Predigt am 6. Sonntag im Jahreskreis
(14. Februar 1999, Lesejahr A)
L 1: Sir 15,15-20; L 2: 1 Kor 2,6-10; Ev: Mt 5,17-37
(Liebe Brüder und Schwestern im Herrn!
Weil heute Faschingssonntag ist, möchte ich
mich diesmal in etwas anderer Form an Sie wenden:)
An diesen Tagen, liebe Leut',
sind viele Menschen voller Freud'.
Wie vieles "Freude" sie doch nennen,
weil wahre Freud' sie oft nicht kennen!
Das Evangelium von Jesus Christ
die wirklich frohe Botschaft ist.
Und klingt es auch bisweilen hart,
ist doch die Liebe Gottes zart.
Was Jesus uns auch diesmal lehrt,
es führt zum Glück, das
ewig währt.
Ein neues Herz schenkt unser Gott,
er führt zum Leben uns vom Tod.
So wird, was bisher hart und schwer,
durch Gottes Gnade leicht und hehr.
Was sagt der Herr? Wir wollen's hör'n,
und uns're Seele nicht betör'n!
Nicht nur das Morden ist sehr schlecht,
auch Zorn und Haß sind gar nicht
recht.
Die Ehe ist gar heilig sehr,
in Lieb' und Treu der Untreu wehr!
Mit kleinen Dingen fängt es an,
das Böse laß' nicht an
Dich ran!
Im Eid der Mensch die Wahrheit spricht,
sonst wird die Lüge zum Gericht.
Noch besser ist es nicht zu schwör'n
Und jedes Wort ganz wahr zu hör'n.
Wenn jemand meint: Es ist so schwer!,
dann sag' du ihm: Hör' doch mal
her.
Wenn Jesus hilft, wird alles leicht,
das höchste Ziel ist dann erreicht.
Die Liebe wandelt unser Herz,
zur Freude wird all' unser Schmerz.
So dürfen froh wir sein auch heut,
denn Gottes Kinder haben Freud'.
Die Freud uns niemand nehmen
kann,
denn Gott führt uns auf rechter
Bahn.
Maria steh' uns bei und bitt',
und nimm' uns zu dem Himmel mit!
Viel Freude wird dort sein, gewiß,
nur Gott weiß es, wie schön's
da is'.
Wir wollen beten allezeit,
dann sind wir auch für ihn bereit.
Der Herr erleucht' und segne all',
wir preisen seiner Liebe Wahl!
(Amen.)
Postscriptum: Der Autor verzichtet auf jedes Copyright.
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