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06.02.2007 09:39:37
Klarheit hergestellt: Mercedarier sind römisch-katholischer Orden
(kath.net) Der Mercedarier-Orden ist definitiv römisch-katholisch. Das hat der Vatikan am Montag in einer Stellungnahme gegenüber KATH.NET nach einer Anfrage ausdrücklich bestätigt. In einer KATH.NET vorliegenden schriftlichen Stellungnahme der vatikanische Ordenskongregation vom 31. Januar 2007 heißt es wörtlich: „Wie auch aus dem Päpstlichen Jahrbuch ersichtlich ist, wurden die Mercedarier 1218 als Orden gegründet und 1235 approbiert als Ordo B. Mariae Virginis de Mercede. Seit 1960 zählen die Mercedarier zu den Bettelorden. Gegenwärtig ist P. Tolu Giovanno der Großmeister dieses Ordens. Das Generalat befindet sich in Rom. Dem Orden ist ein privater Laienverein angeschlossen, die Compagnia di Santa Maria della Mercede.“ Der ursprüngliche Anlass für die Diskussion um den Mercedarier-Orden waren die FPÖ-interne Streitigkeiten zwischen H. C. Strache und Ewald Stadler sowie in die Öffentlichkeit gelangte Fotos. Auf einem der Fotos ist Ewald Stadler im Ordensgewand bei einer Veranstaltung des Mercedarier-Orden zu sehen. Für Erich Leitenberger, Pressesprecher der Erzdiözese Wien, handelte es sich bei dem im Internet präsentierten Orden um einen "falschen Mercedarier-Orden", der "mit der katholischen Kirche sicher nichts zu tun hat". Das Orden sei „illegal“. Leitenberger behauptete weiters, dass es in Österreich seit 1782 keinen „Mercedarier“-Orden mehr gäbe und dass die „Mercedarier“ außerdem kein Ritterorden seien. "Es gibt eine Fülle von selbstgegründeten Ritterorden, die nicht kirchlich anerkannt sind. Es gibt leider zu jedem katholischen Orden eine illegale Zweitausgabe, so auch bei den Maltesern oder Grabesrittern“, meinte Leitenberger, der diesen Fall als eine „Sache der "Lefebvre-Anhänger“ einstufte. Der Mercedarier-Orden kritisierte daraufhin die Aussagen von Leitenberger und betonte, dass seine Behauptungen "jeder Grundlage" entbehren. "Die Mitglieder der Wiener Mercedarierkommende wurden in Rom vom Generalmagister (Generaloberen) des Mercedarierordens, P. Giovannino Tolu, in die dem Orden angegliederte Laiengemeinschaft "Compagnia di S. Maria della Mercede" aufgenommen und haben die Erzdiözese Wien davon in Kenntnis gesetzt. Das Erzbischöfliche Ordinariat bestätigte den Erhalt dieser Mitteilung." - Linktip: www.mercedarier.at
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05.02.2007 07:02:36
Der Rosenkranz - ein Gebet für Jung und Alt
(stephanscom.at) "Wir wollen mit der Feier den Menschen zeigen, dass der "Rosenkranz-Sühnekreuzzug" nicht in Pension gehen wird, sondern weiterwirkt", so Pater Benno Mikocki, im Gespräch mit Radio Stephansdom am Freitag, 2. Februar 2007, anlässlich des Jubiläums "60 Jahre Rosenkranz-Sühnekreuzzug". Gegründet wurde die Gemeinschaft 1947 von Pater Petrus, der in Mariazell für seine glückliche Heimkehr aus der Kriegsgefangenschaft dankte, und für das von den vier Großmächten besetzte Österreich betete. "In Mariazell bei der Magna Mater Austria hatte er diese Eingebung oder innere Stimme gehört: 'Tut was ich euch sage und ihr werdet Frieden haben'. Er hat dann etwa ein halbes Jahr nachgedacht und ist zur Erkenntnis gekommen, dass er im Sinne der Botschaft von Fatima eine Gebetsgemeinschaft gründen soll, auch mit dem Ziel für die Freiheit Österreichs zu beten", erzählt Pater Mikocki. Den Erfolg der Gemeinschaft, die innerhalb kürzester Zeit Zehntausende Mitglieder hatte, erklärt sich Pater Mikocki mit dem Einsatz von Pater Petrus und damit, dass der Appell für Frieden in Österreich zu beten auf offene Ohren gestoßen ist. Ab 1961 verbreitete sich die Gemeinschaft auch in Deutschland. Ausschlaggebend dafür war der Bau der Berliner Mauer. "Nachdem in Österreich der Staatsvertrag unterzeichnet war, war es ein Hauptanliegen für den Osten Europas zu beten. So wurden bei den Maria-Namen-Feiern die Kreuze mit den Namen der einzelnen Ostblockländer mitgetragen", erinnert sich Pater Mikocki. - Lesen Sie mehr!
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05.02.2007 07:00:47
Judaist Prof. Kurt Schubert verstorben
(derstandard.at) Kurt Schubert, der Begründer der Wiener Judaistik, ist am Sonntag im 84. Lebensjahr gestorben. Schubert war einer der großen Vorkämpfer für den christlich-jüdischen Dialog und ein mutiger Verfechter der Unabhängigkeit Österreichs. Neben dem europaweit ersten Institut für Judaistik hatte der 1993 emeritierte Universitätsprofessor 1972 auch das Jüdische Museum in Eisenstadt gegründet. Als Präsident des Österreichischen Bibelwerks war Schubert im Kampf gegen den Antisemitismus engagiert. Schubert besuchte in Wien das Theresianum und war 15 Jahre alt, als Adolf Hitler im März 1938 in Österreich einmarschierte. Den Nationalsozialismus verstand er als antichristliche Häresie, der man zu widerstehen hatte. Deshalb wählte er nach der Matura das Studium der Altsemitischen Philologie. Es erlaubte ihm, sich während der NS-Herrschaft auf "unverfängliche" Weise dem Studium der hebräischen Sprache zu widmen. Zusammen mit Schubert studierten noch drei Theologen - unter ihnen auch der spätere Kardinal Franz König. Außerdem engagierte sich Schubert - wie auch der spätere Wissenschaftsminister Hans Tuppy und die Zeithistorikerin Erika Weinzierl - in der "Katholischen Studentenseelsorge", aus der die Katholischen Hochschulgemeinden entstanden. Während des Krieges beim Luftschutz in Wien-Leopoldstadt tätig, rettete der junge Student die Bibliothek des Wiener Rabbinerseminars vor der Vernichtung und sorgte nach 1945 für den Transfer der kostbaren Buchbestände nach Israel. Zum Dank lud ihn die Hebräische Universität von Jerusalem zum ersten Unabhängigkeitstag 1949 nach Israel ein. Schubert war auch für die rasche Wiedereröffnung der Wiener Universität nach Kriegsende mitverantwortlich. Vom russischen Stadtkommandanten holte sich Schubert dazu die nötige Vollmacht, aus dem Schreibtisch des Rektors den Universitätsstempel. Das nationalsozialistische Wappen schnitt Schubert aus dem Stempel heraus und ersetzte es - behelfsmäßig - durch den Adler des Ständestaates. Zusammen mit Tuppy pflanzte der die österreichische Flagge auf das Dach der Universität. In diesen ersten Tagen war er für die Administration der Universität verantwortlich und damit quasi erster "Rektor". Im Jänner 1949 habilitierte sich Schubert und wurde 1959 außerordentlichen Professor. 1966 wurde er schließlich ordentlicher Professor für Judaistik.
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05.02.2007 06:57:30
Kardinal Schönborn kritisiert Abtreibungsmord
(kath.net) Der Wiener Kardinal Christoph Schönborn hat sich in einem Interview mit „Krone“ über die Abtreibungsmöglichkeit in der Wiener Lugner-City entsetzt gezeigt. Die Krone titelte den Bericht mit der Schlagzeile „Das Leben darf nicht VERLUGNERN“. Im Bericht selbst spricht der Kardinal Klartext und meint wörtlich: "Das Leben darf nicht VerLUGNERn. Die Vernichtung von Leben darf nicht banalisiert und wie eine Einkaufstour gewertet werden. Und es darf nicht sein, dass eine Gesellschaft generell die Tötung menschlichen Lebens als Ausweg anerkennt. Alles, was man über Abtreibung wissen muss, steht im 5. Gebot.“
Kritik übt Schönborn auch an der Verhütungsmentalität und sagt: „Die Zahl der Abtreibungen ist durch die Verhütung offensichtlich nicht zurückgegangen.“ Der Kardinal kritisierte auch, dass viel zu wenig über die seelischen Folgen geredet werde. Das Argument, dass manche aus „sozialer oder existentieller Not“ abtreiben, lässt Schönborn nicht gelten und meint: „Unsere Mütter und Großmütter haben so viele Kinder unter wesentlich härteren Bedingungen geboren und aufgezogen. Es ist möglicherweise eine Krankheit der Zeit, so etwas wie Glücks- und Wohlstandsgarantie zu erwarten.“ Der Wiener Erzbischof erinnert auch daran, dass der Mensch "Mensch von Anfang" an sei und betont: „Das Leben beginnt mit der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle, auch ungeborene Kinder sind Menschen, die man nicht töten darf.“ Für den Kardinal ist es auch ein Skandal-Urteil, dass in Österreich der OGH (Oberste Gerichtshof) festgestellt hat, dass ein geborenes Kind, das behindert ist, als „Schadensfall“ gewertet wird. Schönborn bedauert in dem Interview auch, dass sehr viele Menschen und Frauen in ihren Gewissens- und Lebenskonflikten alleine gelassen werden und dass frühere die Gesellschaft und auch die Kirche un- und außerehelich geborene Kinder stigmatisiert hat. „Heute ist zwar die Toleranz, aber auch die Vereinsamung größer. Da müssen alle mehr helfen.“ Der Wiener Kardinal gibt klar zu verstehen, dass es erlaubt sein müsse, dass Menschen gegen die Praxis demonstrieren. Zur „heißen Frage“ der möglichen automatischen Exkommunikation von Richard Lugner hat der Kardinal gegenüber der „Krone“ explizit keine Antwort gegeben und damit auch keine Aussage gemacht. Kardinal Schönborn selbst erklärte am Sonntagabend im Telefongespräch mit KATH.NET, er habe bereits vor einiger Zeit mit Lugner geredet. Er habe ihn darum gebeten, den Vertrag mit der Abtreibungsklinik nicht zu unterzeichen. Lugner hatte dies abgelehnt. Der Kardinal gab im Gespräch mit KATH.NET auch zu verstehen, er sei durchaus froh, dass zu dem Thema jetzt eine umfassende Debatte stattfinde.
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03.02.2007 16:23:41
Richard Lugner, der Abtreibungsmord und die Exkommunikation
Wurde in der "Lugner City" bereits einmal abgetrieben? Denn das wäre der kirchenrechtliche Straftatbestand. Und in welcher Weise ist Richard Lugner an der Willensbildung der angesprochenen Stiftung beteiligt? Falls in entscheidender Weise: war dem Baumeister zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses bewußt (oder eben nicht), daß bestimmte Bedienstete der sexualmedizinischen Einrichtung "nötigenfalls" auch den Abtreibungsmord gegen Bezahlung durchführen würden? Und war ihm zu diesem Zeitpunkt außerdem bewußt (oder eben nicht), daß sich jeder Katholik nicht nur vor Gott schwer schuldig macht, wenn er eine für Fötustötung(en) nicht wegzudenkende Ursache setzt, sondern daß sich lateinische Katholiken durch ein bewußtes derartiges Handeln normalerweise auch die schwerste Kirchenstrafe, nämlich die Exkommunikation, zuziehen? Von diesen Fragen hängt wesentlich ab, wer sich nun im konkreten Fall und ob sich dabei auch Richard Lugner durch den Vertragsabschluß und die erste dadurch ermöglichte Abtreibung automatisch exkommuniziert hat, wobei festzuhalten ist, daß die automatische Exkommunikation als solche nicht einen Ausschluß aus der Kirche bedeutet, sondern nach dem zu konsultierenden Kirchenrecht des lateinischen Ritus weitgehende Rechtseinschränkungen beinhaltet. Ein durch solchen mitwirkenden Vertragsabschluß exkommunizierter Katholik bliebe Katholik, wenn auch als öffentlicher Sünder. Und wenn Weihbischof Laun nicht nur mit seiner Haltung für das menschliche Leben von der Empfängnis an recht hat, sondern auch mit seiner speziellen Straf-Einschätzung, dann würden für Lugner und viele andere jene Wirkungen eingetreten sein, die ich in einem kurzen Beitrag "Die Verbote und Konsequenzen der noch nicht festgestellten Exkommunikation latae sententiae, vor allem auf Basis des can. 1331 § 1" zusammengefaßt habe. Es ist ein Verdienst des Salzburger Weihbischofs, durch eine Konkretisierung für eine neue Diskussion über den täglich still und heimlich vorgenommenen Abtreibungsmord unschuldigster ungeborener Kinder gesorgt und so auf eine Ursache der zunehmenden Kinderlosigkeit in Österreich und Europa verwiesen zu haben. Wichtig ist dabei auch, daß im Falle eines Nichteintritts einer bestimmten Kirchenstrafe noch kein Freispruch im moralischen Sinne vorliegt. Schwere Sünde bleibt schwere Sünde, auch ohne exkommuniziert zu sein. - Dies ist ein kurzer Ausschnitt aus dem Kommentar des Kirchenrechtlers Vizeoffizial Dr. Alexander Pytlik zur Causa Lugner; den Text in vollem Wortlaut können Sie auf kath.net lesen! - Bitte weiterverbreiten, es handelt sich um eine wichtige Stellungnahme.
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03.02.2007 05:19:27
Richard Lugner klagt Weihbischof Laun
(kath.net) Die Diskussion rund um Richard Lugner und die vom Salzburger Weihbischof Andreas Laun angesprochen Exkommunikation von Richard Lugner eskaliert. Lugner möchte jetzt den Salzburger Weihbischof verklagen wie die APA und der ORF berichtet. "Es reicht“, meint Lugner. Ansonsten müssten auch "Gusenbauer und Häupl" exkommuniziert werden. Lugner behauptet jetzt, dass er ja gar nicht einmal „juristische Hausherr“ der Lugner City sei und demnach gar nicht dafür verantwortlich gemacht werden könne. Er würde lediglich im Namen einer Stiftung, der die Lugner City gehört, Mietverträge aushandeln. Laun selber zeigt sich von der Klagsandrohung am Freitag gegenüber KATH.NET wenig beeindruckt. - Lesen Sie mehr auf kath.net!
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03.02.2007 05:13:06
Der wunderbare Fischfang: gegen die kirchliche Mutlosigkeit
Es gibt einen Spruch, wonach es jemandem nur dann gut geht, wenn er auch ein wenig jammern kann. Angeblich sind gerade wir Österreicher Meister im Jammern, und dabei geht es uns doch im Großen und Ganzen gar nicht schlecht und es gäbe vieles, wofür wir Gott und anderen Menschen wirklich dankbar sein könnten. Auch in der Kirche Gottes wird zu viel gejammert, aber zu wenig gebetet und gedankt. Da gibt es so manche Unzufriedene, welche an allem und jedem, was die Kirche lehrt und die kirchliche Ordnung vorgibt, etwas auszusetzen haben. Da gibt es auch so manche Menschen, welche zwar persönlich fromm sind, sich aber zugleich schwer tun mit dem Gedanken, dass in unserer von ihnen als ganz und gar gottlos und dekadent empfundenen Welt überhaupt noch etwas Gutes geschieht. Weit verbreitet unter den „Guten“ ist die Mutlosigkeit. - Gibt es hier eine Abhilfe? Woher kommt sie? Lesen Sie die Predigt zum 5. Sonntag im Jahreskreis von Dr. Josef Spindelböck!
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02.02.2007 07:42:05
Darstellung des Herrn - "Mariä Lichtmeß"
Israel, auch wenn du jetzt so zahlreich bist, wie der Sand am Meer, so wird sich von euch nur ein Rest bekehren . . . . . An jenem Tag wird der Rest des Gottesvolkes am Sion, und wer in Jerusalem noch übrig ist, heilig genannt werden. (vgl.Jes 10,22; Jes 4,3). Denn „da wird ein Mann sein, „Spross“ ist sein Name; und wo er steht, wird es sprossen und er wird auch den Tempel des Herrn (neu) bauen“ (vgl. Sach 6,12).
Mit der - liturgisch jetzt als „Herren“-Fest ausgewiesenen - Feier der „Darstellung des Herrn“ im Tempel ( so die heutige Bezeichnung für die alte, volkstümliche und als „Marien“- fest begangene Liturgie von „Maria Lichtmess“, die über Ostrom, Spanien (!) und Frankreich nach Rom kam) feiern wir einen Teilaspekt des endgültigen Wendepunktes der universalen Heilsgeschichte, die mit der Geburt des Messias als Sohn Gottes und als Sohn der Jungfrau Maria begonnen hat.
Mit jenem ersten „Eintritt“ des Herrn in seinen Tempel (alter griechischer Name: hypapanthe: ‚Begegnung’ des Herrn mit seinem Volke Israel), hat das alte Gottesvolk Israel eine grundsätzlich erneuerte Weiterführung seiner Sendung bekommen. Durch dieses Geschehen des Tempelbesuches des neugeborenen Messiaskindes anlässlich der vom Gesetz des Herrn vorgeschriebenen liturgischen „Reinigung“ einer Mutter (ab jetzt kann sie wieder am öffentlichen Opferkult des Tempels teilnehmen) ist später - für das Selbstverständnis der jungen Kirche - deutlich geworden, dass sie, die vom Herrn zusammengerufene kyriake dh. Kirche) damals das erste Mal heilsgeschichtlich als das „wahre“ Gottesvolk in Erscheinung getreten ist.
- Lesen Sie den ganzen Beitrag von P. Robert Bösner OSB auf kath.net!
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02.02.2007 07:40:11
WB Laun: Baumeister Lugner ist exkommuniziert
(kath.net-Interview mit dem Salzburger Weihbischof Dr. Andreas Laun)
KATH.NET: Am Donnerstag wurde in der Wiener „Lugner-City“ ein Sexualmedizinisches Zentrum eröffnet, in dem auch Abtreibungen durchgeführt werden. Gegenüber den Medien meinte Richard Lugner, der Besitzer des Einkaufszentrums, er sei Katholik. Schließt sich ein Katholik, der Abtreibungen in irgendeiner Form unterstützt, nicht aus der Kirche aus? Ist Richard Lugner exkommuniziert?
Andreas Laun: Sicherlich. Im Katechismus heißt es: „Die formelle Mitwirkung an einer Abtreibung ist ein schweres Vergehen. Die Kirche ahndet dieses Vergehen gegen das menschliche Leben mit der Kirchenstrafe der Exkommunikation." Da Lugner durch die Zulassung von Abtreibungen in seinem Einkaufszentrum an der Abtreibung „mitwirkt“, ist er von der Bestimmung betroffen und ist exkommuniziert.
KATH.NET: Ein weiteres Thema, über das gesprochen wird: Auf der offiziellen Website der „Katholischen Kirche in Österreich“ wird für die „Aktion Leben“ geworben. Selbst Bischöfe sind mit der inhaltlichen Ausrichtung dieser Organisation nicht einverstanden, wie jüngst Bischof Küng im KATH.NET-Interview bestätigte. Wie kommt es dazu, dass die „Aktion Leben“ dann von der Österreichischen Bischofskonferenz unterstützt wird – finanziell und durch diese Werbung?
Andreas Laun: „Die Bischöfe“ haben diese Entscheidung nicht getroffen, sie wurden nie gefragt. Ich hoffe, dass bald die nötige Korrektur kommen wird. Die „Aktion Leben Österreich“ wurde seinerzeit von Katholiken gegründet, war aber formell nie „katholisch“, in ihren Anfangszeiten nur de facto. Aber auch das ist sie längst nicht mehr, und heute vertritt sie mehrere Positionen im Widerspruch zur Lehre der Kirche und im Widerspruch zur gesunden Vernunft. Die „Kultur des Lebens“ im Sinne von Johannes Paul II. wird im heutigen Österreich von der „Jugend für das Leben“ und von „HLI-Österreich getragen, nicht von „Aktion Leben Österreich“. Positiv anzumerken ist, dass nicht alle Landes-Organisationen der „Aktion Leben“ den nicht-katholischen Kurs der Wiener Zentrale mittragen. Von mir bekommt und bekäme die genannte Organisation keinerlei Unterstützung mehr. Der Abfall dieser Aktion von den Zielen des Anfangs erfüllt mich mit Trauer: In den Anfangszeiten war ich ein Mitstreiter von „Aktion Leben Österreich“, jetzt wäre es gegen mein Gewissen, wenn ich sie unterstützen sollte.
KATH.NET: Auf der Website der „Aktion Leben“ wird das „Post Abortion Syndrom“ (PAS) als „eine Erfindung radikaler Gruppierungen“ dargestellt. Was sagen Sie dazu?
Andreas Laun: Das ist blanker Unsinn! Jeder, der die Fach-Literatur kennt und mit betroffenen Frauen gesprochen hat, weiß, dass das PAS Realität ist.
KATH.NET: Die „Aktion Leben“ meint weiters, dass die Beratung „ergebnisoffen“ sein müsse und die „Entscheidung der Frau“ respektieren solle. Was sagt die Kirche dazu?
Andreas Laun: Das ist falsch und widersinnig. Erstens erwarte ich mir von einem Berater einen klaren Rat und nicht nur die Liste dessen was ich tun könnte. Dass ich als Beratener immer noch das Gegenteil tun kann von dem, was mir geraten wird, versteht sich von selbst. In diesem Sinn eine Beratung „ergebnisoffen“ zu nennen, ist sinnloses Gerede. Ich fürchte, mit dem Begriff „ergebnisoffen“ will man sagen, dass auch Abtreibung eine mögliche, nicht in jedem Fall falsche Entscheidung ist. Aber genau das ist sie: Sie ist in jedem Fall falsch! Und was das Respektieren betrifft: Die Entscheidung zur Abtreibung kann man so wenig respektieren wie die Entscheidung zu irgendeinem anderen Verbrechen oder Unrecht. Ich kenne niemanden, der, nachdem ihm seine Brieftasche gestohlen worden ist, sagt, man müsse „die Entscheidung des Diebes respektieren“. „Respektieren“ kann und soll man immer nur den Täter, nicht das Böse, das er tut. Diese Redeweise vom „respektieren“ ist zutiefst vergiftet und im Grunde ein „Ja“ zur Abtreibung. Gerade in der heutigen Zeit, wo die Verachtung des Tötungsverbotes solche Ausmaße angenommen hat und die demographischen Folgen des Tötens wie ein Tsunami der anderen Art Europa bedrohen wie seit dem Ende des Weltkrieges nicht mehr, ist Eindeutigkeit das Gebot der Stunde.
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01.02.2007 12:54:07
Historiker gegen Dollfuss-Legendenbildung
(kathpress.at) Die Bewertung von Bundeskanzler Dollfuß ist wegen der Ereignisse um den 12. Februar 1934 - nicht zuletzt wegen der Hinrichtung mehrerer sozialdemokratischer "Schutzbund"-Angehöriger - bis heute umstritten. Der Grazer Kirchenhistoriker em. Prof. Maximilian Liebmann hat in diesem Zusammenhang darauf aufmerksam gemacht, dass es beharrliche Legendenbildungen gibt, die trotz gegenteiliger historischer Beweislage weiter gepflegt werden. Dies betreffe insbesondere die Darstellung, dass einer der Verurteilten "auf einer Tragbahre zum Galgen geschleppt" worden sei. Wörtlich sagte Prof. Liebmann im Gespräch mit "Kathpress": "So schrecklich, unmenschlich und unverzeihlich die Todesurteile, insbesondere die Hinrichtungen, auch waren und sind, so verfehlt ist es, diese Bluttat noch durch horrible Legenden zu überfrachten". Unverständlicherweise halte sich die "obskure Legende" auch in seriösen Geschichtsdarstellungen. Der Kirchenhistoriker hat u.a. im Wiener Diözesanarchiv die Berichte der Gefangenenseelsorger an Kardinal Theodor Innitzer eingesehen. Aus diesen Berichten gehe hervor, dass Karl Münichreiter - auf den sich die Tragbahren-Darstellung bezog - "eine Zigarette rauchend, seelenruhig aus der Armensünderzelle zur Richtstätte ging". Der Gefangenenseelsorger Josef Supp habe noch hinzugefügt: "Bei der Hinrichtung benahm sich Münichreiter vollständig ruhig und gefasst ohne etwas auszurufen". Prof. Liebmann verweist darauf, dass Kardinal Innitzer offensichtlich bei der Dollfuß-Regierung nachhaltig für die Begnadigung der standgerichtlich Verurteilten interveniert hatte. Nur so sei ein "ins Detail gehender Rechtfertigungsversuch" des damaligen Justizministers Kurt Schuschnigg in einem Brief an Innitzer zu erklären. Zur Formulierung Schuschniggs, dass "die Anzahl der Justifizierten mit acht glücklicherweise eine sehr geringe" war, müsse man aber feststellen, dass es "um acht zu viel waren", so der Historiker.
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01.02.2007 12:50:45
Abtreibungsproteste vor Lugner-Einkaufszentrum
(wien.orf.at) Rund 100 Menschen haben gegen das Abtreibungsangebot im Venus-Med-Zentrum in der Lugner-City protestiert. In unmittelbarer Nähe zum Einkaufszentrum werden sexualmedizinische Behandlungen angeboten. Weil auch Abtreibungen in dem Zentrum angeboten werden, protestierte der katholische Verein "Jugend für das Leben" am Donnerstag vor dem Shopping Center. Abtreibungen im Einkaufszentrum seien "nicht hinnehmbar". Umringt von Polizisten und Journalisten demonstrierten laut Polizei rund 100 Jugendliche mit Transparenten wie "Kindertod im Angebot?" und "Abtreibung raus aus dem Lugnerhaus". Abgesehen von der "Lärmstörung" sei es zu keinen Zwischenfällen gekommen. - (youthforlife.net) Margret Parzmair von „Jugend für das Leben“ wehrte sich bei der heutigen Pressekonferenz gegen Abtreibungen in einem Einkaufszentrum. „Offensichtlich wolle man den Eindruck vermitteln, eine Abtreibung sei eine harmlose Erledigung zwischen Friseurtermin und Shopping. Die Ansiedlung einer Abtreibungsstation zwischen Kino und Kaffeehaus bedeutet, dass die Tötung ungeborener Menschen zum Alltagsgeschäft geworden ist. Diese Banalisierung wollen wir nicht akzeptieren“, so Parzmair. „Neben den ungewollten Weihnachtsgeschenken kann jetzt also auch ein ungewolltes Kind zurückgegeben werden.“ Vielen Menschen hat die Abtreibungsstation im Shopping-Center die Lust am Einkaufen gründlich verdorben. Innerhalb kürzester Zeit haben über 3.400 Menschen erklärt, nicht mehr in der Lugner City einkaufen zu gehen, solange dort Abtreibungen durchgeführt werden. Sie haben dies sogar mit ihrer Unterschrift bestätigt. Die Unterschriftenaktion läuft weiter. Julia Blaimschein, Vorstandsmitglied von Jugend für das Leben: „Wir freuen uns, dass sich so viele Bürgerinnen und Bürger für diese Aktion engagieren. Es zeigt, dass die ungeborenen Kinder vielen ein Anliegen sind. Wir verlangen von Herrn Lugner, dass er sich durch die Not verzweifelter Mütter nicht indirekt bereichert. Von einem ehemaligen Bundespräsidentschaftskandidaten erwarten wir uns eine engagierte Hilfeleistung und mehr als nur das Angebot einer schnellen Abtreibung“, so Blaimschein.
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31.01.2007 16:29:55
60 Jahre Rosenkranz-Sühnekreuzzug
(stephanscom.at) Der "Rosenkranz-Sühnekreuzzug" (RSK), eine von Wien ausgegangene internationale Gebetsgemeinschaft, feiert 60-jähriges Bestehen. Franziskaner-Provinzial Pater Anton Bruck zelebriert am Samstag, 3. Februar 2007, um 16.30 Uhr in der Wiener Franziskanerkirche den Jubiläumsgottesdienst. Am 2. Februar 1947 hatte der Franziskanerpater Petrus Pavlicek (1902-82) den "Rosenkranz-Sühnekreuzzug" gegründet. Pater Petrus war ein Spätberufener, der in seiner Jugend aus der Kirche ausgetreten war und erst mit 35 wieder zum Glauben zurückgefunden hatte. Heute umfasst die internationale Gebetsgemeinschaft weltweit 700.000 Mitglieder in mehr als 130 Ländern. In Österreich veranstaltet der "Rosenkranz-Sühnekreuzzug" im September alljährlich die "Maria-Namen-Feier" in der Wiener Stadthalle. Bei dieser größten katholischen Glaubenskundgebung in Österreich wird für den Frieden in der Welt gebetet. Darüber hinaus bietet die Gebetsgemeinschaft auch Exerzitien und Einkehrtage an, bei denen auch Fragen suchender und der Kirche fern stehender Menschen berücksichtigt werden. - Lesen Sie mehr! - Homepage: http://www.rosenkranz-suehnekreuzzug.at
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31.01.2007 16:23:08
Über die Zusammenarbeit in der Kirche Gottes
(radiovatikan.de) Ohne Zusammenarbeit geht es nicht, erst recht nicht in der Kirche. Das hat Papst Benedikt XVI. heute betont. Bei seiner Generalaudienz wies er darauf hin, dass die Leistung großer Christen, etwa des heiligen Paulus, ohne ihre Mitarbeiter kaum vorstellbar gewesen wäre. Diese Mitarbeiter gelte es aus dem Schatten zu holen, so der Papst vor Tausenden von Pilgern in der vatikanischen Audienzhalle. Auf deutsch sagte er: "Liebe Brüder und Schwestern! Eine besondere Eigenschaft der ersten Jünger Jesu Christi war ihre enge Zusammenarbeit untereinander zum Wohle der Kirche. Auch der Apostel Paulus war kein Einzelkämpfer. Er konnte sich auf die Mitarbeit geeigneter Helfer stützen. Dazu gehörten: Barnabas, der “Sohn des Trostes”, wie ihn die Apostelgeschichte (4, 36) nennt, Silas – oder lateinisch Silvanus – und Apollos. Sie waren ganz unterschiedlicher Herkunft: Barnabas kam aus Zypern, Silas aus Jerusalem und Apollos aus Alexandrien. Gemeinsam war diesen drei Mitarbeitern des Paulus ihre Hingabe an Jesus Christus und das Evangelium. Zugleich hatte jeder auf seine Weise an der gemeinsamen Mission Anteil. Barnabas ebnete vor allem die Wege für die Annahme des Paulus durch die junge Kirche. Silas war und blieb ein treuer Gefährte des Apostels, der ihn bei der Mission im griechischen Kulturkreis unterstützte. Apollos trug mit seiner Redegewandtheit dazu bei, das Wort Gottes zu verbreiten und den Glauben an Jesus Christus zu vertiefen. Lernen wir von diesen Zeugen, dem Evangelium mit Eifer zu dienen und unser Bestes für diese große Aufgabe einzusetzen. Von Herzen grüße ich alle Pilger und Besucher deutscher Sprache. Bezeugt die Liebe Gottes mit eurem ganzen Leben! Euch allen wünsche ich einen gesegneten Aufenthalt hier in Rom, wo so viele Glaubenszeugen gelebt und gewirkt haben." - (kathpress.at) Für Papst Benedikt XVI. ist es ein Trost, dass Heilige auch gestritten haben. "Auch zwischen Heiligen gibt es Gegensätze, Uneinigkeiten und Kontroversen, und das ist für mich sehr tröstlich", sagte der Papst bei seiner Generalaudienz am Mittwoch im Vatikan. Dies zeige, dass die Heiligen "nicht vom Himmel gefallen" sind. "Sie waren Menschen wie wir, mit Problemen, auch mit Sünden", betonte Benedikt XVI. Die mehreren tausend Besucher antworteten auf die spontane Einlassung mit Applaus. Heiligkeit bestehe nicht darin, nie etwas falsch gemacht oder gesündigt zu haben, führte der Papst aus. Sie wachse in der Fähigkeit zu Umkehr, Reue und Neuanfängen, vor allem aber in der Bereitschaft zu Versöhnung und Vergebung. Als Beispiel nannte Benedikt XVI. den Völkerapostel Paulus. Obwohl sich dieser mit Markus zwischenzeitlich überworfen hatte, bezeichne er ihn in einem seiner letzten Briefe wieder als seinen Mitarbeiter. Anlass der Äußerungen des Papstes war eine Meditation über die Missionsgefährten des Apostels Paulus. Barnabas, Silas und Apollos hätten auf unterschiedliche Weise an der Verbreitung des christlichen Glaubens im ersten Jahrhundert mitgewirkt. In diesem Zusammenhang erinnerte der Papst daran, dass Paulus ein Musterbeispiel für Zusammenarbeit gewesen sei: Er wollte in der Kirche nicht alles selbst machen, sondern nützte die Talente der "Kollegen". Insbesondere verwies der Papst auf die Konsequenzen, die Paulus aus dem Streit unter den Urchristen in Korinth gezogen hatte, indem er sie daran erinnerte, dass die Hauptpersonen in der Gemeinde nur "schlichte Diener" seien. Das gelte auch heute für Päpste, Kardinäle, Bischöfe, Priester und Laien, betonte Benedikt XVI.: "Wir sind demütige Diener Jesu. Wir dienen dem Evangelium soweit wir können und wir bitten Gott, dass er das Evangelium und die Kirche wachsen lässt".
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30.01.2007 17:43:05
Friedensaufruf des Papstes
(radiovatikan.de) Papst Benedikt XVI. verfolgt die gespannte Lage im Libanon und in Palästina mit großer Sorge. Bei seinem Angelusgebet heute in Rom bat er eindringlich um ein Ende des Blutvergießens im Libanon. Mit Blick auf den Gaza-Streifen, wo in den letzten Tagen bei internen Auseinandersetzungen mehr als 20 Palästinenser ums Leben kamen, rief er die streitenden Parteien eindringlich zur Zusammenarbeit auf. Wörtlich sagte der Papst: "In den letzten Tagen ist die Gewalt in den Libanon zurückgekehrt. Es ist inakzeptabel, dass einige dadurch ihre politischen Ziele erreichen wollen. Ich fühle eine tiefe Sorge um die Bevölkerung. Ich weiß: Viele Libanesen stehen kurz davor, alle Hoffnung fahren zu lassen; sie sind desorientiert. Ich mache mir die deutlichen Worte von Kardinal Nasrallah Sfeir gegen die Bruderkämpfe zu eigen. Zusammen mit allen religiösen Autoritäten bete ich darum, dass alle Libanesen wieder zusammenarbeiten, um ihre Heimat zu einem wirklich gemeinsamen Haus zu machen... Die Christen im Libanon sollten sich um einen echten Dialog zwischen den einzelnen Gruppen bemühen... Ich hoffe außerdem, dass die Unruhen im Gaza-Streifen so schnell wie möglich enden. Der ganzen Bevölkerung versichere ich meine geistliche Nähe und mein Gebet..., damit sich in allen der Wille durchsetzt, für das Gemeinwohl zusammenzuarbeiten und friedliche Wege zur Beilegung der Spannungen zu finden". Der Papst ließ beim Angelusgebet zwei weiße Friedenstauben aufsteigen.
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30.01.2007 17:41:03
Aufruf zu Kundgebung für das Leben am 1. Februar 2007
(kath.net) Shopping mit bitterem Beigeschmack – das kommt auf die Besucher des bekannten Wiener Einkaufszentrums „Lugner City“ zu. Dort eröffnete am Montag ein sexualmedizinisches Zentrum, in dem auch Abtreibungen durchgeführt werden. Abschied von dem bekannten Shopping Center nehmen unter anderem Lebensschützer. Die Organisation „Jugend für das Leben“ lädt am 1. Februar um 10 Uhr zu einer Kundgebung vor der Lugner City ein. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden in schwarzer Kleidung auftreten, als „Zeichen der Trauer“. Die Betreiber des sexualmedizinischen Zentrums „Venus Med“ spielen die Proteste herunter. „Ab und zu erreicht uns ein E-Mail oder ein Fax, wo jemand seinen Unmut äußert“, meint Geschäftsführerin Brigitte Mosshammer-Peter, gegenüber der „Wiener Zeitung“. Der Standort sei bewusst gewählt worden, sagt der ärztliche Leiter Wolfgang Grin. „Es geht um die Behandlung von sexuellen Störungen, die ein großes Thema in unserer Gesellschaft sind. Gesucht war ein möglichst niederschwelliger Zugang, auch während des Einkaufs“. Baumeister Richard Lugner meinte salopp, es würde ihn nicht wundern, wenn demnächst vielleicht doch ein paar Protestierer aufmarschierten. „Diese Berufs-Demonstrierer sind ja überall: zuerst beim Gusenbauer, nachher am Opernball und vielleicht zwischendurch vor der Lugner City.“ Den Abtreibungsgegner gesteht er zwar ein Recht auf freie Meinungsäußerung zu – aber nur, solange sie nicht in seinem Einkaufszentrum Wirbel machen, denn „dann werden wir einschreiten!“ Nötig wird das nicht sein. Mit der Inbetriebnahme des sexualmedizinischen Zentrums hat die Lugner City nämlich mindestens 1.000 Kundinnen und Kunden verloren, die überzeugt sind, dass eine Einrichtung, die Abtreibungen vornimmt, nichts in einem Einkaufszentrum verloren hat. Sie werden Zukunft weder den Mausi-Markt besuchen noch das Lugner Kino noch irgendein anderes Geschäft in dem Einkaufszentrum. Über 1.000 haben in den letzten Wochen ihre Unterschrift unter folgende Erklärung gesetzt: „Ich erkläre hiermit, weder in die ,Lugner City’ einkaufen zu gehen noch das ,Lugner Kino’ zu besuchen, solange in der ,Lugner City’ Abtreibungen durchgeführt werden. Die Abtreibung ist - auch wenn sie straffrei durchgeführt wird - die Tötung eines Menschen.“ - Link: www.youthforlife.net (dort können Sie auch online Ihre Unterstützung bekunden).
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29.01.2007 10:29:37
Sturmschadensfälle an kirchlichen Gebäuden
(presse.kirche.at) Zahlreiche Schäden an Kirchendächer hat der Sturm „Kyrill“ angerichtet. Bis 26. Jänner wurden 126 Schadensfälle an kirchlichen Gebäuden in den Pfarren der Diözese sowie dem Hauptgebäude gemeldet. Klöster und Stifte sind dabei noch nicht berücksichtigt. Dabei handelt es sich vornehmlich um Ziegelabdeckungen. Die genauere Schadenshöhe lässt sich allerdings noch nicht beziffern. Nach Auskünften des Diözesanbauamtes sind die Schäden großteils durch Versicherungen gedeckt. Kirchtürme zeigten sich anscheinend stabiler und wurden durch den Orkan nicht beschädigt. Betroffen war das gesamte Diözesangebiet, die meisten Schadensmeldungen ziehen sich allerdings wie ein Band quer durch die Diözese, vom Waldviertel über Krems und nach St. Pölten. Schäden gibt es auch in den Regionen Mostviertel und Tullnerfeld. Besonders betroffen sind nach bisherigen Meldungen u. a. die Pfarrkirchen Waldenstein, Kleinhain und auch das Bistumsgebäude. Der Schneeeinbruch wirkt sich „sehr unangenehm aus“, meint Ing. Bernd Schneider vom Diözesanbauamt. Die Dächer wurden mittlerweile alle notgesichert, teilweise bereits wieder gedeckt. Mit den weiteren Dachdeckungen der teils sehr steilen Dächer kann erst nach Ende dieser Kälteperiode begonnen werden. - Inzwischen hat ein neuer Sturm namens "Olli" auch auf kirchlichen Gebäuden weitere Schäden verursacht.
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29.01.2007 10:26:25
Der heilige Johannes Bosco
(donbosco.at) Don Giovanni Bosco, der große italienische Priester, Apostel der Jugend, Ordensgründer und Sozialpionier ist das Vorbild der weltweiten Don Bosco Familie. Johannes Bosco wurde im Jahre 1815 in Becchi, nahe der Großstadt Turin (Italien), als Kind einer tiefreligiösen, armen Bauernfamilie geboren. Als Johannes zwei Jahre alt war, starb sein Vater. So musste er schon in sehr jungen Jahren kräftig mitarbeiten, um den Lebensunterhalt der Familie zu sichern. Schon früh zeigte sich seine besondere Fähigkeit im Umgang mit jungen Menschen. Später deutete Don Bosco dies mit einem Traumerlebnis seiner Kindheit. Die Mutter legte durch ihr Beispiel bei Johannes die Grundlage für seine Berufung zum Priester und Erzieher. Das Geld für seine schulische Ausbildung musste er sich selbst verdienen. Dabei erlernte er handwerkliche Fertigkeiten als Schmied, Tischler, Schneider und Kellner. Von 1835 bis 1841 studierte er in Chieri Theologie und wurde anschließend in Turin zum Priester geweiht. In seiner seelsorglichen Tätigkeit zeichnete sich für ihn bald seine vorrangige Bestimmung zur Erziehung Jugendlicher ab, die aufgrund der schwierigen Situation jener Zeit (beginnende Industrialisierung) vom Land in die Stadt Turin gekommen und dort sozial entwurzelt, arbeitslos oder straffällig geworden waren. Er sammelte diese jungen Menschen, gründete Wohnheime und Werkstätten und sorgte sich um ihre schulische, berufliche und sittlich-religiöse Bildung. Don Bosco war überzeugt, dass man jungen Menschen, insbesondere den vernachlässigten unter ihnen, nicht mit Strenge, sondern mit Güte begegnen muss. "Nicht mit Schlägen, sondern mit Güte und Liebe wirst Du diese zu Deinen Freunden machen," sagte Maria im Traum dem 9-jährigen Giovanni Bosco. Für seine erzieherische Aufgabe gewann er Mitarbeiter und gründete 1859 die Gesellschaft des hl. Franz von Sales - heute Salesianer Don Boscos genannt. Zusammen mit Maria Domenica Mazzarello gründete er die Vereinigung der "Töchter Mariä der Hilfe der Christen" - heute Don Bosco Schwestern. Don Bosco starb am 31. Jänner 1888 und wurde am Ostersonntag, dem 1. April 1934, heilig gesprochen. - Link: Übersicht der Gottesdienste und Veranstaltungen zum Gedenktag des hl. Don Bosco am 31.01.2007.
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28.01.2007 16:31:06
33 Jahre für Christus
Vor einem Monat ist das Buch "33 Jahre für Christus" im Verlag St. Josef erschienen: Es handelt sich um die "Legenda Maior" des Raimund von Capua, die jetzt in der deutschen Übersetzung von Dr. Josef Schwarzbauer vorliegt. Die Legenda Maior ist der wichtigste, vollständigste und gültigste Bericht über das Leben der heiligen Caterina von Siena. Er wurde in den Jahren 1385-1395 von ihrem Beichtvater, dem Dominikanertheologen und späteren Generalmagister des Predigerordens, Raimund von Capua verfaßt und in ganz Europa verbreitet. "Das Leben der heiligen Caterina hat sich für ihr Vaterland und die Kirche deshalb so wunderbar wirksam und fruchtbar erwiesen, weil sie dem Antrieb des Heiligen Geistes gegenüber fügsam war und vom Lehramt der Kirche geführt wurde. Dieses Beispiel möge in sehr vielen Seelen eine lebendige Bewunderung hervorrufen und auch die Sehnsucht erwecken, sie in ihren heroischen Tugenden nachzuahmen." (Johannes Paul II.) - Titelangabe: 33 Jahre für Christus. Die Legenda Maior des Raimund von Capua: Das Leben der hl. Caterina von Siena, ISBN 978-3-901853-13-5, 540 Seiten, gebunden, zahlreiche Farbbilder, EUR 24,- Online-Bestellung (versandkostenfrei): http://verlag.stjosef.at .
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28.01.2007 16:28:04
Die Hintergründe des Schismas von orthodoxer und katholischer Kirche
(presse.kirche.at/news.stjosef.at) Ziel der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Pölten sei es, dass alle Studierenden zu Aposteln werden und den Wunsch in sich verspüren, Menschen unter den heutigen Bedingungen zu dem großen Geheimnis des Glaubens hinzuführen. Dabei müssen die Herzen zu brennen beginnen, sagte Bischof DDr. Klaus Küng bei der diesjährigen "Thomasakademie" am 26.01.2007 anlässlich des Festes des Patrons der Hochschule und der theologischen Studien in St. Pölten. Es sollte das Verlangen der Studierenden sein, Jesus immer besser kennen zu lernen, damit er in ihrem Leben immer mehr auch Gestalt annehme, sagte der Bischof. Die Hochschule müsse in diesem Sinn eine "Schule der Apostel" sein, unterstrich er. Im Anschluss an die Festmesse in der Kapelle des Priesterseminars fand in der Aula der Hochschule der Festvortrag von Mag. H. Georg Eisner über das "große Schisma zwischen Ost und West" aus dem Fachbereich der ökumenischen Theologie statt. Entgegen der weithin bestehenden Meinung, dass die Hinterlegung der Bannbulle durch Kardinal Humbert von Silva Kandida in der Hagia Sophia am 17. Juli 1054 zum großen Schisma zwischen lateinischer und griechischer Kirche geführt habe, gebe es zahlreiche Beispiele für eine enge Beziehungen zwischen der Ost- und Westkirche, die auch nach 1054 bestanden haben und so diese Meinung widerlegen, sagte Eisner. Vielmehr könne erst im 18. Jahrhundert von einer Kirchenspaltung gesprochen werden, als jede der beiden Kirchen für sich den Alleinanspruch erhob, die "eine, wahre und heilige Kirche" zu sein und der anderen die Kirchlichkeit absprach. Die Vorgeschichte zu den Ereignissen von 1054 verdeutliche aber, dass bereits in früheren Jahrhunderten das Verhältnis der lateinischen zur griechischen Kirche nicht ohne Probleme war, zeigte Eisner auf. - (Kommentar, Dr. theol. habil. Josef Spindelböck) Leider konnte bei besagter Veranstaltung aus Zeitgründen die vom Referenten Mag. Eisner vorgebrachte These, dass es eine echte Kirchenspaltung zwischen Ost- und Westkirche erst seit dem 18. Jahrhundert gebe, nicht mehr diskutiert werden. Die These geht auf den Wiener Ostkirchenkundler Univ. Prof. em. Ernst Christoph Suttner zurück und weist vor allem eine zweifache Problematik auf: Erstens würde mit dieser Auffassung früheren kirchlichen Überzeugungen in Ost und West von einer dogmatischen Unvereinbarkeit wesentlicher Standpunkte zwischen Orthodoxie und römisch-katholischer Kirche widersprochen. Wäre man nämlich der Auffassung gewesen, es gebe keine dogmatischen Probleme im gegenseitigen Verhältnis von Ost- und Westkirche, dann hätte es z.B. auch des Unionskonzils von Florenz-Ferrara (1438/39) nicht bedurft. Außerdem könnte die These - in subversiver Weise weitergedacht - den Anspruch der römisch-katholischen Kirche, die wahre Kirche Christi zu sein, prinzipiell in Frage stellen und als Hindernis für die Ökumene ansehen. Ob das einer wirklichen Einheit im wahren Glauben dienen kann, darf jedoch bezweifelt werden! - Link: Phil.-Theol. Hochschule St. Pölten.
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26.01.2007 18:53:45
Alte oder neue Messe? Ein Kommentar von P. Eberhard von Gemmingen
news.stjosef.at dokumentiert einen interessanten Kommentar von P. Eberhard von Gemmingen SJ, Radio Vatikan. Dieser stellt die persönliche Meinungsäußerung des Betreffenden dar und ist - unbeschadet dessen, ob man die vertretene Sichtweise teilt - jedenfalls beachtenswert:
Vermutlich wird Papst Benedikt bald die Erlaubnis geben, die Eucharistie wieder häufiger im überlieferten oder klassischen oder tridentinischen Ritus zu feiern. Es wäre aber völlig falsch, wenn sich die Katholiken darüber in die Haare kämen, die einen voll Freude über diese Rückkehr, die anderen voll Ärger. Der Papst will die alte Liturgie keineswegs allgemein einführen oder dazu verpflichten. Er ist nur der Überzeugung, dass das Verbot dieses klassischen Ritus nach dem Konzil der kirchlichen Tradition widerspricht, denn Riten werden seiner Überzeugung nach zwar fortentwickelt, aber nicht einfach abgeschafft.
Es dreht sich bei dem Ganzen vor allem nicht ums Latein und um die Zelebration mit Rücken zum Volk. Denn beides kann auch im neuen Ritus geschehen. Die genauen Unterschiede zwischen dem alten und dem neuen Ritus sind minimal und fast überhaupt nicht zu erkennen, wenn der neue Ritus – wie erlaubt und gewünscht - auf Latein gefeiert wird und sogar mit dem Rücken zum Volk.
Unser eigentliches Problem jedenfalls in Europa ist meines Erachtens, dass Gläubige heutige Messfeiern manchmal zu banal finden, zu wenig vom Mysterium geprägt – manchmal auch in den Riten zu beliebig. Daher wünschen sich vor allem Christen mit Stilgefühl wieder mehr klassische Verbindlichkeit und das Mysterium. Dahinter steht vermutlich auch eine Sehnsucht nach dem verbindlich hochstehend Europäischem. Damals wusste man: eine katholische Messe wird von Lissabon bis St. Petersburg überall gleich gefeiert. Man war vor Überraschungen sicher. Aber geben wir es zu: Millionen haben damals nur brav und auch gläubig teilgenommen, aber fast nichts verstanden und daher Rosenkranz gebetet. Nur deutsche Intellektuelle hatten den Schott, den es in anderen Ländern nicht gab. Der Wunsch, die Messe aktiv und verstehend mitzufeiern, ist gut und wichtig. Daher kommt es meines Erachtens heute nur darauf an, dass wir Priester wieder lernen, das Mysterium richtig zu feiern, sodass Glaube, Herz und Verstand gleichzeitig angesprochen werden. Wenn wir dann freilich einen Blick in die wachsenden Kirchen Afrikas und Asiens werfen, dann ist die Frage nach der richtigen Messfeier in Europa nur ein Nachhutgefecht. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass in den jungen Kirchen sich jemand nach dem alten Ritus sehnt.
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26.01.2007 18:50:12
Der Prophet gilt nichts in seiner Heimat
Im Evangelium des letzten Sonntags war davon die Rede, dass Jesus in seiner Heimatstadt Nazareth in der Synagoge aus dem Buch des Propheten Jesaja jene Worte vorlas, wo es heißt: „Der Geist des Herrn ruht auf mir; denn der Herr hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine gute Nachricht bringe.“ Heute hören wir, dass Jesus diese Worte auslegte und auf sich bezog und zuerst dafür Beifall erhielt. Dann aber änderte sich die Stimmung. Kritische Fragen tauchten auf: Woher hat er das alles? „Ist das nicht der Sohn Josefs?“ - Lesen Sie mehr in der Predigt zum 4. Sonntag im Jahreskreis C!
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26.01.2007 18:29:54
Bereits 1000 Personen für Kaufboykott in der Lugner-City
(kath.net) Über 1.000 Unterschriften gegen die Abtreibungsklinik im Wiener Einkaufszentrum Lugner-City – KATH.NET hat berichtet – hat die Organisation „Jugend für das Leben“ bereits gesammelt. Bis 31. Jänner läuft die Aktion noch. Die Unterzeichner protestieren gegen die Einrichtung und kündigen einen Einkaufsboykott an. „Es entsteht der Eindruck, Abtreibung sei Teil des ganz normalen Einkaufsalltags“, kritisieren die Lebensschützer. „Neben fehlerhaften Produkten und unpassenden Kleidungsstücken kann man nun auch unerwünschte Babys ‚retournieren’.“ Durch die Platzierung einer Abtreibungsklinik in einem Einkaufszentrum werde suggeriert, es handle sich um einen harmlosen Eingriff ohne Folgen, der „nebenbei“ erledigt werden könne. Am 2. Februar stellt das sexualmedizinische Zentrum „VenusMed“ bei einer Pressekonferenz sein Angebot vor. Der Termin der tatsächlichen Eröffnung wurde mehrfach verschoben. Baumeister Lugner ließen die Proteste bislang kalt. Wer bei ihm persönlich protestierte, bekam als Antwort eine Strafandrohung wegen Rufschädigung von einer Anwaltskanzlei, die für das sexualmedizinische Zentrum „VenusMed“ tätig ist. - Link für die Eintragung zum "Kaufhausboykott": www.youthforlife.net
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24.01.2007 16:44:37
Papst appelliert an Verantwortung im Umgang mit den Medien
(radiovatikan.de) Gewalt in Videospielen oder Filmen zu verherrlichen ist Perversion. So das Urteil von Benedikt XVI. in seiner Botschaft zum diesjährigen Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel. Diesen Tag begeht die Kirche jährlich am 20. Mai, der Papst veröffentlicht seinen Aufruf jedoch traditionell am 24. Januar, dem Gedenktag des Pressepatrons Franz von Sales. Das Thema der Botschaft: “Kinder und Soziale Kommunikationsmittel: eine Herausforderung für die Erziehung. Wir stellen Ihnen die Botschaft vor: Der Papst spricht von zwei Arten der Erziehung: Erziehung der Kinder und Erziehung der Medien. Medien prägten die Kultur und Gesellschaft und seien deshalb eine Herausforderung für die Eltern. "In der Tat gibt es Stimmen, die sagen, dass der Einfluss der Medien im Erziehungsprozess dem von Schule, Kirche und – vielleicht sogar – Familie gleichkommt.” Wirklichkeit sei für viele das, was die Medien als wirklich ausgeben. Folglich müsse die Medienwirtschaft verantwortlich handeln. Gleichzeitig müssen Kinder einen angemessenen Umgang mit den Medien einüben. So werde ihr Gewissen geformt, die kulturelle, moralische und geistliche Entwicklung gelenkt. "Kinder zur Unterscheidungsfähigkeit in der Nutzung der Medien zu erziehen ist die Verantwortung von Eltern, Kirche und Schule. Die Rolle der Eltern ist von vorrangiger Bedeutung.” Schulen und Pfarreien sollen die Eltern dabei unterstützen. Der Papst weiter: "Medienerziehung sollte positiv sein. … Schönheit, eine Art Spiegel des Göttlichen, inspiriert und belebt Herz und Geist junger Menschen, während Hässlichkeit und Vulgarität eine erniedrigende Wirkung auf Einstellungen und Verhalten haben.” Im zweiten Teil der Botschaft wendet sich der Papst an die Medienschaffenden selbst. Sie seien ethischen Standards verpflichtet. Dieser Meinung seien alle, "die einen Sinn für gesellschaftliche Verantwortung haben”. Doch der wirtschaftliche Wettbewerb dränge zu "niedrigen Standards”. "Obwohl festzustellen ist, dass viele Menschen, die in den Medien tätig sind, den Wunsch haben, zu tun, was richtig ist, müssen wir ebenfalls feststellen, dass die in den Medien Tätigen besonderem psychologischen Druck und ethischen Dilemmata ausgesetzt sind. … Jeder Trend, Programme – einschließlich Filme und Video-Spiele – zu produzieren, die im Namen der Unterhaltung Gewalt verherrlichen und antisoziales Verhalten oder die Banalisierung menschlicher Sexualität darstellen, ist eine Perversion – um so abstoßender, wenn diese Programme für Kinder oder Jugendliche gemacht werden.” Der abschließende Appell des Papstes richtet sich an die Verantwortlichen der Medienwirtschaft. Sie sollen die Produzenten anleiten und ermutigen, "das Gemeinwohl zu schützen, die Wahrheit zu bekräftigen, die Menschenwürde jedes einzelnen zu verteidigen und die Achtung vor den Bedürfnissen der Familie zu fördern.” - Link: Botschaft des Papstes zum Welttag der Sozialen Kommunikation 2007.
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24.01.2007 16:42:36
Bischof Küng kritisiert familienfeindliche Tendenzen in der Politik
(kath.net) Der österreichische “Familien”-Bischof Klaus Küng hat am Dienstag Kritik an der neuen Familienministerin Andrea Kdolsky und der Weiterentwicklung der ÖVP geübt. KATH.NET dokumentiert die Stellungnahme im Wortlaut:
Mit Sorge verfolge ich die Diskussion, die im Zusammenhang mit einigen Äußerungen der neuen Familienministerin und mit der Weiterentwicklung der ÖVP entstanden ist. Anscheinend bedeutet für einige „bunter, breiter, offener“ vor allem das Abgehen von der Ehe zwischen Mann und Frau als Grundlage der Familie sowie insbesondere die Zulassung von gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften mit der Zusicherung eines festen rechtlichen Rahmens für alle. Auch die Frage „Kinder“ scheint nach diesem Konzept geradezu sekundär. In Wirklichkeit kommt diese Art von „Buntheit, Offenheit und Weite“ einem Verlust an Wahrnehmung der realen Probleme unserer Gesellschaft gleich. Die zu geringe Kinderzahl gehört zu den größten Herausforderungen, denen wir uns heute besonders stellen müssen. Und Kinder brauchen für ihre harmonische Entwicklung ihrer Persönlichkeit beide, Vater und Mutter, und zwar die eigenen. Wenn sich heute durch verschiedene Umstände auch manche „Lebenswirklichkeiten“ geändert haben, ist es nicht Aufgabe der Politik, diese bedingungslos anzunehmen. Ihre Aufgabe müsste es vielmehr sein, eine gesunde Entwicklung im Land zu fördern und dafür gesetzliche Rahmenbedingungen zu schaffen. Ob das durch diese neu in Diskussion gebrachten Ansätze gelingt, ist mehr als zu bezweifeln. Eines ist die Beachtung der persönlichen Rechte und der persönlichen Würde homosexueller Menschen, etwas anderes ist die Erkenntnis, dass nur die Familie auf der Grundlage der Ehe zwischen Mann und Frau eine gesunde Entwicklung der Gesellschaft ermöglicht. Das Modell, das Zukunft hat, ist die Familie auf der Grundlage der Ehe.
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22.01.2007 17:18:28
Abbé Pierre verstorben
(religion.orf.at) Der legendäre französische Armenpriester Abbe Pierre ist tot. Der 94-Jährige starb in der Nacht zum Montag in einem Pariser Krankenhaus an den Folgen einer Lungenentzündung, wie der Leiter seines "Emmaus"-Hilfswerks mitteilte. Abbe Pierre hatte 1949 in der Pariser Vorstadt Neuilly-Plaisance die erste "Emmaus"-Gemeinschaft zur Unterstützung von Obdachlosen gegründet. Der Name weist auf die Begegnung des auferstandenen Christus mit den Jüngern in der Ortschaft Emmaus hin, wo sie ihn nach den Worten des Lukasevangeliums "am Brechen des Brotes erkennen". Legendär wurde der Hilfsappell, mit dem Abbe Pierre im Winter 1953/54 für die Obdachlosen eintrat - und eine Spendenwelle in Gang setzte. Heute kümmern sich Emmaus-Gemeinschaften in mehr als 30 Ländern der Welt um Kranke, Arme, Einsame und Strafentlassene. - Linktip: http://www.emmaus-france.org
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22.01.2007 17:09:22
China-Gipfel im Vatikan mit positivem Ergebnis
(radiovatikan.de) Benedikt XVI. will einen Brief an die Katholiken Chinas schreiben. Das gab der Vatikan am Samstag, 20.01.2007, am Ende des Sondergipfels zur Lage der katholischen Kirche in China bekannt. Der Papst sei über die Vorschläge der Konferenz unterrichtet worden. Die Teilnehmer hatten ihren Willen bekundet, weiterhin "einen respektvollen und konstruktiven Dialog" mit den Regierungsbehörden zu führen, um die Spannungen der Vergangenheit zu überwinden. Sie wollten sich auf verschiedenen Ebenen für eine "Normalisierung der Beziehungen" einsetzen, um gemeinsam für das Wohl des chinesischen Volkes und des Friedens in der Welt zu arbeiten. "Im Licht der schwierigen Geschichte der Kirche in China und der wichtigsten Ereignisse der vergangenen Jahre" habe man die besonders ernsten und dringendsten kirchlichen Probleme unter die Lupe genommen. Die Lösungen müssten in Übereinstimmung "mit den grundlegenden Prinzipien der göttlichen Verfassung der Kirche und der Religionsfreiheit" gefunden werden. Mit "besonderer Freude", so die Vatikanerklärung, habe man festgestellt, dass "nahezu alle" Bischöfe und Priester in Gemeinschaft mit dem Papst stehen. Teils unter großem Leid hätten Bischöfe, Priester und Laien an ihrer Treue zum Stuhl Petri festgehalten, ohne Kompromisse einzugehen. Das zweitägige Treffen im Vatikan stand unter der Leitung von Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone. Teilgenommen hatten die Bischöfe aus Hongkong - also Kardinal Zen, aus Macao und Taiwan, sowie die zuständigen Beobachter des Vatikans. Die Gespräche waren detailliert und geprägt von Offenheit und herzlicher Brüderlichkeit, heißt es in der Erklärung des Vatikanischen Pressesaals.
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22.01.2007 17:07:53
Mediales "Hick-Hack" um "Mercedarier-Orden"
(kath.net) In Österreich ist am Montag eine Diskussion um den Mercedarier-Orden entstanden, wie das „News“-Magazin berichtet. Der ursprüngliche Anlass war die FPÖ-internen Streitigkeiten zwischen H. C. Strache und Ewald Stadler und in die Öffentlichkeit gelangte Fotos. Auf einem der Fotos ist Ewald Stadler im Ordensgewand bei einer Veranstaltung des Mercedarier-Orden zu sehen. Für Erich Leitenberger, Pressesprecher der Erzdiözese Wien, handelt es sich um den im Internet präsentierten Orden um einen "falschen Mercedarier-Orden", der "mit der katholischen Kirche sicher nichts zu tun hat". Das ganze sei „illegal“. Leitenberger behauptet, dass es in Österreich seit 1782 keinen „Mercedarier“-Orden mehr gibt und dass die „Mercedarier“ außerdem kein Ritterorden seien. "Es gibt eine Fülle von selbstgegründeten Ritterorden, die nicht kirchlich anerkannt sind. Es gibt leider zu jedem katholischen Orden eine illegale Zweitausgabe, so auch bei den Maltesern oder Grabesrittern“, meinte Leitenberger, der das ganze als eine „Sache der "Lefebvre-Anhänger“ einstuft. Von Stadler selbst werden die Aussagen von Leitenberger zurückgewiesen. Dieser betont, dass die Wiener Kommende des Mercedarier-Ordens ordnungsgemäß angezeigt worden sei und von der Diözese bestätigt wurde. Der Mercedarier-Orden hat am Montag am Abend gegenüber KATH.NET Stellung genommen und betont, dass die Aussagen von Leitenberger in "News" "jeder Grundlage" entbehren. "Die Mitglieder der Wiener Mercedarierkommende wurden in Rom vom Generalmagister (Generaloberen) des Mercedarierordens, P. Giovannino Tolu, in die dem Orden angegliederte Laiengemeinschaft "Compagnia di S. Maria della Mercede" aufgenommen und haben die Erzdiözese Wien davon in Kenntnis gesetzt. Das Erzbischöfliche Ordinariat bestätigte den Erhalt dieser Mitteilung." Die "Mercedarier" verweisen darauf, dass die Rechtsstellung der "Compagnia di S. Maria della Mercede" klar und nachprüfbar aus unserer Homepage www.mercedarier.at hervor geht. - Lesen Sie den ausführlichen Bericht auf kath.net!
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21.01.2007 13:57:32
Papst spricht über die Hoffnung des auferstandenen Christus
(kath.net) Ganz im Zeichen der Gebetswoche für die Einheit der Christen stand das Angelus-Gebet von Benedikt XVI. am Sonntag. Der Papst nahm als Ausgangspunkt seiner kurzen Ansprache das Thema der Gebetswoche: „Christus macht, dass die Tauben hören und die Stummen sprechen.“ Die Gebetswoche erinnere uns, dass die Ökumene eine tiefgründige dialogische Erfahrung sei, ein gegenseitiges Zuhören und Sprechen, erklärte er. Dies sei eine Aufgabe, die alle erfüllen können, besonders was die „spirituelle Ökumene“ angeht, also das Beten für die Einheit der Christen. „Der auferstandene Christus ist Hoffnung für alle, besonders für die Christen“, meinte Benedikt XVI. Christus könne alles, es sei für ihn deshalb auch möglich, bei den Christen den sehnlichen Wunsch zu wecken, dem anderen zuzuhören, mit ihm zu kommunizieren und gemeinsam mit ihm die „Sprache der gegenseitigen Liebe zu sprechen“. Wie jeden Sonntag wandte sich der Pontifex auch diesmal in verschiedenen Sprachen an die Pilger. Auf Deutsch sagte er: „Von Herzen heiße ich die deutschsprachigen Pilger willkommen. Das Zeugnis der Evangelien ermöglicht es uns, dem historischen und zugleich lebendigen Christus zu begegnen. So erfüllt sich auch für uns die Verheißung der Schrift, und Jesus öffnet unsere Augen und befreit uns aus der Gefangenschaft der Sünde. Das Wort Gottes schenke euch Licht und Kraft für euren Lebensweg. Euch allen einen gesegneten Sonntag!“
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21.01.2007 13:56:20
Zukünftiger Weihbischof Leichtfried ist neuer Dompropst
(presse.kirche.at) Mit 1. Jänner wurde Weihbischof Dr. Anton Leichtfried zum Mitglied des Domkapitels bestellt und zugleich zum Dompropst ernannt. Die Überreichung der Insignien fand bei der Sonntagsmesse am 21. Jänner im Dom zu St. Pölten durch Bischof DDr. Klaus Küng statt. Der neue Dompropst wurde nach der Predigt von Generalvikar Leopold Schagerl und dem Dompfarrer Norbert Burmettler vor den Bischof geleitet. Nach der Verlesung des Ernennungsdekretes durch Domdechant Dr. Alois Hörmer legte der neue Dompropst vor dem Bischof das Glaubensbekenntnis ab. Als Zeichen dieses neuen Amtes überreichte ihm der Bischof das violette Schultertuches, die Mozetta, das Brustkreuzes und das Birett, die Kopfbedeckung der Domkapitulare. Anschließend geleitete ihn der Bischof zu seinem neuen Platz im Chorgestühl. Bereits bei der Predigt hatte der Bischof auf die Bedeutung des Domkapitel in der Diözese hingewiesen: Die Gebets- und Feiergemeinschaft des Domes soll für die ganze Diözese Vorbild und Halt sein, sagte er. Es sei wichtig, dass durch die Verbindung im Gebet Freuden und Leiden aller mitgetragen werden. Die Hauptsorge müsse aber sein, das Christus verkündet wird und seine helfende Kraft wirksam werde, wies er hin. So soll diese Hoffung hinausgehen „in die ganze Diözese und in die ganze Welt“, unterstrich der Bischof und dankte dem bisherigen Dompropst Weihbischof Dr. Heinrich Fasching für seine Dienste.
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19.01.2007 18:03:50
Papst Benedikt fordert besseren Rechtsstatus für Christen in der Türkei
(radiovatikan.de) Papst Benedikt XVI. fordert einen juridischen Status für die katholische Kirche in der Türkei. Gegenüber dem neuen türkischen Botschafter beim Vatikan betonte er auch erneut seinen Respekt vor dem Islam und die Rolle der Türkei als Brücke zwischen Europa und Asien. Benedikt, der vor anderthalb Monaten eine vielbeachtete Reise durch das Land unternommen hat, vermied aber eine Festlegung, ob er einen Beitritt der Türkei zur EU wünscht oder nicht. "Die katholische Kirche ist in der türkischen Gesellschaft verwurzelt - dank des wertvollen Erbes der ersten christlichen Gemeinschaften von Kleinasien ..., aber auch durch die Existenz der christlichen Gemeinschaften von heute. Sie sind zwar Minderheiten, aber sie hängen an ihrem Land und am Gemeinwohl der ganzen Gesellschaft ... Die katholische Kirche erfreut sich der Religionsfreiheit, die die türkische Verfassung ... anerkennt; aber sie wünscht sich einen anerkannten juridischen Status und die Bildung einer offiziellen Dialoginstanz zwischen Bischofskonferenz und Behörden, um verschiedene Probleme zu regeln ... Bei meiner Reise habe ich mehrfach den Respekt der katholischen Kirche für den Islam ausgedrückt ..., vor allem bei meinem Besuch der Blauen Moschee von Istanbul. In einer Welt, in der die Spannungen zunehmen, glaubt der Heilige Stuhl ..., dass die verschiedenen Religionen zusammen für den Frieden arbeiten sollten. Das beginnt mit der Absage an Gewalt, die in der Vergangenheit zu oft mit dem Vorwand einer religiösen Motivation angewandt wurde ... Der Heilige Stuhl erkennt den spezifischen Platz der Türkei an und ihre geo-historische Rolle als Brücke zwischen Asien und Europa sowie als Kreuzung der Kulturen und Religionen."
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