Sind Umkehr und Buße noch zeitgemäß?Gedanken zur "Fastenzeit"
Josef Spindelböck
Die „Fastenzeit“ oder „Österliche Bußzeit“ hat eine dreifache Aufgabe:
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Sie soll uns an die Taufe erinnern und die Erneuerung des Taufversprechens in der Osternacht vorbereiten. Besonders die Evangelien von der Versuchung Jesu, von der Verklärung, von der Samariterin am Jakobsbrunnen, von der Heilung des Blindgeborenen und von der Erweckung des Lazarus können das Taufbewußtsein wecken.[1]
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Sie soll uns zu Buße und Umkehr führen: Besinnung, Bußgottesdienste als Vorbereitung zum Empfang des Bußsakramentes, Verzicht und leibliches Fasten sowie tätige Werke der Nächstenliebe sind gute Möglichkeiten dazu.
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Sie soll uns das Leiden und Sterben Jesu vor Augen stellen. Dies kann durch das Beten des Kreuzwegs geschehen (z.B. Altes Gotteslob, Nr. 775, Neues Gotteslob, Nr. 683) oder durch das betende Betrachten des „Schmerzhaften Rosenkranzes“.
Das Bemühen um vermehrtes und vertieftes Gebet, Fasten und Almosengeben („Fastenaktion“) ist heute ebenso aktuell wie früher.
Wenn wir die Bedeutung von Ostern wieder neu ins Bewußtsein heben wollen, so müssen wir die Fastenzeit wieder ernst nehmen. Die ernste und doch den Weg zur wahren Freude weisende Erinnerung an die Vergänglichkeit und die Mahnung zur Buße am Aschermittwoch, das Bedenken des Leidens Christi, das leibliche Fasten und vor allem die gewissenhafte Mitfeier der hl. Messe und der Andachten sollen das Anliegen möglichst vieler werden!
[1] Wir sind eingeladen auch zur persönlichen Lesung der Heiligen Schrift. Vgl. besonders Lk 4,1–13 (Versuchung Jesu); Lk 9,28–36 (Verklärung des Herrn); Joh 4,1–26 (Gespräch Jesu mit der Samariterin am Jakobsbrunnen); Joh 9,1–42 (Heilung des Blindgeborenen); Joh 10,40–11,57 (Auferweckung des Lazarus).
