| | 18.02.2009 15:30:20 | | "Wie man die Kirche demoliert" - Kommentar von Stephan Baier | (die-tagespost.de) Stephan Baier schreibt in einem Kommentar für die Zeitung "Die Tagespost": „Der Papst ernennt die Bischöfe frei oder bestätigt die rechtmäßig Gewählten“, heißt es im Kirchenrecht (Can. 377 §1). Das gilt auch in Österreich. Theoretisch zumindest. Seit am Sonntagabend der vom Papst ernannte Weihbischof für die Diözese Linz, Gerhard Wagner, „angesichts der heftigen Kritik“ und „nach Rücksprache mit dem Diözesanbischof“ den Papst um Rücknahme seiner Ernennung bitten musste, ist klargestellt, dass das päpstliche Recht nicht weiter reicht als die zivilgesellschaftliche Akzeptanz des Ernannten. Die Ernennung Wagners löste einen Sturm des Protestes, der Empörung und der öffentlichen Kritik aus, der allenfalls mit dem Widerstand gegen die Ernennung des Philosophieprofessors Kurt Krenn zum Wiener Weihbischof 1987 vergleichbar ist. Ausgelöst wurde der Wirbel übrigens nicht von den Medien, denen Kirchenkreise gerne mit einer Mischung aus Verachtung und Angst begegnen, sondern vom kirchlichen Mittelbau: Kirchliche und pseudo-kirchliche Vereine, kommentierungsfreudige Theologieprofessoren, oberösterreichische Dechanten und kirchliche Angestellte lieferten die Wortspenden, die – von den Medien dankbar aufgegriffen – jenes Vorurteil schufen, das dem modernen Menschen fundierte Urteile ersetzt. Alle diese Kräfte konnten am Sonntagabend die Sektkorken knallen lassen: Der binnenkirchliche, kirchensteuerfinanzierte Mittelbau hat einen Sieg über das freie Ernennungsrecht des Papstes errungen! Link: Kommentar im vollen Wortlaut. | | |    |
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| | 18.02.2009 15:28:05 | | Weihbischof Laun verteidigt Pfr. Wagner | | (kath.net/news.stjosef.at) In einem kath.net-Kommentar verteidigt der Salzburger Weihbischof Andreas Laun den Pfarrer von Windischgarsten, Dr. Gerhard Maria Wagner, der als bereits vom Papst ernannter Weihbischof von Linz aufgrund der gegen ihn vorgebrachten Kritik den Rückzug von diesem Amt erklärte. Laun führt aus, dass bei genauerem Hinsehen keine der von Wagner formulierten Aussagen zur "Heilbarkeit" von Homosexualität, zur möglichen Gefahr von Harry-Potter-Büchern als Einfallstor für Okkultismus und Satanismus sowie zu einem möglichen Zusammenhang menschlichen Fehlverhaltens und bestimmten Naturkatastrophen in sich falsch sei bzw. nicht im Rahmen möglicher Meinungsfreiheit in der Katholischen Kirche vertreten werden dürfe. - Kommentar im Wortlaut. | | |    |
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| | 18.02.2009 15:23:43 | | Lehre und Beispiel des heiligen Beda Venerabilis | | (radiovatikan.de) Den christlichen Glauben kann man durch das Studium der Heiligen Schrift und der Teilnahme an der Liturgie besser kennenlernen. Das gilt auch für das Kennenlernen der Kirche. Das betonte Papst Benedikt XVI. an diesem Mittwoch bei der Generalaudienz im Vatikan. Bei der siebten Generalaudienz in diesem Jahr nahmen mehr als 20.000 Pilger und Besucher teil. Papst Benedikt XVI. begrüßte sie diesmal auf dem Petersplatz. Unter einem strahlend blauen Himmel stellte das katholische Kirchenoberhaupt in seiner Mittwochskatechese den heiligen Beda Venerabilis und sein umfangreiches Werk vor. Dieser englische Benediktinermönch lebte von 672/673 bis 735. Bedas Einfluss dehnte sich bis nach Rom und über weite Teile des europäischen Kontinents aus. Dazu erläuterte der Papst: „So hat dieser Mönch, der sich in seiner Abtei dem Lob Gottes widmete und auch den einfachen Leuten in Nordengland in ihrer Volkssprache den Glauben erklärte, zur Formung des christlichen Europas beigetragen. Die Werke Bedas kreisen vorwiegend um drei Schwerpunkte: die Heilige Schrift, die Kirchengeschichte und die Liturgie. In der Exegese bevorzugt Beda nach einer sorgfältigen Analyse des Schrifttextes meist eine christologische Auslegung auf Christus und die Kirche hin. In der Kirchengeschichte befasst er sich zum einen mit der Zeit der Apostel und den ersten Konzilien. Dank des großen Werkes der „Historia ecclesiastica gentis Anglorum“ gilt er zudem als „Vater der englischen Geschichtsschreibung“. Die Kirche ist für Beda wesentlich „katholisch“, also eine umfassende und vielfältige Einheit, und „apostolisch“ bzw. „römisch“; dies kommt unter anderem in seinem Bemühen um ein gemeinsames Datum für das Osterfest zum Ausdruck. In der liturgischen Theologie unterstreicht Beda den Realismus der Sakramente, durch die die Gläubigen „nicht nur Christen, sondern Christus“ werden.“ Herzlich grüsste Benedikt XVI. auch die deutschsprachigen Pilgern und Besuchern auf dem Petersplatz. „Der heilige Beda sei uns ein Ansporn, durch das Studium der Heiligen Schrift und die Teilnahme an der Liturgie den Glauben und die Kirche immer besser kennenzulernen. Ebenso soll auch unser Gebet und unser Leben ein Lob Gottes und ein Dienst an unseren Brüdern und Schwestern sein, bis wir – nach den Worten Bedas – einst vor dem Angesicht Gottes stehen dürfen, der die Quelle aller Weisheit ist. Der Herr segne euch und eure Familien.“ | | |    |
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| | 16.02.2009 16:54:45 | | "Fatima bleibt aktuell" | | (presse.kirche.at) „Fatima bleibt immer aktuell, auch in der heutigen Zeit“, betonte Bischof DDr. Klaus Küng am Sonntag, dem 15. Februar 2009 bei der 5. Kinderwallfahrt zum Fatimaheiligtum in Droß bei Krems. Der Bischof wurde von zahlreichen Kindern vor der neuen Kapelle der seligen Seherkinder Jacinta und Francisco empfangen und von den fünf Erstkommunionkindern der Pfarre Dross begrüßt. Am Beginn des Gottesdienstes wies Bischof Klaus Küng auf die Seherkinder hin: „Sie haben eine Botschaft empfagen und in ihrem Herzen aufgenommen“. Dies soll auch das Anliegend dieser Wallfahrt sein, so der Bischof: die Botschaft Marias aufnehmen, damit sich die Menschen bekehren und gerettet werden. In seiner Predigt wies Bischof Küng auf die besonderen Anliegen der Seherkinder hin. Für Jacinta sei wichtig gewesen, dass die Menschen gerettet werden. Dafür habe sie auch alles Leid angenommen, sagte der Bischof. Francisco wollte vor allem Jesus trösten und habe sich täglich viele Stunden in der Kirche vor dem Allerheiligsten aufgehalten. Die Aufgabe von Lucia, die 97 Jahre alt gworden ist, war es, „alles zu tun, damit die Botschaft gehört und verwirklicht werde“. Auch heute sollten die Menschen reagieren wie damals die Kinder von Fatima reagiert haben, sagte der Bischof, und sich „den Wunsch, die Sehnsucht und Bitte in das Herz hineinlegen lassen, damit das wesentliche Ziel nicht verloren geht“. Man dürfe aber die Augen nicht vor der Wirklichkeit verschließen, denn es gebe Gutes und Böses. Jeder einzelne habe diesen Zwiespalt in sich, wis der Bischof hin. Da gebe es Gefahren für die Seele, die Liebe und auch für das ewige Leben. Doch davon werde heute kaum gesprochen, meinte er. „Beten wir daher um die Klarheit für uns und die anderen Menschen“. Auf die aktuelle Situation in der Kirche hinweisend sagte Bischof Küng, dass die heutigen Schwierigkeiten in der Kirche und die derzeitigen Diskussionen davon ablenken würden, worauf es wirklich ankommt. Sehnsucht sei zwar bei vielen Menschen vorhanden, doch weithin überdeckt, wies er hin. Es bedürfe des Betens um Klarheit, des Hinhörens auf die Botschaft, um sein Leben zu gestalten und auch des Opferbringens. Der Bischof rief auf, sich um ein konsequent christliches Leben zu bemühen. | | |    |
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| | 16.02.2009 16:52:19 | | Hirtenbrief der österreichischen Bischöfe | | (news.stjosef.at) Die österreischischen Diözesanbischöfe haben einen Hirtenbrief zur aktuellen kirchlichen Lage veröffentlicht. Unter anderem schreiben sie: "Wir schulden den Menschen ein Wort der Klärung, wollen aber auch der Hoffnung Ausdruck geben, dass mit jeder Krise Chancen verbunden sind. ... Die katholische Kirche in Österreich ist die größte Gemeinschaft unseres Landes und zugleich Teil der weltweiten Gemeinschaft der katholischen Kirche. Dazu gehört wesentlich die Gemeinschaft mit dem Bischof von Rom, dem Nachfolger des Heiligen Petrus. So wie wir Bischöfe die Treue der Gläubigen erfahren, wollen wir dem Papst in schweren und auch für ihn belastenden Situationen unsere Verbundenheit zeigen - dies als Ausdruck der Treue, die sich gerade in schweren Zeiten zu bewähren hat. Diese Verbundenheit ist zugleich ein unaufgebbares Element katholischer Identität." Zur Aufhebung der Exkommunikation gegenüber den vier Lefebvre-Bischöfen schreiben sie: "Die Maßnahme der Aufhebung der Exkommunikation von Seiten des Papstes bedeutet nur eine dargebotene Hand gegenüber jenen, die sich von der Kirche getrennt haben. Daraus folgt aber keinesfalls, dass diese vier Bischöfe in der katholischen Kirche automatisch irgendein Amt innehaben dürfen. Vielmehr muss die lefebvrianische Gemeinschaft jetzt ihrerseits klare Zeichen setzen, dass sie diese ausgestreckte Hand ergreift und damit tatsächlich Versöhnung sucht. Voraussetzung dafür ist selbstverständlich die vorbehaltlose Annahme des Zweiten Vatikanischen Konzils." Im Hinblick auf Bischofsernennungen heißt es: "Es steht außer Frage, dass dem Papst die freie Ernennung der Bischöfe zukommt. Die Bischöfe wünschen kein Zurück in Zeiten, in denen – wie bis 1918 - der Kaiser die Bischöfe in Österreich ernannt hat. Auch eine Volkswahl der Bischöfe würde Konflikte und Parteiungen nicht vermeiden. Wir Bischöfe sind überzeugt, dass das im Kirchenrecht vorgesehene Verfahren zur Auswahl und zur Prüfung von Kandidaten sich bewährt, wenn dieses Verfahren auch wirklich eingehalten wird. Denn bevor der Heilige Vater die letzte Entscheidung trifft, muss es dafür verlässliche und umfassend geprüfte Grundlagen geben, auf die er sich stützen kann." Bei Anerkennung des vielen Guten in der Kirche Österreichs und insbesondere in der Diözese Linz werden auch Probleme benannt: "Uns Bischöfe bewegt aber auch die in der Diözese Linz seit Jahren spürbare Spannung, die mit der jüngsten Ernennung wieder akut geworden ist. Es geht hierbei nicht nur um unterschiedliche Auffassungen hinsichtlich Strukturen und Methoden, sondern letztlich um die Frage der sakramentalen Identität der katholischen Kirche. Besonders betrifft dies das Weihesakrament für Priester und Diakone im Verhältnis zum allgemeinen Priestertum aller Getauften. Der pastorale Weg kann nur im Einklang mit der Weltkirche begangen werden. Bei allen Differenzen muss dieser Weg der Kirche im beharrlichen Gebet und im Gespräch mit der Universalkirche auf der Grundlage des Zweiten Vatikanischen Konzils gegangen werden." - Link: Hirtenbrief im Wortlaut. | | |    |
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| | 16.02.2009 16:45:49 | | "Erleichterung" - ein Kommentar im "Neuen Volksblatt" | (volksblatt.at, Kommentar von Michael Kaltenberger) Nach dem Rückzug als Weihbischof hat Gerhard Maria Wagner einen bewundernswerten Schritt getan: Er hat das Wohl der Kirche vor seine persönlichen Interessen gestellt. Wer tut heutzutage noch so etwas? Die Erleichterung ist - fast - überall spürbar. Auch bei den Bischöfen, für die sich ein Riesenproblem noch vor ihrer Konferenz erledigt hatte. Wie sehr ihnen diese Bischofsernennung im Magen gelegen ist, zeigt die Deutlichkeit, mit der sie dem Papst auf dem Weg über einen Hirtenbrief ausgerichtet haben, dass sie so etwas nicht mehr erleben möchten. Der Rückzug Wagners hat zwar ein Problem gelöst, die Probleme der Kirche löst er aber nicht. Das sehen auch die Bischöfe so. Denn genau so deutlich wie die Botschaft an den Papst ist im Hirtenbrief der Rüffel für die sogenannten Fortschrittlichen in der Kirche, besonders in der Diözese Linz. Ihnen schreiben die Bischöfe ins Stammbuch, "dass der pastorale Weg nur im Einklang mit der Weltkirche begangen werden kann", an der Treue zum Papst dürfe nicht gerüttelt werden. Da aber nicht zu erwarten ist, dass deshalb die Zölibatsgegner und Befürworter des Frauenpriestertums klein beigeben, wird der Streit weiter gehen. Wenn sogar der Linzer Bischof von Spaltung, die es zu verhindern gelte, spricht, ist wirklich Feuer am Kirchendach. | | |    |
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| | 15.02.2009 15:17:30 | | Nach Wagners Rücktritt: eine erste Analyse | | (news.stjosef.at) Der Rücktritt des vom Papst neu ernannten Weihbischofs von Linz, Dr. Gerhard Wagner, noch vor seiner Weihe, der vom Papst jetzt auch angenommen worden ist, macht betroffen. Als Grund führt Wagner die „heftige Kritik“ an, die seine Ernennung erfahren hat. Tatsächlich gab es nicht nur eine kritische Front der Ablehnung Wagners quer durch viele säkulare, aber auch kirchliche Medien, sondern auch Stellungnahmen von Priestern und Laien in der Diözese Linz und darüber hinaus, welche die Ernennung Wagners in Frage stellten und ihre Ablehnung seiner Bischofsweihe zum Ausdruck brachten. Der „Fall Wagner“ hat tiefe Polarisierungen und Risse in der Katholischen Kirche Österreichs aufgezeigt und verstärkt. Ernste Probleme freilich bleiben bestehen, und diese liegen nicht zuletzt in der fehlenden Einheit mancher Gläubiger und auch Priester mit der kirchlichen Lehre und konkret mit dem Papst als Stellvertreter Christi, wie der Salzburger Weihbischof Andreas Laun in einer Analyse noch vor dem Rücktritt Wagners aufgezeigt hat. Der Priester Gerhard Maria Wagner hat in seiner Pfarre Windischgarsten auf vorbildliche Weise gewirkt; hätte man ihm eine wirkliche Chance gegeben, dann wäre auch eine Ausübung seines Amtes als Weihbischof zum Wohl der Kirche möglich gewesen. Wer den Rücktritt gewünscht hat, sollte jetzt nicht in Triumphalismus verfallen, sondern doch lieber in sich gehen und gegebenenfalls "in Sack und Asche Buße tun", ja vielleicht auch den Papst und den Diözesanbischof von Linz, Ludwig Schwarz, um Verzeihung bitten für alle Spaltung, die nicht einfach dem Zurückgetretenen in die Schuhe geschoben werden darf. Denn sein Rücktritt zeigt, dass es ihm jedenfalls um das Wohl der Kirche ging und geht! (Josef Spindelböck) | | |    |
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| | 15.02.2009 14:53:16 | | Pfr. Wagner verzichtet auf Amt des Weihbischofs | | (dioezese-linz.at) Der designierte Weihbischof von Linz Dr. Gerhard Maria Wagner hat den Diözesanbischof von Linz, Dr. Ludwig Schwarz, gebeten, folgende Mitteilung an die Medien zu übermitteln: „Angesichts der heftigen Kritik bin ich im Gebet und nach Rücksprache mit dem Diözesanbischof zu dem Entschluss gekommen, den Heiligen Vater in Rom um Rücknahme meiner Ernennung zum Weihbischof von Linz zu bitten.“ Kathpress berichtet dazu: "Dieser Bitte wurde vom Heiligen Stuhl entsprochen." Der Rücktritt von Gerhard M. Wagner sei "im Interesse und zum Wohl der Diözese Linz" erfolgt, sagte der oberösterreichische Diözesanbischof Ludwig Schwarz im Gespräch mit "Kathpress". | | |    |
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| | 14.02.2009 06:14:58 | | Bischof Klaus Küng zu Krise und Erneuerung der Kirche | | (news.stjosef.at) Der St. Pöltner Diözesanbischof DDr. Klaus Küng hat im NEWS-Interview Stellung genommen zu aktuellen, auch krisenhaften Entwicklungen und Vorgängen in der katholischen Kirche. Die Ernennung des neuen Weihbischofs von Linz sei vom Papst in genauer Kenntnis der kirchlichen Situation erfolgt, "sicher mit Einbeziehung des Bischofs von Linz [Ludwig Schwarz] und anderen." Küng hält fest, die Kirche habe "nicht die Aufgabe, der Mehrheit Recht zu geben, sondern das Evangelium zu vermitteln. Dabei wacht das kirchliche Lehramt darüber, dass die Vermittlung authentisch bleibt." In seiner Situationsanalyse hält der Bischof fest: "Eine ganz große Schwierigkeit besteht heute darin, dass der Umbruch von einer Volkskirche in die neue Situation eines Pluralismus der Einstellungen - wo zwar immer noch ein Großteil getauft ist, aber nur ein kleiner Teil wirklich praktiziert - noch nicht wirklich verkraftet ist. Der Gläubigenmangel führt zur großen Erschwernis, den Glauben weiterzugeben, in den Schulen, in den Pfarren, da den Kindern in der Familie oft jeder Rückhalt fehlt. Da haben wir den Weg noch nicht gefunden. Dazu kommt noch der Priestermangel, der eine Folge des Gläubigenmangels ist." Zu einer möglichen Aussöhnung der Priesterbruderschaft St. Pius X. meint Bischof Küng: "Die Ampel ist sozusagen von Rot auf Gelb geschaltet worden. Ob die Piusbruderschaft nun bereit ist, sich mit der Kirche wirklich auszusöhnen, wird sich zeigen." - Link: Interview im vollen Wortlaut. | | |    |
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| | 14.02.2009 06:02:08 | | Vom Aussatz geheilt und wie neugeboren | | (news.stjosef.at) Im Evangelium dieses Sonntags werden wir zu Zeugen jenes unbegrenzten Vertrauens, das gerade kranke und von verschiedensten Leiden gequälte Menschen gegenüber Jesus zum Ausdruck gebracht haben. Ein Aussätziger litt ja damals nicht nur an einer praktisch unheilbaren Krankheit, sondern war auch sozial stigmatisiert. Alle mieden ihn aus Furcht vor Ansteckung, und er selbst musste sich von den Wohn- und Aufenthaltsorten der übrigen fern halten. Er konnte von Glück reden, wenn ihm wenigstens das nötige Essen bereit gestellt wurde, sodass er den Rest seiner Lebenszeit auf diese isolierte und geächtete Weise verbringen musste, fernab von allen, die er bisher kannte und die ihm zuvor zugetan waren. Dazu kam noch das alttestamentliche Gottesbild, das in Krankheiten und Unglücksfällen, die den einzelnen oder die Gemeinschaft betrafen, allzu schnell und direkt eine Strafe Gottes sah. Wie schnell konnte da das Vorurteil entstehen: „Dieser oder jener Mensch ist krank oder behindert, er selber oder seine Eltern müssen wohl gesündigt haben!“ Und gewiss haben auch die Betroffenen selbst unter diesen Vorstellungen gelitten und sich zugleich mit der Erfahrung der Krankheit und des sozialen Ausgestoßenseins als Sünder gefühlt, die Gott bestrafen will und die nicht wissen, ob er ihnen überhaupt vergeben will. Als Jesus Christus einen solchen Aussätzigen ganz selbstverständlich annimmt und ihm Heilung und Heil schenkt, da ereignet sich für den Betroffenen eine entscheidende Wende in seinem Leben. - Lesen Sie die Predigt zum 6. Sonntag im Jahreskreis in vollem Wortlaut! | | |    |
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| | 13.02.2009 17:03:30 | | Zum Valentinstag: Ein Buch für Singles | | (kathpress.at) Das katholische Online-Heiratsportal "KathTreff" präsentiert aus Anlass des bevorstehenden Valentinstags ein "Single-Buch". Das Buch trägt den Titel "Hat Gott auch einen Weg für mich?" und enthält eine Sammlung von Fragen von "Singles" rund um das Thema Liebe und Heirat. Antwort gibt dabei der deutsche Priester Tilmann Beller, der auf eine über 40-jährige Erfahrung als Seelsorger und Begleiter von Singles und Ehepaaren zurückblicken kann. Das Online-Heiratsportal "KathTreff" wurde im Juni 2005 gegründet. Es ist ein Projekt der Wiener Beratungsagentur "Kairos", die von der früheren Vorsitzenden der Europa-Sektion der "World Youth Alliance", Gudrun Kugler-Lang, und ihrem Mann Martin Kugler, ehemals Pressesprecher und PR-Beauftragter kirchlicher Organisationen, getragen wird. Es zählt mittlerweile bereits über 4.500 Mitglieder, die sich auf die Suche nach Gleichgesinnten machen und für die der Glaube ein wichtiges Kriterium bei der Suche nach einem Ehepartner ist. Gudrun Kugler betont in einer Presseaussendung vom Freitag, dass das Internet zum "integrativen Bestandteil unseres Leben" geworden sei und sich daher auch zur Partnersuche eigne. "KathTreff" bediene all jene, die nach "echter Liebe" und nicht nach einem "Provisorium" oder nach einem "Flirt" suchen, so Kugler. Die Benutzer von "KathTreff" setzen sich laut Angaben der Betreiber zu 60 Prozent aus Männern und zu 40 Prozent aus Frauen zusammen. Jede zweite Frau ist dabei jünger als 35 Jahre alt. Der Großteil der Männer ist jünger als 45. Die angemeldeten "User" kommen aus 11 Ländern, der Löwenanteil von 70 Prozent kommt dabei aus Deutschland, aus Österreich kommen etwa 25 Prozent der Benutzer. Weitere Informationen und Rezensionsexemplare zu bestellen unter office@kathtreff.org / Homepage: "www.kathtreff.org" . | | |    |
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| | 13.02.2009 16:57:59 | | Papst Benedikt im Dialog mit dem Judentum | | (radiovatikan.de) Die Beziehung zwischen dem Vatikan und den Juden „steht auf der soliden Grundlage des Zweiten Vatikanischen Konzils, sie kann auch zwischenzeitliche Rückschläge verkraften. Wir können sogar gestärkt daraus hervorgehen.“ Diese versöhnlichen Worte sprach an diesem Donnerstag eine hochrangige jüdische Delegation vor Papst Benedikt XVI. im Vatikan aus. Das Kirchenoberhaupt seinerseits wiederholte, dass die Kirche „zutiefst und unwiderruflich dazu verpflichtet ist, allen Antisemitismus zurückzuweisen“. Auch zur Shoah selbst fand der Papst abermals deutliche Worte: „Der Hass und die Menschenverachtung“, die hier deutlich wurden, „waren ein Verbrechen gegen Gott und gegen die Menschlichkeit.“ Es sei „über jeden Zweifel erhaben, dass jede Leugnung oder Minimierung dieses furchtbaren Verbrechens nicht tolerierbar und rundweg inakzeptabel ist. Dieses schreckliche Kapitel unserer Geschichte darf nie vergessen werden!“ Beide Seiten sprachen auch von der bevorstehenden Visite Papst Benedikts im Heiligen Land: „Das gelobte Land erwartet Ihre Ankunft“, so der New Yorker Rabbiner Arthur Schneier. - Lesen Sie mehr auf der Website von Radio Vatikan! | | |    |
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| | 11.02.2009 16:36:54 | | Was lehrt die Kirche zur Homosexualität? Eine Stellungnahme | (news.stjosef.at) Was lehrt die Kirche zur Homosexualität? Die Katholische Kirche hält daran fest, „dass homosexuelle Handlungen in sich nicht in Ordnung“ und daher in keinem Fall zu billigen sind (Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 2357). Menschen mit homosexuellen Neigungen oder Tendenzen ist jedenfalls „mit Achtung, Mitgefühl und Takt zu begegnen“ (KKK 2358). Homosexuell empfindende Menschen sind ebenso wie Heterosexuelle „zur Keuschheit gerufen“ (KKK 2359), d.h. zu einer dem sittlichen Gesetz entsprechenden „geglückten Integration der Geschlechtlichkeit in die Person“ (KKK 2337). Jene Menschen, die eine „objektiv ungeordnete“ homosexuelle Neigung als „Prüfung erfahren“, sollen „die Schwierigkeiten, die ihnen aus ihrer Verfasstheit erwachsen können, mit dem Kreuzesopfer des Herrn vereinen“ (KKK 2359). Mit ihrer sich auf die Schöpfungsordnung beziehenden Lehre steht die Kirche im Widerspruch zu einer Auffassung, vertreten durch die „Gender-Ideologie“, wonach der Mensch gleichsam ein Recht habe, seine sexuelle Orientierung frei zu wählen und es von gleichem sittlichen Wert sei, ob jemand eine Ehe in Offenheit für Kinder führt oder ob er ein homosexuelles Zusammenleben wählt. Eine Antwort auf die Frage, ob es eine „Therapie“ für Homosexuelle geben kann, ist jedoch nicht Inhalt der kirchlichen Lehrverkündigung. Störungen der sexuellen Identität festzustellen und geeignete Hilfen anzubieten – dies immer in Einklang mit der freien Bereitschaft der Betroffenen – ist Aufgabe medizinischer und psychologischer Experten. Dabei ist freilich darauf zu achten, welches Menschenbild sie vertreten und ob dies mit der christlichen Lehre vereinbar ist; denn auch hier gibt es die Gefahr einer Kompetenzüberschreitung in Richtung Ideologie. (Prof. Dr. theol. habil. Josef Spindelböck) | | |    |
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| | 11.02.2009 16:34:08 | | Kirchenbeitragsboykott(e) in Österreich | (kath.net) Die Ernennung von Weihbischof Gerhard Maria Wagner sorgt nun dafür, dass in Linz der seit 2006 bestehende Kirchenbeitragsboykott beendet werden dürfte. Gernot Steier, der Sprecher der Aktion „Kirchentreu“, schlägt in einem aktuellen kath.net vorliegenden Brief vor, diesen Kirchenbeitragsboykott nunmehr einzustellen, da „unser Heiliger Vater Benedikt XVI. unserem Bischof mit Gerhard Wagner einen Weihbischof zur Seite gestellt hat, an dessen Glaubenstreue nicht gezweifelt werden kann“. „Im Oktober 2006 haben wir die Gebetsinitiative Kirchentreu gegründet, weil wir es nicht länger mit unserem Gewissen vereinbaren konnten, mit unseren Kirchenbeiträgen die Zerstörung unseres Glaubens zu finanzieren“, schreibt Steier, Sprecher der „Aktion Kirchentreu“ und als Rechtsanwalt für das Treuhandkonto zuständig, auf das die Aktion bisher die Kirchenbeitragsgelder einzahlen ließ. Steier berichtet in dem Schreiben auch, dass sich seit Dezember 2008 die Sache bei der Kurie in Rom befindet und diese darüber zu befinden hatte, ob das Anliegen berechtigt ist. „In einer ersten Vorab-Entscheidung wurde festgehalten, dass wir verschiedene Unterlagen nach reichen müssen, damit unsere Sache behandelt werden kann.“ Gernot Steier betonte gegenüber Kath.net, das aus dem Schreiben der Kleruskongregation hervorgeht, dass mit der Aktion nicht gegen die Kirche gehandelt wurde, sondern man sich „in zulässiger Weise“ an den Heiligen Stuhl gewandt hat. In einem Schreiben der Kleruskongregation vom 9. Jänner 2009 wurde Bischof Ludwig Schwarz auch ausdrücklich aufgefordert, sich um eine einvernehmliche Lösung zu bemühen. Hinter dem Kirchenbeitragsboykott, der im Oktober 2006 begann, stehe eine tiefe Frustration, die sich bei vielen Katholiken im Bistum seit Jahren und Jahrzehnten aufgestaut habe, sagen die Organisatoren. Der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte, war eine umstrittene Jugend-CD, die zu Beginn des Arbeitsjahres 2006 an 19-jährige Kirchenbeitragszahler versendet wurde. Unter anderem wurde darauf zu Homosexuellen-Organisationen verlinkt sowie zu Abtreibungsinstitutionen. Die Katholiken der Diözese Linz wurden aufgefordert, ihren Kirchenbeitrag auf das Treuhandkonto zu überweisen; der Betrag wäre der Kirche zugeflossen, sobald Bischof Ludwig Schwarz die Verantwortlichen der Jugend-CD ihrer Ämter enthoben hätte. Der Bischof zog zwar keine personellen Konsequenzen, forderte aber „Treue zu Glauben und Kirche“ ein. (news.stjosef.at) Währenddessen ruft "Wir sind Kirche" aus eben diesen Gründen, die den obengenannten Boykott beenden soll, zu einem Kirchenbeitragsboykott auf. "Da viele Katholikinnen und Katholiken wegen der aktuellen Ereignisse austreten wollen, bereitet 'Wir sind Kirche' eine Solidaritätsaktion "Treuhandkonto-Kirchenbeitrag" vor, heißt es auf www.wir-sind-kirche.at | | |    |
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| | 11.02.2009 16:30:11 | | 25. Todestag von Univ. Prof. Johannes Messner | (radiostephansdom.at/news.stjosef.at) Vor 25 Jahren starb Johannes Messner. Wesentliche Anliegen des international anerkannten Priesters, Sozialethikers und großen Vordenkers der christlichen Soziallehre stellten das „Gemeinwohl“ und die „Vermenschlichung des Staates“ dar. Messners Hauptwerk, „Das Naturrecht“, gibt eine monumentale Übersicht über alle Bereiche des gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Lebens. Radio Stephansdom begibt sich am 12.02.2009 um 19 Uhr auf "Spurensuche" mit Stefan Hauser. - Link: www.radiostephansdom.at Im Stephansdom findet zur selben Zeit eine feierliche Gedenk- und Jubiläumsmesse zum 25. Jahrestag des Todes von Johannes Messner statt. Zelebrant ist Prof. Msgr. Franz Schlegl, die musikalische Gestaltung erfolgt durch die Ars Musica, Leitung: Mag. Thomas Dolezal. - Link: Homepage der Johannes-Messner-Gesellschaft. | | |    |
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| | 10.02.2009 16:29:47 | | IMABE-Analyse zum Tod der italienischen Wachkomapatientin | (imabe.org) Die italienische Wachkoma-Patientin Eluana Englaro ist tot. Die 38-jährige Frau, deren Schicksal Italien gespalten hat, sei plötzlich gestorben, teilte die Privatklinik „La Quiete“ in Udine, in der sich die Patientin seit einer Woche befand, mit, berichtet der Kurier, (online, 09. 02. 2009). Um den Fall der Patientin, die seit 17 Jahren im Wachkoma lag, war in Italien ein heftiger politischer Streit wegen Sterbehilfe entflammt. Das italienische Kabinett hatte einen Erlass verordnet, der den Abbruch künstlicher Ernährung bei nicht entscheidungsfähigen Personen verbietet, berichtet das Deutsche Ärzteblatt (online, 06. 02. 2009). Der Vater hatte seit 10 Jahren um ein Einstellen der künstlichen Ernährung gekämpft, nachdem seine Tochter 1992 nach einem Unfall ins Koma gefallen war. Die Entscheidung über einen Behandlungsabbruch wurde zum politischen Zankapfel. Die Regierung hatte ein Veto gegen den Stopp der künstlichen Ernährung eingelegt, wobei sie sich – massiv unterstützt von katholischen Bischöfen – darauf berief, dass der Patientenwille nicht eindeutig sei und deshalb die Ernährung nicht eingestellt werden dürfe. Erst Ende vergangener Woche hatte man die Frau in eine Privatklinik in Udine verlegt und die Nahrungszufuhr eingestellt. Laut Prognose der Ärzte wäre die Patientin erst im Laufe der nächsten zwei Wochen gestorben. Über den Tod Eluanas könnte die Staatsanwaltschaft Udine eine Untersuchung einleiten. Ein klares Bild über die medizinischen Fakten des Falls anhand der Pressemeldungen zu bekommen, ist nicht einfach. Fest stand, dass die Frau im Alter von 21 Jahren im Zuge eines Autounfalls offenbar ein schweres Schädel-Hirn-Trauma erlitten hat, seither lag sie im Wachkoma. Sie atmete selbstständig, wurde aber über eine Nasensonde ernährt. Neurologisch unterscheidet man zwischen dem Wachkoma nach Unfällen (Gehirntrauma) und jenem im Rahmen einer schweren neurologischen Krankheit. Bei unfallbedingter Gehirnschädigung bestehen prinzipiell bessere Heilungschancen. Bei einer Gehirnerkrankung ist dagegen eine ungünstige Prognose relativ bald abzusehen und lässt sich mit objektiven Befunden belegen. Eine künstliche Ernährung käme in diesem Zustand einer ethisch zweifelhaften Verlängerung des Sterbeprozesses gleich. Beim unfallbedingten Wachkoma-Zustand ist es allerdings kaum je möglich, das Ausmaß und die Nachhaltigkeit des Gehirnschadens mit ausreichender Sicherheit festzustellen. Der Grundsatz „in dubio pro vita“ bleibt also aufrecht. Daher rückt eine Erwägung des Therapieabbruchs sehr nahe an die Intention, einen Sterbevorgang einzuleiten (Sterbehilfe durch Unterlassung), welche in den Graubereich der Euthanasie fällt und ethisch abzulehnen ist. „Festzuhalten ist, dass ein Wachkomapatient per se kein Sterbender ist und seine künstliche Ernährung zwar zum Teil im Dienste der Therapie steht, hauptsächlich aber eine pflegerische Maßnahme darstellt. Ihre Unterlassung wäre mit einer Euthanasie gleichzusetzen“, betont der Mediziner Jan Stejskal (IMABE). Davon zu unterscheiden ist, dass, sobald der Sterbeprozess beim Wachkomapatienten beginnt, eine Therapiereduktion bzw. ein Abbruch inklusive Nahrungszufuhr abgewogen werden kann, so wie dies bei den übrigen Patienten in der terminalen Phase einer Erkrankung der Fall ist. Dabei dürften aber nur ärztliche und keine utilitaristischen Bewertungen oder Fragen nach dem Nutzen so eines Lebens maßgeblich sein, so der Mediziner. Ein ausführlicher Kommentar zur Problematik findet sich unter: Wachkomapatient. Zur Problematik der künstlichen Ernährung, Imago Hominis (2007); 14: 293-295. - Link: www.imabe.org | | |    |
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| | 10.02.2009 15:47:13 | | Bischof Williamson als Seminarrektor abgesetzt | | (kath.net/news.stjosef.at) Die Priesterbruderschaft St. Pius X. hat Richard Williamson als Leiter eines Priesterseminars in Argentinien abgesetzt, wie verschiedene Medien berichten. Der britische Bischof sei von seinen Pflichten an der Spitze des Seminars La Reja entbunden worden, wie das Oberhaupt der Bruderschaft Pius X. in Lateinamerika, Pater Christian Bouchacourt, mitteilt. Der Pater betonte, dass Williamsons relativierende Äußerungen zum Holocaust in keiner Weise die Haltung der Gemeinschaft reflektieren. - (orf.at) Der Generalobere der konservativen katholischen Piusbruderschaft, Bischof Bernard Fellay, ist zu dem Holocaust-Leugner Richard Williamson auf Distanz gegangen. "Er soll nun schnell die historischen Fakten studieren und seine falschen Aussagen korrigieren. Je schneller, umso besser", schrieb Fellay heute in einer Antwort auf telefonisch gestellte Fragen der Online-Ausgabe des "Spiegel". Zudem erklärte Fellay, er habe Williamson "öffentliche Auftritte ohne meine Erlaubnis untersagt". | | |    |
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| | 08.02.2009 15:43:08 | | Der Abt von Heiligenkreuz im Interview zu aktuellen Fragen | (derstandard.at) "Bischof Williamson ist ein Terrorist" / Abt Gregor Henckel-Donnersmarck bezeichnet Homosexualität als "medizinisches Problem" und Holocaust-Leugner Richard Williamson als "Idiot" / Abt Gregor Henckel-Donnersmarck hat Mitleid mit dem neuen Linzer Weihbischof, selbst sei er "zu schlau", um sich ein Bischofsamt zu wünschen. Eine Austrittswelle befürchtet der 66-Jährige nicht. Standard: Der neue Linzer Weihbischof Gerhard Maria Wagner sieht in Naturkatastrophen wie der Zerstörung von New Orleans ein Gottesurteil für "geistige Umweltverschmutzung". Gibt es den "lieben Gott" also gar nicht? Henckel-Donnersmarck: Doch, den gibt es. Gott ist gerecht, aber noch mehr die Barmherzigkeit und die Liebe. Aber wir wissen, dass in der Gerechtigkeit Gottes auch enthalten ist, dass Menschen, die sich versündigt haben, eine Strafe zu erwarten haben. Standard: Für Wagner ist Homosexualität eine Krankheit und somit heilbar. Ist das katholische Lehrmeinung? Henckel-Donnersmarck: Die katholische Kirche hat keine Lehrmeinungen zu medizinischen Problemen. Der Katechismus der katholischen Kirche sagt, dass Menschen, die sich als homosexuell erleben, zur Keuschheit verpflichtet sind. Sie müssen sich in der Frage ihrer eigenen Sexualität ganz bewusst zurückhalten, und wenn ihnen das gelingt, dann sind sie auch moralisch gerechtfertigt. Standard: Es werden jetzt auch immer mehr Rufe nach einer Absage der Bischofsweihe von Gerhard Maria Wagner laut. Sollte man diesen Schritt setzen? Henckel-Donnersmarck: Solch eine Entscheidung kann allein der Heilige Vater erwägen. Und die Menschen, die den neuen Weihbischof gut kennen, etwa die Windischgarstner, sind zufrieden. Außerdem hat der Linzer Diözesanbischof Ludwig Schwarz, soweit ich weiß, Wagner ganz bewusst in Rom vorgeschlagen - wenn auch nicht in der ersten Phase. Überhaupt ist es überflüssig, dass sich jetzt alle Welt ereifert, was der neue Weihbischof von Linz macht. Standard: Die Pius-Bruderschaft macht Papst Benedikt XVI. das Leben schwer. Verstehen Sie die umstrittene Aufhebung der Exkommunikation der vier Lefebvre-Bischöfe? Henckel-Donnersmarck: Ich bin ein erklärter Gegner der Pius-Bruderschaft. Aber in der aktuellen Diskussion braucht es klare Unterscheidungen. Man kann ja auch nicht über Fußball reden und nicht wissen, was Penalty und Corner sind. Die Aufhebung der Exkommunikation und die aufrechte Suspendierung ist das eine, die Nichtanerkennung der Pius-Bruderschaft nach kanonischem Recht das andere. Aber es ist die Bemühung des Papstes, die Einheit der Kirche herzustellen. Vonseiten der Pius-Bruderschaft wurde gesagt, man wäre zu Gesprächen sehr viel leichter imstande, wenn die Benützung des alten Mess-Ritus wieder eingeführt werde und die Exkommunikation dieser vier Bischöfe passieren würde. Jetzt liegt es an den Bischöfen, über die von Benedikt XVI. geöffnete Pforte hereinzukommen. Standard: Auch der Holocaust-Leugner Bischof Richard Williamson? Henckel-Donnersmarck: Das halte ich für ausgeschlossen. Williamson ist ein Terrorist, der eine Bombe gelegt hat. Die Aussagen dieses Idioten sind ein Zeichen extremer Dummheit. Aber all die, die jetzt den Papst kritisieren, sind in seine Falle gegangen und tun genau das, was Williamson beabsichtigt hat. Er ist ein Zündler und will, dass es brennt. Ob er es bewusst gemacht hat, ist fraglich. Er scheint so dumm zu sein, dass man ihm über die Konsequenz seines Handelns nicht alle Übersicht zusprechen kann. Standard: Also Williamson wieder exkommunizieren, oder? Henckel-Donnersmarck: Ich warne vor einer politischen Exkommunikation. Die Aussagen von Williamson sind politisch - obszön und niederträchtig. Aber die Frage der Exkommunikation war bezogen auf die unerlaubte Weihe. Außerdem hat der Papst klare Worte gefunden und ihn zur Rücknahme dieser Aussagen aufgefordert. Standard: Befürchten Sie eine Austrittswelle nach den jüngsten Papst-Entscheidungen? Henckel-Donnersmarck: Wir haben in Österreich einen Sockel von 40.000 Austritten im Jahr. Da ändert sich nicht viel. Manchmal gibt es vielleicht kleine Schwankungen, die nur wenig mit medialen Sensationen zusammenhängen. Standard: Interessant ist, dass, sobald hohe Bestellungen in der österreichischen Kirche anstehen, sehr rasch Ihr Name genannt wird. Zum Zug kommen Sie aber letztlich dann nie. Warum? Henckel-Donnersmarck: Ins Spiel bringen meinen Namen nur die Journalisten. Außerdem bin ich glücklich, dass ich nicht habe Bischof werden müssen, und ich bin zuversichtlich, es auch weiterhin nicht werden zu müssen. Ich bin nämlich zu schlau, mir zu wünschen, Bischof zu werden, denn das ist doch eine ganz schwierige Position. Schauen Sie sich doch den armen Weihbischof Wagner an. Das ist doch entwürdigend: einen Mann, der noch nicht einmal geweiht ist, derartig fertigzumachen. Das möchte ich mir ersparen. Standard: Haben Sie jemals ein Harry-Potter-Buch gelesen? Henckel-Donnersmarck: Nein. Und ich habe es in absehbarer Zeit auch nicht vor. Da gibt es für mich auf jeden Fall Wichtigeres zu lesen. (Markus Rohrhofer/DER STANDARD Printausgabe, 9. Februar 2009) Zur Person: Gregor Ulrich Henckel-Donnersmarck, 1943 in Breslau geboren, studierte in Wien Welthandel. 1977 beendet er eine Geschäftsführer- Tätigkeit in Spanien und tritt in das Zisterzienserstift Heiligenkreuz ein. Seit 1999 ist der studierte Theologe der 67. Abt des Stiftes. Hinweis: In der ORF-Sendung im Zentrum am 08.02.2009 um 21.55 Uhr ist auch Abt Gregor zu Gast. | | |    |
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| | 08.02.2009 15:20:12 | | Weitere Klärungen bei Priesterbruderschaft St. Pius X. | (news.stjosef.at/kath.net) Während der vom Vatikan zum Widerruf seiner den Holocaust verharmlosenden Aussagen aufgerufene, zwar nicht mehr exkommunizierte, aber weiterhin suspendierte Bischof Richard Williamson vorerst weiter bei seinen Aussagen bleibt, hat die italienische Zweigstelle der Piusbruderschaft bereits am Freitag ihr Mitglied P. Floriano Abrahamowicz wegen dessen zweifelnder Äußerungen zum Holocaust ausgeschlossen. kath.net dokumentierte das Schreiben der italienischen Piusbruderschaft in einer eigenen Übersetzung: "Das Vorgehen wird vom Freitag, dem 6. Februar 2009, wirksam und wurde aus schwerwiegenden Gründen der Diszisplin gewählt. Don Floriano Abrahamowicz vertrat seit einiger Zeit andere Positionen als jene offiziellen der Bruderschaft Sankt Pius X. Die Entscheidung zum Ausschluß, wenn auch schmerzlich, hat sich als notwendig herausgestellt, um zu verhindern, daß das Bild der Bruderschaft St. Pius X. weiter verzerrt und folglich ihrem Wirken im Dienste der Kirche ein Schaden zugeführt werde." - Weitere wichtige Stellungnahmen: Erklärung von Bischof Ludwig Müller (Regensburg); Interview mit Propst Gerald Gösche vom Institut St. Philipp Neri in Berlin. Den Papst kann man mit einer Solidaritätsaktion unterstützen (noch wichtiger ist das Gebet für ihn). | | |    |
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| | 08.02.2009 15:11:21 | | "Wir sind für das Leben geschaffen" | | (radiovatikan.de) Obwohl Krankheit Teil der menschlichen Erfahrung sei, können wir uns nicht an sie gewöhnen, weil wir „für das Leben geschaffen sind“. Darauf hat Papst Benedikt XVI. an diesem Sonntag beim Angelusgebet hingewiesen. Vor dem Welttag der Kranken am 11. Februar rief er die Katholiken dazu auf, für alle Kranken zu beten, besonders für jene, „die in keiner Weise für sich selbst sorgen können, sondern vollständig von der Pflege anderer abhängen“. Das ist ein klarer Hinweis auf Eluana Englaro. Die seit 17 Jahren im Koma liegende Italienerin droht in den kommenden Tagen zu sterben, weil auf Wunsch der Familie die Zufuhr von Nahrung und Flüssigkeit eingestellt wird. Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi will ein Eilgesetz zur Fortsetzung der künstlichen Ernährung erlassen. Wie der vatikanische Pressesaal mitteilte, hat Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone am Samstag dem italienischen Präsidenten Giorgio Napolitano telefonisch seine Unterstützung für die Initiative des Parlaments ausgedrückt. Auf Deutsch sagte Papst Benedikt beim Angelus: „Ein herzliches Grüß Gott sage ich allen Pilgern und Besuchern aus den Ländern deutscher Sprache. Der Evangelist Markus berichtet uns, wie Jesus in der Stille betet und Krankheiten heilt. Die Gemeinschaft mit dem Vater, die sich im Gebet verwirklicht, ist die Voraussetzung dafür, dasss Heilung geschehen kann. Christus offenbart die Liebe Gottes. Und er will, dass auch wir mit ihm eins sind und lernen, aus einer tiefen Gottesbeziehung zu leben und so das wirkliche Leben und die Liebe für die anderen zu erlernen, die die heilende Kraft in der Welt ist. Schöpfen wir unentwegt aus diesem Lebensquell, dann können wir wirklich Gutes tun und für die Menschen da sein. Der Herr gebe euch Kraft und schenke euch seinen Segen.“ | | |    |
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| | 07.02.2009 05:13:54 | | Klare Haltung der Kirche: Respekt gegenüber jüdischem Volk | (stephanscom.at) Kardinal Christoph Schönborn hat am Freitag, 6. Februar 2009, im Hinblick auf Äußerungen aus der Pius-Bruderschaft neuerlich betont, dass die Haltung der katholischen Kirche zum jüdischen Volk in der Konzilserklärung "Nostra Aetate" eindeutig und verbindlich festgelegt ist. Diese Festlegung sei im Katechismus der Katholischen Kirche - der unter Federführung von Kardinal Joseph Ratzinger erarbeitet worden ist, wobei Christoph Schönborn als Redaktionssekretär tätig war - noch einmal in aller Deutlichkeit wiederholt worden. Wie Kardinal Schönborn betonte, ist die "vollinhaltliche Annahme" des Zweiten Vatikanischen Konzils einschließlich von "Nostra Aetate" und der Erklärung über die Religionsfreiheit "Dignitatis humanae" unabdingbare Voraussetzung für eine Eingliederung der Pius-Bruderschaft in die katholische Kirche. Das habe auch der Vatikan am Mittwoch unmissverständlich klargestellt. Kardinal Christoph Schönborn erinnerte noch einmal daran, dass die Aufhebung der Exkommunikation der vier lefebvrianischen Bischöfe nicht eine Eingliederung in die katholische Kirche bedeutet, sondern eine ausgestreckte Hand, die aber nach den bisher vorliegenden Äußerungen aus der Pius-Bruderschaft noch nicht ergriffen worden ist. "Nostra Aetate" zeige die enge geistliche Verbindung zwischen Christen und Juden auf. Kardinal Schönborn zitierte aus der Erklärung: "Die Kirche kann nicht vergessen, dass sie durch jenes Volk, mit dem Gott den Alten Bund geschlossen hat, die Offenbarung des Alten Testaments empfing". Die Erklärung sage auch ganz deutlich, dass die Juden auch heute von Gott geliebt sind, weil "seine Gnadengaben und seine Berufung unwiderruflich" sind. Die Konzilserklärung entziehe jedem Antisemitismus den Boden, wenn es heißt: "Obgleich die jüdischen Obrigkeiten mit ihren Anhängern auf den Tod Christi gedrungen haben, kann man dennoch die Ereignisse seines Leidens weder allen damals lebenden Juden ohne Unterschied noch den heutigen Juden zur Last legen". Die zentrale Aussage von "Nostra Aetate" laute, so Kardinal Schönborn: "Im Bewusstsein des Erbes, das sie mit den Juden gemeinsam hat, beklagt die Kirche nicht aus politischen Gründen, sondern auf Antrieb der religiösen Liebe des Evangeliums alle Hassausbrüche, Verfolgungen und Manifestationen des Antisemitismus, die sich zu irgendeiner Zeit und von irgend jemandem gegen die Juden gerichtet haben". Der Katechismus der Katholischen Kirche bekräftige noch einmal nachdrücklich die Lehre des Konzils, wie sie in der Erklärung "Nostra Aetate" zum Ausdruck kommt, so der Wiener Erzbischof. Der Katechismus greife auch das 1985 veröffentlichte wichtige Dokument der vatikanischen "Kommission für die religiösen Beziehungen zum Judentum" auf, das "Hinweise für die richtige Darstellung von Juden und Judentum in der Predigt und in der Glaubensverkündigung der katholischen Kirche" gibt. Dieses Dokument habe die Lehre des Zweiten Vatikanischen Konzils über das Verhältnis von Christen und Juden für Glaubensverkündigung und katholischen Religionsunterricht verbindlich übersetzt. | | |    |
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| | 07.02.2009 05:10:27 | | Die Zeichen des Reiches Gottes | | (news.stjosef.at) Das Evangelium dieses Sonntags zeigt uns, dass sich die von Gott geschenkte Erlösung schon in diesem Leben hier auf Erden auswirkt. Gewiss: Wir erwarten die ewige und selige Erfüllung und Vollendung unserer Hoffnung im Himmel, wenn wir Gott schauen dürfen von Angesicht zu Angesicht. Doch schon hier auf Erden wird uns gleichsam ein Unterpfand, ein Angeld, ein Vorgeschmack dessen geschenkt, was da kommen soll. Die vielen Wunder und Zeichen, die Jesus wirkte, sollten den Menschen bewusst machen: Heute ist das Heil Gottes zu euch gekommen. Gott hat tatsächlich Großes getan an seinem Volk, er schenkt allen, die auf ihn hoffen, die Erlösung. Die Krankenheilungen und Austreibungen von Dämonen aus Besessenen waren machtvolle Erweise der Güte Gottes, die in Jesus Christus erschienen ist. Das Reich Gottes ist nahe! - Lesen Sie die Predigt zum 5. Sonntag im Jahreskreis im Wortlaut! | | |    |
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| | 05.02.2009 15:32:43 | | "Kampagne gegen den Heiligen Vater": Netzwerk katholischer Priester | (priesternetzwerk.net) Das deutsche "NEtzwerk katholischer Priester" hat folgende Stellungnahme veröffentlicht: Angesichts der maßlosen Kampagne gegen unseren Heiligen Vater, Papst Benedikt XVI. im Zusammenhang mit der Rücknahme der Exkommunikation von vier Bischöfen der Priesterbruderschaft St. Pius X. erklärt das Netzwerk katholischer Priester seine tiefe Erschütterung: - Über die voreingenommenen, zum Teil sachlich unzutreffenden und meist aggressionsgeladenen Reaktionen eines Großteils der deutschen Presse. - Über die uneindeutige und verzagte, zum Teil vor offener Kritik am Papst nicht zurückschreckende Haltung einiger Vertreter des deutschen Episkopates. - Über die anmaßende, instinktlose und die primitivsten Gesetze des Anstands verletzende Einmischung deutscher Politiker in innerkirchliche Angelegenheiten. Die unsäglichen Ausfälle eines Bischofs der Priesterbruderschaft St. Pius X. sind offenbar einer Mehrzahl von Katholiken – Priestern wie Laien – ein willkommener Anlass, den Papst in unangemessener Weise herabzusetzen und infrage zu stellen. Wenn der deutsche Blätterwald konstatiert, die momentane Krise werde dazu führen, dass eine Mehrheit der Katholiken dem Papst nicht mehr gehorcht, so sagen wir umgekehrt: Die Hassausbrüche gegen Papst Benedikt XVI. zeigen einmal mehr, wie tief das Niveau des Katholizismus in Deutschland bereits gesunken ist. Nachdenkliche, zur Besinnung mahnende und zum Vertrauen in die Autorität des Papstes aufrufende Stimmen fehlen in unseren Tagen fast vollständig. Dass gewisse Lehrer der Theologischen Fakultäten dem Ganzen noch die Krone aufsetzen, war zu erwarten und muss nicht eigens erwähnt werden. In Beschämung über die gegenwärtige Situation erklären wir dem Heiligen Vater erneut unsere volle und uneingeschränkte Solidarität. Wir danken ihm für seinen unermüdlichen Einsatz im Hinblick auf die Einheit der Kirche. Und wir sichern ihm unser besonderes Gebet in diesen schweren Stunden, besonders bei der Feier des Heiligen Messopfers, zu. Link: www.priesternetzwerk.net | | |    |
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| | 05.02.2009 15:30:00 | | Legionäre Christi bitten um Verzeihung | (zenit.org) Einige Angelegenheiten im Leben von P. Marcial Maciel, dem Gründer der Legionäre Christi, waren mit dem katholischen Priestertum nicht vereinbar, erklärte der Pressesprecher der katholischen Ordensgemeinschaft. „Die Verletzungen, die das Verhalten von P. Maciel der Kirche und ihren Mitglieder zugefügt hat, erfüllen uns mit Schmerz und Trauer. Wir bitten um Entschuldigung für dasÄrgernis, dass dadurch erregt wurde", so Jim Fair in einer heutigen Stellungnahme gegenüber ZENIT. Jim Fair, Pressesprecher der Legionäre Christi in den USA, teilte Reportern mit: „Wir haben von einigen Dingen im Leben unseres Gründers erfahren, die uns überraschen und die schwer zu verstehen sind." Seit Dienstag gibt es Berichte in den Medien, dass der mexikanische Priester, der letztes Jahr gestorben und in seinem Geburtsort Cotija beerdigt worden ist, ein Verhältnis zu einer Frau hatte und Vater einer Tochter ist. Der Pressesprecher der Legionäre in Rom, P. Paolo Scarafoni, teilte mit: „Diese Tatsachen können wir nicht verneinen. Aus Rücksicht auf die Privatsphäre betroffener Personen kann ich jedoch diesbezüglich keine näheren Angaben machen". - Link: Brief des gegenwärtigen Oberen der Legionäre Christi, Alvaro Corcuera, LC. | | |    |
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| | 04.02.2009 15:29:46 | | Die vatikanische Stellungnahme im Wortlaut | (kathpress.at) Die "Nota" des Päpstlichen Staatssekretariats vom 04.02.2009 hat folgenden Wortlaut (deutsche Übersetzung): Nach den Reaktionen auf das jüngste Dekret der Bischofskongregation, mit dem die Exkommunikation von vier Bischöfen der "Pius-Bruderschaft" aufgehoben wird, und im Hinblick auf die Erklärungen des Bischofs Richard Williamson, der die Shoah leugnet oder verharmlost, ist es notwendig, einige Aspekte dieser Angelegenheit zu klären. 1. Zurücknahme der Exkommunikation Wie schon zuvor mitgeteilt, war das Dekret der Bischofskongregation mit Datum vom 21. Jänner 2009 ein Schritt, mit dem der Papst gütlich auf die wiederholten Bitten von Seiten des Generalsuperiors der "Pius-Bruderschaft" geantwortet hat. Seine Heiligkeit wollte ein Hindernis beseitigen, das der Öffnung einer Tür zum Dialog entgegenstand. Er erwartet sich jetzt, dass die vier Bischöfe in völliger Übereinstimmung mit Lehre und Disziplin der katholischen Kirche eine ebensolche Bereitschaft zum Ausdruck bringen. Die überaus schwere Strafe der Exkommunikation "latae sententiae" (als Tatstrafe), die sich die genannten Bischöfen am 20. Juni 1988 zugezogen hatten und die am 1. Juli des gleichen Jahres formell erklärt wurde, war eine Konsequenz ihrer illegitimen Bischofsweihen durch Erzbischof Marcel Lefebvre. Die Aufhebung dieser Exkommunikation hat die vier Bischöfe von einer sehr schweren kanonischen Strafe befreit, aber sie hat die rechtliche Situation der "Pius-Bruderschaft" nicht geändert, die derzeit keinerlei kanonische Anerkennung in der katholischer Kirche genießt. Auch die vier Bischöfe haben - wenngleich die Exkommunikation aufgehoben ist - keine kanonische Funktion in der Kirche; sie können in der Kirche erlaubterweise kein Amt ausüben. 2. Tradition, Lehre und Zweites Vatikanisches Konzil Für eine künftige Anerkennung der "Pius-Bruderschaft" ist die volle Anerkennung des Zweiten Vatikanischen Konzils und des Lehramts der Päpste Johannes XXIII., Paul VI., Johannes Paul I., Johannes Paul II. und Benedikt XVI. unverzichtbare Voraussetzung. Wie im Dekret vom 21. Jänner 2009 bekräftigt, ist der Heilige Stuhl bereit, mit den Betroffenen auf geeignete Weise die noch offenen Fragen zu vertiefen, um so zu einer vollen und zufriedenstellenden Lösung der Probleme zu kommen, die zu diesem schmerzlichen Bruch geführt haben. 3. Erklärungen über die Shoah Die Positionen von Bischof Williamson über die Shoah sind absolut inakzeptabel und werden vom Heiligen Vater entschieden zurückgewiesen, wie er selbst am 28. Jänner bemerkte, als er mit Bezug auf jenen grausamen Völkermord seine volle und unerschütterliche Solidarität mit unseren Brüdern betonte, denen der Erste Bund galt. Er bekräftigte, dass die Erinnerung an diesen schrecklichen Völkermord die "Menschheit dazu führen muss, über die unabsehbare Macht des Bösen zu reflektieren, wenn es das Herz des Menschen erobert". Dabei fügte er hinzu, die Shoah bleibe "für alle eine Mahnung gegen das Vergessen, die Leugnung und den Reduktionismus, denn die Gewalt gegen einen einzelnen Menschen ist Gewalt gegen alle". Um eine Zulassung zu bischöflichen Funktionen in der Kirche zu erhalten, muss Bischof Williamson sich absolut unmissverständlich und öffentlich von seinen Aussagen zur Shoah distanzieren. Sie waren dem Heiligen Vater im Augenblick der Rücknahme der Exkommunikation nicht bekannt. Der Heilige Vater bittet um die Begleitung durch das Gebet der Gläubigen, damit der Herr den Weg der Kirche erleuchte. Möge der Einsatz der Hirten und aller Gläubigen wachsen, den Nachfolger des Apostels Petrus in seiner heiklen und schwierigen Mission als "Wahrer der Einheit" in der Kirche zu unterstützen. | | |    |
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| | 04.02.2009 10:13:39 | | Euthanasie ist keine Lösung | | (zenit.org) Euthanasie sei eine falsche Lösung für das Drama des Leidens, betonte Papst Benedikt XVI. am Sonntag 01.02.2009 beim Angelusgebet vor Tausenden von Pilgern auf dem Petersplatz. Sie sei „eine Lösung, die menschenunwürdig ist", unterstrich der Papst. An diesem Tag wurde in Italien der „Tag für das Leben" gefeiert. Als Motto hatten die italienischen Bischöfe „Die Kraft des Lebens im Leid“ gewählt. Papst Benedicht XVI. solidarisierte sich mit ihrer Botschaft, in der, wie er erklärte, „die Liebe der Hirten für die Menschen" spürbar sei. Besonders lobte er den Mut der Bischöfe, die Wahrheit zu verkünden. „Die wahre Antwort", so der Papst, könne für einen todgeweihten oder leidenden Patienten „nämlich nicht darin bestehen, den Tod zu geben, so 'sanft' er auch sei, sondern Zeugnis abzulegen für die Liebe, die hilft, dem Schmerz und dem Todeskampf in menschlicher Weise zu begegnen", bekräftigte Benedikt XVI. „Seien wir gewiss: Keine Träne, weder von jemandem der leidet, noch von jemandem, der ihm nahe steht, geht vor Gott verloren." Der Papst versicherte allen Menschen, die leiden, sowie all jenen, die sich jeden Tag darum bemühen, ihnen beizustehen und dem Leben in allen seinen Phasen zu dienen, seines besonderen Gebetes. Besonders gedachte er der Eltern, der im Gesundheitswesen Tätigen sowie der Priester, Ordensleute, Forscher und ehrenamtlichen Helfer. In seinem Grußwort an die italienischen Pilger wandte sich Benedikt XVI. besonders an die Lebensschutzbewegung Italiens und an die Delegationen der medizinischen Fakultäten der Universitäten Roms sowie an alle, die in der Verteidigung und Förderung des grundlegenden Gutes des Lebens engagiert sind. Er brachte seine Wertschätzung für den Einsatz der Diözese Rom in diesem Bereich zum Ausdruck. Abschließend wünschte der Papst für die „Woche der Familie“, die am gestrigen Sonntag begann, alles Gute. | | |    |
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| | 04.02.2009 10:11:27 | | Bischof Küng veröffentlicht Hirtenwort zur pastoralen Erneuerung | (news.stjosef.at) In einem zweiten Hirtenwort zur pastoralen Erneuerung in der Diözese St. Pölten mit Datum vom 28.01.2009 ruft Bischof Klaus Küng bestimmte Grundsätze in Erinnerung: Pflicht zur Teilnahme an der Sonntagsmesse, würdige Feier der Eucharistie, Wert der eucharistischen Anbetung und des Gebetes in den Familien, Empfang des Busssakraments. Über die Gegenwart Christi in der Liturgie der Kirche schreibt der Bischof: Durch die Feier der Liturgie wird Christus selbst unter uns gegenwärtig, um uns sein Heilswerk zu vermitteln. In diesem Sinn hat das II. Vatikanische Konzil in der Dogmatischen Konstitution über die Liturgie gelehrt: „Um aber dieses so große Werk zu vollenden, ist Christus immer bei seiner Kirche, besonders in den liturgischen Handlungen. Gegenwärtig ist er im Opfer der Messe sowohl in der Person des Dieners – denn ‚derselbe bringt das Opfer jetzt durch den Dienst der Priester dar, der sich selbst einst am Kreuz dargebracht hat’ –, als auch vor allem unter den eucharistischen Gestalten. Gegenwärtig ist er mit seiner Kraft auch in den anderen Sakramenten. Gegenwärtig ist er in seinem Wort, da er ja selbst spricht, wenn die heiligen Schriften in der Kirche gelesen werden. Gegenwärtig ist er schließlich, wenn die Kirche betet und singt, er, der versprochen hat: ‚Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen’ (Mt 18,20)“ (SC 7). - Link: Hirtenwort im Wortlaut (PDF). | | |    |
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| | 04.02.2009 10:09:30 | | Vatikan stellt dar: Bischof Williamson muss widerrufen | | (news.stjosef.at) In einer Erklärung des vatikanischen Staatssekretariats vom 04.02.2009 heißt es: Bischof Williamson müsse seine Aussagen, in denen er die Shoa geleugnet bzw. verharmlost habe, öffentlich und eindeutig widerrufen. Außerdem habe der Papst zum Zeitpunkt der Unterzeichnung des Dekrets keine Kenntnis von diesen Aussagen gehabt. Die Priesterbruderschaft St. Pius X. wird zu einem Dialog mit der Kirche eingeladen, wobei die volle Anerkennung des 2. Vatikanischen Konzils und des Lehramts auch der letzten Päpste vorausgesetzt wird. Der kanonische Status der Bruderschaft sei durch die Aufhebung der Exkommunikation der vier Bischof noch nicht legalisiert; auch die vier Bischöfe haben offiziell kein kirchliches Amt inne. - Link: Erklärung im Wortlaut (italienisch). | | |    |
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| | 03.02.2009 15:49:40 | | Servi Jesu et Mariae - neue Homepage, neue Weihetermine | | (news.stjosef.at) Die Kongregation päpstlichen Rechtes "Servi Jesu et Mariae" mit dem Mutterhaus in Blindenmarkt, Diözese St. Pölten, stellt unter www.sjm-congregation.org ihre neu gestaltete Homepage vor. Es heißt dort, man wolle die Besucher der Homepage, die noch ausgebaut wird, ein wenig mehr amOrdensalltag teilnehmen lassen. Außerdem werden die nächsten Weihetermine angekündigt: Am 14.02.2009 wird Weihbischof Dr. Anton Leichtfried in Blindenmarkt Fr. Michael Erlach und Fr. Gert Verbeken zu Diakonen weihen. Am 3.10.2009 um 14 Uhr wird Diözesanbischof DDr. Klaus Küng Fr. Gert Verbeken zum Priester weihen. Am 4.10.2009 wird Gert Verbeken seine Primiz in der Pfarrkirche Blindenmarkt feiern. Die Gemeinschaft wurde 1994 als Kongregation päpstlichen Rechts anerkannt und nennt sich Servi Jesu et Mariae (SJM), Diener Jesu und Mariens, da die Mitglieder ihr Leben in besonderer Weise dem Dienst Gottes und seiner heiligen Mutter weihen wollen. Als die SJM 1988 gegründet wurde, sahen die ersten Mitglieder ihre apostolische Aufgabe vor allem darin, ganz für die Jugend da zu sein. Einen Schwerpunkt dieser Arbeit bildet die Pfadfinderseelsorge und Gruppenarbeit in der Katholischen Pfadfinderschaft Europas (KPE). | | |    |
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| | 03.02.2009 15:44:46 | | Haltung von Papst und Kirche zu Holocaust unmissverständlich klar | (zenit.org) Pater Federico Lombardi SJ, Leiter des Presseamtes des Heiligen Stuhls, hat angesichts mehrerer Anfragen, unter anderem auch von der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel, heute (03.02.2009) bekräftigt, dass sich Papst Benedikt XVI. mehrmals unmissverständlich zum Holocausts geäußert hat. Hier die Erklärung im Wortlaut in der Übersetzung von ZENIT: In Bezug auf die neuen Aufforderungen zur Klarstellung der Position des Papstes und der katholischen Kirche zum Thema des Holocausts erinnert der Direktor des Presseamtes daran, dass die Haltung des Papstes zum Thema des Holocausts klar und deutlich zum Ausdruck gebracht wurde: in der Kölner Synagoge am 19. August 2005, im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau am 28. Mai 2006, in der darauf folgenden Generalaudienz vom 31. Mai 2006 und außerdem neulich am Ende der Generalaudienz vom 28. Januar mit unmissverständlichen Worten, von denen wir nur die folgenden in Erinnerung rufen wollen: ‚Während ich erneut aus ganzem Herzen meine volle und unbestreitbare Solidarität für unsere Brüder, die Empfänger des Ersten Bundes, bekunde, wünsche ich, dass das Gedächtnis der Shoah die Menschheit dazu veranlassen möge, über die unvorhersehbare Macht des Bösen, wenn es das Herz des Menschen erobert, nachzudenken. Die Shoah sei für alle eine Mahnung gegen das Vergessen, gegen die Verneinung oder die Verharmlosung…‘ Die Verurteilung von Äußerungen, die den Holocaust leugnen, hätte klarer nicht sein können, und aus dem Zusammenhang wird ersichtlich, dass sie sich auch auf die Haltung von Bischof Williamson und alle anderen analogen Haltungen bezogen hat. Bei derselben Gelegenheit hat der Papst außerdem selbst den Sinn der Aufhebung der Exkommunikation klar erläutert, die nichts mit einer Legitimierung von Haltungen zu tun hat, die den Holocaust verneinen, was er zudem gerade klar verurteilt hatte. | | |    |
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