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08.04.2012 16:04:28
Osterbotschaft des Papstes
(radiovatikan.de) Papst Benedikt XVI. hat mit Zehntausenden Gläubigen an diesem Sonntag in Rom das Fest der Auferstehung des Herrn gefeiert. Nach der Ostermesse auf dem Petersplatz spendete er von der Segnungs-Loggia des Petersdomes aus den feierlichen Segen Urbi et Urbi, verbunden mit seiner Osterbotschaft. „Wenn Jesus auferstanden ist, dann – und nur dann – ist etwas wirklich Neues geschehen, das die Lage des Menschen und der Welt verändert. Dann ist er – Jesus – jemand, dem wir unumschränkt vertrauen können, nicht nur seiner Botschaft, sondern ihm selbst, denn der Auferstandene gehört nicht der Vergangenheit an, sondern er ist gegenwärtig, heute, und lebt.“ Christus sei Hoffnung und Ermutigung besonders für jene Christen, die heute diskriminiert und verfolgt werden, so der Papst. Er benannte mehrere Länder, in denen die christlichen Gemeinden, und nicht nur sie, einen unsicheren Stand haben, allen voran den Mittleren Osten: Alle ethnischen, kulturellen und religiösen Gemeinschaften jener Region sollten „für das Gemeinwohl und für die Achtung der Menschenrechte zusammenarbeiten“, so der Papst.
„Besonders in Syrien sollte das Blutvergießen enden und unverzüglich der Weg der Achtung, des Dialogs und der Versöhnung eingeschlagen werden, was auch dem Wunsch der Internationalen Gemeinschaft entspricht. Mögen die zahlreichen Flüchtlinge, die aus jenem Land kommen und humanitärer Hilfe bedürfen, die Aufnahme und die Solidarität erfahren, die imstande sind, ihre schmerzlichen Leiden zu mindern.“
Auch der Irak war Gegenstand der päpstlichen Botschaft: Die Bevölkerung möge keine Anstrengung scheuen, um auf dem Weg der Stabilität voranzuschreiten. Israelis und Palästinenser ermutigte der Papst dazu, den Friedensprozess wieder aufnehmen. Den christlichen Gemeinschaften Afrikas wünschte er, dass sie mit Gottes Hilfe zu „Friedensstiftern“ werden.
„Der auferstandene Jesus stärke die leidenden Bevölkerungen am Horn von Afrika und begünstige ihre Versöhnung; er helfe der Region der ostafrikanischen Seen, dem Sudan und dem Süd-Sudan, indem er den jeweiligen Einwohnern die Kraft zum Verzeihen schenke. Dem Staat Mali, der einen politisch heiklen Moment erlebt, schenke der glorreiche Christus Frieden und Stabilität. Nigeria war in letzter Zeit Schauplatz blutiger terroristischer Überfälle; möge die österliche Freude ihm die nötigen Energien spenden, um den Aufbau einer friedlichen Gesellschaft wieder aufzunehmen, die die Religionsfreiheit ihrer Bürger respektiert.“
Im ersten Teil seiner Osterbotschaft an die Welt schilderte der Papst das Ostergeschehen quasi aus der weiblichen Perspektive. Für jeden Christen wiederhole sich die Erfahrung, die Maria Magdalena machte, die – als erste – den Auferstandenen sah.
„Das ist es, warum Maria Magdalena Jesus „meine Hoffnung“ nennt: weil er es war, der sie zu neuem Leben erweckte, ihr eine neue Zukunft schenkte, ein gutes Leben, frei vom Bösen. „Christus, meine Hoffnung“ bedeutet, dass all meine Sehnsucht nach dem Guten in ihm eine reale Möglichkeit findet: Mit ihm kann ich hoffen, dass mein Leben gut sei, dass es erfüllt und ewig sei.“
Maria Magdalena habe, so der Papst wörtlich, „wie die anderen Jünger mit ansehen müssen, wie Jesus von den führenden Männern des Volkes abgelehnt wurde, gefangengenommen, gegeißelt, zum Tode verurteilt und gekreuzigt wurde“. Mit dem Tod Jesu schien die Hoffnung aller, die auf ihn vertrauten, zu scheitern. Bis heute müsse die Hoffnung „in dieser Welt unweigerlich mit der Härte des Bösen rechnen“ und mit den „spitzen Stichen von Neid, Hochmut, Lüge und Gewalt“. Jesus habe dieses „tödliche Flechtwerk durchquert“, um uns den Weg in das Reich des Lebens zu bahnen. Gott schien besiegt, schweigend, Finsternis lag über der Welt.
„Aber siehe da, im Morgengrauen des Tages nach dem Sabbat ist das Grab leer. Und dann zeigt sich Jesus der Maria Magdalena, den anderen Frauen und den Jüngern. Da flammt der Glaube wieder auf, lebendiger und stärker denn je, jetzt unbezwingbar.“
Lesen Sie die Osterbotschaft des Heiligen Vaters in vollem Wortlaut!
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07.04.2012 12:00:49
Der Herr ist wahrhaft auferstanden!
(stjosef.at/predigten; JSp) Das Evangelium des Ostersonntags erzählt uns von der Erscheinung des auferstandenen Herrn vor Maria von Magdala. Sie war von Sehnsucht und Liebe erfüllt und ging deshalb zum Grab Christi. Dabei machte sie zwei Entdeckungen, die aber noch nicht ausreichten, dass sie zum Osterglauben fand: Zum einen sah sie, dass der schwere Stein vor dem Grab weggewälzt war und dass das Grab leer war. Sie meinte, man habe den Leichnam des Herrn aus dem Grab weggenommen. Und dann begegnete sie zwei Engeln in weißen Gewändern, die in der Grabkammer saßen. Aber auch das reichte noch nicht aus, um den Osterglauben zu begründen.
Maria von Magdala war immer noch untröstlich darüber, dass sie den Leichnam Jesu nicht auffinden konnte. Ihre Trauer versperrte ihr zunächst den Weg zur Wahrheit von der Auferstehung. Sogar als ihr Jesus persönlich erschien, erkannte sie ihn nicht; sie meinte, es sei der Gärtner. Als er sie aber mit ihrem Namen rief („Maria“), da erkannte sie den Herrn und Meister und wollte ihn nun am liebsten hier auf der Erde festhalten.
Dafür war aber die Zeit noch nicht gekommen. „Halte mich nicht fest: denn ich bin noch nicht zum Vater hinaufgegangen“, sagte Jesus. Was folgen sollte, war der Auftrag zur Verkündigung der Auferstehung. Maria von Magdala sollte als erste zu den Aposteln eilen und ihnen die Kunde von der Auferstehung Christi kundtun.
Lesen Sie die Predigt für die Messe am Ostersonntag in vollem Wortlaut!
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07.04.2012 11:59:05
Christus, das Licht der Welt
(stjosef.at/predigten; JSp) n der Osternacht erstrahlt das Licht Christi, des Auferstandenen. Eben dies wird durch die Lichtfeier bei dieser Liturgie auf feierliche Weise zum Ausdruck gebracht. Die Osterkerze symbolisiert den auferstandenen Christus. Er erleuchtet das Dunkel der Welt; sein Licht gibt uns Kraft und Hoffnung.
Ostern ist der Einbruch des ganz Neuen in diese Welt. Wenn wir die Auferstehung Christi nicht nur als Mythos nehmen, den irgendwelche Menschen erfunden und ausgestaltet haben, sondern als Wirklichkeit, dann steht das ganze Leben unter einem neuen Vorzeichen:
Nicht mehr der Tod hat das letzte Wort, nicht mehr das Unrecht triumphiert – sondern Gott, der ein Freund des Lebens ist! Der Vater hat seinen menschgewordenen Sohn auferweckt; so können wir es sagen, wenn wir auf die Menschheit Christi blicken. Der Sohn Gottes ist aus eigener Kraft von den Toten auferstanden: Diese Aussage bezieht sich auf seine Gottheit und sein allmächtiges Wirken.
Im Evangelium nach Markus wird uns von drei Frauen berichtet, die zum Grab Jesu gingen, weil sie seinen toten Leichnam nach jüdischer Sitte mit wohlriechenden Ölen salben wollten. Wie würden sie bloß den schweren Stein am Grabeingang entfernen können? Doch als sie zum Grab kamen, in das man hineingehen konnte, sahen sie, dass der Stein bereits weggewälzt war. Ein Mann mit einem weißen Gewand – es muss ein Engel gewesen sein – verkündete ihnen das Unglaubliche: „Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden; er ist nicht hier.“
Lesen Sie die Homilie für Messe in der Osternacht in vollem Wortlaut!
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05.04.2012 17:28:40
Lob und Kritik für Kardinal Schönborn
(kath.net) Der Wiener Erzbischof Christoph Kardinal Schönborn bekommt nach der Zulassung des homosexuellen Pfarrgemeinderates Florian Stangl Lob von Homogruppen. So meinte der Obmann der Homosexuellen Initiative Wien (HOSI). Christian Högl, im "Standard": "So homo hat man keinen österreichischen Bischof je erlebt". Wenn er sich streng an die Regeln Roms gehalten hätte, wäre dies schließlich nicht erlaubt gewesen, so Högl im "Standard". Grundsätzlich verbitte man sich aber, dass sich die Kirche in Privatangelegenheiten einmische, weshalb man sich auch nicht in die Angelegenheiten der Kirche einmischen wolle.
Kritik an der Schönborn-Entscheidung gibt es von nicht wenigen Gläubigen und auch aus dem Bereich der Moraltheologie. Der St. Pöltner Moraltheologe Josef Spindelböck erklärte im "Standard", er hätte an Schönborns Stelle "vermutlich nicht so entschieden". Er könne die Absicht des Kardinals verstehen, dass er nach dem Motto "Hasst die Sünde, liebet den Sünder" den homosexuellen Pfarrgemeinderat zugelassen habe. Auf der anderen Seite sieht Spindelböck die "Problematik des Missverständnisses": Aus Schönborns Entscheidung könnten "falsche Schlussfolgerungen" gezogen werde. Denn die "Lehre der Kirche" sei daraus nicht klar ersichtlich. "Homosexuell zu empfinden ist noch keine Sünde. Die Frage ist, wie man damit umgeht. Diese Leute sollen sich beherrschen und enthaltsam leben, ich weiß, das ist anspruchsvoll", sagt Spindelböck. Weiters verwies Spindelböck auf Schönborns "Predigt zur Chrisammesse" vom 2. April, in der der Kardinal deutlich gemacht habe, dass ausgelebte Homosexualität weiterhin als Sünde anzusehen sei.
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05.04.2012 17:25:56
Die Unheilsgeschichte wird zur Heilsgeschichte
(stjosef.at/predigten; JSp) Leiden und Liebe – wie geht das zusammen? Der Blick auf das Kreuz Christi stellt uns diese Frage, und vom Kreuz Christi erhalten wir auch die richtige Antwort.
Fürs erste scheint uns, als wäre die Liebe nicht mit dem Leiden vereinbar. Wer jemanden wirklich liebt, möchte ihm doch soweit als möglich jedes nur denkbare Leid ersparen! Liebende nehmen Rücksicht aufeinander, sie achten auf die Bedürfnisse des anderen, sie suchen den geliebten Menschen glücklich zu machen und wollen einander kein Leid zufügen.
Das ist richtig. Aber gerade wenn jemand dem anderen Leid ersparen will, weil er diesen Menschen liebt, ist er selber eben aufgrund dieser Liebe bereit, so manches Leid und Ungemach auf sich zu nehmen – um dieser Person willen, die er liebt. Die Liebe geht sogar so weit, dass sie das eigene Leben einsetzt und hingibt für die geliebte Person. Und dies kann mit einem Höchstmaß an physischen Leiden und auch an seelischer Bedrängnis verbunden sein!
Genau so hat der Sohn Gottes an uns gehandelt: Aus übergroßer Liebe gab Jesus sein Leben für uns hin am Kreuz!
Lesen Sie die Homilie vom Karfreitag (Feier des Leidens und Sterbens unseres Herrn Jesus Christus)!
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04.04.2012 12:14:31
Das Vermächtnis seiner Liebe
(stjosef.at/predigten; JSp) In der heiligen Eucharistie begegnet uns Gott auf einzigartige Weise: Wir werden eins mit Jesus Christus, unserem Erlöser. Er kommt zu uns als wahrer Gott und Mensch, als der Gekreuzigte und Auferstandene, als der Herr der Herrlichkeit!
Jesus hat dieses Sakrament seinen Aposteln vor seinem Leiden und Sterben anvertraut. Beim Letzten Abendmahl gab er sich selbst den Seinen hin – unter den Gestalten von Brot und Wein! Wenn er die Worte spricht: „Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird“, und „Das ist mein Blut, das für euch vergossen wird“, dann hinterlässt er uns gleichsam sein Vermächtnis, sein Testament.
Gott schenkt sich uns ganz, er will unsere Speise sein für das ewige Leben. Kommunion heißt Vereinigung, Gemeinschaft: Gemeinschaft mit Gott, aber auch Gemeinschaft all jener, die zu Christus gehören. Gott kehrt ein in unserem Herzen, er verwandelt unser Innerstes und schafft uns neu, damit wir in Christus das Leben haben und es in Fülle haben. Aber auch wir treten gleichsam ein ins innerste Geheimnis Gottes, das Liebe ist; wir werden durch Jesus Christus, den Sohn Gottes, der als Mensch unser Bruder ist, hineingezogen in das Leben Gottes, in die Gemeinschaft seiner Liebe.
Lesen Sie die Homilie zur Messe vom Letzten Abendmahl (Gründonnerstag) im Wortlaut!
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04.04.2012 10:54:03
Niederländische Bischöfe erinnern an Richtlinien für Österliches Triduum
(kathnews.de) Die Niederländische Bischofskonferenz hat sich vor Palmsonntag in einem offiziellen Schreiben an alle in der Seelsorge Verantwortlichen gewendet. In dem Schreiben geben die Bischöfe konkrete Richtlinien für die Feier der Kar- und Osterliturgie. Sie erklären, dass sie alle Gläubigen anspornen wollen, den liturgischen Höhepunkt des Kirchenjahres in seinem vollen Reichtum sowohl in bezug auf seinen Inhalt als auch in bezug auf seine liturgische Gestalt so würdig wie möglich zu feiern.
Die Bischöfe sahen sich zu den konkreten Regeln für die liturgischen Feiern der Kar- und Osterliturgie u.a. veranlaßt wegen der geringeren Teilnahme von Gläubigen an den liturgischen Feiern der Karwoche in den letzten Jahren. Das habe hier und da zu der Praxis geführt, in den Pfarrgemeinden die Liturgie der Kar- und Ostertage zu vereinfachen und zu verkürzen. Die Erfahrung habe jedoch gezeigt, dass die Kürzung der Feiern nicht zu einer Teilnahme von mehr Gläubigen führe. Zudem erinnern die Bischöfe an Ihren Brief zum Fronleichnamsfest 2008. Darin hatten sie darauf hingewiesen, dass eine Eucharistiefeier am Sonntag nicht durch einen Wortgottesdienst mit Kommunionausteilung ersetzt werden könne, da solche Feiern dazu führten, dass die Gläubigen von der Eucharistie entfremden. Auf dem Hintergrund der zentralen Bedeutung des Ostertriduum als Höhepunkt des Kirchenjahres sei es von höchster Wichtigkeit, dass die Gläubigen die Gelegenheit haben, an den liturgischen Feiern der Kar- und Ostertage in ihrem ganzen Reichtum teilzunehmen.
Die Bischöfe erinnern in ihrem jüngsten Schreiben an die Regeln für die Feier vom Letzten Abendmahl am Gründonnerstag, die Leidensfeier am Karfreitag und die Ostervigil in der Osternacht. Sie beziehen sich dabei vor allem auf das Schreiben der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentendiziplin “Paschalis Sollemnitatis” vom 16. Januar 1988. Danach sollen die liturgischen Feiern des österlichen Triduum in Kathedral- und Pfarrkirchen gefeiert werden, wo eine große Teilnahme von Gläubigen möglich ist. Darum sei es angemessen, wenn kleine Geimeinschaften, Vereine und besondere Gruppen in diesen Kirchen zusammenkommen, um die heilige Liturgie der Kar- und Ostertage in der bestmöglichen Form zu feiern.
Die niederländischen Bischöfe weisen ferner mehrmals und ausdrücklich darauf hin, dass ausnahmslos alle Feiern des Ostertriduum nur unter der Leitung eines Priesters stattfinden können. Die Kar- und Osterliturgie sehe nicht vor, dass ein Diakon oder ein Laie ihr vorsteht. An keinem der Kar- und Ostertage darf ein Wortgottesdienst mit Kommunionspendung abgehalten werden, auch nicht bei Abwesenheit eines Priesters.
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02.04.2012 23:17:25
Kardinal Schönborn:Der gute Seelsorger kennt die Norm und begleitet die Menschen
(kathpress.at) Ein guter Seelsorger kennt und steht zu den christlichen Normen und begleitet die Menschen in die "Freundschaft mit Jesus". Diese "Hilfestellung" gab Kardinal Schönborn den Priestern für den Umgang mit "pastoralen Nöten" und "irregulären Situationen". Dieser Weg sei "weder rigoros noch lax", sagte der Wiener Erzbischof bei der traditionellen Chrisammesse am Montagabend.
In seiner Predigt im Stephansdom ging der Kardinal auf Situationen ein, mit denen die Seelsorger häufig konfrontiert sind, wenn Menschen unverheiratet zusammenleben, geschieden und wiederverheiratet sind oder in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften leben. Beim Umgang damit gelte es, den Weg gemeinsam zu gehen, "mit und in der Kirche und treu zu ihrer Lehre". Gleichzeitig brauche es das "Bewusstsein der Heilsbedürftigkeit", das heute oft zu fehlen scheine.
In allen drei exemplarisch genannten Lebenssituationen gehe es nicht zuerst um "Kirchenrecht" und seine angebliche Enge, "sondern um die Schöpfungsordnung und ihre verbindliche Auslegung durch Jesus selbst", sagte der Kardinal und führte aus: "Wir verteidigen mit der kirchlichen Lehre nicht 'konfessionelles Sondergut' der Katholiken, sondern den 'Masterplan' des Schöpfers: dass Gott selber den Menschen als Mann und Frau, nach seinem Bild, geschaffen hat; dass also die Geschlechterdifferenz und ihr Zueinander von Gott gewollt ist; dass er beiden das Gebot gegeben hat 'Wachset und vermehrt euch'; dass deshalb der Mann Vater und Mutter verlassen wird und die beiden ein Fleisch werden".
Dies habe "Jesus mit Vollmacht gültig ausgelegt", wenn er sagt: "Was Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen", betonte der Kardinal. Dies sei die Grundlage der ganzen christlichen Auffassung von Ehe und Fruchtbarkeit und auch der Überzeugung, dass "geschlechtliche Vereinigung nur eingebettet in der Ehe zwischen Mann und Frau der Schöpfungsordnung entspricht".
Für eine glaubwürdige Verkündigung und Seelsorge sei es daher notwendig, dass dies auch von den Priestern selbst so gesehen und geglaubt wird, mahnte der Wiener Erzbischof an und sagte: "Es ist eine Freude und ein Segen zu erleben, dass ein Leben nach der Weisung Gottes für Mann und Frau im Leben 'stimmt' und dem Leben große Strahlkraft gibt." Es sei keine "altmodische Engstirnigkeit, wenn die Kirche lehrt, dass die Sexualität ihren echten Platz im geborgenen und verbindlichen Raum der unauflöslichen Ehe hat".
Zum Einwand, dass ein derartiger "Masterplan" heute nicht mehr lebbar sei, hielt der Kardinal entgegen, dass es dennoch solche "anschaulichen Vorbilder" gäbe. Auch mache es im seelsorglichen Umgang damit einen Unterschied, "ob man im Versuch, nach Gottes Ordnung zu leben, scheitert - oder ob man daran scheitert, ohne es je versucht zu haben".
Um den "Masterplan" des Schöpfers zu verstehen und leben zu können, sei es daher wichtig, "immer wieder die Norm in Erinnerung zu rufen". Dabei dürfe es aber nicht bleiben. In einem echten christlichen Leben sei es notwendig, "Jesus selber besser kennen zu lernen, in seine Freundschaft hineinzuwachsen." Die Seelsorger sollten diesen Weg eines Menschen mit Geduld und Ermutigung fördern. "Der gute Hirte hält an beidem fest: Der Überzeugung, dass Gottes Masterplan richtig, für den Menschen gut und beglückend ist, und am liebevollen, geduldigen Weg, auf dem Jesus uns in seine Freundschaft führt", so Kardinal Schönborn in seiner Predigt an die Priester der Erzdiözese Wien.
Link: Predigt im Wortlaut.
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01.04.2012 22:02:44
Papst eröffnete die Karwoche mit der Messe am Palmsonntag
(radiovatikan.de) Mit der Weihe der Palmzweige und einer Palmprozession auf dem Petersplatz hat Papst Benedikt XVI. am Sonntagvormittag die Feierlichkeiten zur Kar- und Osterwoche eingeläutet. Der Palmsonntag, so eröffnete das Kirchenoberhaupt seine Predigt, „ist das große Portal, das uns in die Karwoche eintreten läßt, in die Woche, in der Jesus, der Herr, dem Höhepunkt seines Erdenlebens entgegengeht. Er geht nach Jerusalem hinauf, um die Schrift zu erfüllen und ans Kreuz gehängt zu werden; es ist der Thron, von dem aus er auf ewig herrschen, die Menschheit aller Zeiten an sich ziehen und allen das Geschenk der Erlösung anbieten wird.“
Vor Beginn der Messe hatte der Papst neben dem ägyptischen Obelisken in der Mitte des Petersplatzes die Palmenzweige für die Prozession gesegnet. In der Predigt meditierte er über den Jubelruf des Volkes beim Einzug Jesu in Jerusalem. Alle vier Evangelisten hätten das Hosanna überliefert, erinnerte der Papst. Der „tiefste Widerhall“ des Jubelrufes sei die Verheißung Gottes an die Glaubenden, „Ich werde dich zu einem großen Volk machen und dich segnen... Durch dich sollen alle Geschlechter der Erde Segen erlangen“.
„Darum ist derjenige, der von der Menge als der Gesegnete bejubelt wird, zugleich der, durch den die gesamte Menschheit Segen erlangen wird. So erkennt sich im Licht Christi die Menschheit zutiefst geeint und gleichsam in den Mantel des göttlichen Segens eingehüllt, eines Segens, der alles durchdringt, alles trägt, alles erlöst, alles heiligt.“
Das sei eine der großen Botschaften, die der Palmsonntag uns übermittelt, fuhr der Papst fort:
„Die Aufforderung, die gesamte Menschheit in der rechten Weise in den Blick zu nehmen, die Völker, aus denen sich die Welt zusammensetzt, ihre verschiedenen Kulturen und Zivilisationen. Der Blick, den der Glaubende von Christus empfängt, ist der Blick des Segens: ein weiser und liebevoller Blick, der fähig ist, die Schönheit der Welt zu erfassen und mit ihrer Gebrechlichkeit mitzuleiden.“
So wie die Jesus zujubelnde Menge, die ihn fünf Tage später aus Enttäuschung am Kreuz sehen will, müsse sich heute jeder glaubende Christ fragen, was seine Erwartungen an den Messias sind, so Papst Benedikt. In jenen Tagen fünf Tagen bis zum Karfreitag seien selbst die Jünger verstummt.
„Die meisten waren nämlich enttäuscht von der Art, die Jesus gewählt hatte, sich als Messias und König Israels zu zeigen. Genau hier liegt der Kern des heutigen Festes, auch für uns. Wer ist Jesus von Nazareth für uns? Welche Vorstellung haben wir vom Messias, welche Vorstellung haben wir von Gott? Das ist eine entscheidende Frage, die wir nicht umgehen können, um so weniger, als wir gerade in dieser Woche aufgefordert sind, unserem König zu folgen, der als Thron das Kreuz wählt; einem Messias zu folgen, der uns nicht ein einfaches irdisches Glück zusichert, sondern das Glück des Himmels, die Seligkeit Gottes.“
“Möge Palmsonntag für euch der Tag der Entscheidung für Gott sein“, sagte der Papst an die Jugendlichen gerichtet, die an diesem Sonntag den Weltjugendtag auf diözesaner Ebene begehen. Er bezog sich dabei auf die Heilige Klara von Assisi. Diese hatte am Palmsonntag vor genau 800 Jahren als 18-Jährige das Haus ihrer Eltern verlassen, um sich ganz dem Herrn zu weihen.
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29.03.2012 21:34:48
Papst nahm Abschied von Kuba
(radiovatikan.de) „¡Hasta siempre! Kuba, Gott segne deine Zukunft!“ Mit diesen Worten ging die 23. Auslandsreise Papst Benedikt XVI. zu Ende. Am Internationalen Flughafen José Martí wurde er um 17 Uhr Ortszeit von Kubas Präsident Raúl Castro verabschiedet. Die Zeremonie wurde wegen Regens in die Abflughalle des Terminals verlegt, schon die Fahrt des Papstes im Papamobil durch die Straßen Havannas fand im Regen statt: Ein Segenszeichen, wie die Kubaner augenzwinkernd glauben.
In seiner Ansprache gedachte der Papst noch einmal der Reise seines Vorgängers, der als „Bote der Wahrheit und der Hoffnung“ gekommen war. Er selber habe sich als Pilger auf den Weg gemacht: „Ich bin als Zeuge Jesu Christi hierher gekommen in der festen Überzeugung, dass, wo auch immer er hinkommt, die Verzagtheit der Hoffnung weicht, die Güte die Unsicherheiten beseitigt und eine starke Kraft den Horizont für ungewöhnliche und wohltuende Perspektiven öffnet.“ Damit öffnete er das Thema seiner Ansprache: die Zukunft Kubas.
Das Erinnern an die Botschaft Christi und der Impuls zu einer erneuerten Evangelisierung solle zu einem lebendigen und wachsenden Glauben werden, aber auch seinen „Beitrag zum Wohl und zu einem umfassenden Fortschritt“ leisten. Der Weg mit Christus führe in eine wahre Entwicklung, so der Papst. Auch nach dem Ende seiner Reise bete er dafür, dass Kuba „das Haus aller und für alle Kubaner“ sei, ein Hinweis auf vielen angereisten Exilkubaner.
Das Thema seiner Predigt vom Morgen aufgreifend wies er noch einmal auf die notwendige Gestaltung der Zukunft hin: Die „Achtung und Förderung der Freiheit“ seien unerlässlich, um darauf zu antworten, was die Würde des Menschen verlange. Nur so sei eine „Gesellschaft aufzubauen, in der jeder sich als unentbehrlicher Gestalter der Zukunft seines Lebens, seiner Familie und seiner Heimat fühlt.“
Der Papst wandte sich gegen Einschränkungen der Freiheit, im Inneren des Landes wie auch von Außen, wie etwa durch das Wirtschaftsembargo des Landes durch die USA; am Aufbau der Gesellschaft sollten sich alle beteiligen: „Niemand sollte durch die Einschränkung seiner Grundfreiheiten daran gehindert werden, an dieser spannenden Aufgabe teilzunehmen, und keiner fühle sich ausgeschlossen durch Nachlässigkeit oder Mangel an materiellen Ressourcen – eine Situation, die sich verschärft, wenn von außen auferlegte restriktive wirtschaftliche Maßnahmen schwer auf der Bevölkerung lasten.“
Die Situation erfordere dringend, so der Papst weiter, dass „unbewegliche Positionen und einseitige Sichtweisen“ aufgegeben würden. Zusammenarbeit müsse wirkungsvoll sein, gegen die Widerstände müsse man „unermüdlich suchen, was alle verbindet, und zwar in einem geduldigen und aufrichtigen Dialog, in gegenseitigem Verständnis und mit einem aufrichtigen Willen des Zuhörens, der Ziele annimmt, die neue Hoffnungen mit sich bringen.“
Der Papst wünschte dem Land, aus dem Glauben die Kraft für den Aufbau einer besseren Zukunft und eine echte Erneuerung des persönlichen und des gesellschaftlichen Lebens schöpfen zu können.
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29.03.2012 21:32:01
Liberale Muslime fordern Bau von Kirchen in Saudi Arabien
(news.stjosef.at) Die Initiative Liberaler Muslime Österreich – ILMÖ hat am 29.03.2012 folgende Presseerklärung veröffentlicht, die wir hier im Wortlaut wiedergeben:
Die Initiative Liberaler Muslime Österreich – ILMÖ will eine Kirche in Saudi Arabien für alle Christen bauen, um ein Zeichen zu setzen, dass die Religionsfreiheit auch für Saudi Arabien gelten muss.
Es ist nicht einzusehen, dass Saudi Arabien den Bau von mehreren hundert Moscheen und Gebetshäusern in ganz Europa seit mehreren Jahrzehnten finanziert, den Bau von Kirchen in Saudi Arabien jedoch verbietet.
Es gibt viele orientalische und ausländische christliche Gastarbeiter in Saudi Arabien, die ihre Religiosität nicht ausüben dürfen, sodass ein großer Bedarf von Kirchen in Saudi Arabien besteht.
Die Glaubensfreiheit muss für alle Religionen gelten.
Der Islam verbietet den Bau von Gebetshäusern und Kirchen nicht.
Die Initiative Liberaler Muslime Österreich - ILMÖ verurteilt daher auf das schärfeste den Ruf des Groß Mufti von Saudi-Arabien Sheikh Abdul Aziz al-Sheikh zur Zerstörung aller Kirchen in den Golfstaaten.
Dieser Groß Mufti ist auch der Befürworter und der geistige Führer des Wahabitischen Sekten-Zentrums „König-Abdullah-Zentrum für interreligiösen und interkulturellen Dialog“ in Wien, ohne dessen Unterstützung und Erlaubnis es dieses nicht geben könnte, da Saudi Arabien dieses finanziert.
Zahlreiche Politiker und Journalisten unterstützen dieses Sektenzentrum, obwohl die religiösen Führer in Saudi Arabien gemeinsam mit den radikalen islamistischen Führern in Europa immer wieder gegen Christen, Juden und Andersdenkende Hass schüren und dadurch die Integration der Muslime in Österreich und Europa gefährden.
Erlaubt Saudi Arabien den Bau einer Kirche nicht, zeigt dies, dass diese Sekte inkompatibel mit den Menschenrechten und der europäischen Rechtsordnung ist.
Sollte dies der Fall sein, fordert die Initiative Liberaler Muslime – ILMÖ in einem solchen Fall die sofortige Auflösung des König-Abdullah-Zentrums für interreligiösen und interkulturellen Dialog in Wien.
Spendenkonto: "Initiative Liberaler Muslime Österreich (ILMÖ)", Kennwort: "Kirche in Saudi Arabien", Raiffeisen Bank-Konto Nr.: 122.952,
Bankleitzahl: 32367
http://www.initiativeliberalermuslime.org
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29.03.2012 21:26:54
Johannes Messner "live"
(kathpress.at) Der Seligsprechungsprozess für den Priester und Wiener Sozialethiker Johannes Messner ist wieder aufgenommen worden. Das bestätigte der seit November 2011 neu ernannte Postulator des Verfahrens, Militärsuperior Harald Tripp, am Mittwochabend gegenüber "Kathpress" am Rande einer Veranstaltung mit dem Titel "Johannes Messner 'live'". In den Räumen der Wiener Dompfarre präsentierte der Neffe von Johannes Messner, der an der Universität Kassel dozierende Erziehungswissenschafter Prof. Rudolf Messner, Texte, Bilder und Tondokumente aus Leben und Werk des bedeutenden Sozialethikers. Nach der zeitweiligen Sistierung sei man derzeit intensiv "mit der Befragung von Zeitzeugen zum Leben von Messner" befasst, erläuterte Tripp. Dabei gehe es vor allem um Belege für den geforderten "heroischen Tugendgrad" von Johannes Messner. Weiters soll geklärt werden, inwiefern Messner "im Ruf der Heiligkeit stand und steht" und ob es Hinweise auf ein erforderliches Wunder gebe. Zu den befragten Zeitzeugen zählt auch sein Neffe Rudolf Messner, der derzeit an einer Johannes-Messner-Biografie arbeitet. Tripp zeigte sich zuversichtlich, dass zusammen mit dem neuen Vizepostulator Christian Machek das Seligsprechungsverfahren auf Ebene der Erzdiözese "zügig weiterkommt". Das Verfahren wurde 2002 von Kardinal Christoph Schönborn eröffnet.
Im Zentrum des Vortrags über Johannes Messner standen dessen Lebensstationen, vor allem sein schneller Aufstieg zu einem der bedeutendsten katholischen Sozialethiker im Deutschsprachigen Raum in der Zwischenkriegszeit. 1938 erfolgte mit der Flucht und Emigration nach England die "Lebenskrise" Messners, die zur beinahe wundersamen Wende wurde: Im englischen Exil im Oratorium in Birmingham verfasste er sein Hauptwerk "Das Naturrecht", das zuerst 1949 auf Englisch unter dem Titel "Social Ethiks" erschien und Messner international bekannt machte. Rudolf Messner verwies darauf, dass "Die Soziale Frage" - der gleichnamige Titel erschien bis 1938 in 5 Auflagen - schon durch die Herkunft Johannes Messners mitbestimmt war: Der Vater war Bergarbeiter und auch die Mutter musste als Fabriksarbeiterin für das Auskommen der fünfköpfigen Familie sorgen. Johannes Messners Expertise in sozialen Fragen habe dazu geführt, dass er maßgeblich am 1925 erschienen Sozialhirtenbrief der österreichischen Bischöfe mitgearbeitet habe. Kritische Distanz zum Ständestaat Detailliert ging der in Kassel lehrende Neffe des Sozialethikers auf die Zeit von 1934 bis 1938 ein. Johannes Messner habe zeitweise auch Engelbert Dollfuss als Berater in sozialpolitischen Fragen gedient. Auch habe Messner viel Respekt vor der christlich geprägten Gesinnung des Politikers gehabt, und sei von dessen "märtyrerhaftem Tod fasziniert gewesen". Ausdruck dessen sei auch das 1935 erschienene Buch Messners mit dem schlichten Titel "Dollfuss". Gleichzeitig habe sich Johannes Messner aber gegen das Projekt "Ständestaat" ausgesprochen, dafür aber immer für eine "berufsständische Ordnung in Freiheit und Subsidiarität" plädiert. Seine Kritik beruhte darauf, dass es dem Staat nicht zustehe, derart massiv Wirtschaft und Gesellschaft steuern zu wollen. Messner sah seine Kritik durch die Prinzipien der Katholischen Soziallehre gedeckt. Diese kritische Distanz zum Ständestaat habe es Messner im Nachhinein ermöglicht, nach dem Exil in England 1949 wieder seine Professur in Wien anzutreten. Dem vorausgegangen war Messners Flucht am 25. Juli 1938 in die Schweiz und sein darauf folgendes Exil in England.
"Johannes Messner war durch und durch ein priesterlicher Mensch", dieses Urteil von Prof. Anton Rauscher sei eine treffende Beschreibung seines Onkels, so Rudolf Messner. Bis zum 89. Lebensjahr Habe Johannes Messner wissenschaftlich gewirkt, "bestimmt und begleitet vom persönlichen Gebet". Sein gesamtes Leben sei geprägt gewesen "von großem Gottvertrauen" und dem geheimen Leitwort seines Lebens "Die Liebe wird's erreichen" aus Beethovens Oper "Fidelio". Johannes Messner wurde am 16. Februar 1891 in Schwaz in Tirol geboren. Er verstarb am 12. Februar 1984 in Wien. Die nach seinem Tod in Wien gegründete "Johannes-Messner-Gesellschaft" widmet sich dem Werk und Andenken des bedeutenden katholischen Sozialethikers.
Link: Johannes-Messner-Gesellschaft.
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26.03.2012 22:37:14
Papst Benedikt sagt Mexiko "Adios" und reist weiter nach Kuba
(radiovatikan.de) Am Ende seines kurzen, aber intensiven Besuches in Mexiko hat sich Papst Benedikt XVI. mit einer herzlichen Ansprache vom mexikanischen Volk und den kirchlichen sowie staatlichen Autoritäten verabschiedet. Er brachte dabei seine Hoffnung zum Ausdruck, dass der mit großem Aufwand betriebene Besuch auch in Zukunft seine Früchte tragen wird. Besonders beeindruckt zeigte der Papst sich dabei von der genuinen und liebevollen Verehrung der Jungfrau Maria durch das mexikanische Volk, die ihn dazu bewog, seinen leidenschaftlichen Aufruf aus der gestrigen Vesper zu wiederholen:
„Angesichts dieses Glaubenszeugnisses möchte ich nachdrücklich und deutlich einen Aufruf an das mexikanische Volk wiederholen, sich selbst treu zu sein und sich nicht von den Kräften des Bösen einschüchtern zu lassen, mutig zu sein und daran zu arbeiten, dass die Lebenskraft seiner christlichen Wurzeln seine Gegenwart und seine Zukunft blühen lasse.“
Dabei ließ Benedikt XVI. durchaus anklingen, dass er sich der schwierigen Lebensumstände in Mexiko bewusst ist: „Auch wurde ich Zeuge von Zeichen der Sorge um verschiedene Aspekte des Lebens in diesem geliebten Land. Einige davon wurden kürzlich festgestellt, andere stammen aus der Vergangenheit und verursachen weiter viele Wunden.“
Er ermutigte schließlich eindringlich alle Katholiken und Menschen guten Willens in Mexiko, dem Nützlichkeitsdenken, das die Ärmsten und Schwächsten zu Opfern macht, abzuschwören und lud sie zu solidarischem Einsatz ein, der auch zu den Grundforderungen der Evangelien gehört.
„Liebe mexikanische Freunde, ich sage euch „Adiós!“ – „Lebt wohl!“ im echten Sinn dieses schönen traditionellen hispanischen Ausdrucks: „Bleibt in Gott!“ Ja, lebt wohl; immerzu in der Liebe Christi, in dem wir uns alle begegnen und begegnen werden. Der Herr segne euch, und die heilige Jungfrau Maria schütze euch.“
Benedikt XVI. war am vergangenen Freitagnachmittag Ortszeit nach einem 14-stündigen Flug in der zentralmexikanischen Stadt León eingetroffen, wo er mit ausgesuchter Herzlichkeit empfangen wurde. Sehr fröhlich ging es auch bei der Ansprache an die Kinder zu, die ihn am Samstag Abend nach seiner Unterredung mit dem Präsidenten im Zentrum Leóns erwarteten, bei der monumentalen Messfeier im Parco Bicentenario in León am Sonntag Abend, die die rund 600.000 Teilnehmer durchgehend gerührt und betroffen hinterließ, oder bei der darauffolgenden Vesperfeier in der Kathedrale, nach deren Ende ihn mexikanische Musiker vor seiner Residenz Miraflores mit einem Ehrenständchen überraschten. Die Musiker haben mit ihren fröhlichen Weisen die „Mexikanisierung“ des Papstes, der sich der wartenden Menge schließlich mit einem schwarzen Sombrero auf dem schlohweißen Kopf zeigte, besiegelt: Aus dem „Benedicto, hermano“, so fühlen es die Mexikaner, ist während seiner dreitägigen Reise durch Mexiko ein “Papa mexicano” geworden.
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26.03.2012 22:35:41
Gedächtnismesse für Kardinal Groër: Rückblick
(kloster-marienfeld.at) Am Samstag, dem 24. März, jährte sich zum 9. Mal der Heimgang von Hans Hermann Kardinal Groër, der 2003 in St. Pölten einem Krebsleiden erlegen ist. Wie in den vergangenen Jahren gedachten seiner viele Priester und zahlreiche Gläubige in einer Gedenkmesse in der Abteikirche Marienfeld. Es zelebrierte Abt Maximilian Heim OCist von Stift Heiligenkreuz, der in seiner Predigt den Stellenwert der Gnade hervorhob, den der Verstorbene, ein Mann der Ehrfurcht und des Gebetes, unermüdlich verkündigt hatte. Bei der Andacht an der Grabstätte leuchteten zahlreiche Lichter auch auf die wachsende Zahl von Votivtafeln, die die Dankbarkeit vieler zum Ausdruck bringen. - Link: www.kloster-marienfeld.at
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25.03.2012 22:16:33
Priesterbruderschaft St. Pius X. sieht Hoffnung auf Einigung mit Rom
(fsspx.info/news.stjosef.at) In einer Kanzelverkündigung, die am 5. Fastensonntag 2012 (25.03.) in den Kirchen und Kapellen der Priesterbruderschaft St. Pius X. für den deutschen Distrikt verlesen wurde, nimmt P. Franz Schmidberger als Distriktoberer wie folgt Stellung:
"Liebe Gläubige, am 16. März überreichte Kardinal Levada, Präfekt der Glaubenskongregation, dem Generaloberen unserer Bruderschaft, Bischof Fellay, in Rom einen Brief mit Erklärungen, in dem wir ultimativ aufgefordert werden, uns positiver zu der lehrmäßigen Präambel vom 14. September 2011 zu äußern, als dies bisher geschehen ist.
Als letzten Termin für eine Antwort wird der 15. April 2012 genannt. Gewiss haben Sie dies schon ganz oder teilweise aus den Medien erfahren. Wir sind also an einem entscheidenden Punkt angelangt.
Wenn der Brief auch einen unangenehmen Ton anschlägt, so gibt es doch berechtigte Hoffnungen auf eine befriedigende Lösung. Falls diese zustande käme, würde sie alle bewahrenden Kräfte in der Kirche bedeutend stärken; im anderen Fall würden diese eher geschwächt und entmutigt werden. Es geht also in erster Linie nicht um unsere Bruderschaft, sondern um das Wohl der Kirche.
Deshalb bitten wir um das eifrige, beharrliche und flehentliche Gebet all unserer Gläubigen und aller Katholiken, damit Gott durch das erlösende Leiden seines eingeborenen Sohnes seine Kirche aus ihrer Krise herausführe und ihr in der heiligen Auferstehung Jesu neues Leben, neue Kraft und neue Blüte schenke.
Stuttgart, den 22. März 2012
Pater Franz Schmidberger, Distriktoberer"
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25.03.2012 22:13:33
Große Papstmesse in Mexiko
(radiovatikan.de) Geistlicher Höhepunkt am zweiten Tag des Papstes in Mexiko: die große Freiluftmesse mit mehreren Hunderttausend Gläubigen im Parco Bicentenario. Mit dem Papst konzelebrierten rund 250 Kardinäle und rund 3.000 Priester, die mexikanischen Bischöfe sowie die Vorsitzenden der 22 lateinamerikanischen und karibischen Bischofskonferenzen. Ebenso waren Bischöfe vom gesamten amerikanischen Kontinent vertreten. Christine Seuß berichtet.
Die summende Erwartung, die sich unter den teilweise seit gestern Abend schon versammelten Gläubigen ausgebreitet hatte, wich froher Ehrfurcht, als der Papst am Sonntagmorgen Ortszeit in León seine Messe begann. 60 Musiker und 200 Chorsänger untermalten die Liturgie. Gläubige, die keines der heiß begehrten Tickets für die Messe mehr ergattern konnten, verfolgten alles auf großen Bildschirmen. Mit den Worten „Erschaffe mir, Gott, ein reines Herz“ aus Psalm 51,12 blickte der Papst in seiner Predigt auf das kommende Osterfest voraus.
„Dieser Ausruf macht uns die Intensität deutlich, mit der wir uns vorbereiten müssen, um nächste Woche das große Geheimnis des Leidens, des Todes und der Auferstehung des Herrn zu feiern. Das Wort führt uns auch dazu, tief in das menschliche Herz zu schauen, besonders in den Zeiten, in denen Schmerz und Hoffnung beieinander liegen, wie sie das mexikanische Volk und auch die anderen Völker Lateinamerikas gerade durchleben.“
Bei seiner Ankunft habe er „ganz nah“ das Christkönigsmonument auf dem Gipfel des Cubilete gesehen, erzählte der Papst, der bei dieser Reise ein Mosaik mit einem Christkönig-Motiv für den Wallfahrtsort stiftet. Der Papst erinnert in dem Kontext an seinen Vorgänger auf dem Stuhl Petri, der Mexiko mehrmals besuchte:
„Der selige Papst Johannes Paul II. konnte auf seinen Reisen in euer Heimatland diesen für den Glauben des mexikanischen Volkes symbolträchtigen Ort nicht besuchen, obwohl er es sich sehnlichst gewünscht hatte. Sicher wird er sich heute vom Himmel aus freuen, dass mir der Herr die Gnade gewährt hat, jetzt mit euch zusammen zu sein, so wie er auch die vielen Millionen Mexikaner gesegnet hat, die kürzlich seine Reliquien in allen Regionen des Landes verehrt haben.“
Laufend aktuelle Berichte auf www.radiovatikan.de / www.zenit.org / www.kath.net / www.kathpress.co.at
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24.03.2012 10:00:48
Papst in Mexiko eingetroffen
(radiovatikan.de) Benedikt XVI. ist in Mexiko: Am Freitagnachmittag Ortszeit – in Rom war es da schon fast Mitternacht – landete das Kirchenoberhaupt in der zentralmexikanischen Stadt León. Es ist seine 23. Apostolische Reise und die erste ins spanischsprachige Amerika; sie wird ihn am Montag von Mexiko nach Kuba weiterführen. In seiner ersten Rede betonte der Papst, er komme als ein Pilger der Hoffnung. Die Schwierigkeiten in Lateinamerika seien ihm bewußt. Doch „dieses Land und dieser Kontinent sind gerufen, die Hoffnung auf Gott als tiefe Überzeugung zu leben und sie so zu einer Haltung des Herzens und einem konkreten Auftrag werden zu lassen, vereint einer besseren Welt entgegenzugehen.“ Mexiko und Lateinamerika überhaupt sollten, „ohne den Mut zu verlieren, weiter vorankommen beim Aufbau einer Gesellschaft, die auf die Entfaltung des Guten, den Triumph der Liebe und die Verbreitung der Gerechtigkeit gegründet ist“.
Als Gottes Geschöpfe hätten alle Menschen die gleiche Würde, so der Papst. „Diese Würde manifestiert sich auf herausragende Weise im Grundrecht auf Religionsfreiheit, und zwar in ihrer authentischen Bedeutung und ohne Einschränkungen.“ Mexiko war über Jahrzehnte ein streng laizistischer Staat; davon finden sich noch viele Spuren in seiner Verfassung.
Laufend aktuelle Berichte unter www.radiovatikan.de !
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24.03.2012 09:59:43
Maria, die mütterliche Gefährtin des Erlösers
(stjosef.at/predigten; JSp) Vom Kalender her ist am 25. März das Hochfest der Verkündigung des Herrn an Maria; wegen des 5. Fastensonntags wird das Fest liturgisch um einen Tag verschoben und heuer am 26. März gefeiert. Wir sind aber dennoch eingeladen, uns gleichsam mit den Augen und mit dem Herzen der Gottesmutter Maria den Inhalten der sonntäglichen Schriftlesungen zuzuwenden.
In der ersten Lesung kündigt der Prophet Jeremia im Auftrag Gottes einen neuen und ewigen Bund an, den Gott mit seinem Volk schließen wird. Der alte Bund wurde vielfach gebrochen; für den neuen Bund garantiert Gott selber, dass er unvergänglich ist. Wer zum neuen Bund gehört, erkennt das Gesetz Gottes in seinem Herzen. Nicht mehr Belehrung von außen ist nötig, sondern alle Menschen werden den Herrn erkennen.
Mit dem Kommen Christi hat sich der neue und ewige Bund verwirklicht. Gott sagt endgültig Ja zu uns Menschen; er bekräftigt seine Verheißungen. Durch eine Jungfrau wollte Gott ein Mensch wie wir werden. Maria hat das Bundesangebot Gottes im Namen der ganzen Menschheit angenommen; sie hat stellvertretend ihr Ja-Wort gesagt, als der Engel ihr die frohe Botschaft von der Menschwerdung des Sohnes Gottes verkündete. Maria hat geglaubt, und sie hat sich in Liebe ganz Gott geschenkt. So bereitet sie als mütterliche Gefährtin des Erlösers seiner Gnade den Weg. Denn Jesus Christus ist der „Urheber des ewigen Heils“ (Hebr 5,9).
Lesen Sie die Predigt zum 5. Fastensonntag in vollem Wortlaut!
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23.03.2012 11:56:14
Organentnahme und Hirntod - ein Expertengespräch
(idea.de) Muss die Organentnahme überdacht werden? Sind Hirntote tatsächlich tot? Welche moralischen Verpflichtungen bestehen gegenüber hirntoten Menschen? Über diese Fragen diskutierten Experten bei einer Tagung des Deutschen Ethikrates am 21. März vor 300 Teilnehmern in Berlin. Zum Hintergrund: Unter dem Hirntod versteht man den Zustand des irreversiblen Ausfalls aller Hirnfunktionen. Unter Experten unstrittig ist, dass mit dem Hirntod der unumkehrbare Verlust aller Hirnfunktionen einhergeht. Allerdings bleiben noch bestimmte Körperfunktionen erhalten. Die Diskussion ob, Hirntote tatsächlich tot sind, spielt bei der Organspende eine Rolle: Die Entnahme von lebensnotwendigen Organen ist nach dem geltenden Transplantationsrecht nur zulässig, wenn der Hirntod des Organspenders festgestellt wurde.
Dem Neurologen Prof. Alan Shewmon (Los Angeles/USA) zufolge verfügen Hirntote noch über komplexe Steuerungsfunktionen. Es gebe den „äußeren Anschein der Lebendigkeit“. So sei der Körper von Hirntoten in der Lage, Temperatur, Blutfluss und Hormonhaushalt selbstständig zu regulieren. Hirntote verdauten und schieden aus, zudem reagiere ihr Immunsystem mit Abwehrreaktionen auf Infektionen oder Verletzungen. Hirntote Kinder könnten sexuell reifen. Im Körper hirntoter Schwangerer könnten Föten heranwachsen. Laut Shewmon wirkt das Gehirn nicht als Integrationszentrale für alle menschlichen Körperfunktionen. Integrationskraft könne keinem einzelnen Körperteil zugeschrieben werden, sondern entstehe im Zusammenspiel des gesamten Organismus. Die Definition des Hirntodes sei daher problematisch. Bei den sogenannten Hirntoten handele es sich um „lebende, bewusstlose Menschen“. Dem widersprach die Neurologin Stefanie Förderreuther (München). Die Feststellung des Hirntodes schaffe diagnostische Sicherheit und sei das sicherste Kriterium, das Ärzten zur Verfügung steht. Vorgeschrieben ist unter anderem, dass hirngeschädigte Menschen durch zwei erfahrene Ärzte unabhängig voneinander untersucht und mindestens zwölf Stunden beobachtet werden. Förderreuther zufolge ist ein Hirntoter „kopflos“ und gewinnt durch eine monatelange Beatmung nichts: „Ohne Gehirn ist der Mensch als körperlich geistige Einheit nicht mehr existent.“
Nach den Worten des Philosophieprofessors Ralf Stoecker (Potsdam) bietet die Hirntod-Konzeption scheinbar eine Lösung für zwei ethische Probleme: Erstens: Wer tot ist, muss von der Intensivmedizin nicht mehr am Leben erhalten werden. Zweitens: Die Definition macht die Entnahme von unversehrten, knappen Spenderorganen möglich. Es bestehe jedoch ein ethisches Dilemma: Einerseits könnten Organspenden das Leben vieler Menschen retten. Andererseits bauten die Begründungen für die Organentnahme auf „fragwürdigen, mehr als fadenscheinigen Todeskonzeptionen“. Er sei von der Hirntod-Konzeption nicht überzeugt, so Stoecker. Hirntote befänden sich in einem Zwischenstadium zwischen Leben und Tod: Weil sie noch keine Leichen seien, sei es richtig, Hirntote im täglichen Umgang so zu behandeln, wie andere, bewusstlose Patienten auch. Weil man sie jedoch keiner Zukunft mehr berauben könne, sei es richtig, wenn andere Menschen von ihren Organen profitieren, obwohl dies dazu führe, dass aus hirntoten Menschen tote Menschen werden.
Der Transplantationsmediziner und frühere Präsident des Deutschen Evangelischen Kirchentages, Prof.Eckhard Nagel (Bayreuth), sagte, die Möglichkeit, Leben durch Organersatz zu erhalten, gehöre heute zum medizinischen Alltag im Krankenhaus. Eine Organtransplantation folge der ärztlichen Maxime, alles zu tun, was dem Erhalt des Lebens diene.
Nach Ansicht des Professors für Systematische Theologie und stellvertretenden Vorsitzenden des Deutschen Ethikrates, Eberhard Schockenhoff (Freiburg), darf kein Zweifel daran bestehen, dass ein Hirntoter keine lebendige Person mehr sei und kein leibhafter Organismus mehr bestehe. Zwar seien die Integrationsleistungen bei Hirntoten noch erheblich, dennoch sei die Hirntod-Konzeption „anthropologisch wohl begründet“. Ein Hirntoter sei tatsächlich tot und erwecke nur durch die künstliche Beamtung noch den Anschein des Lebens. Der Deutsche Ethikrat besteht aus 26 Wissenschaftlern verschiedener Disziplinen. Sie werden für vier Jahre vom Präsident des Deutschen Bundestags auf Vorschlag des Deutschen Bundestags und der Bundesregierung berufen.
Weiterführende Links: Ansprache von Papst Benedikt XVI. zur Organtransplantation / von Papst Johannes Paul II.
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23.03.2012 11:52:12
Das Programm der Papstreise nach Mexiko und Kuba
(radiovatikan.de) Angaben in [Uhrzeit] beziehen sich auf die europäische Ortszeit
Am 23. März wird Benedikt XVI. gegen 16.30 Uhr [23.30 Uhr] in Mexiko empfangen.
Am 24. März wird der Papst um 18 Uhr [1 Uhr am 25. März] vom Präsidenten Mexikos, Felipe de Jesús Calderón Hinojosa, in Guanajuato empfangen. Danach wird er um 18.45 Uhr [1 Uhr 45 am 25. März] auf der Plaza de la Paz in Guanajuato eine Gruppe von Kindern treffen.
Am Sonntag, den 25. März wird der Papst im Parque del Bicentenario di León um 10 Uhr [18 Uhr] eine heilige Messe feiern. Um 18 Uhr [2 Uhr am 27. März] wird er mit den Bischöfen Mexikos in der Kathedrale von León die Vesper feiern.
Am 26. März wird Benedikt XVI. um 9 Uhr [17 Uhr] in Mexiko verabschiedet, um 14 Uhr [21 Uhr] wird er in Santiago de Kuba erwartet. Abends wird der Papst auf der Plaza Antonio Maceo in Santiago zur Ehren der Virgen de la Caridad del Cobre um 17.30 Uhr [0.30 Uhr] eine heilige Messe feiern.
Am 27. März besucht der Papst um 9.30 Uhr [16.30 Uhr] das Heiligtum der Virgen del Cobre, außerhalb der Stadt, um dann in die Hauptstadt der Insel, La Havanna, weiter zu fliegen. Um 17.30 Uhr [0.30 Uhr] wird er vom Präsidenten der Republik, Raúl Modesto Castro Ruz, empfangen; um 19.15 Uhr [2.15 Uhr] trifft er die Bischöfe des Landes.
Am 28. März wird der Papst auf der Plaza de la Revolución in Havanna um 9 Uhr [16 Uhr] die heilige Messe feiern, um 16.30 Uhr [23.30 Uhr] wird er dann am Flughafen der Stadt verabschiedet, um nach Rom zurück zu kehren. Geplante Ankunft in Rom ist der 29. März, 10.15 Uhr.
Bei der Umrechnung der jeweiligen Zeitumstellungen kann es zu Verwirrungen kommen; Mexiko liegt UTZ -6, Kuba UTC -5, Europa UTC +1, ab Sonntag dann UTC +2. Europa wird während des Papstbesuches seine Sommerzeit einführen, Kuba hingegen den Beginn seiner Sommerzeit auf nach den Papstbesuch verschieben.
Die Angaben in unserer Liste sollten jedoch die korrekten Zeiten wiedergeben.
Mit Beginn des Papstbesuches nach Mexiko und Kuba ändert auch Radio Vatikan sein Programm. Beim Druck des Programmflyers waren die Daten des Besuches noch nicht bekannt, die Angaben können also abweichen, wir bitten um Nachsicht.
Live-Übertragungen auch auf www.ewtn.de , auf www.k-tv.at sowie auf www.radiomaria.at und www.radiohoreb.de
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17.03.2012 14:33:54
Papst will endgültigen Bruch mit Priesterbruderschaft St. Pius X. vermeiden
(vatican.va/news.stjosef.at) Der Pressesaal des Apostolischen Stuhls hat am 16. März 2012 folgendes Kommuniqué betreffend die Priesterbruderschaft St. Pius X. veröffentlicht:
Während des Treffens vom 14. September 2011 zwischen Kardinal William Levada, Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre und Präsident der Päpstlichen Kommission „Ecclesia Dei“, und Bischof Bernard Fellay, Generaloberer der Priesterbruderschaft St. Pius X., wurde dem letztgenannten als feste Grundlage zur Erreichung einer vollen Versöhnung mit dem Apostolischen Stuhl eine lehrmäßige Präambel übergeben, die von einer vorausgehenden Note begleitet war. Diese definierte gewisse lehrmäßige Prinzipien und Kriterien zur Interpretation der katholischen Lehre, die nötig sind, um die Treue zum Lehramt der Kirche sowie das „sentire cum Ecclesia“ sicherzustellen.
Die Antwort der Priesterbruderschaft St. Pius X. auf die genannte lehrmäßige Präambel traf im Januar 2012 ein und wurde von der Kongregation für die Glaubenslehre überprüft, bevor sie dem Heiligen Vater zur Beurteilung übergeben wurde. Entsprechend der von Papst Benedikt XVI. getroffenen Entscheidung wurde Bischof Felly in einem heute übergebenen Brief über die Bewertung seiner Antwort informiert. Der Brief erklärt, dass die von ihm zum Ausdruck gebrachte Position nicht ausreichend ist, um die lehrmäßigen Probleme zu überwinden, die der Spaltung zwischen dem Heiligen Stuhl und der Priesterbruderschaft St. Pius X. zugrunde liegen.
Bewegt von der Sorge, einen kirchlichen Bruch von schmerzhaften und unübersehbaren Konsequenzen zu vermeiden, wurde der Generalobere der Priesterbruderschaft St. Pius X. zum Abschluss des heutigen Treffens eingeladen, seine Position klarzustellen, damit die bestehende Spaltung überwunden werden könne, wie dies der Wunsch von Papst Benedikt XVI. ist.
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17.03.2012 14:14:07
Dem Osterfest entgegen
(stjosef.at/predigten; JSp) Mit Riesenschritten gehen wir dem Osterfest entgegen, und an jedem Sonntag der Fastenzeit gibt uns die Kirche durch die Auswahl der Lesungen wichtige Hinweise, um uns dem Geheimnis des Todes und der Auferstehung Jesu näherzubringen.
Dieses Mysterium wird bei jeder heiligen Messe sakramental vergegenwärtigt, und so ist jeder Sonntag wie ein kleines Osterfest. Wir verkünden den Tod und die Auferstehung des Herrn! Er ruft uns in die Gemeinschaft des Lebens mit ihm.
Der Menschensohn – das ist Jesus – wurde am Kreuz erhöht; und wer an ihn glaubt, hat in ihm das ewige Leben, heißt es im Evangelium nach Johannes. Dies alles ist geschehen aus einer unendlich zuvorkommenden Liebe, die uns Gott erwiesen hat. „Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird“ (Joh 3,17). - Lesen Sie die Predigt zum 4. Fastensonntag in vollem Wortlaut!
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15.03.2012 21:27:43
Einladung zur Gedenkmesse für Kardinal Groër
(kloster-marienfeld.at) Das Zisterzienserinnen-Kloster Marienfeld lädt auch heuer wieder ein zu einer Gedenkmesse für am 9. Jahrestag des Todestages von Hans Hermann Kardinal Groër.
Der Zelebrant ist diesmal Abt Maximilian Heim O.Cist. vom Stift Heiligenkreuz.
Termin: am Samstag, 24. März 2012, in der
Klosterkirche der Zisterzienserinnenabtei Marienfeld
17.30 Uhr Rosenkranz
18.00 Uhr Hl. Messe
anschließend Gebet an der Grabstätte
dann Agape
Priester und Ordensleute mögen in Chorkleidung mitfeiern. Priester, die konzelebrieren möchten, sollen sich vorher anmelden und eine Albe mitbringen.
Kontakt: Tel.: 02953 / 2430 ; Fax: 02953 / 24307
Email: abtei@kloster-marienfeld.at
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15.03.2012 21:23:41
Maria - die große Betende
(radiovatikan.de) Benedikt XVI. beschäftigt sich in seinen Katechesen bei der Generalaudienz weiterhin mit dem Thema Gebet. Nachdem er die letzten Male über das Beten Jesu referiert hatte, nahm er sich an diesem Mittwoch das Gebet in der Apostelgeschichte und in den Paulusbriefen vor. Konkret sprach er zu den mehr als 10.000 Pilgern und Besuchern auf dem Petersplatz über die Muttergottes in der Apostelgeschichte:
„Der heilige Evangelist Lukas beschreibt in der Apostelgeschichte, wie die Jünger nach der Himmelfahrt Jesu im Gebet den verheißenen Heiligen Geist erwarten, und die Gabe des Auferstandenen, der sie dann zur Kirche machen soll. In diesem Klima betender Erwartung erwähnt Lukas, der sein Evangelium mit Maria begonnen hatte, zum letzten Mal Maria.“
Maria habe am Beginn des irdischen Lebens Jesu gestanden. Mit ihr nähmen auch die ersten Schritte der Kirche ihren Anfang, so der Papst weiter.
„Ihre betende Gegenwart, mit der sie ihren Sohn begleitet hat bis unter das Kreuz, dauert in der Kirche fort. Im Abendmahlssaal teilt Maria mit den anderen die Gabe des Heiligen Geistes. Wenn es ohne Pfingsten keine Kirche gibt, so gibt es ohne die Mutter Jesu kein Pfingsten. Oder, wie der heilige Chromatius von Aquileia sagt: Man könnte sie nicht Kirche nennen, wenn nicht Maria zugegen wäre, die Mutter des Herrn.“
Die Mutter Jesu in der Kirche verehren heiße, von Maria lernen, betende Gemeinschaft zu sein und alle Aspekte des Gebets aufzutun, nicht nur für sich selber zu beten und nicht nur in der Not zu beten, sondern in der Gemeinschaft - einmütig, beharrlich und treu.
„Maria wird uns von Lukas vor allem als die große Betende dargestellt. Durch das Hören auf den Herrn und das Gebet war sie bereit, Mutter Gottes und Mutter der Kirche zu werden. Ihre Mutterschaft übt sie bis zum Ende der Zeiten aus, und ihr dürfen wir unser Leben anvertrauen. Von Maria können wir das Beten lernen und lernen, aus der Beziehung zu Gott zu leben. Der Heilige Geist mache euch froh und stark im Glauben.“
Link: Papstworte auf Deutsch.
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10.03.2012 14:53:48
Christi Leib als neuer und ewiger Tempel Gottes
(stjosef.at/predigten; JSp) Wie begegnen wir Gott? Ja, können wir ihm überhaupt begegnen? Manche Menschen geben darauf eine skeptische oder gar ablehnende Antwort: „Wir wissen es nicht.“ Oder: „Nein; wir können Gott nicht begegnen.“ Ja, es gibt sogar den offenen Unglauben und die Leugnung Gottes überhaupt.
Der christliche Glaube sagt uns, dass Gott den Menschen nicht allein gelassen hat. Nicht wir brauchen Gott zu suchen, sondern Gott hat uns Menschen aufgesucht und heimgesucht. Er selber ist zu uns gekommen in seinem Sohn Jesus Christus, der für uns Mensch geworden ist. Er hat unter uns gelebt als Mensch unter den Menschen und ist für uns gekreuzigt worden, um uns von der Sünde und allem Bösen zu erlösen. Am dritten Tage aber ist er auferstanden und hat uns das ewige Leben in Gottes Herrlichkeit geschenkt.
Lesen Sie die Predigt zum 3. Fastensonntag 2012 in vollem Wortlaut!
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09.03.2012 14:53:06
Papst erinnert an Wert der Stille
(radiovatikan.de) Reden ist Silber, Schweigen ist Gold: So ein Sprichwort, das aber auch zur Generalaudienz an diesem Mittwoch passt. Der Papst sprach in seiner Katechese auf dem Petersplatz über das Schweigen Jesu. Nach der Pause wegen den Fastenexerzitien mit Mitarbeitern der römischen Kurie machte der Papst weiter mit Aspekten des Betens Jesu.
„Bei Christus gehören Sprechen und Stille zusammen, bilden eine innere Dynamik, die für sein Beten charakteristisch ist. Das Wort Gottes können wir nur dann hören, wenn wir dafür offen, gesammelt und schweigend sind. So sagt auch der heilige Augustinus: „Wenn das Wort Gottes wächst, werden Menschenworte weniger und wir werden stiller“ (vgl. Sermo 288,5: PL 38,1307). Ganz in diesem Sinne zieht sich Jesus selbst immer wieder in die Einsamkeit zurück, um einfach im Innern einsam mit dem Vater in der Stille und ohne viele Worte zu beten.“
Auch in uns, fuhr der Papst fort, „schafft echte Stille einen tiefen inneren Raum, damit sich etwas für die Anwesenheit Gottes in uns auftut, damit das Wort Gottes in uns eindringen und uns langsam durchdringen kann.“ Neben dieser ersten Stille gebe es aber noch eine zweite, „eine dunklere und schwierigere“, sagte der Papst:
„Gott kann auch uns gegenüber schweigen. Es gibt das Schweigen Gottes, der Herr selbst hat es dramatisch erfahren.“
So wiederhole es sich auch im Menschenleben immer wieder, dass Gott schweige und uns scheinbar nicht höre. Gerade da wolle Jesus die Gläubigen lehren, dass hinter dem Schweigen Gottes seine größere Weisheit und Güte steht, und „dass wir dieses Schweigen aushalten und damit dann auch fähig werden, inwendig seine Antwort und seine Anwesenheit „wahrzunehmen, dass Er nicht schweigt, weil Er etwa nicht da wäre, sondern weil Er größer ist und uns über unsere Worte ins Größere hineinführen will. So wollen wir den Herrn darum bitten, dass wir erstens selber still werden können und damit fähig, einen Raum für Gottes Wort in uns zu haben, und dass wir das Schweigen Gottes ertragen können, und dass es sich auch immer öffnet, damit wir wieder wahrnehmen, „Ja, Er ist da!“
Den deutschsprachigen Besuchern legte der Papst ans Herz, in dieser vorösterlichen Bußzeit immer wieder Zeiten der Stille zu finden, um auf dem Weg des vertrauensvollen Gebetes voranzuschreiten.
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09.03.2012 14:50:45
Kardinal Schönborn plädoyiert für Fleischverzicht
(kathpress.at) Mit einem engagierten Plädoyer für Fleischverzicht hat Kardinal Christoph Schönborn aufhorchen lassen. In seiner wöchentlichen Kolumne in der Tageszeitung "Heute" nennt der Wiener Erzbischof am Freitag eine Reihe von Argumenten, die nicht nur in der Fastenzeit "dazu angetan" seien, "einem den Appetit auf Fleisch zu verderben": Mindestens ein Drittel der globalen Getreideernte werde an Vieh verfüttert; alle Schlachttiere weltweit würden eine Futtermenge verbrauchen, die dem Kalorienbedarf von 8,7 Milliarden Menschen entspreche. Und: "Ein einziges Steak von 225 Gramm enthält so viel Pflanzenenergie, wie benötigt wird, um einen Tag lang rund 40 hungernde Menschen zu ernähren!"
Schönborn beruft sich dabei auf einen Bericht der "Gesellschaft für Ernährungskunde". Er betrachtet den gegenwärtigen "massiven Fleischkonsum" mit der Energieverschwendung als "einen der großen Risikofaktoren für eine gute Zukunft". Weniger Fleischproduktion bedeute auch weniger Massentierhaltung und damit weniger Tier-Leid. Gesundheitliche Probleme bei Tier und Mensch würden durch weniger Einsatz von Antibiotika in Futtermitteln geringer. "Tierschutz, Umweltschutz, Fleischqualität - all das ist möglich, und dringend notwendig", appelliert Schönborn.
In seinem "Wir Fleischesser" betitelten Kommentar erinnert der Kardinal daran, dass Fleischverzicht früher zur Fastenzeit selbstverständlich dazugehörte. "Heute sind wir (mit Ausnahmen) fast maßlose Fleischesser geworden." Die von ihm angeführten Argumente mögen "helfen, zur früheren (vernünftigen) Fastenpraxis zurückzufinden", hofft Schönborn. Für ein nachhaltiges System müsste die Welt auf etwa die Hälfte des derzeit konsumierten Fleisches verzichten. "Die Fastenzeit wäre der richtige Zeitpunkt, damit zu beginnen", so Schönborn.
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05.03.2012 21:34:27
Vor 75 Jahren: Enzyklika Mit brennender Sorge
(radiovatikan.de) Papst Pius XI. wandte sich ab 1931 erstmals per Radio aus dem Vatikan direkt an die Menschen. Noch herrschte Frieden auf der Welt. Aber es sollte nicht mehr lange dauern bis zur Katastrophe des 2. Weltkrieges. In der Tat: 1933 kam Adolf Hitler zur Macht, im Vatikan sah man mit zunehmender Sorge auf das dumpfe Geschehen in Berlin. Papst Pius XI. und sein Kardinalstaatssekretär Eugenio Pacelli – langjähriger Nuntius in Deutschland - trugen immer schwerer die Last einer großen Verantwortung.
„Mit brennender Sorge und steigendem Befremden beobachten Wir seit geraumer Zeit den Leidensweg der Kirche, die wachsende Bedrängnis der ihr in Gesinnung und Tat treubleibenden Bekenner und Bekennerinnen inmitten des Landes und des Volkes, dem St. Bonifatius einst die Licht- und Frohbotschaft von Christus und dem Reiche Gottes gebracht hat.“
Es ist in diesen Tagen 75 Jahre her, dass Papst Pius XI. sich mit diesen Worten an alle deutschen Katholiken wandte. „Mit brennender Sorge" ist die erste und bisher einzige Enzyklika in deutscher Sprache. Lange hatten fünf deutsche Bischöfe und der Papst darum gerungen, in welcher Form und mit welchen Inhalten es klug und richtig sei, in aller Öffentlichkeit die Rechte der deutschen Katholiken gegenüber dem nationalsozialistischen Staat einzuklagen. Die Enzyklika trug die Handschrift Eugenio Pacellis und Kardinal Michael Faulhabers. Alle diplomatischen Bemühungen hatten nichts erbracht.
Diese Enzyklika vom Passionssonntag 1937 sollten sich alle diejenigen zu Gemüte führen, die es sich angewöhnt haben, die katholische Kirche anzuklagen, man habe damals nichts und zu wenig gegen den Nationalsozialismus unternommen. Natürlich blieb der Kirche keine andere Basis als die der geistig-geistlichen Auseinandersetzung mit dieser christusfeindlichen Ideologie. Sie nutzte aber auch alle Möglichkeiten, die den Konkordatspartnern offenstanden. Drei Bände umfassten allein die Briefe zwischen 1934 und 1936, die Nuntius Pacelli, der spätere Pius XII., an die deutsche Seite in Berlin richtete. Und dabei war eine der ersten und wichtigsten Forderungen Pacellis, die Freiheit der Katholischen Presse. Später kamen alle Bereiche hinzu, in denen die Rechte einer freien Religionsausübung und grundsätzliche Menschenrechte verletzt wurden. Dass dies alles mit scheinbar leiser Stimme geschah, lag am Charakter diplomatischer Beziehungen, aber auch an der alles überdröhnenden nationalsozialistischen Propaganda. Wohl auch deshalb stellte Nuntius Pacelli allen deutschen Bischöfen seine Korrespondenz mit der Reichsregierung zu. Der Grat war schmal zwischen Einmischung in staatliche Angelegenheiten und dem Bestehen auf kirchlichen Belangen. Deshalb gilt für die Enzyklika "Mit brennender Sorge":
„Die Enzyklika blieb ein geistliches Wort.... Die Beschreibung, die das politische System Deutschlands in der Enzyklika fand, war zugleich seine Verurteilung. Es war vertragsbrüchig, kirchenfeindlich, verletzte Rechte und Menschenwürde, Freiheit der Religion und des Gewissens, vergötzte Rasse, Volk, Staat und Führer."
14. März 1937 unterschrieben, wurde der Brief bereits am darauffolgenden Sonntag in allen deutschen katholischen Kirchen verlesen. Viele Priester verschlossen ihn, um ganz sicher zu gehen, nach Erhalt im Tabernakel in der Kirche. Keiner der Priester hat sich geweigert, den recht langen Text zu verlesen. Die Berichte über die Wirkung der Enzyklika betonen den tiefen Eindruck, den die Verlesung bei den Zuhörern hinterließ. Die Enzyklika war „bei weitem das Schärfste, was eine souveräne Instanz in Ausübung ihres Amtes über das Dritte Reich bisher öffentlich ausgesprochen hat..
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03.03.2012 11:08:28
Papst Benedikt und die Neuevangelisierung - ein Buchtipp
(verlag-pustet.de) Als Band 3 der "Schriften der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Pölten" ist nun das von Josef Kreiml herausgegebene Buch "Neue Ansage des Glaubens. Papst Benedikt XVI. und das Projekt der Neuevangelisierung" im Verlag Friedrich Pustet erschienen. Auf der Website des Verlags heißt es dazu: "In diesem Band analysieren verschiedene Autoren, welche theologischen Schwerpunkte Benedikt XVI. beim Projekt der Neuevangelisierung setzt. Was hat der Papst bei den Weltjugendtagen gesagt? Wie hat er vor der UNO und im Deutschen Bundestag das Zueinander von Religion, Politik und sozialer Gerechtigkeit bestimmt? Was wollte Benedikt XVI. bei seinen Pastoralreisen nach Deutschland und Österreich den Menschen mit auf den Weg geben? Auch seine beiden Apostolischen Schreiben über das Wort Gottes und die Eucharistie werden reflektiert. Die Autoren entwickeln tragfähige Perspektiven für eine in die Zukunft weisende Glaubensverkündigung." - ISBN 978-3-7917-2429-4; Preis: 22,00 Eur[D] / 22,70 Eur[A] / www.verlag-pustet.de
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03.03.2012 11:02:27
Die Herrlichkeit der Verklärung
(stjosef.at/predigten) Als Jesus die drei Apostel Petrus, Jakobus und Johannes auf einen hohen Berg führt, da wissen sie noch nicht, was sie dort oben erwartet. Vielleicht wird es irgendein schönes Naturschauspiel sein; denken wir nur an einen Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang in den Bergen! Welche wunderbare Stimmung kann da die Natur vermitteln, und in dieser Schönheit öffnet sich sozusagen ein Fenster ins Ewige, ein Strahl von der Herrlichkeit Gottes erscheint uns.
Aber das was dann geschieht übersteigt alles natürlich Vorstellbare und Erfahrbare bei weitem: Nicht die Natur bietet ein Schauspiel, sondern an Jesus selbst geschieht Unbegreifliches. Er ist plötzlich ganz im Licht; und dieses Licht kommt nicht von der Sonne, sondern es ist ein Verwandelt-Werden von innen her, das Jesus hier widerfährt. Er selber strahlt auf in Herrlichkeit, und die Schönheit dessen, was sich den Zeugen der Verklärung hier bietet, ist etwas noch nie Dagewesenes, Einzigartiges. - Lesen Sie die Predigt von Josef Spindelböck zum 2. Fastensonntag in vollem Wortlaut!
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