Kaplan Dr. Josef Spindelböck

Ansprache bei der Adventkranzweihe
an der Hauswirtschafts- und Haushaltungsschule Ybbs/Donau
am 27. November 1997

Liebe Lehrpersonen, liebe Schülerinnen,

wir sind versammelt, um in einer kleinen Feierstunde den Adventkranz zu segnen. Es ist nicht der einzige Sinn des Adventkranzes, daß er romantisch ausschaut und etwas vorweihnachtliche Stimmung zu uns bringt. Wir sollen in der Zeit des Advents etwas tiefer nachdenken über unser Leben und vor allem über das eigentliche Geheimnis von Weihnachten, auf das wir uns vorbereiten.

Laßt Euch nicht treiben von der Hektik dieser Tage, vom vorweihnachtlichen Einkaufsrummel! Nehmt Euch Zeit für Euch selber, für Eure Familien, Eure Freunde und Mitmenschen. Lassen wir es etwas besinnlich werden. Denn das Leben hat einen Sinn!

Das Glück, das wir alle ersehnen, können wir nur dann erfahren, wenn wir den Frieden im Herzen tragen. Entscheidend ist der Friede mit Gott. Freilich können wir nur dann von Gott den Frieden empfangen, wenn wir auch untereinander verbunden sind in Liebe und gegenseitigem Respekt. Ich möchte Euch ganz herzlich dazu einladen, daß Ihr Euch immer wieder untereinander versöhnt, wo dies notwendig ist, und daß wir uns alle mit Gott versöhnen lassen in einer guten Weihnachtsbeichte.

Die Kerzen des Adventkranzes sollen unsere Hoffnung und Sehnsucht ausdrücken nach dem Licht, das uns in der Geburt des menschgewordenen Sohnes Gottes erschienen ist! Jesus hat uns wirklich erleuchtet. Ein Licht ist uns erschienen. Alles Dunkle in unserem Leben soll ein Ende haben. Wir sind erlöst! Glauben wir das?

Wer sich schwer tut, ist eingeladen, einfach zu versuchen, mit Gott in Verbindung zu treten. Das geschieht bestimmt nicht durch Tischerücken und spiritistische Sitzungen, sondern durch das Gebet. Freilich ist es weniger aufregend, mit Verstand und Herz z.B. ein Vaterunser zu beten, als an irgend einem okkulten Zirkel teilzunehmen. Aber laßt Euch nicht verführen! Nicht diese Dinge, die auf Sensation aus sind und uns Nervenkitzel bereiten, kommen von Gott, sondern nur das, was in der Stille wächst und zum Frieden des Herzens beiträgt.

Bitten wir auch die heilige Jungfrau und Gottesmutter Maria um ihre liebevolle Fürsprache. Sie kennt ihren Sohn Jesus wie keine andere und kann auch uns zu einem lebendigen Glauben führen. Dann wird das Weihnachtsfest bestimmt ein Fest der Freude werden! Das wünsche ich Euch allen.



Zur Leitseite

WWW.STJOSEF.AT

Gemeinschaft vom heiligen Josef