltern und andere Angehörigen! Darum haben auch der Papst, viele Bischöfe und andere Menschen für die Betroffenen gebetet! Auch steht es keinem Menschen zu, über die Toten zu urteilen und darüber hinaus zu behaupten, ihr Tod sei eine – natürlich gerechte – 'Strafe Gottes' für die Sündigkeit der Love-Parade, in deren Verlauf das Unglück geschah! Übrigens, wer Sünde und Gottesstrafe meint so direkt zuordnen zu können, sollte sich wundern über seine eigene Gesundheit und vielleicht sogar darüber, dass er selbst noch am Leben ist – und zufrieden sein, dass Gott allein der Richter ist, kein Mensch! Nein, das alles steht außer Zweifel und darf auch nicht abgeschwächt werden." - Lesen Sie den Beitrag in vollem Wortlaut auf kath.net! | | |    |
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| | 07.08.2010 11:43:21 | | John Henry Newman - ein neuer Augustinus | | (katholisches.info) Hunderte von Anglikanern, die zum katholischen Glauben konvertierten. Auch diese Zeugnisse fanden Eingang in den umfangreichen Prozeß, den die Heiligsprechungskongregation durchführte, um schließlich zur Seligsprechung des englischen Kardinals John Henry Newman zu kommen, jener herausragenden Gestalt des 19. Jahrhunderts. Newman selbst war Konvertit und war diesen Weg zurück in die Einheit mit Rom gegangen. Diese Bekehrungszeugnisse veranlaßten den Papst im Tempo zuzulegen, denn seit einiger Zeit war bekannt, daß durch die innere Unruhe unter den Anglikanern eine neue Konversionswelle bervorstehe. Für sie erließ Papst Benedikt XVI. die Apostolische Konstitution Anglicanorum Coetibus. Und nicht zuletzt vor allem für sie wird er in Cofton Park am Stadtrand von Birmingham am kommenden 19. September persönlich die Seligsprechung von Newman vornehmen. Der Anglikaner Newman, der katholischer Priester und schließlich Kardinal wurde, ist das herausragendste Beispiel dieser Rückkehrbewegung nach Rom, von der protestantischen Welt zurück in die katholische, von der Rebellion gegen das Papsttum zur demütigen Unterordnung unter Rom und in Einheit und Gemeinschaft mit Rom. - Lesen Sie noch mehr! | | |    |
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| | 07.08.2010 11:41:09 | | Vollendung im Himmel, Bewährung auf Erden | (stjosef.at/predigten) Auf dieser Welt haben wir keine bleibende Stätte. Wir sind unterwegs zu unserem letzten Ziel, der Gemeinschaft mit Gott und allen Engeln und Heiligen im Himmel! Diese Wahrheit wird uns durch die Lesungen und das Evangelium dieses Sonntags in anschaulicher Weise verkündet. Und doch vergessen wir so leicht auf diese unsere eigentliche Berufung; wir sind auf Erden nur „Fremdlinge und Gäste“, wie es im Hebräerbrief heißt, unsere wahre Heimat ist im Himmel. Vor zwei extremen und falschen Auffassungen sollen wir uns als Christen hüten: vor einer Haltung, wonach nur das Diesseits zählt, aber auch vor einer anderen Sichtweise, wonach dieses Leben auf Erden überhaupt nicht wichtig sei, weil ja ohnehin erst nachher das Eigentliche kommt. Lesen Sie die Predigt von Prof. Josef Spindelböck zum 19. Sonntag im Jahreskreis C in vollem Wortlaut! | | |    |
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| | 05.08.2010 10:09:47 | | Papstworte bei Ministrantenwallfahrt in Rom | (radiovatikan.de) „Liebe Ministrantinnen und Ministranten, liebe Freunde, liebe deutschsprachigen Pilger – willkommen hier in Rom!“ - Diese Worte läuteten den Höhepunkt der Ministrantenwallfahrt 2010 nach Rom ein: die Generalaudienz mit Papst Benedikt XVI. auf dem Petersplatz. An diesem Mittwoch Morgen stieg der Papst in seiner Sommerresidenz Castelgandolfo in den Hubschrauber und machte sich auf, die zigtausend „Minis“ zu begrüßen. Die Vorfreude auf den Papst und der Spaß an der Wallfahrt stand den Jugendlichen trotz brütender Hitze ins Gesicht geschrieben. Eine junge Ministrantin erzählt: „Es ist eine ganz neue Erfahrung, und wenn man sieht, wie viele Ministranten hier zusammengekommen sind, sieht man, dass noch viele Jugendliche in der Kirche sind. Das pusht dann den eigenen Geist auf - man sieht, dass man nicht die Einzige ist, die daran glaubt und der das Spaß macht, sondern es gibt noch andere, denen das Spaß macht. Es ist einfach eine gute Erfahrung und ein schönes Erlebnis.“ Den Anfang machte wiederum der Präsident des Internationalen Ministrantenbundes CIM, Weihbischof Martin Gächter von Basel: „Mit Begeisterung sind 53.000 Ministrantinnen und Ministranten aus 17 Ländern Europas hier in Rom zusammengekommen, darunter 45.000 aus Deutschland, aber auch aus anderen Ländern: sechs aus Albanien. Wir lernen hier im Zentrum der katholischen Kirche unsere Glaubensgemeinschaft besser kennen. Wir begegnen hier vielen Ministranten aus immer anderen Pfarreien, Diözesen und Ländern. Und jetzt haben wir die große Freude und Ehre, Ihnen, dem Heiligen Vater Papst Benedikt XVI., zu begegnen.“ Dann richtete Papst Benedikt, der wie die Ministranten ein Wallfahrts-Halstuch trug, das Wort an die Jugendlichen: „Liebe Ministrantinnen und Ministranten, liebe Freunde, liebe deutschsprachigen Pilger, willkommen hier in Rom! Mit euch grüße ich den Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone, er heißt Tarcisio, wie euer Patron. Ihr habt ihn freundlicherweise eingeladen und er, der den Namen des heiligen heiligen Tarzisius trägt, freut sich, dass er mit unter den Ministranten der Welt, unter den deutschen Ministranten sein kann. Ihr seid in großer Zahl hier - ich habe mit dem Hubschrauber schon den Petersplatz überflogen und all die Farben und die Freude gesehen, die auf diesem Petersplatz versammelt ist. So sorgt ihr nicht nur für eine gute Stimmung auf diesem Platz, sondern vermehrt auch die Freude in meinem Herzen. Vielen Dank!“ Seinen Dank richtete der Papst an die unzähligen Menschen im Dienste der Kirche, die die Ministrantenwallfahrt möglich gemacht hatten. Im Mittelpunkt seiner Ansprache stand dann der Patron der Ministranten, der heilige Tarzisius, dessen Statue seit ein paar Tagen den Petersplatz schmückt. Die Statue hat einen langen Weg hinter sich: Sie wurde 2008 gefertigt und im Beisein von 8.000 Ministranten präsentiert, reiste dann durch halb Europa, um schließlich in Rom bei den Kalixtus-Katakomben aufgestellt zu werden – sie kehrt also zurück nach Hause, dorthin, wo der Märtyrer Tarzisius begraben liegt. „Vor euch allen äußere ich meinen Wunsch, dass dieser Ort, Kalixtuskatakomben und diese Statue, ein Bezugspunkt für die Ministrantinnen und Ministranten wird, sowie für alle, die Jesus als Priester, Ordensleute und Missionare nachfolgen wollen. Sie alle können auf diesen mutigen und starken jungen Menschen hinschauen und dabei ihre Freundschaft mit dem Herrn selber erneuern.“ Man wisse nicht viel über den jungen Tarzisius, so der Papst. Er sei aber ein besonders pflichteifriger junger Christ im Rom des dritten Jahrhunderts gewesen. Ihn zeichnete seine große Liebe zur Eucharistie aus, auch er sei ein Ministrant gewesen. Ein gefährliches Unterfangen in Zeiten der Christenverfolgung, so der Papst - und erzählt die Geschichte des jungen Ministranten: „Eines Tages fragte der Priester wie gewohnt, wer bereit sei, die Eucharistie zu den Brüdern und Schwestern zu bringen, die darauf warteten. Da erhob sich der junge Tarzisius und sagte ‚Schicke mich!’. Dieser Junge schien aber noch zu klein für eine so schwierige Aufgabe. ‚Mein junges Alter’, erwiderte Tarzisius, ‚wird der beste Schutz für die Eucharistie sein’. Das überzeugte den Priester, und er vertraute ihm das kostbare Lebensbrot an und sagte: ‚Tarzisius, denk daran, dass du einen himmlischen Schatz in deinen schwachen Händen hältst. Vermeide die vollen Straßen und vergiss nicht, dass die heiligen Dinge nicht den Hunden und die Edelsteine nicht den Schweinen vorgeworfen werden dürfen. Wirst du die heiligen Geheimnisse treu und sicher bewahren?’ ‚Ich werde eher sterben, als sie mir wegnehmen zu lassen’, erwiderte Tarzisius.“ Doch auf seinem Weg, um den Armen und Kranken das Lebensbrot zu bringen, wurde Tarzisius überfallen, geschlagen und getötet. Der leblose Körper des Tarzisius wurde zu einem Priester gebracht – in seinen Armen umschlossen hielt der junge Ministrant noch immer die Eucharistie. „Liebe Ministrantinnen und Ministranten, das Zeugnis des heiligen Tarzisius und diese schöne Überlieferung zeigen uns die tiefe Liebe und die große Verehrung, die wir für die Eucharistie haben müssen: Sie ist ein kostbares Gut, ein Schatz von unermesslichem Wert, sie ist das Brot des Lebens, sie ist Jesus selbst, der für uns zur Speise wird, Stütze und Kraft für unseren täglichen Weg und ein Pfad, der zum ewigen Leben führt; sie ist das größte Geschenk, das Jesus uns hinterlassen hat.“ Dann wandte sich der Papst direkt an die Ministranten: „Tut der Welt großzügig euren Dienst an Jesus, der in der Eucharistie gegenwärtig ist! Das ist eine wichtige Aufgabe, die euch erlaubt, besonders nahe beim Herrn zu sein und in einer tiefen und wirklichen Freundschaft zu ihm zu wachsen. Bewahrt diese Freundschaft voll Eifer in eurem Herzen, so wie der heilige Tarzisius, und seid bereit, dafür einzustehen, dafür zu ringen, dafür, dass Jesus zu allen Menschen gebracht wird.“ Jedes Mal, wenn man zum Altar tritt, sei man bei der „großen Liebestat Gottes“ dabei, so Papst Benedikt. „Wenn ihr euren Priestern beim Dienst am Altar helft, tragt ihr dazu bei, dass Jesus näher erfahrbar wird, dass die Menschen mehr spüren und erkennen, er ist da, dass er in dieser Welt, im Alltag, in der Kirche und an jedem Ort immer mehr gegenwärtig sein kann. Liebe Freunde, ihr leiht Jesus eure Hände, eure Gedanken, eure Zeit. Das wird er euch vergelten, indem er euch die wahre Freude schenkt und spüren lässt, wo das wirkliche Glück zu Hause ist.“ Zum Ende seiner Ansprache grüßte Papst Benedikt XVI. nochmals die unzähligen deutschsprachigen Ministrantinnen und Ministranten. „Liebe Freunde, ich grüße euch nochmals ganz herzlich, vor allem danke ich dafür, dass ihr mir euer Gebet versprochen habt durch den Sprecher hier und wünsche euch Gottes Segen alle Tage.“ Den Text der ganzen Ansprache des Papstes können Sie bei kathnews.de nachlesen! | | |    |
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| | 03.08.2010 12:48:09 | | Ministrantenwallfahrt in Rom | (radiovatikan.de/Stefan Hauser) „Aus der wahren Quelle trinken“, lautet das Motto der Ministrantenwallfahrt. Und zur Quelle nach Rom sind über 50.000 Ministranten aus 17 europäischen Ländern angereist. Mit 45.000 Teilnehmern stellt die deutsche Delegation den Großteil der „Mini-Wallfahrer“. Allein 11.000 haben sich aus dem Erzbistum Freiburg nach Rom aufgemacht. Aus Österreich sind es über 3.000, aus der Schweiz 800, aber auch aus Belgien, Luxemburg, Litauen, Albanien und der Ukraine sind Ministranten und Ministrantinnen in der Ewigen Stadt. Organisiert wird die Wallfahrt vom CIM, dem Internationalen Ministrantenbund. Präsident der Vereinigung ist der Basler Weihbischof Martin Gächter, er freut sich darüber, das so viele der Einladung gefolgt sind: „Es ist gerade für unsere deutschsprechenden Länder ist es sehr wichtig Rom zu entdecken und auch die Kirche zu entdecken. Wir haben auch bei der Vorbereitung gespürt wie der Vatikan offen ist für die Jugend. Sonst kommt nie so eine Jugendband in den Vatikan, auf den Petersplatz wie jetzt, morgen und am Mittwoch. Ich glaube, das ist sehr wichtig, denn bei uns heißt es oft der Vatikan ist altmodisch und steif.“ Ministrant zu sein sei eine wunderbare Aufgabe. In Zeiten, in denen die Messbesucher immer älter werden, ist das Vorhandensein von Ministranten so etwas wie eine Blutauffrischung, erläutert der Basler Weihbischof Martin Gächter: „Manchmal ist es so, das Ministranten ja fast die einzigen Jugendlichen sind, die in ihrer Pfarre da sind. Evangelische Pfarrer sagen, das fehlt uns eigentlich die Ministranten, bei uns ist das alles so seriös und alt. Das ist sehr wichtig. Und für die Ministranten selber, sie lernen aufzutreten, sie lernen Verantwortung zu übernehmen. Sehr viele Showmaster sagen, sie sind einmal Ministranten gewesen. Das ist nicht der Sinn, Showmaster oder Priester zu werden, aber das Kind fühlt ich bin wichtig.“ Alle vier bis fünf Jahre lädt die internationale Ministrantenvereinigung, Ministranten und Ministrantinnen ab zwölf Jahren zur Rom-Wallfahrt ein. Dieses Mal gibt es einen besonderen Anlass, das 50-jährige Bestehen der Vereinigung. Mitverantwortlich für die Organisation der Wallfahrt zeichnet der Referent für Ministrantenpastoral bei der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz und CIM-Vizepräsident Peter Hahnen: „Anzubieten über den Tellerrand zu sehen, die Weltweite des Ministrantendienstes zu erleben, körperlich auf dem Petersplatz zu sein, die Wertschätzung zu erfahren, die der Heilige Vater uns erweist, wenn er am Mittwoch aus Castel Gandolfo eingeflogen kommt und Worte richtet, ausdrücklich an die Ministrantinnen und Ministranten, das ist etwas, das einem Ministrantenleben einen echten Höhepunkt verleiht.“ Die Teilnehmer der Wallfahrt haben bunte Halstücher angelegt, jede Nation ihre eigene Farbe, die deutschen „Minis“ haben „vanilla“ um den Hals. Die Ministrantenwallfahrt wird am Dienstag und Mittwoch eine große Skulptur am Petersplatz mitprägen. Der Schweizer Künstler Bernhard Lang hat eine monumentale Tarsitius-Statue geschaffen. Tarsitius starb im dritten Jahrhundert in Rom, als er das Geheimnis der Eucharistie schützend in der Hand starb, um es den Kranken und Gefangenen zu bringen. In den Tagen darauf ist für die Tarsitius-Statue dort, wo man das Grab des Märtyrers vermutet – auf dem idyllischen Gelände neben der Via Appia Antica in der Nähe der Callistus-Katakomben – ein Platz vorgesehen. Höhepunkte der Wallfahrt stellen zwei Programmpunkte dar: Eine internationale Begegnung am Dienstag Nachmittag am Petersplatz, wo bei einem bunten Programm die zahlreichen Nationen aufeinander treffen und die Teilnahme an der Generalaudienz mit Papst Benedikt XVI. am Mittwoch, wo der Papst an die Ministranten spezielle Worte richten wird. Im Vorfeld der Ministrantenwallfahrt gab es die Befürchtung, dass der Missbrauchsskandal bei der Anzahl der Teilnehmer eine Rolle spielen könnte. Dem entgegnet Peter Hahnen von der Internationalen Ministrantenvereinigung: „Ich habe vor ein wenigen Wochen die Referenten für Ministrantenpastoral der deutschen Diözesen gefragt, ob es nach dem Anmeldeschluß, der bereits einige Monate zurückliegt, Abmeldungen gegeben hat, wegen dieser Thematik. Die Antwort lautete: Keine einzige. Ein paar Eltern haben angefragt in Diözesen, wie macht ihr das mit den Begleitern, mit den Gruppenleitern vor Ort. Die Antwort der Diözsankollegen muß zufriedenstellend gewesen sein, denn es gab keine Abmeldungen.“ | | |    |
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| | 03.08.2010 12:40:52 | | St. Josephsblatt in neuer Hand | | (news.stjosef.at) Der Kreuzorden (Regularkanoniker vom heiligen Kreuz, Kloster St. Petersberg bei Silz/Tirol, verbunden mit dem „Opus Sanctorum Angelorum“) hat die monatlich erscheinende Zeitschrift „St. Josephsblatt“ vom früheren Schriftleiter Josef Schmid übernommen. Ab der Ausgabe Juli/August 2010 ist dafür der Kreuzordenspriester P. Bernhard Speringer ORC als Chefredakteur verantwortlich. Das St. Josephsblatt ist ein Medienkooperationspartner der Plattform „Ja zur Kirche“, der ebenfalls angehören: http://www.kath.net, K-TV, Radio Gloria Schweiz, Radio Maria Österreich, Radio Horeb, Vatican-Magazin, Pur-Magazin, Komma-Magazin und Vision 2000. Verlegerisch wird die Zeitschrift betreut von der Schmid-Fehr AG in 9403 Goldach, Schweiz. Das Jahresabonnement wird zum Preis von CHF 35 (plus Porto) angeboten. Bestellung: verlag@schmid-fehr.ch . Homepage des Kreuzordens: http://www.kreuzorden.at // Wichtiger Hinweis: Das hier vorgestellte „St. Josephsblatt“ ist nicht identisch mit der von der „Gemeinschaft vom heiligen Josef“ in Kleinhain bei St. Pölten herausgegebenen, jährlich erscheinenden katholischen Informationsschrift „St. Josef“. Es besteht auch keine personelle oder organisatorische Verbindung der Gemeinschaft vom heiligen Josef zu den Herausgebern und Verlegern dieser Zeitschrift. Wir freuen uns aber über die gelungene Juli/August-Nummer und begrüßen es, dass sich viele Personen und Gemeinschaften in der Katholischen Kirche für die Verehrung des heiligen Josef einsetzen! | | |    |
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| | 01.08.2010 21:06:19 | | Im Urlaub den Frieden Gottes entdecken | (radiovatikan.de/kath.net) Benedikt XVI. hat die UN-Konvention zum Verbot von Streu- und Splitterbomben gewürdigt, die an diesem Sonntag in Kraft tritt wie "Radio Vatikan" berichtet. Beim Angelusgebet in Castelgandolfo forderte er alle Staaten auf, der Konvention beizutreten. Diese Waffen würden, so Benedikt, „inakzeptable“ Schäden hervorrufen. „Mein erster Gedanke gilt den zahlreichen Opfern, die unter diesen Bomben zu leiden hatten und noch immer die schweren körperlichen und seelischen Folgeschäden zu ertragen haben, die diese heimtückischen Waffen hervorrufen. Durch das Verbleiben der Munition auf weiten Landstrichen wird die Wiederherstellung eines normalen Alltags für ganze Gesellschaften oft lange behindert.“ „Mit Inkrafttreten der neuen Konvention hat die internationale Staatengemeinschaft Weisheit und Weitblick bewiesen und gezeigt, dass sie in der Lage ist, einen signifikanten Fortschritt auf dem Feld der Abrüstung und der Entwicklung internationaler Menschenrechte zu erzielen. Ich hoffe und ermutige dazu, dass man entschieden diesen Weg weitergeht und die Würde des menschlichen Lebens verteidigt, die ganzheitliche Entwicklung des Menschen fördert, eine internationalen Friedensordnung etabliert und das Gemeinwohl aller Personen und Völker realisiert.“ In seiner Muttersprache sagte er: „Einen herzlichen Gruß richte ich an alle Gäste deutscher Sprache, heute besonders an die Pilger aus Eschweiler bei Aachen. Die Urlaubszeit gibt uns Gelegenheit, die gewohnten Bahnen zu verlassen und an einem schönen Platz Ruhe und Erholung zu finden. Abstand nehmen wollen wir auch innerlich von unseren schlechten Gewohnheiten, von Zorn und Bosheit, von übler Nachrede, vom 'alten Menschen mit seinen Taten', wie wir heute in der Lesung aus dem Kolosserbrief gehört haben. Nehmen wir den Urlaub zum Anlass, persönlich wieder zum Frieden zu kommen und dem Bild des Schöpfers in uns besser zu entsprechen. Gottes Geist geleite euch auf allen Wegen!” Streubomben sind schon seit Jahrzehnten in vielen Kriegen im Einsatz, so durch die USA im Vietnam-Krieg, im Golfkrieg 1991, im Kosovo 1999 und in Afghanistan 2001 oder durch Israel gegen die Hisbollah im Libanon 2006. Sie bestehen aus einem Behälter mit einer Vielzahl kleinerer Bomben mit Minen oder mit Splitterbomben. Sie sind deswegen auch so tückisch wegen der großen Zahl von Blindgängern. Nicht explodierte Kleinbomben können auch noch nach vielen Jahren für die Zivilbevölkerung ähnlich wie Landminen eine tödliche Bedrohung sein. Beispielsweise sind große Flächen im Süden des Libanon nicht landwirtschaftlich nutzbar. | | |    |
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| | 01.08.2010 21:03:35 | | Das Prinzip der Stellvertretung | | (kathpress.at/apa-ots.at) Die Zukunftsfähigkeit der Kirche hängt nicht allein von "organisatorisch-technischen Strukturreformen" ab, sondern vielmehr vom "Prinzip Entscheidung", vom "Prinzip Verantwortung" und vom "Prinzip Stellvertretung" ab. Dies unterstrich der Grazer Diözesanbischof Egon Kapellari bei einer Predigt aus Anlass des 350-Jahr-Jubiläums der Seckauer Hochalmkirche "Maria Schnee" am Sonntag. In Gebet, Liturgie und karitativem Dienst werden sich Christen zukünftig noch stärker als Stellvertreter auch all jener verstehen müssen, "die Gott vergessen haben oder ihn noch nicht kennen", so Kapellari. Derzeit gehe die Kirche in Österreich, aber auch in anderen Ländern, "durch Feuer und Wasser". Gesellschaftliche Umbrüche, die mit wachsenden Unsicherheiten einhergehen, aber auch die aktuelle Missbrauchskrise erschütterten laut Kapellari das Vertrauen in die Kirche: "Aus diesem Grund und im Grunde noch weitaus mehr wegen einer weit verbreiteten Schwächung des Glaubenswissens und der Glaubenspraxis sind viele Katholiken aus der Kirche ausgetreten - und diese Entwicklung hält noch an." Gerade in solchen Zeiten des Umbruchs und der Unsicherheiten könne ein bewusst gelebtes Christentum neue Sicherheiten geben. Kapellari wörtlich: "Eine kleine Schar von Frauen, Männern und ministrierenden Kindern, die an einem Wochentag die Eucharistie feiert, vertritt vor Gott immer auch die vielen anderen: die Ahnungslosen, die Gleichgültigen und die Enttäuschten. Das gibt dieser kleinen Gemeinschaft weltweite Dimensionen und ermöglicht ihr ein gelassenes Selbstbewusstsein und kann sie vor Kleinmut bewahren." | | |    |
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| | 31.07.2010 07:58:48 | | Seminar für christliche Führungskräfte in Trumau | (stephanscom.at) Einen Sommerkurs für Top-Führungskräfte unter dem Titel "Führungskompetenz und Glaube" hält das päpstliche Internationale Theologische Instituts (ITI) in Trumau von 5. bis 11. September ab. Der Kurs soll Unternehmern und Top-Managern die Chance bieten, "als Führungskräfte durch besseres Verstehen der menschlichen Person zu wachsen". In dem einwöchigen Seminar sollen Teilnehmer durch "tieferes Verständnis des christlichen Gedankengutes und seiner praktischen Relevanz für sich und die geführte Organisation" inspiriert werden. Neben einer Horizonterweiterung zielt das Seminar auch darauf, ein Netzwerk mit anderen internationalen Unternehmern aufzubauen. Prominentester Referent ist Kardinal Christoph Schönborn. Der Wiener Erzbischof und ITI-Großkanzler werde im Rahmen von "Best practice"-Erfahrungsberichten sprechen, so die Veranstalter. Das ITI ist im Renaissanceschloss Trumau bei Baden untergebracht, einer ehemaligen Sommerresidenz der Äbte von Heiligenkreuz. Im Jahr 2009 übersiedelte das Internationale Theologische Institut in das Schloss. Die ITI erwartet für den kommenden Herbst mehr als 80 Studenten und bietet dann erstmalig auch ein "Studium generale" an: ein einjähriges Studium zur Lebensorientierung mit Philosophie, Theologie und wissenschaftlicher Arbeit in kleinen Gruppen. Vorbild ist dafür das Gespräch von Professoren und Studenten in der Antike. Schwerpunkt des ITI ist allerdings das volle Theologiestudium mit den Abschlüssen als Magister, Lizenziat oder Doktor. Weiters wird auch ein Postgraduate-Studium angeboten mit Schwerpunkt auf "Ehe und Familie". Alle Abschlüsse sind inzwischen auch in Österreich staatlich voll anerkannt. - Homepage: www.iti.ac.at | | |    |
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| | 31.07.2010 07:57:08 | | Schätze sammeln für das Himmelreich | (stjosef.at/predigten) Die Texte aus der Heiligen Schrift, die uns an diesem Sonntag vorgelesen und verkündet werden, zeigen uns auf, wo wir den wahren Schatz unseres Lebens finden: nicht im Reichtum und im irdischen Wohlergehen, sondern in der Verbundenheit mit Gott, der uns ewiges Leben schenkt. In der ersten Lesung aus dem Buch Kohelet spricht ein Weiser, der den Lauf der Welt beobachtet. Und oftmals, so sagt er, lässt sich die Erfahrung machen, dass jemandem sein redlich erworbener Besitz gleichsam unter den Händen davonfließt, während andere, die sich nicht gemüht haben, in den Genuss vieler Güter kommen, die sie eigentlich nicht verdienen und in Wirklichkeit anderen verdanken. All das ist wie „Windhauch“, sagt der Weisheitslehrer. D.h. es handelt sich um eine nichtige, schnell zerstörte Hoffnung, wenn man vom Reichtum und irdischen Wohlergehen das Glück des Lebens erwartet. – Haben wir nicht auch schon selber die Erfahrung gemacht, dass es bestimmte Dinge in unserem Leben gibt, die wir zwar anstreben und erreichen wollen, die aber dann doch von vielen „Zufälligkeiten“ abhängen, die nicht in unserer Macht stehen? Zeigt uns nicht der Hinweis auf so viele reiche und berühmte Menschen, wie schnell alles vergeht, was jemand sein eigen nennt, und wie blass der Glanz von so genannten „Sternen“ („Stars“) wird, wenn ein paar Monate oder gar Jahre vergehen? In der zweiten Lesung aus dem Brief an die Kolosser mahnt Paulus die Leser und Zuhörer, sie sollten die Gedanken und das Streben des Herzens auf das Himmlische und nicht auf das Irdische richten. Hier finden wir die Antwort auf die Frage nach dem Ziel und Glück des Lebens. Wir finden es bei Gott, der uns liebt und der bleibt in Ewigkeit. - Lesen Sie die Predigt für den 18. Sonntag im Jahreskreis C in vollem Wortlaut! | | |    |
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| | 29.07.2010 20:07:26 | | Web-Site zum Weltjugendtag 2011 | | (news.stjosef.at) Die offizielle Internet-Präsenz zum Weltjugendtag vom 16.-21. August 2011 in Madrid (Spanien), zu dem auch Papst Benedikt XVI. kommen will, ist online. Das Motto des Weltjugendtages lautet: "In ihm verwurzelt und auf ihn gegründet, fest im Glauben" (der hl. Paulus über Jesus Christus). Die Web-Site ist auch in deutscher Sprache zugänglich und bietet ab sofort aktuelle Informationen über die Vorbereitungen sowie spirituelle Impulse. So heißt es z.B.: Musikstücke von Beethoven, Mozart oder Bach sind Teil der Konzertreihe, die mit der Vorbereitung auf den Weltjugendtag einhergeht. Der WJT hat einen Vertrag mit der Stiftung Fundación Excelentia unterzeichnet, die vier Konzerte in den kommenden Monaten organisieren wird, um den Bekanntheitsgrad des WJT in der Öffentlichkeit zu steigern. Das ist eine von vielen kulturellen Initiativen, die sich im Laufe des nächsten Jahres entfalten werden, um für den WJT zu werben. Ein Teil des Erlöses dieser Konzerte wird dem Solidaritätsfond zugeführt, der eingerichtet wurde, damit sich Jugendliche aus Entwicklungsländern, die am WJT teilnehmen wollen, ihren Wunsch erfüllen können. Die vier Konzerte finden im Auditorio Nacional in Madrid zwischen Oktober 2010 und Juni 2011 statt. Die Tickets werden ab sofort zum Verkauf angeboten. Die Orchester, die die verschiedenen Werke spielen, sind die Orquesta Clásica Santa Cecilia, das European Royal Ensemble und die Orquesta Filarmónica Excelentia. – Link: www.madrid11.com | | |    |
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| | 29.07.2010 19:58:53 | | Der bald seliggesprochene Kardinal Newman als weiterer Patron der Priester | | (news.stjosef.at) Es ist einer besonderen Aufmerksamkeit wert, dass Papst Benedikt XVI. beim Abschluss des „Jahres des Priesters“ am Hochfest des Heiligsten Herzens Jesu, am 11. Juni 2010, vor 16.000 mit ihm am Petersplatz konzelebrierenden Bischöfen und Priestern unter anderem sagte, dass das „Jahr des Priesters und seiner Heiligung“ nicht zu Ende gehen, „sondern weitergeführt werden soll“. P. Robert Bösner möchte – in der Vorfreude auf die Teilnahme an der Seligsprechung von Kardinal Newman in England – seine Vermutung aussprechen, dass dieser neue Selige der katholischen Kirche einen guten Patron für die „Weiterführung“ des in Rom abgeschlossenen „Jahres des Priesters“ abgeben könnte. Ungefähr drei Monate nach dem Abschluss des „annus sacerdotalis“ wird Papst Benedikt XVI. bei seinem Staatsbesuch in England den von Papst Leo XIII. in den Kardinalsrang erhobenen Priester und Theologieprofessor, John Henry Newman, – entgegen seinen eigenen Vorhaben, selber nur Heiligsprechungen vorzunehmen und diese in Rom durchzuführen – in Birmingham seligsprechen (So, 19. September 2010) und ihn so der Kirche und der Welt zur Verehrung bekannt machen. - Lesen Sie den ganzen Beitrag von P. Robert Bösner OSB! | | |    |
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| | 28.07.2010 21:18:53 | | Neue Ära für die Vatikanische Bibliothek | (radiovatikan.de) Einige können es kaum abwarten: Drei lange Jahre haben Historiker und Wissenschaftler auf diesen Moment gewartet. Nicht mehr lange, und die frisch gestrichenen neuen Vatikan-Tore zur Päpstlichen Bibliothek werden wieder offen sein. Am 20. September ist es soweit, wie uns der Präfekt der Vatikan-Bibliothek bestätigt. Monsignor Cesare Pasini ist selber froh, dass die wertvollen Bücher wieder öffentlich zugänglich sind. Mit der Wiedereröffnung werden auch einige Neuheiten eingeführt. „Wir werden am 13. September – also eine Woche vor Öffnungsbeginn – in einer Pressekonferenz erläutern, weshalb und was wir neu gemacht haben. Im Übrigen ist die Renovierung noch lange nicht abgeschlossen. Auch nach der Wiedereröffnung werden einige Räumlichkeiten noch geschlossen bleiben und renoviert.“ Die künftigen Benützer werden neue elektronische Zugangskarten haben, sowie kabellos im Internet surfen können. Und das sind nur einige der Neuheiten, die bald Wirklichkeit werden. „Das ist der Preis dafür, dass wir drei Jahre lang den Zugang zu den Büchern verwehren mussten. Es ist eine neue Ära für die Wissenschaftler, die unsere Dienste in Anspruch nehmen.“ Altes und Neues treffen aufeinander: In den noblen Sälen der Vatikan-Bibliothek werden nicht nur „alte Schinken“ zum Nachlesen aufbewahrt. Die Zukunft der Bibliothek liegt in der digitalen Welt, so der Präfekt der Bibliothek, Monsignor Cesare Pasini. „Wir haben seit einiger Zeit angefangen, unsere Werke einzuscannen. Auch die Testphase haben wir erfolgreich abgeschlossen. Doch die Arbeit ist noch nicht abgeschlossen. Es fehlen uns noch finanzielle Mittel, um dieses Großprojekt überhaupt weiter führen zu können. Aber wir sind zuversichtlich.“ | | |    |
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| | 28.07.2010 21:12:48 | | Voice – Chant from Avignon | (kathnews.de) Die „Universal Music Group“ (UMG) hat die Abtei „Notre-Dame de l’Annonciation“ unter Vertrag genommen. Bei der Abtei handelt es sich um ein Benediktinerinnenkloster, das den alten Usus pflegt und mit den nur wenige Kilometer entfernten Mönchen im südfranzösischen Le Barroux eng verbunden ist. Im November soll eine CD mit dem Titel „Voice – Chant from Avignon“ erscheinen. Vor wenigen Jahren fuhr UMG einen großen Erfolg mit dem Album „Chant – Music for Paradise“ ein, welches von den Zisterziensern von Heiligenkreuz aufgenommen wurde. Aus über 70 Bewerbern wurde ausgerechnet die Abtei „Notre-Dame de l’Annonciation“ ausgesucht, ohne selbst eine Bewerbung abgeschickt zu haben. Die Äbtissin erklärte: „Wir haben das ganze nie gesucht, es kam und suchte uns.“ Zuerst sei die Gemeinschaft besorgt gewesen, dass durch die Aufnahmen und die damit einhergehende Aufregung das klausurierte Leben beeinträchtigt werden würde, doch habe man diese Bedenken im Gebet entkräften können. Die Gemeinschaft der Benediktinerinnen von „Notre-Dame de l’Annonciation“ entstand im Jahre 1979. Vier junge Mädchen hatten sich um eine ältere Benediktinerin gesammelt und wollten – wie Dom Gérard vom mittlerweile benachbarten Männerkloster – „das Experiment der Tradition“ machen. Im Jahre 1983 konnten die Nonnen nach einigen Umzügen schließlich eine feste Bleibe in Le Barroux finden. Das Kloster wurde 1989 durch den Heiligen Stuhl kanonisch anerkannt und 1992 zur Abtei erhoben. In der Folge wurde ein vollständig neues Klostergebäude errichtet, das mit der Konsekration der Abteikirche durch Jorge Arturo Kardinal Medina Estévez am 12. Mai 2005 seine Vollendung fand. | | |    |
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| | | 27.07.2010 12:30:19 | | 25 Jahre Karmel Maria Jeutendorf | (kathpress.at) Seit einem Vierteljahrhundert sind die Karmelitinnen im niederösterreichischen Wallfahrtsort Maria Jeutendorf präsent. Aus Anlass dieses Jubiläums laden die derzeit 12 Ordensfrauen des Karmels am 19. September zu einem Festgottesdienst mit dem Grazer Altbischof Johann Weber. Eine Besonderheit des kontemplativen Ordens, der 1985 zum 200-Jahr-Jubiläum der Diözese St. Pölten gegründet wurde, ist die ikonographische Kunst, die in Maria Jeutendorf gepflegt wird. "Das Ikonenmalen entspricht unserer karmelitischen Spiritualität", so Priorin Sr. Johanna. Ikonen stellen laut Sr. Johanna "Fenster zum Himmel" dar. Seit sieben Jahren widmen sich fünf der Schwestern intensiv der Ikonenmalerei. Eine Ikone brauche etwa vier Monate bis zur Fertigstellung. In dieser Zeit entstehe eine enge Beziehung zwischen der jeweiligen Malerin und dem Werk, so Sr. Johanna. "Sobald die Augen gemalt sind, schaut mich Christus, schaut mich die Madonna an." Durch das Ikonenmalen werde man in das verwandelt, "auf das wir schauen", beschreibt die Priorin die geistliche Dimension der Kunst. Der Karmel Mater Dolorosa in Maria Jeutendorf gehört zu den Tochtergründungen des Mariazeller Karmels und wurde zum 200-Jahr-Jubiläum der Diözese St. Pölten gegründet. Der offizielle Gründungstag des Karmels war der 15. September 1985, an dem damals acht Schwestern in den Karmel einziehen konnten. Die Zeiten des Gebetes im Konvent werden durch Zeiten der Betrachtung, des Arbeitens und der Gemeinschaft unterbrochen. Weil sich das Kloster selbst erhalten muss, stellen die Ikonen eine notwendige Einnahmequelle dar; daneben betreiben die Schwestern auch eine Hostienbäckerei. - Lesen Sie noch mehr! - Link: Homepage des Karmels Maria Jeutendorf. | | |    |
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| | 27.07.2010 12:27:52 | | K-TV-Pfarrer Hans Buschor bleibt weiterhin Leiter | (kath.net/k-tv.at) Update/Korrektur: Pfarrer Hans Buschor bleibt weiterhin Leiter von K-TV. Dies teilte Buschor am Nachmittag gegenüber Kath.Net mit. Am späten Vormittag wurde unter einer offensichtlich fingierten und gefälschten Absenderadresse sein Rücktritt bei katholischen Medien verbreitet. Buschor stellte gegenüber Kath.Net klar, dass der Brief nicht von ihm stamme. "Es sind zu Zeit kirchenfeindliche Kräfte am Werk, die mich vom Sender weghaben wollen und mit den schlimmsten Verleumdungstaktiken agieren!" Der 77-jährige ist seit mehr als 15 Jahren Gründer und Leiter des katholischen Fernsehsenders K-TV. Link: http://www.k-tv.at | | |    |
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| | 25.07.2010 16:39:47 | | Neuordnung bei den Legionären Christi durch einen Apostolischen Delegaten | (legionariesofchrist.org) Am vergangenem Mittwoch, dem 21. Juli 2010, traf sich Mons. De Paolis, päpstlicher Delegat für die Legionäre Christi, zum zweiten Mal seit seiner Ernennung mit dem Generalrat der Kongregation. Bei dieser Gelegenheit überreichte er der Ordensleitung die per Dekret verfassten Ausführungsbestimmungen für seine Arbeit als päpstlicher Delegat für die Ordensgemeinschaft. Das Dekret erläutert in elf Punkten die Befugnisse und Aufgaben des päpstlichen Delegaten. Gleich zu Beginn greift es noch einmal die Kernaussagen des Ernennungsschreibens des Delegaten durch Papst Benedikt XVI. vom 16. Juni 2010 auf. Dieser übertrug Mons. De Paolis die Aufgabe, „in seinem Namen dieses Ordensinstitut zu leiten, so lange wie nötig, um den Weg der Erneuerung zum Ziel zu bringen und so zur Durchführung eines außerordentlichen Generalkapitels zu gelangen, dessen Hauptaufgabe es sein wird, die Überprüfung der Konstitutionen abzuschließen“. Das Dekret betont, dass der Hl. Vater die „dringende Notwendigkeit“ gesehen hat, „sich zu einer tiefgreifenden Überprüfung des Charismas des Ordensinstitutes aufzumachen“ und unterstreicht seinen Wunsch, „diesen Prozess aus der Nähe zu begleiten, zu unterstützen und zu orientieren“. Im Wesentlichen besagen die Ausführungsbestimmungen, dass die Ordensoberen des Instituts auf allen Ebenen weiterhin ihre Autorität gemäß den Vorschriften der Konstitutionen und unter der Autorität des Delegaten selbst ausüben. Sie bleiben daher in ihren Ämtern, ad nutum Sanctae Sedis, [d.h., unter der Verfügungsgewalt des Heiligen Stuhls], solange es sich nicht nötig erweist, etwas anderes anzuordnen. Dabei haben sie in Gemeinschaft mit dem päpstlichen Delegaten zu handeln. Dieser wiederum soll nicht nur über das Leben des Instituts informiert werden, sondern ihm ist vor allem auch die Approbation einiger Entscheidungen der Generalleitung des Instituts vorbehalten. Die Entscheidungsbereiche, die der Approbation durch den Delegaten bedürfen, werden wie folgt benannt: a) Sei es, was die Personen betrifft (Zulassung zum Noviziat, zur Profess, zum Priestertum, Ernennungen und Versetzungen von Personal), b) seien es Fragen des Apostolates und der Ausbildung (Seminare, akademische Einrichtungen, Schulen) sowie c) der außerordentlichen Verwaltung oder der Veräußerung von Vermögensgegenständen. Schließlich heben die Bestimmungen noch einmal die Hauptaufgabe des päpstlichen Delegaten hervor, die darin besteht, die Überprüfung der Konstitutionen auf den Weg zu bringen, zu begleiten und umzusetzen. Besondere Bedeutung wird dabei der Beteiligung aller Ordensmitglieder zugemessen, die an der Überprüfung der Konstitutionen mitwirken sollen, sei es individuell, sei es in ihren Gemeinschaften, gemäß eines noch zu definierenden Verfahrens. Für die Überprüfung der Konstitutionen soll schließlich eine Kommission eingesetzt werden, unter der Beteiligung insbesondere der Mitglieder des Instituts selbst. P. Sylvester Heereman, der Provinzial der mitteleuropäischen Provinz, äußert sich erfreut und dankbar über das Dekret: „Die Ausführungsbestimmungen garantieren einerseits, die uneingeschränkte Handlungsfähigkeit des Delegaten und andererseits eine direkte, aktive Mitwirkung der Legionäre Christi an der Erneuerung des Ordens. Die Kombination dieser beiden Elemente schafft eine hervorragende Ausgangsposition. Ich bin sehr zuversichtlich, dass die Legionäre Christi gereinigt, erneuert und gestärkt aus diesem Prozess hervorgehen werden.“ Link: Dekret im Wortlaut. | | |    |
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| | 25.07.2010 16:36:48 | | Papst betet für Opfer von Duisburg | (radiovatikan.de) Benedikt XVI. ist mit seinen Gedanken bei den Opfern der Tragödie in Duisburg. Beim Mittagsgebet an diesem Sonntag in Castel Gandolfo versicherte er den Angehörigen der Toten und Verletzen der Loveparade in Duisburg seine Anteilnahme. „Unserem barmherzigen himmlischen Vater vertraue ich heute besonders die jungen Menschen an, die gestern in Duisburg auf tragische Weise ums Leben gekommen sind. Ihren trauernden Angehörigen und Freunden sowie den vielen Verletzten erbitte ich den Trost und Beistand des Heiligen Geistes. Der Herr segne euch alle.“ Vor mehreren Hundert Pilgern und Besuchern erinnerte der Papst auch das Jakobsfest, das an diesem Sonntag vor allem in dem spanischen Wallfahrtsort Santiago de Compostela gefeiert wird. Den deutschsprachigen Pilgern und Besuchern sagte der Papst: „Wie die Jünger im Evangelium dieses Sonntages fragen auch heute viele Menschen: „Beten, wie geht das?“ Jesus selbst war ein großer Beter und mit dem Vaterunser lehrte er uns vor allem, dass Gott ein uns liebender Vater ist, der unsere Bitten hört und der das Beste für uns will. Wenn wir das verinnerlichen, wird unser Gebet lebendig und kraftvoll.“ | | |    |
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| | 24.07.2010 08:21:25 | | Papst nutzt Ferien für das dritte Jesusbuch | | (radiovatikan.de) Papst Benedikt XVI. hat in seinem Urlaub mit den Vorbereitungen für sein drittes Jesusbuch begonnen. Das geht aus dem am Freitag veröffentlichten Wochenkommentar von Vatikansprecher Federico Lombardi hervor. Der dritte und letzte Teil sei der „Kindheitsgeschichte“ gewidmet. Unmittelbar nach der Ankunft in seiner Sommerresidenz Castelgandolfo habe sich der Papst der Lektüre und dem Studium gewidmet, berichtet Lombardi. Momentan arbeite er daran, sein Werk über Jesus zu vollenden. Das zweite Werk, das der Passion und der Auferstehung gewidmet ist, werde im Augenblick übersetzt und auf die Herausgabe im kommenden Frühjahr vorbereitet. Wie die Gläubigen selbst während des Angelusgebetes sehen konnten, sagte Lombardi weiter, sei der Papst bereits wieder gestärkt und guter Dinge. Das Studium sei zwar anstrengend, aber ermüde ihn nicht. | | |    |
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| | 24.07.2010 08:16:39 | | Bittet, und ihr werdet empfangen! | (stjosef.at/predigten) Damit wir unser Leben in geordneter Weise verbringen können, sind wir aufeinander angewiesen. Keiner kann sagen: „Ich schaffe alles aus eigener Kraft, ich brauche sonst niemanden.“ Ein jeder hat verschiedene Talente, verschiedene Gaben, sodass wir alle einander ergänzen und füreinander da sein sollen. Damit aber der Mitmensch weiß, was wir brauchen, teilen wir ihm dies mit. Eine besondere Form, von jemandem Hilfe zu erlangen, ist, den Mitmenschen zum etwas zu bitten. Diese Bitte um Hilfe kann in ausdrücklicher Form erfolgen, sie kann aber auch indirekt sein, indem wir einfach unser Bedürfnis zeigen oder auf unsere Not hinweisen, ja, es gibt auch stumme Bitten, wo der Hilfsbedürftige vielleicht selber gar nicht mehr die Kraft hat, sich mit Worten auszudrücken oder sich bemerkbar zu machen. Unser ganzer Alltag ist von einem solchen Netz gegenseitiger Aufmerksamkeit und Hilfe geprägt oder soll es jedenfalls sein. Es liegt nichts Entwürdigendes darin, jemanden anderen um etwas zu bitten. Die wirklichen Gaben, die wir brauchen – Zuwendung, Liebe, Vertrauen, Treue – lassen sich nicht mit Geld aufwiegen! Jesus fordert uns im Evangelium auf, auch Gott den Herrn um etwas zu bitten. - Lesen Sie die Predigt zum 17. Sonntag im Jahreskreis C in vollem Wortlaut! | | |    |
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| | 23.07.2010 08:08:17 | | kath.net nimmt Buchempfehlung "Eduard Kratzfuss" zurück | | (kath.net/news.stjosef.at) Kath.Net hat vor einigen Tagen ein Buch über einen Maulwurf (Autor: Erwin Hilbert) aus dem FE-Medienverlag vorgestellt. Leider sind in dem Buch sehr fragwürdige Passagen zu finden (siehe die Rezension von Prof. Josef Spindelböck). Zusätzlich hat der Autor in den letzten Tagen im Internet seine antikatholische Einstellung mehr oder weniger klar publiziert und in unchristlicher Manier Kritiker beschimpft. Kath.Net zieht daher die Buchempfehlung ausdrücklich zurück und kann das Buch nicht mehr empfehlen! - (news.stjosef.at) Der fe-Verlag wurde über die bedenkliche Positionierung seines Autors Erwin Hilbert informiert, hat jedoch bis jetzt nicht dazu Stellung genommen. - Lesenswert ist das Streitgespräch zwischen dem Historiker Michael Hesemann und Erwin Hilbert auf Facebook! | | |    |
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| | 23.07.2010 07:54:43 | | Radio Maria - Mission mit modernen Mitteln | | (die-tagespost.de) Viele haben begonnen, Radio Maria zu hören, weil ihnen andere begeistert davon erzählt haben. So wird Mission lebendig. Weil Radio Maria in ihrem eigenen Leben so viel Gutes bewirkt, arbeiten die Hörer gerne mit: In der Bekanntmachung, bei Übertragungen, bei Bürotätigkeiten und sogar im Studio! Stephan Baier von der Zeitung "Die Tagespost" sprach mit Andreas Schätzle über die Erfolgstory des Senders. Lesen Sie das Interview im Wortlaut auf ZENIT! - www.radiomaria.at | | |    |
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| | 21.07.2010 20:26:50 | | Die blutbefleckte weiße Soutane | (zenit.org) Drei Jahre lag es erst zurück, dass das Königreich Italien an der Seite Hitlers in den Krieg gezogen war. Am 10. Juni 1940 verkündete der „Duce" Benito Mussolini vom Balkon des „Palazzo Venezia" auf dem gleichnamigen Platz der Menge seinen Entschluss, sich dem anzuschließen, was als eine der größten Katastrophen für den europäischen Kontinent und die Welt in die Geschichte eingehen wird. 1943 und 1944 müssen dann Italien und besonders Rom den Gipfel des Schreckens erleben, in das sie durch den Größenwahn der Faschisten und durch das verbrecherische Gebaren der Nationalsozialisten gestürzt worden waren: die verheerenden Luftangriffe der alliierten Truppen auf das Land und die Stadt sowie die Besetzung Roms durch die Deutschen. Die Geschichte der Dunklen Wolken über Rom in jenen Jahren erzählt auch der Historiker und Theologie Ulrich Nersinger in einem Hörbuch, das in einem stetigen Crescendo lebhaft in die Zeitgeschichte zurückführt (Ulrich Nersinger, Dunkle Wolken über Rom. Pius XII. und die Ewige Stadt 1943 - 1944 1 Audio-CD, ca. 65 Minuten Spielzeit, Sprecher: Christian Büsen, Annette Gunkel, Christoph Franz, Erik Raphael. EURO 13,90, Verlag Petra Kehl, Fulda, ISBN 978-3-930883-45-5) und vor die für Rom und Italien in den Kriegsjahren entscheidende Gestalt des ehrwürdigen Dieners Gottes Papst Pius XII. bringt. - Lesen Sie mehr auf ZENIT! | | |    |
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| | 21.07.2010 20:20:37 | | Johannes Maria Vianney - Pfarrer von Ars | (news.stjosef.at) Im Salterrae – Verlag ist ein Büchlein von Pfarrer Dr. Christoph Goldschmidt (Laa an der Thaya) erschienen. Es trägt den Titel „Johannes Maria Vianney – Pfarrer von Ars“. Die Absicht des Verfassers ist es, das Leben des Heiligen nachzuzeichnen und vor allem anhand seiner Predigten und Katechsen das Profil der Nachfolge Christi als Weg zur Heiligkeit aufzuzeigen. Das Buch ist die überarbeitete Fassung der Prof. Josef Weismayer betreuten Diplomarbeit des Verfassers aus dem Jahr 1996. Im Geleitwort des Buches schreibt der Wiener Weihbischof unter anderem: „Johannes M. Vianney, der hl. Pfarrer von Ars und nunmehrige Patron aller Priester, ist ein Geistlicher nach dem Herzen Jesu gewesen. Das haben seine Zeitgenossen gespürt und bezeugt. Es sind vor allem zwei Grundhaltungen, die er uns exemplarisch und zeitlos gültig vor Augen stellt: sein enormes Vertrauen auf Gott und seine hingebungsvolle Liebe zu den Menschen. Gottvertrauen: Vianney war gesegnet mit dem Bewusstsein der Nähe und Gegenwart des liebenden Gottes. Er hat sein Leben transparent auf Gott hin, ja in Gemeinschaft mit Gott gelebt. Schwierigkeiten, Leiden und seine eigene Schwachheit konnten ihn nicht von dieser Gottesunmittelbarkeit trennen. Er lebte im Bewusstsein, dass Gottes Wille zählt, nicht sein eigener. So hat er sich in Gottes Hand gegeben. Brennende Liebe zu den ihm Anvertrauten: Als Pfarrer von Ars war sich Vianney seiner geistlichen Verantwortung bewusst. Ihm stand deutlich vor Augen, dass Gott ihn als Werkzeug für das Heil der Menschen benutzte. Entsprechend hingebungsvoll verzehrte er sich im Bewusstsein, dass es hier für die Menschen um keine Kleinigkeiten sondern um ihr ewiges Heil ging.“ – Das Büchlein eignet sich zur persönlichen Lektüre, aber auch als Geschenk für Priester und Laien! Bibliografische Angabe: Christoph Goldschmidt, Johannes Maria Vianney - Pfarrer von Ars. Mit einem Geleitwort von Weihbischof Stefan Turnovszky, 176 Seiten, brosch., € 6,40, ISBN: 978-3-901297-18-2, Salterrae Schriftenapostolat 2010. Bestellung: salterrae@aon.at oder über den Buchhandel. | | |    |
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| | 20.07.2010 12:00:13 | | Christophorus-Sammlung der MIVA | | (kathpress.at) Die österreichische "Missions-Verkehrs-Arbeitsgemeinschaft" (MIVA) bittet im Umfeld des Fests des heiligen Christophorus am 25. Juli um Spenden: Besonders Autofahrer werden ersucht, im Rahmen der "Christophorus-Aktion" pro unfallfrei gefahrenem Kilometer "einen Zehntel-Cent" für ein MIVA-Auto zur Verfügung zu stellen. Die katholische Hilfsorganisation finanziert Fahrzeuge für Seelsorge, Entwicklungszusammenarbeit und medizinische Versorgung in den armen Ländern des Südens. Heuer sollen schwerpunktmäßig Projekte in der Demokratischen Republik Kongo mit Transportmitteln unterstützt werden. Die Spendenaktion trägt den Namen des heiligen Christophorus, der in der katholischen Kirche als Patron der Reisenden gilt. Seit vielen Jahren arbeitet MIVA mit Projektpartnern im Kongo zusammen: Das Land leide an den Folgen von Bürgerkrieg und Gewalt; im Osten werde immer noch gekämpft, hieß es in einer Aussendung. In weiten Teilen sei die Infrastruktur fast völlig zerstört. Durch die "Christophorus-Aktion" sollen u. a. zwei aus Österreich stammende Herz-Jesu-Missionare im Kongo Fahrzeuge erhalten. - Link: http://www.miva.at | | |    |
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| | 20.07.2010 10:50:39 | | Darf man Tyrannen töten? Ein Interview im Gedenken an den 20. Juli 1944 | (moralblog.de) Harald Stollmeier führte folgendes Interview mit dem Moraltheologen Prof. Dr. Josef Spindelböck. Josef Spindelböck, geboren 1964, ist Priester und Professor für Moraltheologie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Diözese St. Pölten sowie Gastprofessor für Moraltheologie und Ethik am Internationalen Theologischen Institut (ITI) Trumau. Er studierte Theologie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Stift Heiligenkreuz, promovierte an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien und habilitierte sich 2004 an der Katholischen Universität Lublin. Er ist Mitglied der Gemeinschaft vom heiligen Josef und Vorstandsmitglied der Johannes-Messner-Gesellschaft. Moralblog: Herr Professor Spindelböck, ist Tyrannenmord ein Verbrechen oder eine Heldentat? Josef Spindelböck: Ein Mord ist immer ein Verbrechen, egal gegen wen er sich richtet. Worauf Ihre Frage jedoch abzielt, das ist die mögliche Erlaubtheit einer Tyrannentötung. Das muss tatsächlich diskutiert werden. Es handelt sich um ein Problem im Kontext des sowohl rechtlich als auch ethisch zu behandelnden Widerstandsrechts. Die Legitimität zum Widerstand gegenüber einem staatlichen Unrechtssystem wird von der christlichen Ethik grundsätzlich anerkannt. Moralblog: Aber nur der gewaltlose Widerstand? Josef Spindelböck: Primär geht es zuerst um Gehorsamsverweigerung gegenüber ungerechten Befehlen oder Gesetzen und in der Folge um einen organisierten gewaltlosen Widerstand, sofern ein solcher möglich und Erfolg versprechend ist. Dieser entspricht seiner Natur nach besser den Grundsätzen der christlichen Ethik und dem dahinter stehenden Menschenbild. In einem besonderen Fall und entsprechend bestimmten Kriterien ist jedoch auch ein aktiv-gewaltsamer Widerstand zulässig. Moralblog: Was sind das für Kriterien? Josef Spindelböck: Diese leiten sich ab sowohl aus dem natürlichen Sittengesetz als auch aus der sittlichen Weisung der Heiligen Schrift, wie sie von der kirchlichen Tradition und dem Lehramt der Kirche interpretiert wird. Primär geht es darum, dass dieser gewaltsame Widerstand ein Akt der gemeinsamen Notwehr sein muss. Es muss also wirklich ein schweres Unrecht vorliegen, das vonseiten der Träger der Staatsgewalt über eine längere Zeit hin ausgeübt wird und auf andere Weise nicht behebbar ist. Außerdem muss wirkliche Aussicht auf Erfolg bestehen, und die voraussichtlichen Schäden eines solchen gewaltsamen Widerstands dürfen nicht größer sein als das zu behebende Übel. All dies soll gemäß christlicher Vorgabe nicht in einem Geist des Hasses und der Rache geschehen, sondern motiviert vom „Hunger und Durst nach der Gerechtigkeit“ und letztlich inspiriert von sozialer Liebe in echter Sorge und Verantwortung für das Gemeinwohl. Moralblog: Hitler hätte man also töten dürfen? Josef Spindelböck: Verantwortliche Personen haben dies, nach ausführlicher Analyse und kompetenter Beratung, so gesehen und darum das Attentat auf ihn durchgeführt (20. Juli 1944). Der Diktator wurde hier als Aggressor gegen das Gemeinwohl wahrgenommen, der schlimmstes Unheil über das deutsche Volk und die anderen Nationen brachte. Dem musste man gegensteuern. Da eine Ablöse auf demokratischem Weg nicht möglich war, schien es dieser Verschwörergruppe um Graf Stauffenberg als „ultima ratio“, also gleichsam als letzter Ausweg, gerechtfertigt, hier gewaltsam den Diktator auszuschalten, was dann leider misslungen ist. Aber im Prinzip war es – so scheint es auch mir – gerechtfertigt! In einem demokratischen Staatswesen gibt es Gottseidank gegenüber Unrecht andere Wege, die zu beschreiten sind, um es zu beheben. Moralblog: Indem man zum Beispiel demonstriert? Josef Spindelböck: Das ist in einem freiheitlichen Rechtsstaat eine legitime Möglichkeit der Meinungsäußerung, die jedoch in Diktaturen und totalitären Systemen stark eingeschränkt oder ganz aufgehoben ist. Der reguläre Weg der Beeinflussung des politischen und sozialen Lebens ist die Wahrnehmung der politischen Verantwortung in Form der demokratischen Mitbestimmung und Mitarbeit, je nach den eigenen Möglichkeiten und Fähigkeiten. Moralblog: Wenn in einem demokratischen System gewaltfreie Aktionen des Protestes nichts nützen, darf man dann auch zur Waffe greifen? Josef Spindelböck: Nein, keineswegs: Ein Rechtsstaat, wie es ja eine Demokratie sein sollte, ist grundlegend von einer Diktatur oder einem totalitären System zu unterscheiden. Eine gewaltsame Erhebung käme einem revolutionären Umsturz einer an sich gerechten Ordnung gleich. Und solange die Ordnung an sich gerecht ist, müssen auch konkret schwere Verletzungen der Gerechtigkeit ohne Gewalt und Umsturz behoben werden. Es gibt viele Wege, sich für das Gemeinwohl und die Verwirklichung des Guten einzusetzen. Manche Übel können wir jedoch nicht sofort beheben, so wünschenswert dies auch wäre. Moralblog: Bleibt einem da nur zu beten? Josef Spindelböck: Beten ist immer sinnvoll und wichtig. Die Alternative lautet aber nicht „Handeln“ oder „Beten“, sondern das Gebet soll stets unser Überlegen und Handeln begleiten, damit wir unsere politische und soziale Verantwortung besser wahrnehmen können. Moralblog: Dürfen Nichtchristen schneller zur Waffe greifen? Josef Spindelböck: Im Grunde nicht, sofern sie die Dinge richtig sehen. Das Prinzip der Gewaltlosigkeit hat auch unabhängig von der Kenntnis der göttlichen Offenbarung Vorrang, weil mit dem Einsatz von Gewalt zu viel auf dem Spiel steht und die Risiken – ausgenommen bei einer unmittelbar notwendigen Aktion der gewaltsamen Verteidigung – zu hoch sind, insbesondere für unschuldig Betroffene. Als inhaltlicher Orientierungsmaßstab hilft der Verweis auf das „Naturrecht“ als Inbegriff dessen, was dem Menschen sowohl als Bürger als auch als Gesetzgeber im Sinne eines ursprünglichen Gerechtigkeitsbezugs „vorgegeben“ ist. Moralblog: Das Naturrecht steht aber in keinem Gesetzbuch. Manchmal scheinen geltendes Recht und Naturrecht sogar im Widerspruch miteinander zu stehen. Hat man die Wahl? Josef Spindelböck: Nicht wenige Rechtsordnungen verstehen sich rechtspositivistisch. D.h. sie gehen von der unzutreffenden Annahme aus, der Mensch wäre letztlich nur sich selbst gegenüber verantwortlich und könne darum innerhalb eines konsistenten Systems das als Recht setzen, was ihm beliebe. Übersehen wird hier, dass es auch Unrecht gibt, das man auf diese Weise legitimieren könnte. Jede „positive“, d.h. menschlich gesatzte Rechtsordnung braucht einen Bezugspunkt in einer „überpositiven“ Ordnung der Gerechtigkeit, welche die Würde der menschlichen Person und das Gemeinwohl schützt. Ich möchte sogar noch etwas weitergehen: Ohne einen Gottesbezug, der nicht nur theoretisch bleiben darf, sondern auch praktisch im Sinne der Verantwortlichkeit des Menschen für sein Tun und Lassen einzulösen ist, wird es auch in der Gesetzgebung und in der Übernahme politischer Verantwortung nicht gehen. Moralblog: Herr Professor Spindelböck, wir danken Ihnen für dieses Gespräch. Buchtipp: Aktives Widerstandsrecht. Die Problematik der sittlichen Legitimität von Gewalt in der Auseinandersetzung mit ungerechter staatlicher Macht. Eine problemgeschichtlich-prinzipielle Darstellung, EOS Verlag, Erzabtei St. Ottilien 1994 Link: http://www.moralblog.de | | |    |
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