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25.02.2007 16:04:08
Christen müssen das Leben verteidigen
(kathpress.at) Die Christen sind aufgerufen, angesichts vielfältiger Angriffe gegen das Recht auf Leben aktiv zu werden. Dies betonte Papst Benedikt XVI. am Samstag bei einer Audienz für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Generalversammlung der Päpstlichen Akademie für das Leben. Die Lebensfeindlichkeit nehme ständig zu und äußere sich in immer neuen Formen, bedauerte der Papst. In vielen lateinamerikanischen Staaten, aber auch in Entwicklungsländern wachse der Druck zur Legalisierung der Abtreibung; zugleich werde die Politik der "Bevölkerungskontrolle" verstärkt, obwohl deren schädliche Auswirkungen im sozio-ökonomischen Bereich bekannt seien. In der westlichen Welt würden im Zuge des biotechnischen Fortschritts subtile Methoden der Eugenik eingeführt, so Benedikt XVI. weiter. Dies geschehe im Namen eines angeblichen Wohlergehens des Einzelnen und reiche bis zur Suche nach dem "perfekten Kind". Zugleich gebe es Bestrebungen, alternative Lebensformen zur Ehe zu fördern, die nicht auf natürliche Fortpflanzung ausgerichtet seien. Der Papst unterstrich vor den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Generalversammlung der Akademie für das Leben die Bedeutung der Gewissensbildung angesichts der Attacken auf das Lebensrecht. Die Gewissensbildung sei in der Gegenwart ein "schwieriges und heikles", aber unerlässliches Unterfangen. Denn in der heutigen Phase post-moderner Säkularisierung werde nicht nur die christliche Tradition zurückgewiesen, man misstraue auch der Fähigkeit der Vernunft, die Wahrheit zu erkennen. Umso notwendiger sei es, die Gewissen der Christen für das Recht auf Leben zu schärfen. Der Papst erinnerte an die Lehre des Zweiten Vatikanischen Konzils über das Gewissen: "Der Mensch hat ein Gesetz, das von Gott seinem Herzen eingeschrieben ist". Es sei die Würde des Menschen, diesem Gesetz zu folgen. Die Menschen müssten Gut und Böse unterscheiden, auch dort, wo das soziale Umfeld, der kulturelle Pluralismus und einander widerstreitenden Interessen dem entgegen stünden. Es genüge nicht ein flüchtiger Kontakt mit den wichtigsten Glaubenswahrheiten in der Kindheit, sondern es gehe um einen ständigen Glaubensweg, der die verschiedenen Etappen des Lebens begleitet. Nur auf diese Weise könnten Christen Urteilskraft angesichts der biomedizinischen Probleme im Bereich der Sexualität, des werdenden Lebens, der Fortpflanzung, der Sorge um die Alten und Kranken gewinnen. Benedikt XVI. unterstrich die Notwendigkeit, vor allem den Jugendlichen die moralischen Werte im Hinblick auf Körperlichkeit, Sexualität, Liebe, Fortpflanzung, Respekt vor dem Leben in allen seinen Phasen zu vermitteln. In diesem Bereich zähle er auf den Einsatz von Medizinern, Philosophen, Theologen, um den "Glanz der Wahrheit" im Hinblick auf das Geheimnis des Lebens zu verteidigen und zu fördern. Wenn der Wert des menschlichen Lebens auf dem Spiel steht, sei das Zusammenwirken von Lehramt der Kirche und Engagement der Laien von besonderer Bedeutung, unterstrich der Papst. Denn die Sicherung des Lebensrechts für alle "und in gleicher Weise für alle" sei eine Verpflichtung, von deren Erfüllung die Zukunft der Menschheit abhängt. Die Generalversammlung der Päpstlichen Akademie für das Leben war mit einem internationalen Kongress zum Thema "Das christliche Gewissen stützt das Recht auf Leben" verbunden.
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25.02.2007 15:53:31
Dr. Anton Leichtfried zum Weihbischof geweiht
(presse.kirche.at/news.stjosef.at) „Es ist eine wichtige Stunde für unsere Diözese, ein großes Fest“, und „alle sind gekommen, das freut mich“, so Diözesanbischof DDr. Klaus Küng am Beginn der Bischofsweihe von Regens Dr. Anton Leichtfried am ersten Fastensonntag im Dom zu St. Pölten. Mehr als 1.500 Gläubige nahmen an der Bischofsweihe teil, darunter auch die beiden ausländischen Bischöfe Joseph Afrifa-Agyekum aus Ghana und Dominik Duka aus Tschechien. „Die Weihe unseres neuen Weihbischofes ist für uns und die ganze Diözese St. Pölten eine Einladung zu Zuversicht, zu Vertrauen in die Hilfe des Herrn und zu einer gemeinsamen großen Anstrengung, die Sendung der Kirche in den heutigen Verhältnissen mutig zu verwirklichen“, so Bischof Küng in seiner Predigt. Weihbischof Leichtfried wird in den kommenden Jahren in besonderer Weise für die Priesteraus- und –fortbildung sowie für die Aus- und Fortbildung der Diakone verantwortlich sein. „Und er wird“, so Bischof Küng, „ bei der Erstellung und Umsetzung des diözesanen Pastoralplanes intensiv mitwirken müssen.“ Bischof Küng empfahl den neugeweihten Bischof in besonderer Weise dem Schutz der Gottesmutter Maria. Stellvertretend für die vielen Bischöfe dankte Leichtfried dem Bischof aus Ghana und den beiden Mitkonsekratoren Kardinal Christoph Schönborn und Bischof Ludwig Schwarz aus Linz. „Gib deinem Knecht ein hörendes Herz“ - mit diesem Worten des jungen König Salomon bitte ich Gott darum, im Innersten, also im Kern meiner Person, ein Hörender zu sein, ein gelehriger, lernbereiter Mensch, damit ich die übertragene Leitungsauftrage gut erfüllen kann“, so Weihbischof Leichtfried. Weihbischof Leichtfried abschließend: „Auf dem Erinnerungsbildchen findet sich das Foto eines der Glasfenster unserer Seminarkapelle. In diesem sogenannten ‚Schöpfungsfenster’ ist das Wirken des Heiligen Geistes angedeutet. Und mit einem Gebet an den heiligen Geist möchte ich schließen.“ Aus gesundheitlichen Gründen konnte Altbischof Kurt Krenn an der Bischofsweihe nicht teilnehmen, der dem neuen Weihbischof jedoch seinen Segen erteilt hatte. – Link: Predigt von Diözesanbischof DDr. Klaus Küng.
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24.02.2007 05:08:54
Taufzulassungsfeier für 13 erwachsene Bewerber
(stephanscom.at) Kardinal Schönborn hat Donnerstagabend im Stephansdom mit 13 erwachsenen Taufkandidaten aus der Erzdiözese Wien die Zulassung zur Taufe gefeiert. Für die Bewerber, die in der Osternacht getauft werden sollen, hat damit die letzte Etappe der Vorbereitung auf das Sakrament begonnen. Jeder Mensch hat eine Ahnung von Gott, betonte Kardinal Christoph Schönborn bei der Taufzulassungsfeier Donnerstagabend, 22. Februar 2007, im Stephansdom. Manchen werde der Glaube plötzlich, manchen allmählich bewusst. Jeder habe seine ganz eigene Geschichte, die am Beginn des Lebens niemandem bekannt sei außer Gott. "Ich kenne dich, ich habe dich erwählt", erinnerte der Erzbischof in seiner Predigt an Gottes Wort an den Propheten Jesaija. Dieses Wissen, von Gott gekannt zu sein, sei ein wunderbares Wissen, wandte sich Kardinal Schönborn an die 13 Taufkandidaten, die mit ihren Paten und begleitenden Priestern aus verschiedenen Pfarrgemeinden in den Dom gekommen waren: "Heute können Sie mit dem Propheten und Gottes Wort, das aus ihm spricht, sagen: Ich weiß, Gott hat zu mir gesagt 'ich kenne dich, du bist meine Magd, mein Knecht, du bist in meiner hilfreichen Rechten fest gehalten'." Wer sich taufen lässt, setzt seine Hoffnung und sein Vertrauen auf Christus, so der Wiener Erzbischof: "Durch die Taufe in der Osternacht soll Ihr Leben für immer mit Christus verbunden sein. Für die 40 Tage der Fastenzeit wünsche ich Ihnen ein noch tieferes Wissen von Christus, wer ist dieser Christus, der mich gerufen hat, der mich liebt und so sehr in seine Hand genommen hat."
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24.02.2007 05:07:03
Versucht wie wir, doch ohne Sünde
Die am Aschermittwoch begonnene Fastenzeit lädt uns ein, dass wir uns auf dem Weg des Verzichtes, des Opfers und der inneren Läuterung auf das Osterfest vorbereiten. Nicht eine Last soll uns diese Zeit der Buße sein, sondern eine Hilfe, um frei zu werden für das Wesentliche: um neu zu Gott zu finden und um die Nächstenliebe im Geist Christi zu üben. Jesus Christus ist der Retter, der Erlöser: Dies bezeugt uns die Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Römer. „Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden“, verkündet Paulus. Den Namen Gottes anzurufen ist aber eine Sache sowohl des Herzens als auch des äußeren Bekenntnisses. Darum gilt nach den Worten der Schrift, dass wir mit dem Herzen an die Auferstehung Jesu Christi von den Toten glauben und dies auch mit dem Mund vor den Menschen bekennen sollen. Dann werden wir gerettet werden. So manches steht dem im Leben entgegen. Wie viele allzu menschlichen Rücksichtnahmen gibt es doch, wie viele Ausflüchte, wie große Menschenfurcht und Feigheit! Da muss uns wirklich der Heilige Geist stärken, der auch unseren Herrn Jesus Christus in seiner Menschheit gestärkt und geführt hat, als dieser in die Wüste ging, um dort 40 Tage zu beten und zu fasten. Danach wurde er vom Teufel in Versuchung geführt. - Lesen Sie die Predigt zum 1. Fastensonntag 2007!
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23.02.2007 10:25:14
Die Briefe der heiligen Caterina von Siena - Rezension der DT
(die-tagespost.de, Klaus-Peter Vosen) Die Briefe der heiligen Caterina von Siena haben an Aktualität und Frische nichts eingebüßt, denn sicher hat manch ein Christ einmal den brennenden Wunsch, dem Papst, den Bischöfen und Priestern Dinge zu sagen, die ihm unter den Nägeln brennen und von denen er annimmt, dass sie heute zu wenig beachtet oder vergessen werden. Wenn das aus dem Geist eines echten „sentire cum ecclesia“ heraus und in Liebe geschieht, ist dagegen nichts einzuwenden. Ob freilich dabei immer so Hochkarätiges gesagt würde wie in den Briefen der heiligen Kirchenlehrerin Katharina von Siena, sei dahingestellt. Ihre Briefe an die Männer der Kirche liegen in einer zweibändigen Ausgabe nun dem deutschsprachigen Leser vor. Pater Werner Schmid hat es mit Hilfe der Übersetzerin Claudia Reimüller übernommen, alle insgesamt 381 Briefe Katharinas in sechs Bänden und ihre sonstigen Werke in deutscher Sprache zu editieren. Die Briefe der Heiligen an den Klerus zu übersetzen – damit hatte schon der im Jahre 2002 verstorbene Salzburger Dogmatiker Ferdinand Holböck begonnen, sicher aus dem Bewusstsein der Aktualität dieser Schreiben für die Jetztzeit. Hierzu schreibt Schmid richtig: „Der erste Zugang zu den Schriften dieser Kirchenlehrerin ist vielleicht nicht ganz einfach. Caterina bietet keine geistliche Schonkost und keine Unverbindlichkeiten, sondern sie geht immer sofort ins Zentrum der Heilsbotschaft. Nicht ,Milch für Kinder‘ bietet sie an, sondern ,feste Speise‘. Wer sich aber die Mühe macht, sie einmal zu kosten, wird bald merken, dass sich gerade unter dieser harten äußeren Schale das süße ,Mark‘ der göttlichen Liebe verbirgt“ (S. 14). Zwei Kostproben aus der Korrespondenz der heiligen Katharina mögen das unterstreichen. Die Kirchenlehrerin schreibt im Februar 1376 an den Priester Pietro in Settignano: „Seid doch bitte ein Spiegel der Tugend und achtet auf Eure Würde! Gott hat Euch in seiner Barmherzigkeit zu so hohem Stand erhoben, dass Ihr das Feuer der göttlichen Liebe zu hüten habt, das heißt den Leib und das Blut des gekreuzigten Christus. Bedenkt, dass selbst die Natur der Engel nicht solche Würde besitzt; und seht, wie er in das Gefäß Eurer Seele sein Wort gelegt hat! Ihr wisst doch ganz genau: Ihr sprecht in der Person Christi, und so habt Ihr die Vollmacht, dieses wunderbare Sakrament zu konsekrieren. Daher müsst Ihr ihn mit gebührender Liebe, in Reinheit des Sinnes und des Leibes und mit einem friedfertigen Herzen in Euch tragen und allen Groll und Haß aus Eurer Seele verbannen“ (59. Brief; Bd. II, S. 150/151). - Caterina von Siena. Sämtliche Briefe. An die Männer der Kirche, 2 Bände, Verlag St. Josef, Kleinhain 2005, ISBN 3-901853-07-3 und ISBN 3-901853-08-1, 557 und 544 Seiten, EUR 23,80. - Link zur Online-Direktbestellung (portofrei).
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23.02.2007 10:21:50
Solidarität mit Bischof Mixa
(www.kath.net) Der Augsburger Bischof Walter Mixa bekommt in der Debatte um seine Aussagen zu den Plänen von Familienministern Ursula von der Leyen Rückendeckung vom „Forum Deutscher Katholiken“. Das Kindeswohl spiele bei den politischen Zielen der Bundesfamilienministerin offenbar „eine völlig untergeordnete Rolle“, heißt es in einer Erklärung, die das „Forum Deutscher Katholiken“ am Freitag veröffentlichte. „Erfahrene Kinderärzte und Kinderpsychologen warnen davor, Kinder vor drei Jahren aus der mütterlichen Obhut wegzugeben“, ist zu lesen. Deutschland brauche „ein kinderfreundlicheres Klima“ und „gesunde, psychologisch stabile Kinder“. Schon jetzt leide ein Fünftel aller Kinder und Jugendlichen an einer seelischen Störung, heißt es in der Erklärung. „Diese Zahl wird mit der neuen Familienpolitik der Bundesregierung nicht ab-, sondern zunehmen.“ Aufgabe des Sozialstaates sei es, „Familien mit Kindern finanziell und steuerlich so zu stellen, dass Kinder dort aufwachsen können, wo es für ihre Entwicklung am besten ist, nämlich zu Hause“. Bischof Mixa habe „die verhängnisvolle Politik der Familienministerin mit deutlichen Worten angesprochen“, heißt es in der Erklärung. „Das Forum Deutscher Katholiken weist die Kritik an Bischof Mixa zurück, fordert ein Umdenken in der Familienpolitik und erklärt sich solidarisch mit Bischof Mixa.“ - Linktip: Bischof Mixa hat in einem weiteren Interview seine Haltung nochmals erläutert und präzisiert.
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21.02.2007 18:16:00
Natürliche Empfängnisregelung medizinisch sicherer als Verhütungsmittel
(science.orf.at/news.stjosef.at) Die natürliche Empfängnisregelung ist einer Studie zufolge ebenso sicher wie die Pille. Jährlich wird dabei nur eine von 250 Frauen ungewollt schwanger - sofern sie die Methode korrekt anwenden. Das berichtet ein Team um Petra Frank-Herrmann von der Universitätsklinik Heidelberg. "The effectiveness of a fertility awareness based method to avoid pregnancy in relation to a couple's sexual behaviour during the fertile time: a prospective longitudinal study" von P. Frank-Herrmann et al. erschien in "Human Reproduction" (doi: 10.1093/humrep/dem003). Bei der so genannten symptothermalen Methode, die bereits in den 1960er Jahren entwickelt wurde, messen die Frauen die Temperatur und beobachten außerdem den Gebärmutterhals-Schleim in der Scheide. An den fruchtbaren Tagen wird der Schleim flüssiger, an den unfruchtbaren Tagen bildet er einen Pfropf und ist nicht zu sehen. "Das Aufwendige an dieser Methode ist die Lernphase, die etwa zwei bis drei Zyklen dauert", sagte Frank-Herrmann. Die Anwenderinnen müssten ein Buch lesen oder sich beraten lassen. "Natürliche Methoden haben immer noch diesen Außenseitertouch", betonte die Medizinerin. "Aber den Bedarf dafür gibt es, gerade auch bei jüngeren Frauen." Die Studie basiert auf Daten zu Zyklen und Sexualverhalten von 900 Teilnehmerinnen, die in der Zeit von 1985 bis 2005 erhoben wurden. 322 Frauen wendeten ausschließlich die symptothermale Methode an, 509 nahmen an ihren fruchtbaren Tagen zusätzliche Verhütungsmittel. 69 Frauen machten keine Angaben zu ihrem Sexualverhalten. Wenn die Teilnehmerinnen die natürliche Methode anwandten und während der fruchtbaren Zeit keinen geschlechtlichen Verkehr hatten, lag die Rate für eine ungewollte Schwangerschaft bei 0,4 pro 100 Frauen. Bei den Frauen, die an den fruchtbaren Tagen Sex hatten und dabei zusätzliche Verhütungsmittel verwendeten, stieg die Rate auf 0,6. - Link: Abstract und voller Text der Studie.
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21.02.2007 18:03:43
Selbsthingabe statt Selbstverwirklichung
(kath.net) Papst Benedikt XVI. hat in der Katechese bei der Generalaudienz am Aschermittwoch über das Konzept der Selbstverwirklichung und die Umkehr gesprochen. „Die Umkehr vollzieht sich nicht ein für alle Mal, sondern sie ist ein Prozess, ein innerer Weg unser ganzes Leben lang“, sagte der Papst. „Sich bekehren bedeutet, Gott zu suchen, mit Gott zu gehen, dem zu folgen, was sein Sohn Jesus Christus uns gelehrt hat“, betonte Benedikt. „Umkehr ist nicht eine Anstrengung, um sich selbst zu verwirklichen, weil der Mensch nicht der Architekt seiner eigenen ewigen Bestimmung ist.“ Die Selbstverwirklichung ist ein „Widerspruch und ist auch viel zu wenig für uns“, bemerkte der Papst. „Wir haben eine höhere Bestimmung. Wir könnten sagen, dass die Umkehr genau darin besteht, dass wir uns nicht als ,Schöpfer’ unser selbst betrachten und dadurch die Wahrheit entdecken, weil wir nicht die Autoren von uns selbst sind.“ „Bekehrung besteht darin, dass ich freiwillig und in Liebe anerkenne, dass wir vollkommen von Gott abhängen, unserem wahren Schöpfer, und von der Liebe“, sagte Benedikt XVI. „Das ist nicht Abhängigkeit, sondern Freiheit.“ Sich zu bekehren bedeute also, „nicht den eigenen persönlichen Erfolg zu suchen, der eine Sache ist, die wieder vergeht, sondern jede menschliche Sicherheit zu verlassen und sich in Schlichtheit und voller Vertrauen in die Nachfolge des Herrn zu stellen“, erklärte der Papst. „Indem wir unser Leben aus Liebe verlieren, finden wir es wieder.“ - Lesen Sie den ganzen deutschsprachigen Text der Papstansprache!
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20.02.2007 18:25:11
Papstbotschaft zur Fastenzeit 2007
news.stjosef.at dokumentiert die Botschaft von Papst Benedikt XVI. für die Fastenzeit:
Liebe Brüder und Schwestern!
„Sie werden auf den schauen, den sie durchbohrt haben“ (Joh 19,37). Dieses Wort aus der Hl. Schrift leitet unsere diesjährige Betrachtung zur Fastenzeit. Die österliche Bußzeit ist besonders geeignet, zusammen mit Maria und Johannes, dem Liebesjünger, bei dem zu verweilen, der am Kreuze für die ganze Menschheit sein Leben geopfert hat (vgl. Joh 19,25). In dieser Zeit der Buße und des Gebetes wenden wir darum unseren Blick mit lebendiger Anteilnahme zum gekreuzigten Christus, der durch seinen Tod auf Golgota uns die Fülle der Liebe Gottes offenbart hat. In der Enzyklika „Deus caritas est – Gott ist die Liebe“ habe ich mich dem Thema der Liebe gewidmet und die beiden Grundformen: Agape und Eros in den Blick gerückt.
Die Liebe Gottes: Agape und Eros
Mit dem Ausdruck Agape, der häufig im Neuen Testament vorkommt, wird die hingebende Liebe dessen bezeichnet, der ausschließlich das Wohl des anderen sucht; das Wort Eros hingegen meint die Liebe dessen, den ein Mangel bedrückt und der nach der Vereinigung mit dem Ersehnten verlangt. Die Liebe, mit der Gott uns umgibt, entspricht der Agape. Kann der Mensch etwa Gott etwas geben, was Er nicht schon besäße? Was das menschliche Geschöpf ist und hat, ist Gottes Gabe: folglich ist es das menschliche Geschöpf, das in allem Gott braucht. Doch Gott liebt auch mit der Kraft des Eros. Im Alten Testament erweist der Schöpfer des Universums dem von Ihm erwählten Volk eine erwählende Liebe, die jeden menschlichen Beweggrund übersteigt. Der Prophet Hosea bringt diese göttliche Passion in wagemutigen Bildern zum Ausdruck, wie etwa dem von der Liebe eines Mannes zu einer ehebrecherischen Frau (vgl. 3,1-3); wenn Ezechiel von der Beziehung Gottes zum Volk Israel spricht, scheut er sich nicht, eine glühende und leidenschaftliche Sprache zu wählen (vgl. 16,1-22). Solche biblische Texte zeigen, dass der Eros zum Herzen Gottes selbst gehört: der Allmächtige erwartet das „Ja“ seiner Geschöpfe wie ein junger Bräutigam das seiner Braut.
Durch die Falschheit des Bösen hat sich die Menschheit leider von Anfang an der Liebe Gottes verschlossen in der Illusion einer unmöglichen Selbstgenügsamkeit (vgl. Gen 3,1-7). In sich verkrümmt hat sich Adam von Gott, der Quelle des Lebens, entfernt und ist der Erste all derer geworden, „die durch die Furcht vor dem Tod ihr Leben lang der Knechtschaft verfallen waren“ (Hebr 2,15). Gott aber blieb unbesiegbar. Das „Nein“ des Menschen war statt dessen der entscheidende Anstoß für die Offenbarung Seiner Liebe in all ihrer erlösenden Kraft.
Das Kreuz offenbart die Fülle der Liebe Gottes
Im Geheimnis des Kreuzes offenbart sich in aller Fülle die uneingeschränkte Macht, mit der sich der himmlische Vater erbarmt. Um die Liebe seines Geschöpfes wiederzugewinnen, hat Er einen sehr hohen Preis aufgebracht: das Blut seines eingeborenen Sohnes. Der Tod, für den ersten Adam Zeichen der äußersten Einsamkeit und Ohnmacht, wurde gewandelt in den höchsten Akt der Liebe und der Freiheit des neuen Adam. So kann man gut mit Maximus dem Bekenner sagen, dass Christus „sozusagen göttlich gestorben ist, weil er freiwillig gestorben ist“ (Ambigua, 91, 1956). Im Kreuz enthüllt sich Gottes Eros zu uns. Eros ist in der Tat nach einem Ausdruck des Pseudo-Dionysius jene Kraft, „die es dem Liebenden nicht erlaubt, in sich selbst zu verweilen, sondern ihn drängt, sich mit dem Geliebten zu vereinigen“ (De divinis nominibus, IV, 13; P G 3,712). Gibt es einen „verrückteren Eros“ (N. Cabasilas, Vita in Cristo, 648) als den des Gottessohnes? Er wollte mit uns bis zu dem Punkte eins werden, der ihm die Folgen unserer Verbrechen an Sich Selbst zu erleiden gestattet.
„Den sie durchbohrt haben“
Liebe Brüder und Schwestern! Schauen wir auf den am Kreuz durchbohrten Christus! Er ist die erschütternste Offenbarung der Liebe Gottes, einer Liebe, in der Eros und Agape jenseits von allem Gegensatz sich gegenseitig erhellen. Am Kreuz bettelt Gott selbst um die Liebe seines Geschöpfes: Ihn dürstet nach der Liebe eines jeden von uns. Der Apostel Thomas hat in Jesus den „Herrn und Gott“ erkannt, als er die Hand in die Seitenwunde legte. Es überrascht nicht, dass viele Heilige im Herzen Jesu den bewegendsten Ausdruck des Geheimnisses dieser Liebe sehen. Man könnte geradezu sagen, dass die Offenbarung des Eros Gottes gegenüber dem Menschen in Wirklichkeit der höchste Ausdruck seiner Agape ist. Fürwahr nur die Liebe, in der sich die kostenlose Selbsthingabe und der leidenschaftliche Wunsch nach Gegenseitigkeit vereinen, gewährt eine Trunkenheit, welche die schwersten Opfer leicht macht. Jesus hat gesagt: „Wenn ich über die Erde erhöht bin, werde ich alle zu mir ziehen“ (Joh 12,32). Sehnsüchtig erwartet der Herr von uns vor allem die Antwort, dass wir seine Liebe annehmen und uns von Ihm an sich ziehen lassen. Wobei es nicht genügt, seine Liebe lediglich anzunehmen. Solche Liebe und solcher Einsatz wollen ihre Entsprechung in der Weitergabe an die anderen: Christus „zieht mich zu sich“, um sich mit mir zu vereinigen, damit ich lerne, die Brüder und Schwestern mit seiner Liebe zu lieben.
Blut und Wasser
„Sie werden auf den schauen, den sie durchbohrt haben“. Schauen wir mit Vertrauen auf die durchbohrte Seite Jesu, aus der „Blut und Wasser“ (Joh 19,34) flossen. Die Kirchenväter haben diese Elemente als Symbole für Taufe und Eucharistie gesehen. Durch das Wasser der Taufe erschließt sich uns in der Kraft des Heiligen Geistes die Intimität der trinitarischen Liebe. Die Fastenzeit drängt uns, dass wir in der Gnade der Taufe aus uns selbst ausziehen und uns der barmherzigen Umarmung des Vaters (vgl. Hl. Johannes Chrysostomus, Katechesen, 3,14 ff.) öffnen. Das Blut, Symbol der Liebe des Guten Hirten, strömt durch das Geheimnis der Eucharistie in uns ein: „Die Eucharistie zieht uns in den Hingabeakt Jesu hinein ... wir werden in die Dynamik seiner Hingabe hineingenommen“ (Deus caritas est, 13). Leben wir also die Fastenzeit als eine „eucharistische“ Zeit, in der wir die Liebe Jesu empfangen und sie um uns in Wort und Tat verbreiten. Die Betrachtung dessen, „den sie durchbohrt haben“, drängt uns somit, den anderen das Herz zu öffnen und die Wunden zu erkennen, die der Würde des Menschseins geschlagen werden. Es drängt insbesondere, jede Form der Verachtung des Lebens und der Ausbeutung der menschlichen Person zu bekämpfen und die dramatische Vereinsamung und Verlassenheit vieler Menschen zu lindern. So werde die Fastenzeit für jeden Christen zur erneuten Erfahrung der Liebe Gottes, die uns in Jesus Christus geschenkt worden ist – eine Liebe, die wir unsererseits dem Nächsten weiterschenken müssen, vor allem denen, die leiden und in Not sind. Nur so können wir in reichem Maße der Freude von Ostern teilhaft werden. Maria, die Mutter der Schönen Liebe, leite uns auf diesem Wege der österlichen Bußzeit, einem Weg echter Umkehr zur Liebe Christi. Euch, liebe Brüder und Schwestern, wünsche ich eine fruchtbare Fastenzeit und erteile allen von Herzen den besonderen Apostolischen Segen.
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19.02.2007 15:43:59
Propst Fürnsinn ermutigt zum Fasten
(kathpress.at) Für das richtige Fasten hat der Propst des niederösterreichischen Augustiner-Chorherrenstiftes Herzogenburg, Prälat Maximilian Fürnsinn, in einem Gespräch für die Sonntagausgabe der Tageszeitung "Kurier" plädiert. Die Fastenzeit habe sich "auf den Körper reduziert, darauf, schlank zu werden", bedauerte Fürnsinn: "Aber Fastenzeit geht weiter, es geht darum, wieder das rechte Maß zu finden". Das sei eine alte "Weisheit der Mönche", die "fürs Essen wie für die Arbeit gilt". Und es gehe darum, seine Beziehungen wieder neu zu orientieren: die Beziehung zu Gott, zu den Mitmenschen und zu sich selbst, so Propst Fürnsinn, der auch Vorsitzender der Superiorenkonferenz der männlichen Ordensgemeinschaften in Österreich ist, im Gespräch mit dem "Kurier". Ab Aschermittwoch gilt im Stift Herzogenburg strenge Fastenzeit: Bier und Wein sind dann im Stift tabu, der Speiseplan reduziert. Propst Fürnsinn: "Ich persönlich faste ziemlich intensiv, fast radikal". Im Gespräch mit dem "Kurier" schilderte Fürnsinn auch seinen eigenen Werdegang. In der zweiten Klasse Volksschule wusste er bereits, dass er Priester werden wolle. Aber sein Vater, ein Fleischhauer, meinte: "Kommt nicht in Frage. Du wirst Fleischhauer und übernimmst den Betrieb". Fürnsinn machte die Lehre, er wurde 1957 sogar als bester Fleischhauer-Lehrling Niederösterreichs ausgezeichnet. Dann arbeitete er drei Jahre im väterlichen Betrieb. Mit 20 Jahren hängte er den Beruf an den Nagel, holte die Matura nach und trat ins Spätberufenen-Seminar ein. Dem "Kurier" verschwieg der Herzogenburger Propst auch seinen ersten Gedanken beim Aufwachen am Sonntag nicht: "Ich mache ein Kreuzzeichen und bitte den Heiligen Geist, dass er mich führt und stärkt. So fange ich jeden Tag an". - Link: http://www.stift-herzogenburg.at
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19.02.2007 15:40:02
"Gib mir ein verständiges Herz!"
(presse.kirche.at) Am 25. Februar 2007, dem 1. Fastensonntag, wird Regens Dr. Anton Leichtfried im Dom zu St. Pölten zum Bischof geweiht. In seinem Bischofswappen drückt sich „Herkunft“ und „Sendung“ aus. Sein Wahlspruch „Da cor docile“ stammt aus dem alttestamentlichen Buch der Könige. Wie der junge Salomo bittet der neue Weihbischof um ein hörendes, lernbereites Herz. Die beiden Motive, die sich diagonal wiederholen, bezeichnen „Herkunft“ und „Sendung“. Das Wappenfeld mit dem Schlüssel steht für alles, was mit der Herkunft zu tun hat, zusammengefasst im Zeichen des hl. Petrus, des Pfarrpatrons von Purgstall. Das Feld mit dem „Ypsilon“ (stellvertretend für den Diözesanpatron, den hl. Hippolyt) weist auf den Auftrag des Weihbischofs für die Diözese hin. „Gib deinem Knecht ein hörendes Herz“ (1 Kön 3,9): Der Wahlspruch nimmt die Bitte des jungen Königs Salomo an Gott auf, im Innersten ein hörender Mensch zu sein - oder wie es in der lateinischen Übersetzung heißt: ein gelehriger, lernbereiter Mensch – um seine Leitungsaufgabe gut erfüllen zu können.
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18.02.2007 16:12:03
Die Scheidung der Geister in Italien
(die-tagespost.de) In einem Kommentar nimmt Guido Horst in der katholischen Zeitung "Die Tagespost" vom 17.02.2007 zu aktuellen politischen Entwicklungen in Italien Stellung:
Die beiden auch in Deutschland bekannten Kirchenhistoriker Giuseppe Alberigo und Alberto Melloni aus Bologna führen die Liste der Unterzeichner an: Sie stehen unter einem Appell von katholischen Prominenten Italiens, die die Bischofskonferenz des Landes eindringlichst auffordern, sich nicht mehr in die Verabschiedung eines Gesetzes über nicht-eheliche Lebensgemeinschaften einzumischen. Vor allem sollten die italienischen Bischöfe davon ablassen, in dieser Frage katholische Parlamentarier in ihrem Gewissen binden zu wollen. Aber es gibt auch den Gegen-Appell. Nicht minder bekannte Wissenschaftler und Journalisten wie Marta Sordi aus Mailand oder Giulano Ferrara aus Rom bitten die Bischöfe, die Verkündigung ihrer Lehre und Moral in klarer und freier Weise fortzusetzen. Das Konkordat mit dem italienischen Staat aus dem Jahr 1984 weise der Kirche „eine unabhängige Rolle des zivilen, politischen und moralischen Zeugnisses“ zu. Wer das jetzt zensieren wolle, verstoße gegen die Religionsfreiheit. Selten ist die Spaltung der Katholiken Italiens in zwei Lager so deutlich zum Ausdruck gekommen wie in diesen Tagen. Doch es scheint, dass der Vorsitzende der Italienischen Bischofskonferenz, Kardinal Camillo Ruini, diese Spaltung nicht mehr kaschieren will. Wenn die von ihm angekündigte Note der Bischöfe zum Abstimmungsverhalten katholischer Abgeordneter bei Gesetzesprojekten, die die Lehre und Moral der Kirche berühren, erscheinen sollte (siehe DT vom 15. Februar, Seite 5), stehen die Parlamentarier vor der Wahl: Entweder folgen sie Ministerpräsident Romano Prodi und Familienministerin Rosy Bindi, zwei prominenten Katholiken, die für homosexuelle Partnerschaften einen öffentlich-rechtlichen Status wollen. Oder sie folgen dem Papst und Kardinal Ruini, die alle Gesetze ablehnen, die der vom Schöpfer gewollten Ordnung widersprechen. Benedikt XVI. und sein enger Vertrauter Ruini haben keine Scheu, diesen besonders für die Mitte-Links-Regierung schmerzhaften Keil in das katholische Lager zu treiben. Früher einmal haben sich die Christen zu ihrem Glauben bekannt, die Einheit gewahrt und dafür auch Opfer in Kauf genommen. Die neu-christliche Art, zwar laufend religiöse Sprüche im Munde zu führen, aber im praktischen Leben zu machen, was man will, verschleiert das Zeugnis, das eine in sich geschlossene Kirche geben könnte. Was soll es da, dass sich Romano Prodi jetzt dabei filmen ließ, wie er in Kalkutta vor dem Grab Mutter Teresas betet? Gerade diese Frau hätte ihm ordentlich heimgeleuchtet.
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18.02.2007 16:08:46
Das Böse durch das Gute überwinden
(radiovatikan.de) Papst Benedikt XVI. hat die Bedeutung der christlichen Gewaltlosigkeit betont. Verzicht auf Gewalt sei nicht gleichbedeutend mit Resignation vor dem Bösen, sagte er beim Angelusgebet auf dem Petersplatz über die Forderung im heutigen Lukas-Evangelium, seine eigenen Feinde zu lieben: „Diese Seite des Evangeliums gilt zu Recht als die Magna Charta der christlichen Gewaltlosigkeit. Sie besteht nicht in der Resignation vor dem Bösen, wie es in einer Fehlinterpretation des ‚Hinhaltens der anderen Wange’ heißt, sondern darin, auf Böses mit Guten zu reagieren. Dadurch wird die Kette der Ungerechtigkeit zerbrochen. So wird begreiflich, dass die christliche Gewaltlosigkeit kein rein taktisches Verhalten ist, sondern eine Seinsart, die Haltung desjenigen, der so sehr von der Liebe und der Macht Gottes überzeugt ist, dass er keine Angst hat, dem Bösen allein mit den Waffen der Liebe und der Wahrheit zu begegnen. Die Liebe zum Feind stellt den Kern der christlichen Revolution dar, eine Revolution, die nicht auf Strategien wirtschaftlicher, politischer oder Medienmacht basiert. Das ist die Neuigkeit des Evangeliums, das die Welt verändert, ohne Lärm zu machen.”
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17.02.2007 07:13:01
"Zeit der Narren" - Fasching 2007
(presse.kirche.at) Von Rio bis Venedig, von Mainz bis Villach - Jubel, Trubel, Heiterkeit, Helau und Lei-Lei, Klamauk, Konsum und Katzenjammer: aber wo bleibt die Freude? Vielen ist der Sinn der christlichen Feste im Jahresablauf verloren gegangen. Auch im Fasching scheinen sich die meisten auf das bloße „unterhalten werden“, auf Konsumation pur, beschränken zu wollen. Und die Christen? Die brauchen dem Fasching nicht asketisch entsagen, steht doch schon im Buch Nehemia: „Die Freude am Herrn ist unsere Stärke“. Der Advent erstickt bereits im Konsumrausch, die kirchlichen Feiertage sind nur mehr willkommene Termine für einen Kurzurlaub, - ja und fasten tut man dann, wenn es die Figur oder der Arzt nahelegen. Und der Fasching? Lässt sich Freude zu bestimmten Terminen verordnen und erzwingen? Viele haben heute wenig Grund zum Lachen und können sich eine ausschweifende Ballsaison gar nicht leisten. Büttenreden und Umzüge haben vielfach ihren Reiz und den Publikumszuspruch verloren und das Faschingstreiben reicht mancherorts weit in die Fastenzeit hinein. Der traditionelle Fasching zerreibt sich zwischen Übersättigung und „nicht genug kriegen können“. - Lesen Sie mehr auf presse.kirche.at!
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17.02.2007 07:11:06
Feindesliebe statt Hass und Vergeltung
In diesen Tagen erreicht die „närrische Zeit“ des Faschings ihren Höhepunkt. Soweit dabei bestimmte Grenzen der Sittlichkeit und des Anstands nicht überschritten werden, darf auch der Christ sich daran beteiligen. Freilich muss uns klar sein, dass die wahre Freude nicht im irdisch-weltlichen Treiben und in einer damit verbundenen Ausgelassenheit besteht, sondern sich aus anderen Quellen speist, die tiefer gründen. Die biblischen Texte dieses 7. Sonntags im Jahreskreis C weisen uns dazu den Weg. Im Grund geht es darum, wie wir als Christen das Böse durch das Gute überwinden können. Wie leicht ist man doch versucht, wenn einem Unrecht geschieht, es mit gleicher Münze heimzuzahlen, es auf „gerechte Weise“ zu erwidern! Der andere hat ja bekanntlich immer zuerst angefangen, und nachgeben will man nie selber, sondern man möchte den „Gegner“ dazu bringen und selber als Sieger dastehen. - Lesen Sie die Predigt von Dr. Josef Spindelböck in vollem Wortlaut!
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14.02.2007 18:07:23
Institut Philipp Neri übernimmt Seelsorge im alten Ritus im Bistum Trier
(institut-philipp-neri.de) Am 1. Fastensonntag (25. Februar) findet im Saarländischen Püttlingen die Rekonziliation (Versöhnung) einer bisher außerhalb der vollen Gemeinschaft mit der Kirche stehenden Ge­meinde und ihres Priesters statt. Nach Jahrzehnten einer irregulären Situation kehren die dem alten Ritus verschrieben Mitglieder des „Kirchbauvereins St. Martinskirche“ in Püttlingen/ Köllerbach und ihr Seelsorger Pater Benedikt Ulitzka wieder in die kirchliche Ord­nung des Bistum Triers zurück. Möglich wird diese Wiedervereinigung durch die guten Dienste des Berliner Instituts St. Philipp Neri, einer dem alten Ritus verpflichteten Gesellschaft aposto­lischen Lebens päpstlichen Rechts, das von Bischof Marx offiziell mit der Wahrnehmung der Seelsorge in der St. Martinskirche beauftraugt worden ist. Gleichzeitig mit der Normalisierung der Situation von Köllerbach hat Bischof Marx einen zweiten Schritt unternommen, um im Geiste des Motu Proprio „Ecclesia Dei“ von 1988 den Gläubigen entgegenzukommen, „die sich an einige frühere Formen der Liturgie und Disziplin der lateini-schen Tradition gebunden fühlen“. Er hat mit dem Institut die Entsendung eines wei­teren Priesters in die Diözese Trier vereinbart, um dort Gottesdienste im traditionellen Ritus zu feiern. In dieser Funktion wird Pater Bartels ab März von Berlin nach Trier gehen. - Lesen Sie mehr über die Hintergründe!
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14.02.2007 18:02:40
Frauen als Zeuginnen der frohen Botschaft
(www.kath.net) „Die Geschichte des Christentums hätte sich ohne den großzügigen Beitrag der Frauen ganz anders entwickelt.” Das sagte Papst Benedikt XVI. am Mittwoch (14.02.2007) bei der Generalaudienz. Der Papst sprach darüber, welche Rolle Frauen im Leben Jesu gespielt hätten und was sie im frühen Christentum leisteten. Sie hätten eine „wirksame und bedeutende Rolle bei der Verbreitung des Evangeliums gespielt“, erklärte Benedikt. Vor allem Maria habe „auf einzigartige Weise bei unserer Erlösung mitgewirkt“, betonte der Papst. Die Frauen hätten – im Gegensatz zu den Aposteln – Jesus in der Stunde seines Leidens nicht verlassen, hob er hervor. Auch in der frühen Kirche habe es eine starke weibliche Präsenz gegeben, verwies Benedikt auf die Briefe des Apostels Paulus. Wir dokumentieren die Katechese des Papstes an die Pilger deutscher Sprache:
Liebe Brüder und Schwestern! Mit dieser Audienz endet der Zyklus der Katechesen der letzten Monate, die das Zeugnis herausragender Gestalten an den Anfängen der Kirche zum Thema hatten. Heute möchte ich unseren Blick auf alle Frauen lenken, die zur Verbreitung der Frohen Botschaft beigetragen haben. An erster Stelle schauen wir dabei auf die Jungfrau Maria, denn sie ist als Mutter des Herrn mehr als alle anderen Frauen gesegnet (vgl. Lk 1, 42). Von der Verkündigung bis zum Kreuz und auch danach im Kreis der ersten Christen hat sie am Erlösungswerk ihres Sohnes mitgewirkt. Unter den zahlreichen Frauen, die Jesus nachfolgten, ragt sodann Maria Magdalena hervor: Sie ist als erste Zeugin der Auferstehung gleichsam zur „Apostolin der Apostel“ geworden. Schließlich erfahren wir in den Paulusbriefen von vielen Frauen, die in der frühen Kirche einen wichtigen Platz einnahmen. Als eifrige Mitarbeiterinnen in der Verkündigung des Evangeliums bezeugten sie mutig den Glauben und versammelten die Gläubigen in ihren Häusern. Die Sendung der Frauen in der Kirche gründet in der Taufe, die allen Christen die gemeinsame Würde der Gotteskindschaft schenkt, sie über alle Unterschiede hinweg in Christus vereint und gemäß der ihnen eigenen Berufung in den Dienst an Gott und den Menschen stellt. Mit diesen Gedanken begrüße ich alle Pilger und Besucher deutscher Sprache. Wir wollen Gott für das Große danken, das er durch gläubige Frauen in der Kirche gewirkt hat und wirkt, besonders für die Weitergabe des Glaubens. Ich danke allen Frauen, die heute durch ihr Gebet und ihr christliches Zeugnis und Engagement einen unersetzlichen Beitrag zum Leben der Kirche leisten. – Der Herr begleite euch mit seinem Segen!
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12.02.2007 18:16:55
WB Laun: Kirche kann "Fristenlösung" nicht anerkennen
Der Salzburger Weihbischof Andreas Laun antwortet in einem KATH.NET-Kommentar der österreichischen Frauenministerin Doris Bures:
Was die Abtreibung betrifft, fordert Frau Minister Bures „die Kirche“ auf, sich „zurückzuhalten“, „liberaler“ zu werden, die „geltenden Gesetze zur Kenntnis zu nehmen“ - und sich nicht in den Dienst „radikaler Abtreibungsgegner“ zu stellen. Allerdings, dem Andersdenkenden „Zurückhaltung“ zu empfehlen und ihn aufzufordern, „liberaler zu werden“, ist leeres Politikergerede, das zur Problemlösung nichts beiträgt und überdies zeigt, dass sie von der Kirche nichts verstanden hat: als ob es Gegenstand eines politischen Kompromisses sein könnte, eine grundlegende Wahrheit über Bord zu werfen, um dann auch zeitgemäß „liberal“ zu sein! Das sollten auch Politiker niemals tun, aber erst recht kann und wird die Kirche ihre Fahne nicht nach dem Wind hängen. Und was das „zur Kenntnis nehmen“ der Gesetze betrifft, ist das Kennen und das Anerkennen der Gesetze zu unterscheiden. Natürlich „kennen“ wir Christen die Gesetze, aber es kann nötig sein, sie nicht „anzuerkennen“, wenn nämlich die Gesetze falsch und ungerecht sind. In diesem Sinne anerkennt die Kirche die "Fristenlösung" nicht. Wer ungerechte Gesetze anerkennt, ist im Begriff, die Freiheit zu verlieren und den Anspruch der Gerechtigkeit zu opfern. Ungerechte Gesetze im Sinn der Anerkennung „zur Kenntnis zu nehmen“ ist der erste Schritt in die Diktatur der Mehrheit. Und was die „radikalen Abtreibungsgegner“ betrifft: Was heißt hier „radikal“? Was ist z.B. ein „radikaler Korruptionsgegner“? Oder ein „radikaler Gegner von Gewalt gegen Frauen“? Ist das etwas Schlechtes, weil „radikal“? Besser nicht radikal, also „ein bisserl Korruption“ und ein „bisserl Gewalt gegen Frauen“? Es gibt Dinge, Frau Ministerin, da kann man nur „radikal dagegen“ sein und dazu gehört das Töten von Kindern, geborenen und ungeborenen. Darum bekenne ich: Ja, ich bin ein radikaler Gegner der Abtreibung und zugleich ein „radikaler Befürworter“ jeder vernünftigen Hilfe für Frauen in einer Notlage. Angesichts des Kindermangels und angesichts der Schwierigkeiten vieler Frauen wäre der beste, der „radikale“ Weg ein Gehalt für Frauen, die Kinder gebären. Wenn jemand unsere Straßen säubert, wird er bezahlt, warum nicht auch eine Frau, die unser Überleben sichert, indem sie Kinder zur Welt bringt? Das wäre ein „zur Kenntnis nehmen“ der heutigen Bedrohung durch Kindermangel und ein Stück Gerechtigkeit gegenüber den Frauen. Endlich!
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12.02.2007 18:14:39
Papst Benedikt betont Bedeutung des Naturrechtes
(kathpress.at) Papst Benedikt XVI. hat jede Änderung der Institution Familie abgelehnt. "Kein von Menschen gemachtes Gesetz kann die vom Schöpfer geschaffene Norm umstürzen, ohne dass die Gesellschaft in ihrem Fundament dramatischen Schaden nimmt", betonte der Papst am Montag in einem Grußwort an den internationalen Kongress der Lateranuniversität über "Probleme und Perspektiven des Naturrechts". Beobachter werteten die Äußerungen des Papstes als Reaktion auf den jüngsten Gesetzentwurf des italienischen Kabinetts über nichteheliche Lebenspartnerschaften ("Dico"). Der Rektor der Lateranuniversität, Bischof Rino Fisichella, erinnerte daran, dass das Recht nach biblischer Auffassung als Ausdruck der göttlichen Schöpfungsordnung gesehen wird. Es sei bedauerlich, dass das Naturrecht heute weithin vergessen sei, unterstrich Fisichella. Das habe zu einer "Verarmung" sowohl der wissenschaftlichen Forschung als auch des menschlichen Sozialverhaltens geführt. An die Stelle der Freiheit sei vielfach die Willkür getreten. Von dieser Schwäche seien auch nicht wenige Parlamente betroffen, die in ihrer gesetzgeberischen Tätigkeit von dem absehen, "was dem Naturgesetz eingeschrieben ist" und mitunter sogar Verhaltensweisen rechtfertigen, die dem Naturgesetz direkt widersprechen. Das Naturrecht gehöre zur Geschichte der menschlichen Weisheit, unterstrich Erzbischof Angelo Amato, Sekretär der vatikanischen Glaubenskongregation. Bereits Cicero habe gelehrt, dass es ein ewiges und unveränderliches Gesetz gibt. Das Christentum habe sich dann diese Lehre zu eigen gemacht und sie im Licht des Evangeliums gereinigt. Ausgehend vom Naturrecht könne man mit jedem Menschen in einen Dialog treten und gerade auf der Basis dieses Rechts eine Übereinkunft finden, betonte Amato. Leider werde in vielen Kreisen das der menschlichen Natur eingeschriebene Gesetz nicht mehr akzeptiert. Alles werde als veränderlich und relativ betrachtet.
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11.02.2007 14:52:04
Happy oder selig? Kardinal Schönborn über das Sonntagsevangelium
(stephanscom.at) Kardinal Christoph Schönborn schreibt in seinen Gedanken zum Sonntagsevangelium über die Seligpreisung "Selig, die ihr jetzt hungert, denn ihr werdet satt werden":
Ist das nicht blanker Zynismus, unerträglicher Hohn? "Selig, die ihr jetzt hungert, denn ihr werdet satt werden." Was soll am Hunger selig sein? Gut, dass du hungerst, du wirst es später einmal gut haben. Kann man sich vorstellen, mit diesem Wort die verhungernden Mütter und Kinder in Afrika abzuspeisen? Kann das der Sinn der "Seligpreisungen" Jesu sein? Erst der Gegensatz macht deutlich, was Christus mit diesem schockierenden Wort sagt: "Wehe euch, die ihr jetzt satt seid (wörtlich: angefüllt seid, volle Bäuche habt), ihr werdet hungern." Heißt das: Wehe denen, die es jetzt gut haben? Ihnen wird es dann schlecht gehen. Ist das nicht eine seltsame Mischung aus Vertröstung auf den Himmel und Drohen mit der Hölle? Hat diese Art nicht viele Menschen abgeschreckt und aus der Kirche vertrieben? Die Provokation Jesu heißt: Fang schon heute an, da es dir gut geht, mit anderen Augen zu sehen! Vielleicht traut sich deshalb heute kaum mehr ein Prediger, die Worte Jesu wörtlich zu nehmen. Man macht aus dem heftigen Sturm des Evangeliums ein sanftes Säuseln, das niemanden mehr aufrüttelt. Jesus aber hat aufgerüttelt. Seine Worte haben die Menschen erschüttert. Sie haben sich bekehrt - oder ihn heftig abgelehnt. Was er seinen Jüngern sagt, hat er selber am eigenen Leib zu spüren bekommen: "Selig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen und aus ihrer Gemeinschaft ausschließen, wenn sie euch beschimpfen und euch in Verruf bringen um des Menschensohnes (das heißt um Jesu) willen". Wer Jesus nachfolgt, wird nicht nur Lob ernten: "Wehe euch, wenn euch alle Menschen loben; denn ebenso haben es ihre Väter mit den falschen Propheten gemacht". Es gibt zwei Grundeinstellungen im Leben, und Jesus fordert heraus, sich zu entscheiden: entweder das, was "der Welt" gefällt, was Applaus erntet und was "in" ist. Oder das, was wirklich Wert hat, was hält und unzerstörbar ist. Das eine macht vielleicht "happy", es macht Spaß, es bringt Erfolg und schaut "toll" aus, aber "selig" macht es nicht. Es kann morgen schon vorbei sein. Die Gesundheit kann uns verlassen, Misserfolg uns von der Bühne der Erfolgreichen wegholen, Verleumdungen unseren Ruf ruinieren. Dann sind plötzlich alle (oder die meisten) weg. Dann ist's vorbei mit Spaß und Seitenblicken. Dann kommt die Frage: Habe ich mein Leben richtig orientiert? Habe ich auf die echten Werte gesetzt? Dann sehe ich plötzlich die Welt ganz anders. Da entdecke ich auf einmal die Vielen, die auf der Schattenseite des Lebens sind, die ich bisher übersehen habe, von denen ich weggeschaut habe. Die Provokation Jesu heißt: Fang schon heute an, da es dir gut geht, mit anderen Augen zu sehen! Schau hin, wo Arme sind. Dreh dich nicht weg, wo jemand weint. Vergiss nicht, dass es Hungernde gibt. Geh nicht nur zu denen, die Erfolg und Ansehen haben. Dann wirst du entdecken, dass es ganz andere Werte gibt als die, die in der Welt zählen. Dann kommt in dein Leben eine neue Freude, ein bisher unbekanntes Glück. Dann beginnst du zu verstehen, dass Arme, Trauernde, Notleidende und Verachtete dir mehr über das echte Menschsein sagen können als aller Glanz der Welt. Deshalb nennt Jesus sie selig.
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11.02.2007 14:39:45
Papstworte zum Trost für alle Kranken
(radiovatikan.de) Papst Benedikt XVI. ist für eine stärkere Forschung im Bereich der Schmerz-Therapie. Das sagte er heute (11.02.2007) beim Angelusgebet auf dem Petersplatz in Rom. Zum Welttag der Kranken, den die Kirche heute feiert, meinte der Papst vor Tausenden von Pilgern wörtlich: “Es ist nötig, die Entwicklung von Schmerz-Therapien zu unterstützen, die eine integrale Hilfe bieten - damit die unheilbar Kranken die menschliche Nähe und auch spirituelle Begleitung bekommen, die sie dringend brauchen.” Papst Benedikt erinnerte an die Marienerscheinungen von Lourdes, die an einem 11. Februar im Jahr 1858 begannen. Die Kranken, die nach Lourdes pilgern, lernen dort nach Angaben des Papstes, ihr Leiden anzunehmen und es für das Heil der Welt aufzuopfern. Bei den Feiern zum Welttag der Kranken wird heute eine große Lourdes-Marienstatue in den Petersdom gebracht werden. Die Hauptfeiern finden diesmal in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul statt, wo Kurienkardinal Javier Lozano Barragan den Papst vertritt. Papst Johannes Paul II. hat den Welttag der Kranken vor anderthalb Jahrzehnten ins Leben gerufen. “Ich will allen unseren kranken Brüdern und Schwestern meine geistliche Nähe und meine Zuneigung ausdrücken. Vor allem denke ich an die, die besonders schwer und schmerzhaft erkrankt sind”, so Benedikt XVI. Auf deutsch sagte er: “Gerne grüße ich die Pilger und Besucher aus den Ländern deutscher Sprache. Am Gedenktag Unserer Lieben Frau von Lourdes, der auf den heutigen Sonntag fällt, begehen wir zugleich den Welttag der Kranken. Den kranken und leidenden Menschen wollen wir stets unsere Liebe und Zuwendung schenken. Im Gebet empfehlen wir die Kranken, ihre Ärzte und Pfleger sowie alle, die für gesundheitlich leidende Menschen Sorge tragen, der Fürsprache Mariens, die wir als „Heil der Kranken” anrufen. Ich segne euch alle von Herzen.”
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10.02.2007 05:32:02
Welttag der Kranken - 11. Februar
(stephanscom.at) "Am Welttag der Kranken will sich die Kirche heuer mit besonderer Fürsorge den psychisch und seelisch Leidenden zuwenden und die Öffentlichkeit auf die Probleme aufmerksam machen, die mit den Krankheiten des menschlichen Geistes verbunden sind. Davon ist nunmehr ein Fünftel der Menschheit betroffen, was einem wirklichen Notstand in der Gesellschaft und im Gesundheitswesen gleichkommt", schreibt Papst Benedikt XVI. in seiner Botschaft zum Welttag der Kranken, welcher am 11. Februar 2007 gefeiert wird. Die zentralen Feiern finden heuer in Australien statt. Der Welttag der Kranken wird in Adelaide mit einer internationalen Konferenz eröffnet. Im Anschluss daran findet ein Workshop statt, an dem Ärzte, Krankenpflegepersonen und Geistliche mit dem Ziel teilnehmen, Grundsätze und Empfehlungen zum Umgang mit psychisch erkrankten Personen zu erarbeiten. Diese Richtlinien sollen anschließend an die australische Regierung und die Kirchen zur Umsetzung übergeben werden. Geistlicher Höhepunkt wird ein Festgottesdienst mit Krankensalbung in der dem heiligen Franz Xavér geweihten Kathedrale in Adelaide sein. - Linktip: http://www.worlddayofthesick.org.au
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10.02.2007 05:28:53
Seligpreisungen und Weherufe
Im Evangelium des 6. Sonntags im Jahreskreis ist die Rede von der Alternative des Heils und des Unheils. Jesus spricht sowohl Seligpreisungen als auch Weherufe aus. Selig gepriesen werden die Armen, denen das Reich Gottes gehört. Außerdem werden die Hungernden, die Weinenden und jene, welche von den Menschen um Jesu willen gehasst und verfolgt werden, selig gepriesen. Der „Lohn im Himmel wird groß sein.“ Die Reichen, die Satten, die Lachenden und die von den Menschen Hochgelobten haben hingegen einen Weheruf zu erwarten. Ihr Ende ist nicht erfreulich. Statt des ewigen Lebens erwartet sie der ewige Tod, d.h. die Hölle. - Stören uns die Worte Jesu? Sind sie nicht höchst einseitig? Sollte man die Dinge nicht differenzierter und diplomatischer ausdrücken? Ja, ist das überhaupt gerecht, was unser Herr mit diesen drastischen Worten formuliert? So und ähnlich können wir fragen. Und die Antwort gibt der Frage insofern recht, als wir tatsächlich nach dem tieferen Sinn der Worte des Herrn fragen müssen. - Lesen Sie mehr in der Predigt von Dr. Josef Spindelböck!
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09.02.2007 12:50:44
"Wir können nicht schweigen": Bischof Küng antwortet Frauenministerin Buresch
(kath.net/news.stjosef.at) Bischof DDr. Klaus Küng nimmt Stellung zu den Aussagen der österreichischen Frauenministerin Doris Bures gebeten. Diese hatte in einem Interview mit dem „Standard“ Kardinal Christoph Schönborn und Bischof Andreas Laun kritisiert und verlangt, dass "Kirchenherren endlich liberaler werden". Hier die Stellungnahme des Bischofs im Wortlaut:
Als ich die Aufforderung der neuen Frauenministerin Doris Bures zu „mehr Zurückhaltung“ seitens der kirchlichen Amtsträger zu Fragen des Lebensschutzes las, kamen mir die Worte des Petrus und des Johannes aus der Apostelgeschichte in den Sinn, die sagten: „Wir können unmöglich schweigen“, als ihnen der Hohe Rat zu predigen verbieten wollte. Es muss auch in Österreich erlaubt bleiben, auf die Bedeutung, die Würde und die Unantastbarkeit des menschlichen Lebens von seinem Beginn an bis zum natürlichen Tod hinzuweisen. Selbstverständlich ist es für jeden Christen Pflicht, Frauen in Not zu helfen. Die Kirche tut viel in diesem Bereich und das ist gut so. Es geht auch nicht darum, Menschen zu verurteilen. “Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als erster einen Stein auf sie“, sagte Jesus zu den Pharisäern als sie die Ehebrecherin zu ihm brachten. Dennoch ist und bleibt jeder Verstoß gegen die Integrität des Lebens ein schweres Vergehen. Daran ändert auch die Fristenlösung nichts, obwohl nach diesem Gesetz unter bestimmten Bedingungen Straffreiheit gewährt wird. Wer in das Volk hineinhorcht, weiß, dass die vielen Abtreibungen in unserem Land in der Tat – wie Kardinal König es gerne ausdrückte – eine tiefe Wunde in den Herzen der Menschen zurücklassen. Gerade auch in diesem Zusammenhang – das Entstehen einer tiefen Wunde bei jenen, die Abtreibungen vornehmen oder an sich vornehmen lassen – hilft die Kirche durch die Vermittlung der Vergebung. Die Kirche stößt niemanden zurück, der seinen Fehler einsieht und umkehrt, im Gegenteil. Es ist ihre wichtige Pflicht gerade auch in diesem Sinn zu helfen. Die Frauenministerin fordert mehr Sexualaufklärung und bessere Kenntnis der Verhütung: Sexualerziehung ist wichtig. Sie muss in Liebe geschehen und eine ganzheitliche Sicht vermitteln. Es ist ein Trauerspiel, was von manchen Broschüren, die von den Ministerien an den Schulen verbreitet werden, geboten wird: Eine verkürzte Sicht der Sexualität und des Menschen. In Wirklichkeit führt jene fragwürdige Art der Aufklärung, die nicht aufzeigt, was wahre Liebe ist und nur Verhütungsmittel anpreist, nicht zum Rückgang der Abtreibungen, sondern eher im Gegenteil zum Ansteigen, weil bei Jung und Alt der Trend verstärkt wird, Sex als Konsumgut zu betrachten. In dieser Mentalität kommt es – wie die Erfahrung zeigt – durch „Unvorsichtigkeiten“ und „Verhütungsfehler“ relativ häufig zu unerwünschten Schwangerschaften und damit zu Situationen, die für Abtreibungen auslösend sind. Viel Leid entsteht, gerade bei Mädchen und Frauen, weil das nicht bedacht wird. Die Frauenministerin meint, die Bischöfe müssten liberaler werden. Darauf muss ich antworten: Liberaler werden ist jedenfalls nicht immer ein Fortschritt.
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09.02.2007 12:48:04
"Der Geist des hl. Philipp Neri" - in neuer Auflage lieferbar
Ab sofort ist die Kleinschrift "Der Geist des hl. Philipp Neri in seinen Maximen und Merksätzen" in einer neuen Auflage lieferbar (Heftchen, 40 Seiten, 17 × 11 cm, ISBN 3-901853-12-X, EUR 2,50). Bei Abnahme von 10 Stück 10% Rabatt, ab 25 Stk 20% Rabatt, das Porto wird jeweils dazu berechnet. Ideal auch für den Schriftenstand! - Philipp Neri stammte aus Florenz und zog als junger Mann nach Rom, wo er bis zu seinem Tod segensreich wirkte. "1548 gründete Filippo gemeinsam mit seinem Beichtvater die 'Bruderschaft der Heiligsten Dreieinigkeit', eine Gesellschaft von Laien zur Betreuung von bedürftigen Rompilgern, Kranken und Armen. 1551 empfing Filippo die Priesterweihe und schloss sich bald darauf der Kirchengemeinde von San Girolamo della Carità in Rom an. Seine Versammlungen und Gottesdienste mit Lobliedern und Gebeten in der Volkssprache wurden so beliebt, dass über dem Kirchenschiff ein zusätzlicher Raum eingerichtet werden musste, um die wachsende Zuhörerschaft unterzubringen. In diesem Raum, dem 'Oratorium', entstand eine Wohngemeinschaft Gleichgesinnter, innerlich zusammengehalten von gemeinsamem Glaubensgespräch, von Beten und Bibelbetrachtung. Das Oratorium wurde zum Mittelpunkt der Tätigkeit Filippo Neris, die auch geistliche Lieder umfasste, wovon sich der Begriff Oratorium als musikalische Gattung ableitet. 1552 gründete er seine Weltpriester-Kongregation der 'Oratorianer', die 1575 vom Papst bestätigt wurde. Ihre Aufgabe war, dass die Priester durch tägliches Gebet, geistliche Diskussionen und unermüdliche Abnahme der Beichte das Heil förderten." (Ökumenisches Heiligenlexikon) - Bestellung: Verlag St. Josef.
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08.02.2007 07:57:00
"Die Liebe ist möglich"
(zenit.org) „Die Liebe ist möglich, und Ziel dieser meiner Botschaft ist es, einen Beitrag zu leisten, damit in jedem von Euch, die Ihr die Zukunft und die Hoffnung der Menschheit seid, das Vertrauen in die wahre, treue und starke Liebe neu geweckt wird“, erläutert Papst Benedikt XVI. zu Beginn seiner Botschaft zum diesjährigen Weltjugendtag, die am Montag vom Heiligen Stuhl veröffentlicht wurde. Der Heilige Vater unternimmt in seinem Schreiben den Versuch, den Jugendlichen den Zugang zur wahren Liebe zu erschließen, und wählt dazu einen Weg, der zur „Entdeckung der Liebe“ hinführen soll. Dieser Weg macht an drei Stationen Halt, an denen Benedikt XVI. Erörterungen über drei grundlegende Wahrheiten anstellt: Zunächst macht er darauf aufmerksam, dass es nur „eine einzige Quelle der Liebe gibt, und das ist Gott“. Danach unterstreicht er, dass wir in Jesus Christus „die Liebe in ihrer ganzen Tragweite kennen gelernt“ haben: „Christus ist das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt auf sich nimmt und den Hass aus dem Herzen des Menschen vertreibt. Das ist die wahre Revolution, die er bringt: Liebe.“ Schließlich weist er darauf hin, worum es bei der christlichen Liebe eigentlich geht: Den Nächsten so zu lieben „wie Christus uns liebt“. Ausgehend von diesen Grundprinzipien in Sachen Liebe betrachtet Benedikt XVI. in der Folge jene Bereiche, in denen das Liebeszeugnis der Jugendlichen in besonderer Weise gefragt ist. Der erste dieser Bereiche ist die Kirche, das heißt die jeweilige Pfarrei, Gemeinschaft oder Jugendgruppe. „Sorgt Euch darum, das Wohl des anderen zu suchen“, so die Aufforderung des Papstes. „Zögert nicht, mit Freude auf einige Eurer Vergnügungen zu verzichten. Nehmt frohen Herzens die notwendigen Opfer auf Euch. Bezeugt Eure treue Liebe zu Jesus, indem Ihr sein Evangelium besonders unter Euren Altergenossen verkündigt.“ - Lesen Sie noch mehr in der Zusammenfassung von ZENIT! - Linktip: http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/messages/youth/index_ge.htm
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08.02.2007 07:53:32
Päpstliche Hochschule Stift Heiligenkreuz
(kathpress.at) Papst Benedikt XVI. hat die Philosophisch-Theologische Hochschule des Stiftes Heiligenkreuz zur "Päpstlichen Hochschule" erhoben. Das vatikanische Dekret trägt das Datum vom 28. Jänner, wie die Hochschule am Donnerstag in einer Aussendung mitteilte. Sie heißt künftig offiziell "Päpstliche Philosophisch-Theologische Hochschule Benedikt XVI. Heiligenkreuz". Die Bezeichnung sei vom Abt des Zisterzienserstiftes, Gregor Henckel-Donnersmarck, vorgeschlagen worden. Damit solle sowohl die große Wertschätzung für Papst Benedikt XVI. als auch die benediktinische Ausrichtung des Institutes zum Ausdruck kommen, hieß es in der Mitteilung. Mit der Erhebung zur Päpstlichen Hochschule erhält die Lehrstätte mehr Eigenständigkeit. Die Hochschule wird - wie schon bisher - das staatlich anerkannte Diplomstudium in Fachtheologie mit Abschluss eines "Magister theologiae" anbieten. Ab jetzt erfolgt die Graduierung aber durch die Hochschule Heiligenkreuz selbst und nicht wie bisher durch die Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Wien. Die Studienpläne bleiben gleich und entsprechen den an den staatlichen österreichischen Fakultäten üblichen. Der Vollausbau zur "Päpstlichen Fakultät" mit Lizenziats- und Doktoratsstudium wird nach einer fünfjährigen Entwicklungszeit angestrebt. Abt Henckel-Donnersmarck, bisher Rektor, wurde zum "Magnus Cancellarius" (Großkanzler) der Hochschule ernannt. Er ist in dieser Funktion Vertreter des Heiligen Stuhls und verleiht die akademischen Grade im Namen des Papstes. Der bisherige Dekan, P. Karl Wallner, wurde auf vier Jahre zum Rektor bestellt; seine Agenden bleiben im Wesentlichen gleich. - Link: http://www.stift-heiligenkreuz.at
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07.02.2007 17:15:54
Papst hebt Beispiel christlicher Eheleute hervor
(radiovatikan.de) In der Katechese der Generalaudienz hat Benedikt XVI. die Reihe über große Gestalten der Urkirche fortgesetzt. In der Audienzhalle sprach er heute (07.02.2007) von den Eheleuten Priszilla und Aquila. Ehe sei Hauskirche, sagte der Papst den deutschsprachigen Pilgern. Wörtlich meinte er: "Liebe Brüder und Schwestern! Aus der Apostelgeschichte und den Paulusbriefen kennen wir die Eheleute Priszilla (oder kurz Priska) und Aquila, die in der Urkirche eine aktive und wichtige Rolle gespielt haben. Beide waren jüdischer Herkunft und haben wohl in Rom den Glauben an Christus angenommen. Der Apostel Paulus lernte sie in Korinth kennen und fand in ihrem Haus Aufnahme. In Ephesus führten Priszilla und Aquila Apollos, über den wir schon letzte Woche gesprochen haben, tiefer in den christlichen Glauben ein. Ihr Haus war ein Versammlungsort der Gläubigen von Ephesus für die Feier der Liturgie. Später machten sie ebenso in Rom ihr Heim zu einer 'Hauskirche'. Im Römerbrief gibt Paulus uns ein schönes Zeugnis von ihrem Wirken, wenn er schreibt: 'Grüßt Priska und Aquila, meine Mitarbeiter in Christus Jesus, die für mich ihr eigenes Leben aufs Spiel gesetzt haben; nicht allein ich, sondern alle Gemeinden der Heiden sind ihnen dankbar' (16, 3-4). An Priszilla und Aquila sehen wir, wie wichtig die Tätigkeit christlicher Eheleute ist. Sie zeigen uns, wie ein jedes Haus zu einer Kirche werden kann und das Familienleben seinen Mittelpunkt im Herrn finden soll. Wenn Ehe und Familie vom Glauben und von einer tiefen Spiritualität getragen sind, wird der Einsatz für Christus und für seinen mystischen Leib, die Kirche, etwas ganz Selbstverständliches. Mit diesen Gedanken heiße ich gerne alle deutschsprachigen Pilger und Besucher willkommen und grüße insbesondere die Pfarrgemeinderäte und Journalisten aus Österreich. – Das Vorbild von Priszilla und Aquila helfe den Eheleuten und Familien, Mitarbeiter Christi und seines Evangeliums zu sein und sich für die Gemeinschaft der Kirche einzusetzen. Der Herr schenke euch eine gute Zeit hier in Rom und segne euch alle!"
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07.02.2007 17:14:06
Abtreibung in Österreich: Familienbischof Küng nimmt Stellung
Der St. Pöltner Diözesanbischof DDr. Klaus Küng hat sich zur aktuellen Abtreibungsdiskussion in Österreich gegenüber kath.net auf folgende Weise geäußert:
Es ist sehr traurig, dass in einem Einkaufszentrum wie der Lugner-City eine Sexualambulanz eingerichtet wurde, in der auch Abtreibungen vorgenommen werden. Die Menschen scheinen immer mehr aus den Augen zu verlieren, welches der Wert, die Würde und der Sinn des menschlichen Lebens ist. Menschliches Leben ist von seiner Zeugung an bis zum natürlichen Tod unantastbar. Kein Mensch darf über das eigene Leben oder das anderer eigenmächtig verfügen. „Mit jedem menschlichen Leben, das entsteht, verbindet sich ein Vorhaben Gottes“, sagte gerne Papst Johannes Paul II. - Ich bin froh über die verschiedenen Proteste anlässlich der Eröffnung der Abtreibungspraxis in der Lugner-City. Froh bin ich auch über die Diskussion, die das ausgelöst hat. Abtreibung ist ein schweres Vergehen. Es fehlt uns an Kindern. Zugleich muss betont werden: Jede Frau in Not soll wissen, dass ihr seitens der Kirche Hilfe angeboten wird. Ich habe manchmal gesagt und wiederhole es: „Eine Frau, die sich in Not befindet und an Abtreibung denkt, kann mir ihr Kind bringen. Es wird sich ein Weg finden bzw. eine Familie, die es aufzieht.“ Außerdem möchte ich daran erinnern: Wenn die Kirche jene, die eine Abtreibung durchführen oder Mittäter sind, ohne die es nicht zu dieser Abtreibung käme, mit Exkommunikation belegt, so will sie damit zum Ausdruck bringen, wie schwerwiegend dieses Vergehen ist. Gleichzeitig muss bewusst sein, dass eine solche Exkommunikation, die den Empfang der Sakramente und die Übernahme von kirchlichen Ämtern untersagt, sofort aufgehoben wird, sobald die begangene Tat bereut und für sie um Vergebung gebeten wird. Die Kirche vermittelt auch Heilung.“
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06.02.2007 09:41:43
Wirksame Hilfe für Ungeborene und ihre Mütter
(stephanscom.at) Mehr als 20.000 Frauen hat der Wiener "Diözesane Hilfsfonds für schwangere Frauen in Not" bisher geholfen. Die Spenden an den Fonds, so wird beispielsweise alljährlich zum Muttertag in allen Pfarren der Erzdiözese Wien für diesen Zweck gesammelt, "kommen direkt den Frauen zu Gute, den Verwaltungsaufwand zahlt die Erzdiözese", so die Fonds-Vorsitzende, Katalin Haunold-Vatai, am Montag, 5. Februar 2007, gegenüber "Kathpress" angesichts der Auseinandersetzungen um das neue Abtreibungszentrum in der "Lugner City". Der Hilfsfonds wurde 1973 auf dem Höhepunkt der Fristenregelungs-Diskussion auf Initiative des Pastoralrats der Erzdiözese Wien mit Unterstützung von Kardinal Franz König ins Leben gerufen und über Antrag des damaligen Wiener KA-Präsidenten Walter Csoklich gegründet. Grundsatz des "Hilfsfonds" war von Anfang an, dass "Keine Frau aus finanziellen Gründen gezwungen sein soll, ein ungeborenes Kind abtreiben zu lassen". Jährlich kommen mehr als 1.000 Hilfe suchende Frauen zur Beratungsstelle des Hilfsfonds. Viele von ihnen werden über das Internet und die Homepage auf den diözesanen Hilfsfonds aufmerksam. - Link: www.hilfsfonds.or.at
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