| | 10.07.2009 12:15:41 | | Papst Benedikt trifft Präsident Obama | | (news.stjosef.at) Papst Benedikt XVI. ist heute Freitag mit dem US-amerikanischen Präsidenten Barak Obama zusammengetroffen, wie der ORF berichtet. Ein wichtiges Thema könnten die Inhalte der neuen päpstlichen Sozialenzyklika "Caritas in veritate" sein, die am Dienstag veröffentlicht worden ist. In bioethischen Fragen gibt es große Differenzen zwischen der Haltung Obamas und der Lehrposition der Katholischen Kirche. So wurde kürzlich die Entscheidung der nationalen Gesundheitsbehörde in den USA bekannt, die Richtlinien für die staatliche Förderung der embryonalen Stammzellenforschung auszuweiten. Die neuen Richtlinien waren auf Wunsch Präsident Obamas erarbeitet worden. | | |    |
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| | 10.07.2009 12:09:27 | | Tödliche Nebenwirkungen der Verhütungspille "Yasmin"? | (imabe.org) Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) teilte kürzlich mit, dass es in Deutschland zu „sieben Todesfällen im Zusammenhang mit der Anwendung des Arzneimittels „Yasmin“ gekommen sei. Bayer hingegen verweigert Angaben zur Häufigkeit von schweren Nebenwirkungen und Todesfällen, angeblich, um „die Kundinnen nicht zu verunsichern“, berichtet der Schweizer Tagesanzeiger (online, 19. 06. 2009). Der Bayer-Konzern ist durch die Schering-Übernahme vor drei Jahren zum weltweit größten Anbieter hormoneller Verhütungsmitteln geworden. Allein mit der Produktgruppe Yasmin/Yaz machte das Unternehmen im vergangenen Jahr einen Umsatz von 1,2 Milliarden Euro. 2008 schockierte der Tod der 24-jährigen Tanja Hayes, die Yasmin zur Behandlung von Akne eingenommen hatte, die australische Öffentlichkeit. Australische Gesundheitsbehörden geben die Zahl schwerer Nebenwirkungen von Yasmin seit 2003 mit 56 an. In der Schweiz sorgte im Mai 2009 das Schicksal eines 16-jährigen Mädchens, das nach Einnahme von der Verhütungspille Yaz eine Lungenembolie erlitt und nun schwerbehindert ist, für Aufsehen. Die Schweizer Aufsichtsbehörde Swissmedic kündigte nun eine Überprüfung aller zugelassenen Anti-Babypillen an. Hubert Ostendorf vom Vorstand der Coordination gegen Bayer-Gefahren (CBG): „Das Ziel von Bayer ist es, Hormonpräparate weltweit als Standard-Verhütungsmittel zu etablieren, denn die Gewinne sind gigantisch. Der Konzern lässt negative Informationen in der Schublade verschwinden, um den Absatz nicht zu gefährden.“ Die CBG fordert deshalb eine Offenlegungs-Pflicht aller gemeldeten Nebenwirkungen sowie aller Anwendungsstudien. Durch die Einnahme der „Pille“ wird das Risiko von Thrombosen, Schlaganfällen und Lungenembolien erhöht, darüber hinaus zählen Kopfschmerzen, Übelkeit und Depressionen zu den Nebenwirkungen. Besonders gefährdet sind Raucherinnen. Das Marketing zielt immer mehr auf „Lifestyle“-Anwendungen wie Behandlung von Hautunreinheiten und Gewichtsregulierung ab. Bereits bei der Markteinführung von Yasmin riet die Fachzeitschrift arznei-telegramm zu Zurückhaltung. Zuletzt wurde im Herbst eine irreführende Werbekampagne des Konzerns für das Produkt von der US-Behörde FDA verboten. Der Konzern musste 20 Millionen Dollar für eine Aufklärungskampagne bezahlen. Zur Bewerbung von Verhütungsmitteln sponsert der Konzern Internetforen und finanziert internationale Kampagnen wie den „Weltverhütungstag“. Auch die Homepage www.pille.com wird laut Impressum von Bayer betrieben. | | |    |
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| | 10.07.2009 11:36:49 | | "Ecclesia Dei" in Glaubenskonkregation eingegliedert | (zenit.org) Die Eingliederung der Päpstlichen Kommission Ecclesia Dei mit der Kongregation für die Glaubenslehre, wie sie Papst Benedikt XVI. in seinem historischen Brief an die Bischöfe der katholischen Kirche in Sachen Aufhebung der Exkommunikation der vier von Erzbischof Lefebvre geweihten Bischöfe angekündigt hat, ist perfekt. Der Vatikan veröffentlichte heute das entsprechende Apostolisches Schreiben des Papstes , das Motu Proprio „Ecclesiae unitatem“ („Die Einheit der Kirche“), das auf den 2. Juli datiert ist. Die strukturelle Änderung war nötig geworden, da die noch ungelösten offenen Fragen im Dialog mit der Priesterbruderschaft Pius X. vor allem doktrineller Natur sind. Die Kommission Ecclesia Dei, die seit 1988 für jene Gemeinschaften und Personen zuständig ist, die von der Priesterbruderschaft Pius X. oder ähnlichen Gruppierungen kommend in die volle Gemeinschaft mit dem Papst zurückkehren wollen, hat ab sofort einen neuen Präsidenten: Kardinal William Joseph Levada (73), Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre, folgt Kardinal Dario Castrillon Hoyos (80), bei dem sich Papst Benedikt für die geleisteten Dienste bedankte. Zum Sekretär der Päpstlichen Kommission Ecclesia Dei ernannte der Heilige Vater Guido Pozzo (57), bisher beigeordneter Sekretär der Internationalen Theologenkommission und Beamter in der Kongregation für die Glaubenslehre. Die Neuordnung zielt auf die Bewahrung der kirchlichen Einheit ab. Papst Benedikt XVI. schreibt ausdrücklich, dass es darum gehe, all jenen, die in der Kirche bleiben oder zu ihr zurückkehren wollten, diesen Schritt auch zu ermöglichen. Wie schon in der Vergangenheit betont der Heilige Vater in dem heute veröffentlichten Motu Proprio aber auch, dass die Priesterbruderschaft Pius X. keinen kanonischen Status in der Kirche besitze und ihre Amtsträger keine rechtmäßigen Ämter in der Kirche ausübten, solange die offenen doktrinellen Fragen nicht gelöst seien. Link: Motu proprio "Ecclesiae unitatem" von Papst Benedikt XVI. in der von kath.net bereitgestellten Übersetzung. | | |    |
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| | 07.07.2009 08:45:09 | | Sozialenzyklika "Caritas in veritate" veröffentlicht | (radiovatikan.de/news.stjosef.at)„Die Liebe in der Wahrheit, zu deren Zeugen sich Jesus gemacht hat, ist der hauptsächliche Antrieb für die wirkliche Entwicklung eines jeden Menschen und der gesamten Menschheit.“ So beginnt die am 7. Juli 2009 vorgestellte neue Enzyklika von Papst Benedikt mit dem Titel „Caritas in veritate“ (Über die ganzheitliche Entwicklung des Menschen in der Liebe und in der Wahrheit). Das Rundschreiben ist an die katholische Welt und an alle Menschen guten Willens gerichtet. Hier die von „Radio Vatikan“ präsentierte Zusammenfassung (in Klammern sind die entsprechenden Absätze): In der Einleitung erinnert der Papst daran, dass die Liebe die wahre Lehrmeisterin der Soziallehre der Kirche ist. Auch schreibt Benedikt, dass die Liebe und die Wahrheit zusammen gehören. Dazu warnt er: „Ein Christentum der Liebe ohne Wahrheit kann leicht mit einem Vorrat an guten, für das gesellschaftliche Leben nützlichen, aber nebensächlichen Gefühlen verwechselt werden“. (1-4) Die Entwicklung des menschlichen Zusammenlebens braucht die Wahrheit. Ohne sie – so der Papst – wird das soziale Handeln ein Spiel privater Interessen und Machtansprüche, mit zerstörerischen Folgen für die Gesellschaft. (5) Benedikt stützt sich auf zwei Orientierungsmaßstäbe für das moralische Handeln. Diese Maßstäbe sind die Gerechtigkeit und das Gemeinwohl. Jeder Christ ist zur Liebe berufen. Das kann durchaus auch durch einen institutionellen Weg geschehen. Diese Liebe hat nämlich Einfluss auf das Leben der polis, des sozialen Lebens. (6-7). Die Kirche betont aber, dass sie keine technischen Lösungen anbietet. Ihre Aufgabe ist es vielmehr, die „Mission der Wahrheit“ zu erfüllen. Das heißt, die Kirche setzt sich für eine Gesellschaft ein, in der die Menschen als Maß gelten und in der ihre Würde und ihre Berufung respektiert werden. (8-9) Das erste Kapitel der Enzyklika ist der Botschaft der Enzyklika „Populorum progressio“ von Papst Paul VI. gewidmet. „Ohne die Aussicht auf ein ewiges Leben fehlt dem menschlichen Fortschritt in dieser Welt der große Atem.“ Ohne Gott wird die Entwicklung geleugnet, „entmenschlicht“. (10-12) Paul VI. – so liest man – betonte „die unabdingbare Rolle des Evangeliums für den Aufbau der Gesellschaft im Sinne von Freiheit und Gerechtigkeit“ (13). In der Enzyklika „Humanae vitae“ zeigt Papst Montini die „starken Verbindungen auf, die zwischen der Ethik des Lebens und der Sozialethik“. Auch heute betont die Kirche die Kraft dieser Verbindung. (14-15) Papst Benedikt erklärt den Begriff der Berufung in „Populorum progressio“. „Entwicklung ist Berufung“, denn „sie wird von einem transzendenten Ruf geboren“. Er unterstreicht: die Entwicklung ist nur dann wirklich umfassend, wenn sie sich ausrichtet auf die Förderung jedes Menschen und aller Menschen. „Der christliche Glaube – so fügt er an – befasst sich mit Entwicklung und zählt nicht auf Privilegien oder auch Machtpositionen, sondern nur auf Christus.“ (16-18) Der Papst zeigt auf: Die Gründe der Unterentwicklung sind nicht primär materieller Art. Sie liegen vor allem am Willen, am Denken, oder noch mehr am „Mangel an Brüderlichkeit zwischen Menschen und Völkern“. „Die immer mehr globalisierte Gesellschaft bringt uns einander nahe, aber macht uns nicht zu Brüdern“. Nötig ist also, dass man sich in Bewegung setzt, damit sich die Wirtschaft zu „voll humanen Zielen entwickelt.“ (19-20) Im zweiten Kapitel betritt der Papst das volle Leben der menschlichen Entwicklung unserer Zeit. Die ausschließliche Zielsetzung des Profits „ohne das Gemeinwohl als letztes Ziel – so seine Beobachtung – riskiert, den Reichtum zu zerstören und Armut zu schaffen“. Er zählt einige Verdrehungen der Entwicklung auf: Eine hauptsächlich spekulative Finanzaktivität, bloß ausgelöste und dann schlecht gemanagte Migrationsströme, sowie die ungeregelte Ausbeutung der Rohstoffe. Angesichts solcher untereinander verbundenen Probleme appelliert der Papst an eine „neue humanistische Synthese“. Die Krise „verpflichtet uns, unseren Weg neu zu planen“ (21). Dabei stellt er fest, dass die Entwicklung heute polyzentrisch ist. Schaut man die Weltordnung an, so fällt auf: In absoluten Zahlen wächst der Welt-Reichtum, aber die Unterschiede mehren sich, es entsteht eine neue Armut. Korruption und ihre Verurteilung gibt es in reichen und armen Ländern; manchmal respektieren große transnationale Unternehmen die Rechte der Arbeiter nicht. Andererseits werden „internationale Hilfen oft verantwortungslos durch Geber und Empfänger von ihren Zielen entfremdet. Der Papst klagt an: „Es gibt übertriebene Formen des Wissensschutzes seitens der reicher Länder durch eine zu strenge Anwendung des Rechtes auf geistiges Eigentum, speziell im medizinischen Bereich.“ (22) Nach dem Fall der Staatenblöcke hatte Papst Johannes Paul II. eine „globale Neuplanung der Entwicklung“ gefordert. Diese sei aber nur teilweise gemacht worden. Es gebe heute eine „erneuerte Bewertung“ der Rolle „der öffentlichen Macht des Staates“. Es sei eine Teilnahme der Zivilgesellschaft an der nationalen und internationalen Politik gewünscht. Dann richtet Benedikt seine Aufmerksamkeit darauf, wie die Produktion von Gütern durch die reichen Länder verlegt werde. Er mahnt: „Diese Prozesse haben dazu beigetragen, dass die sozialen Sicherheitsnetze verringert, mit großen Gefahren für die Arbeiterrechte.“ Dazu fügt er an: „Die Reduktion der sozialen Ausgaben, die oft von den internationalen Geldinstituten versprochen worden waren, machen die Bürger ohnmächtig gegenüber alten und neuen Risiken.“ Es ist auch festzustellen, dass die „Regierungen aus ökonomischer Nützlichkeit oft die gewerkschaftlichen Rechte einschränken.“ Der Papst erinnert daher die Regierenden, dass „das erste zu schützende und zu hoch zu schätzende Kapital der Mensch ist, die Person in ihrer ganzen Integrität.“ (23-25) Auf kultureller Ebene – so fährt er fort – eröffnen die Möglichkeit der Interaktion neue Perspektiven für den Dialog, aber hier liegt eine doppelte Gefahr. Zunächst ein kultureller Eklektizismus, in dem die Kulturen „im Wesentlichen als gleichwertig betrachtet werden“ Die entgegenstehende Gefahr ist die „kulturelle Verflachung“, die „Vereinheitlichung der Lebensstile“ (26). So wendet er sich dem Skandal der Armut zu. Der Papst klagt an, dass ein „Plan wirtschaftlicher Institutionen besteht, der in der Lage ist, sich dieser Notlage zu stellen. Er wünscht die Suche nach „neuen Frontlinien“ in den landwirtschaftlichen Produktionstechniken und eine gerechte Agrar-Reform in den Entwicklungsländern.“ (27) Papst Benedikt unterstreicht, dass der Respekt vor dem Leben auf keine Weise getrennt werden kann von der Entwicklung der Völker. Er macht darauf aufmerksam, dass in einigen Teilen der Welt Geburtenkontrollen praktiziert werden, die dahin führen, dass „die Abtreibung zur Verpflichtung wird“. In den entwickelten Ländern eine „Antigeburtsmentalität verbreitet, die man oft auch als kulturellen Fortschritt auf andere Staaten übertragen möchte“. Er fährt fort: „Es besteht der begründete Verdacht, dass die Entwicklungshilfe manchmal verbunden wird mit einer Gesundheitspolitik, die tatsächlich die Pflicht zur Geburtenkontrolle einschließt.“ Sorge erregen auch die „Gesetzgebungen, die Euthanasie vorsehen.“ „Wenn sich eine Gesellschaft sich auf eine Leugnung und die Unterdrückung des Lebens zu bewegt – so seine Warnung – findet sie am Ende keine „Motivationen und Energien“, „um sich im Dienst des wahren Guten des Menschen einzusetzen“. (28) Ein anderer Aspekt, der mit der Entwicklung zusammenhängt, ist das Recht auf religiöse Freiheit. Der Papst schreibt: „Gewalt bremst echte Entwicklung“. Das gilt besonders für „den Terrorismus auf fundamentalistischem Hintergrund“. Gleichzeitig „steht der von vielen Ländern geförderte Atheismus im Gegensatz zu den Notwendigkeiten der Entwicklung der Völker, indem er ihnen die geistlichen und humanen Ressourcen entzieht.“ (29) Er fährt fort: der Entwicklung dient die Interaktion verschiedener Ebenen des Wissens, die von der Liebe harmonisiert werden. (30-31) Der Papst wünscht daher, dass die aktuellen wirtschaftlichen Entscheidungen weiterhin „als Priorität das Ziel haben, den Zugang zur Arbeit für alle zu verfolgen.“ Benedikt warnt vor einer Wirtschaft schneller und manchmal überschneller Ziele, die auf eine „Senkung des Niveaus der Arbeiterrechte hinauslaufen“, um dem Land „größere internationale Wettbewerbsbedingungen“ zu verschaffen. Daher ermahnt er zu einer Korrektur der Missfunktion des Entwicklungsmodells, wie es heute auch vom „Stand der wirtschaftlichen Gesundheit des Planeten gefordert ist.“ Und über die Globalisierung fügt er an: „Ohne die Führung durch Liebe in Wahrheit kann diese planetare Herausforderung dazu beitragen, bis jetzt unbekannte Schäden und neue Spaltungen hervorzurufen.“ Es ist daher „ein neues und kreatives Engagement“ notwendig. (32-33) Brüderlichkeit, wirtschaftliche Entwicklung und zivile Gesellschaft ist das Thema des dritten Kapitels der Enzyklika. Es wird eröffnet von einem Lob für die Erfahrung des Geschenkes. Oft werde es nicht erkannt „aufgrund einer nur auf Produktion und Nutzen ausgerichteten Sicht der Existenz. Eine Überzeugung von der Unabhängigkeit der Wirtschaft von moralischen Einflüssen – so der Papst – hat den Menschen dazu geführt, das wirtschaftliche Instrument sogar in destruktiver Weise zu missbrauchen.“ Entwicklung muss, wenn sie echt menschlich ist „dem Prinzip des Geschenks Platz machen“. (34) Das gilt insbesondere für den Markt. „Ohne interne Formen der Solidarität und gegenseitigem Vertrauen“ so seine Mahnung – kann der Markt seine eigene wirtschaftliche Funktion nicht erfüllen“. Er unterstreicht: „ Der Markt kann nicht nur auf sich selbst zählen“, „er muss seine moralischen Energien von anderen Subjekten beziehen“. Er darf die Armen nicht als „Last, sondern als Ressource sehen.“ Der Markt darf nicht kein Ort der Überwältigung des Schwachen durch den Starken werden“. Er fügt an: Die Marktlogik muss „das Ziel haben, das Gemeinwohl zu verfolgen, für das auch und vor allem die politische Gemeinschaft zuständig ist.“ Der Papst präzisiert: Der Markt ist von Natur aus nichts Negatives. Verantwortlich also ist der Mensch „sein moralisches Gewissen und seine Verantwortung“ Die aktuelle Krise zeigt, dass die „traditionellen Prinzipien der Sozialethik“ – Transparenz, Anstand und Verantwortung – „nicht vernachlässigt werden dürfen.“ Benedikt erinnert daran, dass die Wirtschaft nicht die Rolle der Staaten eliminiert. „Gerechte Gesetze“ sind notwendig. Er greift die Enzyklika „Centesimus annus“ auf und weist auf die Notwendigkeit eines Systems von drei Subjekten hin: Markt, Staat und Zivilgesellschaft. Er ermutigt zu einer „Zivilisation der Wirtschaft“. Nötig sind „wirtschaftliche solidarische Formen“. Markt und Politik brauchen „Personen, die offen sind für das gegenseitige Sich-Schenken“ (35-39) Die aktuelle Krise – so seine Anmerkung – braucht auch „tiefgreifende Änderungen für das Unternehmen“. Es darf nicht nur die Interessen der Eigentümer berücksichtigen, sondern muss auch der Ortsgemeinde annehmen. Der Papst bezieht sich auf die Manager, die oft nur antworten auf die Wünsche der Aktionäre. Er fordert dazu auf, finanzielle Ressourcen nicht spekulativ einzusetzen. (40-41) Das Kapitel schließt mit eine neuen Bewertung des Phänomens der Globalisierung. Sie soll nicht nur als „sozioökonomischer Prozess“ gesehen werden. „Wir dürfen nicht nur ihre Opfer sein – mahnt er – sondern Protagonisten, indem wir mit Vernunft vorangehen, geführt von Caritas und Wahrheit.“ Für die Globalisierung braucht es „personalistische und gemeinschaftliche kulturelle Orientierung, die offen ist für die Transzendenz“ und in der Lage, die Dysfunktionen zu korrigieren. Es gibt „die Möglichkeit einer großen Neuverteilung der Reichtümer“. Aber die „Verbreitung des Wohlstandes darf nicht gebremst werden von „egoistischen und protektionistischen Projekten. (42) Das vierte Kapitel entwickelt das Thema Entwicklung der Völker, Rechte und Pflichten, Umwelt. Beobachtbar ist „die Forderung des Rechtes auf Überflüssiges“ in den reichen Ländern, während in unterentwickelten Gegenden Speise und Trank fehlen. Hier werden, beklagt der Papst, Individualrechte von ihrem Ort verrückt, weil sie „von einem sinngebenden Rahmen von Pflichten losgelöst sind“. Rechte und Pflichten sind an einen ethischen Rahmen gebunden. Wenn sie aber „ihr Fundament nur in den Überlegungen einer Bürgerversammlung haben“, dann können sie „in jedem Moment geändert werden.“ Regierungen und internationale Organisationen dürfen die „Objektivität und Unerlässlichkeit“ von Rechten nicht vergessen (43). In diesem Zusammenhang spricht der Papst von den problematischen Verbindungen mit der demographischen Entwicklung“. Es ist unkorrekt – sagt der Papst – „das Wachstum der Bevölkerung als Hauptgrund für Unterentwicklung anzusehen“. Er betont, dass man die Sexualität nicht reduzieren kann „auf das hedonistische und spielerische Faktum“. Man kann auch die Sexualität mit materialistischen Politiken regulieren, mit einer „Zwangsplanung der Geburten“. Die „die moralisch verantwortliche Offenheit für das Leben ist ein sozialer und wirtschaftlicher Reichtum „. Die Staaten sind „berufen Politiken zu betreiben, die die Zentralität der Familie fördern. (44) „Die Wirtschaft – so der Papst – braucht für ihr korrektes Funktionieren Ethik, nicht eine beliebige Ethik, sondern eine Ethik, die den Menschen liebt.“ Die Zentralität der Person muss Leitprinzip sein „in den Maßnahmen für Entwicklung“ der internationalen Zusammenarbeit, die die Nutznießer immer einbeziehen müssen. „Die internationalen Organismen müssten nach der realen Wirksamkeit ihrer bürokratischen Apparate fragen“. Sie seien „oft zu teuer“. Es komme vor, dass die Armen dazu dienen, teure bürokratische Organisationen am Leben zu erhalten. Von daher die Einladung zur „vollen Transparenz“ über die erhaltenen Mittel (45-47). Die letzten Absätze des Kapitels sind der Umwelt gewidmet. Für den Gläubigen ist die Natur ein Geschenk Gottes, das man verantwortlich nutzen muss. Auf diesem Hintergrund spricht der Papst dann von den Problemen der Energie. „Die Anhäufung von Ressourcen“ durch Staaten und mächtigen Gruppen ist ein „schweres Hindernis für die Entwicklung der armen Länder“. Die internationale Gemeinschaft muss daher „internationale Wege finden, um die Ausbeutung der nicht erneuerbaren Ressourcen zu zügeln“. „Die technologisch fortgeschrittenen Gesellschaften können und müssen ihren eigenen Energiebedarf verringern“, während gleichzeitig „die Suche nach alternativen Energien“ voranschreiten muss.“ „Nötig ist im Grunde eine wirkliche Änderung der Mentalitäten, die uns zu neuen Lebensstilen bringt.“ Ein Lebensstil, der heute in vielen Teilen der Welt „zu Hedonismus und Konsumismus neigt.“ Das entscheidende Problem ist die „allgemeine moralische Einstellung der Gesellschaft.“ Der Papst schreibt: „Wenn man das Lebensrecht und das Recht auf einen natürlichen Tod nicht respektiert“, dann endet das „menschliche Gewissen darin, einen Begriff von einer Ökologie des Menschen zu verlieren“ und auch für die Umweltökologie. (48-52) Die Zusammenarbeit der Menschheitsfamilie, also der Völker, ist das Herzstück des fünften Kapitels. In ihm zeigt Benedikt, dass „die Entwicklung der Völker vor allem von der Anerkennung der Tatsache abhängt, dass sie eine einzige Familie ist. Man liest weiter: die christliche Religion kann für die Entwicklung nur dann beitragen, wenn „Gott auch einen Platz im öffentlichen Leben findet.“ Wenn das Recht auf öffentliches Bekenntnis der eigenen Religion in Abrede gestellt wird, dann nimmt die „Politik ein unterdrückendes und aggressives Gesicht an.“ Im Laizismus und im Fundamentalismus geht die Möglichkeit eines fruchtbaren Dialogs“ zwischen Vernunft und Glauben verloren. Das ist ein Bruch, der „einen sehr hohen Preis für die menschliche Entwicklung bedeutet“. (53-56) Der Papst bezieht sich dann auf das Prinzip der Subsidiarität. Es gibt der Person eine Hilfe „durch die Autonomie von Zwischenkörperschaften“. Die Subsidiarität ist „das wirksamste Gegengewicht gegen jede Form von paternalistischem Assistenzialismus“. Sie ist geeignet, die Globalisierung zu humanisieren. Internationale Hilfen können „ein Volk manchmal in Abhängigkeit halten“, daher müssen die Subjekte der Zivilgesellschaft einbezogen werden und nicht nur die Regierungen. Allzu häufig würden Hilfen nur gegeben, um Randmärkte für Produkte von Entwicklungsländern zu schaffen. (57-58) Der Papst ermahnt dann die reichen Staaten, „größere Quoten des Bruttosozialproduktes für die Entwicklung zu geben und die eingegangenen Verpflichtungen zu erfüllen.“ Er wünscht einen besseren Zugang zum Unterricht und noch viel mehr zur umfassenden Heranbildung der Menschen. Er fügt an: Wenn man dem Relativismus nachgibt, dann wird man ärmer. Ein perverses Beispiel dafür ist der Sex-Tourismus. Es ist schmerzlich, festzustellen, dass dieser sich oft der lokalen Regierungen bedient – unter dem Schweigen der Regierungen, woher die Touristen kommen und in Mitschuld vieler, die in diesem Sektor mitarbeiten (59-61) Der Papst befasst sich dann mit dem „epochalen“ Phänomen der Migration. „Kein Land kann sich alleine in der Lage sehen, sich diesem Problem zu stellen. Jeder Migrant ist eine „menschliche Person“ mit „Rechten, die von allen und in jeder Situation respektiert werden müssen“. Der Papst verlangt, dass die auswärtigen Arbeiter nicht als Ware angesehen werden. Er macht den direkten Zusammenhang zwischen Armut und Arbeitslosigkeit klar. Er fordert würdige Arbeit für alle und lädt die Gewerkschaften, die getrennt sind von der Politik, ihren Blick auf die Arbeiter zu richten, wo die sozialen Rechte verletzt werden. (62-64) Die Finanz – so wiederholt er – soll – nach ihrem schlechten Gebrauch, der der wirkliche Wirtschaft geschadet hat – dahin zurückkehren, ein Instrument mit dem Ziel der Entwicklung zu sein. Er unterstreicht: Die Arbeiter im Finanzwesen müssen das eigentliche ethische Fundament ihrer Aktivität wieder entdecken. Außerdem verlangt der Papst „eine Regulierung“, um die schwächeren Subjekte zu schützen (65-66) Den letzten Abschnitt des Kapitels widmet der Papst der Reform der UNO und der „wirtschaftlichen und finanziellen internationalen Architektur“. Er verlangt eine „echte politische Weltautorität“, die sich „kohärent an die Prinzipien der Subsidiarität und Solidarität“ hält. Die Autorität muss effektive Macht haben. Er fordert einen höheren „Grad an internationaler Orientierung, um die Globalisierung zu leiten. Das sechste und letzte Kapitel ist zentriert auf das Thema Entwicklung der Völker und die Technik. Der Papst warnt vor der prometheischen Annahme, der zufolge die „Menschheit meint, sich selbst neu erschaffen zu können, indem sie sich der Wunder der Technologie bedient.“ Technik kann keine absolute Freiheit haben. Man meine: Der Prozess der Globalisierung könnte die Ideologien durch die Technik ersetzen (68-72). Zusammen mit der technologischen Entwicklung sind die Kommunikationsmittel berufen, die Würde der menschlichen Person und der Völker zu fördern. (73) Vordringliches Feld „des kulturellen Kampfes zwischen dem Absolutheitsanspruch der Technik und der moralischen Verantwortung des Menschen ist heute das Feld der Bio-Ethik. Der Papst fügt an: „Vernunft ohne Glaube wird sich in Illusionen der eigenen Allmacht verlieren“. Die soziale Frage wird zu einer anthropologischen Frage. Die Embryonenforschung, das Klonen, - so die Klage des Papstes – werden von der aktuellen Kultur gefördert, die meint, sie habe jedes Geheimnis gelüftet. Den Papst erschreckt eine „systematische eugenische Geburtenplanung“ (74-75). Er unterstreicht, dass „die Entwicklung geistliches Wachstum umfassen muss, über das materielle hinaus. Schließlich die Ermahnung, der Mensch brauche ein neues Herz, um die materialistische Vision der menschlichen Geschehen zu überwinden (76-77). Im Schlussteil der Enzyklika unterstreicht der Papst, dass die Entwicklung „Christen braucht, die ihre Arme im Gebetsgestus zu Gott erheben, in Liebe und Vergebung, in Selbstverzicht, in Annahme des Nächsten, in Gerechtigkeit und Frieden (78-79). Link: Die Enzyklika im Wortlaut; auch im PDF-Format abrufbar. | | |    |
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| | 06.07.2009 14:51:32 | | Älteste Bibel der Welt online | (science.orf.at) Sie ist Mitte des 4. Jahrhunderts in Ägypten entstanden und gilt somit als älteste Bibel der Welt: Mehr als die Hälfte des "Codex Sinaiticus" kann seit heute im Internet gelesen werden. Verstehen werden ihn allerdings vor allem jene, die Altgriechisch beherrschen. Auf Deutsch liegt bisher nur das Buch Esther aus dem Alten Testament vor. Die älteste Bibel der Welt ist im Besitz von vier Institutionen: Universitätsbibliothek Leipzig, British Library London, Katharinenkloster auf dem Sinai und Russische Nationalbibliothek St. Petersburg. Seit 2006 haben sie daran gearbeitet, hochaufgelöste Bilder der griechischen Handschrift herzustellen, den Text wissenschaftlich zu transkribieren und eine gründliche Analyse des Zustands aller Pergamentblätter zu protokollieren. Im Internet sind nun über 800 Seiten der Bibel zu sehen, das ist mehr als die Hälfte des gesamten Werks, darunter auch die komplette Version des Neuen Testaments. Die vierspaltige Bibelabschrift in altgriechischer Sprache gilt als eines der größten Pergamentbücher der Antike. Sie war jahrhundertelang im St. Katharinenkloster im ägyptischen Sinaigebirge aufbewahrt worden. 1844 hatte der deutsche Theologe Konstantin von Tischendorf die 33,5 Zentimeter breiten und 37,5 Zentimeter hohen Pergamentblätter in einem Papierkorb des Klosters entdeckt. Die Mönche erlaubten ihm, 43 von insgesamt 129 gefundenen Blättern mit nach Leipzig zu nehmen. 1859 kehrte Tischendorf mit Unterstützung des russischen Zaren noch einmal zurück und entdeckte weitere Fragmente. Er konnte die Mönche schließlich überreden, sie dem Zaren zu schenken. 1933 verkaufte die Sowjetunion 347 Blätter an das Britische Museum in London, sechs befinden sich noch in St. Petersburg. 1975 gab es einen dritten Fund. Diese 38 Seiten liegen noch im St. Katharinenkloster. Etwa 300 Blätter, auf denen sich Teile des Alten Testaments befanden, fehlen. Die am Projekt beteiligten Institutionen werden laut Universitätsbibliothek Leipzig weiter am elektronischen Codex Sinaiticus arbeiten, weitere Teile in Übersetzung zugänglich machen und eine gebundene Faksimile-Ausgabe herausbringen. - Link: http://www.codexsinaiticus.org | | |    |
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| | 06.07.2009 14:48:47 | | Abt Clemens Lashofer verstorben | (stiftgoettweig.at/news.stjosef.at) Am 6. Juli 2009 ist der Abt des Stiftes Göttweig, Clemens Lashofer, verstorben. Anton Lashofer stammte aus der Göttweiger Stiftspfarre St. Veit an der Gölsen. Bereits mit zehn Jahren kam er als Sängerknabe in das Stift Göttweig. 1959 wurde er vom damaligen Abt Wilhelm Zedinek als Novize aufgenommen und erhielt den Ordensnamen Clemens. Im Jahr 1963 legte er die feierliche Profess ab und wurde nach dem Theologiestudium in Salzburg am 11. Juli 1965 zum Priester geweiht. Seit dem Jahr 1964 wirkte P. Clemens als Leiter des Konvikts der Göttweiger Sängerknaben, bevor er nach dem plötzlichen Tod seines Vorgängers Abt Benedikt Ramoser am 30. Juli 1973 im Alter von nur 32 Jahren zum 64. Abt von Göttweig gewählt wurde. Am 14. August 1973 erhielt er vom damaligen Bischof der Diözese St. Pölten, Franz Žak, die Abtsbenediktion - damals war er der weltweit jüngste Abt. Als Wahlspruch wählte Abt Clemens "Obviam Christo Domino!" - "Christus dem Herrn entgegen!" In den folgenden Jahren bewirkten zahlreiche Neueintritte eine Vergrößerung und Verjüngung des Göttweiger Konvents, das umfangreiche Projekt der Gesamtrestaurierung der weitläufigen Klosteranlage wurde in Angriff genommen. 1983 feierte das Stift das 900-Jahr Jubiläum seiner Gründung durch den hl. Bischof Altmann von Passau u.a. mit einer groß angelegten Jubiläums-ausstellung und der Eröffnung des Exerzitienhauses Sankt Altmann. 2005 erfolgte die Errichtung des selbstständigen Priorats St. Josef in Maria Roggendorf. Im selben Jahr wurde im Stift anstelle des früheren Sängerknabenkonvikts das Jugendhaus eröffnet. Abt Dr. Clemens Lashofer war zudem weit über Göttweig hinaus in verschiedenen Aufgaben engagiert, so u.a. seit 1982 als Abtpräses der Österreichischen Benediktinerkongregation, von 1975 bis 1982 als Vorsitzender der Superiorenkonferenz der Diözese St. Pölten, seit 1988 als Mitglied der Bayerischen Benediktinerakademie (Sectio historica), von 1988 bis 1994 als Vorsitzender der Salzburger Äbtekonferenz und von 1990 bis 2001 als Vicarius des Abtprimas für die Klöster der Slawischen Kongregation. Noch bis Mitte Juni war Abt Clemens unermüdlich in den Anliegen der Österreichischen Benediktinerkongregation und des Stiftes Göttweig tätig, bevor sich sein Gesundheitszustand in Folge früherer Erkrankungen überraschend schnell verschlechterte. Zum Zeitpunkt seines Todes am 6. Juli kurz nach 18:30 Uhr war Abt Clemens der dienstälteste Abt und Abtpräses der weltweiten benediktinischen Konföderation. - Homepage: www.stiftgoettweig.at | | |    |
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| | 03.07.2009 17:05:19 | | Neuausgabe der Prozessakten betreffend Galileo Galilei vorgestellt | (zenit.org) In diesem Jahr 2009 gedenkt die Welt der Wissenschaft und Kultur in besonderer Weise der großen Revolutionen in der menschlichen Erkenntnisfähigkeit und Wissensmöglichkeit. So wird im „Jahr der Astronomie“ eben auch des 400. Jahrestages der ersten Beobachtungen am Teleskop durch Galileo Galilei (1564-1642) gedacht. Der „Fall“ des Pisaner Gelehrten und Begründers der modernen Wissenschaft rückt damit erneut in den Mittelpunkt der allgemeinen Aufmerksamkeit und lässt die Diskussion um das Verhältnis von Naturwissenschaft und Theologie in den Mittelpunkt des spekulativen Interesses treten. Dass es hierbei an polemisch geführten Auseinandersetzungen nicht mangelt, ist offensichtlich. Um es den Diskutanten die Möglichkeit zu geben, auf einem gesicherten und zugänglichen historischen Boden zu stehen, ließ der Präfekt des Vatikanischen Geheimarchivs, Bischof Sergio Pagano, eine Neuausgabe der Prozessakten des so genannten Falles Galilei erarbeiten. Die Akten beziehen sich auf den Zeitraum von 1611 bis 1741. Der Band der Neuausgabe wurde heute im Rahmen einer Pressekonferenz im Vatikan vorgestellt (Sergio Pagano (Hg.), I documenti vaticani del processo di Galileo Galilei (1611-1741). Neue ergänzte und durchgesehene Ausgabe mit Anmerkungen, Vatikanstadt – Geheimarchiv 2009, Ss. CCLVIII + 332, 28 Tafeln in Farbe [Reihe: Collectanea Archivi Vaticani, 69], 60,00 EUR). Im Unterschied zur ersten Ausgabe der Prozessakten aus dem Jahr 1984 wurden nach Worten Pagano alle edierten Dokumente neu nach den Originalen gesichtet, die sich in den Vatikanischen Archiven (Geheimarchiv, Archiv der Glaubenskongregation, Apostolische Bibliothek) befinden. Dazu komme eine vollständige Edierung jener rund 20 Akten, die nach dem Jahr 1984 gefunden worden seien. Der Herausgeber versah die Akten mit kritischen und historischen oder auch biographischen Anmerkungen. Dies stelle eine absolute Neuheit gegenüber allen anderen Ausgaben der Akten seit 1877 dar, hob Bischof Pagano hervor. Sie geben über Typologie und Überlieferung Auskunft (Original, Kopie, Zusammenfassung, amtliche Anmerkung, verschiedene Verfasser usw.). Dem Dokumentationsteil ist eine 208seitige Einleitung vorangestellt, in der die jüngste Literatur zu Galilei verarbeitet worden ist. In der Einleitung werden die Etappen des Falls von 1611 bis 1633 beleuchtet, die schließlich in den Prozess mündeten. Der Band zeichnet sich durch einen ausführlichen Namen- und Themenregister aus, was das Auffinden von bestimmten Personen oder Fragestellungen wesentlich erleichtert. Bischof Pagano merkte an, dass der „Fall Galilei“ die Kirche eine Haltung lehren müsse, die auch heute gelte. Es bedürfe vor allem einer gewissen Vorsicht und Demut, wenn es um die Bewertung von wissenschaftlichen Erkenntnissen und Forschungsergebnissen gehe. Auch heute bestehe die Gefahr, vorschnelle Schlüsse zu ziehen und Vorurteile zu haben, wie sie sich zur Zeit Galileis gegen das kopernikanische System richteten. Gegenseitige Unkenntnis führe leicht zu Missverständnissen, so Bischof Pagano. Im Vordergrund müsse stets das Bemühen stehen, die Fragestellungen der jeweiligen Forschungsbereiche besser zu verstehen. | | |    |
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| | 03.07.2009 17:02:24 | | Auf den Glauben kommt es an | (news.stjosef.at) Uns überrascht es vielleicht ein wenig, dass Jesus aufgrund des Unglaubens der Menschen in seiner Heimatstadt Nazareth nur wenige Wunder tun konnte. War der menschgewordene Sohn Gottes denn nicht allmächtig und frei, das zu tun, was er wollte? Gewiss! Und doch nimmt Gott Rücksicht auf die Voraussetzungen der Menschen. Menschlich gesprochen würde man vielleicht sagen: Jene, die Jesus nicht geglaubt haben, haben es auch nicht verdient, dass er ein Wunder wirkte. Aber die Begründung muss tiefer gehen: Wunder können den Glauben nicht ersetzen, und Jesus wollte nicht bloß als Wundertäter anerkannt werden, sondern ihm ging es um die echte Bekehrung der Herzen zu Gott hin. Ihm ging es eben nicht um sich selbst und seine eigene Person, sondern um den Willen des himmlischen Vaters. Nur dort, wo echter Glaube vorhanden war, waren auch Wunder möglich. Freilich sind diese dann nicht so zu erklären, dass man sagt: Der Glaube hat die Wunder hervorgebracht, oder gar: Der Glaube, als „Einbildung“ verstanden, war so stark, dass man gemeint hat, es sei ein Wunder geschehen …! Gerade die Begegnung Jesu mit seinen Verwandten (die als „Brüder“ und „Schwestern“ Jesu bezeichnet werden) zeigt, dass es um mehr geht als um irdische Zuordnungen. Nicht wer mit Jesus leiblich verwandt ist, ist selig zu preisen, sondern wer auf den Willen des himmlischen Vaters hört, den Jesus verkündet, und diesen Willen auch erfüllt. Auf das Tun kommt es an, nicht nur auf das große Reden. - Lesen Sie die Predigt vom 14. Sonntag im Jahreskreis in vollem Wortlaut! | | |    |
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| | 02.07.2009 16:55:29 | | Mödlinger Orgelsommer - auch im Jahr 2009 | (news.stjosef.at) Im Juli, August und September 2009 findet bereits der „26. MÖDLINGER ORGELSOMMER“ in der Stadtpfarrkirche von St. Othmar in Mödling, Pfarrgasse 18, statt. Beginn ist jeweils um 20:00 Uhr. Heuer sind wieder besonders interessante Aufführungen an der Walcker-Orgel, mit internationalen Künstlern zu hören.: 1. Konzert: 16. Juli 2009, 20.00 Uhr: „KlangFarbe“ Michael KOLLER (Krems) – Orgel – mit Improvisationen zu in der Kirche ausgestellten Ölbildern von Karl SCHNETZINGER (Wien) (sowie Werke von Buxtehude, Bruckner, Ignaz Gabor Walcker u. a.) 2. Konzert: 6. August 2009, 20.00 Uhr: Kaoru HIYAMA (Hiroshima, Japan) – Orgel Handglockenensemble „MAI“ (Hiroshima, Japan) (J. S. Bach, Franck, Haydn, Kazhiko Onoe [zum Gedenken an den Atombombenabwurf am 6.8.1945] u. a.) Dieses Konzert findet in Kooperation mit der „Jedermann“-Theateraufführung statt 3. Konzert: 27. August 2009, 20.00 Uhr: Luba SCHISCHCHANOWA (Moskau - Jaroslawl) – Orgel (J. S. Bach, Butzko, Haydn, Mozart) 4. Konzert: 17. September 2009, 20.00 Uhr: Reinmar WOLF (Mödling) – Orgel Vokalensemble Audite unter der Leitung von Günther MOHAUPT (J. S. Bach, Liszt; Mohaupt, Wolf u. a.) Genaue Informationen mit Programmen und Lebensläufen etc. über diese Konzertreihe (ab 2002) finden Sie unter http://www.othmar.at/musik/orgelsommer | | |    |
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| | 02.07.2009 16:53:07 | | Bischof Küng widerspricht ungerechtfertigten Vorwürfen | (presse.kirche.at) In Medien wird über eine Strafanzeige gegen Bischof Dr. Klaus Küng berichtet, in der dem Bischof in Zusammenhang mit der Klärung um das Priesterseminar aus dem Jahr 2004, um Prälat Ulrich Küchl und die Propstei Eisgarn Verfehlungen vorgeworfen werden. Der Bischof nimmt nun zu den geäußerten Vorwürfen Stellung: „Die Medienberichte betreff einer Anzeige gegen mich betrachte ich mit großer Gelassenheit. Die hier geäußerten Vorwürfe sind unzutreffend. Es handelt sich um den leicht durchschaubaren Versuch seitens einer außenstehenden Person, eine innerkirchlich weitgehend geklärte Angelegenheit in Zweifel zu ziehen. Der Verfasser der Anzeige gegen mich war in keiner Weise am kirchlichen Verfahren beteiligt. Ich habe im Zusammenhang mit den Vorfällen im Priesterseminar St. Pölten niemandem eine psychiatrische Zwangsbehandlung auferlegt. Ich habe auch keinem meiner Priester die Vernichtung seiner Existenz und gesellschaftlichen Stellung angedroht. Im angesprochenen Fall wurde vielmehr eine Reihe von Maßnahmen zum Schutz der Kirche und der beteiligten Personen vorgesehen, darunter auch ein Aufenthalt in einem geistlichen Haus in Deutschland mit dem Zweck der Besinnung. Richtig ist, dass einige der dort tätigen Schwestern auch therapeutische Hilfe anbieten – dies allerdings nur solchen Personen, die es selbst wünschen. Der Aufenthalt in diesem Haus wurde damals von Prälat Küchl abgelehnt – ein klares Zeichen dafür, dass er sich frei entscheiden konnte und von dieser Freiheit auch Gebrauch gemacht hat. Auch die anderen Anschuldigungen sind haltlos: Ein ordnungsgemäß durchgeführtes kirchliches Verfahren führte nach Zurückweisung aller Beeinspruchungen mit spezieller Bestätigung durch den Papst dazu, dass der Beschuldigte von seinem Priesteramt vorübergehend suspendiert wurde. Prälat Küchl war damit zugleich endgültig seines Amtes als Pfarrer von Eisgarn und Eggern enthoben. Die Möglichkeit einer Rückkehr in den aktiven priesterlichen Dienst nach einer Zeit der Besinnung war gegeben, jedoch nicht in Eisgarn. Da eine Befriedung der Situation in der bisherigen Gemeinde nicht zu erwarten war, solange Prälat Küchl das Amt des Propstes innehatte, schien die Aufhebung des Kapitels und damit die Rückführung in die bis 2000 geltende rechtliche Situation die einzige Lösung zu sein. Aufgrund des Insistierens der Kanoniker stimmte ich unter bestimmten Bedingungen der neuerlichen Inkraftsetzung der Statuten des Kollegiatsstifts zur Ermöglichung der Neuwahl eines Propstes zu. Zu diesen Bedingungen gehörten u. a. ein Verzichten von Prälat Küchl auf das Amt des Propstes und – „bis zu einer entgegengehenden Vereinbarung“ – die Verpflichtung von Prälat Küchl, sich in Eisgarn nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Bischofs aufzuhalten. Er hat diese Verpflichtungen freiwillig angenommen und ebenso freiwillig auf das Amt des Propstes verzichtet. Auch die anderen Kanoniker haben freiwillig dieser Vereinbarung zugestimmt; keiner der drei Kanoniker hat bisher mir gegenüber eine Einschränkung seines freien Willens beim Zustandekommen unserer Vereinbarung geltend gemacht. Prälat Küchl ist pensioniert und empfängt das Gehalt eines Priesters; von einer Bedrohung seiner Existenz kann keine Rede sein.“ | | |    |
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| | 01.07.2009 04:59:43 | | Papst überreichte 34 Erzbischöfen das Pallium | | (kathpress.at/stephanscom.at) 34 Erzbischöfe aus aller Welt, die im letzten Kirchenjahr ernannt wurden, kamen am Montag, 29. Juni 2009, nach Rom, um von Papst Benedikt XVI. das Pallium - eine weiße Wollstola - als Zeichen ihrer Metropolitanswürde zu empfangen. Unter den Würdenträgern waren die Bischöfe von New York, Westminster, Colombo, Florenz, Lemberg und Algier. An der Festmesse im Petersdom nahm auch eine hochrangige Delegation des orthodoxen Patriarchats von Konstantinopel teil. Glaube sei nicht einfach eine Tradition, er müsse sich auch in der Vernunft erweisen, unterstrich der Papst in seiner Predigt: "Es ist unsere Pflicht als Hirten, den Glauben mit dem Denken zu durchdringen, um die Grundlage unserer Hoffnung in der Auseinandersetzung unserer Zeit aufzeigen zu können." Aber Denken oder reden allein reichten nicht aus: "Glaube darf nicht Theorie bleiben, er muss Leben sein." Ziel des christlichen Glaubens sei die "Rettung der Seelen", unterstrich Benedikt XVI. Dieser Begriff klinge heute mitunter fremd, als stecke dahinter ein individualistisches Christentum, das sich vor Weltverantwortung drücke. Richtig sei jedoch, dass die Vernachlässigung der Seelen, die Verarmung des inneren Menschen, nicht nur den einzelnen zerstöre, sondern das Geschick der Menschheit insgesamt bedrohe, so Papst Benedikt. | | |    |
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| | 01.07.2009 04:56:41 | | Neupriester sollen Beziehung zu Gott pflegen und vermitteln | (kirchen.net) Überfüllt war der Dom, als Christoph Josef Eder, Simon Weyringer, Andreas Lainer und Emmanuel Hessler heute Nachmittag vor Erzbischof Dr. Alois Kothgasser ihr Treueversprechen ablegten. „Die Beziehung Jesu Christi zu uns und unsere Beziehung zu ihm ist das Um und Auf des Lebens. Es bleibt die Hauptaufgabe der Priester, diese Beziehung zu pflegen“, sagte der Erzbischof in seiner Predigt. Diese Pflege der Beziehung brauche Zeit, Raum und Begleiter, „aber vor allem die Hingabe in Liebe an Christus und in klarer Konsequenz an die Menschen, vor allem an die Bedürftigen“. Jesus Christus sei der einzige Mittler zwischen Gott und den Menschen. „Das entlastet, wir können und müssen nicht alles tun, das Eigentliche tut der Herr selber“, stellte der Salzburger Oberhirte fest. Wir müssten nur das Unsere dazu beitragen, damit die Beziehung gelingt. Gerade heute in der Zeit der vielfachen Heillosigkeit bräuchten die Menschen Gott sehr dringend. „Die Menschen suchen Liebe und Versöhnung, sie sehnen sich nach innerem und äußerem Frieden“, so Erzbischof Kothgasser. Daher danke er den vier Weihekandidaten, dass sie Ja gesagt hätten zur Ganzhingabe an Gott und zur Hingabe an die Menschen. „Gott braucht Menschen, weil die Menschen Gott brauchen“. Kothgasser wies aber auch deutlich darauf hin, dass die Kirche heute mehr denn je auf alle anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, besonders alle Ehrenamtlichen, mit ihren Fähigkeiten und Charismen setze. In Pfarrverbänden könne nur im Zueinander und Miteinander an einer christlichen und menschlichen Welt gebaut werden. Dieses christliche Leben könne dann „wie das Senfkorn und wie der Sauerteig mitten in der Welt wirken und sie verändern“. Abschließend verwies der Erzbischof auf das von Papst Benedikt XVI. ausgerufene Jahr des Priesters. Der heilig gesprochene Pfarrer von Ars in Frankreich, dessen 150. Todestag heuer gefeiert wird, habe in seiner Zeit eine wahre Umkehr der Menschen und ihre Hinwendung zu Gott bewirkt. Die Trachtenmusikkapelle aus St. Georgen im Pinzgau, sowie die Schützen aus St. Georgen und aus Neumarkt machten mit ihren Klängen und ihren Salutschüssen in der Altstadt das besondere Ereignis deutlich. Mehr als 120 Priester, Diakone, Ordensschwestern und –brüder zogen mit den vier Weihekandidaten in den Dom ein. Für die festliche Gestaltung der Priesterweihe sorgten die Chorgemeinschaft Chorl aus Strobl, der Erasmuschor aus Fuschl, Domorganist Heribert Metzger und Bläser der Musikkapelle St. Georgen. | | |    |
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| | 29.06.2009 09:38:20 | | Paulusgrab wird nach Reliquienfund geöffnet | | (kath.net) Papst Benedikt XVI. lässt nach dem Fund von Knochenresten im Grab des heiligen Apostels Paulus den Sarkophag unter dem Hauptaltar der römischen Basilika Sankt Paul vor den Mauern öffnen. Dies sagte der für die Basilika zuständige Kardinal Andrea Cordero Lanza di Montezemolo am Montag, wie der ORF berichtet. "Der Heilige Vater wird uns das später gestatten, es wird aber eine lange und heikle Arbeit werden, denn es gilt, auch kleinste Schäden zu vermeiden", meinte Montezemola gegenüber der Zeitung "La Repubblica". Was die in dem Sarkophag entdeckten Stoff- und Knochenreste angeht, "so wussten wir das seit eineinhalb Jahren, aber es oblag allein dem Papst, das zu verkünden". Papst Benedikt XVI. selbst hatte die "archäologische Sensation" am Sonntag am Abend bei der Vesper zum Abschluss des Paulusjahres bekanntgegeben. | | |    |
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| | 29.06.2009 08:42:30 | | Erfülltes Priesterleben: im 91. Jahr verstorben | | (kirchen.net) 40 Jahre war Sebastian Klingler Pfarrer von Auffach, am 26. Juni verstarb er im 91. Lebensjahr. Das Requiem für ihn wird morgen, am Dienstag, 30. Juni, um 14 Uhr, in der Pfarrkirche Auffach gefeiert. Klingler war gebürtiger Kundler. Nach seinem Kriegseinsatz im Zweiten Weltkrieg wurde er 1947 in Salzburg zum Priester geweiht. Als Kooperator wirkte er in Adnet, Uttendorf und Hopfgarten im Brixental. Von 1959 bis 1999 war er Pfarrer in Auffach. Zuletzt verbrachte er den Ruhestand im Altenwohnheim in Hopfgarten. Sein unerschütterlicher Glaube war seine Stärke, zeitlebens war Sebastian Klingler die Sorge um geistliche Berufe ein großes Anliegen. | | |    |
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| | 28.06.2009 16:46:03 | | Priesterweihen in Wigratzbad | | (summorum-pontificum.de) Völlig unbeachtet von der Öffentlichkeit und kirchlichen Medien weihte am 26. Juni 2009 Bischof Athanasius Schneider in Wigratzbad vier Diakone der Petrusbruderschaft zu Priestern. Die Gründer der Petrusbruderschaft hatten sich 1988 aus Anlaß der Bischofsweihen von Erzbischof Lefebvre von der Piusbruderschaft getrennt und stehen in voller Einheit mit dem Papst. Wegen ihres in der Bruderschaftssatzung verankerten Festhaltens am alten Ritus und an der Lektüre der Dokumente des 2. Vatikanums in der Hermeneutik der Kontinuität werden sie in den meisten deutschen Diözesen nicht in der regulären Seelsorge eingesetzt. Viele Bilder und einen kurzen Bericht hat www.schola-sainte-cecile.com | | |    |
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| | 28.06.2009 16:32:32 | | Dank für das Paulusjahr | (radiovatikan.de) Dank für das segensreiche Paulusjahr und Ausblick auf das Priesterjahr – darum ging es in der kurzen Ansprache von Benedikt XVI. zum Angelusgebet an diesem Sonntag in Rom. Der Papst äußerte sich dankbar für die zahlreichen Initiativen zum Paulusjahr, die in den christlichen Gemeinden eine große Wirkung entfaltet hätten. Das Priesterjahr, das am vergangenen 19. Juni eröffnet wurde, wolle, so Benedikt, den Dienst der Priester stärken: „Das Priesterjahr will den Einsatz für eine innere Erneuerung aller Priester fördern, damit sie ein kraftvolleres und deutlicheres Zeugnis des Evangeliums in der Welt von heute geben können. Der Apostel Paulus ist da ein leuchtendes Vorbild, dass man nachahmen muss: Nicht so sehr in der Konkretheit seines Lebens – denn sein Leben war wahrhaft außergewöhnlich – sondern in der Liebe für Christus, im Eifer für die Verkündigung des Evangeliums, in der Hingabe für die Gemeinde und in der Ausarbeitung von wirkungsvollen pastoraltheologischen Synthesen. Der Heilige Paulus ist das Vorbild eines Priesters, der vollkommen in seiner Aufgabe aufgeht… Der Priester muss ganz Christus gehören und ganz der Kirche. Mit ungeteilter Liebe sich ihr zu widmen ist seine Berufung, als treuer Gatte gegenüber seiner Braut.“ In deutscher Sprache sagte Benedikt XVI.: „Ganz herzlich grüße ich alle Pilger und Besucher aus den Ländern deutscher Sprache. Mit der Vesper heute Abend in der Basilika Sankt Paul vor den Mauern findet das Paulusjahr seinen Abschluss. Ich hoffe, dass uns die Persönlichkeit dieses Apostels der Völker immer vertrauter wird. Er war kein großer Redner und auch kein geschickter Stratege. Aber er hat sich mit Leib und Seele für das lebendige Wort Gottes, das Jesus Christus ist, eingesetzt und sich ihm ausgesetzt. Die Kirche ist nur dann überzeugend, wenn ihre Verkünder bereit sind, selbstlos und mutig für Gottes Liebe und Wahrheit einzutreten. Euch allen wünsche ich einen gesegneten Sonntag.” | | |    |
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| | 27.06.2009 08:39:44 | | Kein Verständnis für Wirtschafts-Zocker | (presse.kirche.at) Scharf ins Gericht geht Prof. Dr. Claus Hipp, Gesellschafter der Hipp-Nahrungsmittelbetriebe mit den Verursachern der jüngsten Finanz- und Wirtschaftskrise in einem Vortrag über „Ethik im Wirtschaftsleben“ vor Unternehmern im Stift Melk. „Ich habe keinerlei Verständnis, dass jene, die gezockt haben, mit Steuergeldern auch noch finanziert werden“, sagte er in Hinblick auf einige aktuelle Maßnahmen. Die Ursachen der Krise liegen in Fehlspekulationen, die vor allem durch Habgier und Größenwahn entstanden seien, wies Hipp hin. „Sie dürfen aber nicht zu Lasten der Normalverbraucher gehen“, unterstrich er und verwies auf die aktuelle „Verschrottungsprämie“, die nur der Autobranche helfe, „andere Branchen aber dadurch schlechtere Zahlen“ schreiben. „Durch diese Maßnahme werde das Geld nicht mehr, sondern nur umgeleitet“, sagte Hipp. Für ihn sei es auch in einer sozialen Marktwirtschaft „normal“, so Hipp, „dass jene, die nicht umsichtig und klug gewirtschaftet haben, wieder vom Markt verschwinden“. Andere würden dann an deren Stelle treten. Hipp kritisierte weiters die zunehmende „Überregulierung“, die die Wirtschaft heute sehr belaste. „Die 85.000 Vorschriften, die ein Unternehmer zu berücksichtigen hat, können kaum mehr überblickt werden“, wies er hin. So sei auch deren Einhaltung nicht sehr erstrebenswert, wies der bayerische Unternehmer hin. Hipp, der voll auf biologische Produkte setzt, sich gegen die „grüne Gentechnik“ ausspricht und soziale Projekte fördert, „dies aber nicht für Werbezwecken missbraucht“, wie er sagt, setzt im Wirtschaftsleben auf ethische Orientierung. Es bedürfe heute umso mehr einer Besinnung auf grundlegende Werte, unterstrich Hipp und verwies auf Pestalozzi, der „Haupt, Hand und Herz“ als Orientierung genannt habe. Sie bedeuten, so Hipp, Grundwissen, Geschicklichkeit und Kreativität sowie “anständigen Umgang“ miteinander. Dazu zähle er Tugenden wie klug, gerecht und tapfer sein sowie Maß zu halten. „Unsere Wirtschaft lebt zwar davon, dass man immer mehr möchte. Es gibt aber ein Maß, das über das Normale hinausgeht“, warnte er. Im betrieblichen Alltag müssen oft rasche Entscheidungen getroffen werden, so Hipp. So habe er für sein Unternehmen eine Ethik-Charta erstellt, die langfristig einerseits Erfolg sichern als auch die Qualität halten und für Konsumenten leistbare Preise garantieren soll. | | |    |
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| | 27.06.2009 08:37:49 | | Neue Aktivitäten der Johannes-Messner-Gesellschaft | (news.stjosef.at, Michael Dräger) Bei der heurigen Generalversammlung der Johannes Messner-Gesellschaft im Club 4 am Stephansplatz wurde Msgr. DDr. Johannes Klinger, Pfarrer von Döbling-St. Paul und Schüler von Johannes Messner zum neuen Obmann und Präsidenten gewählt. Dem Gründer und langjährigen Vorsitzenden der Gesellschaft em. Univ.-Prof. DDr. Rudolf Weiler wurde für seine Verdienste um die Verbreitung des klassischen Naturrechts in Österreich und Europa ein herzlicher Dank ausgesprochen. Unter seiner Führung veranstaltete die Johannes-Messner-Gesellschaft zahlreiche Symposien zum Thema, zuletzt im Herbst 2007 in Mödling zum Thema „Naturrecht in Evolution“. Ebenso wurde ein Verfahren für die Seligsprechung Messners eingeleitet sowie das Gesamtwerk des Priestergelehrten neu aufgelegt. In den Vorstand wurden u.a. folgende weitere Personen gewählt: Pfarrer Msgr. Dr. Ernst Kallinger als 1. Stellvertreter, Msgr. Dr. Werner Freistetter, Bischofsvikar der Militärdiözese als 2. Stellvertreter des Vorsitzenden. Als „Fachleute“ wurden Dr. Senta Reichenpfader, Prof. Dr. Josef Spindelböck, Prof. Mag. DDr. Herbert Pribyl sowie Prof. em. Dkfm. Dr. Dr. h.c. J. Hanns Pichler bestellt. Klinger betonte in seiner Antrittsrede, die wissenschaftlichen Aktivitäten Weilers weiterzuführen und vor allem dem Seligsprechungsverfahren neuen Schwung geben zu wollen. Eine erste Veranstaltung ist für 15. Oktober 2009 im Klemenssaal des Kurhauses, Stephansplatz 3 geplant. Prof. Dr. Spindelböck wird zum Thema: Die Freiheit in Christus und die Bedeutung des natürlichen Sittengesetzes – eine Reminiszenz zum Paulusjahr. Ausgehend von Röm 2,14-16 wird nach dem Bezug der „Heiden“ zum natürlichen Sittengesetz gefragt und die evangelische Neuheit des Gesetzes Christi herausgestellt. Daran anschließend erfolgt eine aktualisierende Darstellung der existenziellen Zwecke Johannes Messners in natürlicher und übernatürlicher Perspektive. Für die Richtigkeit der Angaben: Dipl.-Päd. Michael Dräger, 0699 1945 1271, m.draeger@inode.at. Homepage: http://www.univie.ac.at/messner-gesellschaft/ | | |    |
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| | 26.06.2009 17:00:33 | | Ein Vorbild im "Priesterjahr" | (presse.kirche.at) Als „eine der faszinierendsten Priestergestalten des 20. Jahrhunderts“ sei der hl. Josemaría Escrivá de Balaguer „ein Vorbild im Jahr des Priesters“, sagte Bischof Klaus Küng bei einer Festmesse zum Gedenktag des Gründers des Opus Dei im Dom von St. Pölten. Escrivá sei ein wichtiger Fürsprecher für die Kirche in der heutigen Situation, um das Laienapostolat und die Priester in der Nachfolge Christi zu stärken. Josemaría Escrivá sei zunächst als „ketzerisch“ bekämpft worden, sagte Küng, „da er behauptete, dass man sich auch in der Welt heiligen kann, ohne sich in einen Orden zurückzuziehen“. Später habe der Heilige dann als „reaktionär“ gegolten, weil er „auch nach dem 2. Vatikanischen Konzil treu dem Lehramt des Papstes anhing“, wie Küng erklärte. Die „Kraft des Opus Dei – trotz aller Anfeindungen“ sei die Erkenntnis Escrivás, dass jeder Getaufte und Gefirmte „Salz und Licht“ sein könne „an dem Platz, wo ihn die Vorsehung hingestellt hat“. Der Gründer des Opus Dei, der am 26. Juni 1977 starb und 2002 heiliggesprochen wurde, habe den „Weg der Hingabe an Gott mitten in der Welt“ gelehrt, so der Bischof, und aufgezeigt, dass der jeweilige Beruf auch eine Berufung und die Familie ein „Weg der Heiligkeit“ sei. Escrivá habe gelehrt, „den Alltag in eine Begegnung mit Gott umzuwandeln als eine Gelegenheit den Menschen den Weg zum Glauben zu zeigen“. - Link: Predigt im Wortlaut. | | |    |
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| | 26.06.2009 16:58:59 | | Moraltheologische Tagung über "Sexualisierung der Medien" | | (kairos-pr.com/news.stjosef.at) Das Forum Moraltheologie Mitteleuropa lädt ein zum Thema: „Sexualisierung der Medien und die Folgen: Antworten aus psychologischem und moraltheologischem Blickwinkel“ von 24. bis 27. Aug. 2009 im Bildungshaus St. Gabriel bei Mödling (Österreich). Zielgruppen sind: Theologen, Seelsorger, Multiplikatoren aus den Breichen Schule und Kirche und katholische Psychologen. Brennpunkte: Sexualisierung der Gesellschaft und ihre Auswirkungen. Die moraltheologische Sicht: Welche Richtlinien gibt die Kirche vor? Auswirkung der Pornografie auf Frauen, Männer und auf zwischenmenschlichen Beziehungen. Abhängigkeit und Sünde: Ab wann muss der Beichtstuhl durch die Arztpraxis ergänzt werden? Auswege aus der Pornographie. Auswege aus sozialer und kultureller Dekadenz. Es referieren (u.a.) Weihbischof Prof. Dr. Andreas Laun (Salzburg), Univ. Prof. Maria Glasova (Bratislava), Prof. Dr. Josef Spindelböck (St. Pölten), Gabriele Kuby (München). Prof. Dr. Thomas Schirrmacher (Bonn), Dr. Dominik Batthyány (Wien), Philip Pöschl (Wien) Pfarrer Christian Sieberer (Wien). Genaues Programm, Fragen, Anmeldung: Dr. Gudrun Kugler, gudrun.kugler@kairos-pr.com | | |    |
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| | 26.06.2009 16:57:16 | | Vom Ankommen des Reiches Gottes bei uns | (news.stjosef.at) Im Evangelium des 13. Sonntags i.Jkr. B begegnet uns Jesus Christus vor allem als Heiland und Wundertäter. Menschen in Not wenden sich vertrauensvoll an ihn, und er hilft ihnen. Dies zeigt sich bei der Frau, die schon Jahre an einer unheilbaren Krankheit litt und die durch die Berührung mit dem Gewand Jesu geheilt wurde; dies zeigt sich noch eindringlicher in der Totenerweckung der eben verstorbenen Tochter des Synagogenvorstehers Jairus durch Jesus. Die Wunder Jesu sind Zeichen für die Nähe des Reiches Gottes. Mit dem Kommen des Gottessohnes in diese Welt hat sich etwas Grundlegendes verändert: Wir sind nicht mehr uns selber überlassen, sondern wissen, dass Gott bei uns ist (= Immanuel) und uns tröstet und stärkt in aller Not. Freilich haben manche Hörer und Leser die Botschaft Jesu auch missverstanden und gemeint, er hätte allem Elend auf der Welt ein Ende bereiten sollen. Weil dies offenkundig nicht geschehen ist, so zweifeln sie an seinem Wort oder lehnen ihn ganz ab. Deshalb ist es für uns als Glaubende wichtig zu fragen, wozu Jesus Christus in diese Welt gekommen ist. Die Antwort darauf lässt sich nur im Blick auf sein ganzes Leben finden: Wir blicken nicht nur auf seine Heilungen und Wunder und auf seine Predigt- und Lehrtätigkeit, sondern auch auf sein Sterben am Kreuz und auf seine Auferstehung. Erst dann wird vollständig sichtbar, wozu Gottes Sohn zu uns Menschen in die Welt gekommen ist. Jesus selbst hat es einmal so formuliert: „Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.“ (Joh 10,10b) Und gleich anschließend sagt er: „Ich bin der gute Hirt. Der gute Hirt gibt sein Leben hin für die Schafe.“ (Joh 10,11) - Lesen Sie die Predigt zum 13. Sonntag im Jahreskreis B in vollem Wortlaut! | | |    |
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| | 24.06.2009 16:48:25 | | Diskussion über Kirchenbeitrag in Parlaments-Ausschuss | (parlamentskorrespondenz) Am 24.06.2009 passierte ein Gesetzesantrag den Unterrichtsausschuss des österreichischen Parlaments einstimmig, der eine Anpassung der staatlichen Beiträge an die Evangelische Kirche, die altkatholische Kirche und die israelitische Religionsgesellschaft an die seit 1996 stattgefundene Geldentwertung vorsieht. Die Erhöhung beträgt jeweils 23,95% und entspricht damit der bereits vertraglich fixierten Anhebung der Zahlungen an die Katholische Kirche. Die Abgeordneten Elmar Mayer (S) und Josef Lettenbichler (V) betonten, es handle sich dabei um keine Subvention, sondern um einen gesetzlichen Auftrag, um einen Ausgleich für entzogenes Vermögen durch das NS-Regime zu schaffen. Eine breitere Diskussion fand über den Antrag des BZÖ zur Abschaffung der Beitragspflicht an Kirchen statt. Darin fordert Abgeordneter Ewald Stadler, die Einhebung von Kirchenbeiträgen nur auf freiwilliger Basis festzulegen. Den BeitragszahlerInnen sollten Widmungsmöglichkeiten ihrer Beiträge angeboten werden. Diese freie Entscheidungsmöglichkeit der BeitragszahlerInnen bezeichnete Stadler als eine zentrale Frage, die eigentlich nur mehr die katholische Kirche betreffe, und er verwies auf das italienische Modell. Er sei in engen Verhandlungen mit der Erzdiözese Wien und er wolle die Verhandlungen mit anderen Diözesen abwarten, weshalb er eine Vertagung des Antrags vorschlug. Ihm gehe es darum, die Widmungsmöglichkeit real einzuführen. Er brauche dafür keine Gesetzesbestimmung, sondern es reiche der normative Charakter. Die Abgeordneten Werner Amon (V) und Elmar Mayer (S) unterstützten den Vertagungsantrag. Amon bemerkte jedoch gegenüber Stadler, dass beim italienischen Modell alle SteuerzahlerInnen einbezogen seien. Den Einwand des Abgeordneten Josef Lettenbichler (V), der Antrag sei völkerrechtswidrig, weil Änderungen nur in Absprache mit der Kirche vorgenommen werden können, und auch verfassungswidrig, da dies eine Einmischung in die innere Angelegenheit der Kirche bedeute, begegnete Abgeordneter Ewald Stadler mit der Feststellung, der Staat habe das Recht und die Pflicht, Kirchenbeitragsangelegenheiten zu regeln. Das stelle keinen Eingriff in die inneren Angelegenheiten der Kirche dar. Die Struktur des Kirchenbeitrags zu ändern, sei ebenfalls keine Verletzung der völkerrechtlichen Freundschaftsklausel. Aufgrund der Bemerkung des Abgeordneten Harald Walser (G), man sollte grundsätzlich die Mitgliedschaft bei der Kirche, die nicht durch Eintritt, sondern durch Taufe erfolge, diskutieren, bemerkte Abgeordneter Hermann Schultes (V), es sei ohnehin relativ leicht, aus der Kirche auszutreten. Abgeordneter Ewald Stadler führte dazu aus, als BeitragszahlerIn auszutreten heiße nicht, von der Kirche "abgefallen" zu sein. | | |    |
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| | 24.06.2009 16:43:27 | | Nicht Worte, sondern "das Wort" verkünden | (radiovatikan.de) Bei seiner Generalaudienz an diesem Mittwoch ging der Papst auf das Priesterjahr ein. Dieses Themenjahr steht in Verbindung mit dem 150. Todestag des heiligen Pfarrers von Ars, Jean Marie Vianney. Vor tausenden Pilgern und Besuchern auf dem Petersplatz erläuterte Benedikt, dass sich das Priesterjahr an die Schlussphase des Paulusjahres füge. Dazu stellte der Papst einen Vergleich zwischen den beiden Heiligen her. „Paulus, der Apostel der Völker, scheint sich auf den ersten Blick von der bescheidenen Gestalt des Pfarrers von Ars sehr zu unterscheiden. Aber es gibt eine grundlegende Gemeinsamkeit: das Einssein mit Christus, welches Paulus in die Worte fasst: „Ich bin mit Christus gekreuzigt worden; nicht mehr ich lebe, Christus lebt in mir“ (Gal 2, 19f). Der heilige Jean Marie Vianney drückt es auf seine Weise aus: „Wenn ihr den Priester seht, denkt an unseren Herrn Jesus Christus“. Jesus selbst hat das Reich Gottes verkündet, und in seinem Tun, seinen Zeichen und Wundern war dieses Reich als reale Wirklichkeit offenbar. Der Priester ist aufgerufen, ein authentischer Diener des Wortes zu sein, das heißt Christus in seinen Worten und Taten sichtbar zu machen und in Einklang mit seiner Verkündung zu leben. Die priesterliche Predigt verkündet nicht Worte, sondern das Wort, das Christus ist. Daher soll sich der Priester immer mehr zurücknehmen und so am Geheimnis des Todes und der Auferstehung Christi in freier Bereitschaft teilhaben, sozusagen als lebendiges Opfer, das Gott gefällt (Röm 12,1).” Den deutschsprachigen Pilgern sagte Benedikt XVI.: „Mit Freude grüße ich die deutschsprachigen Pilger und Besucher, besonders die Wallfahrer der Diözese Bozen-Brixen in Begleitung von Bischof Karl Golser sowie die Gruppe aus dem Bistum Innsbruck mit Bischof Manfred Scheuer. Der heutige Tagesheilige Johannes der Täufer ruft uns auf: „Bereitet dem Herrn den Weg, ebnet ihm die Straßen!“ (Mk 1, 3). Wollen wir in unserem Alltag Christus Raum geben und Boten seiner Liebe sein. Gottes Geist helfe euch, das Gute zu vollbringen. Ich wünsche euch eine gesegnete Zeit in Rom.” | | |    |
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| | 22.06.2009 16:24:33 | | Alttiroler Bischöfe feierten Messe am Herz-Jesu-Sonntag | (kirchen.net) Der dreisprachige Gottesdienst am gestrigen Herz-Jesu-Sonntag im Dom von Bozen mit anschließender Prozession unter dem Motto „Im Glauben verbunden“ bildete den Höhepunkt der Feiern anlässlich des Gedenkjahres an die Ereignisse von 1809. An der Eucharistiefeier nahmen neben den Bischöfen des alten Tirol (Erzbischof Luigi Bressan, Trient, Erzbischof Alois Kothgasser, Salzburg, Bischof Manfred Scheuer, Innsbruck, und Bischof Karl Golser, Bozen-Brixen) auch Vertreter der Katholischen Kirche von Bayern, Sachsen und Frankreich teil. Zudem sind zur Feier Äbte und Ordensobere gekommen sowie Vertreter der christlichen Konfessionen, die Landeshauptleute, die Landtage und Landesregierungen von Trient, Innsbruck und Bozen. Kerngedanke der Predigt von Diözesanbischof Karl Golser war die Liebe Gottes, die sich im geöffneten Herzen Christi zeigt. „Christus will, dass wir dankbar auf sein geöffnetes Herz schauen, von ihm die Liebe lernen, uns innerlich tränken lassen von dem, was aus der Seitenwunde Jesu entströmt; vom Wasser, das für die Taufe steht, und vom Blut, das die Eucharistie symbolisiert“, so Golser. Der Bozener Bischof lud ein, den von den Bischöfen des alten Tirol erstellten Hirtenbrief „Sie werden auf den blicken, den sie durchbohrt haben“, in den Pfarreien sowie in den katholischen Vereinen und Verbänden zu besprechen, um daraus Anregungen zu bekommen und Orientierung zu finden. Nach der Eucharistiefeier folgte die Herz-Jesu-Prozession durch die Straßen der Altstadt von Bozen. | | |    |
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| | 22.06.2009 16:19:35 | | Obama löst Bioethikrat auf | (zenit.org) In einem Brief wurde den Mitgliedern des US-Bioethikrats mitgeteilt, dass ihre Tätigkeit nicht mehr erforderlich sei. Einige interessante Berichte und eine weitere Sitzung wären vorgesehen gewesen, ehe die offizielle Amtszeit dieses Beratungsgremiums im September zu Ende gegangen wäre. Als US-Präsident Barack Obama kürzlich eine Verordnung erließ, die das Forschen und Klonen von Embryonen ermöglichte, stieß das bei zehn der 18 Mitglieder des Bioethikrats auf Kritik. Einige Beobachter meinen nun, dass Präsident Obama mit dieser Maßnahme weitere Kritik an seinen Maßnahmen im Bereich der medizinischen Forschung verhindern will. Gegenwärtig arbeiten die National Institutes of Health (NIH) vom US-Gesundheitsministerium, die wichtigste Behörde für biomedizinische Forschung in den USA, an neuen Richtlinien für die bundesweite Förderung von Forschung an embryonalen Stammzellen. Am 7. Juli sollen die Richtlinien bekannt werden. Kritische Stellungnahmen des offiziellen Bioethikrats wären hier unangenehm gewesen. Tatsächlich sind auch die von den NIH vorgeschlagenen Richtlinien restriktiver, als es sich der US-Präsident gewünscht hatte. Sie beschränken sich auf die Verwendung überzähliger Embryonen, während Obama auch das Klonen von Embryonen für Forschungszwecke verlangt. Dass die NIH-Richtlinien das Erzeugen und Vernichten von Embryonen verhindern, verstört auch einige Wissenschaftler. Alta Charo, Professor für Recht und Bioethik an der Universität von Wisconsin und Mitglied von Obamas Übergangsteam, meinte, dass eine neue Bioethikkommission der Regierung dabei helfen könnte, eine ethisch vertretbare Politik umzusetzen. Gegenwärtig besteht noch die Möglichkeit, Informationen von der Website des US-Bioethikrats zu bekommen: http://bioethics.gov. Dort sind einige Berichte und Hintergrundmaterialien zu finden, darunter auch das Wortprotokoll der Sitzung mit dem ersten Präsidenten des deutschen Nationalen Ethikrates, Spiros Simitis: http://bioethics.gov/transcripts/sep02/session6.html | | |    |
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| | 21.06.2009 15:39:20 | | Papst besuchte Schrein von Pater Pio | | (radiovatikan.de) Papst Benedikt XVI. hat an diesem Sonntag den Wallfahrtsort des populärsten Heiligen Italiens, Pater Pio, besucht. Beim Gottesdienst mit Zehntausenden Gläubigen im süditalienischen San Giovanni Rotondo würdigte der Papst den wundertätigen Kapuziner, der 1968 starb, als Vorbild im Glauben. Benedikt reiste wegen der unsicheren Witterung mit dem Flugzeug - statt wie vorgesehen mit dem Helikopter – an. Zunächst begab er sich in die Krypta der Wallfahrtskapelle „Santa Maria delle Grazie“, um vor den sterblichen Überresten des Heiligen zu beten, die dort in einem gläsernen Schrein zur Verehrung ruhen. Begleitet wurde das Kirchenoberhaupt von Mitgliedern des Kapuzinerkonvents, darunter der Generalminister des Ordens, der Schweizer Mauro Jöhri. Beim Gottesdienst konzelebrierten Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone und der scheidende Bischof von Manfredonia, Domenico Umberto D’Ambrosio, der viele Jahre lang für das Heiligtum zuständig war. Nach der Messe betete Benedikt mit den Tausenden versammelten Gläubigen das Angelus-Gebet. Nächster Programmpunkt - nachmittags um 16.30 Uhr: ein Besuch des Krankenhauses „Casa Sollievo della Sofferenza“, übersetzt „Haus der Linderung des Leidens“, und der dort stationierten Patienten. Die von Pater Pio initiierte Klinik ist eines der am besten ausgestatteten Krankenhäuser Italiens und ein wichtiges medizinisches Forschungszentrum. Um 17.30 Uhr traf sich der Papst in der Kirche des Heiligen Pio von Pietrelcina mit Priestern, Gläubigen und Jugendlichen. | | |    |
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| | 20.06.2009 04:53:16 | | Papst hat Priesterjahr eröffnet | (news.stjosef.at) Mit einer feierlichen Vesper hat Papst Benedikt XVI. am Herz-Jesu-Fest das Priesterjahr eröffnet. Am 16. Juni hatte er ein Schreiben zum Priesterjahr veröffentlicht. Darin heißt es unter anderem: Dieses Jahr, das dazu beitragen möchte, das Engagement einer inneren Erneuerung aller Priester für ein noch stärkeres und wirksameres Zeugnis für das Evangelium in der Welt von heute zu fördern, wird 2010 wiederum an diesem Hochfest seinen Abschluß finden. „Das Priestertum ist die Liebe des Herzens Jesu“, pflegte der heilige Pfarrer von Ars zu sagen.[2] Diese bewegende Formulierung veranlaßt uns vor allem, uns innerlich angerührt und dankbar bewußt zu werden, welch unermeßliches Geschenk die Priester nicht nur für die Kirche, sondern auch für die Menschheit überhaupt sind. Ich denke an all die Priester, die in Demut Tag für Tag den Christgläubigen und der ganzen Welt die Worte und Taten Christi nahebringen, indem sie versuchen, mit ihren Gedanken, ihrem Willen, ihren Gefühlen und ihrem gesamten Lebensstil mit ihm übereinzustimmen. Wie könnte man es versäumen, ihre apostolischen Mühen, ihren unermüdlichen und verborgenen Dienst und ihre im Grunde allumfassende Liebe zu unterstreichen? Und was soll man zu der mutigen Treue so vieler Priester sagen, die – wenn auch inmitten von Schwierigkeiten und Unverständnis – ihrer Berufung treu bleiben, „Freunde Christi“ zu sein, die von ihm in besonderer Weise gerufen, erwählt und ausgesandt sind? Link: www.annussacerdotalis.org | | |    |
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| | 20.06.2009 04:49:32 | | Pfarrer Friedl kehrt zum Zölibat zurück | | (kath.net/kathpress.at/dioezese-linz.at/news.stjosef.at) Der Pfarrer von Ungenach, Josef Friedl, hat sich entschlossen, zur zölibatären Lebensweise zurückzukehren. Dies teilte der Linzer Diözesanbischof Ludwig Schwarz am Freitag bei einer Pressekonferenz in Linz mit, wie das Bistum Linz bekannt gab. Bereits vor der Begegnung österreichischer Bischöfe mit Papst Benedikt XVI. und dessen leitenden Mitarbeitern sei eine entsprechende "schriftliche Erklärung" von Pfarrer Friedl vorgelegen, berichtete Schwarz. Darin habe Friedl betont, er wolle wieder "mit ungeteiltem Herzen als Priester der Kirche dienen" und auch "all jene Verpflichtungen wieder ernst nehmen", die er vor der Priesterweihe übernommen habe. Dazu gehöre auch die zölibatäre Lebensform, betonte Schwarz. Wörtlich sagte der Linzer Bischof: "Ich nehme sein Wort ernst". Bischof Schwarz sprach von einer "sehr positiven Wendung" und berichtete von insgesamt sechs Begegnungen in den vergangenen zwei Monaten mit dem Pfarrer von Ungenach. Dabei habe man die Situation besprochen und auch gemeinsam gebetet. Die schriftliche Erklärung Friedls übergab Bischof Schwarz auch dem Papst und den römischen Kardinälen. - In Medienberichten wurde im Anschluss an die Pressekonferenz von Bischof Ludwig Schwarz in Linz am 19. Juni 2009 kolportiert, dass Pfarrer Friedl nichts von so einem Schreiben wisse. Mit "Verwunderung" hat der Linzer Diözesanbischof Ludwig Schwarz auf die medial verbreitete angebliche Äußerung von Pfarrer Josef Friedl reagiert, dass dieser nicht bereit sei, zölibatär zu leben. Wie Bischof Schwarz am späten Freitagabend im Gespräch mit "Kathpress" sagte, stehe diese Aussage im Widerspruch zu den Begegnungen mit Pfarrer Friedl in den letzten Monaten. Pfarrer Friedl habe von sich aus - vor der Reise von Bischof Schwarz in den Vatikan - eine schriftliche Erklärung abgegeben, in der er seine Rückkehr zur zölibatären Lebensweise betont. Bischof Schwarz unterstrich im Gespräch mit "Kathpress" seine Feststellung bei einer Pressekonferenz am Freitagmittag: "Diese Worte nehme ich sehr ernst". Bischof Schwarz betonte, er habe sich inzwischen bemüht, mit Pfarrer Friedl in Kontakt zu treten, um die nun im Raum stehenden Widersprüche aufzuklären. Wörtlich sagte der Linzer Diözesanbischof: "Meine Absicht ist es, die Situation so rasch wie möglich mit Pfarrer Friedl persönlich zu klären und die notwendigen Konsequenzen zu ziehen". - Diözesansprecher Ferdinand Kaineder stellte in diesem Zusammenhang später klar: „In diesem Fall liegt ein Missverständnis vor. Pfarrer Friedl war in den letzten beiden Wochen in Israel und nach der Rückkehr gestern gleich wieder voll im pastoralen Einsatz (zB. Begräbnis). Es kam daher zu keinem direkten Kontakt zwischen Bischof und Pfarrer Friedl, wo ihm der Bischof das Ergebnis aus Rom hätte mitteilen können. Insofern hat Pfarrer Friedl in einzelnen sehr kurzen Telefonaten reagiert mit: ‚Ich weiß von nichts’ oder ‚Mir ist kein Schreiben (aus Rom) bekannt’. Er hatte bis dahin noch keine Nachricht davon erhalten, dass seine Erklärung, die er dem Bischof gegenüber abgegeben hat, in Rom behandelt und angenommen wurde.“ | | |    |
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| | 20.06.2009 04:41:13 | | Die Liebe des Heiligsten Herzens Jesu | | (news.stjosef.at) Am vergangenen Freitag wurde das Herz-Jesu-Fest gefeiert, und der darauf folgende Sonntag wird auch als Herz-Jesu-Sonntag bezeichnet. Mit einer feierlichen Vesper hat Papst Benedikt XVI. das „Jahr der Priester“ eröffnet, das unter dem besonderen Patronat des heiligen Pfarrers von Ars steht, dessen 150. Todestag sich heuer am 4. August jährt. Jesus Christus ist der wahre Sohn Gottes; er ist auch der Menschensohn. Im Menschsein des Erlösers hat uns Gott seine ganze Liebe offenbart. Das Herz Jesu wurde am Kreuz geöffnet, als der Soldat mit der Lanze die Seite des bereits verstorbenen Herrn durchstieß und Blut und Wasser herausströmte. Dies war ein Hinweis auf den Quell der Liebe, der geöffnet wurde durch den Opfertod Jesu am Kreuz. Das Blut ist ein Zeichen für die heilige Eucharistie, das Wasser steht für die Taufe, in der wir die Gnade des Heils zuerst empfangen haben. Die einzig angemessene Antwort auf die unermessliche Liebe des Erlösers kann nur wiederum Liebe sein: Jesus Christus hat sich uns ganz geschenkt; auch wir wollen ihm unser Herz in Liebe schenken. Jesus Christus schenkt sich uns vor allem in der heiligen Eucharistie, wo er gegenwärtig wird als wahrer Gott und Mensch. Durch den Dienst der Priester wird dieses Geheimnis gegenwärtig, wenn der Priester in der Person Christi die Wandlungsworte sprechen darf. - Lesen Sie die Predigt zum 12. Sonntag i.Jkr. B im vollen Wortlaut! | | |    |
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| | 17.06.2009 15:54:59 | | Priesterweihen bei "Piusbruderschaft" weiterhin unerlaubt | | (radiovatikan.de) Priesterweihen bei den Piusbrüdern sind aus katholischer Sicht weiterhin unerlaubt. Das schreibt der vatikanische Pressesaal an diesem Mittwoch in einer Pressenote. Auch wenn den vier Lefebvre-Bischöfen die Exkommunikation genommen wurde, bedeute das nicht, dass die Bruderschaft eine kanonische Stellung innerhalb der katholischen Kirche habe, so die Note weiter. Solange die Bruderschaft keinen ordentlichen Status in der katholischen Kirche besitze, seien ihre Mitglieder nicht berechtigt, irgendeinen Dienst in der Kirche auszuüben, so die vatikanische Stellungnahme. Der Vatikan verwies dabei auf den Brief von Papst Benedikt XVI. an die Bischöfe vom 10. März. Darin werde die Klärung von Lehrfragen als Voraussetzung für eine kirchenrechtliche Anerkennung der Gemeinschaft benannt. Die Umstrukturierung der vatikanischen Kommission „Ecclesia Die“ stehe laut der Stellungnahme in nächster Zeit bevor. Diese war bisher für die Piusbruderschaft zuständig gewesen. Erst nach der Festlegung des neuen Status dieser Kommission könne es einen Dialog mit den Verantwortlichen der Piusbruderschaft geben. Inhalt der künftigen Gespräche sei „die gewünschte Klärung der lehrmäßigen und nachfolgend auch der disziplinären Fragen, die völlig offen sind“, so der Vatikan. – Die Priesterbruderschaft St. Pius X. gab kürzlich bekannt, dass sie am 27. Juni in Zaitzkofen die Priesterweihe durchführen will. An diesem Montag erklärte die Bruderschaft, dass sie mit der Priesterweihe „die Einheit mit der Kirche Roms zum Ausdruck bringen möchte“. | | |    |
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