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27.09.2007 06:22:12
Das Vorbild des heiligen Johannes Chrysostomos
Papst Benedikt XVI. sprach bei der Generalaudienz am Mittwochvormittag über den heiligen Johannes Chrysostomus. Der Kirchenvater (4. Jh.) wird sowohl in der katholischen als auch in der orthodoxen Kirche verehrt. Kath.net dokumentiert die deutschsprachige Katechese des Papstes: „Liebe Brüder und Schwestern! Im Anschluss an die Katechese der vergangenen Woche wollen wir uns auch heute mit dem hl. Johannes Chrysostomus befassen. Der Einsiedler und spätere Priester und Prediger wurde im Jahr 397 Bischof der Reichshauptstadt Konstantinopel. Dort bemühte er sich um die Erneuerung der Kirche, sorgte sich um die Armen und setzte sich in Wort und Tat für eine christlich geprägte Gesellschaft ein. Damit machte er sich allerdings auch Feinde, die bei jeder Gelegenheit gegen ihn und die ihm verbundenen Gläubigen vorgingen. Im Jahre 406 musste er seinen Bischofssitz endgültig verlassen und starb noch auf dem Weg in die Verbannung am 14. September 407. Schon wenige Jahrzehnte später folgte seine Rehabilitierung und begann seine Verehrung als Heiliger im Osten und im Westen. Von großem Interesse ist, wie dieser Kirchenvater, ausgehend von einem tiefen Verständnis der Schöpfung und des göttlichen Heilsplans, entgegen verbreiteter Ansichten seiner Zeit die Würde eines jeden Menschen und die Ausrichtung des Irdischen auf die ewige, himmlische Heimat betonte. Einen frohen Gruß richte ich an die Pilger aus Deutschland, Österreich, aus der Schweiz, aus Südtirol und auch aus den Niederlanden. Ich grüße die vielen Gruppen und heute besonders die Schulgemeinschaft des Gymnasiums St. Kaspar in Neuenheerse. Das Leben des heiligen Johannes Chrysostomus, der sich als Prediger und Hirte ganz in den Dienst der Liebe Gottes gestellt hat, sei für euch alle Ermutigung und Ansporn! Der Herr begleite euch mit seinem Segen.“ - Linktip: www.vatican.va
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24.09.2007 11:51:04
Papst ruft zu verantwortungsbewußtem Umgang mit Schöpfung auf
(kath.net/news.stjosef.at) Papst Benedikt XVI. hat beim gestrigen Angelusgebet in Castelgandolfo an den rechten Umgang mit den irdischen Gütern und an den unehrlichen aber ziemlich gerissenen Verwalter im heutigen Sonntags-Evangelium erinnert. „Christus hat seinen Aposteln gelehrt, dass es die bessere Methode ist, das Geld und die materiellen Reichtümer zu nützen, in dem Sinne allerdings, dass man den Reichtum mit den Armen teilen muss und so ihre Freundschaft gewinnt, vor allem auch im Hinblick auf das Himmelreich.“, betont der Papst und erinnerte gleichzeitig auch daran, dass das Geld „nicht in sich unanständig“ sei, allerdings könne das Geld mehr als alle anderen Dinge den Mensch in einen „blinden Egoismus“ verstricken. In deutscher Sprache sagte der Papst: “Ganz herzlich heiße ich alle Pilger und Besucher deutscher Sprache hier in Castelgandolfo willkommen. Unter ihnen grüße ich besonders die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der LIGA-Bank, die heuer ihr 90-jähriges Bestehen als katholische Genossenschaftsbank feiert. Die Lesungen der Liturgie dieses Sonntags erinnern uns an die vom Schöpfer gewollte Ordnung der Welt, in der sich alle Menschen frei entfalten können. Unsere Aufgabe ist es, die Ressourcen der Erde im Dienst der Menschen fruchtbringend und gerecht zu verwalten. Dazu gehört auch die Sorge für die bedürftigen Brüder und Schwestern, damit sie durch uns das Erbarmen und die Güte Gottes erfahren können. Der Herr mache euch auf all euren Wegen zu Boten seines Friedens. – Gesegneten Sonntag!"
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24.09.2007 11:48:35
Erste Sponsionsfeier an Päpstlicher Hochschule Heiligenkreuz
(stift-heiligenkreuz.org/kathpress.at/news.stjosef.at) Am Montag, 1. Oktober 2007, wird das neue akademische Jahr an der Päpstlichen Hochschule des Stiftes Heiligenkreuz mit einem Festgottesdienst um 15 Uhr in der Abteikirche eröffnet. Danach findet ein Festakt im Kaisersaal statt. Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Klausnitzer hält einen Festvortrag über den "Priester als Zeugen der Herrschaft Gottes". Im Rahmen des Festaktes wird der Abt die Sponsion der ersten 6 Absolventen der Päpstlichen Hochschule zum "Magister" bzw. zur "Magistra" "theologiae" vornehmen. Unter den 6 Absolventen sind 1 Absolventin (Fr. Angelika Bazant-Hegemark), 2 "Rudolphiner" (Marius Frantescu und Jürgen Schmidt) sowie 3 Zisterzienser (PP. Simeon, Pirmin und Irenäus). Rektor Karl Wallner erklärte: "Rektor Prof. P. Karl Wallner: "Normalerweise wäre diese erste Sponsionsfeier in der Geschichte der Hochschule ein Grund für die Entfaltung großer Feierlichkeit. Doch wir halten den Rahmen bewusst dezent, da wir anlässlich des historischen Besuches des Heiligen Vaters heuer schon sehr intensiv gefeiert haben. Jetzt müssen wir an unserer Hochschule still und konzentriert weiterarbeiten, um unser Niveau auszubauen und unser Profil zu schärfen." - Link: http://www.hochschule-heiligenkreuz.at
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21.09.2007 18:40:29
Neuer Erzbischof für Moskau
(radiovatikan.de) Ein Italiener ist neuer Erzbischof in Moskau. Papst Benedikt XVI. ernannte heute Paolo Pezzi zum Metropoliten der „Erzdiözese der Mutter Gottes“. Er tritt die Nachfolge von Tadeusz Kondrusiewicz an, der gleichzeitig zum Erzbischof von Minsk-Mohilew in Weißrussland ernannt wurde. Gegen ihn war immer wieder Kritik von Seiten des Moskauer Patriarchats laut geworden. Der 47-Jährige Pezzi lehrte seit 2004 am Priesterseminar in St. Petersburg und war seit einem Jahr dessen Rektor. Er stammt aus der Emilia-Romagna, kommt aus der Bewegung „Comunione e Liberazione“ und ist seit fast 15 Jahren als Seelsorger in Russland tätig. Pezzi studierte an der Dominikaner-Universität in Rom und wurde 1990 als Mitglied der Priesterbruderschaft des Heiligen Karl Borromäus (FSCB) zum Priester geweiht. Anschließend promovierte er an der Päpstlichen Lateran-Universität zum Thema „Katholiken in Sibirien - Ursprünge, Verfolgung, Gegenwart“. Tadeusz Kondrusiewicz verlässt Moskau nach 16 Jahren; Johannes Paul II. hatte den polnischstämmigen Weißrussen, der jetzt in seine Heimat zurückkehrt, nach dem Fall des Kommunismus eingesetzt. Er stehe „wie ein Soldat“ immer im Dienst der Kirche, sagte Kondrusiewicz heute gegenüber Radio Vatikan. Der Wille des Papstes sei für ihn der Wille Gottes. Er müsse dort arbeiten, wo dieser es wolle. „Ich lasse hier einen Teil meines Herzens zurück, denn ich hatte hier bei Null angefangen: Ich musste die Strukturen aufbauen, die Kommissionen einrichten, die Kathedrale erwerben, den Bischofssitz, das theologische Institut errichten… Wir haben die Kontakte mit den zivilen Behörden und der orthodoxen Kirche gepflegt, mit den christlichen Gemeinschaften und den nichtchristlichen Religionen. Das alles lasse ich zurück - zu einem Zeitpunkt, in dem die Beziehungen gut vorankommen. Ich hoffe, dass mein Nachfolger das fortführt und gute Kontakte knüpft - mit den zivilen Autoritäten, der russischen Gesellschaft und der russisch-orthodoxen Kirche.“
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21.09.2007 18:33:25
Der Sonntag als Mitte des christlichen Lebens
(news.stjosef.at) Unser menschliches Leben ist auf bestimmte Ordnungen und Vorgaben angewiesen. Freilich gibt es auch Dinge, die uns einengen und unserer Freiheit im Wege stehen, wie zum Beispiel jede Form von Unrecht oder Gewalt. Eine echte Ordnung jedoch fördert Frieden und Gerechtigkeit und kann auf freie Weise bejaht werden, da sie sinnvoll ist. Eine solche Ordnungsvorgabe sowohl für das private als auch für das gesellschaftliche Leben, sowohl für den irdisch-sozialen als auch für den religiös-kirchlichen Bereich ist uns im wöchentlichen Ruhetag gegeben, im Sonntag, dem „Tag des Herrn“. - Lesen Sie die Predigt zum 25. Sonntag im Jahreskreis in vollem Wortlaut!
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19.09.2007 16:32:23
Kurioser FPÖ-Streit um eine "deutschsprachige Liturgie"
(kath.net) H.C. Strache, der Obmann der österreichische Rechtspartei FPÖ, Bundesparteiobmann, hat am Mittwoch im Rahmen der derzeit stattfindenden Islam-Diskussion sich für die Verpflichtung der Religionen zur Verwendung der deutschen Sprache bei der Abhaltung von Gottesdiensten und Predigten ausgesprochen. Betroffen von den Forderungen des FPÖ-Politikers wäre auch die katholische Kirche und die dort stattfindenden Hl. Messen in lateinischer Sprache oder die auch die sogenannte „Alte Messe“. Gerald Grosz, Sprecher und Generalsekretär des BZÖs, der zweiten österreichischen Rechtspartei, meinte in einer Reaktion auf die FPÖ-Forderung wörtlich: "Wir verstehen schon die persönliche Abneigung des Herrn Strache gegenüber dem Herrn Stadler, der ja bekanntermaßen ein bekennender Fan des lateinischen vorkonziliaren Messritus ist. Diese persönliche Männerfeindschaft kann aber nicht so weit gehen, dass Herr Strache in seinem wenig intellektuellen Übereifer einen einheitlichen deutschsprachigen Messritus für die österreichischen Kirchen und Religionen fordert. Nachdem Papst Benedikt XVI persönlich den lateinischen Messritus nunmehr zugelassen hat, werden sich abgesehen von der katholischen Kirche eine Reihe von christlichen Kirchen und anderen Religionen, wie beispielsweise die armenisch katholische Kirche, die griechisch-orthodoxe Kirche, die israelitische Religionsgemeinschaft, die Buddhisten etc. allein mit der Umsetzung dieser mehr oder weniger lachhaften Forderung schwer tun."
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19.09.2007 16:29:45
Das Vorbild des heiligen Johannes Chrysostomos
(radiovatikan.de) Auf das Thema seiner Regensburger Rede vom September letzten Jahres ist Papst Benedikt XVI. heute zurückgekommen. Bei der Generalaudienz auf dem Petersplatz bekräftigte er die Beziehung von Glaube und Vernunft. Wörtlich meinte er: „Glaube braucht einen klaren Verstand”. Ansonsten unterstrich der Papst, wie wichtig eine gute Ehevorbereitung für das Gelingen dieses Bundes ist. Sie helfe dabei, später eine Scheidung zu vermeiden, so Benedikt. Hier sind die Worte des Papstes an die deutschsprachigen Pilger: „Liebe Brüder und Schwestern! Unsere Mittwochskatechesen wollen wir heute mit dem Kirchenvater Johannes Chrysostomus fortsetzen, dessen 1600. Todestag in diesem Jahr begangen wird. Der Beiname Chrysostomus heißt übersetzt „Goldmund” und weist auf die große Redebegabung dieses Heiligen hin. Unter seinem reichen Schrifttum finden wir über 700 Homelien, dazu 241 Briefe und 14 systematische Werke. Johannes wurde wohl um 349 in Antiochien, dem heutigen Antakya im Süden der Türkei, geboren. Zunächst von seiner frommen Mutter erzogen, erhielt er dann eine ausgezeichnete Bildung bei dem berühmten Rhetor Libanios. Nach seiner Taufe im Alter von etwa 19 Jahren entschloss er sich zum Eintritt in das Asketerion seiner Heimatstadt, einer Art Priesterseminar, wo besonders das Studium der Heiligen Schrift gepflegt wurde. Der junge Johannes Chrysostomus strebte nach einer möglichst vollkommenen, radikalen Nachfolge Christi gemäß den Weisungen des Evangeliums. Dieses Ideal suchte er mehrere Jahre lang als Mönch und Eremit zu leben. Eine Krankheit ließ ihn schließlich erkennen, daß seine Berufung nicht in der Abgeschiedenheit, sondern im Dienst des Seelsorgers in der Welt bestand. Als berühmter Prediger war es ihm ein Anliegen, die Gläubigen auf ihrem Weg des menschlichen und religiösen Wachstums zu begleiten. Er erinnerte daran, daß Glaube und alltägliches Leben im Einklang stehen müssen. - Herzlich heiße ich alle Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum willkommen. Besonders begrüße ich die vielen Jugendlichen. Liebe Freunde, der Glaube braucht einen klaren Verstand und ein offenes Herz! Mit seinem Glaubenszeugnis trägt jeder Getaufte dazu bei, daß auch seine Mitmenschen das ewige Heil finden. Der Heilige Geist stärke euch, damit ihr diesen Auftrag erfüllen könnt. Eine gesegnete Zeit euch allen hier in Rom!”
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18.09.2007 06:23:37
Wahre Religion heißt Erbarmen
(radiovatikan.de) "Wahre Religion heißt: in Einklang treten mit dem Herzen (Gottes), das reich an Barmherzigkeit ist." Das meinte Papst Benedikt XVI. heute beim Angelusgebet in seiner Sommerresidenz Castel Gandolfo hoch über dem Albaner See. In den Gleichnissen von Gottes Barmherzigkeit, etwa dem berühmten Gleichnis vom verlorenen Sohn, meine man heute noch "die Stimme Jesu zu hören", sinnierte Benedikt. "Richtet nicht, verurteilt nicht, vergebt" - mit diesen Worten habe Jesus seinen Jüngern auch für die heutige Zeit "ziemlich konkrete Hinweise" gegeben. Sein Vorgänger im Petrusdienst, Johannes Paul II., sei "ein großer Apostel der göttlichen Barmherzigkeit" gewesen, so der Papst weiter. Benedikt erinnerte auch an mehrere Seligsprechungen, die heute von dazu beauftragten Kardinälen vorgenommen wurden. In Polen war es Kardinal Tarcisio Bertone, der in der Wallfahrtskirche von Lichen den Ordensgründer Stanislao Papczyński in das Buch der Seligen einschrieb. Benedikt würdigte den neuen Seligen als großen Prediger, "Vater der Armen und Apostel des Gebets für die Verstorbenen". Im französischen Bordeaux hingegen sprach Kardinal José Saraiva Martins heute im Auftrag des Papstes Schwester Marie-Céline vom Zweiten Orden des heiligen Franziskus selig - für Benedikt ein Anlaß, ihr "vom Kreuz gezeichnetes Leben" zu würdigen, "ein Zeichen der Liebe Christi". Bereits gestern war in der Kathedrale von Le Mans der Ordensgründer Basile Antoine Marie Moreau selig gesprochen worden.
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18.09.2007 06:21:16
Unbedachte Werbung auf Kosten der Religion bei interwetten.com
(news.stjosef.at) Der Wettanbieter „Interwetten.com“ (mit Sitz in Malta) wirbt derzeit (so über Einschaltung auf www.orf.at) mit dem Spruch: „Der Papst ist weg. Unsere Religion ist zurück. Real-Bremen Champions League 2007. Beten hilft nicht. Nur wetten! Jetzt!“ Auf Protest von Ethikdozent Dr. Josef Spindelböck bei der Marketingabteilung von „Interwetten.com“ erklärte man, es liege nicht in der Intention des Wettanbieters, mit dieser Werbung glaubende Menschen zu verletzen bzw. die Religion verächtlich zu machen. Man sei aber dankbar für die Rückmeldung, dass die Wirkung der Werbeeinschaltung in diesem Sinn missverstanden werden könne. Außerdem wolle man die weiteren Reaktionen abwarten. Dr. Spindelböck regte an, die Werbung vorzeitig zu stoppen, um derartige Interpretationen zuungunsten der Religion nicht mehr zu ermöglichen. Kritische Rückmeldungen zur Werbung sind möglich per E-Mail: service.de@interwetten.com oder telefonisch unter +43-1-77 464 77.
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17.09.2007 17:51:35
Rückblick auf Mariä-Namen-Feier
(stephanscom.at) Die Verlorenen heimzuführen ist Herzensanliegen Jesu". Das betonte Kardinal Christoph Schönborn beim größten Friedensgebet Österreichs am Sonntag, 16. September 2007, in der Wiener Stadthalle. Die Maria-Namen-Feier des Rosenkranz-Sühnekreuzzuges stand unter dem Motto "Zeige uns Jesus" und diente im Anklang an das Thema des Papstbesuches in Österreich, "Auf Christus schauen", auch der Nachbereitung des 850-Jahr-Jubiläums von Mariazell. Die 8.000 Gläubigen aus Österreich und mehreren Nachbarländern gedachten zugleich auch des 60-jährigen Bestehens der Gebetsgemeinschaft sowie des 90-Jahr-Jubiläums des portugiesischen Marienwallfahrtsortes Fatima. Rosenkranzgebet, Glaubenszeugnis und Eucharistiefeier sind in jedem Jahr die Eckpfeiler der traditionellen Veranstaltung. Heuer wurde insbesondere für den Frieden in der Welt und die Bekehrung der Menschen zu Gott gebetet. "Gott der Vater hat Jesus in die Welt gesandt, damit er die, die tot waren, lebendig mache", erinnerte der Wiener Erzbischof in seiner Predigt. Anknüpfend an das Evangelium zum Tag und das Motto der Feier appellierte Kardinal Schönborn an die Gläubigen, sich das eigene oft ausgrenzende Verhalten bewusst zu machen: "Wie ist das mit uns? Zeigen wir nicht oft mit dem Finger auf die, die wie der verlorene Sohn im Dreck liegen? Zeigen wir nicht voll Verachtung auf die, die weit weg sind von der Kirche und vom Glauben, von denen aber Jesus uns in dem Gleichnis sagt: 'Das sind doch eure Brüder und Schwestern!'?" Maria zeige uns Jesus, so der Wiener Erzbischof, "sie hilft uns auf Christus zu schauen, aber wer auf Christus schaut, der sieht den Vater." Der "verlorene Sohn" aus dem Sonntagsevangelium "ist zurückgekehrt in ein ihm bekanntes und vertrautes Zuhause", so Kardinal Schönborn. Unter den Kirchenfernen dagegen seien heute viele, welche die Kirche noch nie kennen gelernt hätten - und hier seien die Gläubigen besonders gefordert: "Das ist unsere Kirchenstunde. Immer mehr Menschen wissen nicht, was es heißt, in der Kirche zuhause zu sein, weil sie nicht von ihr weggegangen sind, sondern weil sie noch nie dort waren. Das ist die große Herausforderung." - Linktip: Rosenkranz-Sühnekreuzzug.
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17.09.2007 17:48:52
Priesterweihen bei der SJM-Kongregation
(news.stjosef.at) Am Freitag, den 5. Oktober 2007 um 15.00 Uhr weiht Erzbischof Wolfgang Haas in der Basilika am Sonntagberg bei Amstetten zwei Mitglieder der päpstlichen Kongregation „Servi Jesu et Mariae“ zu Priestern. Es sind dies die Diakone Christian Dietrich und Matthäus Ottenwälder. Die Servi Jesu et Maria wurden 1994 als Kongregation päpstlichen Rechts anerkannt und haben ihr Haupthaus im Schloss Auhof in Blindenmarkt (Diözese St. Pölten). Einen Schwerpunkt ihrer Arbeit bildet die Pfadfinderseelsorge und die Gruppenarbeit in der Katholischen Pfadfinderschaft Europas (KPE). Die Spiritualität ist jesuitisch geprägt. Die Mitglieder feiern die Messe sowohl in der „forma ordinaria“ gemäß dem Missale Pauls VI. als auch in der „forma extraordinaria“ gemäß dem Missale Johannes’ XXIII. – Link: www.sjm-congregation.org
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16.09.2007 15:55:56
Apostolischer Nuntius dankt für gute Aufnahme des Papstes in Österreich
(zenit.org) Der Apostolische Nuntius in Österreich, Erzbischof Edmond Farhat, hat den Journalisten für ihre Berichterstattung über den Papstbesuch in Österreich persönlich seinen Dank ausgesprochen. Zugleich nutzte er die informelle Begegnung mit knapp 20 Medienvertretern am Mittwochnachmittag in der Wiener Theresianumgasse, dem Sitz der Nuntiatur, um die Gläubigen in Österreich dazu anzuregen, in der Öffentlichkeit selbstbewusster aufzutreten und den Glauben zu „exportieren“. Erzbischof Farhat würdigte die Gastfreundschaft der Österreicher und hob hervor, dass ihre Heimat über ungeheure kulturelle Schätze verfüge: Man könne den Glauben gleichsam auf Schritt und Tritt einatmen; er präge die Kultur und sei lebendig. Der Apostolische Nuntius fügte allerdings hinzu: „Wir lassen uns hier zu sehr von menschlichen Rücksichten leiten.“ Man traue sich vielfach nicht, sich zum Glauben zu bekennen, zur eigenen Kultur und zur eigenen Identität. Er erwarte sich gerade aufgrund der Homogenität und des kulturellen Reichtums dieses Landes, dass die Gläubigen ihre Standpunkte entschiedener vertreten würden. Der Höhepunkt der Reise Benedikts XVI., der „die familiäre Atmosphäre hier im Haus“ und den „lebendigen Glauben“ so vieler Österreicher genossen habe, war nach Worten seines offiziellen Vertreters die „Wallfahrt zum Nationalheiligtum Mariazell“. In diesem 850 Jahre alten Marienwallfahrtsort habe der Heilige Vater erklärt, was der Leitgedanke des Papstbesuchs: „Auf Christus schauen“ heute heiße. Ähnlich wie Jesus bei der Bergpredigt, habe Benedikt XVI. in seiner Predigt beim Hochamt vor der Basilika die Wahrheit verkündet. Deshalb sprach Erzbischof Farhat in diesem Zusammenhang von der „Bergpredigt“ von Papst Benedikt. Der Heilige Vater hatte in Mariazell rund 30.000 Pilger dazu aufgerufen, jene Menschen nachzuahmen, „die sich nicht mit dem begnügten, was alle taten und dachten, sondern nach dem Stern suchten, der sie den Weg zur Wahrheit selbst, zum lebendigen Gott weisen konnte“. Und er hatte bekräftigt: „Wir brauchen Gott…, wir brauchen die Wahrheit.“ - Weitere Informationen: www.papstbesuch.at
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16.09.2007 15:51:55
Mutter Teresa - ein Leben aus Liebe in der Dunkelheit des Glaubens
(die-tagespost.de) In der Zeitung „Die Tagespost“ stellt Leo Maasburg, Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke Österreich und langjähriger geistlicher Begleiter der seligen Mutter Teresa von Kalkutta, die jetzt neu auf Deutsch erschienene Ausgabe ihrer Briefe vor. Leo Maasburg schreibt:
Ein mutiges Unterfangen, auf das sich Pater Brian Kolodiejchuk MC eingelassen hat. Er hat dies nicht ohne die Zustimmung seiner Oberen, ja in diesem Fall sicher auch des Heiligen Stuhls getan. Mutig ist die Veröffentlichung der Briefe der seligen Teresa von Kalkutta allemal, da es sich um eine Weltpremiere handeln dürfte: Hier werden Phänomene des intimsten spirituellen Lebens einer Heiligen vor den Augen von Millionen, keineswegs eigens theologisch oder literarisch geschulten Gläubigen, auch vor Anders- und Ungläubigen enthüllt. Aber enthüllt werden die einzelnen mystischen Erlebnisse eigentlich von Mutter Teresa selbst – es handelt sich bei dieser Neuerscheinung um eine sehr sensible und kluge Übersetzung ihrer eigenen Briefe. Mit viel Respekt, Einfühlungsvermögen und – wer könnte es ihm verübeln – Bewunderung führt der Postulator des Seligsprechungsprozesses den Leser durch einen sich historisch und theologisch entfaltenden, atemberaubenden Prozess der Ganzhingabe einer Heiligen, wie ihn die Welt wahrscheinlich noch nie so medial vermittelt vor Augen geführt bekommen hat. Mutter Teresa wurde nicht müde zu wiederholen: „Heiligkeit – und folglich auch der Weg dorthin – ist nicht der Luxus weniger, sondern die einfache Berufung von dir und mir; wir sind alle dazu geschaffen heilig zu werden.“ Wenn das wahr ist, dann wird dieses Buch ein Klassiker der volksnahen Mystik, das vielen Trost und Licht spenden kann. - Lesen Sie noch mehr!
Bibliographische Angaben: Brian Kolodiejchuk: Komm, sei du mein Licht! Die geheimen Aufzeichnungen der Heiligen von Kalkutta, aus dem Englischen übersetzt von Katrin Krips-Schmidt, Pattloch-Verlag, München 2007, gebundene Ausgabe, 444 Seiten, EUR 19,95, ISBN 978-3-6290-2197-7.
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14.09.2007 18:08:52
Vorenthaltung der Ernährung bei Komapatienten ist Tötung durch Unterlassung
(kath.net) Die vatikanische Glaubenskongregation hat eine Stellungnahme veröffentlicht, in der auf Fragen der US-amerikanischen Bischofskonferenz bezüglich der künstlichen Ernährung- und Wasserversorgung geantwortet wird. Die Kongregation für die Glaubenslehre antwortete auf zwei Fragen, die von Bischof William S. Skylstad, dem Vorsitzenden der Bischofskonferenz der Vereinigten Staaten von Amerika, mit Schreiben vom 11. Juli 2005 vorlegt worden waren. Hier die Dokumentation der Stellungnahme:
1. Frage: Ist die Ernährung und Wasserversorgung (ob auf natürlichen oder künstlichen Wegen) eines Patienten im „vegetativen Zustand“ moralisch verpflichtend, außer wenn Nahrung und Wasser vom Körper des Patienten nicht mehr aufgenommen oder ihm nicht verabreicht werden können, ohne erhebliches physisches Unbehagen zu verursachen?
Antwort: Ja. Die Verabreichung von Nahrung und Wasser, auch auf künstlichen Wegen, ist prinzipiell ein gewöhnliches und verhältnismäßiges Mittel der Lebenserhaltung. Sie ist darum verpflichtend in dem Maß, in dem und solange sie nachweislich ihre eigene Zielsetzung erreicht, die in der Wasser- und Nahrungsversorgung des Patienten besteht. Auf diese Weise werden Leiden und Tod durch Verhungern und Verdursten verhindert.
2. Frage: Falls ein Patient im „anhaltenden vegetativen Zustand“ auf künstlichen Wegen mit Nahrung und Wasser versorgt wird, kann deren Verabreichung abgebrochen werden, wenn kompetente Ärzte mit moralischer Gewissheit erklären, dass der Patient das Bewusstsein nie mehr wiedererlangen wird?
Antwort: Nein. Ein Patient im „anhaltenden vegetativen Zustand“ ist eine Person mit einer grundlegenden menschlichen Würde, der man deshalb die gewöhnliche und verhältnismäßige Pflege schuldet, welche prinzipiell die Verabreichung von Wasser und Nahrung, auch auf künstlichen Wegen, einschließt.

Ein ausführlicher offizieller Kommentar geht näher auf diese Fragen ein.
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14.09.2007 18:05:18
Der Umkehr bedürfen wir alle - Predigt zum 24. So.i.Jkr.
(news.stjosef.at) Anhand von drei Gleichnissen, die uns wohlvertraut sind (verlorenes Schaf – verlorene Drachme – verlorener Sohn), stellt unser Herr Jesus Christus heraus, wie wertvoll und einzigartig es vor Gott und seinen Engeln im Himmel ist, wenn ein Sünder sich bekehrt und gleichsam heimfindet ins Vaterhaus des gütigen und barmherzigen Gottes. Die Ausführungen unseres Herrn im Evangelium sind von größter Bedeutung für jeden Menschen, da es – ausgenommen unseren Herrn Jesus Christus selber und seine heilige Mutter Maria – niemanden gibt, der nicht in irgendeiner Weise von der Sünde betroffen war oder ist: sei es die persönliche Sünde, die jemand in verschiedenen Graden und Arten begehen kann, wenn er eben „nur“ lässlich sündigt oder aber schwer, sei es die Erbsünde, welcher alle Menschen seit Adam unterworfen sind (Jesus und Maria ausgenommen: Jesus, weil er als wahrer Gott und Mensch der Erlöser ist, und Maria, weil sie als Mutter des Erlösers von ihm auf vollkommene Weise vor jeder Sünde bewahrt worden ist). Und doch müssen wir sagen, dass das Lebensgefühl des modernen Menschen dieser allgemeinen Schuldverstrickung der Menschheit insgesamt und jedes einzelnen Menschen radikal zu widersprechen scheint: Im Gegensatz zu früher fühlt sich der Mensch von heute nicht mehr als Sünder, sondern sieht sich selber in jeder Weise als großartig an. - Lesen Sie die Predigt zum 24. Sonntag im Jahreskreis C in vollem Wortlaut!
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14.09.2007 06:47:08
Kreuzerhöhungsfest im Stift Heiligenkreuz
(stephanscom.at) Im Stift Heiligenkreuz hat das Alltagsleben wieder Einzug gehalten, nachdem Papst Benedikts Besuch die Zeit im Wienerwaldstift still stehen ließ. "Der Heilige Vater hat uns gestärkt durch sein Wort. Nach seinem Einzug in die Abteikirche hat er in Stille vor der Kreuzreliquie gebetet, das war wunderschön", schreibt Pater Karl Wallner auf der Website des Stiftes. Nun naht der nächste Höhepunkt im Kirchenjahr, das Fest der Kreuzerhöhung. Am Sonntag, 16. September, feiern die Mönche des Stiftes den Kreuzerhöhungssonntag mit dem Erzbischof von Tours, Bernard Nicolas Aubertin, dem Nachfolger des heiligen Martin von Tours im Bischofsamt. "Der Erzbischof spricht perfekt Deutsch und wird um 15.00 Uhr der Festmesse in der Abteikirche vorstehen", so Pater Karl. Der Stiftschor des Wiener Neustädter Neuklosters und den Wiener Neustädter Instrumentalisten unter Leitung von Walter Sengstschmid werden den Gottesdienst mit der B-Dur Messe von Franz Schubert festlich gestalten. Nach dem Gottesdienst findet die traditionelle Prozession mit der Kreuzreliquie, die im Besitz des Stiftes ist, statt. Pater Karl hofft, dass viele Pilger kommen. - Weitere Informationen: www.stift-heiligenkreuz.org
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14.09.2007 06:44:16
Grundlegendes Hirtenwort von Bischof Küng: Schwerpunkte geistlicher Erneuerung
(news.stjosef.at) Zum Abschluss eines gemeinsamen Tages mit Priestern der Diözese St. Pölten überreichte Bischof DDr. Klaus Küng den Teilnehmern die erste Ausgabe seines am 12. September 2007 erschienenen „Hirtenwortes zur Seelsorge“ mit dem Untertitel „Geistliche Erneuerung und die Frucht des Heiligen Geistes“. Darin weist er auf die grundlegende Richtung des Entwicklungsprozesses zum Pastoralplan hin, in dem es in erster Linie um „geistliche Erneuerung“ geht, mit der jeder Einzelne und die Gemeinden und Gemeinschaften schon heute beginnen könne. „Die geistliche Erneuerung, die letztlich auch zur Freude führt, gründet nach den Worten des Johannesevangeliums … im ‚Bleiben’, in der festen Beziehung mit Christus.“ Der Bischof schlägt folgende Schwerpunkte für die Erneuerung und Umkehr im Geist des Evangeliums vor: 1. Gebet, 2. Katechese, 3. Sakramente, 4. Communio, sowie 5. Mission und Diakonie. Die nötige geistliche Erneuerung bringt nach den Worten des Bischofs „auch strukturelle, organisatorische und personelle Änderungen für die Seelsorge mit sich“. Zur Orientierung will er Richtlinien geben, welche „den Rahmen bilden und auf dem geltenden Kirchenrecht beruhen.“ Zusammenarbeit innerhalb der Pfarren und darüber hinaus sei unerlässlich. Die Bedeutung haupt- und ehrenamtlicher Mitarbeiter wird hervorgehoben. Die Leitungskompetenz müsse beim Priester bleiben, auch dort, wo es Zusammenlegungen von Pfarren oder die Entstehung von Pfarrverbänden gibt: „Die erstrebenswerte Mitsorge der Gläubigen entbindet den Priester nicht von der Gesamtverantwortung, die er durch die Mithilfe von Gläubigen ausübt.“ Zur Priorität der hl. Messe schreibt der Bischof: „Es wird in jedem Pfarrverband mindestens eine Sonntagseucharistiefeier geben, die für alle gut erreichbar ist.“ Um Überforderungen und überzogene Erwartungen zu vermeiden legt der Bischof in Einklang mit dem Kirchenrecht fest: „Priester werden in der Regel an Wochentagen einmal, an Sonntagen (inkl. Vorabendmesse) höchstens dreimal zelebrieren.“ Klöster und Orden komme „in unserer Diözese für die Seelsorge eine wichtige Rolle“ zu. „Zum einen, weil sie in vielen Pfarren tätig sind und zum anderen, weil sie darüber hinaus geistliche Zentren und besondere Orte des Gebetes sind.“ Beginnen müsse man zuerst mit der geistlichen Erneuerung, um von da aus die richtige Perspektive für auch nötige strukturelle Änderungen zu erhalten. Der Bischof schließt mit einem Gebet zum Heiligen Geist: „„Komm, Heiliger Geist, erfülle unsere Herzen mit brennender Sehnsucht nach der Wahrheit, dem Weg und dem Leben in Fülle. Entzünde in uns dein Feuer, dass wir selber zum Lichte werden, das leuchtet und wärmt und tröstet. Schaffe uns neu, dass wir Menschen der Liebe werden. Erneuere uns und das Antlitz der ganzen Erde. Komm, Heiliger Geist, heilige uns, stärke uns, bleibe bei uns.“ - Link: Das Hirtenwort in vollem Wortlaut (PDF).
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12.09.2007 18:22:14
Bischof Küng freut sich über Papstbesuch
„Es ist ein großes positives Erlebnis“, zeigte sich Diözesanbischof DDr. Klaus Küng nach der Papstmesse in Mariazell am 8. September beeindruckt, „schon durch die große Zahl der Teilnehmer. Der Regen hat sie nicht abgehalten zu kommen. Man konnte die innere Freude in der Atmosphäre spüren.“ „Es ist ein großes positives Erlebnis“, zeigte sich Diözesanbischof DDr. Klaus Küng nach der Papstmesse in Mariazell am 8. September beeindruckt, „schon durch die große Zahl der Teilnehmer. Der Regen hat sie nicht abgehalten zu kommen. Man konnte die innere Freude in der Atmosphäre spüren.“ Dass der Mensch ohne Gott nicht die Erfüllung finden könne, sei eine Botschaft von Benedikt XVI. die regelmäßig wiederkehre, hob Bischof Küng hervor. Bei all den Fähigkeiten und Begabungen, die der Mensch habe sei letztlich der Glaube an Jesus Christus wichtig. Küng freute sich auch über das „ermutigende Wort“ des Papstes an die Pfarrgemeinderäte. Weihbischof Dr. Anton Leichtfried freute sich ebenfalls über die „eindrucksvolle Gesamtstimmung“. Es sei „eine innere Haltung“, die die zahlreichen Pilger trotz des schlechten Wetters nach Mariazell geführt habe, sagte der St. Pöltener Weihbischof: „Das ist ein kräftiges Glaubenszeugnis der Katholiken.“ „Das Besondere an Papst Benedikt ist: Er ist einfach im Detail aber groß in den Horizonten“, erklärte Leichtfried nach der Papstmesse. Benedikt habe in seiner Predigt aufgezeigt, dass der Glaube die Antwort auf Gottes „Ja“ zum Leben sei.
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12.09.2007 18:07:43
Papst erinnert bei Generalaudienz an Österreich-Besuch
(www.kath.net) Papst Benedikt XVI. hat bei seiner Generalaudienz am Mittwochvormittag an seine Pilgerreise nach Österreich erinnert. Wir dokumentieren das Grußwort an die Pilger deutscher Sprache:
Heute darf ich in froher Erinnerung an meinen Besuch in Österreich einige wichtige Momente dieser Pilgerreise hervorheben. Mein Dank gilt einmal mehr den österreichischen Bischöfen und den staatlichen Instanzen sowie allen, die zum Gelingen dieser drei intensiven und gut gestalteten Tage beigetragen haben. Stationen meiner Reise waren das Heiligtum Mariazell, dessen 850-Jahr-Jubiläum ich unter großer Anteilnahme des Volkes Gottes feiern konnte, die Bundeshauptstadt Wien und das Zisterzienserstift Heiligenkreuz. Mit allen, denen ich an diesen Orten begegnet bin, durfte ich auf vielfältige Weise das Motto der Reise – „Auf Christus schauen“ – verwirklichen: An erster Stelle mit den zahlreichen Pilgern, denen die Gnadenstatue der Muttergottes von Mariazell ihren Sohn zeigt; dann mit den Bischöfen, Priestern, Seminaristen und gottgeweihten Männern und Frauen, die im Gebet, im Studium und in ihrem kirchlichen Dienst stets Christus vor Augen haben. Schließlich wollte ich das Motto meines Besuchs mit all jenen teilen, für die der Blick auf Christus Orientierung und Ansporn bei der Erfüllung ihrer Aufgaben in Politik und Gesellschaft, in der Familie und im freiwilligen Engagement ist. Die heilige Messe im Wiener Stephansdom sollte in diesem Kontext auch die Bedeutung des Sonntags und der sonntäglichen Eucharistiefeier unterstreichen. Zurück in Rom begrüße ich gerne die Pilger und Besucher aus den Ländern deutscher Sprache hier auf dem Petersplatz, besonders die Priesteramtskandidaten aus dem Erzbistum Köln und die zahlreichen Schüler- und Jugendgruppen. Lasst euch von Maria zu Christus führen! Der Herr segne und behüte euch auf euren Wegen.
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12.09.2007 18:06:01
Ein Akt wahrer Großherzigkeit
(news.stjosef.at) Der Herausgeber („Editor in Chief“) der amerikanischen katholischen Zeitschrift „First Things“, Richard John Neuhaus, kommentiert in der Ausgabe October 2007 die Wiederzulassung der klassischen Form des römischen Messritus, welche man nach seinen Worten in der Form von 1962 nicht als „Tridentinische Messe“ und auch nicht als „Messe Pius’ X.“, sondern vielmehr als Messe des seligen Papstes Johannes’ XXIII. und des 2. Vatikanischen Konzils bezeichnen sollte, mit Rechtswirksamkeit ab dem 14. September 2007 als einen Akt wahrer Liberalität und Großzügigkeit: „Summorum Pontificum“ sei „der Substanz und dem Geist nach ein ganz und gar „liberales Dokument“, wenn man unter „liberal“ den „Großmut des Geistes“ verstehe. Papst Benedikt XVI. habe mit dieser Entscheidung die Kontinuität der katholischen Tradition in jenen Fragen gestärkt, welche die „lex orandi“ betreffen, so wie Johannes Paul II. die Kontinuität in jenen Fragen herausgestellt habe, welche die „lex credendi“ zum Ausdruck bringen. Die Kritik der jüdischen Anti-Defamation-League an den Fürbitten um die Bekehrung der Juden hält Neuhaus für nicht berechtigt und überzogen. Es gehe einfach um die Anerkennung der Grunddifferenz zwischen Christentum und Judentum, welche die Basis für einen echten Dialog bilden müsse. – Link: www.firstthings.com (die aktuellen Beiträge sind in ihrer Gesamtheit nur für Subskribenten zugänglich)
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11.09.2007 19:57:11
Papst weihte Österreich der Gottesmutter
(news.stjosef.at) Wie angekündigt, hat Papst Benedikt bei seinem Besuch Österreich der Gottesmutter Maria anvertraut - sogar gleich zweimal (am „Hof“ war es durch einen Stromausfall nicht hörbar, deshalb erfolgte die Wiederholung am Stephansplatz vor dem „Engel des Herrn“). Zusammen mit P. Benno Mikocki vom RSK hatte sich der Verein „Katholische Neuevangelisierung“ intensiv dafür eingesetzt. In einem Brief aus dem Staatssekretariat aus dem Vatikan acht Tage vor dem Papstbesuch hatte der Heilige Vater diesen Akt der Weihe Österreichs an Maria angekündigt und um die Zustimmung vonseiten Kardinal Schönborns ersucht. Hier die wichtige Passage im Wortlaut:
„Bitten wir Maria, uns zu lehren, wie sie frei von uns selber zu werden, um in der Verfügbarkeit für Gott unsere wahre Freiheit, das eigentliche Leben und die echte und anhaltende Freude zu finden. Ich möchte nun das Gebet an die Muttergottes sprechen, das ich eigentlich an der Mariensäule hatte sprechen wollen. Da war ja der bekannte Stromausfall, so ging es nicht. So darf ich dieses Gebet an die Muttergottes nun nachholen:
Heilige Maria, makellose Mutter unseres Herrn Jesus Christus, in dir hat Gott uns das Urbild der Kirche und des rechten Menschseins geschenkt. Dir vertraue ich das Land Österreich und seine Bewohner an: Hilf uns allen, deinem Beispiel zu folgen und unser Leben ganz auf Gott auszurichten! Lass uns, indem wir auf Christus schauen, ihm immer ähnlicher, wirklich Kinder Gottes werden! Dann können auch wir, erfüllt mit allem Segen seines Geistes, immer besser seinem Willen entsprechen und so zu Werkzeugen des Friedens werden für Österreich, für Europa und für die Welt. Amen. “
Dieses Gebet der Anvertrauung Österreichs an die Gottesmutter Maria wird auch bei der Maria-Namen-Feier am 16. September in der Wiener Stadthalle gebetet werden.
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11.09.2007 19:52:24
Goldene Rose für Heiligtum von Mariazell
(kathpress.at) Papst Benedikt XVI. hat dem österreichischen Nationalheiligtum Mariazell eine hohe Auszeichnung verliehen. Er brachte zu seiner Pilgerreise nach Mariazell die "Goldene Rose" mit. Diese päpstliche Auszeichnung ist eine aus Gold geschmiedete Blüte, die mit wohlriechenden Essenzen wie Balsam, Weihrauch und Weihwasser gefüllt ist. Der Vorgänger von Papst Benedikt XVI., Papst Johannes Paul II., hatte die "Goldene Rose" als besondere Auszeichnung an die großen Wallfahrtsorte Tschenstochau, Loreto und Lourdes übergeben. Die "goldene Rose" war zugleich das Geschenk des Papstes an Mariazell. Zur Erinnerung an seinen Besuch in Mariazell erhielt der Papst seinerseits vom Superior von Mariazell, P. Karl Schauer, eine silberne und vergoldete Reliefdarstellung der Mariazeller Madonna. Das Relief trägt eine lateinische Inschrift, die an den Besuch Papst Benedikts XVI. anlässlich des 850-Jahr-Jubiläums von Mariazell erinnert. Die Darstellung ist die Nachbildung eines in der Mariazeller Schatzkammer befindlichen Originals aus dem Jahr 1866. Von den österreichischen Bischöfen erhielt der Papst ein Faksimile des "Ave Regina" für Sopran, zwei Violinen und Orgel, das Johann Michael Haydn eigens für Mariazell komponiert und 1759 als Votivgabe gespendet hatte. Das Original befindet sich in der Mariazeller Schatzkammer. Der Abt des obersteirischen Benediktinerstiftes St. Lambrecht (zu dem Mariazell gehört), P. Otto Strohmaier, übergab dem Papst eine von ihm selbst gemalte Christus-Ikone.
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10.09.2007 18:39:14
stjosef.at - Bitte nur "mit großer Vorsicht" lesen!
Im Linkverzeichnis der Theologischen Kurse in Wien findet sich folgender Hinweis:
http://www.stjosef.at/konzil/
Alle Dokumente des II. Vatikanischen Konzils (11. Oktober 1962 - 8. Dezember 1965) mit Volltextsuche – Literaturhinweise und Kommentare auf dieser Seite sind jedoch mit großer Vorsicht zu genießen – Betreiber ist die Gemeinschaft vom Heiligen Josef in Kleinhain/Diözese St. Pölten (mit Naheverhältnis zum Diözesanbischof von St. Pölten)

Kommentar von stjosef.at: Wir freuen uns über Leser jedweder Richtung und grüßen von Herzen auch alle "kritischen Geister"!
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10.09.2007 18:35:45
Stift Heiligenkreuz dankt dem Papst
(stift-heiligenkreuz.org) Auf der Web-Seite des Stiftes Heiligenkreuz heißt es: Heiliger Vater, danke für Ihre Pilgerreise nach Mariazell, danke für Ihre substantiellen Worte, die Sie heute an uns und die vielen Pilger in der Abteikirche gerichtet haben. Wir werden Sie in unseren Herzen und Gebeten tragen! Den 9. September 2007 werden wir nie vergessen. Wir sind überglücklich über das, was wir heute erleben durften: In Ihnen war wirklich Petrus hier und hat "seine Brüder gestärkt"! (Vgl. Lk 22,32) - Außerdem erfährt man dort, dass der Papst seine Ansprache im Stift aus Zeitgründen kürzen musste. Unter diesem Link können Sie die ungekürzte Version nachlesen!
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10.09.2007 18:27:09
Papst dankt für gute Aufnahme in Österreich
(kath.net) Papst Benedikt XVI. hat nach seiner Rückkehr in den Vatikan am Montag Kardinal Christoph Schönborn - sowie dem österreichischen Episkopat und der ganzen Kirche in Österreich - in einer eigenen Botschaft für den "herzlichen Empfang" gedankt. Wörtlich heißt es in der an Kardinal Schönborn adressierten Botschaft weiter: "Der bewegende Eindruck der von engagiertem und frommem Glauben getragenen liturgischen Feiern sowie die verschiedenen Begegnungen mit aufmerksam teilnehmenden Menschen sind in meinem Herzen lebendig. Von Herzen bitte ich den Herrn, auf die mütterliche Fürsprache Marias, der 'Magna Mater Austriae', seine himmlischen Gaben über die Diözesen, über die Pfarrgemeinden, über alle katholischen Gemeinschaften und besonders über die jungen Menschen reichlich auszugießen für eine Zukunft erneuerten geistlichen Eifers und großherzigen apostolischen Einsatzes". Zugleich erteilte der Papst dem Kardinal und der ganzen Kirche in Österreich seinen "besonderen Apostolischen Segen". In einer weiteren Botschaft an den Apostolischen Nuntius in Österreich, Erzbischof Edmond Farhat, dankte Benedikt XVI. für die Feiern mit den Hirten und Gläubigen der Kirche in Österreich und für die Begegnungen mit "den Autoritäten und der Bevölkerung der geliebten österreichischen Nation". Wörtlich stellte der Papst in der Botschaft an Nuntius Farhat weiter fest: "Es ist mir ein Anliegen, Ihnen und allen Mitarbeitern der Nuntiatur meinen aufrichtigen Dank für die herzliche Gastfreundschaft und die hingebungsvolle Aufmerksamkeit auszusprechen, die mir und meinen Mitarbeitern erwiesen worden sind, und im besonderen für den Einsatz, mit dem mein Besuch vorbereitet und organisiert worden ist". Auch an Nuntius Farhat und dessen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter übermittelte Benedikt XVI. seinen besonderen "Apostolischen Segen".
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09.09.2007 16:54:28
Vutus Huonder zum Bischof von Chur geweiht
(nzz.ch) Vitus Huonder ist am Samstag am Fest Mariä Geburt in der Klosterkirche Einsiedeln zum neuen Bischof von Chur geweiht worden. Der 65-jährige Bündner tritt die Nachfolge von Amedee Grab an, der im Februar nach neun Amtsjahren demissioniert hat. Da die Kathedrale in Chur derzeit restauriert wird, fand die Bischofsweihe in Einsiedeln statt. Huonder, der am vergangenen 6. Juli vom Domkapitel gewählt und zwei Tage später durch den Papst bestätigt worden war, stellte sein Amt unter den Wahlspruch «alles in Christus erneuern». Es liege nicht an den Menschen, zu erneuern, sondern sie müssten sich von Gott erneuern lassen, sagte er. - Alle Berichte unter www.bistum-chur.ch
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09.09.2007 16:51:38
Papstbesuch: Stephansdom, Heiligenkreuz und Ehrenamtliche
Am letzten Tag des Papstbesuchs in Österreich hat Benedikt XVI. eine Festmesse im Wiener Stephansdom gefeiert, in der er zur Kultur des Sonntags, der vor allem der Tag des Herrn sei, aufrief. Im Stift Heiligenkreuz würdigte er den Beitrag der Mönche für das Lob Gottes und erinnerte an den Stellenwert der theologischen Wissenschaft, in der Gott nicht nur als Objekt wahrgenommen werden dürfe, sondern im Gebet ein lebendiger Gesprächspartner bleibe. Eine Begegnung mit Ehrenamtlichen beendete das offizielle Programm des Papstbesuches, bevor er nach Rom zurückflog. Lesen Sie alle relevanten Ansprachen unter www.papstbesuch.at !
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08.09.2007 14:44:50
"Der Himmel hat Regie geführt"
(kathpress.at) "Der Himmel hat in Mariazell am Samstag Regie geführt", sagte Kardinal Christoph Schönborn im Gespräch mit "Kathpress" nach dem Festgottesdienst mit dem Papst im steirischen Marienort. Man habe um gutes Wetter gebetet, dann aber regnete es, und da erst habe man gemerkt, dass dies alles einen "tieferen Sinn" habe. Es seien trotz des Schlechtwetters mehr Pilger nach Mariazell gekommen als angemeldet waren. Papst Benedikt XVI. habe den Gottesdienst mit einer spürbaren Freude gefeiert und in seiner schlichten, aber tiefgehenden Predigt "den Weg gewiesen". Wie immer habe Papst Benedikt XVI. die unglaubliche Gabe unter Beweis gestellt, die tiefen Zusammenhänge von Glauben und Leben klar darstellen zu können. Wenn man so eine Predigt höre wie jene des Papstes in Mariazell, verspüre man eine "tiefe innere Zustimmung". Man fühle sich nicht gedrängt oder "niedergewalzt", sondern man höre Argumente und Hinweise von solcher Demut und Liebe, dass man merkt, wie Gott den Menschen seine Liebe anbietet. Er hoffe, so Kardinal Schönborn, dass viele Menschen die Papstreden studieren und verinnerlichen. Zu Missinterpretationen der Europa-Rede des Papstes am Freitag in der Wiener Hofburg in Sachen Abtreibung sagte Schönborn, dass die Worte des Papstes "so klar" gewesen seien, dass jeder wissen müsse, wie sie zu verstehen war. Man habe zurecht gespürt, dass es hier an den Nerv gehe, denn das Leben sei "kein Schadensfall". Das Gebot "Du sollst nicht töten" habe seine Gültigkeit. Dass der Papst gewarnt habe, die Abtreibung aus dem Strafgesetz gänzlich zu streichen, sei einer berechtigten Sorge um Humanität entsprungen. Schönborn: "Es geht um die Basis der Humanität".
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08.09.2007 14:42:27
Im Licht des auferstandenen Herrn
(kath.net) Den „großen Beitrag” von Priestern und Ordensleuten in der heutigen Zeit würdigte Papst Benedikt XVI. in einer Homilie, die er am Samstagnachmittag im Rahmen einer feierlichen Vesper in der Basilika in Mariazell hielt. „Inmitten von aller Gier, allem Egoismus des Nicht-Warten-Könnens, des Konsumhungers, inmitten des Kultes der Individualität versuchen wir, eine uneigennützige Liebe zu den Menschen zu leben“, sagte der Papst. Priester und Ordensleute seien „die Anwälte derer, die nach Gott suchen“. Sie stehen „auf der Seite jener, die nie Liebe erfahren haben, die an das Leben nicht mehr zu glauben vermögen“, unterstrich der Papst. Der Heilige Vater sprach über die drei evangelischen Räte Armut, Keuschheit und Gehorsam. „Die Frage der Armut und der Armen muss für alle Christen, aber besonders für uns Priester und Ordensleute, die einzelnen wie die Ordensgemeinschaften, immer wieder Inhalt einer ernsten Gewissenserforschung sein“, erklärte er. „Priester und Ordensleute leben nicht beziehungslos“, merkte er weiters an. „Keuschheit heißt im Gegenteil intensive Beziehung, ist positive Beziehung zum lebendigen Gott. Deswegen geloben wir durch das Gelübde der ehelosen Keuschheit nicht Individualismus oder Beziehungslosigkeit, sondern wir geloben, die intensiven Beziehungen, deren wir fähig sind und mit denen wir beschenkt werden, ganz und vorbehaltlos in den Dienst des Reiches Gottes zu stellen.“ Zum Gehorsam bemerkte der Heilige Vater: „Auf Gott zu hören und ihm zu gehorchen hat nichts zu tun mit Fremdbestimmung und Selbstverlust. Im Eintreten in den Willen Gottes kommen wir erst zu unserer wahren Identität.“ Das Zeugnis dieser Erfahrung brauche die Welt heute gerade mitten in ihrem Verlangen nach „Selbstverwirklichung“ und „Selbstbestimmung“. Gehorsam gegen Gottes Willen, Gehorsam zu Jesus Christus müsse auch „ganz konkret und praktisch demütig-kirchlicher Gehorsam sein“, unterstrich Benedikt XVI. „Ich denke, auch darüber sollten wir immer wieder gründlich unser Gewissen erforschen.“ „Lasst euer Licht hineinleuchten in unsere Gesellschaft, in die Politik, in die Welt der Wirtschaft, in die Welt der Kultur und der Forschung“, appellierte Benedikt XVI. an die Anwesenden. „Wenn es auch nur ein kleines Licht sein mag inmitten vieler Irrlichter, so bekommt es seine Kraft und seinen Glanz doch von dem großen Morgenstern, dem auferstandenen Christus.“ - Link: Papstansprache in vollem Wortlaut (in Kürze verfügbar).
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08.09.2007 10:28:28
Papstmesse in Mariazell
(kath.net) Die Heilige Messe zum 850-Jahr-Jubiläum von Mariazell mit Papst Benedikt XVI. begann unter strömendem Regen. „Ernsthafte Christen sind geistlich wetterfest und müssen manchmal so wie heute hier in Mariazell, auch leiblich wetterfest sein“, begrüßte Bischof Egon Kapellari zu Beginn der Heiligen Messe den Papst. „In unserem Herzen, wenn wir es zulassen, scheint eine andere Sonne, die Sonne der Gerechtigkeit, Jesus Christus, auf den wir heute vertieft schauen wollen“, sagte der steirische Diözesanbischof. Er schloss seine Worte mit dem Gruß „Gelobt sei Jesus Christus“ in verschiedenen Sprachen, darunter Ungarisch, Kroatisch, Slowenisch, Slowakisch, Tschechisch, Polnisch, Italienisch und Latein. Der Heilige Vater sprach zu Beginn der Messfeier spontan ein kurzes Grußwort und dankte den Pilgern dafür, „dass sie mitten im Regen ausharren“. Er sagte: „Die Muttergottes wird uns helfen, dass wir Freude mit nach Hause tragen.“ In seiner Predigt sprach Papst Benedikt XVI. über die Wahrheit. „Sie ist nie unser Eigentum, nie unser Produkt, sowie man auch die Liebe nicht machen, sondern nur empfangen und weiterschenken kann“, erklärte der Papst. „Diese innere Macht der Wahrheit brauchen wir. Dieser Macht der Wahrheit trauen wir als Christen. Für sie sind wir Zeugen. Sie müssen wir weiterschenken in der Weise, wie wir sie empfangen haben, wie sie sich geschenkt hat.“ Papst Benedikt sagte auch klärende Worte über das Selbstverständnis des Christentums. Es sei „mehr und etwas anderes als ein Moralsystem, als eine Serie von Forderungen und von Gesetzen“, erklärte er. „Es ist das Geschenk einer Freundschaft, die im Leben und im Sterben trägt.“ - Lesen Sie die Predigt des Heiligen Vaters in vollem Wortlaut!
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