Sind Buße und Umkehr noch zeitgemäß?
Gedanken zur "Fastenzeit"
Die "Fastenzeit" oder "Österliche Bußzeit" hat eine dreifache Aufgabe:
1. Sie soll uns an die Taufe erinnern und die Erneuerung des Taufversprechens in der Osternacht vorbereiten. Besonders die Evangelien von der Versuchung Jesu, von der Verklärung, von der Samariterin am Jakobsbrunnen, von der Heilung des Blindgeborenen und von der Erweckung des Lazarus können das Taufbewußtsein wecken.1
2. Sie soll uns zu Buße und Umkehr führen: Besinnung, Bußgottesdienste als Vorbereitung zum Empfang des Bußsakramentes, Verzicht und leibliches Fasten sind einige Möglichkeiten dazu.
3. Sie soll uns das Leiden und Sterben Jesu vor Augen stellen. Dies kann vor allem durch das Beten des Kreuzwegs geschehen (z.B. "Gotteslob", Nr. 775). In vielen Pfarren wird der Kreuzweg gebetet. So ist auch in der Pfarre Ybbs jeweils am Freitag um 16 Uhr ein Kinderkreuzweg und an jedem Fastensonntag um 19 Uhr ein Kreuzweg für alle!
Das Bemühen um vermehrtes und vertieftes Gebet, Fasten und Almosengeben ("Fastenaktion") ist heute ebenso aktuell wie früher.
Wenn wir die Bedeutung von Ostern wieder neu ins Bewußtsein heben wollen, so müssen wir die Fastenzeit wieder ernst nehmen. Die ernste und doch den Weg zur wahren Freude weisende Erinnerung an die Vergänglichkeit und die Mahnung zur Buße am Aschermittwoch, das Bedenken des Leidens Christi, das leibliche Fasten und vor allem die gewissenhafte Mitfeier der hl. Messe und der Andachten sollen das Anliegen aller werden!
1 Wir sind eingeladen auch zur persönlichen
Lesung der Heiligen Schrift. Vgl. besonders Lk 4,1-13 (Versuchung Jesu);
Lk 9,28-36 (Verklärung des Herrn); Joh 4,1-26 (Gespräch Jesu
mit der Samariterin am Jakobsbrunnen); Joh 9,1-42 (Heilung des Blindgeborenen);
Joh 10,40-11,57 (Auferweckung des Lazarus).
Eine gute Vorbereitung
auf Ostern wünschen Ihnen
die Seelsorger der Pfarre Ybbs
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Gemeinschaft vom heiligen Josef