| | 11.11.2009 05:23:38 | | Keine Finanzierung von "Abtreibungen aus freien Stücken" | (radiovatikan.de/kath.net) Die US-Bischöfe sind erleichtert darüber, dass sie eine ihrer wichtigsten Forderungen an Barack Obamas Gesundheitsreform durchsetzen konnten. Bei der Abstimmung über die Reform im Repräsentantenhaus fand sich eine große Mehrheit für eine Regelung zur Abtreibung. Sie präzisiert, dass Abtreibungen aus freien Stücken nicht durch das öffentliche System finanziert werden. "Die Bischofskonferenz wird sich wachsam daran beteiligen, dass diese grundsätzlichen Zusagen eingehalten und in den abschließenden Gesetzestext einfließen werden", sagte der Vorsitzende der Konferenz, Kardinal Francis George, in einem Statement am Montag. Die Bischöfe blieben jedoch "tief besorgt" über den weiteren Gang des Gesetzentwurfes. Besonders die Regelungen zur Integration von armen und hilflosen Menschen in die Gesundheitsvorsorge müssten darin Eingang finden. | | |    |
|
| | 10.11.2009 08:26:28 | | Kardinal Schönborn lehnt Kreuz-Urteil des EGMR ab | (stephanscom.at) Kardinal Christoph Schönborn hat in der ORF-Sendung "Orientierung", am Sonntag, 8. November 2009, seine ablehnende Haltung zum Kreuz-Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte bekräftigt. Er sehe darin ein Fehlurteil, von dem er hoffe, das es keinen Bestand haben werde, sagte der Wiener Erzbischof: "Es ist keine Beeinträchtigung der Freiheit des Anderen, wenn Menschen ihre religiöse Identität in der Öffentlichkeit zum Ausdruck bringen". Das Kreuz in den Klassenzimmern verstoße in Österreich nicht gegen die weltanschauliche Neutralität des Staates, unterstrich der Kardinal. Der Staat akzeptiere damit, dass sich eine klare Mehrheit der Bürger zur christlichen Religion bekenne: "Dass dem auch im öffentlichen Raum Rechnung getragen wird, ist völlig legitim". Kardinal Schönborn appellierte, die wahre Bedeutung des Kreuzes stärker wahrzunehmen. Aus dem Leben Christi heraus sei es "ein Zeichen der Erlösung, des Heils, der Vergebung und ein Zeichen des Friedens statt der Gewalt, des Gewaltverzichts statt der Rache". Das Kreuz stehe zudem für die christlichen Wurzeln Europas. | | |    |
|
| | 10.11.2009 08:25:03 | | Vatikan-Dokument zu Anglikanern veröffentlicht | (radiovatikan.de) Am 4. November hat Papst Benedikt XVI. die angekündigte Apostolische Konstitution unterschrieben, die es Anglikanern unter Beibehaltung ihrer Tradition ermöglicht, katholisch zu werden. An diesem Montag wurde diese Konstitution mit dem Titel „Anglicanorum Coetibus“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Gemeinsam mit der Apostolischen Konstitution hat Papst Benedikt die ergänzenden Normen in Kraft gesetzt, die die Umsetzung des Dokuments festlegen. Damit ergibt sich ein rechtlicher Rahmen für die Entstehung der geplanten Personalordinariate für ehemalige Anglikaner. Die Regeln legen fest, dass die (noch zu gründenden) Ordinariate zwar direkt der Glaubenskongregation unterstehen. Doch in ihren Aktivitäten und Zulassungen zu den Weihen sollten und müssen sie eng mit den Ortsbistümern zusammenarbeiten. Die ehemaligen Anglikaner sind auch in ihrer pastoralen Arbeit den katholischen Ortsbischöfen unterstellt. Ebenso können katholische Geistliche oder Ordenschristen in den Ordinariaten pastoral arbeiten, aber ebenfalls unter der Leitung des Ortsbischofs. Mit allen diesen Regelungen wird gewährleistet, dass keine Sonderbistümer neben den katholischen Bistümern entstehen. Ähnliche Absichten haben die Regelungen über die Kleriker, die in den Ordinariaten geweiht werden. Die Normen schließen aus, dass in der katholischen Kirche geweihte Priester das Priesteramt in den neuen Ordinariaten ausüben. Diese Regelung betrifft unter anderem den Primas der so genannten „Traditional Anglican Communion“, Erzbischof John Hepworth. Er war 1968 in der katholischen Kirche zum Priester geweiht worden, bevor er 1976 in die anglikanische Kirche aufgenommen wurde. Hepworth hatte die Ankündigung der Konstitution begrüßt und seinen Willen bekundet, katholisch zu werden. Doch er wird in den zu gründenden Ordinariaten nicht Priester werden können. Ebenso wird katholisch getauften Christen, wenn sie nicht in eine anglikanische Familie eingeheiratet haben, die Mitgliedschaft in den Ordinariaten verwehrt. Auch hier soll so vermieden werden, dass eine Parallelkirche zur katholischen Kirche entsteht. Die anglikanischen Traditionen sollen erhalten bleiben. Auch wenn die Priesterkandidaten im Ordinariat gemeinsam mit den katholischen Seminaristen ausgebildet werden, so sollen sie eine eigene Zusatzausbildung bekommen. Ziel der Initiative des Papstes ist es, den geistlichen, liturgischen und pastoralen Reichtum der anglikanischen Tradition zu erhalten und gleichzeitig eine sichtbare Einheit mit der katholischen Kirche zu schaffen. So werden weiterhin Eucharistie, Stundengebet und andere liturgische Feiern nach anglikanischen Ritus möglich sein. Komplizierter werden die Regelungen, wenn es um verheiratete anglikanische Bischöfe und Priester geht. Alle anglikanischen Priester müssen sich weihen lassen, wenn sie das Amt auch in den Ordinariaten ausüben wollen. Verheiratete Priester dürfen grundsätzlich Mitglied der Ordinariate werden. Auch verheiratete anglikanische Bischöfe dürfen katholisch werden; aber wollen sie innerhalb des anglikanischen Ordinariats ein Leitungsamt ausüben, so ist ihnen das nur als Priester und nicht als Bischof gestattet. Ihre Weihe wird nicht anerkannt. Trotzdem dürfen ehemalige Bischöfe vom Papst die Erlaubnis erbitten, weiterhin die Zeichen der Bischofswürde tragen zu dürfen, also Kreuz, Mitra, Ring und Krummstab. Grundsätzlich solle es möglich sein, im Einzelfall auch als verheirateter Mann in den Ordinariaten Priester werden zu können, auch wenn die Zölibatsbestimmungen in Zukunft auch für die ehemaligen Anglikaner die Regel sein sollen. - Link: Dokument im Wortlaut (Übersetzung von kath.net). | | |    |
|
| | 07.11.2009 08:42:49 | | Die Aktualität des Naturrechts | (kathpress.at) Die Aktualität des Naturrechts ist unbestritten und für das Gedeihen der Gesellschaft von unbedingter Notwendigkeit. Das war der Tenor einer Podiumsdiskussion am Donnerstag in Wien anlässlich der Präsentation des neuen Sammelbands "Naturrecht in Anwendung". Das von Prälat em.Prof. Rudolf Weiler und em.Prof. Herbert Schambeck herausgegebene Buch beinhaltet vor allem Vorlesungen Weilers aus den Jahren 1996 bis 2008 im Gedenken an Johannes Messner, den Gründer der "Wiener Schule der Naturrechtsethik". Der Band enthält die von Weiler gehaltenen "Johannes Messner Vorlesungen" an der Universität Wien sowie seine Vorlesungen an den philosophisch-theologischen Hochschulen von St. Pölten und Heiligenkreuz. Weiters auch Abhandlungen über Sportethik, über das Institut für Friedensforschung an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien sowie über den Verein zur Förderung der katholischen Sozialethik in Mittel- und Südosteuropa. Prof. Schambeck beschäftigt sich in seinen Beiträgen u.a. mit der Messner-Lehre von Recht und Staat. Prof. Weiler brach in seinen Ausführungen bei der Buchpräsentation eine Lanze für eine Sozialethik, die in der Natur des Menschen begründet ist. Er verwies in diesem Zusammenhang mehrmals auf Papst Benedikt XVI., der sich immer wieder - u.a. in seiner Sozialenzyklika "Caritas in Veritate" für das Naturrecht ausgesprochen hatte. Als "Vorbild eines Priestergelehrten", der seiner Zeit oftmals weit voraus gewesen sei, bezeichnete Prof. Schambeck Johannes Messner. Aussagen der Sozialenzykliken der Päpste von Paul VI. über Johannes Paul II. bis zu Benedikt XVI. seien bei Messner schon grundgelegt gewesen, so Schambeck. Wie der frühere Bundesratspräsident ausführte, habe Messner mit seiner Naturrechtslehre die systematische Grundlage für die Ausführung der katholischen Soziallehre in Rechts-, Staats-, Sozial und Wirtschaftsethik bereitet. Scharf kritisierte Schambeck die "Diktatur des Relativismus" und führte in diesem Zusammenhang als warnendes Beispiel die jüngste Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte in Straßburg an, wonach Kreuze in Klassenzimmern in Italien künftig verboten sind. Ein solches Urteil stehe der Idee eines vereinten Europas als Rechts- und Wertegemeinschaft diametral gegenüber, zeigte sich Schambeck überzeugt. Nachdem mit dem Reformvertrag von Lissabon für die Europäische Union nun ein neues Kapitel aufgeschlagen wird, sah Schambeck die Kirchen in der besonderen Pflicht, sich für eine solche Werte- und Friedensgemeinschaft einzusetzen. Vom Naturrecht als "Klammer, die alle Völker zusammenhält" sprach der Leiter des "Instituts für Religion und Frieden" (IRF), Bischofsvikar Werner Freistetter. Er wies damit auf die Verbindung von Naturrecht und Menschenrechte hin. Für den Frieden in der Welt und die Entwicklung der internationalen Gemeinschaft sei es unerlässlich, dass die Würde des Menschen weltweit geachtet wird, so Freistetter. Diese Einsicht müsse bei aller kulturellen Verschiedenheit von allen geteilt werden. Seit Juni 2009 hat die Johannes Messner-Gesellschaft mit Msgr. Johannes Klinger einen neuen Präsidenten. Er folgt auf Prälat Rudolf Weiler, der diese Funktion über viele Jahre ausgeübt hat. Msgr. Klinger ist Pfarrer von Döbling-St. Paul und war Schüler von Johannes Messner. Er gab bei der Buchpräsentation bekannt, dass der seit einiger Zeit stillgelegte Seligsprechungsprozess für Johannes Messner wieder aufgenommen wurde. Er hoffe nun auf eine zügige Fortsetzung des Prozesses, so Klinger, der vom deutschen Jesuiten P. Anton Rauscher auch das Amt des Postulators übernommen hat. Johannes Messner - 1891 in Schwaz in Tirol geboren - wurde 1914 zum Priester geweiht und habilitierte sich 1927 mit einer Studie zur Grundlegung einer systematischen Wirtschaftethik an der Theologischen Fakultät Salzburg, wo er anschließend mehrere Jahre als Privatdozent lehrte. 1935 berief ihn die Universität Wien als Außerordentlichen Professor für Ethik und Sozialwissenschaften. Mittlerweile war Messner durch sein erstes großes Werk "Die Soziale Frage" bekannt geworden. Er entwickelte darin eine umfassende Sozialkritik, zeigte dabei das Scheitern von Kapitalismus und Sozialismus auf und betonte die Bedeutung einer christlichen Sozialreform für die Lösung der sozialen Frage. Durch den NS-Einmarsch verlor er seine Professur, angesichts der drohenden Verhaftung floh er über die Schweiz nach England, wo er im von Kardinal Newman gegründeten Oratorium in Birmingham Aufnahme fand. 1949 erschien, zunächst auf Englisch, Messners Hauptwerk "Social Ethics". Der Titel der bald folgenden deutschen Ausgabe lautete "Das Naturrecht". Ab 1949 nahm Messner auch wieder seine Lehrtätigkeit in Wien auf. 1962 wurde er emeritiert. Er starb am 12. Februar 1984 in Wien. Nachfolger Messner auf dem Wiener Lehrstuhl für Sozialethik wurde Prälat Weiler, der sich bis heute um die Weiterentwicklung von Messner Naturrechtslehre bemüht. O-Töne von der Buchpräsentation sind unter http://www.katholisch.at/o-toene abrufbar. Bibliographische Angabe: Rudolf Weiler / Herbert Schambeck, Naturrecht in Anwendung, Wien-Graz 2009, Neuer Wissenschaftlicher Verlag, ISBN 978-3-7083-0614-8, http://www.nwv.at | | |    |
|
| | 07.11.2009 08:38:53 | | Die Gabe der armen Witwe | (stjosef.at/predigten, JSp) Sowohl in der ersten Lesung als auch im Evangelium ist an diesem Sonntag von einer armen Witwe die Rede, die jeweils trotz ihrer eigenen Not noch bereit ist, Gutes zu tun für andere. Der Prophet Elija bittet eine Witwe in Sarepta um ein kleines Gebäck, bevor sie für sich selber und ihren Sohn aus dem letzten Rest von Mehl und Öl noch eine Speise bereitet. Denn sie hat dann nichts mehr und wird aller Voraussicht nach den Hungertod sterben müssen. Es ist nämlich eine große Dürre über das Land gekommen, sodass alle Nahrungsmittel knapp geworden sind. Die Witwe hat ein gutes Herz und denkt trotz ihrer eigenen Not noch an andere: So bereitet sie dem Gottesmann eine kleine Mahlzeit. Daraufhin aber wendet sich ihr trauriges Los: Sie wird aufs reichlichste beschenkt, indem Gott durch den Propheten ein Wunder ankündigt und wirkt: „Der Mehltopf wird nicht leer werden und der Ölkrug nicht versiegen bis zu dem Tag, an dem der Herr wieder Regen auf den Erdboden sendet.“ Im Evangelium ist es ebenfalls eine arme Witwe, die ihr Herz öffnet für andere. Nach außen hin scheint es zwar, als würde sie nur wenig geben, wenn sie in den Opferkasten beim Tempel zwei kleine Münzen hineinwirft. Andere, die reicher sind, geben offensichtlich mehr und verachten die arme Witwe. Doch Jesus, der dies beobachtet, stellt die Sache klar: Die anderen „haben nur etwas von ihrem Überfluss hergegeben; diese Frau aber, die kaum das Nötigste zum Leben hat, sie hat alles gegeben, was sie besaß, ihren ganzen Lebensunterhalt.“ Zwar hören wir dann im Evangelium nichts davon, wie es mit der Witwe weitergegangen ist; wir dürfen aber annehmen, dass auch ihr das Gute, das sie getan hat, auf reichliche Weise vergolten worden ist: wenn nicht in diesem Leben, so doch von Gott selbst in seinem himmlischen Reich. - Lesen Sie die Predigt zum 32. Sonntag im Jahreskreis in vollem Wortlaut! | | |    |
|
| | 04.11.2009 09:33:10 | | Papst heißt "Auerbacher Schulschwestern" willkommen | (kath.net) Über den Streit zwischen Bernhard von Clairvaux und Abaelard in der Theologie des 12. Jahrhunderts sprach der Papst heute bei der Generalaudienz. Auf Deutsch sagte Benedikt XVI.: "Liebe Brüder und Schwestern! Im Anschluß an die letzte Katechese über die monastische und die scholastische Theologie möchte ich heute über die Auseinandersetzung zwischen dem heiligen Bernhard von Clairvaux und Abelard, zwei Vertretern dieser beiden Richtungen, sprechen. Dabei ging es im Grunde um das Verhältnis von Glaube und Vernunft bei der theologischen Suche nach einem Verstehen der Geheimnisse der Offenbarung. Für Bernhard besitzt der Glaube eine innere Gewißheit, die sich auf das Zeugnis der Heiligen Schrift und der Kirchenväter und auf das Lehramt stützt. Das Nachdenken über die Glaubenswahrheiten steht im Dienst der Gotteserfahrung und will eine größere Liebe zu Gott entfachen. Abelard hingegen, ein geborener Denker und brillanter Redner, untersuchte die theologischen Fragestellungen mit scharfem Verstand und der aus dem Studium der Philosophie gewonnenen Denkweise. In intellektualistischem Überschwang geriet er aber auch auf Abwege, denn er achtete zu wenig auf das gebotene Verhältnis zwischen der im Glauben angenommenen göttlichen Offenbarung und den philosophisch-rationalen Instrumenten, mit denen wir das Geheimnis Gottes in einem gewissen Maß erschließen können. Nach jahrelanger und in voller Schärfe geführter Debatte zwischen den beiden Theologen sah Abelard demütig seine Fehler ein, und Bernhard zeigte große Güte, so daß es zu einer Versöhnung in der Gemeinschaft der Kirche kommen konnte. Beiden lagen die Bewahrung des Glaubens und der Sieg der Wahrheit in der Liebe am Herzen, was die Grundhaltung in einer jeden theologischen Diskussion sein sollte. Ganz herzlich grüße ich alle deutschsprachigen Pilger und Besucher und heiße heute besonders die Gruppe der Auerbacher Schulschwestern willkommen. Bitten wir Gott um die Gnade, am offenbarten Glauben und an der Gemeinschaft der Kirche festzuhalten und uns jederzeit mit Herz und Verstand in den Dienst der Wahrheit und der Liebe zu stellen. Der Herr begleite euch alle mit seinem Segen." | | |    |
|
| | 04.11.2009 09:31:53 | | Kruzifix-Urteild des EGMR sorgt für Empörung | (religion.orf.at) Die italienische Regierung reagiert mit Empörung auf das vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gefällte Urteil, wonach Kruzifixe nicht in Schulklassen hängen dürfen, weil damit das Recht der Schüler auf Religionsfreiheit verletzt wird. Auch der Vatikan ist besorgt. "In Italien wird niemand Kreuze von den Schulklassen entfernen. Dieses Urteil ist ein besorgniserregendes Signal der antispirituellen Tendenzen in Europa und bezeugt wie gefährlich der Laizismus in unserem Kontinent ist", warnte der italienische Europaminister Andrea Ronchi. Die Regierung Berlusconi hat gegen das Kruzifix-Urteil Berufung eingelegt, teilte Bildungsministerin Mariastella Gelmini mit. Auch der Vatikan bekräftigte seine Sorge wegen des Urteils. Das Kruzifix sei ein elementares Zeichen für die Bedeutung der religiösen Werte in der italienischen Geschichte und Kultur, sagte Vatikan-Sprecher Pater Federico Lombardi nach Medienangaben vom Mittwoch. Er sprach dem Gerichtshof in Straßburg das Recht ab, sich in dieser Form in ureigenste italienische Angelegenheiten einzumischen. Anscheinend wolle das Gericht die Rolle, die das Christentum in der Identität Europas spiele, negieren. Das Urteil des Gerichts sei "absurd", sagte Gabriella Carlucci, Vorsitzende der gemeinsamen Kommission von Abgeordnetenhaus und Senat für die Kinderrechte. Sowohl das zuständige Verwaltungsgericht (TAR) als auch der Staatsrat hätten darauf hingewiesen, dass das Kruzifix "Symbol der italienischen Geschichte und Kultur" sei und damit auch der Identität des Landes und der Garant der Prinzipien der Gleichheit, Freiheit und Toleranz. | | |    |
|
| | 03.11.2009 12:15:56 | | Verletzt das Kreuz im Klassenzimmer die Religionsfreiheit? | (religion.orf.at) Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat am Dienstag festgestellt, dass Kruzifixe in Klassenzimmern öffentlicher Schulen nicht mit der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) vereinbar sind. In einem Verfahren gegen die Republik Italien stellte der Gerichtshof eine Verletzung von Protokoll 1, Artikel 2 (Recht auf Bildung) in Verbindung mit Artikel 9 (Religionsfreiheit) der EMRK fest. Die Klage war von der aus Finnland stammenden italienischen Bürgerin Soile Lautsi eingereicht worden, die 2002 vom Gymnasium "Vittorino da Feltre" in Abano Terme - wo ihre beiden Kinder die Schule besuchten - verlangt hatte, dass die Kreuze aus den Klassenzimmern verschwinden müssten. Das Urteil des EGMR sieht vor, dass die Republik Italien der Klägerin 5.000 Euro als Ausgleich für den "moralischen Schaden" zahlen muss. Die Pressestelle des Gerichtshofs betonte ausdrücklich, dass es sich um das erste Urteil im Hinblick auf die Anbringung religiöser Symbole in Klassenzimmern handle. Die Entscheidung des Menschenrechtsgerichtshofs erfolgte einstimmig. Die Richter erklärten, Kruzifixe seien eindeutig ein religiöses Symbol. Dies könne für Kinder, die anderen oder keiner Religion angehören, "verstörend" wirken. Das Recht, ohne Religion zu sein, gehöre zur Religionsfreiheit. Der Staat müsse dieses Recht besonders schützen. Besonders im Bereich von Bildung und Erziehung müsse der Staat auf die konfessionelle Neutralität achten, erläuterten die Richter. Mit dem Kreuz werde das Recht der Eltern eingeschränkt, ihre Kinder gemäß ihren Überzeugungen zu erziehen. Auch das Recht der Kinder, zu glauben oder nicht zu glauben, werde dadurch verletzt. Der EGMR gab damit einstimmig einer Italienerin Recht, die bis in höchste Instanzen mit dem Versuch gescheitert war, ihre Kinder in Räumen ohne religiöse Symbole unterrichten zu lassen. Das Urteil löste in Italien Entrüstung aus. Die Regierung in Rom kündigte Beschwerde gegen die Entscheidung an. In Österreich ist die Anbringung von Kreuzen in Klassenzimmern im sogenannten Schul-Konkordat zwischen Österreich und dem Vatikan aus dem Jahr 1962 geregelt und auch im Religionsunterrichtsgesetz fixiert. Schulkreuze sind demnach in allen Klassenzimmern anzubringen, in denen die Mehrzahl der Schüler einem christlichen Religionsbekenntnis angehört. Das Konkordat steht im Verfassungsrang und kann ohne Einverständnis des Heiligen Stuhls nicht geändert werden. | | |    |
|
| | 03.11.2009 12:14:07 | | Bischof Küng: Stellungnahme zum Partnerschaftsgesetz | (presse.kirche.at/news.stjosef.at) Der St. Pöltner Diözesanbischof DDr. Klaus Küng, der zugleich auch "Familienbischof" im Rahmen der Österreichischen Bischofskonferenz ist, nimmt wie folgt Stellung zum vorgesehenen neuen Gesetz für homosexuelle Partnerschaften: "Prinzipiell halte ich eine eingetragene Partnerschaft homosexueller Paare weiterhin weder für angebracht noch für notwendig, weil die bestehenden zivilrechtlichen Bestimmungen auch gleichgeschlechtlich orientierten Personen die nötigen Sicherheiten gewähren. Es ist anzunehmen, dass auch der neue Entwurf versucht, das bestehende Eherecht mit gewissen Anpassungen auf das neue Rechtsinstitut einer eingetragenen Partnerschaft homosexueller Paare zu übertragen. Gerade darin liegt gewissermaßen der Fehler. Der Familie auf der Grundlage der Ehe zwischen Mann und Frau gebühren bestimmte Rechte – es handelt sich nicht um Privilegien – wegen der Leistungen, die die Familie insbesondere in Bezug auf die Erziehung von Kindern erbringt. Eine Übertragung solcher Rechte auf gleichgeschlechtliche Paare ist ein falscher Weg, der zur Desorientierung beiträgt. Dass im neuen Entwurf für gleichgeschlechtliche Paare keine Zeremonie vor dem Standesamt vorgesehen ist, ist grundsätzlich zu begrüßen; es bleibt allerdings abzuwarten, ob diese Regelung nicht in der Praxis umgangen werden wird. Dass hingegen kein Adoptionsrecht vorgesehen ist, halte ich für positiv, denn ein Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare wäre ein Verstoß der Gesellschaft gegenüber dem Kindeswohl, da Kinder für eine gesunde Persönlichkeitsentwicklung Vater und Mutter benötigen." (kathpress.at) Kritik kommt auch vom Direktor des kirchlichen "Instituts für Ehe und Familie" (IEF), Prof. Günter Danhel. Das Eherecht sei prinzipiell "kein taugliches Instrument, Benachteiligungen oder Diskriminierungen entgegenzuwirken", so Danhel im Gespräch mit "Kathpress. Denn das Eherecht fasse die besonderen Leistungen der Familien auf der Basis der Ehe zwischen Mann und Frau ins Auge und würdige sie rechtlich. Diese Leistungen könnten aber von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften nicht erbracht werden. Dazu gehöre etwa der besondere Beitrag der Familien zum Fortbestand des Generationenvertrages. Wörtlich sagte Danhel: "Wenn die Ehe zwischen Mann und Frau durch die Merkmale der wechselseitigen Ergänzung und die potenzielle oder realisierte Elternschaft charakterisiert wird, kann es logischerweise keine Ehe oder eheähnliche Gemeinschaft zwischen gleichgeschlechtlichen Personen geben". | | |    |
|
| | 03.11.2009 08:16:04 | | Bischöflicher Protest gegen "Pille danach" | (news.stjosef.at) Die österreichischen Bischöfe Klaus Küng, Elmar Fischer und Andreas Laun haben in einem offenen Brief an den österreichischen Gesundheitsminister folgendermaßen gegen die geplante Freigabe der "Pille danach" Protest eingelegt: Sehr geehrter Gesundheitsminister Stöger! Nehmen Sie Abstand von Ihrem Vorhaben, die „Pille danach“ in Österreich rezeptfrei einzuführen! Es gibt mehrere triftige Gründe dagegen: 1. Es ist gesundheitspolitisch unverantwortlich, einen hoch dosierten Hormoncocktail auch jungen Mädchen de facto unbegrenzt und ohne ärztliche Kontrolle verfügbar zu machen. 2. Das Präparat wirkt nicht nur ovulationshemmend, sondern auch tötend in den Fällen, in denen es die Einnistung des schon befruchteten Eis verhindert! Auch die Förderer der „Pille danach“ räumen diese ihre auch nidationshemmende Wirkungsweise ein. So belastet die „Pille danach“ nicht nur den Körper der Frau, sondern tötet möglicherweise einen bereits gezeugten neuen Menschen. 3. Es ist befremdend zu sehen, dass der Staat immer mehr nach den Kindern und Jugendlichen greift und dabei die Eltern und ihre Rechte übergeht und ausschaltet. Die rezeptfreie Pille danach wäre ein weiterer Schritt in diese besorgniserregende Richtung. 4. Ihr erstes Motiv des Handelns darf nur das Wohl der Menschen sein! Aber dieses besteht nicht darin, junge Menschen zu verleiten, noch leichtfertiger, weil scheinbar folgenlose, aber verfrühte sexuelle Beziehungen einzugehen. Sexualität ist, das wissen Sie doch so gut wie wir, nicht ein harmloses Spielzeug für Teenager! In der Hoffnung auf eine gute Entscheidung Ihrerseits verbleiben wir mit freundlichen Grüßen + Klaus Küng + Elmar Fischer + Andreas Laun Link zur Erklärung und zur Online-Petition, der sich jeder anschließen kann: http://www.frauen-schuetzen.at | | |    |
|
| | 03.11.2009 08:13:13 | | St. Pölten: Symposion stellt 850-Jahr-Jubiläum in Frage | (kathpress.at/presse.kirche.at) Die niederösterreichische Landeshauptstadt St. Pölten feiert heuer ihr 850-Jahr-Jubiläum. 1159 verlieh Bischof Konrad II. von Passau den Bürgern von St. Pölten das erste Stadtrecht Österreichs. Dieses Ereignis stand im Mittelpunkt eines Symposions unter dem Titel "St. Pölten im Mittelalter. Historische und archäologische Spurensuche", zu dem das St. Pöltner Diözesanarchiv und die Stadt St. Pölten geladen hatten. Historiker und Archäologen diskutierten dabei insbesondere das Privileg Bischof Konrads II. an die St. Pöltner Bürger im Jahr 1159, das immer wieder als Begründung des Stadtrechts interpretiert wurde. Aus wissenschaftlicher Sicht bestehen demnach Zweifel, ob dieses Privileg als Grundlage des Stadtrechts ausreicht. Das nur noch als Abschrift des Hochstifts Passau aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts erhaltene Privileg beinhaltet drei wesentliche juristische Bestimmungen, die auch in voll ausgebildeten Stadtrechten immer vorkommen. Durch das Privileg Konrads II. erhielt ein St. Pöltner Bürger, der sich vor Gericht zu verantworten hatte, das Recht, sich eines "Fürsprechers" zu bedienen. Er durfte zudem nicht gezwungen werden, sich einem Gottesurteil zu unterziehen, indem er etwa durch das Gehen auf glühenden Kohlen seine Unschuld bewies. Außerdem konnte ein St. Pöltner Bürger nur durch Aussagen von Mitbürgern, nicht durch jene von Fremden, überführt werden. Anlass zu einer erneuten Diskussion der Interpretation des Privilegs als Grundlage für das St. Pöltner Stadtrecht ist den Teilnehmern des Symposions zufolge das Fehlen anderer wesentlicher Satzungen, die für ausformulierte Stadtrechte relevant und üblich waren und wie sie sich etwa in den Stadtrechten von Enns (1212) und Wien (1221) finden. Dazu gehören strafrechtliche Bestimmungen zur Sicherung des inneren Friedens, Regelungen zu Handel und Gewerbe oder zum Zusammenleben von Christen und Juden. Entsprechend kamen die Tagungsteilnehmer zu dem Ergebnis, dass das Privileg von 1159 aus wissenschaftlicher Sicht nicht ausreiche, um die Stadtrechte zu begründen. Neben der Frage der historischen Beurteilung dieses Privilegs standen die Frühgeschichte von Stift und Stadt St. Pölten und deren Verbindung zu Bayern, konkret zum Benediktinerkloster Tegernsee und zur Diözese Passau, im Fokus der Referate und Diskussionen. Referenten der Tagung waren der Wiener Diözesanarchivar Johann Weißensteiner, der ehemalige Passauer Bistumsarchivar und Vorsitzende der Bundeskonferenz der kirchlichen Archive in Deutschland, Herbert W. Wurster, der Wiener Historiker und ehemalige Wiener Stand- und Landesarchivar Prof. Peter Csendes, die Wiener Historikerin em.Prof. Heide Dienst, der Direktor des Linzer Nordico-Museums, Willibald Katzinger, der Archäologe Ronald Risy, der Grazer Archäologe Prof. Peter Scherrer, der Wiener Kunst- und Bauhistoriker Robert Kuttig sowie Fabian Kanz von der Medizinischen Universität Wien. | | |    |
|
| | 02.11.2009 08:45:48 | | Meilenstein auf dem Weg zur Einheit | (radiovatikan.de) Papst Benedikt XVI. hat an diesem Sonntag die Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre gewürdigt. Beim Angelusgebet auf dem Petersplatz erinnerte er an den zehnten Jahrestag der Unterzeichnung am Reformationsfest 1999 in Augsburg. Dieses Dokument – zunächst unterzeichnet von Lutherischem Weltbund und katholischer Kirche, 2006 dann auch vom Weltkirchenrat angenommen – bestätige „das Einvernehmen zwischen Lutheranern und Katholiken über fundamentale Wahrheiten“, betonte der Papst. Die Fragen bezüglich der kirchlichen Rechtfertigungslehre - eines der grundlegenden Reformations-Themen Luthers - führten zum Herzen des Evangeliums und zu wesentlichen Fragen unseres Lebens. Wörtlich sagte Benedikt XVI., vor zehn Jahren Chef der römischen Glaubenskongregation, zur Frage des Verhältnisses zwischen Gott und Mensch: „Von Gott sind wir angenommen und erlöst. Unsere Existenz schreibt sich ein in den Horizont der Gnade. Sie wird gelenkt von einem barmherzigen Gott, der unsere Schuld vergibt und uns zu einem neuen Leben in der Nachfolge seines Sohnes ruft. Wir leben von der Gnade Gottes und sind dazu gerufen, auf sein Geschenk zu antworten. All das befreit uns von der Angst und verleiht uns Hoffnung und Mut in einer Welt voll Unsicherheit, Unruhe und Leid.“ Papst Johannes Paul II. habe die gemeinsame Erklärung zu den über Jahrhunderte hinweg umstrittenen Fragen als „Meilenstein auf dem nicht leichten Weg zur Wiederherstellung der vollen Einheit unter den Christen“ bezeichnet. Christen verschiedener Konfessionen seien seither „auf dem Weg gegenseitiger Verständigung nicht zuletzt durch das Gebet füreinander ein gutes Stück vorangekommen“, sagte Benedikt XVI. an diesem Sonntag. Der zehnte Jahrestag der Unterzeichnung sei folglich eine gute Gelegenheit, erneut gemeinsam über die Themen des ökumenischen Dialogs nachzudenken. Das Kirchenoberhaupt weiter wörtlich: „Ich hoffe von Herzen, dass dieser wichtige Jahrestag dazu beiträgt, dass es weiter Fortschritte gibt auf dem Weg hin zur vollen und sichtbaren Einheit aller Jünger Christi.“ | | |    |
|
| | 02.11.2009 08:37:48 | | Die Kirche steht auf der Seite des Lebens | | (kathpress.at/apa-ots.at) Ein Ende der "Schönrednerei" über die offensichtlich geplante Rezeptfreistellung der "Pille danach" forderte die Lebensschutzbeauftragte der Erzdiözese Wien, Stephanie Merckens, am Sonntag. Wörtlich sagte die Lebensschutzbeauftragte: "Wer sagt, die 'Pille danach' habe keine abtreibende Wirkung, geht davon aus, dass eine Schwangerschaft erst mit der Einnistung des Embryos beginnt. Wissenschaftlich ist aber klar, dass bereits ab Verschmelzung von Ei- und Samenzelle ein neuer Mensch entstanden ist". Wer verhindere, dass sich dieses neue menschliche Wesen in der Gebärmutter einnisten kann, beende dessen Leben, so Stephanie Merckens. Die Kirche aber stehe konsequent "auf der Seite des Lebens". Es sei völlig irreführend, ohne Unterschied zu behaupten, die "Pille danach" verhindere ungewollte Schwangerschaften, betonte die Lebensschutzbeauftragte der Erzdiözese Wien. Das sei eben nur dann der Fall, wenn diese Pille vor dem Eisprung eingenommen wird: "Zwischen Befruchtung und Einnistung wird nicht mehr verhindert, da wird beendet". Gerade bei jungen Mädchen sei darüber hinaus auch die Hormondosierung dieser Pille kritisch, erinnerte Stephanie Merckens: "Mediziner warnen vor einer unkontrollierten Einnahme 'irgendwann im Zyklus'". Junge Mädchen wären davon besonders betroffen, weil sie ihren Zyklus aller Wahrscheinlichkeit nach noch am wenigsten kennen. "Statt uns ständig zu überlegen, wie man Abtreibung noch leichter machen kann, sollten wir uns für einen menschenwürdigeren Umgang mit Sexualität stark machen. Mit Sexualität, die den Menschen achtet, Liebe schenkt und für das Leben offen ist", unterstrich Stephanie Merckens. Sie unterstütze daher die Forderung nach einem umfassenden Sexualunterricht: "Wichtig ist, dass Sexualität nicht auf mechanische Vorgänge reduziert wird. Sexualerziehung macht dann Sinn, wenn sie aus jungen Menschen liebende Menschen macht". Im Gegensatz zu vielen zeitgeistigen Strömungen, die Sex aus jeglichem Beziehungs- und Verantwortungsverhältnis reißen wollen, stehe die Kirche auf der Seite der Liebe und des Lebens: "Und der Mensch braucht Liebe. Eine Liebe, die wertschätzt und mit Leben erfüllt ist". | | |    |
|
| | 01.11.2009 12:38:41 | | "Wir feiern nicht Tote, sondern Lebende" | (stephanscom.at) Zum Gedenktag aller Heiligen am 1. November werden alle Menschen gefeiert, die bei Gott sind. Aber, "wer Gott wirklich nahe ist, ist auch nahe bei den Menschen: Das sind alle Heiligen. Wir feiern nicht die Toten, sondern die Lebenden", schrieb der Wiener Erzbischof. Die große Vision von der glanzvollen Versammlung der Geretteten vor dem Thron Gottes steht im Buch der Offenbarung des Johannes in einer Reihe von Visionen über die Katastrophen der Weltgeschichte. "Die Welt ist also nicht so dunkel, wie es dem Blick der Menschen oft scheinen möchte. Die Rettung kommt 'von unserem Gott ... und von dem Lamm' (Offb 7,10)", heißt es im Kommentar zur ersten Lesung des Allerheiligenfestes im Schott-Messbuch. Das Lied "Ihr Freunde Gottes allzu gleich, verherrlicht hoch im Himmelreich" von Friedrich Spee greift diese Vision von der Versammlung bei Gott auf. Spee erweitert die Vision, denn die Gemeinschaft der Kirche besteht aus Heiligen und lebenden Menschen. Alle Heiligen, Märtyrer und Verstorbenen, die verherrlichten Glieder der Kirche, sind die Kirche des Himmels. Das Allerheiligenfest ist ein Hochfest, das den Blick auf die Vollendung, auf das Endziel, für das Gott die Menschen geschaffen und bestimmt hat, richtet. "Am 1. November feiern wir alle die vielen, die unzähligen Menschen, die durch das enge Tor in die Weite des ewigen Lebens gelangt sind, und die uns nahe bleiben, weil sie ganz bei Gott sind. Wer Gott wirklich nahe ist, ist auch nahe bei den Menschen: Das sind alle Heiligen, die bekannten und die unbekannten", schrieb Kardinal Christoph Schönborn in der Gratiszeitung HEUTE am Freitag, 30. Oktober 2009. Der Allerheiligentag ist auch der Tag, an dem die Gräber der Verstorbenen auf den Friedhöfen von den Angehörigen geschmückt werden, eine Kerze entzündet wird, die auch noch am darauffolgenden Allerseelentag leuchtet. Es ist das so genannte "Seelenlicht", das Symbol des "Ewigen Lichtes", das den Verstorbenen leuchtet. Zum Fest "Allerseelen" schreib der Wiener Erzbischof in HEUTE: "Die Toten sind uns in diesen Tagen besonders nahe. Viele gehen auf die Friedhöfe, besuchen die Gräber ihrer Verstorbenen, zünden Grablichter an, bringen Blumen, besinnen sich, erinnern sich und beten wohl meist auch für die, die da bestattet liegen. Besuchen wir Tote? Grüßen wir den Staub, der in den Gräbern liegt? Oder die paar Knochen, die noch übrig sind? War das alles? Einige sterbliche Überreste und Namen, an die sich bald niemand mehr erinnert? Ja, das wäre das traurige Los, das auch auf uns wartet, wenn nicht ...ja, wenn es nicht vor Allerseelen das Fest Allerheiligen gäbe. Wir feiern nicht Tote, sondern Lebende." Entstanden ist das Fest Allerheiligen im 7. Jahrhundert, als Papst Bonifatius IV. am 13. Mai 609 (oder 610) das Pantheon in Rom - zuvor das Heiligtum der antiken Götterwelt - der Jungfrau Maria und allen Heiligen weihte. Er ordnete eine jährliche Feier an. Am Freitag nach Ostern wurde dieses Fest gefeiert. 100 Jahre später weihte Papst Gregor III. im 8. Jahrhundert eine Kapelle in der Basilika St. Peter allen Heiligen und legte den Feiertag auf den 1. November fest. 839 bestimmte Papst Gregor IV. diesen Gedächtnistag für die ganze Kirche. | | |    |
|
| | 01.11.2009 12:29:44 | | Allerheiligen schenkt Hoffnung | (radiovatikan.de) Das Hochfest Allerheiligen schenke der Kirche auf Erden, dem pilgernden Gottesvolk, einen Vorgeschmack auf die himmlische Gemeinschaft und belebe buchstäblich die Hoffnung auf das Ewige Leben. Daran erinnerte Papst Benedikt XVI. an diesem Sonntag. Anlässlich des von ihm ausgerufenen Priesterjahrs wolle er vor allem der heiligen Priester gedenken, so der Papst. Die Gemeinschaft mit den Heiligen sei tröstlich und verleihe dem Leben eine andere Dimension. Benedikt wörtlich: „Wir sind Teil einer geistlichen Gemeinschaft, in der eine tiefe Solidarität regiert: Das Gute eines jeden Einzelnen gereicht allen zum Vorteil und umgekehrt. Das gemeinsame Glück strahlt auf die Einzelnen aus. Das ist ein Geheimnis, das wir auf gewisse Weise schon in dieser Welt erfahren können, in der Familie, unter Freunden und vor allem in der geistlichen Gemeinschaft der Kirche.“ Das Totengedenken an Allerseelen, so Benedikt weiter, müsse stets „im echt christlichen Sinn“ erfolgen, also in dem Licht, das vom Ostergeheimnis ausgeht. „Christus ist gestorben und auferstanden und hat für uns den Weg zum Haus des Vaters eröffnet, zum Reich des Lebens und des Friedens. Wer in diesem Leben Jesus nachfolgt, wird dort aufgenommen, wohin er uns vorangegangen ist. Denken wir also daran, während wir die Friedhöfe besuchen: Dort, in den Gräbern, ruhen nur die sterblichen Überreste unserer Lieben in Erwartung der endgültigen Auferstehung. Ihre Seelen sind – wie die Heilige Schrift sagt – ,schon in den Händen Gottes’ (Weish 3,1). Die beste und wirksamste Art ihrer zu gedenken, ist das Gebet für sie, sind Werke des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe. In der Gemeinschaft der Eucharistie können wir für ihr ewiges Heil beten und die tiefste Gemeinschaft erfahren – in der Erwartung, sie wieder zu sehen und gemeinsam für immer die Liebe dessen zu genießen, der uns geschaffen und erlöst hat.“ Papst Benedikt wird am Allerseelentag für die verstorbenen Päpste beten. Am späten Montagnachmittag wird er die Gräber unter dem Petersdom besuchen. | | |    |
|
| | 30.10.2009 17:09:19 | | IEF-Beratungsdienst gemäß christlichem Menschenbild | (kathpress.at) Für einen Beratungsdienst, dem ein christlich-ganzheitliches Menschenbild zugrunde liegt, hat sich "Familien-Bischof" Klaus Küng ausgesprochen. Küng äußerte sich anlässlich eines Festgottesdienstes und Festaktes zum 25-jährigen Bestehen des Beratungsdienstes des kirchlichen "Instituts für Ehe und Familie" (IEF) am Donnerstagabend in Wien. Ein auf biologische Funktionalität reduziertes Menschenbild, wie es heute oft in der Medizin propagiert werde, wies Küng zurück. Was einen christlichen Beratungsdienst zudem von anderen Beratungsangeboten unterscheiden müsse, sei die Verwurzelung in Gott, betonte Küng. Er sei davon überzeugt, so der Bischof, dass die Probleme des Lebens umso größer und komplizierter würden, je weiter sich ein Mensch von Gott entfernt. Das gelte auch für die Gesellschaft als ganze. Die Erfahrung zeige, dass angesichts der oft schwierigen Situationen der Menschen eine geistliche Begleitung, wie sie von Seelsorgern geleistet wird, oft nicht mehr ausreiche. Er stehe deshalb voll hinter dem Beratungsdienst des IEF, betonte Küng, der in der Österreichischen Bischofskonferenz für Ehe und Familie zuständig ist und in dieser Funktion auch den Beirat des IEF leitet. Das "Institut für Ehe und Familie" wurde 1973 gegründet, 1984 wurde die Ehe-, Familien- und Lebensberatung eingerichtet, die staatlich gefördert wird. Bischof Küng wies in seiner Ansprache auf die gesellschaftliche Bedeutung dieser Einrichtung hin und zeigte sich zuversichtlich, dass die staatlichen Fördermittel auch weiterhin zur Verfügung gestellt würden. Neben dem Beratungsdienst in der Spiegelgasse 3 (1010 Wien) bietet das IEF auch Beratungen an den Bezirksgerichten Wien-Innere Stadt, Meidling, Neusiedl/See und Korneuburg an. Weiters gibt es auch eine "Online-Beratung" (Internet: www.ief.at) sowie ein "FinanzCoaching" für Menschen in finanziell schwierigen Situationen. Zwischen 25 und 30 professionelle Beraterinnen und Berater sind für das IEF tätig. In den vergangenen Jahren war das IEF neben den Beratungsdiensten u.a. auch beim Aufbau eines österreichischen "Familiennetzwerks" (2007) und des Projekts "www.familienplattform.at" federführend beteiligt. Seit 1980 führt das IEF auch wissenschaftliche Studien durch und organisiert nationale und internationale Veranstaltungen zu einschlägigen Themen. Link: www.ief.at | | |    |
|
| | 30.10.2009 17:06:43 | | Von der Freude aller Heiligen | (stjosef.at/predigten, JSp) Wenn wir uns fragen: Was treibt die Menschen an in ihrem Leben, welches Ziel haben sie, was wollen sie eigentlich? – dann wird die Antwort verschieden sein. Der eine konzentriert sich auf seine Familie, ein anderer auf einen Beruf, der ihn erfüllt, oder jemand sagt sogar ausdrücklich, er möchte alles auf Gott beziehen und ihm dienen. Wieder andere sind weniger idealistisch und sehen das Geld, die Macht oder den sinnlichen Genuss als das Eigentliche und Wichtigste im Leben an. Manche gehen hier sogar so weit, dass sie um des eigenen Vorteils willen auch bereit sind, Böses zu tun, ja Verbrechen zu begehen. Hinter all diesen Zielen steht aber bei allen Menschen – ob man sich dessen bewusst ist oder nicht – eine Suche nach Erfüllung, nach Glück und Vollendung. Es gibt keinen Menschen, der aus tiefster Überzeugung von sich sagen könnte: „Ich möchte nicht glücklich werden.“ Auch dort, wo jemand nicht mehr daran glaubt, dass er sein Glück tatsächlich erreichen kann, weil er vielleicht am Leben verzweifelt, sehnt er sich doch im tiefsten Herzen danach. Denn sonst wäre er ja nicht unglücklich, wenn er das nicht erreicht, was er sich erwartet und erhofft hatte. Im Evangelium von Allerheiligen werden uns die Seligpreisungen Jesu aus der Bergpredigt vorgestellt. Schon ihre Einleitung zeigt an, dass es um das wahre und eigentliche Glück der Menschen geht: „Selig sind, die ...“ Das Wort „selig“ ist zwar in der Alltagssprache fast verschwunden; dennoch wissen wir, was es bedeutet. Es steht für das Glück in seiner reinsten und unverdorbensten Form. Nicht eine oberflächliche Freude und Ausgelassenheit ist gemeint, die wieder vergeht und die mitunter sogar eine tiefe Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit des Herzens verdecken kann, sondern eine Freude, die bleibt und die uns nicht genommen werden kann. Als Christen werden wir sagen dürfen: Es geht um die Freude, ja die Seligkeit, die uns letztlich nur Gott schenken kann. Es geht um die Freude „aller Heiligen“, d.h. jener Menschen, die bereits bei Gott im Himmel vollendet sind, weil sie auf Erden ausgeharrt haben im Glauben und in hoffender Liebe und sie im Frieden mit Gott gestorben sind. - Lesen Sie die Predigt zum Hochfest Allerheiligen in vollem Wortlaut! | | |    |
|
| | 29.10.2009 07:53:25 | | "Eine Frau, die sich was traut" | (die-tagespost.de) Unter diesem Titel wurde in der Zeitung "Die Tagespost" am 17.10.2009 die folgende Rezension von Urs Buhlmann veröffentlicht: Berühmt ist sie schon lange und nicht erst seit Papst Paul VI. sie 1970 zur Kirchenlehrerin erhoben hat, eine Ehre, die Johannes Paul II. noch erhöhte, indem er den „Schutzengel der Kirche“, wie er sie nannte, zehn Jahre später neben Birgitta von Schweden und Sr. Teresia Benedicta a Cruce zur Mitpatronin Europas proklamierte. Berühmt ist Katarina, die als 24. Kind des Färbers Benincasa 1347 in Siena geboren wird, vor allem für eines: Durch ihre ermunternden und nachdrücklichen Worte bewegt sie – damals war sie 28 Jahre alt – Papst Gregor XI. dazu, Avignon zu verlassen und nach Rom zurückzukehren. Einer schlichten Angehörigen des III. Ordens der Dominikaner gelingt es, die „babylonische Gefangenschaft“ der Päpste in Südfrankreich zu beenden, wohin die Nachfolger Petri 1309 gezogen waren und sich damit unter den er drückenden Einfluss der französischen Könige begeben hatten. Jener Papst Gregor, selber Franzose, hört auf die Italienerin und verlässt im September 1376 gegen den wütenden Widerstand seiner Umgebung Avignon, um an den Tiber zurückzukehren. Das Medium des Briefes war es, mit dem Katarina Einfluss auf die Weltgeschichte genommen hat. 380 Briefe sind von ihr erhalten, die aber, da sie selber erst spät, wenn überhaupt, lesen und schreiben lernte, allesamt diktiert wurden. Seit Jahren müht sich die St. Josef Gemeinschaft in Kleinhain bei St. Pölten, deren Moderator Werner Schmid ein hervorragender Kenner der Nationalpatronin Italiens ist, um die Herausgabe ihrer Briefe und weiterer Schriften zur Heiligen. Bei Band 9 ist man mittlerweile angekommen, Briefe „an die Männer der Politik“ überschrieben und wie alle Bände dieser Reihe exzellent ediert und ausgestattet: Farbige Abbildungen zeitgenössischer Kunstwerke und Bauten mit Bezug auf die Briefpartner schmücken den Band. Der jeweiligen Briefgruppe wird eine historische Einführung und eine Kurz-Zusammenfassung der jeweiligen Schreiben vorangestellt, die Briefe selber sind von Rita Manlik - De Cesaris in lebendiges Deutsch übertragen worden. Ein bunter Reigen von Königen, Ratsherren, Richter und Söldnerführer sind die Empfänger der hier abgedruckten 54 Briefe: Die Herrscher von Frankreich und Ungarn sind darunter, und das Staunen darüber verlässt einen nicht, wie die mit mystischen Visionen begabte, mit 27 Jahren stigmatisierte und, auch nach damaligen Maßstäben, gänzlich ungebildete Frau mit den Mächtigen ihrer Zeit spricht. Ihre Schreiben – häufig diktierte sie mehrere gleichzeitig – entsprangen Zuständen visionärer Entzückung, die sich aber in fließend gesprochenen Sätzen mitteilten. Lange Vorreden gibt es nicht, diese Frau hat keine Zeit zu verlieren: „Ich Catarina, Dienerin und Magd der Diener Jesu Christi, schreibe Euch in seinem kostbaren Blut. Ich möchte Euch als treuen Diener der heiligen Kirche sehen, als Säule und Verteidiger dieser treuen Braut Christi“, heißt es etwa gleich zu Beginn in dem Brief an den umbrischen Söldnerführer Tommaso d'Alviano, mit dem sie diesen dazu bewegen will, militärisch und finanziell der Kirche, also dem Papsttum, zu Hilfe zu kommen. An Karl III. von Anjou Durazzo, seit 1381 König von Apulien, der 1385 den aberwitzigen Versuch unternahm, die Königreiche von Neapel und Ungarn zu vereinen und sechs Wochen später in Visegrád ermordet wurde, einen wegen seiner Grausamkeit und Machtgier berüchtigten Heerführer, schrieb sie, dass er nicht Gott gefallen könne, wenn er nicht zuvor die drei Hauptfeinde bekämpfe: „Die Welt, den Teufel und unser schwaches Fleisch. Das sind die drei Tyrannen, die – egal in welcher Position wir sind – die Gnade in unserer Seele töten, wenn wir mit der Hand unseres freien Willens das Tor (…) öffnen und sie einlassen“. Katarina forderte ihn zunächst zu inneren Umkehr auf, bevor sie ihn dazu bewegen wollte, von nun für die Kirche zu kämpfen. Vergebliches Tun bei diesem ganz von sich selbst und seinen Plänen eingenommenen Kriegsherrn! Immer wieder kommt die Dominikanerin darauf zu sprechen, dass es die menschliche Eigenliebe ist, die sich der göttlichen Barmherzigkeit widersetzt. „Die Eigenliebe ist es, die die Welt vergiftet hat“, sagt sie. Sie mache den Menschen stolz, „da sie ihn glauben lässt, dass das Gute, das er an sich hat, von ihm selbst und nicht von Gott her rührt“. Dem nicht minder ehrgeizigen Sieneser Politiker Pietro Tolomei ruft sie zu: „Es gibt viele, die über Städte und Burgen herrschen, aber über sich selbst keine Kontrolle haben. So aber ist jede Herrschaft ärmlich und unbeständig.“ Klare Worte einer Frau, die keine Angst vor Fürstenthronen kannte. Weil sie sich des Fürsten ihrer Seele allzeit bewusst war, in Gott lebte und war, konnte sie furchtlos und als gute Psychologin den Mächtigen ihrer Zeit ins Gewissen reden und dabei Gottes Ansprüche in aller Klarheit vertreten. „Sweetest of the Saints“ nannte Swinburne die große Heilige des Dominikanerordens, die im Alter von 33 Jahren 1380 in Rom stirbt, aber über die innige Jesus-Beziehung hinaus darf die in diesem Band gesammelt vertretene Unbedingtheit und Ernsthaftigkeit im Umgang mit den Großen, die sie zunächst zur Umkehr bringen und dann in den Dienst der Kirche stellen wollte, nicht in den Hintergrund treten: Eine Frau, die in der noch fast ausschließlich von Männern dominierten Frührenaissance ins Rad der europäischen Geschichte greift und auch heutigen Verantwortungsträgern etwas zu sagen hat! Für Rilke war sie „das Gewissen ihrer Zeit“. Wenn sie für Gott eintritt, ist das für sie gleichbedeutend damit, der Kirche den Rücken zu stärken. Denn „die Kirche ist Christus selber“, wie sie weiß, und der Papst „sein Stellvertreter, der süße Christus auf Erden“. Mit ähnlich klarer Entschiedenheit trat sie für einen neuen Kreuzzug ein, zu einer Zeit aber, in der diese Ausdrucksform christlichen Eifers schon anachronistisch geworden war. Sie will die Ungläubigen durch das Blut des Gottessohnes, das ja auch für sie vergossen worden ist, erlöst sehen, und sie will – ein schon mehr pragmatisches Argument –, dass die bitteren internen Kämpfe in Italien aufhören, dass nicht mehr Christen gegen Christen kämpfen. Ob ein solcher neuer Kreuzzug überhaupt erfolgreich sein könnte, ist für Katarina zweitrangig: Das innere Ringen der ins Heilige Land gezogenen Christen gehe in jedem Fall siegreich aus, weil durch den Einsatz für Christus und das vergossene eigene Blut das ewige Leben gewonnen wird. So kann nur sprechen, wer alles sub specie aeternitatis be trachtet. 1375 heißt es da im Brief an den Condottiere Bartolomeo Smeducci da Sanseverino: „Ich lade Euch im Namen des gekreuzigten Christus ein, Euer Blut für sein Blut zu opfern, wenn die Zeit kommen wird, auf die die Diener Gottes warten: wenn sie aufbrechen, um das zurückzuerobern, was uns genommen wurde.“ Zum Bild der Zeit gehört freilich auch, dass die heilige Birgitta von Schweden – Zeitgenossin Katarinas – Papst Gregor XI. ausrichtete, Christus wolle nicht, „dass der Papst Banden gottloser Christen zu seinem Grab schicke“. Vieles kann also entdecken, wer sich in die Briefe dieser bemerkenswerten und gelegentlich verstörenden Frau vertieft. Die mustergültige Edition ihrer Schreiben bietet dazu die Gelegenheit. Catarina von Siena: An die Männer der Politik, Sämtliche Briefe; hg. von Werner Schmid. 504 Seiten 60 farbige Abbildungen, Verlag St. Josef, 2009, ISBN 978-3-901853-16-6, EUR 23,80 Bestellung unter http://verlag.stjosef.at oder im Buchhandel. | | |    |
|
| | 29.10.2009 07:43:58 | | 20 Jahre Jugend für das Leben | (youthforlife.net) Jugend für das Leben beging am 17. Oktober ihren 20. Geburtstag mit einer Festmesse und einem anschließenden Festakt in den Linzer Redoutensälen. Zusammen mit über 200 Freunden und Gönnern wurde das Jubiläum der Jugend für das Leben gefeiert. Aus diesem Anlass blickte man gemeinsam auf die Geschichte des Jugendvereins und wagte auch einen Ausblick auf die Zukunft. Die Festmesse anlässlich des 20-Jahres- Jubiläums wurde vom St. Pöltener Bischof DDr. Klaus Küng in der Linzer Karmelitenkirche zelebriert (Link zur Predigt auf gloria.tv). Bischof Küng war schon in den Anfangsjahren ein treuer Begleiter der Jugend für das Leben. In seiner Predigt stellte er den Dank an Gott in den Mittelpunkt. Er dankte Gott für das Zeugnis der Jugend für das Leben und bat um den Segen für ihre weitere Arbeit. Im Anschluss an die Festmesse beging der Jugendverein den weltlichen Teil seiner Geburtstagsfeier in den Linzer Redoutensälen. Der Vorsitzende Tobias Beier blickt in seiner Rede in die Vergangenheit von Jugend für das Leben: „Die Leistungen der letzten 20 Jahre sind uns, der neuen Jugend für das Leben Generation, ein großes Vorbild.“ Weihbischof Laun verdeutlicht seine Botschaft wie schon oft in seinen Reden zum Thema Lebensschutz mit einem an die Politik des Römischen Reiches angelehnten Satz: „Im Übrigen bin ich der Meinung, dass die Fristenlösung abgeschafft werden muss.“ Vorbild seiner Formulierung seien natürlich die Worte „Ceterum censeo Carthaginem esse delendam“. Stefan Rehder, freier Journalist aus Deutschland, wagte in seiner Rede einen Ausblick auf die Herausforderungen des Lebensschutzes in den nächsten 20 Jahren. Er warnte unter anderem vor dem sich in der Wissenschaft etablierendem Transhumanismus. Der Transhumanismus ist eine philosophische Denkrichtung und aktive Bewegung, die eine Veränderung der menschlichen Spezies durch den Einsatz techologischer Verfahren befürwortet. Dazu zählen unter anderem die Gen- und Biotechnologie. Wenn sich diese Art zu denken, durchsetzen sollte, dann gibt es für den Menschen, der Fehler macht, keinen Platz mehr. Aldous Huxley’s schöne neue Welt wäre dann bittere Realität. Mit den Worten „Es war ein hoch motivierender Abend“ drückte einer der Festgäste mit einem Gästebucheintrag genau das aus, was viele ebenso empfunden haben. Ein multimedialer Rückblick, bestehend aus über hundert Fotos und zahlreichen Videoaufnahmen, zeigten anschaulich die 20-jährige Vereinsgeschichte und krönte gewissermaßen den Festakt. Die Botschaft der Jugendlichen war, ist und bleibt: „Die Ungeborenen brauchen unser aller Stimme.“ Tobias Beier resümiert dementsprechend den Aufruf, der von der 20-Jahres-Feier ausgeht: „Das Mammut-Projekt Lebensschutz ist möglich, wenn sowohl Jugendliche als auch Erwachsene alles in ihrer Macht stehende tun, um für das Recht auf Leben der ungeborenen, alten, schwachen und behinderten Menschen einzutreten.“ | | |    |
|
| | 28.10.2009 17:15:24 | | Über die rechte Art und Weise, Theologie zu betreiben | (radiovatikan.de) Zwischen Glaube und Vernunft herrscht eine natürliche, in der Schöpfungsordnung begründete Freundschaft.“ Das sagte Papst Benedikt XVI. bei der dieswöchigen Ausgabe der Generalaudienz, bei der er ganz zum Theologie-Professor auf der Kathedra Petri wurde. Benedikt sprach über die zwei großen mittelalterlichen Strömungen bzw. Arten, Theologie zu betreiben. Bei der einen geht es eher ums Hören, bei der anderen eher ums Analysieren. Ersteres wurde in den Klöstern gepflegt, letzteres in den Städten an den Kathedralschulen, „scholae“ genannt. Papst Benedikt: „Dementsprechend lassen sich zwei verschiedene Modelle des Theologietreibens unterscheiden: die monastische Theologie und die scholastische Theologie. Erstere war vornehmlich eine biblische Theologie, die vom geistlichen Ansatz der lectio divina der Mönche herrührte. Hier schloss das Verlangen nach Gott die Liebe zum Wort, die Durchdringung der Texte der Heiligen Schrift in allen Dimensionen mit ein. Diese monastische Theologie vollzog sich in einer inneren Haltung des Gebets und war ein betendes Hören auf Gottes Wort.“ Die scholastische Theologie dagegen verwendet eine andere Methode, nämlich die der Frage, auf Latein: „quaestio“, führte der Papst aus. "Von autoritativen Textsammlungen ausgehend stellen sich dem Menschen Fragen: Gegenüber dem, was die Überlieferung sagt, was das Wort Gottes sagt, brechen Fragen auf; das Wort wird zum Problem. Und nun diskutiert der Lehrer mit den Schülern zusammen, wie dieses Wort zu verstehen ist und annehmbar werden kann. Im Disput tauchen einerseits die autoritativen Quellen, andererseits die Argumente der Vernunft auf, und man versucht beides schließlich zusammenzuführen in einer Lösung, in der das Wort Gottes Antwort auf das menschliche Fragen wird und der Glaube, indem die Vernunft in ihn eingetreten ist, tiefer und persönlicher wird. Man hat dann diese „quaestiones“, diese Fragen und Dispute in Büchern zusammengefasst, die man „Summen“ nennt, systematische Formen der Theologie. So sollten die Einheit und die Harmonie der christlichen Offenbarung aufgezeigt werden, vor allem die Einheit von Vernunft und Glaube. Beide Theologien gehören zusammen: einerseits Theologie, in der die Liebe zu Gott und zum Wort Gottes anwesend ist, andererseits Theologie, in der die Nüchternheit der Vernunft und das rechte Verstehen in der jeweiligen Zeit arbeitet. Hans Urs von Balthasar hat einmal von „sitzender“ und „kniender“ Theologie gesprochen. Aber die ganze Theologie kann nicht allein im Knien und nicht allein im Sitzen gemacht werden. Beides, das betende Sich-Beugen vor Gott und das denkende Hinausgreifen in das Verstehen, gehört zusammen, damit wirkliche Theologie entsteht." Den Pilgern und Besuchern aus den Ländern deutscher Sprache sagte der Papst: „Glaube und Vernunft helfen dem menschlichen Geist bei der Suche nach der Wahrheit, nach Gott. Diese Suche muss von einer Haltung des Gebets, der Demut und des Staunens begleitet sein. Dann wächst die Erkenntnis der Wahrheit und wird echte Weisheit des Herzens. Gott schenke uns dabei das Licht seiner Gnade.“ | | |    |
|
| | 28.10.2009 17:06:10 | | Franz-Josef Overbeck zum Bischof von Essen ernannt | (kirchensite.de) Nach tagelangen Spekulationen gab es um Punkt 12 Uhr Gewissheit: Papst Benedikt XVI. hat Franz-Josef Overbeck zum vierten Bischof von Essen ernannt. Diese Nachricht gab der münstersche Bischof Felix Genn am Mittwoch (28.10.2009) vor zahlreichen Gästen im Bischofshaus am Domplatz in Münster bekannt. Gleichzeitig veröffentlichten auch der Vatikan und das Bistum Essen die Personalentscheidung. Er freue sich für das Bistum Essen und wünsche Overbeck, dass der seine neue Aufgabe "mit Bravour" meistere, sagte Bischof Genn. Gleichzeitig seien damit Trauer und Schmerz verbunden: "Ich verliere einen hoch qualifizierten Mitarbeiter im Bischofsamt", sagte Genn. Overbeck sei ihm in seiner ersten Zeit in Münster zur Hand gegangen und habe ihm geholfen. Aber, so Genn: "Das Bistum Münster ist gewohnt, weltkirchlich zu denken und abzugeben." Das Bistum Essen sei aus mehreren Diözesen zusammengesetzt: Der erste Ruhrbischof kam aus Paderborn, der zweite aus Köln, und, so folgerte Genn: "Jetzt war Münster dran." Von seiner Ernennung zum Bischof von Essen hat Franz-Josef Overbeck nach eigenen Worten in Rom erfahren. Dort hatte er sich mit Mitbrüdern getroffen, mit denen er vor 20 Jahren durch Kardinal Joseph Ratzinger zum Priester geweiht worden war. "Ich habe, wie es sich gehört, sofort 'ja' gesagt", erklärte Overbeck in seiner Ansprache. "Weil ich den Gehorsam, den ich von anderen verlange, selbst leben will." Hinter dem Titel des Ruhrbischofs verberge sich ein doppeltes Programm, sagte Overbeck. Zum einen sei ihm der Dienst des Bischofs an der Kirche im Ruhrgebiet und in Teilen des Sauerlands aufgetragen. Zum anderen sei der Ruhrbischof Bischof für alle Menschen seines Bistums und habe damit eine wichtige politische und gesellschaftliche Position: "Er ist Stimme der Kirche. Er ist bischöfliche Stimme der katholischen Soziallehre in einem für Deutschland und Europa eminent wichtigen Wirtschafts- und Lebensraum, der sich in größten Umwälzungsprozessen befindet und diese auch in den letzten Jahrzehnten bereits bestanden hat." Seine neue Diözese sei ihm nahe, sagte Overbeck. Seine Heimatstadt Marl grenzt an das Bistum Essen und gehört größtenteils zum Ruhrgebiet. Gleichzeitig sei er Westfale. "Meine Herkunft und Biografie beschreibt unter dieser Rücksicht die Schnittmenge zwischen meiner neuen Diözese Essen und meinem Heimatbistum Münster." Deutlich werde dies auch am heiligen Liudger, dem ersten Bischof von Münster, der in Essen-Werden bestattet ist. Liudger sei ein Mann "missionarischer Kraft" gewesen, sagte Overbeck: "Ein Mann, der Glaube und Kirche als Lebensform in kulturellen Umbruchzeiten geprägt und mit Leben erfüllt hat." In der heutigen Zeit mit ihren finanziellen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen, religiösen, christlichen und kirchlichen Bedingungen komme ihm als Ruhrbischof eine entsprechende Aufgabe zu: "Nämlich in unserer Zeit zusammen mit allen im Bistum Essen einen solchen missionarischen Weg zu gehen, der zeigt, wie die Menschen, der Glaube und die Kirche zusammengehören." Seinem Vorgänger, Bischof Felix Genn, dankte Overbeck für die "Spuren des Glaubens, die er als Bischof gelegt hat und in denen ich nun weitergehen kann". Zur Bekanntgabe der Ernennung im Bischofshaus waren auch Overbecks Eltern Annette und Hans-Josef Overbeck gekommen. Als Ruhrbischof sei er in der Nachfolge der Apostel nach Essen gesandt, sagte Overbeck, der mit 45 Jahren der jüngste Diözesanbischof Deutschlands ist. Er wünsche sich den "Geist des unverstellten Anfangs, der Faszination und der Frische des Glaubens und der jungen Kirche". Zum Abschluss seiner Ansprache wünschte er "wie es sich jetzt für mich als Ruhrbischof immer gehört": ein kräftiges "Glück auf!" Zu den ersten Gratulanten zählten neben Overbecks Eltern auch der emeritierte Bischof Reinhard Lettmann, der Overbeck 2007 zum Bischof geweiht hat. Auch der Essener Alt-Bischof Hubert Luthe, als zweiter Bischof des Ruhrbistums einer der Vorgänger Overbecks, war unter den Gästen. In sein neues Amt wird Overbeck am vierten Adventssonntag (20.12.2009) um 15 Uhr im Essener Dom eingeführt. | | |    |
|
| | 27.10.2009 16:31:18 | | Offizielle Lehrgespräche mit der "Piusbruderschaft" | | (radiovatikan.de/news.stjosef.at) Das nächste Gespräch zwischen dem Vatikan und der Priesterbruderschaft St. Pius X. soll im Januar stattfinden. Das Presseamt des Heiligen Stuhls korrigierte auf seiner Homepage ein Kommunique vom Montag, in dem zunächst von einem 14-tägigen Rhythmus der Verhandlungen die Rede war. Die Arbeitsgruppe aus Vertretern der Kommission Ecclesia Dei und der traditionalistischen Priesterbruderschaft St. Pius X. wolle alle zwei Monate zusammentreten, heißt es in der neuen Fassung. Der Vatikan charakterisierte die kürzlich stattgefundene erste Gesprächsrunde in einem kurzen Statement als „herzlich, respektvoll und konstruktiv“; der Dialog „über Lehr-Schwierigkeiten“ werde über die nächsten Monate fortgeführt. Zur möglichen Dauer der Gespräche wollte sich Vatikansprecher P. Lombardi nicht äußern – er sei aber froh, dass endlich die „neue Phase“ in den Beziehungen zwischen Vatikan und Piusbrüdern beginne. | | |    |
|
| | 27.10.2009 16:25:43 | | "Beichten" - eine ansprechende DVD von P. Richard Pühringer CPPS | (news.stjosef.at) Pater Richard Pühringer CPPS präsentiert aus seiner Vortragsserie "Leben aus dem Glauben" eine multimedial aufbereitete DVD zum Thema "Beichten". "Wer geht heute noch zum Beichten? Was soll ich eigentlich beichten? Ist Beichten nicht schon überholt? Eigentlich habe ich keine Sünden!" Kommen Ihnen diese Fragen und Aussagen nicht bekannt vor? Pater Pühringer inspiriert und motiviert mit Hilfe von visuellen Darstellungen, Zitaten aus dem Katechismus und Papstbriefen zur Erneuerung des Sakraments der Buße. Anschauliche Gleichnisse, stimmngsvoll mit Klängen untermalt und grundlegende Aussagen des Glaubes sind Anregung und Aufforderung zugleich, das Sakrament der Versöhnung wieder neu zu entdecken. Bestellung direkt bei: P. Richard Pühringer CPPS, Postfach 201633, D-80016 München, email: p.richard.cpps@gmail.com . Einzelpreis der DVD EUR 15,- / bei Abnahme von 10 Stk reduziert sich der Preis pro DVD auf EUR 10,- Pater Richard Pühringer hat auch einen "Beichtfolder" herausgegeben: Die Beichthilfe trägt den Titel „Wegweiser zum Glück“. Darin wird ein positives Bild des christlichen Lebens als Antwort auf Gottes zuvorkommende Liebe in Jesus Christus gegeben. Das Sakrament der Buße ist ein besonderes Angebot der Liebe Gottes, um den sündig gewordenen Menschen wieder mit Gott zu versöhnen und Versöhnung und Frieden unter den Menschen zu stiften. Ganz im Sinne des Heiligen Vaters, Papst Benedikt XVI., gibt P. Richard Impulse zur Gewissenserforschung entsprechend den 10 Geboten, wobei stets die von Gott eröffneten Lebenschancen in den Blick treten, die der Mensch in der Sünde zurückweist. Auch auf die Hauptsünden wird eingegangen. Doch nicht die Anklage, sondern die durch das reuevolle Bekenntnis und die sakramentale Lossprechung ermöglichte innere Heilung steht im Mittelpunkt dieser Hinführung zum Bußsakrament. Daher gibt es auch ganz praktische Hinweise, wie man sich auf den Empfang dieses Sakraments vorbereitet. (Preis je Stk 1 EUR) Link zur Homepage von P. Pühringer: http://www.mutter-vom-kostbaren-blut.com | | |    |
|
| | 25.10.2009 16:32:04 | | Gottesdienst zum Nationalfeiertag im Stephansdom | (stephanscom.at) Am Montag, 26. Oktober 2009, findet im Wiener Stephansdom wieder der Festgottesdienst zum Nationalfeiertag statt. Hauptzelebrant ist in diesem Jahr der stellvertretende Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz und steirische Diözesanbischof Egon Kapellari. Beginn ist um 17.00 Uhr mit Bläsermusik und der gesungenen "Mariazeller Litanei". Danach ziehen die Mitfeiernden in einer Lichterprozession durch den Dom zum Hauptaltar, begleitet von traditionellen Marienliedern. Daran schließt sich das Pontifikalamt "für Heimat und Vaterland" an, das musikalisch mit der "Mariazeller Messe" von Joseph Haydn gestaltet wird. Zum Abschluss der Feier erklingt das festliche "Te Deum" und das Geläute der "Pummerin", der größten Marienglocke Österreichs. "Mit dem Festgottesdienst wird der Nationalfeiertag seit 2007 im Stephansdom geistlich akzentuiert. Ausgehend vom Dank für Frieden und Freiheit soll der Blick für das viele Gute geweckt werden, das in Österreich geschieht. Zugleich geht es um das dankbare Gedenken an die verstorbenen Verantwortungsträger, die sich für den Wiederaufstieg Österreichs eingesetzt haben. Aber auch die Sorgen und Hoffnungen für die Zukunft des Landes sollen als Gebetsanliegen vorgebracht werden", erklärt Dommusikus Thomas Dolezal, der die Feier begründet hat. Es entstand das Konzept, die liturgische Feier "für Heimat und Vaterland" mit österreichischen Gestaltungselementen ("Mariazeller Bittrufe", Geläute der Pummerin, Kirchenmusik heimischer Meister, Litanei zu den Heiligen Österreichs) zum "Gebet für Österreich" zu verschmelzen. Der Gottesdienst zum Nationalfeiertag erfreut sich seit seiner Einführung regen Zuspruchs. "Der Nationalfeiertag im Stephansdom ist mittlerweile ein jährlicher Fixpunkt im liturgischen Kalender. Jedes Jahr wird ein anderer österreichischer Diözesanbischof zur Zelebration eingeladen, sozusagen als Vertreter der Bundesländer, deren gemeinsame Hilfe den zerstörten Dom nach dem Krieg wiedererstehen ließ. Nicht von ungefähr wird der Stephansdom als 'die Kirche' unseres Landes empfunden, auch von jenen, die, so wie ich, dieses Wiedererstehen nicht persönlich erlebt haben", so Dommusikus Thomas Dolezal. | | |    |
|
| | 25.10.2009 16:24:02 | | Afrika-Synode beendet | (radiovatikan.de) Gesänge in afrikanischen Sprachen, Bischöfe aus ganz Afrika in grünen Meßgewändern am Petrusgrab – so ist an diesem Sonntag die Sonder-Synode von Bischöfen zum Thema Afrika zu Ende gegangen. Papst Benedikt feierte mit über 240 Oberhirten aus allen Teilen des „Schwarzen Kontinents“ eine große Messe in St. Peter. Dabei forderte er, die Globalisierung müsse „alle Völker einschließen“ und dürfe niemanden an den Rand drängen. „Enwerw m anuri“ – „Welche Freude!“ Mit diesem Lied in der nigerianischen Sprache Igbo begann die Schlußmesse der Bischofssynode. Mit Papst Benedikt standen die afrikanischen Kardinäle Peter Turkson aus Ghana, Wilfrid Fox Napier aus Südafrika und Theodore Adrien Sarr aus Senegal am Hochaltar. Lesungen und Fürbitten gab es an diesem Sonntag im vollbesetzten Petersdom u.a. in den Sprachen Swahili oder Kikongo. „Die Kirche in Afrika im Dienst an Versöhnung, Gerechtigkeit und Frieden“ – mit diesem Thema hatten sich Bischöfe und Experten aus ganz Afrika seit dem 4. Oktober im Vatikan beschäftigt. „Die Synode hat betont und vorgeführt, dass die Kirche wirklich Familie Gottes ist, in der es keine ethnischen, sprachlichen oder kulturellen Spaltungen geben kann“, meinte der Papst in seiner Predigt. „Bewegende Zeugnisse haben uns gezeigt, dass der Heilige Geist auch in den dunkelsten Momenten der menschlichen Geschichte die Herzen von Opfern und Verfolgern verwandeln kann, so dass sie sich als Brüder erkennen. Eine versöhnte Kirche ist starker Sauerteig der Versöhnung auf dem ganzen afrikanischen Kontinent!“ „Nur Mut, steh auf!“ Diesen Ruf Jesu aus dem Evangelium dieses Sonntags gab der Papst den Synodenvätern mit auf den Heimweg in ihre Länder. „Steh wieder auf, Kirche in Afrika, Familie Gottes, und setz dich ein für die Neuevangelisierung, für die Versöhnung, für den Frieden über alle religiösen, ethnischen, sprachlichen, kulturellen, sozialen Grenzen hinweg! Bei dieser schwierigen Mission bist du nicht allein, Kirche in Afrika – die ganze katholische Kirche ist dir nahe!“ Sie arbeite auch dafür, „dass keinem Afrikaner mehr das tägliche Brot fehlen möge“. | | |    |
|
| | 24.10.2009 04:18:45 | | Der Zölibat als kostbare Gabe Gottes für die Kirche | (mainpost.de/news.stjosef.at) Die "Mainpost" dokumentiert ein Interview mit dem Würzburger Bischof Friedhelm Hoffmann über den Zölibat als für den Priester angemessene Lebensweise und dessen besondere Herausforderungen als Geschenk Gottes für die Kirche. Im Hintergrund steht das Bekenntnis des Hammelburger Pfarrers Michael Sell zu Frau und Kind, der seinen Abschied vom Priestertum mit einer Kampagne gegen den Zölibat verbunden hatte. Unter anderem führt der Bischof aus: "Der Priestermangel ist nicht allein durch den Zölibat bedingt, sondern durch ein Abflauen des Glaubens. In der evangelischen Kirche gibt es den Zölibat nicht, trotzdem haben sie dort dieselben Probleme wie wir. Es liegt daran, dass der Glaube in unserer Gesellschaft nicht mehr diese innere Verwurzelung hat wie früher. Wir müssen den Glauben wieder zum Glänzen bringen. Für mich ist der Zölibat ein hohes Gut." Er erzählt auch ein Beispiel: "Bei mir ist vor Jahren ein evangelischer Schauspieler gewesen, der elfmal verheiratet gewesen war. Er kam zu einem katholischen Geistlichen, weil er sich von mir eine größere Objektivität erwartete als von jemandem, der verheiratet ist und seine Erlebnisse auf andere überträgt. Ich habe im Kölner Dom 20 Jahre lang jede Woche 25 Stunden Beichte gehört. Ich glaube, dass ich einen größeren Einblick in die Ehe habe als mancher Verheiratete. Ich habe alle Facetten und Probleme im seelsorgerischen Gespräch mitbekommen. Das ist sicher kein Hindernis, um Eheleuten zu helfen." - Lesen Sie das Interview in vollem Wortlaut! | | |    |
|
| | 24.10.2009 04:13:58 | | Aus den Menschen genommen - für die Menschen bestellt | | (stjosef.at/predigten, JSp) Jeder Priester wird nach den Worten des Hebräerbriefs (5,1-6) aus den Menschen genommen und für die Menschen bestellt. Dies trifft in höchstem Maß auf unseren Herrn Jesus Christus zu: In seiner Menschwerdung ist er einer von uns geworden, ohne sein Gottsein abzulegen und aufzugeben. So gehört er ganz zu uns (als Mensch) und ganz zu seinem himmlischen Vater (als Gott). Er vermag für die Menschen einzutreten und ihre Schuld zu sühnen. Als das ganz und gar unschuldige „Lamm Gottes“ lädt er die Schuld der Menschen auf sich, um für sie bei Gott Sühne zu leisten. So hat er in seinem Blut die Versöhnung gestiftet zwischen Gott und den Menschen und auch unter den Menschen, die verfeindet und zerstreut waren. In der Lesung wird Jesus als Priester auf ewig nach der Ordnung Melchisedeks bezeichnet. Melchisedek war Priester von Salem und brachte Gott Brot und Wein als Gaben dar. So hat dieser Priester im voraus das symbolisch dargestellt, was dann im Opfer der Eucharistie Wahrheit werden sollte: Unter den Gestalten von Brot und Wein bringt Jesus Christus sich selbst dem himmlischen Vater dar und vergegenwärtigt damit das Opfer seiner Hingabe am Kreuz. Die heilige Messe, die der Priester in der Person Christi feiern darf, ist die Vergegenwärtigung von Tod und Auferstehung Christi. Daher können wir sagen: Jedes wahre Priestertum ist Teilhabe am einen und einzigen Priestertum Christi. Er ist der ewige Hohepriester, der beim Vater im Himmel für uns Menschen eintritt. - Lesen Sie die Predigt von Prof. Dr. Josef Spindelböck zum 30. Sonntag im Jahreskreis B in vollem Wortlaut! | | |    |
|
| | 23.10.2009 04:03:58 | | Tagung katholischer Singles | | (news.stjosef.at) Die Paduafahrt um gute Ehepartner (www.paduafahrt.com) und das katholische Heiratsportal KathTreff (www.kathtreff.org) laden zur Tagung katholischer Singles von 20. - 22. November 2009 im Bildungshaus St. Bernhard in Schwäbisch - Gmünd ein. "Was macht uns liebenswert", fragen sich viele katholische Partnersuchende. Unter dem Motto "Liebenswert und Attraktiv" wird dieses Thema anhand von verschiedenen Vorträgen und Workshops näher beleuchtet. Zu den interessanten und bekannten Referenten zählen u.a. Weihbischof von Stuttgart Thomas Maria Renz, P. Hans Buob und Graf Vitus Waldburg-Zeil. Eine Besonderheit ist auch der Tagungsort, an dem ein Gnadenbild der Muttergottes von Guadalupe hängt, welches zum besonderen Gebet um einen guten Ehepartner einlädt. Natürlich darf auch die gemeinsame Freizeit nicht fehlen, so wird es am Samstag Abend ein fröhliches Fest geben. Programm, Anmeldung und weitere Infos: www.kathtreff.org | | |    |
|
| | 23.10.2009 03:57:33 | | Die Sendung der Laien in Kirche und Welt | (presse.kirche.at) Die Bedeutung der Rolle der Laien bei der Neuevangelisierung unterstrich Diözesanbischof Klaus Küng bei einem öffentlichen Vortrag an der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Diözese St. Pölten. In einer zunehmend säkularisierten Welt sei es die Aufgabe der Laien, an den verschiedenen Orten in der Welt, „die die Stimme des Seelsorgers nicht erreichen kann“, „Licht und Salz“ zu sein. Küng betonte, dass die Verkündigung nicht isoliert von einem Leben aus den Sakramenten gesehen werden dürfe: „Die Verkündigung der Frohbotschaft ist mehr als Werbung.“ Dazu gehöre weiters das Bemühen um eine christliche Lebensweise. Dies seien die drei Grundvoraussetzungen, damit das Laienapostolat „echte, bleibende Frucht“ bringen könne. Um Christus wirklich nachfolgen zu können, müsse „die Einheit des Lebens gepflegt, bewahrt und entfaltet“ werden, so Küng: Es dürfe keine Spaltung zwischen dem Glauben, den man bekennt, und dem täglichen Leben geben. „Wir leben eine Schizophrenie im spirituellen Sinn“, meinte der Bischof wörtlich dazu. Die Säkularisierung sei gekennzeichnet durch ein „sittliches Auseinanderklaffen“ zwischen christlichem Glauben und gesellschaftlicher Realität. Ein Land könne jedoch nur dann wieder ein christliches werden, wenn die Menschen selbst christlich lebten, betonte Küng. Deswegen sei es „vor allem Aufgabe der Laien, dem Prozess der Säkularisierung entgegenzuwirken“. Der Ort für das apostolische Wirken der Laien könne „überall“ sein, erklärte Küng, die Möglichkeiten seien „unbegrenzt“. Dies setze jedoch voraus, „dass das Licht brennt und dass es immer wieder neu entzündet wird.“ Deswegen habe die theologische, spirituelle und menschliche Bildung der Laien „Priorität in unserer Zeit“, sagte Küng. Der Bischof unterstrich die enge Beziehung zwischen der Verkündigung der Frohbotschaft und den Sakramenten: „Die Gläubigen können nur dann Christus anderen bringen, wenn sie mit ihm verbunden sind, wenn sie ihn im Herzen tragen.“ Die Wirksamkeit der Weitergabe des Glaubens hänge von der „lebendigen und intensiven Teilnahme“ der Gläubigen am sakramentalen Leben ab. Auf der anderen Seite sollten auch jene Menschen, denen das Evangelium verkündet wird, zu den Sakramenten und einer christlichen Lebensweise hingeführt werden. „Dies stellt eine innere Notwendigkeit der Hinführung zu einem Leben in Verbundenheit mit Gott dar, denn ohne sie bliebe die Einführung in den Glauben unvollständig“, so Küng. Die Sendung der Laien in die Welt sei „nicht durch die Umstände bewirkt“, erklärte Bischof Küng, „Die Welt empfängt eine Sendung, von Gott. Sie bringt sie nicht hervor und gestaltet sie nicht.“ Die Teilnahme an der Sendung der Kirche sei „untrennbar“ mit der Nachfolge Christi verbunden. Wer in der Verkündigung mitwirke, sei nicht nur „jemand, der von etwas Geschehenem berichtet“, so Küng, er nehme vielmehr aktiv teil an jener Wirklichkeit, die er verkünde – „nicht nur mit einzelnen Taten, sondern mit seiner ganzen Existenz“. Link: Der Vortrag im Wortlaut. | | |    |
|
| | 21.10.2009 02:09:21 | | Seliger Karl von Österreich | | (news.stjosef.at) Am heutigen 21. Oktober wird in den Diözesen Österreichs der selige Karl von Österreich gefeiert (als nicht gebotener Gedenktag, alternativ zur heiligen Ursula). Im liturgischen Direktorium der Erzdiözese Wien heißt es über ihn: "Karl aus dem Hause Österreich wurde 1887 in Persenbeug geboren. Am 21. Oktober 1911 schloss er den Bund der Ehe mit Zita von Bourbon-Parma. Mit seiner Ehefrau und den Kindern führte er ein beispielhaftes Familienleben – eine wahre Hauskirche, geprägt von inniger Liebe zur Heiligsten Eucharistie und Verehrung der Seligen Jungfrau Maria, Während des Ersten Weltkrieges wurde er 1916 Kaiser von Österreich und zum König von Ungarn gekrönt. Er bemühte sich um einen gerechten und dauerhaften Frieden und förderte Recht und Gerechtigkeit. Nach dem Umsturz der staatlichen Ordnung wurde er 1919 ins Exil verbannt, lebte in Armut und ertrug seine Krankheit mit tiefem Gottvertrauen. Er starb am 1. April 1922 in Funchal auf der Insel Madeira, während er den Namen Jesu anrief." - Link: Messformular zu Ehren des seligen Karl von Österreich. | | |    |
|
Seite [1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8] [9] [10] [11] [12] [13] [14] [15] [16] [17] [18] [19] [20] [21] [22] [23] [24] [25] [26] [27] [28] [29] [30] [31] [32] [33] [34] [35] [36] [37] [38] [39] [40] [41] [42] [43] (44) [45] [46] [47] [48] [49] [50] [51] [52] [53] [54] [55] [56] [57] [58] [59] [60] [61] [62] [63] [64] [65] [66] [67] [68] [69] [70] [71] [72] [73] [74] [75] [76] [77] [78] [79] [80] [81] [82] [83] [84] [85] [86] [87] [88] [89] [90] [91] [92] [93] [94] [95] [96] [97] [98] [99] [100] [101] [102] [103] [104] [105] [106] [107] [108] [109] [110] [111] [112] [113] [114] [115] [116] [117] [118] [119] [120] [121] [122] [123] [124] [125] [126] [127] [128] [129] [130] [131] [132] [133] [134] [135] [136] [137] [138] [139] [140] [141] [142] [143] [144] [145] [146] [147] [148] [149] [150] [151] [152] [153] [154] [155] [156] [157] [158] [159] [160] [161] [162] [163] [164] [165] [166] [167] [168] [169] [170] [171] [172] [173] [174] [175] [176] [177] [178] [179] [180] [181] [182] [183] [184] [185] [186] [187] [188] [189] [190] [191] [192] |
|
|
|