Rundschreiben
unseres
Heiligen Vaters
Papst
Leo XIII.
durch göttliche
Vorsehung Papst
An alle Ehrwürdigen Brüder, die
Patriarchen, Primaten, Erzbischöfe und Bischöfe der katholischen Welt, welche
in Gnade und Gemeinschaft mit dem Apostolischen Stuhle stehen.
Über
die Rosenkranzandacht
1. September 1883
Quelle: Sämtliche Rundschreiben, erlassen von Unserem Heiligsten
Vater Leo XIII., durch göttliche Vorsehung Papst. Zweite Sammlung (1881-1885),
Herder´sche Verlagsbuchhandlung, Freiburg im Breisgau 1904, 261-277.
Elektronische Fassung für www.stjosef.at digitalisiert
von Armin Jauch. HTML-Format erstellt am 13. September 2004 von Dr. Josef Spindelböck. Die
Nummerangabe vor den einzelnen Teilen folgt der englischen Fassung. Im Hinblick auf die Schreibweise
erfolgte bei einzelnen Wörtern eine behutsame Angleichung an die gegenwärtige
Form. Irrtum vorbehalten.
1 Das Apostolische Amt, welches Wir bekleiden, und die äußerst
schwierigen gegenwärtigen Zeitverhältnisse mahnen Uns mit jedem Tage mehr und
nötigen Uns fast, desto angelegentlicher auf den Schutz und das Heil der Kirche
bedacht zu sein, je heftiger Wir sie bedrängt sehen. Während Wir darum in
jeglicher Weise die Rechte der Kirche wahren, die drohenden oder bereits
vorhandenen Gefahren nach Kräften abzuwenden und zu entfernen bemüht sind,
lassen Wir dabei nicht nach, immerdar von oben Hilfe zu erflehen; denn nur
diese ist im Stande, Unseren Arbeiten und Sorgen einen gewünschten Erfolg zu
sichern. – Zu diesem Ende halten Wir nichts für so heilsam und mächtig, als in
kindlicher Verehrung der großen Gottesmutter und Jungfrau Maria Wohlgefallen zu
erflehen, dieser Mittlerin unseres Friedens bei Gott und Spenderin himmlischer
Gnaden, die in höchster Macht und Herrlichkeit im Himmel thront, um den
Menschen auf ihrer so mühe- und gefahrvollen Wanderschaft zu jener himmlischen
Stadt ihren Schutz und Beistand zu verleihen. – Wir wollen darum, daß bei der
nächsten Festfeier, da Wir der zahlreichen und großen Wohltaten gedenken,
welche durch das Rosenkranzgebet dem christlichen Volke zu Teil geworden sind,
in diesem Jahre eben dieses Gebet mit besonderem Eifer in der ganzen
katholischen Welt der erhabenen Jungfrau gewidmet werde, auf daß um ihrer
Fürbitte willen ihr göttlicher Sohn sich durch unsere Leiden versöhnt und
gnädig erweise. Darum gedachten Wir, dieses Schreiben an Euch, Ehrwürdige
Brüder, zu richten, damit Ihr Unsere Absicht erkennt und durch Euere Autorität
wie durch Eueren Eifer das fromme Volk zur gewissenhaften Ausführung desselben
aufmuntert.
2 Von jeher war es für die Katholiken das erste, in
banger Lage und ungewissen Zeitverhältnissen ihre Zuflucht zu Maria zu nehmen
und in ihrer mütterlichen Barmherzigkeit Ruhe zu finden. Es offenbart sich
hierin nicht bloß ihre felsenfeste Hoffnung, sondern ein unerschütterliches
Vertrauen, welches die Katholische Kirche mit Recht immer auf die Mutter Gottes
gesetzt hat. In der Tat, die Jungfrau ohne Sünde empfangen, auserwählt zur
Gottesmutter und eben dadurch zur Mitwirkung in dem Werke der Erlösung des
Menschengeschlechtes, hat solche Gnade und Macht bei ihrem Sohne, wie sie
keine, weder menschliche noch englische Natur je erreicht hat, noch erreichen
kann. Und da es süß ihr ist und überaus angenehm, einem jeden, der sie um ihre
Hilfe anfleht, beizuspringen und Trost zu spenden, so ist nicht zu zweifeln,
daß sie noch viel bereitwilliger ist, die Bitten der Gesamtkirche zu erhören,
und gewissermaßen darnach verlangt.
3 Diese so große und hoffnungsvolle Andacht zu der
hehren Himmelskönigin erschien dann in ihrem vollen Glanze, wenn die Menge weit
sich verbreitender Irrtümer oder außerordentliches Sittenverderbnis oder der
Ansturm mächtiger Gegner der streitenden Kirche sichtlich Gefahr brachten. –
Die Geschichte alter und neuer Zeiten sowie der kirchliche Festkalender
berichten, wie von einzelnen sowohl wie öffentlich die allerseligste Jungfrau
angerufen und ihr Gelöbnisse gemacht werden,
wie ebenso auch durch sie ihnen Hilfe kam und Gott ihnen Ruhe und Frieden
schenkte. Daher jenen auszeichnenden Ehrennamen, welche die christlichen Völker
ihr beilegten: Helferin der Christen, Maria von der immerwährenden Hilfe, Maria
vom Trost, Kriegsmächtige, Maria vom Siege, Maria vom Frieden. Unter diesen
verdient jener vom Rosenkranz besonderer Erwähnung, durch den das fromme
Gedächtnis ihrer ausgezeichneten, der gesamten Christenheit gespendeten
Wohltaten für alle Zeiten gefeiert wird. – Euch allen , Ehrwürdige Brüder, ist
es wohlbekannt, wie viel Not und Trauer der Ausgang des zwölften Jahrhunderts
die Häresie der Albigenser über die Kirche Gottes gebracht hat; hervorgegangen
aus der Sekte der Neumanichäer, hatten im Süden Galliens und auch in anderen
Gegenden unter den lateinischen Völkern die Anhänger derselben ihre
verderblichen Irrtümer ausgebreitet und suchten, das Schwert in der Hand,
mordend und verheerend weithin ihre Herrschaft zu begründen. Gegen diese
schrecklichen Feinde erweckte, wie Ihr wisset, der barmherzige Gott einen hochheiligen
Mann, den ruhmvollen Vater und Stifter des Dominikanerordens. Ausgezeichnet
durch Reinheit der Lehre, tugendhafte Vorbildlichkeit und groß in der
Verwaltung seines Apostolischen Amtes, nahm er hochgemut den Kampf auf für die
katholische Kirche; nicht auf Waffengewalt, sondern ganz besonders auf jenes
Gebet setzte er sein Vertrauen, das er unter dem Namen des heiligen
Rosenkranzes selbst zuerst einführte, und sowohl persönlich als durch seine
Söhne überall verbreitete. Von Gott erleuchtet und angetrieben erkannte er, daß
mit Hilfe dieses Gebetes als der mächtigsten Waffe die Feinde besiegt und
niedergeworfen, gezwungen würden, von ihrem gottlosen und wahnsinnigen
Unternehmen abzulassen. Und so ist es auch geschehen, wie die Geschichte lehrt.
Denn nachdem diese Gebetsweise eingeführt, angenommen und der Anordnung des hl.
Vaters Dominicus entsprechend in Gebrauch kam, blühten nach und nach
Frömmigkeit, Glaube, Eintracht wieder auf, die Pläne und Ränke der Ketzer
wurden allenthalben vernichtet, über dies sehr viele aus dem Irrtum zur
Wahrheit zurückgeführt, und die Katholiken, welche die Waffen ergriffen hatten,
um Gewalttaten abzuwehren, bezwangen die Wut der Gottlosen.
4 Dieses Gebet erwies auch im sechzehnten Jahrhundert
seine Wirksamkeit und Kraft, als unermessliche Türkenscharen fast ganz Europa
mit dem Joche des Aberglaubens und ihrer Barbarei bedrohten. Damals war es
Papst Pius V. , welcher die christlichen Fürsten aufrief zum Schutze in dieser
gemeinsamen Gefahr und mit allem Eifer ganz besonders dahin wirkte, daß die
Christenheit durch das Rosenkranzgebet die hochmächtige Gottesmutter anrufe,
damit sie gnädig ihr sei und zu Hilfe komme. Wahrhaftig! Dies war in jenen
Tagen ein erhebendes Schauspiel im Angesicht von Himmel und Erde, das aller Herzen
und Gemüter zu sich hinwandte. Hier harrten die Gläubigen nicht weit vom
Corinthischen Meerbusen furchtlos auf den Feind, bereit, für Religion und
Vaterland Blut und Leben zu opfern; dort versammelten sie sich unbewaffnet zu
frommem Gebete, riefen zu Maria, grüßten wieder und wieder Maria im
Rosenkranze, daß sie den streitenden beistehe zum Siege. Und unsere Frau hatte
das Gebet erhört und war ihnen beigestanden; denn in der Seeschlacht bei den
Echinaden tötete die christliche Flotte viele Feinde, schlug sie ohne großen
eigenen Verlust in die Flucht und trug einen herrlichen Sieg davon. Zum
Andenken an diese Wohltat bestimmte daher derselbe hochheilige Papst die
jährliche Gedächtnisfeier dieses Kampfes zu Ehren der Jungfrau Maria vom Siege,
welcher Gregor XIII. den Namen Rosenkranzfest gab. In gleicher Weise wurde im
vorigen Jahrhundert einmal bei Temesvar in Ungarn, einmal bei der Insel Corfu
ein glorreicher Sieg über die türkischen Truppen errungen und zwar an
Marienfesten, nachdem ein frommes Rosenkranzgebet vorausgegangen war. Hierdurch
bewogen, führte Unser Vorfahre Clemens XI. das Rosenkranzfest zum dankbaren
Gedächtnis für die ganze Kirche ein.
5 Da nun diese Gebetsweise augenscheinlich der
allerseligsten Jungfrau so höchst angenehm ist, und ganz besonders geeignet zur
Verteidigung der Kirche und des christlichen Volkes, sowie um im öffentlichen
wie Privatleben Wohltaten zu erlangen, so dürfen wir uns nicht wundern, daß
auch andere Unserer Vorfahren bestrebt waren, ihr Lob mehr und mehr zu verkünden
und dieselbe zu verbreiten. So bezeugte Urban IV., daß durch den Rosenkranz dem
christlichen Volke täglich Wohltaten zu Teil werden; Sixtus IV. erklärte den
Rosenkranz geeignet, Gott und die allerseligste Jungfrau zu ehren und der Welt
bevorstehende Gefahren abzuwenden. Leo X. sagte, er sei eingeführt gegen die
Stifter von Ketzereien und die schleichenden Ketzerein, und Julius III. nannte
ihn einen Schmuck der römischen Kirche. Ebenso sagt darüber der hl. Pius V.:
Durch Verbreitung dieser Gebetsweise würden die Gläubigen, von diesen
Betrachtungen erwärmt, durch diese Gebete entflammt, plötzlich in andere
Menschen umgewandelt, die Finsternisse der Ketzereien ließen nach und das
katholische Glaubenslicht gehe auf. Endlich Gregor XIII.: Der Rosenkranz sei vom
hl. Dominikus gestiftet worden, um den Zorn Gottes zu versöhnen und die
Fürbitte der allerseligsten Jungfrau zu erflehen.
6 Durch solche Erwägungen bestimmt und im Hinblicke auf
das Beispiel unserer Vorfahren halten Wir es durchaus für angemessen, in diesen
unseren Tagen feierliche Andachten zu halten zu dem Zwecke, daß wir durch
Anrufung der erhabenen Jungfrau im Rosenkranzgebete gleiche Hilfe in unseren
Nöten von Jesus Christus, ihrem Sohne erlangen. – Ihr sehet, Ehrwürdige Brüder,
die langdauernden und schweren Leiden und Kämpfe der Kirche. Die christliche
Frömmigkeit, die öffentliche Sitte, ja den Glauben selbst, dieses höchste Gut
und das Fundament aller übrigen Tugenden, sehen wir mit jedem Tage größeren
Fährlichkeiten ausgesetzt.
7 Ebenso kennt Ihr nicht nur Unsere schwere Lage und
mannigfachen schweren Sorgen, sondern in Euerer Liebe empfindet Ihr sie
gewissermaßen mit Uns. Das Kläglichste und bei weitem Traurigste aber ist dies,
daß so viele Seelen, durch das Blut Jesu Christi erkauft, von den Irrtümern
unserer Zeit angesteckt, dahintaumeln, immer mehr dem Bösen verfallen und sich
in das ewige Verderben stürzen. Darum bedarf es heute nicht minder der
göttlichen Hilfe als damals, da der große hl. Dominicus zur Heilung der Schäden
des Gemeinwesens das Rosenkranzgebet einführte.
8 Jener aber erkannte durch göttliche Erleuchtung, daß
das wirksamste Heilmittel gegen die Übel seiner Zeit darin bestehe, daß die
Menschen wieder zu Christus, welcher der Weg, die Wahrheit und das Leben ist, zurückkehren und häufig
das Werk unserer Erlösung durch ihn erwägen, und daß sie jene Jungfrau zur
Fürsprecherin bei Gott sich erwählen, der es gegeben ist, alle Ketzereien zu
vernichten. Deswegen hat er das heilige Rosenkranzgebet so geordnet, daß der
Geheimnisse unseres Heiles der Reihe nach gedacht, und diesen Betrachtungen ein
mystischer Kranz eingefügt wird, aus dem englischen Gruße geflochten, in das
Gebet zu Gott, dem Vater unseres Herrn Jesus Christus, sich einreiht. Wenn wir
darum gegen ein ähnliches Übel dasselbe Heilmittel anwenden, so zweifeln wir
nicht, daß dieses Gebet, das dieser hochheilige Mann zu so großem Segen der
katholischen Welt eingeführt hat, sehr viel beitragen wird, um auch die Nöten
der Gegenwart zu lindern. Deswegen mahnen Wir nicht nur aufs dringendste alle
Christen, entweder öffentlich oder zu Hause und in der Familie dieses fromme
Rosenkranzgebet eifrig zu verrichten, und als eine ständige Gewohnheit
einzuführen, sondern wir wollen auch, daß der ganze Monat Oktober des laufenden
Jahres der himmlischen Königin vom Rosenkranze gewidmet und geweiht sei. – Wir
bestimmen darum und gebieten, daß in der ganzen katholischen Welt in eben
diesem Jahre das Fest der allerseligsten Jungfrau vom Rosenkranz besonders
festlich und feierlich begangen werde, und vom 1. Oktober bis 2. November
überall in allen Pfarrkirchen, und wenn die Ordinarien es für nützlich und
angemessen erachten, auch in anderen der allerseligsten Gottesmutter geweihten
Kirchen oder Heiligtümern, mindestens fünf Dekaden des Rosenkranzes nebst der
Lauretanischen Litanei andächtig gebetet werden; Wir wünschen auch, daß, wenn
diese Andacht stattfindet, zu gleicher Zeit entweder das hl. Messopfer gefeiert
oder das allerheiligste Sakrament zur Anbetung ausgesetzt und zum Schlusse der
frommen Versammlung der Segen mit dem Allerheiligsten in üblicher Weise gegeben
wird. – Außerdem finden Wir es für besonders zweckmäßig, daß die
Rosenkranzbruderschaften nach Weise unserer Vorfahren in feierlichem Zuge und
zum Bekenntnisse ihres Glaubens durch die Straßen der Städte wallen. Wo aber
wegen der Ungunst der Zeiten dieses etwa nicht geschehen kann, so möge der
zahlreiche Kirchenbesuch ersetzen, was der öffentlichen Religionsausübung in
dieser Beziehung entgeht, und der fromme Eifer möge sich durch um so fleißigere
Übung der christlichen Tugenden betätigen.
9 Jenen aber zu Gunsten, welche Unseren Befehlen
nachkommen, wollen Wir die himmlischen Schätze der Kirche erschließen, damit
sie in ihnen einen Antrieb und Lohn zugleich für ihr Frömmigkeit finden. Wir
verleihen demnach allen, welche innerhalb des angegebenen Zeitraumes der
öffentlichen Rosenkranzandacht beiwohnen und in Unserer Meinung ihr Gebet
verrichten, jedes Mal einen Ablaß von sieben Jahren und sieben Quadragenen.
Dieselbe Wohltat soll auch jenen zu Teil werden, welche aus rechtmäßigen
Gründen verhindert sind, den öffentlichen Andachten beizuwohnen, unter der
Bedingung jedoch, daß sie zu Hause diese Andacht verrichten und zu Gott nach
Unserer Meinung beten. – Jene aber, welche in der genannten Zeit wenigstens
zehnmal, sei es öffentlich in den Kirchen oder aus rechtmäßigen Gründen zu
Hause dasselbe verrichtet, rechtmäßig gebeichtet und kommuniziert haben,
sprechen Wir von aller Schuld und Strafe in Weise eines päpstlichen Ablasses
frei. – Diesen vollkommenen Nachlaß ihrer Sünden gewähren Wir auch denjenigen,
welche entweder am Rosenkranzfeste selbst oder an einem der darauf folgenden achte Tage nach
verrichteter Beicht und Kommunion in irgend einer Kirche für die Anliegen der
Kirche zu Gott und der Mutter Gottes nach Unserer Meinung ein andächtiges Gebet
verrichtet haben.
10 Wohlan denn, Ehrwürdige Brüder! So sehr Euch am
Herzen liegt die Ehre Mariä und der
menschlichen Gesellschaft Heil, ebenso sehr bemüht Euch, die Verehrung der
erhabenen Jungfrau bei Euren Völkern zu
nähren, ihr Vertrauen auf ihre Hilfe erhöhen. Wir halten es für eine gnädige
Fügung Gottes, daß selbst bei diesen für die Kirche so äußerst stürmischen
Zeiten in dem größten Teile des katholischen Volkes die fromme Verehrung der hehren
Jungfrau besteht und blüht. Nun aber, durch diese Unsere Mahnungen ermuntert
und durch Euer Wort angefeuert, sollen die christlichen Völker mit täglich
wachsendem herzlichem Eifer sich unter Marias treuen Schutz begeben, mehr und
mehr die Liebe zum Rosenkranz pflegen, die unsere Ahnen nicht nur als kräftige
Hilfe in der Not, sondern auch als edles Kennzeichen der Frömmigkeit zu
betrachten pflegten. Unsere einmütigen und inständigen Bitten wird die
himmlische Patronin des menschlichen Geschlechtes gern aufnehmen, und
bereitwillig demselben Fortgang in der Tugend erflehen, daß die verirrten sich
wieder dem Wege des Heils zuwenden und sich bekehren, daß Gott, der Rächer
allen Frevels, gnädig und barmherzig zu uns neige, alle Gefahren von der Kirche
und der öffentlichen Gesellschaft fernhalte und uns den erwünschten Frieden
wieder verleihe.
11 Durch solche Hoffnung aufgerichtet, bitten und flehen
Wir inständig und aus der ganzen Seele zu Gott, durch Jene, welche er die Fülle
aller Güter gegeben, daß er Euch, Ehrwürdige Brüder, in reichster Fülle seine
himmlischen Gaben verleihe. Als Vorboten und Unterpfand derselben erteilen Wir
Euch selbst und Eurem Klerus und dem der Sorge eines jeden von Euch
anvertrautem Volke von Herzen den Apostolischen Segen.
Gegeben zu Rom bei St. Peter, den 1. September des
Jahres 1883,
dem sechsten Unseres Pontifikates.
LEO
PP. XIII.